14 Nov 2018

GroKo’s Augenwischerei

Submitted by Heinz

Schnelles Internet bis 2025

Ein viertel Jahrhundert – reicht das?

Vom Beginn des Jahrtausends bis 2010 sollte die EU mit der Lissabon Strategie 2010 entwickelt werden. Das war ein Flopp und darum wurde das Projekt auf Europa 2020 verschoben. Noch ein einziges Jahr, dann ist auch das wieder um, ohne daß sich etwas wirklich bewegt hätte, Spesen für Politiker gab es natürlich – 20 Jahre Nullpolitik. Jetzt zaubert diese wirtschaftsliberale Seilschaft der großen Koalition ein schnelles Internet bis 2025 aus dem Hut.

Bei Bild ist das sogar ehrgeizig: »Bis Jahresende sollen 960 000 Haushalte angeschlossen sein – zunächst aber vor allem in Städten. dp «

Kleiner Dreisatz: Ca. eine Million Anschlüsse pro Jahr (vorwiegend in den Städten, weil es dort wegen der Wohndichte schneller geht.) macht bei aktuell ca. 41 Millionen Haushalten ca. 41 Jahre oder etwas länger, weil der wirtschaftsliberale Reibach in den ländlichern Regionen nicht so groß ist.

Der Wassermangel in Berlin wird aber (noch) nicht so hoch gehängt, denn da geht’s wirklich um’s Eingemachte.

Kommentare

Bild des Benutzers ebertus

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Aktuell machen die Netzbetreiber Stimmung gegen das schnelle Internet für alle.

Ok, aktuell rechnet sich das stationäre Internet via Mobilfunk noch nicht wirklich, nicht für alle. Insbesondere für datenintensive Bereitstellungen, für Uploads, für Server etc. (auch für die Termitencloud) wird das wohl vorerst so bleiben, ein kabelgebundener Anschluß unabdingbar sein.

Aber im Kleinen darf man doch wohl schon mal über den Tellerrand schauen. Im Rahmen des geplanten Umzugs werde ich keine Hektik entwickeln, den vorhandenen DSL-Anschluß möglichst zügig auf die neue Adresse umzumelden. Stattdessen schon mal testen, wie weit man mit 5,5 Gigabyte zu 14,99 Euro (für 4 Wochen) so kommt.

Eine separate SIM-Karte ist bereits vorhanden und wird rechtzeitig entsprechend aufgeladen. Zuerst kommt sie in ein zum Hotspot umgewandeltes älteres Smartphone (LTE/4G) und stellt darüber einen Accesspoint für meinen Laptop dar. Später dann und via einem  ebenfalls bereits vorhandenen USB-Stick (keine Ahnung, ob der LTE kann) baut die SIM-Karte eine Verbindung über die Fritzbox auf: auch für unsere stationäre PC. Mal schauen ...

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf ebertus  zum Kommentar 5G ante portas
 

Die Abkehr von der Nachfragepolitik der Regierung schien damals in den 1980er Jahre die Ultima Ratio für den Geld-Hunger und Geld-Mangel zu sein. Das öffentliche Tafelsilber (eigentlich das Eigentum der Zivilgesellschaft) wurde teuer verkauft. Inzwischen werden einige Teile wieder zurück gekauft. Die Entwicklung der Telefonnetze war eine Erfolgsgeschichte, mit der die Regierung so manches Fiskalloch stopfen konnte.

Ein öffentlich rechtliches Mobilnetz für mehrere Dienstleister wäre ein Gebot der Stunde; doch der Zug scheint heute abgefahren zu sein – dumm gelaufen, weil dumm geplant.

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf ebertus  zum Kommentar 5G ante portas
 

Witterungsunabhängig, abhörsicher und schnell genug – Glasfasernetz

Zumindest in Ballungsgebieten ist das wirtschaftlich und bis das dort fertig ist, wird die Regierung hoffentlich wieder sozialer.