4 Dez 2018

Kampf aus dem Knast

Submitted by fahrwax

Katalanische politische Gefangene im Hungerstreik

- Holger in der Endlosschleife - meine ich gaaaanz persönlich.

"Dem Hungerstreik des früheren ANC-Chef und des Ex-Regierungssprechers Jordi Sànchez haben sich zwei weitere ehemalige Minister angeschlossen, nachdem ein erster Erfolg verbucht wurde

Schon seit fast 14 Monaten sitzt der ehemalige Chef der großen zivilgesellschaftlichen Organisation "Katalanischer Nationalkongress" (ANC), Jordi Sànchez, im Gefängnis. Am Samstag ist er mit dem früheren Regierungssprecher Jordi Turull in den Hungerstreik getreten. Turull sitzt kürzer, er wurde wieder vom Ermittlungsrichter Pablo Llarena im vergangenen März inhaftiert, um zu verhindern, dass er im zweiten Wahlgang zum katalanischen Regierungschef gewählt wird.

Auch im Fall von Sánchez hatte der Richter gegen die Anweisungen des UNO-Menschenrechtskomitees, verhindert, dass er zuvor schon zum katalanischen Regierungschef gewählt werden konnte. Wie die Hungerstreikerklärung verdeutlicht, richtet sich der Streik nicht nur gegen die Inhaftierung, die laut Menschenrechtsorganisationen völlig ungerechtfertigt ist, sondern vor allem gegen die Blockade des spanischen Verfassungsgerichts beim Zugang zur europäischen Justiz."

Von Ralf Streck, weiterlesen bei TELEPOLIS  https://www.heise.de/tp/news/Katalanische-politische-Gefangene-im-Hungerstreik-4239672.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom

Kommentare

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Hermann Göring sagte einmal:

»Freiheit der Bürger ist die Freiheit, die der Staat ihnen gewährt.«

Das ist der aktuelle Stand der EU. Die europäischen Bürger sind als Zivilgesellschaft zwar Souverän haben aber:

  1. keine gleichen Rechte,
  2. keine gleichen Freiheiten und
  3. keine gleiche soziale Sicherung.

Aus European Democracy Lab:

Obwohl diese Vision in Zeiten konstanter Krise utopisch erscheint, wollen wir eine Debatte jenseits des derzeitigen öffentlichen Diskurses eröffnen. Diese soll EU-zentrisches Vokabular einerseits und wachsende Nationalisierungstendenzen andererseits überwinden. Wir wollen echte Alternativen diskutieren.

Es gibt einen Plan B für Europa: die Europäische Republik. Wir sind überzeugt, dass sich unser Kontinent in einen postnationalen, wahrlich demokratischen und gerechteren Ort entwickeln kann. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es uns, europäische Bürger*innen. Alle Generationen und deren gesammelte Erfahrungen können und sollen an diesem Prozess teilhaben. Treten Sie mit Ihren Mitmenschen in Dialog, diskutieren Sie echte Alternativen für die Zukunft europäischer Politik, Wirtschaft und unserer gemeinsamen Gesellschaft!

Europäische Republik

Die Europäische Republik ist eine EUtopie (Grieschich εὖ "gut" und τόπος "Ort" für eine demokratische Zukunft in Europa. Die Idee eröffnet eine neue Perspektive jenseits der Vereinigten Staaten von Europa, denn Europa heißt: Menschen zu einen und nicht Staaten zu integrieren.

Gleichheit

Europa als politische Gemeinschaft muss auf dem Grundsatz der politischen Gleichheit aller europäischen Bürger beruhen. Nach Frieden und Freiheit kann die europäische Demokratie nur durch Gleichheit erreicht werden.

Europa der Regionen und Städte

"Nation ist Fiktion, Heimat ist Region." Das Lab unterstützt ein Modell, das auf das europäische Gemeinwohl gründet und in dem Europas vielfältige Regionen & Städte die konstitutiven Einheiten der politischen Ordnung Europas darstellen.

 

Der Politpöbel des Ministerrates der EU blockiert sich gegenseitig und beschließt Gemeinsamkeiten, die politisch gefeiert und anschließend »vergessen« werden.

Gleiche Rechte, gleiche Freiheit und gleiche soziale Sicherung sind Mindestforderungen an eine Demokratie. Gleiche soziale Sicherung kann in ganz Europa nicht die gleiche monetäre Höhe haben. Dazu ist die Produktivität in Europa strukturell und monetär zu unterschiedlich. Eine Republik Europa kann kein Verschiebebahnhof für soziale Sicherungen sein;  damit wäre nur ein Hauen und Stechen um die Fördermittel eröffnet. Darum hat sich die soziale Sicherung am Gesamteinkommen einer regionalen politischen Ökonomie  zu orientieren – die Prinzipien der Verteilung zur sozialen Sicherung sind dann europaweit wieder gleich.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar EU Rechte
 

Die Gemeinsamkeiten existieren allein zwischen Menschen - Institutionen wie die der EU-Funktionäre sind eine gaaaaaanz andere Liga.

Das darfst du diesem Politpöbel nicht vorwerfen - denen fehlen (systematisch!) alle Rezeptoren zu dieser Wahrnehmung.

Die sind nichts, die sollen nur etwas darstellen - diese minderbemittelten, sozial Verarmten.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar >>Gemeinsamkeiten<<
 

»Kann eine Republik Europa funktionieren?«

Antwort: »Im Prinzip ja, aber keine Partei in Europa wird das zulassen.«

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Frage an Radio Eriwan:
 

Französische Polizisten laufen in Mannschaftsstärke zu den Gelbwesten über

https://www.youtube.com/watch?v=XaFFffWY1DM

gelbe westen im schulterschluß von menschen gegen ihre feinde

minute 1:41

https://www.youtube.com/watch?v=Yxj0SGp10uY

pamela anderson, schüler, studenten, rentner, feuerwehr, taxi-fahrer, sanitäter >>> 80% der franzosen

https://cooptv.wordpress.com/2018/12/04/yellow-vests-and-i-pamela-anderson/

https://cooptv.wordpress.com/2018/12/04/frankreich-immer-mehr-jugendlich...

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Antwort auf marie  zum Kommentar wir brauchen keine parteien
 

Was im Mainstream zu den gelben Westen "berichtet" wird, ist bestenfalls verpeilter Unsinn.

Allerdings unterstelle ich den verpeilten Mainstreamern schlimmere Absichten........

Interessant ist die Sicht französischer Freunde:

"Diejenigen, die nur halbherzig Aufstände machen, graben damit nur ihre eigenen Gräber. An dem Punkt, an dem wir uns heute befinden, stürzen wir angesichts des Levels an Repression entweder das System oder es wird uns zermalmen. Es wäre ein schwerwiegender Irrtum, die Bereitschaft dieser Regierung zur Radikalisierung zu unterschätzen. Jeder, der sich in den nächsten Tagen als Vermittler zwischen den Leuten und Regierung präsentiert, wird in Stücke gerissen werden: Niemand will mehr vertreten sein, wir sind alle reif genug, um für uns selbst zu sprechen, um zu bemerken, wer versucht uns nur zu beschwichtigen um sich zu erholen. Und selbst wenn die Regierung von ihren Vorhaben abweicht, wird dies nur beweisen, dass wir dass was wir getan haben, richtig gemacht haben und dass unsere Methoden die richtigen waren und sind."

Das ist hier nur ein prägnanter Auszug - der Unterstrich stammt von mir - , die kompletten freundschaftlichen Gedanken finden sich hier:

https://enough-is-enough14.org/2018/12/05/frankreich-am-abgrund-entweder-stuerzen-wir-das-system-oder-das-system-wird-uns-vernichten/

Zur ursprünglichen Quelle findet sich dort die folgenden Anmerkungen:

"Dies ist eine sinngemäße Übersetzung eines Artikels der nach den letzten Aktionen und Unruhen in Frankreich am 3. Dezember auf Lundi Matin erschien. Die Übersetzung erfolgte aus der englischen Übersetzung, die auf Winter OAK (und auch auf Enough is Enough) veröffentlicht wurde."

... sie haben gelernt - trotz oder wegen ihres nationalbewußtseins (lt. deutschen mainstream sind es ja nazis = immerhin 80% der bevölkerung^^)

>>> sie haben KEINEN!!!! anführer oder sprecher (da spielt der staat mit seinen instituionen scheibe und dreht fast durch ...) >>> jeder ist sein eigener sprecher = genial (aber hoffentlich halten sie das auch durch!!!!!)

die atlantiker haben entdeckt: putin steckt hinter den gelbwesten

https://deutsch.rt.com/international/80450-nur-frage-zeit-russland-steckt/

natürlich kenne ich dieses dilemma: freiheit oder (möglicher) tod ... doch freiheitskampf ist kein spaziergang mit fahne und plakat und rede ... deshalb gibt es noch mutlose sklaven oder heldenspieler

das dilemma sitzt tief und ist existenziell und braucht freie entscheidungen eines jeden.

ps. für mich sind die denunzianten der freiheitsliebe die schlimmsten ... sie sollen mindestens ihr maul halten und "wir" müssen besser zwischen inquisition und freiheitskampf unterscheiden LERNEN!!! zu oft trügt der schein - gepaart mit eitelkeit und feigheit ...

89 gab es keine sicherheitsgarantie für demonstranten

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Antwort auf marie  zum Kommentar du hast sehr kluge freunde :-)))
 

.....meiner Freunde bin ich sehr wählerisch.

Was mich umgibt beeinflusst mich - da ist die Auswahl von Freunden lebensnotwendig, wenn die umgebende Kacke die Atmung behindert.

Die Franzosen sind da längst nicht so obrigkeitsgläubig wie es der hiesige Eingeborene ist.

(vom "Ossie" rede ich jetzt mit Bedacht mal gaaaarnicht)

Sicherheitsgarantien der Herrschaft für Demonstranten???????????

Die Sicherheit von Demonstranten beginnt dort, wo es den Herrschern an den Arsch geht!

1989 wussten selbst die regierenden Knallchargen der Täteree, dass sie verloren hatten - die 'Macht ihrer Gewehrläufe' war endgültig aufgebraucht.

Diese Einsicht ist den eingebildeten Siegern des vorhergehenden Gefechtes (zwischen Kapitalismus & Staatskapitalisus entdecke ich keinen Unterschied - noch nie nicht!), erst noch in das Bewußtsein zu rücken.

"Im Gegensatz zu allem, was wir gehört haben, ist das Mysterium nicht, dass wir uns erheben, sondern dass wir es vorher nicht getan haben. Die Anomalie liegt nicht in dem, was wir jetzt tun, sondern in dem, was wir bisher ertragen haben. Wer kann leugnen, dass das System in allen Bereichen gescheitert ist. Wer will noch immer geschröpft, ausgeraubt, in das Nichts der Prekarität verdammt vor sich hin leben? Wer will ernsthaft Tränen vergießen über die Tatsache, dass nun die Armen die schicken Viertel von Paris plündern oder dass die Bourgeoisie zusehen musste, wie ihre glänzenden neuen SUVs in Flammen aufgehen? Was Macron betrifft, so sollte er aufhören, sich zu beschweren, da er es doch war, der uns vorschlug, ihn aufsuchen, wenn es Probleme gäbe. Ein Staat kann nicht behaupten, seine Legitimität aus der Leiche einer „glorreichen Revolution“ zu ziehen, nur um dann über den Vandalismus zu stöhnen, wenn eine Revolution anfängt… "

die praxis ist das kriterium der wahrheit ... ich werde beten ... zum gott der gelingenden evolution

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Antwort auf marie  zum Kommentar wow!!! ist der text geil:-)))
 

"Der kommende Aufstand" als franzöisches Philosophieseminar.

Absolut lesenswert (aus meiner Sicht), weil das Thema weder im vulgären, linksradikalen Antifasprech, noch im hölzernen Verlautbarkeitsstil der Verkündung absoluter Wahrheit dargeboten wird; stattdessen angenehm zu lesen, das Nachdenken anregend.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Klingt wie aus ...
 

ich zweifle ja immer am informationsstand meiner "lieben wessis" über die reale ddr - doch gerade jetzt erkenne ich die kulturelle nähe mit meinen liebe franzosen wieder - und hab das gefühl, sie ist viel größer, als die zu meinen westlich sozialisten landsleuten (nee - ist nicht persönlich gemeint - hat aber seine gründe):

" ... Der französische Staat war stets an der Existenz der DDR interessiert, was auch immer die Regierung der Bundesrepublik davon hielt. Es sei hier an das Bonmot des Schriftstellers François Mauriac erinnert, „Ich liebe Deutschland so, dass ich froh bin, dass es zwei davon gibt“[1].

Einrichtung von Kulturzentren in Ostberlin und Paris, die 1983 bzw. 1984 ihre Türen öffneten

In diesem Jahrzehnt gab es wie übrigens schon im vorausgehenden in einem nicht zu vernachlässigenden Umfang Beziehungen auch zwischen einfachen Bürgern aus Frankreich und der DDR – das ist ein eher unbekannter Aspekt der Geschichte, den ich besonders hervorheben möchte.

Giscard d’Estaing sah die deutsch-französischen Beziehungen ausschließlich in der Perspektive der fortgesetzten Teilung Deutschlands[2].

Weiterhin existierten Städtepartnerschaften, insbesondere zwischen Städten der DDR und der Pariser Vororten, die zu dem „roten Gürtel“ gehörten.

Auch wurde Heiner Müller in Frankreich zur Theaterikone, seine Stücke, wie auch seit den 50er Jahren diejenigen von Bertolt Brecht, wurden oft in den Avantgarde-Theatern der Pariser Umgebung inszeniert (wie das noch heute der Fall ist).

Die DDR wurde zugleich verstärkt in die Lehrpläne integriert. An Hochschulen widmeten sich immer mehr Magisterarbeiten und Dissertationen Themen, die mit der DDR zusammenhingen – die DDR bildete für einen Teil der französischen Germanistik eine Utopie, ein Gegenbild zur Bundesrepublik. .. "

http://cle.ens-lyon.fr/allemand/civilisation/die-beziehungen-zwischen-de...

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Hier ein Blick aus »Wessiland:«

Zitiert aus Wikipedia/NATO: »Bei den Wahlen im Dezember 1965 wurde in Frankreich Präsident Charles de Gaulle in seinem Amt bestätigt und begann mit einer Änderung seiner Verteidigungspolitik. Mit der ersten französischen Atomexplosion am 13. Februar 1960 in Reggane in Algerien war das Land in den Kreis der Nuklearmächte getreten und baute mit der Force de frappe seine eigene Atomstreitkraft auf. Mit gestärktem Selbstbewusstsein erinnerte sich Frankreich auch der zum Teil demütigenden Behandlung durch die Alliierten während des Zweiten Weltkriegs. De Gaulle lehnte eine dauernde Dominanz der USA in der NATO ab und verlangte die Unterstellung der in Frankreich stationierten US-amerikanischen und kanadischen Einheiten unter französisches Kommando. Nachdem die USA ihre Zustimmung verweigert hatten, forderte der französische Präsident am 10. Februar 1966 den Abzug der alliierten Truppen und der NATO-Hauptquartiere mit der Begründung, „Frankreich strebe jetzt die volle Ausübung seiner Souveränität an, die durch die Stationierung fremder Streitkräfte auf seinem Boden nicht gewährleistet sei“, und erklärte gleichzeitig den Rückzug seiner Truppen aus der militärischen Integration der NATO. Am 1. Juli 1966 zogen sich die Vertreter Frankreichs aus den militärischen Organen der NATO zurück. 30.000 NATO-Soldaten mussten Frankreich verlassen, das Militärhauptquartier SHAPE wurde bis 1967 nach Mons in Belgien, das EUCOM nach Stuttgart und AFCENT nach Brunssum in die Niederlande verlegt. Am 16. Oktober 1966 verabschiedeten die Mitglieder des NATO-Rats auf Druck der USA einstimmig auch die Verlegung ihres obersten politischen Organs nach Brüssel. Diese hatte de Gaulle nicht gefordert. 1966 scheiterte die Bildung einer Multilateral Force.«

Nicht vergessen sei auch die Forderung von Charles de Gaulle an die USA: »Wir wollen unser Gold haben!« Das wurde abgelehnt und damit landete das Bretton-Wood-System auf dem Müllhaufen der Geschichte, nachdem bereits bei der Gründung 1944 der Goldstandard anachronistisch war.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Klingt wie aus ...
 

.....die Quellen sind annähernd identisch - Freunde eben bewaffnet und unbewaffnet.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Klingt wie aus ...
 

Der kommende Aufstand wird unterschiedlich gelesen. Einerseits reklamieren sogenannte Linke den für sich, andererseits ist es ein Rundumschlag gegen die derzeitige Zivilisation. Die Revolte als Zusammenbruchs der westlichen Postdemokratien/Partreioligarchien soll als Alternative eine Gesellschaft von föderierten Kommunen und selbstverwalteten lokalen, ökonomischen Organisationen entwickeln. Die Kritik  behandelt die Themen Identität, Gesellschaft, Arbeit, Raum, Ökonomie, Ökologie und Zivilisation.

Insbesondere die quasi anarchistische = nichtstaatliche Selbstorganisation in Kommunen erinnert an Murray Bookchin, nachdem der sich vom Anarchismus gelöst hatte.

Ich kann dabei keine »linken« Gedanken finden, sondern lediglich teilanarchistische. Insbesondere bleibt der Text sehr schwammig, was den Einsatz von Waffen bei diesem Aufstand betrifft. Meine Erfahrung ist, daß die Staatsgewalt zum Erhalt ihrer Macht stets Waffen einsetzt – darüber reden kann man ja später, wenn die Leichen verscharrt sind.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Klingt wie aus ...
 

Das Konzept aus der Ökobewegung mit anarchistischen Zügen nennt sich Kommunalismus. Der Begriff ist mehrfach besetz und es gibt davon verschiedene Varianten und Vorläufer von der Kommunebewegung, einer sozial ökologischen Variante bis zum Primitivismus. Wer das noch mal ausprobieren will, sollte sich erst einmal mit den schon gemachten Erfahrungen befassen.

 

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Antwort auf marie  zum Kommentar wow!!! ist der text geil:-)))
 

»Ein Staat kann nicht behaupten, seine Legitimität aus der Leiche einer „glorreichen Revolution“ zu ziehen, nur um dann über den Vandalismus zu stöhnen, wenn eine Revolution anfängt… "«

Wohl werden Aufstände als Revolutiin bezeichnet; sei das ein Militärputsch, ein Aufstand der Zivilgesellschaft oder einer Ideologie. Meist wechseln dann nur die Typen in einer Regierung und das politische Dilemma geht neu angestrichen weiter. Die eigentlichen Revolutionen kommen auf leisen Sohlen und bisher gab es 4 (vier) Revolutionen:

  1. Menschliche Revolution: Als die Affen von den Bäumen kletterten.
  2. Neolithische Revolution: Als die Jäger und Sammler sesshafte Bauern wurden.
  3. Industrielle Revolution: Als das Handwerk industrialisiert wurde.
  4. Digitale Revolution: Als die Industrie von der Elektromechanik zur Elektronik umstieg.

Aufstände finden NACH einer Revolution statt, wenn die Regierungen nicht begreifen, daß sich was geändert hat.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Frage an Radio Eriwan:
 

.....und ihr Hofstaat sind die Feinde wirklicher Gleichheit zwischen Menschen - die frisst ihre fürstlichen Privilegien.

Die Franzosen hatten da, bereits vor Jahrhunderten, einen schönen Volkssport für den Umgang mit den Narreteien dieser kopflastigen Höflinge entwickelt.......

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die "gleicheren" Fürsten.....
 

Streit zwischen Erhard und Adenauer

Zwischen den beiden kam es immer wieder zu erbitterten Streitigkeiten. Erhard lehnte die Einführung der umlagenfinanzierten, dynamischen Rente ab, er warnte, dass sie nicht zukunftsfähig sei. Trotzdem setzte Adenauer die Rente mit seiner Richtlinienkompetenz durch – und mit dem Spruch: »Kinder kriegen die Leute sowieso.«

Kriegten sie eben nicht mehr

Als Studenten hatten wir genau das in den 1960ern als Thema in der Kneipe. Wegen des Pillenknicks gab es erst einmal einen Einstellungsstop für Lehrer. Die Pädagogische Hochschule war gleich um die Ecke und unsere Freundinnen fanden das gar nicht gut. Bereits damals hatten wir die Idee von einer Basisrente für alle gleich, die je nach dem persönlichen Einkommen mit Sachwerten bis zur Rente ergänzt werden kann. Heute nennen wir die Basisrente ein Grundeinkommen. Das ist nun 50 Jahre her und die Klugscheißer der Parteien haben die ganze Zeit verpennt. Darüber hinaus haben die Parteipolitiker auch noch große Teile von Gemeineigentum vertzockt, das sogenannte Tafelsilber. Ein statisches Sammeln von Sachwerten (Aktien, Fonds, Immobilien) ist auch keine Gewähr für eine sichere Rente. Macht ein Unternehmen pleite, ist der Sachwert futsch. Ich denke da besonders an Sacheigentum an Banken und Versicherungen. Die waren damals sichere Werte und sind heute hochrisikoreich.

Der Ansatz von Merz ist schon nicht ganz verkehrt, allerdings bedarf das einer ordentlichen Kenntnis des Marktes. Sowas kann man lernen, nur in deutschen Schulen lernt man das eben nicht; und dieses Nichtlernen hat »in diesem unserem Lande« Methode – das braucht das (dumme) Volk nicht!

Das Wohneigentum ist in Deutschland im Gegensatz zu unseren Nachbarn »traditionell« gering. Dafür haben jene Politiker sehr nachhaltig gesorgt, die widersinnige Kriege veranstaltet haben und sie dann verloren.

Grundbuchblog

Quelle: GRUNDBUCHBLOG:
Experteninterview zur Wohneigentumsquote in Deutschland
„Weil viele mieten, sind wir gut durch die Krise gekommen“

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Grundeinkommen und Vermögensaufbau
 

>>Der Ansatz von Merz ist schon nicht ganz verkehrt, allerdings bedarf das einer ordentlichen Kenntnis des Marktes.<<

Der Ansatz von Merz ist Scheiße, weil er ein pur neoliberaler ist - dazu natürlich ein kapitalistischer der die existierenden Eigntumsverhältnis zur göttlichen Eingebung verklärt.

Was bitte soll diese Verklärung von Merz- Scheiße????????

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Der Ansatz von Merz
 

»Was bitte soll diese Verklärung von Merz- Scheiße????????«

sollte nicht mit Steinen schmeißen. Ein Immobilien-EIGENTÜMER ist EIGENTÜMER.

»Der Ansatz von Merz ist Scheiße, weil er ein pur neoliberaler ist - dazu natürlich ein kapitalistischer der die existierenden Eigntumsverhältnis zur göttlichen Eingebung verklärt.«

Der Vorschlag von Merz wird mit Sicherheit neoliberal sein. Das Eigentum an sich ist nicht das Problem, sondern die Verwendung und der Mißbrauch von Eigentum. Die Alterssicherung weiter Teile der Zivilgesellschaft allein durch die Umlageversicherung (Rentenversicherung) oder künftig durch ein Grundeinkommen reicht aber nicht aus. Darum ist jeder Erwerbstätige gehalten, seinen Vermögensaufbau SELBST zu organisieren. Das funktioniert mit Sachanlagen bei Wohngenossenschaften mit Genossenschaftsanteilen, das funktioniert mit privaten Wohnimmobilien, das funktioniert aber auch  bei Beteiligungen durch Aktien, Genossenschaftsanteilen, Kommanditsanteilen oder als aktiver Gesellschafter an Unternehmen.

Zur Information: Unternehmen sind diejenigen Teile der Zivilgesellschaft, in denen gearbeitet wird und in denen produziert wird, damit gekauft werden kann.

Bisher wird die Selbstorganisation durch einen Staat nachhaltig verhindert, der dem Großteil der Erwerbstätigen die Zwangsversicherung vorschreibt.

Bist du nun Anarchist oder ein dümmliches kleines Arschloch?

Schau dir die Verteilung von Einkommen und Vermögen an. In Deutschland gibt es relativ wenige Wohneigentümer, weil die Politprofis Krieg gespielt haben.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wer im Glashaus sitzt
 

......ist ein kapitalistisches Narrativ zur Rechtfertigung von Ungerechtigkeit durch Belohnung elitärer "Leistungsträger".

Arschloch könnte sein, wer daran glaubt die elitäre Diktion von Leistung sei ein nützlicher Faktor zur Zuteilung von Lebenschancen.

Alles im Sinne von 'Leistung muss sich lohnen' - also kapitalistisch & neoliberal - sprich die übergeordneten Bemesser von Leistung sind zweifelsfrei göttliche Wesen?

Ich scheiß' was darauf.

Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen gleichberechtigten Bedürfnissen, dann reicht es für alle - weil alle den Maßstab bestimmen und sich an den Hütten, nicht an den Palästen orientieren.

Es existierte noch kein Palastbewohner der seine Unterkunft eigenständig erbaute.

Mensch arbeitet zur Deckung menschlicher Bedürfnisse, frissst sich keinen Arsch an während der Nachbar verhungert. Mensch wird kommunistisch (als soziales Wesen) geboren - sonst verreckt er zügig mangels persönlicher "Leistung" im Babyalter. Zu raffgierigen Monstern mutieren Menschen die es zu ihrer persönlichen Leistung verklären sich an der Tätigkeit ihrer Artgenossen zu bereichern.

Geld & Aktien sind unverzichtbare Speichermedien für haarenau diese Perversen - aber nur solange diese Medien beständig von sozial Denkenden mit genießbaren Inhalten befüllt werden. Diese Denke kann - ebenso wie der Kapitalismus - wech, weil sie fortwährend Not & Elend zu ihrer Existens benötigt.

Schau dir die griechischen & spanischen Wohneigentümer an: da leben oft 3 Generationen durch die miese Rente von Oma & Opa, weil Wohneigentum ebenso wenig sättigend ist wie Geld oder Aktien. Aber auch da wollen die neoliberalen Lehrlinge ihren unverdienten Obulus von denen die ohne Krankenversicherung Kohldampf schieben.

Geld- & Aktienbesitz fordern ihren Obulus? Wofür eigentlich?

Arbeit leisten allein Menschen, weil Besitz nichts leisten kann.

Solcherlei "Eigentum" war schon immer Diebstahl durch legalisierten Raub & Mord.

Dazu benötige ich keinerlei Verklärung von Merz- Scheiße.

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Deine Palette an Vorurteilen gegen eine ordentliche Lebensplanung mit einem auskömmlichen Lebensstil im Alter ist nicht lang. Vor allem ist die nicht konstruktiv, sondern repetiert bekannte Gemeinplätze. Wenn du dich

cheekyals selbst erklärter ANARCHIST cheeky

auf die Sozialleistungen des Staates verlassen willst, der dich durch seinen überbordenden Eigenbedarf auch noch daran hindert, ein eigenes Vermögen fürs Alter aufzubauen, wirst du verlassen sein.

Zumindest um Merz brauchst du dich jetzt nicht mehr zu sorgen, der wurde abgewählt. Spahn bereits im ersten Wahlgang, Merz im zweiten.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Narrative
 

und Merz darf sich weiterhin/erneut als Heuschreckendompteur versuchen.

Insofern eigentlich ganz realistisch gewählt, Kontinuität eingeschlossen. Aus "linker", aus explizit antineoliberaler Sicht vielleicht noch die am Wenigsten schreckliche Variante; familiär-christlichen Fundamentalismus der neuen Vorsitzenden augenzwinkernd hingenommen.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Merkel II
 

.....das die reaktionäre Tuse aus dem Saarland deinen Geschmack trifft.

In der Eifel wird die saarländische Fähigkeit zur Wahrnehmung traditionell nicht sonderlich hoch eingeschätzt.

Ich hoffe du gutierst meinen diesbezüglich eindeutigen Lokal-Patriotismus.

Schlimmer geht es ja immer - sagt der Volksmund.

Die Raute und AKK sind untrennbarer Fortschritt.

Die eigentliche Frage ist, wovon da fortgeschritten wird...........

Mit solch erfahrenen Gallionsfiguren auf dem Vordersteefen ist die Segelei in unbekannten Gewässern das pure Vergnügen - dieser saarländischen Funktionärin ist gaaaarnichts zu schwer, mit der ist jeder Krieg machbar.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Narrative
 

Du könntest theoretisch noch weitere 100 Jahre die Herrschaft um ein allgemeines "Grundeinkommen" anbetteln........

Ich habe da leider keine Wahl, weil ich die kapitalistische Kacke (auch die staatskapitalistische!!!) für unreformierbar halte - welcher Bonzen-Proll gerade das Zepter in seine schmutzigen Finger bekommt, geht mir am Arsch vorbei - versorge aber meine Umgebung mit fröhlichem Gedankengut ohne mich selbst allzu wichtig zu nehmen.......

Fleicht solltest du meine Lieblingsgrafik endlich einmal gedanklich inhalieren - mit deinem schlichten Kompaß werde ich ja auch schon schon seit Ewigkeiten belästigt....

 

Wir haben eben nicht die Wahl, nähren uns jedoch redlich an den Ressoucen der Menschenfeinde - statt ihren Lügen Gehorsam zu leisten.....

Ein Merz oder seine Kollegen & innen aus der Raubritter-Szene haben mich noch nie ernsthaft besorgt, allein die Systematik die solch dreiste Kacknasen nach oben spült ist seit Ewigkeiten mein Feind. AKK ist da nicht besser oder schlechter, sondern nur ein weiteres Produkt zur Huldigung von Unvernunft und korrumpierbarem Dreckspack.

Die habe ich nur zum fressen gern........

Meine Gunst gehörte noch nie diesen aufgeblasenen Dumpfbacken - ich bevorzuge Menschen mit dem festen Blick auf die gleiche Berechtigung aller.

Hätteste aber längst einmal begreifen können......

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»Hätteste aber längst einmal begreifen können......«

Geht nicht, ich glaube stets an das Gute im Menschen; Götter sind nun mal so.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Der Glaube versetzt Berge
 

....fremde Götter neben dir!!!!!