22 Nov 2018

Der UN-Migrationspakt

Submitted by ebertus

Kritik am UN-Migrationspakt von "links". Es ist gut und richtig, der AfD nicht das Feld allein zu überlassen; stattdessen sehr konsequent den imperialen, den neokolonialen Charakter dieses UN-Migrationspaktes benennen.

Erst das Thema komplett verschweigen, dann die Kritiker in die neurechte, rassistische, gar antisemitische Ecke stellen. Nachdem nun auch Israel den Pakt ablehnt, da geht zumindest die letztgenannte, eigentlich sonst doch fast immer wirkmächtige Diffamierungsstrategie nicht mehr auf. Bei der taz beispielsweise ist in Sachen dieser zunehmenden Zahl an Verweigerern -und natürlich auch zu Israel- komplettes Schweigen angesagt; vielleicht hab' ich es auch nur überlesen ...

Denn das traut sich nicht mal die taz - nun auch den Israelis Rassismus und Antisemitismus vorzuwerfen ...

Die anderen sogenannten Qualitätsmedien, weil nun eben kein Thema mehr allein der AfD, sie berichten ebenfalls sehr zögerlich. Fundierte Inhalte, gar äußerst relevante Hintergründe erfährt man -von links- nur in den eher alternativen Medien.

Hannes Hofbauer im Interview mit RTdeutsch ... beispielsweise. Oder Sevim Dagdelen bei Cicero.


Das Interview mit Sevim Dagdelen bei Cicero konnte man gestern noch frei lesen, heute nur noch via Paywall. Ist nicht weiter tragisch, weil Hannes Hofbauer im Prinzip die gleichen Argumente verwendet, die im Interview vorgebrachte Kritik in einem längeren Text via Telepolis ausführlich begründet. Die Länder der sogenannten zweiten und dritten Welt werden nach wie vor neokolonial ausgebeutet, bei Renitenz gar mit Krieg, mit militärischer Gewalt überzogen. Und das darf so bleiben!

Denn jetzt gar sehr offiziell werden diese Länder der leistungsfähigen jungen Menschen, der wenigen Fachkräfte beraubt. Und genau diese Menschen sorgen nun in den Ländern der sogenannten ersten Welt für einen massiven Abbau des Lohngefüges und der sozialen Standards. Klar, sie  wollen und müssen hierzulande auch leben, gar noch die die von den zurückgebliebenen Familien erwarteten Geldtransfers erbringen.

Wenn der Brandstifter Feuerwehr spielt - soviel dazu ...

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Kommentare

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In vielen Staaten gibt es keine sozialen Standards und schon gar keine Umverteilung zwischen den Einkommensstarken und Einkommensschwachen. Umverteilt wird lediglich in den Familien, wie das vor dem Sozialistenstaat nach Otto von Bismarck hier und in vorwiegend industrialisierten Staaten üblich wurde. Abzulesen ist das am Pro Kopf Einkommen. In »reichen« Staaten geht die Kluft zwischen Reich und Arm oft noch weiter auseinander, als in ärmeren Staaten.

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Norbert Häring berichtet über Weiterungen, über kommende sklavenartige Arbeitsverhältnisse.

Wenn ich das richtig verstehe (wahrscheinlich/hoffentlich verstehe ich es falsch) so plant die Bundesregierung nach Verabschiedung des UN-Migrationspaktes ein bereits lange ventiliertes Einwanderungsgesetz zu beschließen, in dem die in diesem unverbindlichen Migrationspakt ausgelobten sozialen Leistungen an Migranten gleich wieder zurückgenommen bzw. an willfährige Arbeitsbereitschaft gekoppelt werden.

"Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, wie skrupellose Arbeitgeber im Niedriglohnbereich oder Menschen, die Frauen aus armen und ärmsten Ländern als Pflegekräfte oder Hausangestellte beschäftigen, die Zwangslage der Immigranten ausnutzen können. Das öffnet ein Tor für sklavenartige Arbeitsverhältnisse."

Wie geschrieben, ich mag das eigentlich nicht glauben ...

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Sklavenhalter
 

Wenn eine Staatsregierung einen Arbeitszwang mit Hartz4 einführt und in den Hartz-Ämtern , wie im Puff, Türsteher installiert, dann dauert es nicht lange, bis die Arbeitsverhältnisse denen im Puff gleichen – die Personalabteilung läßt grüßen.

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... der bestimmt auch "i r g e n d w i e" zum thema passt

also kurz: ich pack ihn hier rein, denn er sollte gelesen werden ... und zum nachdenken anregen

https://neue-debatte.com/2018/11/27/zeugnis-der-schwaeche-ueber-die-ents...

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Antwort auf marie  zum Kommentar ein toller artikel
 

»Michel de Montaigne stellt folgende Frage in einem Brief: „Ich möchte gerne wissen, ob wir den Krieg, die größte und prächtigste unter allen menschlichen Handlungen, zum Beweis eines gewissen uns eigenen Vorzugs oder vielmehr Gegenteils zum Zeugnis unserer Schwachheit und Unvollkommenheit gebrauchen wollten.«

Offensichtlich kannte er die industrialisierten Kriege im 20. Jahrhundert nicht. Egal ob ein großer oder kleiner Krieg willkürlich geführt wird, er ist verwerflich. Kofi Annan sagte:

»Krieg ist das größtmögliche Versagen der Politik.«

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Antwort auf Michel de Montaigne
 

„Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien“, schreibt Heraklit aus Ephesos in seinen Fragmenten. [4]

Mit „Vater aller Dinge“ ist wohl eher der produktive Kampf um die Lösung der alles in der Welt verursachenden Widersprüche gemeint und nicht nur die kriegerische, gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Menschen.

das leben ist (für mich) ein ewiger kampf ... kannst ja auch meine kommentare unter dem text-link lesen

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Antwort auf marie  zum Kommentar @heinz
 

Carl von Clausewitz (1780-1831)

"Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln." - Vom Kriege, 1. Buch, 1. Kapitel, Unterkapitel 24 (Überschrift)

Dagegen hatte Kofi Annan gestritten. Wenn du jetzt auch noch die Götter der antiken Griechen vorkramst, konter ich mit:

»Die unehelichen Kinder sind die Kinder der Götter,« erzähl das aber bitte nicht den Pfaffen, die glauben was anderes.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Vom Kriege
 

... nur die ersten überlieferten philosophen der menschheit ^^

zu "politik": ich persönlich meine NIEMALS PARTEIENpolitik ... das ist für mich wie stierkampf in derarena oder brot und spiele ... (natürlich gibt es andere meinungen als meine persönliche ... ich höre davon^^) ... für mich ist das PERSÖNLICHE = politisch, schon wenn ich plastik-verpackung meide oder mich entschlossen habe die "unbequeme und oft schmerzhafte wahrheit" durch eine beschönigung zu umgehen (was ich oft in meinem umfeld feststelle und es widerstrebend toleriere, aber niemals teile) ... ich habe mit selbstkritik kein problem, d.h. jedoch: ich kritisiere vor allem dinge, die mir wichtig sind >>> aber natürlich kann ich auch bewußt lügen und ignorieren >>> das stellt aber kein vertrauen her, ist jedoch oft leichter praktikabel in einer realen welt mit allen ihren widersprüchen (die sich jedoch dadurch NICHT lösen lassen - was ich gerne würde, wenn ich könnte)

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Antwort auf marie  zum Kommentar keine götter
 

Politik der ersten Person (das Private ist politische)

Entstanden mit der Frauenbewegung («Mein Bauch gehört mir!») ist eigentlich mehr. Die heute vorherrschende Politik der Stellvertreter herrscht über die Menschen »draußen im Lande,« ohne sie zu fragen oder auch nur zu wissen, was die brauchen. Vielfach getrieben sind die politischen Entscheidungen von Eigeninteressen der Parteien und gegen die selbständige Meinung von Stellvertretern durchgesetzt mit einem Fraktionszwang. Kurz, das ist eine Dominanz der Parteienoligarchie und keine Demokratie, weil ein Bundesplebiszit und die echte Beteiligung der Zivilgesellschaft fehlt.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Nur gestreift
 

und fraktionsszwänge ... haben nichts mit mir (und vielenvielen lebewesen auf der welt) zu tun ... und ich auch nicht mit ihnen ... ihr wirken ist mir nicht völlig unbekannt ... ebenso wie das wirken vieler lebe wesen aufder welt ^^

giftige lebewesen meide ich ... raubtieren gehe ich bestens aus dem weg ... ja ... und doch sie sind alle "irgendwie" auf der erde ... naja, demokratie habe ich noch nicht erlebt ... ein paar zaghafte versuche die "es" aber auch nicht wirklich brachten ... und ehrlich, oft habe ich genug mit mir selbst zu tun ...

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Antwort auf marie  zum Kommentar parteien ...
 

»... und ehrlich, oft habe ich genug mit mir selbst zu tun ...«

Das geht den meisten Menschen genau so. Nur wird deine Zeit von anderen verbraucht:

  • Vom Arbeitsplatz, der dich für sinnlose Dinge ausbeutet.
  • Von den Medien, die dich mit Werbung zumüllen.
  • Von den Volks-, Versicherungs-, Krimskram-, Banken-Vertretern, die dir was andrehen wollen.
  • Von den »Sozialen Medien,« die deine innere Langeweile überfrachten.
  • Von den ..., die ...

Nicht einmal ein anarchistisches Modell kann realitätsnah installiert werden, weil es immer irgendeinen Blödel, Parteiheine,  Bänkster, Volkstribun und Sklaventreiber gibt, der glaubt schlauer zu sein, als alle anderen. Sobald aber diese Klugscheißer in die Schranken gewiesen werden können, ist das keine Anarchie mehr.

Es ist genug, die Menschen ihre eigenen Angelegenheiten machen zu lassen. Der Respekt vor Andersdenkenden wäre darum eigentlich ein schönes Schulfach; zumindest sehr viel wichtiger, als Sport.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Darum geht es
 

"Eine Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift." ... sage ich mal mit einem blick nach frankreich

Die Trägheit der Deutschen ist historisch sprichwörtlich und nicht zu vergessen, wir haben zwei WK. verloren und sind immer noch ein besetztes, medial zutiefst indoktriniertes Land! In der heutigen Situation nicht zu vergleichen mit der Grande Nation!

"... Gewiss, es sind Bilder von Zerstörung und Chaos um die Welt gegangen. Sie dürfen aber nicht vom entscheidenden Punkt ablenken: Die Mobilisierung der "gelben Westen", bei der am 17. November in Frankreich landesweit Hunderttausende Bürger auf die Straße gegangen sind und die immer noch fortgesetzt wird, hat ein in der französischen Geschichte einmaliges Ausmaß für eine Bewegung erreicht, die keinen etablierten Organisatoren hat.

Der Auslöser des Zorns verdient Beachtung: Die Regierung war entschlossen, die auf Kraftstoff, insbesondere auf Diesel erhobenen Steuern zu erhöhen. Sie wollte den Menschen damit ausdrücklich eine Änderung des Verhaltens und der Lebensweise verordnen – "Energiewende" nennt sich das. Dass zwei von drei Befragten der Meinung sind, dass die Kaufkraft Vorrang vor Umweltbelangen haben muss, ist ein beispiellos heftiger Schlag gegen das Trommelfeuer, mit dem viele Tageszeitungen die Verpflichtung "den Planeten zu retten" beschwören."

https://deutsch.rt.com/europa/80404-sieg-gelbwesten-historische-bewegung...