3 Feb 2019

E-Mobilität - Skurriler geht's immer

Submitted by ebertus

Hier zwei aktuelle Aufhänger: Seit dem ersten Januar gilt im Stadtgebiet von Stuttgart ein sog. Dieselfahrverbot, welches ab dem ersten April sanktionsbehaftet überwacht werden soll. Und gleichzeitig werden immer verrücktere Ideen entwickelt und kolportiert, welche dem möglicherweise schon totgerittenen Pferd namens E-Mobilität neues Leben einhauchen sollen.

Eine gute und eine eher skurrile Nachricht vorab:

Die gute ist, dass wir nach dem Umzug jetzt viel, viel gesünder leben. Nicht nur wegen dem direkt vor der Tür beginnenden Odenwald (der mich gleich zu einer mehrstündigen Wanderung aufnehmen wird), eher noch wegen unserer neuen Kochtechnik. In der alten Wohnung hatten wir eine Gasetagenheizung incl. Gaskochherd ..., was ja, via der jüngsten Diskussionen um Schadstoffausstoß und Fahrverbote gelernt, wesentlich gesundheitsschädlicher sein soll, als an so einer stark befahrenen Straße, beispielsweise in der Stuttgarter Innenstadt zu wohnen. Jetzt kochen wir elektrisch, gar via stromsparender Induktion!

Dass der Strom überwiegend noch "dreckig", mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird, das muß uns nicht jucken.

Die zweite, eher skurrile Nachricht hat genau mit diesem (bis 2038 mit fallender Tendenz) dreckig erzeugten Strom zu tun und beleuchtet einen Teilaspekt dieser neuen, individuellen E-Mobilität (mit angeblich steigender Tendenz). Die bis 2038, dem Ende der Kohlekraftwerke unterwegs seienden vielen, vielen neuen E-Mobile müssen ja irgendwie geladen, mit eben diesem vielfach noch dreckig erzeugtem Strom versorgt werden. Da Deutschland -im Gegensatz zum dahingehend  gern gehypten Norwegen-  ein Mieterland ist, die automobil unterwegs seienden menschen oft in großen Mehrfamilienhäusern wohnen, machen sich die Macher der e-mobilen Wende richtig gute Gedanken.

Gedacht, getan, so werden nun im öffentlichen Straßenland zunehmend sogenannte Ladesäulen errichtet, welche nebst der entsprechenden Parkfläche eben ausschließlich für das Laden von E-Mobilen vorgesehen sind. Diese Parkplätze stehen dann zwar weitestgehend leer (weil Mieter eher kein E-Mobil fahren und Eigenheimer mit E-Mobil (soll es schon geben) das Laden sicherer und bequemer im heimischen Umfeld vornehmen.  Die Stadt München hat daher -nach Anwohnerprotesten- nun eine noch bessere Idee; und baut diese Ladestationen wider ab.

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Nun zu den weiteren Befindlichkeiten dieser wohl schon totgerittenen Schimäre. Neben der oben genannten, auf absehbare Zeit fehlenden Infrastruktur zum Laden der e-mobilen Spielzeuge, neben dem auf absehbare Zeit "dreckig" erzegten Strom (der dann "sauber" verbraucht werden darf) existieren zumindest zwei weitere, ernsthafte Problemfelder, auf absehbare Zeit ebensowenig im positiven Sinne zu adressieren.

1. Die endlichen, global sehr selektiv vorhandenen Rohstoffe wie Kobalt, Lithium etc.

2. Der Schwerverkehr, für den es und im Gegensatz zum Pkw nur ansatzweise "saubere" Lösungen gibt.

3. Die fehlenden Speicherkapazitäten für den zeitweise überschüssig erzeugten "sauberen" Strom.


Der erste Punkt soll hier und jetzt nicht weiter vertieft werden, mag stattdessen dieser Sputnik-Artikel empfohlen werden. Sklaven- und Kinderarbeit zur Gewinnung dieser Rohstoffe dürften die schöne neue Welt der sauberen E-Mobilität begleiten, nicht zuletzt auch neue Rohstoffkriege um eben diese seltenen Erden.

Der zweite Punkt wird bei allem Hype, aller Hektik und aller Angstmache um die Gesundheitsgefahren großmedial weitgehend ignoriert. Dabei sind wochentags auf bestimmten Autobahnen (gefühlt) mehr Lkw unterwegs als andere Fahrzeuge. Umzugsbedingt war ich in den letzten Monaten viel zwischen Berlin und Südhessen unterwegs, konnte das also sehr direkt fühlen.

Hier im Text soll es primär um den dritten Punkt gehen, welcher schlicht und einfach der Tatsache geschuldet ist, dass die Sonne nicht immer scheint, der Wind nicht immer weht. "Zappelstrom" wird das gern genannt und das Problem dabei ist insbesondere dieses kaum vermeidbare Winterhalbjahr. Wenn aktuell gefeiert wird, dass in 2018 rund 40 Prozent des hierzulande erzeugten Stromes aus erneuerbarer Technik kam, dann ist das ein Durchschnittswert; im Sommerhalbjahr eher mehr, im Winterhalbjahr deutlich weniger.

Wem es etwas gibt, sich in Statistiken, Tabellen und Grafiken einzulesen, der sei auf die entsprechenden Daten von Fraunhofer ISE  verwiesen. Die Quintessence dieser Zahlen ist einfach zu benennen: Wenn es absehbar nicht gelingt, den im Sommerhalbjahr überschüssig erzeugten Strom aus Sonne und Wind zum Verbrauch im Winterhalbjahr zu speichern, dann wird es auch nach 2038 noch viele, viele herkömmliche Kraftwerke geben müssen; primär teure und wenig effiziente, dafür schnellstartfähige Gaskraftwerke.

Und Speichern für das Winterhalbjahr bedeutet speichern in der benötigten Quantität. Gerade im Winterhalbjahr soll es nach allem Höhrensagen eher mal kalt und länger dunkel sein, dürfte tendenziell mehr Strom nachgefragt und verbraucht werden, als im Sommerhalbjahr.

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Damit nun zum abschließenden dritten Teil dieses Textes, bei dem es streckenweise wieder etwas skurril werden dürfte. Nachhaltig und in den benötigten Größenordnungen speichern kann man Strom primär via der Wasserkraft. Gezeitenkraftwerke oder eben herkömmliche Stauseen/Talsperren liefern konstanten Strom, keinen Zappelstrom und insbesondere Stauseen Talsperren könnten mit dem im Sommerhalbjahr überschüssig erzeugten sauberen Strom gefüllt werden, stehen dann im Winterhalbjahr zur Stromerzeugung bereit. Diese Techniken sind ausgereift und werden bereits lange genutzt. Nur eben und hierzulande lediglich einen Bruchteil des benötigten Stromes abdeckend, weil Gezeitenkraftwerke oder Stauseen nicht beliebig ausbaufähig sind, weil Wasser in trockenen Sommern nicht in der benötigten Menge zum Einlagern in Stauseen zur Verfügung steht;

das alles und nicht zuletzt gewisse geografische Bedingungen erfordert.

In Norwegen mag es gehen, bietet sich die Landschaft dort regelrecht an. So muss man nur an den richtigen Stellen das vom Meer hereindrückende Wasser sperren; und kann es dann beim Abfließen zur Stromerzeugung verwenden. Für die Norweger reicht das wohl, aber derartige Kapazitäten zuzubauen und den dann neu erzeugten Strom zu exportieren, das dürfte politisch dort nicht durchsetzbar sein. Zumal es rein physikalisch für den Stromexport über tausende von Kilometern eine Grenze gibt. So betragen die Leitungsverluste herkömmlicher Überlandleitungen zwischen drei und fünf Prozent pro 100km; dürfte somit hierzulande kaum noch etwas ankommen.

Wegen dem zuletzt genannten Kriterium der Leitungsverluste ist wohl auch die vor Jahrzehnten gehypte Stromerzeugung über Solarkraftwerke in der Sahara stillschweigend wieder beerdigt worden.

Aber der Mensch ist ja erfinderisch ... Eine der für mich surrielsten Ideen wurde sogar (gerade deswegen) in der taz vorgestellt. mit überschüssig und "sauber" erzeugter Energie sollen via einem Elektomotor incl. Seilwinde Betonfässer am Seil hochgezogen werden. Braucht man später Strom, lässt man die Masse wieder herunter, und der Elektromotor wird zum Generator. Toll, funktioniert sogar; in kleinem Maßstab, eher experimentell. Dumm nur, dass man für realistische Größenordnungen an zu speichernden Strom riesige Flächen braucht. Und umso höher diese Betonungetüme gezogen werden sollen, umso teurer werden die dafür benötigten, insbesondere gegen Wind gesicherten Konstruktionen.

Next ...

Der jüngste Erguss dieser dahingehend sprudelden Ideen war kürzlich bei Telepolis zu lesen. Immerhin und soviel ist mitzunehmen, scheint dem Autor durchaus bewußt, dass das Speicherproblem ein großes ist. Vieles was dort im Artikel konstatiert wird, das kann man gern abnicken; so als Zustandsbeschreibung.

Aber dann, wenn es um eben die Lösung dieser Speicherfrage geht, dann wird es blümerant. Da spricht der Autor von sogenannten bidirektionalen Ladesäulen und erklärt ausführlich, dass man einfach die Akkus der (irgendwann) vielen, vielen E-Mobile als Speicher verwenden kann. Genial ... und wenn die intelligente Netzsteuerung feststellt, dass ich bei meinem Bedarf eigentlich mit der Hälfte dieser momentan noch "im Tank" verfügbaren Akkukapazität auskommen sollte, dann saugt sie mir die andere Hälfte einfach wieder raus.

Ein Zitat von Abraham Lincoln sei via diesem Kommentar bei Telepolis in einen aktuellen Kontext gesetzt.

Kommentare

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als nicht-auto-besitzerin mit technik-phobie - aber psycho-macke - verlinke ich hier einfach mal ein thematisches kontrast-programm ... zur unterhaltung ... aber genauso wenig sinn und verstand, wie das thema "e-mobilität"

https://neue-debatte.com/2019/02/03/yuriko-yushimata-alptraum/

ps. natürlich wünsche ich mir im gegensatz zu deinem thema und den münchner widerstand dagegen >>> GANZ VIEL WEITERVERBREITUNG von absurder literatur im sinne von dada, lasker-schüler und stanislaw lem

schönen sonntag

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Antwort auf marie  zum Kommentar schreiben über ganz private themen^^
 

So sehen jetzt schon in Stuttgart die "Gelbwesten" aus und wenn die führenden Politabenteurer so weiter machen, haben wir bald den ersten "blauen" Ministerpräsidenten. devil

Diesel

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Antwort auf marie  zum Kommentar schreiben über ganz private themen^^

dieses Traumverbot. Eine bewußt auch hier im Blogtext mitschwingende Skurrilität macht es möglich.

Das bereits gut zehn Jahre alte Stück von Reinhard Mey ist mehr als eine Dystopie. Einiges in diesem Text war damals schon real, anderes ist es zunehmend; und die Realsatire bleibt immer mehr hinter der Realität zurück.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Nicht wirklich OT hier
 

......fußen alle auf der Unsinkbarkeit der Titanic. Höchst erstaunlich dabei ist das, entgegen allen Erfahrungswerten, noch immer das besinnungslose schneller-höher-weiter als maximale menschliche Entfaltungsmöglichkeit verhökert wird. Nur entfremdete Narren halten die Parolen von der Brücke des Luxusliners für ihr Leben, die Kommandeure für die klügeren Narren.

Unendlich bleibt dabei vorwiegend die banale Verdrängung aller Endlichkeit durch die Kapitäne & ihre erblindeten Passagiere.

Zeitgemäß spielt die Bordkapelle nun den Elektro-Tango gegen die Schräglage vom Narrenkahn.

"Das Ruder ist gebrochen, und keiner weiß,
ob 'n Funker an Bord ist, wie der Notruf heißt.
War's nicht SDI oder CIA,
oder Save Our Money oder USA?
Ist jetzt alles zu früh oder alles zu spät?
Und niemand weiß, wohin der Wind uns weht.
Bringt uns dieser Dampfer über'n großen Teich
oder saufen wir ab und sterben gleich?"

Die Träume vom reichen Sterben scheinen alle in Erfüllung zu gehen.

Das weniger mehr ist, scheint niemanden zu interessieren der die Clowns für Kapitäne hält.

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Als Stromkunde mußt du die Schmuddelenergie nicht unterstützen:

 

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Das Ende ist nahe – Apokalypse now

Bis zum letzten Tropfen - Vom Ende des Öls -

Falls dein Weg mal durch die Altmark führt, besuche Sieben LInden.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Alternativ geht immer
 

Ääh ...

Unser Stromrechnungslieferant ist Naturstrom. Der Stromlieferant selbst ist und bleibt der Energieversorger, dem hier die Leitungen gehören. Und der ist mit allen anderen deutschland- gar europaweit verbunden. Insofern natürlich ebenfalls skurril und bestenfalls als eine gewisse Solidarität zu verstehen, wenn man sich die Rechnung von einem ökologisch aufgestellten Anbieter kommen läßt.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Nicht unterstützen?
 

Grüne Ströme aus der Steckdose als Natur zu verhökern kann nur der Einfall eines pausenlos koksenden Werbefuzzis gewesen sein?

Nur das Narrativ von der Öko-Logik des beständigen Mehrverbrauch bringt dem Lemming die not-wendige Lauffreude?

Rechnungen die nicht von der Natur kommen sind total irreal - außer natürlich Mensch glaubt feste daran.

Allein die Verrücktheit der institutionalisierten Religioten ist unendlich steigerungsfähig

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Natur
 

Daß aus der Steckdose ein beliebiger Mix aller Anbieter tropft, weiß doch jeder; die Unterscheidung im Label dient lediglich der Kategorie und Erkennbarkeit von Unterschieden bei der Erzeugung. Ein Label hat nur den Zweck, dem Kunden die Entscheidung zu erleichtern, wohin seine Energie in Form von Geld fließt. Eine korinthenkackerische Weltanschauung ist nicht der Zweck von Labels.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Labels
 

Watt draufsteht darf nicht drin sein, sonst wäre es Essig mit der Verhökerei.

Darum sachte der Adolf ja auch gezzt wird zurückgeschossen und nicht wir müssen den Russen auf die Fresse hauen.......

Die "wehrtechnische" Frau für die frischen Leichen übt hier gegenwärtig nur für diesen verantwortungsvollen Job - weis noch nicht wirklich wie dieser Betrug labeltechnisch laufen soll.

(die Korintenkackerei lass' ich mir nicht vermiesen.....)

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Die E-Mobilität ist als Projekt des geschäftführenden Vorstandes der Gewinnerwartung gaaaanz natürlich nicht auf die Deckung irgendwelcher (mehr oder weniger lächerlicher...) menschlicher Bedürfnisse gerichtet.

In dieser Vortellungswelt ist es "Rentabilität", wenn kurzfristige Gewinne (das Quartal ist der "markttechnische" Zeitraum) aus dem all-gemeinen Hamsterrad abgeschöpft und privatisiert werden können. Das die dabei durchaus absehbaren Folgekosten von einer Allgemeinheit beglichen werden müssen ist System, keineswegs Zufall - sondern total absehbar.

Diese Befriedigung der Zinserwartung funktioniert allerbest beim Bau von Autobahnen, Hauptstadtflugplätzen und Stuttgarter Bahnhöfe. Das dabei auch die amtierende Nomenklatura hinreichend bedacht wird, versteht sich von selbst. Wenn auch die Linken Hände der Frau Murksel (von Pofalla bis zum amtierenden ministeriellen Freßsüchtigen)  nicht bedient, abgesichert und befriedigt werden.......

Diese Trogtechnische Abfütterung aller Hiwis der Rendite ist am Beispiel Stuttgart 21 köstlich auf die interessanten Punkte gebracht - für die E-Mobilität ist es bereits ebenso "proffessionell" eingestielt:

 

Thema der kompletten Sendung ist die Gestaltung (Privatisierung!!!) der Bahn durch die Inkompetenzen aller involvierten Knallchargen - da bleibt kein Auge trocken.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die E-Mobilität
 

sind lediglich zwei Untiefen, wo das Narrenschiff rumpelnd aufgelaufen ist.

E-Mobilität via dieser Lithium-Spielzeuge dürfte dem folgen. Aber da ist es so wie mit den Märchenonkels, den Relotiusmedien: Man braucht denen einfach nicht glauben, das einfach nicht kaufen!

Bleibt den Hütchenspielern auf dem Narrenschiff nur noch eine Option; bei den privaten Propagandamedien wie bei den E-Mobilen eine Zwangsabgabe, eine Art GEZ einzuführen. Via der permanent steigenden Strompreise passiert das ja schon, wird den Kohle- wie den Atomkonzernen darüber der "Ausstieg" noch vergoldet. Den Qualitätsmedien wie den Autokonzernen sollte es da nicht schlechter gehen.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar STU-21 und BER
 

Sinkende Kähne & volle Boote mit Zäunen drumherum sind ohne ihr tägliches, verkrebstes Wachstum schnell und stinkig tot. Das muss den Insassen aber verborgen bleiben. Darum benötigen eine Greta Thunberg und die Gelbwesten auch 'schnelle Pferde', damit sie im Gesülze der Hütchenspieler nicht blitzschnell ersäuft werden:

"Man kann den Unfug auch anders ausdrücken: Die sogenannten Ökonomen plädieren allen Ernstes dafür, dass sie die Lebensgrundlage für die Menschheit noch schneller vernichten müssen, um Unruhen gegen die Interessen der Reichtum hortenden Bourgeoisie zu vermeiden.

Sie reden von genau zwei Alternativen: Entweder man riskiert Aufstände der Elenden gegen ihre Vernichtung und vernichtet derweil trotzdem unsere Lebensgrundlage. Oder man lässt das Kapital die Natur noch schneller vernichten, um so Unruhen zu vermeiden. Kurzum: Vernichten oder schneller vernichten. Da lässt sich tatsächlich nur eins konstatieren: Sie sind wahnsinnig. Und Greta sagt die Wahrheit. Völlig egal, wer ihr hilft, wer sie vielleicht sogar für was auch immer benutzt. Sie sagt schlicht und ergreifend die Wahrheit.

Dazu passt ein altes chinesisches Sprichwort: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Und nein, es sind nicht nur die sogenannten Eliten, vor denen derjenige wird flüchten müssen. Es waren immer nur die Handlanger der Superreichen, welche die Gewehrläufe an Schläfen hielten – und abdrückten."

https://kenfm.de/tagesdosis-4-2-2019-wer-die-wahrheit-sagt/

Mag ja sein, das die Susane auch irgendwann einmal Kacke schreibt (für mich ist das eine meiner leichtesten Übungen!).......... - bisher bin ich aber (spätestens!) allmontäglich fröhlich.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Spielzeuge der Bourgeoisie
 

Und ich wüsste auch nicht, warum ich sie (deswegen?) beschimpfen sollte.

Allerdings -vielleicht im Gegensatz zu Susan Bonath-lese und beteilige ich mich auch nicht an diesen sog. Sozialen Medien, in denen Greta (angeblich) beschimpft wird. Alles, was ich von dieser Causa weiß, dass haben mir die Märchenerzähler, die Relotiusmedien vermeldet. Ist außerdem eh' nicht mein Niveau und meine Art sich zu artikulieren, wenngleich ich es schon in gedämpfter Form registriere.

Umweltschutz ist (mir) nach wie vor wichtig und bis 1998, bis die Grünen unter Fischer/Schröder eine innen- wie außenpolitische Kehrtwende vollzogen, solange waren sie die Partei meiner Wahl. Mittlerweile jedoch sind sie transatlantisch-bellizistisch und eben auch wirtschaftsliberal vollkommen eingenordet, ist deren marktwirtschaftlich kompatibel gestalteter Umweltschutz bei weiterer Verteilung von unten nach oben nicht so mein Ding.

Btw. und mangels eigener Betroffenheit auch nur en passant gelesen: Diejenigen, welche noch mit Holz und Kohle heizen, gar einen Kamin betreiben, die müssen in den nächsten Jahren auch erheblich aufrüsten, technisch wie natürlich kostenintensiv; oder den Schornstein kalt sein lassen.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Greta spricht Wahrheit
 

Was die Hetzerei gegen Greta & die militant-netten freitäglichen Schulverweigerer, in den asozialen Medien angeht, liegt die Susan schon richtig - da ist derzeit viel ordnungsgläubige Debilität im Netz unterwegs. Verdächtig erscheint mir dorten besonders die (annähernd) immergleiche Wortwahl der trolligen Denkverweigerer.

Als nicht nur en passant vom Willen zu Selbstbestimmung Befallener heize ich - bevorzugt unabhängig vom kriegerischen Treiben um örtlich nicht verfügbare Brennstoffe - sparsam mit allem gerade lokal verfügbaren Brennmateriak, weil ich unnötigen (und auch noch dazu kriegerischen, iggitt....) Aufwand für meinen kleinen, sensiblen Popo mißbillige.

Darum "muss" ich, mit Bedacht, überschaubar wenig....., jedenfalls schon einmal keine zusätzlichen Flüchtlinge produzierend, nur mein eigenes Popöchen beweglich halten.

Ganz im Gegenteil muss ich selbst eher rechtzeitig flüchten, um nicht bei dem erwischt zu werden was die (heiss)geliebte Obrigkeit gerade (im Dienst für die Gewinnerwartung / Zinsknechtschaft) als illegal erklärt, damit unser Schornstein schön warm bleibt.

Wir bekommen das, in aller (moralischen!) Fröhlichkeit schon gut hin mit der persönlich vertretbaren Heizerei......., haben sogar noch schöne Schlafplätze für gerade Wohnungslose in Reserve.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Aufrüstung, Wahrheit & Greta
 

Wenn ich da überhaupt etwas kritisieren würde, dann mit Ironie; etwas so ...

Distanziere mich natürlich vollkommen und sehr ernsthaft von dieser unqualifizierten Aussage, welche den aktuellen, zufälligen, absolut einzelfalligen Kälteeinbruch in den USA, wahlweise das noch anhaltende Schneechaos in den europäischen Alpen zum Anlass nimmt das ernsthafte Anliegen in Sachen Klimawandel zu diskreditieren.

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf ebertus  zum Kommentar STU-21 und BER
 

»... sind lediglich zwei Untiefen, wo das Narrenschiff rumpelnd aufgelaufen ist.«

Das sind unergründliche Tiefen, die gezielt wirtschaftsliberal ab- bzw. aus-geweidet werden.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Irrtum
 

dürfen in den USA gerade die Fahrer von E-Mobilen erfahren; können eher nicht  fahren.

Weil es im mittleren Westen etwas kälter geworden ist, eine vollkommen unvorhergesehene Katastrophe welche sich im Jahresturn wiederholt, so ist dort die eh' schon minimale Reichweite der E-Spielzeuge nun noch weiter gesunken; wie gerüchtweise zu vernehmen ist.

Insbesondere, wenn man als stolzer E-Driver gar die Heizung, gar Licht anstellt, dann geht garnichts mehr.

Man hätte mich fragen sollen, wobei ich nicht weiss, ob Lithium-Ionen Batterien die Kälte besser abkönnen als herkömliche Autobatterien. Tatsache ist jedoch, dass ich bei kalten Temperaturen schon mal darauf achte, auch ohne dringenden Bedarf ab und zu ein Stück zu fahren, der Lichtmaschine Gelegenheit gebe, die Batterie nachzuladen. Und die brauche ich ja nur zum Starten meines Euro-4 Schadstoffmobils.

Btw. Auch Diesel sind für wirklich kalte Temperaturen eher nicht geeignet. Im Rahmen meiner Tour zum Nordkapp im Oktober 2015 habe ich mal recherchiert, wie das im tiefen, permanent dunklen Winter mit einer ähnlichen Tour so wäre. Das Ergebnis: Trotz eines dort erhältlichen, sehr speziellen Winterdiesel ist spätestens bei minus 40 Grad Schluß mit Vortrieb. Was dort dann noch fährt, das sind Benziner; dürften es absehbar auch keine E-Mobile sein; die doch in Norwegen so gefördert werden ...

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Unergründliche Tiefen
 

Reden wir über's Wetter  Kälteeinbruch in den USA

Etwas Physik

Problematsch ist die Batterie, die bei Kälte schwache Leistung bringt. Folglich wird die Batterie beim Einsatz in kalten Regionen isoliert und ggf. sogar geheizt.

Mußt du am Ende vom Öl umsteigen von BMW auf Lada angry

Alternativ tut's auch in Volvo – die Schweden haben sowas drauf.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Smalltalk
 

In einer Elektro-Blechkiste schmälert bereits die Heizerei der Fahrgastzelle die maximale Reichweite erheblich. Wennste die bescheidene Kapazität der Batterie zusätzlich zu deren eigener Beheizung nutzt, kannste also nur noch in die nächstgelegene Kneipe - ersatzweise von Zapfstelle zu Zapfstelle fahren?

Haben die Schweden schon Oberleitungen, oder törnen die ihre pur elektrischen Blechdinger mit dem ehrwürdigen Schwedentrunk an?

Das die Schweden, seit vielen Jahren, ihre Spritverbrenner nächtens (wegen den arktischen Kältegraden) aus dem Stromnetz vorheizen ist mir bekannt. Ebenso, das die Russen auch bei 40 Minusgraden betonieren können, jedenfalls solange das Stromnetz hinreichende Amperezahlen auf den Baustahl leiten kann........

Vom Willen zur Funktion von Lada, AK 47 und dem lendären T34 müssen wir mit Ex-Berliner Nobel-Chaufeuren garnicht erst disputieren. Der Russe hat das erfahrungsmäßig voll im Griff - da kommen auch heutige bayrische Schönwetter-Diesel-Kocher einfach nicht mit (jedenfalls nicht bis Moskau).

Für derlei Erfahrungswerte haben schon Adolf's Schergen viel Lehrgeld zahlen müssen....

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Schmaler Talg

Keine Ahnung, wie es die Schweden so machen.

Hierzulande jedenfalls ist nichts zu skurril, kommen die Oberleitungsbusse in einer Art "Zurück in die Zukunft" bald wieder; nebst den Lkw's

 

 

 


Auf rund fünf Kilometer Länge wurde hier auf der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt auf beiden Seiten die rechte Spur mit einer Oberleitung versehen. Da sollen Hybrid-Lkw (die aktuell bestenfalls als Experimentiermuster zur Verfügung stehen) kurz  andocken und ihre Akkus laden.

Skurril, denn so ein Brummer dürfte eine ungleich dickere Batterie mit sich herumfahren als ein e-mobiler Pkw. Diese auch nur im Promillebereich ihrer Kapazität zu laden, dürfte viele, viele Kilometer Oberleitung erfordern.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Oberleitungen ???
 

  1. Wenn die Autobahnen (alle) mit einem Stromnetz ausgerüstet werden, braucht die Batterie nur noch für die Zubringer zu funktionieren.
  2. So ein LeItungsnetz ist als Datennetz ideal geeignet.
  3. Großprojekte machen Money smiley
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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Kapazität
 

Der Gedanke daran war mir auch bereits gekommen.

Allerdings ändert das die Verteilungsungerechtigkeit zwischen den Wohlstandsinseln dieser Welt und den Hungernden / Flüchtlingen nicht. Die privilegierte Nutzungvon Rohstoffen unter Ausbeutung der Unterprivilegierten und ihren Bodenschätzen ist nur etwas für egozentrische Kolonisatoren?

Ausbau der Datennetze, damit wir den Verhungernden noch besser in Liveschaltungen beim Verrecken zuschauen können?

Denke für uns Wohlstandarschlöcher ist erst einmal solange weniger angesagt bis klar ist,  das Jedem das Gleiche zur Verfügung stehen muss. Bis dahin ist jeder Zuwachs an Luxus durch Ausbeutung nur etwas für verfettende, debile  Ärsche?

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Smalltalk
 

Nur sind diese "beheizten" Batterien lediglich zum Starten des Motors da und kann dann vom laufenden Schadstofferzeuger bequem wieder aufgeladen werden. .

Bei E-Mobilen jedoch wäre es eine Art spiegelverkehrtes Perpetum Mobile und daher Zeit für eine neue physikalische Größenordnung bzw. nur wenig ironisch gemeinte Frage:

Nach welcher Zeiteinheit, bei welchen Minusgraden ist eine aus sich selbst beheizte Batterie leer?

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Ach, du übertreibst die technischen Probleme. Wir überziehen das Land flächendeckend mit der Infrastruktur fürs Laden. Das mag zwar hässlich sein. Aber wir werden kaum glauben, dass dies ein ernsthaftes Argument sein kann?
Wer es schön will, der soll nach Venedig fliegen.
Es wird nicht an Energie mangeln. Wir werden entdecken, oder wir werden entdeckt bekommen, dass es mit der Kernenergie eigentlich gar nicht so gefährlich ist. So wie wir gerade entdecken, dass Feinstaub und Stickoxide nicht schlimm sind. Nur rauchen bleibt schlecht und Zucker. Also der vor allem.
Und Lithium wird sich finden. Irgend wo anders, oder tiefer oder überhaupt.
Es muss einfach gehen. Wir wollen das. Wir wollen hundert Kilo Mensch mit mehr als tausend Kilo Maschine bewegen. Notfalls mit E-Motor. Staus, tausendfacher Tod, emotionale und psychische Überforderung im immer noch dichter werdenden Verkehr machen uns nichts. Neue Parkhäuser wollen wir, mehr Parkplätze, mehr Straßen. Das muss möglich sein. Stehen wir nicht kurz davor, Menschen auf den Mars zu bringen? Bitte, dann wird uns auch das gelingen. Bestimmt ist in Deutschland auch Platz für zusätzliche Millionen von Autos.

Dafür sind wir auch selbst bereit, zu sterben und akzeptieren, ohne uns das einzugestehen, auch den Tod unserer Kinder. Aber das wollen wir nicht, deshalb lassen wir sie auch nicht mehr aus der Wohnung und fahren sie überall hin, was wir ohne Auto nicht könnten.
Die Idee, dass unser Leben schöner sein könnte, wenn wir den Raum, in dem es stattfindet, nicht mit Autos vollstellen und vollfahren, ist uns fremd. Das halten wir für Spinnerei, was wohl stimmt.

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Antwort auf Robert  zum Kommentar Antwort auf ebertus
 

muß ich schon (eher fatalistisch) schmunzeln, ob der heutigen Grünen.

Öffentlicher Personen(nah)verkehr und die Lkw auf die Schiene war die -aus meiner Sicht- nach wie vor richtige Strategie. Heute dagegen fordern und fördern die Grünen den Ausbau individueller E-Mobilität nebst Sklaven und Kinderarbeit jenseits unserer Sichtweite. Und diesen seit den 90ern exorbitant angestiegenen Lkw-Verkehr will man veroberleitisieren; wo die Bahn doch bereits weitgehend Oberleitungen hat.

Ein Bonmot am Rande: Warme Pullis sind gut für das Klima - lernen jetzt die Kinder.

Wer denkt bei dieser Aktion nicht gleich an die junge ...??? Ok, ich denke da eher an den ehemaligen Berliner Finanzsenator, den Sarrazin. Der empfahl doch tatsächlich, dass arme Menschen und andere Hartzer zwecks Kosteneinsparung (nicht wegen dem Klima!) nun eher mal einen warmen Pulli anziehen sollen; statt vor dem neuen Flachbildschirm die Brauerei der Wahl zu sponsern und die Sozialwohnung in eine Sauna zu verwandeln.

Einerseits makaber, weil ja gerade seine Partei, seine SPD (die ihn später und aus anderen Gründen nicht mehr haben wollte) die Strukturen für zunehmendes Elend der Menschen bereitet hat, anhaltend bereitet.

Andererseits braucht er das mir als Nichthartzer kaum erklären, handle ich eh' danach; ganz ohne Grüne, ohne so tolle "Warme-Pulli-Tage" - und auch ganz ohne die Greta.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Als Grün-Follower bis 1998
 

Weißt du, bei mir bricht sich immer mehr ein abgrundtiefer Pessimismus Bahn . Und ich bin eigentlich nicht so unterwegs, dass ich morgens aufstehe und erst mal mein trauriges Schicksal beweine .
Ich habe auch immer darüber nachgedacht, ob man nicht durch individuelle Lebensführung dazu beitragen sollte, die Erde so zurück zu lassen, dass unsere Kinder wenigstens noch die Chance haben, was besseres zu Stande zu bringen, als wir es konnten. Eben doch der Pulli und so. Oder eben kein Auto, was in deiner einstigen und meiner ständigen Heimatstadt nicht mal eine Herausforderung ist. ,
Aber ich denke nun, dass wir die Heizung auch aufdrehen können. Entweder kommt der Krieg, was ich für sehr wahrscheinlich halte oder wir ruinieren unseren Planeten ein wenig langsamer.

Aber, um beim Thema zu bleiben, Web ich erlebe, wie selbst Leute, die ich eher schätze, ihr Recht verteidigen, so viel von ihrer wertvollen Lebenszeit zu vergeuden wie immer es möglich ist, um im Stau zu stehen usw. Habe es oben schon geschrieben.

Aber wenn der Krieg kommt, ist es egal. Und ich bin sicher, dass er kommt.

Gruß in den Süden

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Antwort auf Robert  zum Kommentar Wir machen uns zu viel Sorgen
 

Eigentlich glaubten wir vor 30 Jahren, der Kalte Krieg sei um; bis die USA in Tateinheit mit den Staaten der EU  mit viel Geld die Ukaine destabilisierten, um sie mit einer Anbindung an die EU aus dem GUS-Vertrag zu locken. Russland machte sogar den Vorschlag, die Ukraine könne beiden Staatsverbänden angehören. Das hatte Barroso gleich mal abgewehrt; fraglich ist, ob das ein Gemeinschaftsbeschluß der EU war.

Heute tut die MainsteamPresse in schöner Gehorsamkeit vor der Parteipolitik so, als seit der Aggressor in Russland zu suchen, um einen Anlaß zu haben, selbst aufzurüsten. Aufrüsten bedeutet immer auch ein gutes Geschäft für die Waffenschmieden, also Umverteilung von Vermögen von unten nach oben. Gleiches gilt für die Meldungen, daß die Waffensysteme der Bundeswehr nicht einsatzbereit seien – wegen ungenügender Pflege vergammelt sind. Das alles dient nicht der Sicherheit und Zusammnarbeit in Europa, das ist dreister Diebstahl von gemeinsam erwirtschaftetem Vermögen und das ist der eigentlich Zweck dieser Spielchen.

NachDenkSeiten: Zurück zum (kalten) Krieg – Die Propaganda dafür läuft auf Hochtouren.
Über Frau von der Leyen zum Beispiel.