5 Feb 2019

Daten in der Cloud?

Submitted by Heinz

aus aktuellem Anlaß

hacke di hack

Drei Thesen als Fragen und zur Debatte:

  1. Niemand ist sicher im Netz.
  2. Der Artikel 10 GG ist irrelevant.
  3. Nur persönliches Verhalten schützt die eigene Person und die eigenen Daten.

 

Kommentare

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soweit man nicht auf einer Insel lebt und die Schotten hochklappt.

Diese "Cloud", und so machen es die drei Links oben schon deutlich, besteht ja nicht nur aus einzelnen, dennoch zentralen "Plätzen", an denen man Daten ablegen kann. Die Cloud ist das Netz insgesamt nebst aller Spuren, die man dort hinterläßt.

Und wer kein Internet nutzt, ja nichtmal Telefon unterhält dennoch und in der Regel gewisse, manchmal auch systemisch vorgegebene "Geschäftsbeziehungen", bei denen Daten generiert werden; die der "Geschäftspartner" dann irgendwo speichern und verwalten wird.

Ergo: Absoluten Schutz gab es noch nie und wird es auch weiterhin nicht geben. Man kann lediglich versuchen, eine gewisse (Daten)Sparsamkeit an den Tag zu legen, keine sogenannten Kundenkarten oder andere Bonussysteme zu verwenden, keine Abo's (Paycontent etc.) oder andere "Mitgliedschaften" einzugehen;

und in der Regel mit Bargeld zu bezahlen.

Dann bleiben trotzdem noch viele, viele Datenspuren "in der Cloud", vom Finanzamt über die Anmeldung am Wohnort nebst GEZ-Zwangsabgabe bis zur Rentenzahlung nebst Bankverbindung - in der Regel auch der Stromlieferant, gar der Vermieter;

um nur das absolut Unvermeidliche zu nennen.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Wird immer relevanter
 

Datenspuren allgemein kann ich nicht kontrollieren. Selbst Datenklau auf irgend einem Datentäger kann ich nicht verhindern. Daten, die ich irgendwo gespeichert habe schon.  Verhindern kann ich aber die kriminelle Verwendung meiner geklauten Daten, indem ich sie verschlüssel. Für mich ist das bisher ein Buch mit sieben SiegeIn.

Das wird darum das nächste Thema sein, das wir bei den Temiten zusammen zu bearbeiten haben:

Öffentliche Daten kontra private Daten, das ist hier die Frage.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Verhalten
 

Oh Heinz, wenn ich bloss ein bisschen besser durchblicken wuerde, um ein Brief mit sieben Siegeln sein zu koennen. Andererseits, im lokalen Rahmen ist facebook fuer die Streuung von politischen Aussagen bisher unersetzlich. Wuerde man sich daraus zurueckziehen, wuerde die Beeinflussung oeffentlicher Meinung unmoeglich werden. 

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Antwort auf costa esmeralda  zum Kommentar Verschluesselung
 

Daten in der Cloud haben nichts mit öffentlichen Daten von facebook zu tun. Bei den Daten in der Cloud handelt es sich praktisch um eine Erweiterung deiner Festplatte, wie eine eigene Homapage von übeall zugänglich, nur eben vertraulich hinter Passwörtern. Da schießt sich die PhIlosophie aber selbst ins Knie, weil Passwörter gehackt werden können.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Off topic
 

können durchaus auch etwas mit Facebook & Co. verglichen werden.

Je nachdem, wie weit man den Begriff der Cloud fasst, so kann alles "cloud" sein, was über den einzelnen Rechner, den Laptop, das Smartphone hinaus geht. Und gerade Letztgenanntes ist ohne "die Cloud", ist ohne Netzanschluß eigentlich kaum vorstellbar.

Norbert Häring macht sehr gut deutlich, welche Anstöße gerade das Pentagon den Googles und Facebooks bereits 2003 gab und ich meine schon, dass es zukünftig primär darum gehen wird, einen letzten Rest Privatsphäre gegen die Datenkraken zu verteidigen, die Grenzen zwischen rein kommerziellem Tun (als Provider etc.) und systemrelevanter Überwachung immer mehr verschwinden; bzw. genau diese Verbindungen zunehmend deutlicher werden.

Ein Beispiel mag dieser wegen KiPo-Verdacht ins Visier der Staatsmacht geratene Schüler aus Bayern sein. Er betreibt eine sogenannte Tor-Exit-Node (einen verschlüsselten Netzknoten zum Datenaustausch) bei einem externen Provider; welcher der Staatsmacht bei diesem Verdacht natürlich sofort behilflich war. Dass Dritte die Tor-Infrastruktur nutzen ist ebenso bekannt wie die nicht weniger wichtige Tatsache, dass sich in dieser Infrastruktur natürlich auch die Zielfahnder der Staatsmacht tummeln. Und ein wenngleich nur behaupteter Kipo-Verdacht geht immer; das ahnte damals bereits die Zensursula.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar "Daten in der Cloud"
 

... aber eine Cloud im engeren Sinne ist eben ein nicht öffentlicher Speicherplatz im Netz, der gehäckt werden kann; und dann ist Schluß mit nicht öffentlich. Das Gesoxe, das im Netz unterwegs ist und auch noch pensionsberechtigt krimineles tut, können wir sowieso nicht aufhalten, nur durch verschlüsselte Daten behindern. Ich denke, wenn wir uns darauf konzentrieren, kommen wir auch weiter. Kriminelles haben wir sowieso nicht vor.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Wird immer relevanter
 

Und aktuell sind wieder mal diese Uploadfilter ein Thema.

Die Piratin Julia Reda meint, es wäre schlimmer, als je zuvor. Dem kann man sich anschließen, oder es -nur wenig ironisch und kaum fatalistisch- auch positiv sehen. Hier meine unmaßgebliche Meinung:

Ich sehe das vorerst nicht so eng, weil dieses Gesetz "eigentlich" gar Positives (?) befördert: Den Rückzug aus der angreifbaren, Einzelne gar diffamierenden Öffentlichkeit in eher private, abgeschirmte Paralleluniversen. Interessant wäre daher zu erfahren, ob und wie diese Pflicht zum Filtern auch für die in eine Cloud hochgeladenen Daten gilt - und durchgesetzt wird.

Ein Cloudspeicher ist in der Regel nichtöffentlich und wenn jemand dort gar urheberrechtlich geschütztes Material hochläd, mit seinen in der Cloud angemeldeten Freunden teilt, so ist das nach meiner Auffassung nach wie vor vom hierzulande (implizit) geltenden Recht auf die Privatkopie geschützt.

Ansonsten und wenn das nicht so wäre, nicht so bleibt, dann dürften (kommerzielle) Cloudanbieter sehr schnell ein Problem bekommen. Da bleibt wirklich nur noch der Rückzug auf einen eigenen Server mit handverlesenen Zugriffen. Und ob der dann bei einem zum Filtern verpflichteten Provider stehen kann, das ist ebenfalls fraglich.

Schlußendlich und solange VPN noch erlaubt ist, eine Deep Paket Inspection (DPI) des Zugangsproviders an seine Grenzen kommt, solange (oder gerade dann) ist der Betrieb eines wirklich eigenen Servers im Keller etc. die Alternative. Technisch, via Dynamic DNS und auch von der Performance (Upload) her sollte das heute kein Problem mehr sein.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Die Cloud ist das Netz
 

Nach dem Artikel von Julia Reda sind davon nur mittelpächtige Unternehmen betroffen; private Plattformen ganz sicher nicht. Befürchten darf man natürlich, daß Provider sich routinemäßig schützen und jeden Schrott filtern wollen. Das setzt natürlich voraus, daß die Provider die Inhalte prüfen können, die also nicht verschlüsselt sind. Damit sind die Daten wieder etwas unsicherer geworden – infnity.

Also:

ZOTAC ZBOX BI324 95,- €

Mushkin DIMM 8GB DDR3-1600 37, - €

Transcend TS64GSSD340K 64 GB, Solid State Drive 30,- €

Macht mit Kabelkleinkram ca: 170,- €

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wer ist betroffen?
 

ob die Provider "jeden Schrott" filtern, auch den ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund.

Ich bin schon der Meinung, dass genau das passieren wird, weil Qualität und Quantität von Internetpräsenzen heute kein großes Kapital und auch nur mittelprächtiges Know How erfordern. Die Zeiten der lediglich "200 Reichen" (nach Paul Sethe) die sich das leisten konnten, diese Zeiten sind vorbei, liegt deren als solches erkannte Propagandamaterial zunehmend wie Blei in den Regalen, geht es von einem historischen Tief zum nächsten.

Für mich und wie weiter oben geschrieben, stellt sich weniger die Frage nach der Filterung öffentlich angebotener Inhalte. Denn wenn es um die sogenannte Cloud im engeren Sinne geht, so ist das in der Regel nichtöffentlich. Da wird ja sogar Reklame damit gemacht, dass die Kiddies ihre Musik- und Videosammlung in die Cloud hochladen sollen, können das dann mit dem Smartphone von überall her konsumieren.

Konkret: wenn ich also CD's oder DVD's rippe, sie als Stream in meine Cloud hochlade und lediglich im Familien- und Freundeskreis den Zugriff gestatte, dann ist das einerseits nicht wirklich öffentlich, andererseits handelt es sich in der Regel um ein mir nicht gehörendes, urheberrechtlich geschütztes Material. Was macht da der Provider, wenn seine Filtersysteme anschlagen?

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Ist eben die Frage
 

Die VG Wort setzt ihre Rechte im Interesse ihrer Kunden mit allen juristischen und gesetzgeberischen Mitteln durch. Was da noch kommen kann, weiß keine Sau; frag mal die Lobby.

Nimm den aktuellen Hick Hack um facebook. Gestartet waren die mal in der Annahme, sie könnten alles machen. Inwischen wird das beschnitten, weil die Auswirkungen sichtbar werden, und das ist noch nicht das Ende.

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Die Intel Celeron N3060 und N4100 sind deutlich langamer, als z.B. die Intel Core i5. Wie ist die Leistung der Zotac Barbones, bzw. was kann man damit nicht mehr machen?

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Benchmark
 

Manche Ballerspiele oder beispielsweise Minecraft gehen mit dem Zotac ID18 (1037u dual core) nicht.

Ansonsten, mit 16 GB Ram und einer 256 GB SSD läuft die Termitencloud darauf recht performant, ist eher die DSL-Leitung und speziell der Upload ein ganz entscheidender Flaschenhals. Sobald ich den geplanten Newsletter zum Laufen gebracht habe, soll auch die Termitencloud für Interessierte wieder verfügbar sein.

Haben im Familienumfeld außerdem einen etwas neueren Zotac-Barebone, den BI325 im Einsatz. Der hat zwar ebenfalls nur einen Celeron, aber einen N3160 quad core und eine bessere Grafik. Der ist dann schon als Arbeitsplatzrechner, als einfache Workstation zu gebrauchen.

Aktuell wird der vorgenannte durch den CI323 ersetzt, der bei Amazon rund 170 Euro (ohne SSD und ohne RAM) kostet. Dafür ist er vollkommen ohne mechanische Teile, also auch absolut lüfterlos. Da kann kaum noch etwas kaputt gehen, soweit der Wärmehaushalt beherrscht wird.

Nach oben geht natürlich immer was, beispielsweise der CI547 (i5) ab rund 400 Euro aufwärts. Nur als Server und via Konsumer-DSL angebunden, da braucht es keinen Hochleistungsprozessor und keine tolle Grafik. Da sind ausreichend RAM und eine schnelle Platte wichtiger, begrenzt ansonsten die Leitung eh alle weitere Performance.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Ja klar, eben Celerons
 

Zotac Zbox BI329 Barebone mini-PC (Intel N4100 quad-core, Intel UHD Graphics 600);

Benchmark: 1736 doppelt so viel, wie Bi324;;

174,90 bei

https://www.alternate.de/ZOTAC/ZBOX-BI329-Barebone/html/product/1481552?

klingt doch nicht schlecht smiley

amazon scheint mir recht teuer zu sein.