14 Okt 2017

Steht die Linkspartei vor einer Spaltung?

Submitted by Gast

Ich vermute eher nicht. Aber wer weiß es schon mit Bestimmtheit. Gespalten ist die Linkspartei ohnehin. Zumindest tobt in der Linkspartei eine heftig geführte Debatte über die "richtige" Flüchtlingspolitik in der Innen- und Außendarstellung. Soll heissen: Wie nah oder fern sollen  Geflüchtete gegenüber Alteingesessenen positioniert werden, um nicht den letzten Rest an deutscher Arbeiterschaft in der Linkspartei zu vergraulen.

Das angeblich nicht ganz tolle Wahlergebnis der Linkspartei bei der letzten Bundestagswahl führt Sarah Wagenknecht insbesondere auf eine verfehlte Flüchtlingspolitik zurück. Dem pflichtet ihr Ehemann folgendermaßen bei:

"Der Schlüssel für diese mangelnde Unterstützung durch diejenigen, die sich am unteren Ende der Einkommensskala befinden, ist die verfehlte »Flüchtlingspolitik«. Dieser Vorwurf trifft nicht nur die LINKE, sondern alle bisher im Bundestag vertretenen Parteien, weil bei ihren Antworten auf die weltweite Flüchtlingsproblematik das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit außer Kraft gesetzt wurde." (Linke verliert bei Erwerbslosen)

Soso, Geflüchtete sind Schuld an mangelnder sozialer Gerechtigkeit in Deutschland. Nach dieser Logik würde ein weniģer an Geflüchteten automatisch zu einem spürbaren mehr an Wohlstandsteilhabe bei den sog. kleinen Leuten führen. Diese Milchmädchenrechnung macht Lafontaine allerdings ohne Einverständniserklärung des Wirts - und in diesem Fall der verteilungsdominanten Kapitalseite. Und noch weniger habe ich für Lafontaines Gerechtigkeitsvorstellung übrig, die aus meiner Sicht die Menschen in "Wir" (Alteingesessenen) und "Ihr" (Fremden) einteilt und somit gegeneinander ausspielt, wenn er soziale Gerechtigkeit nur im ethnischen Nahbereich denken kann. Das nenne ich nicht Rassismus, wie einige Kritiker leichtfertig hier und hier  behaupten, das ist entweder mangelnde solidarische Kompetenz und/oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Dennoch könnte die gereizte Flüchtlingsdebatte in der Linkspartei zur Klärung führen, was denn "linke" Flüchtlingspolitik überhaupt sein soll. Für mich steht es im Programm der Linkspartei. Ob die das gelesen haben?   

Zur Debatte geht es hier lang: Die LINKE nach der Bundestagswahl

Kommentare

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das mit der Spaltung; wird schlimmstenfalls eine sehr marginal gehaltene Abspaltung.

Die nach wie vor dominierende "Ost"-Linke in Thüringen, Brandenburg und Berlin wird ihre Pfründe am Katzentisch der Regierungsmacht mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Sahra & Co. sind viel zu sehr im medialen Mainstream verankert, sind auf Karriere und Standing bedacht und fühlen sich vielleicht sogar wohl in ihrem (gespielten) Revoluzzertum, als dass es aus dieser Richtung zu substantiellen Abspaltungen kommen könnte.

Ich sehe die weiter aufziehenden Probleme für die Linke (primär als Partei) in der Außenwirkung, sprich: gegenüber den potentiellen Wählern insbesondere in dem schon beinahe trotzig vertretenen Diktum, dass nur Rassist sein kann, wer die soziale- und die Flüchtlingsfrage gesamtheitlich sieht;

statt das fein säuberlich zu trennen, wie es systemisch, regierungsamtlich vorgegeben wird.

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-> Steht die Linkspartei vor einer Spaltung?

Die Linke als Partei steht nicht VOR einer Spaltung, sondern IST gespalten, also schizophren. Einerseits ist Die Linke stark an die Gewerkschaften gebunden, die sich mit ihrer Arbeit auf immer weniger proletarische Klasse konzentriert; andererseit ist Die Linke stark theorielastig und erreicht mit ihren Ergüssen die große Mehrheit der Bevölkerung überhaupt nicht mehr.

Hier ein Beispiel, in dem eine linke Regierung von Thüringen für einen lokalen Jahrestag wirbt:

der Freitag: 200 Jahre Wartburgfest und Perspektive der EU

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Schizophren sind die nicht - die denken nicht im Traum daran den Ast, auf dem sie feist hocken, abzusägen.

Diese komplette Kaste lebt von der Erzeugung der Illusion ihrer Nützlichkeit.

Ihre tägliche Anlieferung der Gegenbeweise jeder Nützlickeit verbergen sie routiniert hinter den Nebelbänken ihres beliebigen Geschwafels.

Sie finanzieren sich generös aus der Entleerung unserer Taschen und gerieren sich als allwissende, omnipotente Wohltäter.

Das ist ein schlechter, poentenloser Witz.

Ihre "Ergüsse" entstammen unserem potenten Sack!

Links und Partei schließen sich gegenseitig aus - halte ich für geschichtlich längst bewiesen.

Ernst zu nehmende Vertreter von problemlösenden Gedankengut sind seeehr schnell tot - die Jungs & die Mädchen mit den weichen Sitzgelegenheiten werden, durch einen effektiven Widerstand gegen den militärisch-industriellen-Komplex nie das werte Popöchen riskieren.

Es gibt halt nichts Gutes, außer Mensch tut es selbst.

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->

Soviel zu deiner beliebten Bezeichnung: «Links», siehe -> dort

gelesen und befindet:

"Die unverantwortlichen Positionen der Partei zur Asyl- und Migrationspolitik werfen zudem ein bezeichnendes Licht auch auf die Seriosität der gesamten Finanzierungvorschläge im Wahlprogramm."

Lafontaine hat also Recht mit seiner Kritik an der verfehlten »Flüchtlingspolitik«, auch seiner eigenen Partei. Seine Intervention war überfällig und wird von vielen ausdrücklich begrüßt."https://www.neues-deutschland.de/artikel/1066762.die-linke-nach-der-bundestagswahl-richtige-antworten-der-linken-auf-dem-pruefstand.html

nun gut, mit dem "alles" unter finanzierungsvorbehalt zu stellen, damit kennen sich die neoliberalen bestens aus. ich kann diese sparpolitik auf kosten der hilfsbedürftigen (dazu zählen für mich anders als bei lafontaine selbstverstänflich auch die geflüchteten) nicht begrüßen. es geht auch anders und empathischer:

"Es ist genug für alle da

Doch dass diese zugespitzte Situation vorrangig oder gar ausschließlich aufgrund der Zuwanderung entsteht, basiert auf der Meinung der Herrschenden. Es ist die geschaffene Konkurrenz im (Niedrig-)Lohnbereich und auf dem preisgünstigen Wohnungsmarkt, die überhaupt den Nährboden dafür legt, dass Nöte und Ängste entstehen. Es sind die rassistischen Erklärungsmuster, die daraus eine Konkurrenz zwischen den von Nöten und Ängsten verschiedener betroffener Bevölkerungsgruppen machen. Grundlage dieser Sichtweise ist die Unterstellung, dass die Ressourcen knapp und nicht für jeden ausreichend seien.Dabei wird täglich ausreichend Reichtum für eine viel größere Zahl an Menschen geschaffen, als derzeit versorgt werden müssen. Allein das Privatvermögen der reichsten zehn Prozent in Deutschland übersteigt den Bundeshaushalt um etwa das Zwanzigfache. Die Verhältnisse können geändert werden, nicht in dem man die Meinung der Herrschenden aufgreift, sondern in dem man sie angreift."  https://www.neues-deutschland.de/artikel/1066654.die-linke-nach-der-bundestagswahl-was-die-internationale-zu-linker-fluechtlingspolitik-sagte.html

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->

 

Lafontaine hat NICHT recht

Wenn Oskar Lafontaine sich in einer Kurznachricht via Twitter oder facebook zur Flüchtlingspolitik äußert, hat er:

GRUNDSÄTZLICH UNRECHT.

Bei Trump wird Politik via Twitter gemacht und was dabei raus kommt, sehen, hören und lesen wir täglich – Scheiße!

Bereits im Herbst 2016 war hier in MeckPomm eine Landtagswahl, bei der die AfD relativ hoch gewonnen hatte, teilweise hat sie sogar Direktmandate bekommen. Alle Parteien hatten getöööönt: «Das ist wegen der Flüchtlinge.»

Es war nicht wegen der Flüchtlinge, sondern wegen der Politik der Landesregierungen der letzten Jahre; Das Argument mit den Flüchtlingen war: «Das kleinere Übel.»

Oskar Lafontaine hat also auch mal wieder das kleiner Übel gewählt, statt die Ursachen beim Namen zu nennen. Die Ursachen sind:

  • Die gesetzlich verordnete Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche.
  • Die gesetzlich verordnete Einheitswährung im Euroraum.
  • Die HartzGesetze sind eine Folge der Einheitswährung im Euroraum.
  • Die Weigerung der Politiker in der gesamten EU, die eigenen Volkswirtschaften zu entwickeln.

Für diese Ursachen gibt es einen einzigen Grund, das sind die Seilschaften der Parteien mit den Unternehmensverbänden, die sich einseitig an den Bürgern bereichern und die Politiker als nützliche Idioten dafür brauchen.

Die Linke hat um Katja Kipping eine engagierte Gruppe für das Grundeinkommen. Im Wahlkampf für den Bundestag 2017 war diese Frage nach dem Grundeinkommen bei der Partei Die Linke offen geblieben, weil sie Rücksicht auf die Gewerkschaften nimmt, die wiederum noch am alten Paradigma einer industriellen Arbeitsgesellschaft mit ihren Sozialsystemen festhalten. Offensichtlich sind die Arbeitsplatzverluste, kaschiert mit Billiglohn-Jobs, durch Arbeit/Industrie 4.0  noch nicht hoch genug, um die Gewerkschaften und Die Linke umdenken zu lassen. Damit taktieren die Gewerkschafter aber mit ihren Besitzständen in den Sozialsystemen – und das ist keine Strategie für die Zukunft.

 

 

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Die Debatte, insbesondere was die Linkspartei betrifft dürfte ab morgen Abend weiter Fahrt aufnehmen.

Soweit die Linke noch deutlicher als im Bund hinter der AfD zurück bleibt

Soweit die Linke es möglicherweise nichtmal in den Landtag schafft

Soweit die Wahlanalysen in den folgendenn Tagen ähnliche Ergebnisse zeigen wie im Bund


An der politischen Großwetterlage dagegen dürfte die Wahl in Niedersachsen eher spurlos vorbei gehen, sind die GroKo oder Jamaika nach meinem Eindruck die wahrscheinlichsten Ergebnisse des "weiter so".

Und Hermann ist leider eh nicht mehr im Rennen ...

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->

 

War Hermann jemals im Rennen?

Hermann hat ein Projekt, das er seit einigen Jahren verfolgt. Das ist eine internationale Akademie für die solidarische Wirtschaft. Um so etwas zu verwirklichen, muß man in der Region sehr gut vernetzt sein und «Am Ball bleiben», das geht nicht aus dem Fernen Panama, es sei denn, man tritt als BigSpender auf und investiert sowas aus der «Portokasse,» um Steuern zu sparen. Die bessere Wahl wäre darum die Niedersachsenwahl gewesen, in der er sich mit anderen zusammen für Sein Projekt stark macht.

-> Letzte Wahlumfragen zur Landtagswahl Niedersachsen 2017

wahlabend in der linkspartei: wer ist schuld am schlechten wahlergebnis (gutes wird ja bekanntlich gerne geteilt): das programm die flüchtlinge werden dafür herhalten müssen, wenn sie es nicht in das landesparlament schaffen sollte, den aufstieg der afd nicht gestoppt zu haben. wie denn auch die afd aufhalten (über deren aktuelle ab-auf-end-spaltung wäre auch ein eigener beitrag wert), wenn als hauptursache für das "schlechte" abschneiden der linkspartei die asyl-flüchtlings-migrations-politik gesehen wird. das ist aus meiner sicht zu unterkomplex diagnostiziert. da scheint mir die wahlverhaltensanalyse der sozialismus-truppe, die ich ansonsten selten zu "rate" ziehe, nahe an den ursachen für die fluchtbewegungen potenzieller linkswähler zur afd zu stehen:

"Die Wahlergebnisse interpretieren wir so, dass Ungleichheit und soziale Gerechtigkeit für einen großen Teil der WählerInnen nach wie vor ein zentrales Thema sind. Obwohl eine deutliche Mehrheit der Befragten sagt, dass es ihnen gut gehe, sorgen sie sich um soziale Gerechtigkeit. Die Verschärfung der sozialen Ungleichheit in der »Berliner Republik« geht im Kern auf die politisch verursachte Entwertung und Entgrenzung der Lohnarbeit zurück (neben Mieten, Renten etc.). Die Deregulierung der Arbeitsmärkte und der Umbau der sozialen Sicherungssysteme führen zu deren partiellen Entwertung und zu einem Zuwachs ungeschützter und tariffreier Arbeitsverhältnisse. Die SPD verliert sich bei ihren Alternativen in vielen kleinen Änderungsvorschlägen und verfügt über keine gesellschaftspolitische Gesamtkonzeption. Eine ähnliche Schwäche zeigt auch die Linkspartei."  http://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/die-linkspartei-nach-der-bundestagwahl/

Bild des Benutzers ebertus

Das sehe ich ebenso, ist die "asyl-flüchtlings-migrations-politik" hierzulande nur eine Facette; vielleicht und mehr noch eine Art -auch oft hilfloser- Stellvertreterdiskurse.

Und, um mal bei den positiven Dingen in Sachen "Die Linke" zu bleiben, so ist sie die einzige BT/LT-Partei (ohne jetzt einzelne Namen nennen zu wollen), welche die Ursachen der Fluchtbewegungen, welche den andauernden Neoimperialismus, den andauernden Neokolonialismus immer mal wieder ernsthaft benennt; noch nicht so komplett in die weltweite Verteidigung unserer  Wirtschaftsinteressen eingebunden ist wie die Grünen oder die SPD.

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->

Das Propaganda-Modell auf den Punkt gebracht bedeutet:

«Wer seine Meinung öfter posaunt, gewinnt.»

Das ist also ein rein quantitatives Modell; anders ausgedrückt: «Wer am lautesten schreit ...,» ein rein biologischer Effekt, der schon bei Babys funktioniert.

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Das war schon erschreckend, wie sich die "Genossen" da völlig hemmungslos mitten im Wahlkampf zerlegten. Nun wird noch ein Gang zugelegt, Gegenhalten wird immer wichtiger. Meine Team-Sahra-Kollegin Ariane schreibt:

Hach ja ... sieht so aus, als müsste man wirklich mal einen eigenen Brief verfassen, der klar Sahras Kurs bekräftigt ... Wobei ein Schreiben, das Sahra nicht als Nazibitch dastehen lässt, garantiert keine Aufmerksamkeit in der Medienlandschaft bekommen wird. Aber ein paar tausend Unterzeichner wären sicher hilfreich. Dieses selten dumme Bashing ist ja mit dem Kopf nicht auszuhalten.

Bild des Benutzers Heinz

->

 

Ich habe den Aufruf einmal durch den Textscanner geschickt und bekomme einen Fleschwert von 29 !!!

Zur Kontrolle: Testen Sie Ihren Text!

Ich meine, daß Texte einer Partei an die Öffentlichkeit auch von einer Mehrheit gelesen und verstanden werden sollten. Wer die letzten 10% der Bürger noch mit seinen Inhalten (neudeutsch Content) erreichen will, muß schon zu Leichter Sprache greifen. Das betrifft aber nicht die Mehrheit, die Normalsprech versteht, der sich bei einem Fleschwert so zwischen 40 bis 60 bewegt.

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Diese Flesch-Zählerei kenne ich vom Wordpress-Editor. Ist aber weitgehend sinnfrei. Interessante Texte lesen die Leute, egal ob in Schachtelsätzen oder in der nahezu phonetischen Schreibweise der Internet-Insassen oder eben in der leichten Deppensprache. Übrigens, bald ist Weihnachten:

Kaiser

Und jetzt schreiben wir den Satz: Sahra ist keine Nazi-Bitch!

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also bleibt alles so, wie es ist.

zumindest kann ich diesen satz vollumfänglich unterstreichen und -zeichnen:

"Es schwächt DIE LINKE., wenn eine der populärsten Politikerinnen in verleumderischer Weise herabgesetzt wird. Wir wollen weiter mit Sahra konsequent gegen Krieg und Kapitalismus streiten!"Wir für Sahra!

apropos "diffamierungskampagne" gegen wagenknecht: wenn die meldung auf den nachdenkseiten wahr sein sollte, dann gebietet der anstand (hier: von herrn riexinger) mindestens   eine öffentliche entschuldigung und verbale abrüstung in der "toxischen" debatte:

"sahra ist leider nicht aufzuhalten als Fraktionsvorsitzende. Man kann sie nicht einfach abschießen. Sahra muss gegangen werden und daran arbeiten wir. Wenn wir sie immer wieder abwatschen und sie merkt, sie kommt mit ihren Positionen nicht durch, wird sie sicher von alleine gehen.“http://www.nachdenkseiten.de/?p=40566#more-40566

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eigentlich mag ich mir nicht vorstellen, dass der Riexinger das wirklich gesagt hat;

auch nicht im Suff, wie Albrecht Müller es ihm zugestehen mag. Eine irgendwie geartete Entschuldigung ist bei dem Sachverhalt vollkommen irrelevant. Da bleiben eigentlich nur zwei Optionen: Rücktritt (von Riexinger&Co.) oder sofortige Klage gegen die Nachdenkseiten wegen Rufschädigung, weil so nicht gesagt.

Und Sahra? Die müsste jetzt eigentlich springen (oder auch nicht); wie der bekannte Frosch im Kochtopf ...

Das geht dem Hörensagen nach so:
Wenn man einen Frosch in einen Kochtopf mit heissem Wasser wirft, dann wird er sofort wieder herausspringen. Wenn man den Frosch jedoch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und das Ganze langsam erwärmt, dann springt der Frosch nicht; und irgendwann ist es zu spät zum Springen ...

Bild des Benutzers Heinz

->

«Da bleiben eigentlich nur zwei Optionen: Rücktritt (von Riexinger&Co.) oder sofortige Klage gegen die Nachdenkseiten wegen Rufschädigung, weil so nicht gesagt.

Und Sahra? Die müsste jetzt eigentlich springen (oder auch nicht); wie der bekannte Frosch im Kochtopf ...»

Sach ich doch, alle drei Konsequenzen werden nicht geschehen, weil -> schizophren.

 

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.....brauchste nach Froschkönigen inner Partei garnicht erst rumküssen.

 

(Der edle Spender ist im Bild verewigt)

Bild des Benutzers Heinz

->

kannst das noch steigern:

  1. Amtszeit
  2. Hartz4Zeit

sparste die Vollpension im Knast.

baja sajonia (zu deutsch: niedersachsen). in beiden unter anderem deutsch sprechenden ländern wird der rechtsruck in der gesellschaft spürbar werden. in niedersachsen mit der afd und in österreich mit dem feschen kurz. letzterer hat offenbar beste chancen zum "kinder-kanzler", meint ein gastautor im spiegel (es war schmutzig, es wird düster). was soll denn sonst bei wahlen rauskommen ausser verschlimmbesserungen für den "kleinen" mann:

"Der Wahlkampf war lange und ermüdend, doch er hat eines klar gezeigt: Sebastian Kurz hat einen Plan. Stimmen die Umfragen und er gewinnt die Wahl, müssen wir uns in der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf folgendes gefasst machen:

laut flassbeck wenige übereinstimmende gemeinsamkeiten zwischen den zur wahl stehen parteien in österreich und deutschland (aktuell niedersachsen): "Österreich fehlt zuallererst eine Partei wie Die Linke, die sich wenigstens an einigen Stellen traut, offen und mit Mut gegen den Stachel des Neoliberalismus zu löcken. Selbst die Grünen in Deutschland sind weit mutiger in Sachen Wirtschaftspolitik als die Grünen in Österreich. Das geringste Übel sind offensichtlich die Sozialdemokraten, aber auch das ist keine Partei, für die man sich begeistern könnte."https://makroskop.eu/2017/10/oesterreich-waehlt-aber-hat-es-eine-wahl/
 
bisschen könnte ich mich doch noch für die sog. sozialdemokraten "begeistern", wenn die linkspartei in niedersachsen die fünfer-hürde schaffen würde, um dort rg2 zu proklamieren. im moment ist die wahlbeteiligung in niedersachsen recht gut. ob das gut für die linkspartei ist, das erfahren "wir" in kürze. ein schlechtes abschneiden der linkspartei ist dann aber den flüchtlingen nicht anzulasten. im niedersächsischen parteiprogramm der linken wird das thema asyl&migratin&flüchtlinge gerade mal auf 2 von sechsundsiezig seiten abgehandelt. aber wer liest heute schon programme...oder mit den Worten von flassbeck: "wer die Vorurteile des Volkes bestätigt, gewinnt."
 
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Mit dem Stichwort "Flassbeck" vielleicht ...?

Bei dem Blog "La Bohemien" habe ich immer mal gern reingeklickt, bis ... ja bis sich dessen Macher (Sebastian Müller) mit Flassbecks Makroskop verbündete. Artikel wie dieser sind nach dem erweiterten Anriß nun kostenpflichtig.

Immerhin kann man die Kommentare bei Bohemien noch lesen; ging mir gleich der erste runter wie Öl:

"Das von Ihnen beschriebene Verhalten zeigt deutlich, dass die AfD ein perfekter Popanz ist, oder das Krokodil im Kasperltheater: hier ist das BÖSE! Davon distanzieren wir uns. Daraus folgt: Alle anderen sind die GUTEN, also ich auch, auch die CDU/CSU und die Grünen und die SPD.

Durch diesen Zaubertrick verschwinden all die rechtsradikalen Taten und Haltungen (“Der Grieche hat genug genervt!”), die völkerrechtswidrigen Angriffskriege, in die uns zum ersten Mals Rot-Grün geführt haben (mittels Kriegslügen), den radikalen Sozialabbau, der in seiner Bosheit gegenüber Leiharbeitern, Zeitarbeitern, “Praktikanten” in nichts nachsteht den Bosheiten von Rassisten gegenüber ihrer Zielgruppe."


Wow, einen Popanz nenne ich die AfD auch schon mal; und meine den Zaubertrick der Guten durchschaut zu haben. Was der im zahlungspflichtigen Artikel wohl thematisierten, keine Antwort wissende Partei "Die Linke" dann auch nicht wirklich weiterhelfen wird.

auch den oskar hat kipping in ihr herz geschlossen:

Oskar meinte, […] dass unsere Haltung offener Grenzen ein Widerspruch zu Fragen sozialer Gerechtigkeit sei“, sagte Kipping laut Redemanuskript, welches der taz vorliegt. „Wenn ich mal abziehe, was an seinem Beitrag schlichtweg nur ein unfaires Foul gegen eine Partei im Wahlkampf war […] dann kann uns auch dieser Beitrag voranbringen“, sagte Kipping. „Was wäre – um also den Punkt, den Oskar in der Sache macht, zu Ende zu denken – ein linkes Einwanderungsgesetz?“

na dann, schauen wir mal wie viel oskar&sarah in diesem "linken" einwanderungsgesetz stecken wird....

http://www.taz.de/Streit-in-der-Linkspartei/!5455258/

Bild des Benutzers Heinz

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Wenn die grundlegenden Dinge in der Partei nicht geklärt sind, hilft auch etwas Makulatur am Einwanderungs- und Asylrecht nicht.

Grundlegend ist die Haltung der ganzen Partei zum Grundeinkommen, das Katja Kipping vertritt; allerdings intern noch gegen die Interessenslage der Gewerkschaften.

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So sehr ich das in den 80ern und bis in die 90er als Follower der Grünen begrüßt habe, so kritisch sehe ich es heute. Nicht zuletzt aus zwei Gründen.

1. Das Asylrecht ist unter diesem Gesetz nicht aufgehoben, wird jedoch mit Sicherheit verschärft werden

2. Das Gesetz wirkt kontraproduktiv, zieht den Herkunftsländern dort benötigte Ressourcen ab

Insbesondere der zweite Punkt ist lediglich eine Fortsetzung bzw. Ergänzung der anhaltenden, neokolonialen Ausbeutung mit anderen, noch perfideren Mitteln Mitteln. Innerhalb der EU ist das keine Frage, herrscht hier eh eine neoliberal grundierte Niederlassungsfreiheit, werden spätestens seit der Jahrtausendwende zunehmend Arme gegen noch Ärmere ausgespielt.

Insofern kann so ein Gesetz heute beinahe ausschließlich für die jenigen Länder, für Menschen aus der sog. dritten Welt gelten, denen darüber auch noch der Restbestand an leistungsfähigen jüngeren Menschen abgeworben wird.

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Das kann man so oder so auslegen.

Ich hatte einmal eine Inderin in München getroffen, die hatte dort Informatik studiert und war auf der Suche für sich und einige Kollegen einen Job mit Green Card zu finden. Wir hatten dann mal alle Optionen durchgespielt, inklusive Kindergarten und Schule, und die Frau hat mit ihren Kollegen eine Firma in Indien gegründet und ist zu Hause geblieben. Die Kollegen hatten in mehreren unterschiedlichen Staaten studiert, waren also alle beweglich. Ihre Aufträge aus aller Welt haben sie sich dann mit einem Geschäftsvisum für unterschiedliche Staaten akquiriert. Green Card und Einwanderungsgesetz sind für die Zuwanderer also eine persönliche Einschränkung, um von den gesellschaftlichen Zumutungen hier einmal ganz zu schweigen.

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Zitat Ebertus: "Insofern kann so ein Gesetz heute beinahe ausschließlich für die jenigen Länder, für Menschen aus der sog. dritten Welt gelten, denen darüber auch noch der Restbestand an leistungsfähigen jüngeren Menschen abgeworben wird."

Willst Du Millionen Nafris und Ex-IS-Kopfabschneider hier haben? Was soll denn da der BDI dazu sagen? Und die Sahra?

sahra

von wagenknecht&bartsch: 

"Das geht aus zwei Anträgen zur am heutigen Dienstag in Potsdam beginnenden Klausurtagung hervor, aus denen die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben) zitieren.

„Bei Redebeiträgen im Plenum des Deutschen Bundestages durch Fraktionsmitglieder ist grundsätzlich die Mehrheitsauffassung der Fraktion vorzutragen“, heißt es in dem Antrag von sechs Mitgliedern der Fraktion. Zudem sollen die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger ein Erstrederecht im Bundestag erhalten. Dieses Recht ist bisher den beiden Fraktionschefs vorbehalten.

Nach RND-Informationen kündigten Wagenknecht und Bartsch parteiintern bereits an, für den Fall, dass die beiden Anträge eine Mehrheit finden, bei der anstehenden Neuwahl der Fraktionsspitze nicht mehr kandidieren zu wollen. Die Mehrheitsverhältnisse in der neuen 69-köpfigen Fraktion gelten als unklar." http://m.faz.net/aktuell/politik/inland/die-linke-sahra-wagenknecht-und-dietmar-bartsch-vor-entmachtung-15250049.html

vielleicht ist hadies aufruf nützlich: Sahra ist keine Nazi-Bitch!

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ist die Frosch-Metapher für Wagenknecht nach wie vor aktuell.

Einerseits ist sie natürlich das Glamourgirl der Linken, möchte es wohl und so lange wie möglich auch bleiben. Andererseits ist ein jeder Tag mit neuen Zumutungen einer zuviel, wird das Tingeln durch die Systemmedien zunehmend eine Art Masochismus.

vermeldet das nd: "Mit der erneuten Wahl von Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch an die Spitze der Linksfraktion im Bundestag hat die nunmehr kleinste Oppositionskraft ihren Machtkampf beigelegt. Bartsch erhielt am Dienstag bei einer Fraktionsklausur in Potsdam 80, Wagenknecht 75,4 Prozent der Stimmen, wie ein Parteisprecher mitteilte." zuvor hat wagenknecht in einem interessanten brief an die linksabgeordneten mit ihrem rückzug gedroht, falls sie und bartsch durch anträge entmachtet werden sollten. nun scheint die entmachtung der alt-neuen fraktionsvorsitzenden durch einen kompromissvorschlag abgewendet worden zu sein: "Ein Antrag, der den Vorsitzenden ein Stimmrecht im Fraktionsvorstand geben sollte, wurde zurückgezogen. Allerdings sollen Kipping und Riexinger ein erweitertes Rederecht im Bundestag erhalten."https://www.neues-deutschland.de/artikel/1067272.linke-nach-der-bundestagswahl-wagenknecht-und-bartsch-gewinnen-machtprobe.html

in diesem kompromissvorschlag schwingt dennoch misstrauen und politische gegnerschaft im sinne von "vertrauen ist gut, kontrolle ist besser" durch. der machtkampf ist erstmal beigelegt, aber mitnichten zu ende. der richtungskampf in der linkspartei steht weiterhin auf der politischen agenda- zumindest für wagenknecht: 

"Für  eine  gute  Oppositionspolitik  und  eine  starke  Linke  bringe  ich  mein Engagement  und  meine  Fähigkeiten  gern  auch  in  den  nächsten  Jahren ein.  Allerdings  sehe  ich  keinen  Sinn  darin,  meine  Kraft  und  meine Gesundheit  in  permanenten  internen  Grabenkämpfen  mit  zwei Parteivorsitzenden  zu  verschleißen,  die  offenkundig  nicht  zu  einer fairen  Zusammenarbeit  bereit  sind,  wohl  aber  gute  Kontakte  zu bestimmten  SPD-Kreisen  haben,  die  in  mir  schon  seit  längerem  ein großes  Hindernis  für eine  angepasste, pflegeleichte  Linke  sehen." ( quelle: wagenknecht-brief an die "Liebe Abgeordnete unserer neu gewählten Bundestagsfraktion..."

Bild des Benutzers Heinz

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Politisch spielt Die Linke gar keine Rolle – und das ist auch so gewollt. Sollte einmal die Gefahr einer politischen Relevanz drohen, spaltet man sich einfach und spielt lustig weiter.

Zum Ausgleich spielt die Partei intern die ganz, ganz große Polit-Oper.

Bild des Benutzers fahrwax

Die Möchtegern-Cäsaren haben ihre (nicht vorhandenen) sozialen Kompetenzen nun ausgiebig vorgeführt: der Dolch ist wieder unterm Kittel - die sozialen Arien werden weiter tiriliert.

Ihr Opernhaus verdankt seinen Etat wem?

Das verhökern von Illusionen ist ihre einzige Kompetenz.

"Links" - die Lösung sozialer Fragen - hat nichts mit dem Tarnen & Täuschen von nachgewiesen kompetenzlosen, machtgeilen Kleindarstellern zu tun.

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die Kleindarsteller auf der bezahlten politischen Bühne gehören doch längst zum Establishment. Warum macht die Wagenknecht das bloß und hat dann sogar noch auf Kinder verzichtet? Ist schon blöd, wenn man gehört und gelesen wird und dann auch noch linke Positionen vertritt. Das verträgt (und gehört) sich einfach nicht, dabei und damit auch noch Knete zu verdienen. Die könnte doch allein von ihren Buchverkäufen leben: Ist schon unlogisch, die gute Sahra.

Bild des Benutzers Heinz

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Der Lebensunterhalt allein kann's ja nicht sein; da reicht es für Sahra Wagenknecht schon eine «Nur-Hausfrau» zu sein, schließlich verdient ihr Mann Oskar Lafontaine für beide schon reichlich. Die Bücher könnten ein schönes Hobby sein.

der Wagenknecht an, ist so was wie Trotz und Widerständigkeit etwas, das einfach abzustreifen ihr nicht gegeben ist.

Mich wundert wirklich nur, dass der Betrieb sie so spät zur Schlachtung freigegeben hat.
Genaugenommen aber ist das auch nicht unplausibel. Man überlässt den Drecksjob den eigenen Leuten. Und die reißen sich darum, wie es aussieht, ihn machen zu dürfen.
Ist halt ein harter Weg, den die Linke zurücklegen musste. Von der stalinistischen Kaderpartei, über die Partei der Bereuenden zur Partei für alles Gute und Schöne. Und nun ist der letzte Schritt zu gehen, der zur Partei der hippen, urbanen Dazugehörer.
Dazu gepasst hat sie in allen Stadien nicht. Nicht richtig. Aber nun isses langsam genug

aber bisschen mehr als nur "Partei der hippen, urbanen Dazugehörer" ist sie m.m.n. nun doch. was bei dieser chose jedoch aus dem blick geriet, sind die "14 Thesen zur strategischen Ausrichtung der Fraktion DIE LINKE", die als richtschnur der oppositionspolitik dienen sollen.

wer mag, der möge sie lesen. da findet jedermann irgendwie was fortschrittliches. ich bleibe wie mit der im blog-thema angerissenen "linken" flüchtlingsdebatte ratlos zurück, wenn ich wieder sowas lesen muss:

"Ebenso sind die Gesellschaften, die das Ziel von Migrationsbewegungen sind, nicht selbstverständlich offen für Flüchtende. Unsere linke Haltung dazu hat auch in Deutschland bisher keine Mehrheit. Deshalb müssen wir uns intensiv mit Fragen der Einwanderung und der Integration auseinandersetzen, mit den grundsätzlichen und den alltäglichen Problemen und dementsprechende politische Angebote entwickeln. Der Kulturkampf der Rechten findet insbesondere auf diesem Gebiet statt."

"Der Begriff der Weltoffenheit hat für einen ehemaligen Erasmus-Studenten, dem aufgrund hoher Qualifikation und fundierter Sprachkenntnisse ein globaler Arbeitsmarkt offensteht, einen ganz anderen Klang als für einen Arbeitslosen, der seinen Job vielleicht gerade durch eine Betriebsverlagerung in einen Billiglohnstandort oder den dank Entsenderichtlinie ermöglichten Einsatz untertariflich bezahlter Arbeitnehmer aus Osteuropa verloren hat."

immerhin steht (noch) in diesem thesen-papier: "Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Asylrecht gegen eine immer weitergehende Aushöhlung zu verteidigen und uns der integrationsfeindlichen Blockade des Familiennachzugs entgegenstellen. Das Asylrecht ist ein Grundrecht, das nicht angetastet werden darf."

https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/thesen-zu-den-politischen-schwerpunkten-der-fraktion-die-linke-im-bundestag/

nun isses - für mich- in der tat genug...

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dieser Burgfrieden ...

Weil, diese Linke braucht niemand wirklich. Und/aber Wagenknecht -mein Eindruck- braucht die Linke als Bühne, weil sie sich, wohl altersbedingt, nicht auf schöngeistige Zeremonien, gar Haus, Hof und Kinder zurück ziehen kann, das auch nicht will;

aber auch keine Sorge haben muss, sich in den Niederungen einer Regierungsbeteiligung verschleißen zu müssen.

Bild des Benutzers ebertus

wie ein Kommentator bei Telepolis ...

"Wie lange will Telepolis bzw. der heise-Verlag noch tatenlos zuschauen?
Reicht es nicht, dass seinerzeit schon wegen der unsäglichen Bauchina Abonnements gekündigt und Adblocker wieder eingeschaltet wurden?
Will der heise-Verlag das Projekt telepolis wirklich wegen einem wie Konicz an die Wand fahren?"

Andere Kommentare dort unter dem jüngsten Text von Tomasz Konicz sind auch nicht besser ... Klar, erst kürzlich zu Katalonien et al. zeigt der systemfromme Konicz einmal mehr, wo er steht. Ein beinahe schon klassisches U-Boot im linken Gewande, wie es insbesondere die sog. Antideutschen auszeichnet.

Der Bruder im Geiste, der auch beim Freitag und bei Jungle World bekannte Peter Nowak ist dort bei Telepolis selten weit. Beide, ich sagte es schon mal, schreiben im Einzelfall durchaus richtige Dinge, denen man -isoliert betrachtet- oft sogar zustimmen kann.

Noch'n Kommentar, der auch den Peter Nowak, dessen Umfeld gleich mit einbezieht.

Was erschwerend dazu kommt, den neoimperial aufgestellten Antideutschen natürlich ein Frevel. So ist der Wagenknecht-Flügel hierzulande und jenseits der alternativen Medien die einzige Instanz, welche die neoimperiale Politik der Nato unter Führung der USA als wesentliche Ursache gerade der zunehmend vielen Schutz- und Hilfesuchenden (der Flüchtlinge) immer wieder sehr deutlich betont.

kommt es an. ich muss gestehen, dass ich bis vor ca. 1 jahr nicht mal wusste, was überhaupt antideutsche sind. auch wenn ich nun glaube zu wissen, welche ideologische haltung sich dahinter verbirgt, bewerte und kritisiere ich personen in der regel aufgrund ihrer positionierung zu konkreten politischen sachverhalten und nicht aufgrund ihrer (zugeschriebenen) ideologischen verpackung. deshalb sehe ich es wie konicz, wenn er schreibt:

 "Dies bedeutet natürlich nicht, dass Sahra Wagenknecht ein verkappter Nazi sei. Mitnichten ist dies der Fall! Wagenknecht hoffte ja gerade, die AfD zu schwächen. Die Strategie, im Wahlkampf nach "rechts zu blinken", und zugleich sozialpolitisch zu argumentieren, sollte gerade der AfD das populistische Wasser abgraben. Das "Protestpotenzial", das sich herausbildete, sollte so an die Linke gebunden werden, die rhetorische Versatzstücke des Rechtspopulismus übernahm. Doch offensichtlich ist diese Strategie katastrophal gescheitert.

Viele Wähler entschieden sich, das braune Original anstatt der linken Kopie zu wählen. Die AfD hat die fleißig rechts blinkende Linkspartei bei der Bundestagswahl weit überholt, während innerhalb der Linken selber nun rechtspopulistische Positionen salonfähig geworden sind. Zudem brechen die Ressentiments in der Linkspartei nun offen hervor, viele einfache Parteimitglieder nähern sich AfD-Positionen an, etwa bei der Flüchtlingsfrage." so sieht es im übrigen auch einer, der sicherlich sich nicht als antideutscher verdächtig gemacht hat:  "Wenn die Linke die Ängste ihrer Wähler ernst nimmt, knickt sie darum nicht vor der AfD ein, und schon gar nicht stellt sie sich – wie Gregor Gysi es seinem alten Rivalenfreund Lafontaine gleich vorwarf – damit gegen die Flüchtlinge.

"https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/wider-die-globalisierung-des-egoismus

die strategie mit desto restriktiver in der flüchtlingspolitik, umso besser für die linkspartei ist in meinen augen katastrophal und mit humanitären prinzipen (schutzrechten von hilfebedürftigen menschen) unvereinbar. 

meine position bleibt weiterhin diese ":...eine soziale Offensive für alle, Fluchtursachen bekämpfen sowie das Grundrecht auf Asyl verteidigen und Bewegungsfreiheit stark machen."https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5453835&s=Reinigendes+Gewitter%E2%80%9C/

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werden von Werner Ruf in dem von Dir empfohlenen Buch sehr deutlich gemacht.

Denn da schließt sich für mich der Kreis, von den Antideutschen et al. zur Thematik der Flüchtlinge. Und "et al." meint hier, jenseits der Antideutschen und in Sachen US-geführten humanitären Interventionen den gesamten politisch-medialen Mainstream hierzulande.

Die Flüchtlinge kommen nicht einfach so aus dem Nichts. Und aus genau diesem Grunde sind Wagenknecht & Co. ein rotes Tuch - eben nicht nur für die Antideutschen wie Konicz oder Nowak, sondern für alle, die ihren Frieden mit diesem bigotten, neokolonialen, neoimperialen System gemacht haben.

Dein expliziter Einsatz für die Flüchtlinge, für das Asylrecht ehrt Dich, bin da nicht weit weg. Der Unterschied zwischen uns und bei diesem Thema liegt vermutlich darin, dass ich mich mißbraucht fühle, wenn mir Symptome und pontemkinsche Dörfer als Ursachen verkauft werden sollen.

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auf diesen Rubikon-Text, mir über einen anderen Kanal zugegangen

"Sturmtruppen der neoliberalen Kriegspartei"

nennt Diana Johnstone diese neulinke Antifa richtigerweise. Die Antideutschen dagegen und wie bei Robert Kurz bereits in 2003 über dessen Buch "Die Antideutsche Ideologie" zu lernen, sind der intellektuell aufgestellte Arm dieser neuen, extrem militanten Antifa, machen sich die Hände nicht selbst schmutzig.

auch hier wird es wie du eingeordnet: "NDS: Das ist wie üblich bei diesem Autor (konicz; jose) ein schlimmes Stück. Ein NachDenkSeiten-Leser schreibt in einer Mail an den Chefredakteur von Telepolis, Florian Roetzer: Hallo Herr Roetzer, es fehlt nur noch die CIA-Keule ‚Verschwoerungstheoretiker‘ gegen Lafontaine und Wagenknecht. Muss jedes einigermassen kritische Medium in Deutschland auf diese Weise zerstoert werden?"http://www.nachdenkseiten.de/?p=40670

kann man so sehen...smiley

christian baron, der arbeiterversteher (lese ich gerade mit amüsement), hat den wagenknecht&kipping disput in der linkspartei aus meiner sicht aus der perspektive den beiden frauen zugeschriebenen lager erhellend analysiert. eine lese-kostprobe:

"Damit symbolisieren zwei Führungsfiguren eine neue gesellschaftliche Konfliktlinie. Kipping steht für oft als »Hipster« diffamierte bildungsbürgerliche Großstädter, Wagenknecht für die oft als »Abgehängte« diffamierte Stadt- und Landbevölkerung. Erstere mögen nicht zwangsläufig wohlhabend sein und Letztere mag in vielen Fällen nicht arm sein. Warum beide Milieus sich nichts mehr zu sagen haben, liegt dennoch im kulturell aufgeladenen Widerspruch zwischen Arm und Reich begründet. Wer in der alten Bundesrepublik die kurze Zeit der Bildungsexpansion bis in die siebziger Jahre erlebte, konnte so leicht sozial aufsteigen wie nie zuvor. In der DDR wiederum standen den Angepassten fast alle Türen offen. Die Kinder dieser Generationen sind die derzeit in Berlin oder Hamburg häufig prekär beschäftigten Junglinken. Und die werden nicht selten durch Eltern oder andere bis ins Erwachsenenalter finanziell unterstützt. Was es heißt, im Strudel der Armut zu stecken, das wissen sie nicht. Der Soziologe Andreas Reckwitz findet in seinem neuen Buch »Die Gesellschaft der Singularitäten« für diese Fronten analytische Begriffe: Kippings Basis ist demnach als »neue Mittelklasse« zu bezeichnen, die laut Reckwitz die politische Kultur bestimmt. Diese Gruppe hat Zugang zu einer Bildung, die es ihr ermöglicht, herrschende Meinungen zu hinterfragen und sie auch zu verändern, solange die bestehenden Eigentumsverhältnisse unangetastet bleiben. Sie kann sich außerhalb jener Grenzen des Sagbaren bewegen, die Politik und Wirtschaft bewusst gesetzt haben.

Der Mensch ist zum Kostenfaktor degradiert und muss jeden Tag seinen ökonomischen Wert für die Gesellschaft nachweisen. Wer so geprägt ist oder sogar frühzeitig aus dem Bildungssystem eliminiert wurde, dem dämmert nicht von alleine, dass eine Welt ohne Kapitalismus möglich ist. Darum argumentieren jene, für die Wagenknecht spricht und die Reckwitz »alte Mittelklasse« und »Unterklasse« nennt, in der Flüchtlingspolitik nicht mit den Menschenrechten, sondern mit utilitaristischen Fragen wie diesen: Was bringen Flüchtlinge »uns« wirtschaftlich? Wer bezahlt das alles? Verliere ich meinen Job oder sinkt mein Einkommen, wenn »wir« Flüchtlinge aufnehmen? Wagenknecht versucht, diejenigen im Wahrnehmungshorizont linker Politik zu halten, die gefühlt als Einzige für die »Willkommenskultur« bezahlen müssen. Das führt die Politikerin manchmal in rhetorisch gefährliche Fahrwasser, sie vertritt aber eine in der Diskussion kaum präsente Perspektive." https://www.neues-deutschland.de/artikel/1067607.debatte-in-der-linken-getrennte-lebenswelten.html

aus meiner sicht könnte die einheit von identitätspolitik (kulturelle/habituelle frage) und fortschrittlicher strukturpolitik (die soziale-ökonomische frage) aus dem obigen dilemma herausführen. eine andere auffassung vertritt michael hirsch in diesem interessanten artikel, der aber mehr auf die emanzipatorische wirkung einer radikalen strukturpolitik setzt:

"Kurz gesagt: Die heute noch akademisch und publizistisch dominierende Fraktion der emanzipatorischen Linken befindet sich tatsächlich in einer Sackgasse, insofern sie Identitätspolitik anstatt progressive Strukturpolitik fokussiert. Eine für die Selbstidentität aller Einzelnen folgenreiche Befreiung der menschlichen Lebensweise wird in Zukunft nur noch durch eine radikale emanzipatorische Strukturpolitik möglich sein." "Internetpartnerbörsen sind Bourdieumaschinen"

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diagnostiziert auch Don Alphonso; inclusive köstlicher Wortspielereien ...

So schlägt er einen (virtuellen) "Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel" vor, eine Art Echokammer der Guten; die ja den anderen, den weniger guten gern vorwerfen in einer Echokammer zu leben.

Es ist im Grunde eine Tour de Horizon der letzten Wochen und gipfelt in wortwitzigen Anspielungen auf den letzten großen Erfolg der neulinken Antifa, kürzlich zelebriert im Rahmen der Frankfurter Buchmesse.

Die Guten müssten mit diesem Tunnel dann, ähnlich den ehemaligen West-Berlinern im Berliner S/U-Bahn Untergrund, schlimmstenfalls noch Geisterbahnhöfe an sich vorbeiziehen lassen; wären bald wieder in ihrer eigenen Realität -auf dass

"niemand in Kontakt zu anderen Leuten kommt, die eine abweichende Meinung haben, oder gar auf die Idee kommen, diskutieren zu wollen, und das auch unter der unverschämten Bedingung, dass sie einem am Ende nicht zustimmen und auch nicht drei Metoo-Tweets und eine Spende für das Zentrum für politische Schönheit absetzen müssen."

"Ich lebe hier in so einer AfD-Hochburg mit 15,1% – Sie glauben gar nicht, was die Leute hier alles so öffentlich sagen, ohne dass man ihnen dafür einen Stand der Kahanestiftung vor die Nase setzt. Der Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel dagegen könnte Intershops einplanen, mit TV-Geräten, die nur drei Staatsfunkprogramme empfangen, und Bücher aus sauber gereinigten Bestsellerlisten."

Ok, wo in dem realsatirischen Szenario die institutionelle Linke (eher ohne Wagenknecht) anzusiedeln ist, darüber mag man spekulieren; geteilter Meinung sein. Ich schätze, sie werden -bis auf Ausnahmen- den genannten Tunnel vorziehen.

Bild des Benutzers Heinz

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So kann's geh'n

«Insekten sind nicht ausgestorben,

das ganze Ungeziefer ist jetzt auf Twitter.»

Wahrnehmung und Wirklichkeit driften auseinander. Nehmen wir die Bezeichnungen Links/Rechts, das ist keine Ideologie, sondern die Sitzordnung im Parlament – also eindimensional. Die zweite Dimension ist dort die tief gestaffelte Hackordnung.

Mit der Situation im realen Leben hat das nichts zu tun. Folglich rotieren die Polit-Typen beständig um sich selbst und konkurrieren um die Plätze im Parlament, also um die zugewiesene Position in der Hackordnung.

3d) Staat als nötiger Rahmen für Bürger- und Menschenrechte

Bürger- und Menschenrechte brauchen einen Rechts- und Organisationsrahmen zwecks Umsetzung. Weder multinationale Konzerne (für deren Geschäftsinteressen das "no nations, no borders"-Konzept ein feuchter Traum ist) oder eine (noch) mächtige (re) EU sind geeignete Organisationsformen für Demokratie und individuelle Rechte. - Im Gegenteil.

Wer mit Anarchie liebäugelt und sich darunter ein friedliches Multi-Kulti-Camp vorstellt, in dem am Lagerfeuer strittige Punkte "ausgehandelt" werden, ist nicht nur ein naiver Romantiker, sondern , sorry, ein gefährlicher (nein, ich bleibe konstruktiv" "Träumer".

Er gefährdet nicht nur sein eigenes Überleben sondern auch das ALLER Schwachen, die dabei unter die Räder kommen werden.
Er gefährdet auch alle (von vielen unter großen Opfern erkämpften) Errungenschaften der Aufklärung und staatlichen Entwicklung.
Darum wähle ich neuerdings AfD statt Die Linke (und bin dabei einer unter 400 000, die dieselbe Konsequenz gezogen haben). Bin Ethnopluralist statt Internationalist.

Ach ja: "Rechte", wie z. B. ich, "hassen" niemanden (zumindest alle die nicht, die ich inzwischen kenne), haben (wie z. B.) mitunter viele internationale Kontakte (und darunter einige Freunde), sind nicht "rassistisch" und erst recht keine "Nazis". - Aber klar: "Alles Nazis außer Mutti", nicht? ;-)

Genug. Will euch nicht weiter nerven.

Bild des Benutzers ebertus

und nein, Du nervst überhaupt nicht.

Wo treibst Du Dich medial so rum? Gerade in den nächsten Monaten, wo draußen wenig Arbeit möglich ist, Deine Blumen hoffentlich gut und warm abgedeckt sind.

Inhaltlich ist das Thema AfD aus meiner Sicht sehr ernsthaft zu diskutieren; habe das hier in verschiedenen Blogbeiträgen auch bereits getan. Ernsthaft, weil für mich die AfD -und überhaupt die inflationär erkannten sog. Neurechten- eben nicht so einfach aus dem Nichts (from outer space) kommen; wie man uns das politisch-großmedial und ganz massiv eintrichtert.

Über Symptome werden Personen diffamiert, pontemkinsche Dörfer errichtet, deren böse Bewohner wir bitteschön zu bekämpfen hätten; werden Inhalte und Ursachen ganz bewußt außen vor gehalten.

Insofern rennst Du bei mir ein Stück weit offene Türen ein!

Bißchen doof, daß die Einleitung und die Teile 1 bis 3c verschollen sind: Hatte zu spät gemerkt, daß das System sie nicht genommen hat. - Sei´s drum.

Was die Arbeit betrifft laboriere ich noch und wieder an diversen Knochenproblemen (im Frühling hatte ich durch einen dummen Unfall auch noch ein Hüftgelenk zertrümmert). Darum muß ich z. Zt. etwas lkürzertreten. In der Hoffnung, den Dschungel später irgendwie wieder in den Griff zu kriegen.

Meine momentane Haupt-"Aufgabe" sehe ich momentan (wenn ich eh faul am PC sitze ;-)) als die einer Art "Beobachtung" globalpolitischer- als auch von Entwicklungen in D.
Lese hunderte von Seiten jeden Tag. Zum Thema Syrien (das immer noch einen Schwerpunkt bildet) z. B. viel bei nocheinparteibuch.wordpress.com sowie syrischen, iranischen, russischen, israelischen, arabischen und weiteren Seiten, die auch englische Versionen haben. Verfolge (passiv) einige Twitter-accounts von den Fronten. Dazu seh ich viele Videos bei liveleak u. a.
Da Syrien ein Fokussierungspunkt wichtiger militärischer, diplomatischer, geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen ist, erfährt man so "nebenbei" mit der Zeit auch einiges über die genannten Aspekte.

Es ist absolut faszinierend, daß wir heute Lebenden (zumindest diejenigen von uns, die das Privileg haben, einen Internetzugang und etwas Zeit zu haben) die Möglichkeit nutzen können, Geschichte in ihrer Entstehung beobachten zu können. Das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

Hi und danke Ebertus!

- Nun ist der vorige Kommentar wieder weg? - Bin zu brünett für dieses Forum :-/

Nochmal kurz: Knochenprobleme, daher unfreiwillig viel Freizeit. Die verbring ich als "Beobachter" internationaler und nationaler Prozesse, die mich insgesamt gesehen sehr faszinieren.

Lese sehr viel und "überall" (seit einiger Zeit auch den genialen DA übrigens). Schreibe selbst nie bis selten. Kann durch die Vielleserei aber oft Leuten im privaten Umfeld Fragen beantworten oder Ängste nehmen (z. B. bezüglich möglichen Atomkriegs wg. Nordkorea u. a.), was mich (zusätzlich) freut.

Fazit: Trump tut, wozu er an die Macht gekommen ist/gebracht wurde und zieht die USA immer stärker raus. Die "Achse des Widerstands" (um Russland und China) agiert sehr klug und verantwortuzngsbewußt, gewinnt dadurch immer mehr Verbündete. Die multinationale Weltordnung wird von Woche zu Woche stabiler. Die Globalisten sind auf Talfahrt. Alles auf einem guten Weg also, außer in D.

@ Wahltaktik:
Einige Teile des AfD-Programms gefallen mir (hab es natürlich vor der Wahl gelesen). Die heutige Rede des Franktionsvorsitzenden übrigens auch. Wenn die AfD stark genug wird gibt es Volksabstimmungen. Die Verantwortung für die Politikausrichtung landet dann also da, wo sie hingehört: Beim Souverän.

Bild des Benutzers Heinz

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Versuch mal, deine Texte separat im Editor oder Office zu schreiben.

 

 

Nach Themen sortiert

 

kannst du deine Artikel oder Kommentare schreiben und korrigieren.

Hier ein Versuch mit Rahmen

Ein Beispiel mit Open Office


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich haben fertig

 

Wenn alles schön ausschaut, speicherst du ab.

Diesen Text habe ich als HTML-Datei gespeichert.

Die gespeicherte Datei kannst du hier oder in einem anderen Blog beliebig oft (eingebaut als Plain-Text) posten und den jeweiligen Artikeln anpassen.

 


Du siehst, das ist mit Formatierung nicht ganz einfach.

-> Darum reicht vorerst ein einfacher Editor.

Zweiter Versuch

Versuch mal, deine Texte separat im Editor oder Office zu schreiben.


Nach Themen sortiert

 

kannst du deine Artikel oder Kommentare schreiben und korrigieren.

Hier ein Versuch mit Rahmen

Ein Beispiel mit Open Office

Ich haben fertig

 

Wenn alles schön ausschaut, speicherst du ab.

Diesen Text habe ich als HTML-Datei gespeichert.

Die gespeicherte Datei kannst du hier oder in einem anderen Blog beliebig oft (eingebaut als Plain-Text) posten und den jeweiligen Artikeln anpassen. Direkt von Office gibt es allerdings noch probleme mit der Formatierung. Hier habe ich direkt den HTML-Text verändert, damit das ordentlich ausschaut.

Beliebig formatierbar

 

kannst du deine Artikel und Kommentare frei

gestalten.

 

Ende

Bild des Benutzers fahrwax

Nach der heutigen Gestaltung der Brennholzversorgung (der Anfang für den übernächsten Winter), ist meine geistige Aufnahmefähigkeit erst einmal im Arsch kapputt.

Arbeit macht dämlich, aber irgendwann auch warm.......

 

Das sind ca. 1,75 Festmeter ( Stammlänge 14 Meter, mittlerer Durchmesser ca. 0,40 m),

Wenn's dann auf 1 Meter abgelängt und gespalten ist, werden's knappe 4 Raummeter sein.

Werde deine guten Tips nächstens aufgreifen, sollte ich jemals wieder be-greifen können...... , Danke.

Bild des Benutzers Heinz

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Ich wähle aus Überzeugung das

BGE

BGE – Bündnis Grundeinkommen.

Solange die Afd keinerlei politische Wirkung hat, kannst du die aus Protest wählen. Meine Nachbarn tun das auch und kommen dabei auf 23%. Das ist mehr, als die CDU hier in einigen Dörfern abgestaubt hat. Der Witz ist besonders hier in MeckPomm, daß im Nachbarwahlkreis Mamma Dilemma als Direktkandidatin gewählt wurde; diesmal aber mit deutlich weniger Stimmen, als in den vergangenen Jahren.

Sollte die AfD einmal noch mehr zulegen, empfehle ich, deren Parteiprogramm vor der Wahl zu lesen – die sind wirklich noch schlimmer, als die CDU/CSU.

Bild des Benutzers ebertus

Dennoch hier ein Bonmot "linker Wahltaktik", gerade gefunden.

"Die Partei Die Linke steht in dieser Wahlperiode vor anspruchsvollen Aufgaben: Sie will den Kampf gegen Rechts mit der sozialen Frage verbinden, ohne der Angstlogik der AfD zu folgen. Die Debatte über ein linkes Einwanderungsgesetz hat derweil offenbar längst begonnen. »Die AfD wird in der Linken den härtesten Gegner haben, den sie finden kann«, versprach Linksparteichef Bernd Riexinger am Montag auf der regelmäßigen Pressekonferenz der Partei in Berlin."

Hervorhebung von mir; aus diesem Text der Jungen Welt, die ich über Jahre via einem Soli-Abo unterstützt habe, heute eher selten da reinschaue.

Bin gespannt, wie das dann gehen wird, wo Riexinger jenseits der sozialen Frage gleich mal die Prioritäten eines anspruchsvollen linken Agierens zurechtrückt.

Bild des Benutzers Heinz

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Klaus Wagenbach hat für Links die Kurzbezeichnung: Sozial.

Vermutlich hat jeder «Linke» seine eigene Interpretation – soviel «links» gibt's eigentlich gar nicht :-)

...ob Die Linke vor einer Spaltung steht oder in Berlin ein Sack Cornflakes umfällt: Deutschland hat sich von den wirklich bedeutsamen Weltereignissen abkoppeln lassen. Während Frau Merkel mit Herrn Macron ein "alternativloses" "Super"- (oder auch Rumpf-) EU-Globalistengebilde bauen möchte und die "Antifa" versucht, einen Bürgerkrieg herbei zu hetzen, werden beim Valdai-Forum die Grundlagen für die multipolare Zukunft gelegt. - Einen (nein zwei, der vorige ist auch sehr schön) sehr kompetente Kommentare gibt es dazu hier: http://analitik.de

Bild des Benutzers ebertus

Habe bei RT auch ein wenig über das Valdai-Forum gelesen.

Im formierten medialen Mainstream hierzulande kommt das ja nicht vor; inhaltlich oder gar mit seriöser Analyse hinterlegt noch weniger. Ist vielleicht auch ganz gut so; und Danke für den Link!

Bild des Benutzers Heinz

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Ich habe mal den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 befragt und mein Ergebnis ist:

BGE 75%

Piraten 71,1%

AfD 47,4%

Ich finde also bei diesen Parteien, und vermutlich bei allen Parteien, ein gewisses Maß an Übereinstimmung. Dabei sind einige Positionen Totschlagargumente, mit denen ich eine Partei definitiv ausschließe. Bei der CDU ist das die Verweigerung des Bundesplebiszits und der Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Bei der AfD ist das die Reaktivierung der Wehrpflicht. Eine Wehrpflicht ist das Verfügungsrecht der Herrschenden über den Souverän, das Volk – muß man sich auf der Zunge zergehen lassen enlightened

Positionen der Parteien

 

...zu den stolzen Metern, Fahrwax: Das ist eine echte und echt sinnvolle Leistung!

Ebertus, das mit der Wehrpflicht seh ich (wie einiges andere) inzwischen anders:
Vorausgesetzt, die Bundeswehr würde KEINE weiteren Auslandseinsätze (= Hilfsdienste bei imperialistischen Kriegen) mehr (mit)machen (dürfen) und vorausgesetzt, es gäbe (Gleichberechtigung!) einen verpflichtenden Dienst für ALLE jungen Leute, fände ich eine Wehr- (ersatzweise Sozial-/Zivil-) pflicht gut.

Warum? - Weil es den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken (bzw. erstmal wieder herstellen) könnte.
Weil es viele verzogene, kleine "Schneeflöckchen" mal mit anderen Realitäten konfrontieren würde als immer nur "safe space" zuhause und ansonsten virtuelle Filterblasen.
Und weil wir in Zukunft wahrscheinlich sportlich ertüchtigte, wehrkundige, junge Leute dringend brauchen werden zu Verteidigungszwecken (NICHT gegen die "bösen Russen").

Eine auf Auslandseinsätze spezialisierte Söldnertruppe (dazu sollte die BW umgebaut werden, das Ergebnis war Demontage) ist im Zweifels- und Ernstfall ein Repressionsmittel der Imperialisten (auch gegen die eigene Bevölkerung) und keine Bürger-in-Uniform-Armee. Darum war ich "damals" eher für die Komplettauflösung als für diese Variante.
Optimal fände ich eine Armee nach Schweizer Vorbild.

- Für sieben + Milliarden Menschen? Selbst wenn man alle, die mehr als 2000 Euronen Netto verdienen (und damit nach manchen Definitionen schon als "reich" gelten) enteignen würde (bzw. deren Einkommen auf BGE-Niveau stutzen) ist diese Idee illusionär.

Ein Grundwiderspruch, den "Linke" nicht wahrhaben wollen, lautet: Unbegrenzte Einwanderung ist inkompatibel mit einem Sozialsystem (als auch mit BGE, GE oder auch nur E).
Auch Herr Soros wird es nicht finanzieren. Da reichten auch die 18 Milliarden nicht, die er grade seiner Open Society Foundation nochmal als Finanzspritze zur "Modernisierung" der europäischen Bevölkerung (sstruktur) en überlassen hat.

Und wer sollte die Auszahlung organisieren, wenn erst alle staatlichen Strukturen zerstört sind: No nations, no structures.
Bei welchen als Selbstverständlichkeiten betrachteten Dingen nach erfolgreicher Zerstörung der europäischen Nationalstaaten * noch alles mit einem "no ...." versehen wird, das möchten Schneeflöcken, Genderisten und "Linke" lieber gar nicht wissen...

Werden sie dann aber demnächst erleben. Nur isses dann zu spät um zu sagen "Soooo hatten wir uns das aber nicht vorgestellt. Huch?!"

* Herr Macron, Frau Merkel, Herr Juncker, Herr Soros et al gehen dabei grade in die Zielgerade, siehe Dublin-Aufkündigung in Straßburg (Link zu einer "bösen", rechten Website kann nachgereicht werden, meine Erfahrung zeigt, daß es dort i. d. R. früher und mehr Wissenswertes zu erfahren gibt als bei "Mitte-Links" bis "Ganz-Links")

Bild des Benutzers Heinz

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Gute Argumente, um nichts tun zu müssen

  • Mach das Ding soooo groß, daß gleich die ganze Welt bis in den letzten Winkel gerettet wird.
  • Volkswirtschaften gibt es nicht mehr, die wurden mit dem Euroraum abgeschafft.
  • Eine soziale Marktwirtschaft gibt es nicht mehr, die wurde mit Hartz4 abgeschafft.
  • Der arme Soros hat mit dem Deal sicher eine ganze menge Steuern gespart.
  • Die angebotsorientierte Wirtschaft ist eine Mangelwirtschaft und zur Religion erhoben worden.
  • Kaufen und verkaufen kann man nur mit dem Geld, das der Staat zuteilt.
  • Der LissabonVertrag hat eine Ewigkeitsklausel – damit er länger hält.
  • Der Euroraum ist gottgegeben und hat darum von Anfang an nicht funktioniert, also bleibt das so bis in alle Ewigkeit, schließlich ist der gottgegeben.

 

 

- Das Karrussell des Irrsinns dreht immer schneller.

Um nicht in einer "rechten" Filterblase zu landen, lese (okay: überfliege) ich mindestens alle ein, zwei Tage auch die jeweils aktuellen Titel, Texte und/oder Kommentare bei taz und Freitag. Weiß aber nicht, wie lange die dazu nötige Disziplin noch aufbringbar ist. Ein Beispiel:

https://www.freitag.de/autoren/aras-bacho/liebe-fluechtlinge-kommt-alle-...

Eins von der taz: http://taz.de/Kolumne-Habibitus/!5453932/

Und wenn man dann denkt, grotesker kann´s nicht mehr werden, findet man noch sowas:
https://www.welt.de/vermischtes/article170037114/Drogendealer-arbeiten-t...

Zurück zum Thema "Spaltung von Die Linke":
Parteien gehören entmachtet. Sie wirken schon lange nicht mehr " an der politischen Willensbildung mit" (wie´s im ehemaligen GG heißt/hieß) sondern haben sich nicht nur diese sondern gleich den ganzen (gewesenen) Staat zur Beute gemacht. Von daher möchte ich bitte keine Spaltungen sehen sondern Fragmentieren zu Einzel-Politikern.

Haben wir einen Staatsnotstand aufgrund von Staatsversagen (bzw. Staatsauflösung in allen relevanten Belangen: Staatsgewalt, Staatsgebiet, Staatsvolk, Staatsgrenzen)? - Defintiv.
Das Grundgesetz sieht eine Lösung dafür grundsätzlich vor. Wenn noch irgendwas zu retten sein könnte, dann wird es höchste Zeit.
Meine Wunschkandidaten für eine provisorische Notstandsregierung (bis zur Implementierung der überfälligen VERFASSUNG und Volksabstimmungen) sind Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine, Götz Kubitschek, Ellen Kositza und Willy Wimmer. Die kriegen das hin.

Bild des Benutzers Heinz

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Ich würde noch ein paar andere dazu nehmen, z.B: Volker Pisper

Bild des Benutzers ebertus

sich das gesellschaftspolitisch relevante, durchsetzungsfähige (und willige), nicht zuletzt vertrauenswürdige Personal zu wünschen.

Relativiere das mal dahingehend, dass es beim Analysieren, beim öffentlich (gern auch ironisch) Konstatieren ganz andere Fähigkeiten braucht, als beim Umsetzen in einer von der Interessenlage wie auch personell sehr heterogen aufgestellten Umgebung.

Mache das mal (grab my own nose) am eigenen Beispiel deutlich.

War und bin vielleicht, zumindest was das gewesene Berufsleben betrifft, ein sog. Macher. Aber einer, der seine Triebkraft und sein Engagement primär bis ausschließlich aus dem Inhaltlichen bezieht. Im realen Leben reicht das jedoch oft nicht aus, muß man auch gesellschaftspolitisch agieren, sich gegen (massive) Widerstände durchsetzen.

Oder einen Chef haben -wie es mir sogar zweimal gegönnt war- der diese Widrigkeiten auffängt, dem Macher vertraut und ihn inhaltlich machen lässt.

Ansonsten und wenn die Konstellationen eben nicht so sind, dann galt und gilt für mich das Primat des Rückzuges, musste und muss ich mir Manches einfach nicht antun, ist es schlicht nicht wert; das (verbleibende) Leben dafür zu schön.

Bild des Benutzers fahrwax

Da verwechselst du etwas, Raphaela.

Staatliche Strukturen garantieren nicht irgendeine Form von Sozialität, sondern allein die Existenz des Privilegs der Ausbeutung durch die eingebildet "Besseren" - mittels gewalttätigem Machtmonopol.

Diese Form der Einbildung mästet sich an unserer genetisch angelegten Fähigkeit zur Kooperation und verteilt sie, mit dementsprechenden (parasitären) "Sickerungsverlusten" als eine politisch errungene "Wohltat".

Ich entdecke in diesem parasitären Zwischenhandel leider keinerlei Nutzen, sondern nur eine Schutzgeldmafia die das bewirkt, wovor sie zu schützen vorgibt.

Diese Wahnvorstellung stanguliert systematisch den Faktor der Mensch aus der Tierwelt hervorstechen lässt: die Fähigkeit zur Empathie, das Einfühlungsvermögen. Staatliche Struktur verklärt ihr Beutegut zu einer überragenden - real nicht vorhandenen - Eigenleistung die dann (nachdem alle Bevorrechtigten gesättigt sind) als "Sozialität" an die Nichtprivilegierten verteilt wird.

Pestalozzi sprach vom "Ersäufen jeder Sozialität im Mistloch der Gnade".

Ich halte dieses perverse 'Nationbuilding' mit seiner inkludierten Ausgrenzung humaner Fähigkeit für die Mord- und Fluchtursache Nummer 1.

Diese Struktur frisst alles, was sie vorgibt zu 'leisten'.

der utilitarismus denke von kipping, die mit anderen teilen der linken open order-bewegung nun einknicken, wenn sie einen nützlichkeitsnachweis für die d-nation von den zugewanderten bei einreise bzw. für das bleiberecht einfordern. nun heisst es nicht mehr offene bewegungsfreiheit für die zuwanderer in die deutsche (einwanderungs-) gesellschaft, sondern bittstellung auf einreise mittels bewerbungsschreiben mit belastbaren angaben über "soziale ankerpunkte". nicht fassbar für mich wie der kippingvorschlag nach wagenknecht und der deutsch-sein bewegung ( afd) zum himmel stinkt. na gut, wer arme "inländer" gegen arme, die zuwandern wollen bzw. müssen, in gegnerische aufstellung bringt, der kann keine solidarische einwanderungpolitik vertreten. noch heisst es im bundesprogramm der linkspartei:

"Wir wollen die solidarische Einwanderungsgesellschaft gestalten. Wir setzen dabei auf ein inklusives »Wir, die hier leben«.DIE LINKE steht für offene Grenzen für alle Menschen in einem solidarischen Europa, das sich nicht abschottet. Wir streiten für sichere Fluchtwege und eine Gesellschaft, die Menschenrechte verwirklicht – statt Mauern zu bauen und Grundrechte der aktuellen Haushalts- und Stimmungslage anzupassen."https://www.die-linke.de/wahlen/wahlprogramm/xi-integration-heisst-soziale-offensive-und-gleiche-rechte-fuer-alle/

die innerparteiliche einwanderungsdebatte droht nun nach rechts zu rücken, obwohl die sozial-ökonomische frage für alle zu stellen und zu beantworten ist. dazu özlem alev demirel: 

Es ist genug für alle da

Doch dass diese zugespitzte Situation vorrangig oder gar ausschließlich aufgrund der Zuwanderung entsteht, basiert auf der Meinung der Herrschenden. Es ist die geschaffene Konkurrenz im (Niedrig-)Lohnbereich und auf dem preisgünstigen Wohnungsmarkt, die überhaupt den Nährboden dafür legt, dass Nöte und Ängste entstehen. Es sind die rassistischen Erklärungsmuster, die daraus eine Konkurrenz zwischen den von Nöten und Ängsten verschiedener betroffener Bevölkerungsgruppen machen. Grundlage dieser Sichtweise ist die Unterstellung, dass die Ressourcen knapp und nicht für jeden ausreichend seien. Dabei wird täglich ausreichend Reichtum für eine viel größere Zahl an Menschen geschaffen, als derzeit versorgt werden müssen. Allein das Privatvermögen der reichsten zehn Prozent in Deutschland übersteigt den Bundeshaushalt um etwa das Zwanzigfache. Die Verhältnisse können geändert werden, nicht in dem man die Meinung der Herrschenden aufgreift, sondern in dem man sie angreift.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1066654.die-linke-nach-der-bundestagswahl-was-die-internationale-zu-linker-fluechtlingspolitik-sagte.html

 
btw zu der sog. afd: die führungselite der afd interessiert sich nur vorgeschoben für die soziale frage bzw. soziale gerechtigkeit. wenn überhaupt, dann im sinne des "etabliertenvorrechts" der alteingesessenen (ein merkmal von gruppenbezogener menschenfeindlichkeit). ob das ein rassistisches erklärungsmuster darstellt, lass ich hier erstmal im raum stehen. dennoch sollte man die sog. afd nicht verharmlosen (aber auch nicht überbewerten), was ihre ausländer- und islamfeindlichkeit  (nicht mit religions- und kulturkritik verwechseln, die völlig legitim ist) angeht. vor diesem hintergrund heitmeyer:
 
"Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit passt genau in das Zielbild der AfD. Mit diesem Begriff, den wir 2002 eingeführt haben, wurde auch eine rechtspopulistische Einstellung in der Bevölkerung untersucht. Damals gab es schon 20 Prozent Zustimmung. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit heißt, dass Menschen allein aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit und unabhängig von ihrem individuellen Verhalten in die Abwertung, Diskriminierung und insbesondere in Ostdeutschland in die Gewalt hineingeraten. Das sind in der Regel vermeintlich schwache Gruppen. Das können Juden, Muslime, Flüchtlinge, Obdachlose und Homosexuellen sein. Die sind in dieser Sicht aus sozialen Gründen nicht nützlich für den Erfolg der Volkswirtschaft. Auf der anderen Seite bedrohen sie das Deutsch-Sein - sie bedrohen unsere nationale Identität. Deshalb tönt vor allem die AfD mit diesen ganzen Schlagworten: Wir holen uns unser Land zurück, Deutschland zuerst und so weiter. Das Deutsch-Sein in Deutschland wird sehr hoch gepuscht und das führt bei Teilen der Bevölkerung zu diesem Wahlvotum."https://www.heise.de/tp/features/Die-AfD-stellt-vor-allem-das-Deutsch-Sein-in-den-Mittelpunkt-3867233.html?seite=2
 

ist die bezeichnung "gruppe ostdeutschland" auch schon eine

"Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (?)

heißt, dass Menschen allein aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit und unabhängig von ihrem individuellen Verhalten in die Abwertung, Diskriminierung ... "

und ist es ANDERERSEITS nicht genauso menschenfeindlich, wenn große menschengruppen für absolute minderheitenprobleme mit in sippenhaft genommen werden?

in der wertfreien herkunftsbestimmung einer gruppe sehe ich null probleme. dennoch auf den kontext des gesagten würde ich schon wert legen. es gibt leute, die auf "ossi" auf unterschiedliche art und weise reagieren, d.h als diskriminierend empfinden. an diesen fall kann ich mich noch gut erinnern: http://m.hensche.de/Arbeitsrecht_aktuell_Ossi_Diskriminierung_Antidiskri...
 
zu deiner konkreten frage, was ist gruppenbezogene menschenfeindlichkeit? hierzu kurz und bündig eine definition:
 
"Werden  Personen  aufgrund ihrer gewählten oder zugewiesenen Gruppenzugehörigkeit als ungleichwertig markiert  und feindseligen Mentalitäten  der  Abwertung  und Ausgrenzung ausgesetzt, dann sprechen wir von  Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit."
 
genau diese ungleichwertigkeitsdenke sehe ich bei wagenknecht, der afd (den etablierten parteien sowieso) und nun auch bei den kipping-bewegten, wenn sie mit dem argument der etabliertenvorrechte (leite ich aus dem kerngedanken "sozialer ankerpunkt" der zugewanderten ab) daherkommen. etabliertenvorrechte besagt folgendes: "Etabliertenvorrechte  umfassen  die von Alteingesessenen, gleich welcher Herkunft, beanspruchten raum  - zeitlichen Vorrangstellungen, die  auf eine Unterminierung gleicher Rechte hinauslaufen und somit die Gleichwertigkeit unterschiedlicher Gruppen verletzen."
 
ich kann mich dieser kritik anschliessen, aber da vertrete ich ja als "gutmensch" oder wie jens berger "gutmenschen" gerne als " kuschelrassisten" beschimpft in einer minderheitsposition.
 
und wenn die mehrheitsgesellschaft meint von einer "gutmensch-minderheit" in sippenhaftung genommen zu werden, dann sehe ich für mich überhaupt keine vernünftige veranlassung, mich dieser mehrheitsgesellschaftlichen stimmungslage anzupassen.
 
ist dann halt so...aber gerate in gereizte stimmungsmiley
 
 

...KÖNNEN Sozialität begründen (müssen es natürlich nicht zwangsläufig).

Es gibt natürlich Alternativen: Die Sunna z. B. intendiert auch eine bestimmte Art von Sozialität, nämlich die einer Pflicht zur Wohltätigkeit ihrer Mitglieder gegenüber in Not geratenenen/befindlichen anderen Mitgliedern, nicht aber gegenüber Ungläubigen.
Eine andere Alternative sind Clans oder Stämme, die eine clan-/stammesinterne Sozialität ausüben, aber ebenfalls ausschließlich für Mitglieder des eigenen Clans oder Stammes.

Die erstgenannte Sozialität hat durchaus eine überregionale und internationale Relevanz, schließt aber Nicht-Zugehörige aus.
Die letztgenannte Sozialität hat eine vorrangig ethnische Relevanz und kann ebenfalls nicht als Modell für Organisationsformen von eher heterogener zusammengesetzten Gesellschaften dienen.

Dann gab es noch den internationalistischen, linken Ansatz "Arbeiter aller Länder vereinigt euch". Der hat zu seiner Zeit und innerhalb gewisser Grenzen sogar ganz gut funktioniert, indem die UdSSR einigen Gesellschaften Asiens und Afrikas zu Modernisierungssprüngen verholfen hat. NICHT dadurch, in dem Menschen dieser Länder zu Millionen in die UdSSR eingebürgert worden wären übrigens!

Auch wenn selbst dieser Ansatz in Bezug auf die hiesige (und gesamt-europäische) Infrastruktur schon so unrealistisch ist, daß seine Diskussion Zeitverschwendung bedeutet: Es geht beim Migrationsthema NICHT NUR um Verteilungsproblematiken (von wegen "Es ist genug für alle da") sondern um Modelle zukünftiger Gesellschaften.

In diesem Zusammenhang frage ich diejenigen, die es für vorteilhaft halten, Staaten (und damit staatliche Strukturen) aufzulösen, durch was sie diese ersetzen möchten. Anarchie? Ernsthaft?

Der letzte Kommentar war jetzt doppelt (nach Möglichkeit bitte entfernen, danke)

Ja: Volker Pispers ist auch ein kluger Kopf.

In einem verlorenen Kommentar (springe zwischen immer mindestens drei, vier Foren hin und her, daher sorry für das Vermeiden zusätzlicher Fenster!) hatte ich ein Bild aufgezeichnet, das die aktuelle "Linke" (nicht nur auf die so bezeichnete Partei bezogen) folgendermaßen aussehen läßt:

Auf dem Deck der Titanic unterhalten sich Offizierscorps, internationale Schickeria und "Linke" über die angemessene Garderobe und die Qualität der Weine an der gedeckten Tafel.
Im Schiffsbauch steht den Passagieren der dritten Klasse das Wasser schon bis um Hals und auch die Maschinisten rufen immer dringlicher um Hilfe.
Die oben Versammelten weisen die Kapelle an, ein bißchen lauter zu spielen um das "Gepöbel" und die Lautäußerungen der "gefühlten Ängste" von unten zu übertönen.

Realität wird so lange wie möglich ausgeblendet. Wenn das nicht mehr funktioniert, gibt es für die Leute an Deck Rettungsbootplätze oder zumindest für einen Teil davon noch Schwimmwesten.

Nochmal das hier: Wer mit Anarchie liebäugelt und sich darunter ein friedliches Multi-Kulti-Camp vorstellt, in dem am Lagerfeuer strittige Punkte - natürlich basisdemokratisch - "ausgehandelt" werden, ist nicht nur ein naiver Romantiker, sondern , sorry, ein gefährlicher (nein, ich bleibe konstruktiv") "Träumer".

Vor einiger Zeit habe ich solchen Wunschträumen auch noch nachgehangen...
Vielleicht noch dadurch ergänzt, daß die guten Linken zusammen mit den guten Schutzbedürftigen eeeendlich die (vorher mangels Proletarier-Masse nicht umsetzbare) Revolution in Angriff nehmen können, alle Reichen enteignen, alle Waffenkonzerne stillegen und dann ein großes, buntes Pfadfnderlager gründen, in dem alle kooperativ immer noch ein bißchen stärker zusammenrücken, wenn die nächsten Millionen Armer in´s Land kommen...
Und so lebten sie in Frieden und Völkerfreundschaft bis an´s Ende ihrer Tage...

Solche Märchen glaubt man so lange bis man einen näheren Blick auf die Realität riskiert...Dann wacht man entweder auf oder verschließt die Augen und Ohren noch ein bißchen fester.
Die einen werden zu "rechten" Realisten, die anderen bleiben "Linke" und Utopisten (so lange sie irgendwie können).

erklärt, wenn man über mich statt mit mir redet? ich würde schon gerne wissen, wohin es führen soll, wenn es heisst,  beim Migrationsthema NICHT NUR um Verteilungsproblematiken (von wegen "Es ist genug für alle da") sondern um Modelle zukünftiger Gesellschaften "gehen würde. da wird mich aber nix überraschen....

Bild des Benutzers fahrwax

Mensch organisiert sich kommunikativ & arbeitsteilig - da ist er 'one of the fittest' unter dem was hier auf der Kugel herumhüpft.

Wo seine Organisationsform hirnrissige Bevorrechtigungen produziert, endet die konstruktive Zusammenarbeit, beginnt das Elend der Ausgrenzung - startet die angeblich überlegene Daseinsform den Mechnismus der Selbstzerstörung.

Diese Depperei versteckt sich hinter vielen Bezeichnungen und allen bekannten Farben - mich überzeugt das nicht, ich bin ein Fan überzeugender Strukturen. Wer mir mit dem Knüppel entgegen kommt ist kein Gleichgesinnter, weil ich auf gleiche Berechtigung durch Geburt bestehe  - gaaaanz ernsthaft.

...lassen sich da demokratisch und friedlich aushandeln, wo es aktuell schon Grundlagen für und von Demokratie und Möglichkeiten freier (nicht repressiver) Konsensfindung gibt.
Schaut man sich die Staaten und Regionen an, wo diese Voraussetzungen bestehen, sind das nicht (mehr) allzuviele.

Unsere Gesellschaft hier ist noch weit entfernt vom Idealmodell. Aber diesbezüglich immerhin schon weiter als ein Großteil der anderen. Könnten wir uns vielleicht darauf einigen?

@Jose:
Deutschland gehört zu den dichtbesiedeltsten Ländern Europas, Europa selbst ist - z. B. im Verhältnis zu Afrika - ein kleiner Kontinent.
Man könnte natürlich so lange zusammen rücken, bis jeder bisher landwirtschaftlich genutzte und auch die (viel zu) wenigen bisher der Natur vorbehaltenen Quadratmeter auch noch bebaut ist. Man könnte noch mehr in die Höhe und wahrscheinlich sogar in die Tiefe bauen.
Wenn Menschen keine Menschen sondern unter rein logistischen Gesichtspunkten stapelbare Säcke waren könnte das vielleicht eine mittelfristig praktikable Lösung sein.
Mittel- und nicht langfristig, weil der "Nachschub" aus afrikanischen und vielen asiatischen Ländern trotzdem nicht ausbleiben würde: Schauen Sie sich doch einfach mal die Zahlen dazu an.

Dieser Planet hat endliche Ressourcen, unendliches Wachstum kann deshalb nicht funktionieren. Weder in Bezug auf Wohnungen, noch in Bezug auf Arbeitsplätze, erforderliche Qualifizierungen und Qualifizierte, Konsum, etc...
Wer sich ein bißchen mit Lebewesen auskennt, weiß, daß die Natur zu starkes Wachstum von Populationen (bzw zu hohe Populationsdichten, egal ob von Pflanzen, Kaninchen oder Menschen) durch natürliche Mittel auf Normalmaß zurückstutzt. In der Regel durch Krankheiten bzw Seuchen.

Gut, das wäre natürlich eine Möglichkeit: Warten wir darauf, daß Lungenpest und Cholera wieder Platz schaffen...

darauf können wir uns einigen:

"Unsere Gesellschaft hier ist noch weit entfernt vom Idealmodell. Aber diesbezüglich immerhin schon weiter als ein Großteil der anderen. Könnten wir uns vielleicht darauf einigen?"

 

mehr aber auch nicht! und danke für die rückanwortsmiley

Mein Liebster und ich führen eine Art "offenes Haus", haben oft Besuch von etwas weiter (hallo Marie! :-)) bis sehr weit weg. Würden wir deshalb die Haustür offen lassen und jeden willkommen heißen, der vielleicht gerne dauerhaft bei uns wohnen möchte?
Nein. Wir wissen, daß die Chemie stimmen muß, daß die Gewohnheiten kompatibel sein sollten und daß gemeinsame Interessen vorhanden sein sollten bei denen, mit denen wir gemeinsame Zeit verbringen, Bad und Küche teilen wollen.
Und wir sind uns darüber im Klaren, daß Menschen "territoriale" Lebewesen sind, die (wie alle anderen Säugetiere) ein Minimum an Privatsphäre, Ruhe, freiem Raum um sich herum brauchen, um sich wohl fühlen und sich entfalten zu können.
Grenzen wir deshalb jemanden aus? - Okay, dann ist das so.

Die meisten Staaten der Erde lassen Einwanderung nur selektiv und in überschaubarer Menge zu. Soviel, wie von Anzahl und Herkunft verkraftbar (oder auch benötigt) für die jeweilige Gesellschaft, in jeder Hinsicht integrierbar und ressourcen-technisch versorgbar.
Alles "ausgrenzende" Nationalisten (oder sogar "Nazis)?

Ein Beispiel: Schweden. Dort hat man mehr Migranten aufgenommen als Kritiker für ratsam hielten...Letztes (oder schon vorletztes?) Jahr hat die schwedische Regierung die Notbremse gezogen.
Die "links"-grün-feministische, schwedische Regierung jetzt auch zu den "Nazis" gehörig?

"Ausgrenzung" passiert schon da, wo jemand seine Haustür schließt, eine Familie ihre Feier nicht mit allen Nachbarn auf der Straße, sondern unter sich feiert, eine Party nicht bei Facebook angekündigt wird, Konzertveranstalter nur Leute mit Eintrittskarte rein lassen, etc pp...

Es ist evolutionär MENSCHLICH, sich ab- und dadurch andere auszugrenzen. Um als Gruppe erfolgreich zu interagieren, muß sie überschaubar sein und gemeinsamen Regeln folgen. Zumindest wenn´s um die elementaren Dinge wie Nahrungsanbau ( oder Jagd danach) und -verteilung geht.

...und danke dafür!

Lustig: In einem Freitag-Kommentar hab ich ausgerechnet von Magda grade einen Satz gefunden, der das Dilemma der "Linken" - ich nehme an: unfreiwillig - auf den Punkt bringt: "Wenn die Linke keine Leitlinien hat, die ins Utopische oder wenigstens nach vorn gehen, dann fehlt ihr alles, was einen dazu bringen könnte, überhaupt "links" zu sein..."

Das Stichwort ist genau das, Utopie: Menschen sind nicht unendlich tolerant, unendlich empathisch, unendlich uneigennützig.
Menschen sind immer noch Säugetiere (ob man das gut findet oder nicht) und keine Engel. Sie haben ihre individuellen und ihre - je nach Sozialisierung - kulturell sehr diversen Gruppeninteressen und -bedürfnisse.

Es wäre schön, wenn sie weltweit gleich an Rechten wären, sie sind aber niemals gleich (was für mich eine Horrorvorstellung wäre: lauter "optimierte" Cyborgs).

Ist es falsch, anderen Staaten, Kulkturen, Gesellschaften etwas wegzunehmen und sich in ihre Belange einzumischen? - Unbedingtes JA.
Aber warum sollten alle anderen Staaten, Kulturen und Gesellschaften das Recht haben, über sich selbst bestimmen zu dürfen (ich setze das mal als "Querfront"-Konsens voraus?), nur die europäischen, speziell die deutsche Gesellschaft nicht?

Konsequenz der Einstellung "alle anderen müssen genauso aufnahmefreundlich sein wie die deutsche Regierung" wäre repressiver Zwang, notfalls Gewalt, bezüglich der Verbreitung dieser Haltung auf alle anderen europäischen Länder/Gesellschaften, die das nicht so sehen. Wäre (bzw. ist: siehe Viségrad-Staaten) das gerechtfertigt?

Und nochmal die Frage: Alles "Nazis" (wahlweise Ausgrenzer, egoistische Nationalisten, etc) außer Mutti? Bzw: Mehr oder weniger alle anderen Staaten außer D Geisterfahrer und nur "wir" in der richtigen Spur unterwegs? Ernsthaft?

Bild des Benutzers ebertus

Danke für den Hinweis Raphaela; schaue dort mittlerweile sehr selten rein.

Es sind im Grunde die gleichen Debatten, wie wir sie hier ebenfalls führen; auch die pros und cons sind sich ähnlich. Früher wäre bei so einem (im Grunde) kommerziellen Angebot wie das des Freitag, einem moderationsseitig geförderten Blog wie der von FC-Urgestein Magda wahrscheinlich eine dreistellige Zahl an Kommentaren angefallen; heute dürften es sogar weniger werden als hier zu manchem Termitenblog.

Kaum Schadenfreude, denn eher Nostalgie - besseren Zeiten dort hinterhertrauernd.

- Den Mut dazu braucht man, um aus Zirkelschlüssen auszubrechen, die nicht nur in der Freitag-Community offenbar immer noch viele mündiger Inaugenscheinnahme der Realität fern zu halten imstande sind.

Die meisten Diskussionen in "linken" Kreisen sind rein akademischer Natur. Da geht´s darum, wie ein Kuchen verziert werden soll, dessen Mehl noch nicht mal gemahlen wurde.

In einer Situation, wo solche Diskussionen auf dem Rande eines Vulkans geführt werden, der kurz vor dem nächsten Aufbruch steht, ist das luxuriöseste Zeitverschwendung.

Es geht aktuell nicht um weitere Ausgestaltung von Modellen, sondern darum, das bestehende, grade noch auf den Felgen rumpelnde Modell (Rechtsstaat, Gewaltenteilung, rudimentäre Demokratie, Sicherheits-, Gesundheits-, Sozialstrukturen) irgendwie zu ERHALTEN.

Wenn nämlich die von einigen so sehnlich herbeigesehnte Anarchie endgültig ausbricht (die "Maschinisten" in Schulen, Rettungsdiensten, Gesundheitssystemen, Justiz, Verwaltungen und Polizei u. a. haben ja schon offiziell aufgegeben, nur will keiner hinhören) wird das keine friedlich-kooperative Geschichte, sondern eine gewaltvolle und blutige.

Es gibt nur noch zwei Optionen, das Ruder herumzureißen:
Entweder es kehrt Vernunft zurück ("Ultra posse nemo obligatur!") und alle Realisten schließen sich zusammen, um die Situation so friedlich wie möglich zu lösen (z. B. mit Geldbeträgen für freiwillige Rückkehrer, Wiedererlangung der Kontrolle und Herunterfahren sämtlicher Leistungen für Nicht-Asylberechtigte).
Oder es geht weiter wie bisher. Dann haben wir bald einen klassischen failed state. Mit allen Konsequenzen (siehe Yemen et al).

Den Staat und seine Strukturen aufzulösen, die Grenzen offen zu lassen, dabei Augen und Ohren fest geschlossen, ist nicht "humanistisch" oder "moralisch". Nein: Es ist Selbstzerstörung unter unfreiwilliger Mitnahme aller, für die eine gemeinsame Verantwortung bestehen sollte: Sowohl die eigenen als auch die fremden Schwachen.

Bild des Benutzers ebertus

um mich da auch mal inhaltlich enzuklinken ...

sind Zirkelschlüsse und andere Sichtweiten auf die Realität natürlich nie objektiv; oft und laut dem ollen Marx, bestimmt das Sein das Bewußtsein. Wer meint, davon vollkommen frei zu sein, das alles rein intellektuell und gar noch aus der Distanz einer (bisherigen) Nichtbetroffenheit zu sehen, betrügt sich möglicherweise selbst.

Ich selbst versuche das nicht einmal und gebe gern zu, bestimmte Entwicklungen aus eben dieser subjektiv erlebten Distanz einer bisherigen, weitgehenden Nichtbetroffenheit primär intellektuell zu verstehen und zu verarbeiten.

Ob mir das gelingt, ob ich diese Position aufrechterhalten kann ... wer weiß.

Und niemand (fast niemand) ist eine Insel und/oder lebt auf einer Insel. Das Umfeld, dessen im eher Privaten natürlich ebenfalls diskutierte Sicht nimmt schon Einfluß und je näher einem dieses Umfeld steht, umso eher wird man bislang geglaubte Realitäten auch mal infrage stellen müssen.

...hast du natürlich grundsätzlich recht, Ebertus. Darum frag ich mich z. B. auch immer, warum "linke" "Intellektuelle" das Sein derjenigen, auf deren Schultern jetzt schon der größte Teil der Lasten (nicht nur) der Massenmigration liegt, so wenig beachten...

Was das persönliche Umfeld betrifft, ist das z. B. in meinem (bzw. unserem) Fall immer noch überwiegend uninformiert. Die meisten müssen regelmäßig zur Arbeit (da bin ich ja gewissermaßen "privilegiert" - und sehr dankbar dafür!). D. h. sie haben weder Zeit noch Interesse, in irgendwelche Themen, die nicht direkt ihre Alltagsbewältigung betreffen, tiefer einzusteigen. Gucken dann abends Tagesthemen, heute journal oder was es da sonst noch so gibt und glauben, was dort erzählt wird aus Gewohnheit.
Die meisten wurden (bzw. werden täglich) mit Folgeproblemen der Massenmigration konfrontiert (wenn auch - zum Glück! - in den meisten Fällen ohne direkte, physische Folgen) , sind unzufrieden bis extrem unzufrieden mit der Situation, ziehen aber vielfach (noch) nicht die Wahlkonsequenz daraus.

Mit einigen, guten Freunden gibt´s ausreichend andere Interessensgebiete, daß es sich lohnt, das Thema Politik irgendwie zu vermeiden. Sie wissen, daß sie mit mir frei über ihren (konsequenzenlosen) Frust reden können und stellen manchmal Fragen zu "ungefährlicheren" Themen wie Nordkorea, Syrien, etc.
Ein paar andere wollen nichts mehr mit mir/uns zu tun haben und es gibt auch einen Riss quer durch die Familie (keinen endgültigen zum Glück, aber bestimmte Themen "müssen" vermieden werden).
Mit einer wachsenden Anzahl gibt es dafür jetzt intensivere Beziehungen/Kontakte.

Anfangs erforderte das "Outing" in einem (zumindest "offiziell" und öffentlich) eher "links"-"liberalen" Umfeld mehr Mut: Es ist immer einfacher, mit dem Strom zu schwimmen (niemand ist gerne Außenseiter). Wer sich für die "falsche Seite" entscheidet (und damit auch Brüche mit geliebten Menschen riskiert), tut das i.d.R. bewußter und fundierter.

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Sogar die Sozis finden jetzt Grenzen gut:

"Auch ist es wichtig, sich gleich zu Beginn bewusst zu machen, dass Grenzen zwischen Staaten eine wichtige Funktion haben. Grenzen dienen als demokratische Abgrenzungen; sie markieren geografische Begrenzungen (wenn auch keine absoluten) der Macht und der Verantwortlichkeiten von Staaten und Regierungen. Eine Welt ohne Grenzen wäre eine Welt mit einer einzigen globalen Regierung. Es ist nur schwer vorstellbar, dass eine solche Weltordnung demokratisch wäre, denn es wäre sehr schwierig, globale Herrscher zur Verantwortung zu ziehen. Statt einer „Welt ohne Grenzen“ sollte die Vision der Linken eine Welt sein, in der die Grenzen so offen wie möglich sind, aber gleichzeitig so geschlossen wie notwendig. Die Linken sollten offen für mehr offene, mehr durchlässige Grenzen sein."

Lisa Pelling in IPG

Bild des Benutzers ebertus

derer, die ihren Frieden mit dem Kapital gemacht haben.

Wie das mit den abschließend erwähnten, mehr offenen, mehr durchlässigen (dennoch) Grenzen ganz konkret und im Detail, geografisch wie administrativ und gar inhaltlich funktionieren soll, darüber darf spekuliert werden, könnte die sich gute Frau bei jedem (falschen) Wort zuviel dann gar sehr schnell selbst als (nunmehr) Rassistin entlarven.

Über die Fluchtursachen, dass der gute und mit hehren Werten gesegnete freie Westen den Menschen, den Flüchtlingen die Lebensgrundlagen in ihren Heimatländern ausradiert hat, darüber redet man als dankbares Mitglied eines derartigen ThinkTank nicht; würde die Auftraggeber und Kapitalgeber auch nur irritieren.

Stattdessen wieder die augenzwinkernde Mär, dass die Menschen nun einmal da sind, einfach so kommen. Und man sollte natürlich die großen Vorteile dieser neuen Qualität an Migration erkennen. Das liest sich als mittelsteile These dann so:

"Zunächst ist es wichtig zu realisieren, dass Migration Wachstum und Entwicklung auf mehreren Ebenen voranbringen kann: für die Migranten selbst, aber auch für das Land, das sie verlassen haben, und auch für die aufnehmenden Gemeinschaften und Zielländer."

Im Klartext dürfen, ja müssen wir für jede Rakete und jede Bombe, für jeden Drohnenmord, für die anhaltende neokoloniale Ausbeutung sogar noch dankbar sein; für all' das, was dort im Nahen- und Mittleren Osten, in weiten Teilen Afrikas niedergeht, segensreich stattfindet.

Bitte mehr davon! Dann werden nach dieser Logik unsere Vorteile noch viel größer ...

"aber auch für das Land, das sie verlassen haben", es einfach so verlassen haben ...

vor dieser entscheidung steht jeder mensch täglich in ganz unterschiedlichen fallhöhen - nur der messie will ALLES erhalten - kann sich schwerer trennen und sieht wohl im sammeln und bewahren einen guten sinn ...

kommt es nicht, wei so oft in fast allen dingen auf das richtige maß - auf die verhältnismäßigkeit - das abwägen von möglichen folgen - gewinnen und verlusten an - wenn es nicht purer selbstzweck sein möchte = purer spielerischer luxus?

und dieses maß wird täglich - situationsgerecht - fortlaufend immer neu ausgehandelt - besonders wenn es aus dem gleichgewicht geraten ist, hilft nur nachschauen, woher das kommt ... dabei ist egal, wie viel oder wenig auf der waage liegt (solange die es noch aushält!!) ... erst dann ist es vorbei ... dann kommt anarchie und chaos und das "recht" des stärkeren

klar, jede (staats)macht möchte sich erhalten und kennt die INSTRUMENTE dafür - doch oft habe ich den eindruck JEDEN weiteren sinn und verantwortung >>> für die menschen, die den staat in ihrer vielfalt ausmachen <<< völlig aus den augen verloren zu haben ... angst zu schüren und immer neue ängste zu schüren - und am "allerbesten" dabei selbst im hintergrund zu bleiben und es zu schaffen, dass sich die menschen GEGENSEITIG angst machen und er die "milde rolle" als retter und schlichter noch irgendwie - in seinem selbsterhaltungsinteresse - halbherzig rumstottert ... nein, ich möchte meinen staat nicht als ständig neu zu reformierendes gefängnis mit dekorieren helfen ... ich will in freiheit und würde leben und in DIESEM ZUSTAND gefragt werden, welche regeln für alle miteinander tauglich sind und nicht die gitterstäbe DAZU erhalten , sondern erst mal zu beseitigen ... und dann bilanz ziehen zu können, auf welcher stufe der kulturellen entwicklung der freie emanzipierte mensch steht ... und damit meine ich nicht nur den "reinen deutschen staatsbürger" - sondern die menschen in meiner umgebung - aus welchem grund sie auch immer dort sind ...

"... Eine Welt ohne Grenzen wäre eine Welt mit einer einzigen globalen Regierung. Es ist nur schwer vorstellbar, dass eine solche Weltordnung demokratisch wäre, denn es wäre sehr schwierig, globale Herrscher zur Verantwortung zu ziehen. "

- Erstmal Dank an Hadie für dieses interessante Fundstück.

Zitat von Marie:
"ich will in freiheit und würde leben und in DIESEM ZUSTAND gefragt werden, welche regeln für alle miteinander tauglich sind und nicht die gitterstäbe DAZU erhalten , sondern erst mal zu beseitigen ... und dann bilanz ziehen zu können, auf welcher stufe der kulturellen entwicklung der freie emanzipierte mensch steht ... und damit meine ich nicht nur den "reinen deutschen staatsbürger" - sondern die menschen in meiner umgebung - aus welchem grund sie auch immer dort sind ..."

- Wenn ich das jetzt so interpretiere (keine Ahnung, ob du´s so meinst), daß erstmal alle Grenzen ("Gitterstäbe"?) beseitigt werden sollten um dadurch erkennbar zu machen ("bilanz zu ziehen"), "auf welcher Stufe der kulturellen entwicklung der freie, emanzipierte mensch" in deiner umgebung, der "grade dort ist" (bzw. noch zusätzlich dort sein wird, wenn die "gitterstäbe" komplett fehlen) dann solltest du dir darüber klar sein:
1. Das Experiment ist im Mißerfolgsfall nur sehr schwer (wenn überhaupt) rückgängig zu machen
2. Da das so ist, bedarf es m. E. der Zustimmung einer Mehrheit derjenigen, die es mittragen (und mitbezahlen) müssen.
3. Es weisen schon viele Fachkundige, mit den bisherigen Folgen besonders Konfronierte (Juristen, Polizisten, Lehrer, Mitarbeiter der Rettungs- und Gesundheitssysteme u. a.) auf jetzt schon existierende, sehr erhebliche Probleme hin.

Bild des Benutzers fahrwax

"Wenn nämlich die von einigen so sehnlich herbeigesehnte Anarchie endgültig ausbricht (die "Maschinisten" in Schulen, Rettungsdiensten, Gesundheitssystemen, Justiz, Verwaltungen und Polizei u. a. haben ja schon offiziell aufgegeben, nur will keiner hinhören) wird das keine friedlich-kooperative Geschichte, sondern eine gewaltvolle und blutige."

Wir leben (hier und jetzt) in und von einem gewaltvollen, blutigen System - die Blutseen und Leichenberge die "unseren Lebensstil" bedingen, sind nur sorgfältig ausgeblendet. Schau doch einmal auf die, industriell pervertierten, Massenmorde seit 1945: der Krieg um die Schmierstoffe, um verkrebstes 'Wachstum' hat nie aufgehört - er ist nur umbenannt worden.

Die "Maschinisten" in Schulen, Rettungsdiensten, Gesundheitssystemen, Justiz, Verwaltungen und Polizei u. a."  haben sich in eine irrationale, konsumistische Scheinwelt geflüchtet die die Herkunft "ihrer" privilegierten Existens - aus dem Elend der Rohstoffkriege - ausblendet und schlicht in Kriege für "Freiheit & Demokrate" umbenannt hat.

"Den Staat und seine Strukturen aufzulösen, die Grenzen offen zu lassen, dabei Augen und Ohren fest geschlossen, ist nicht "humanistisch" oder "moralisch". Nein: Es ist Selbstzerstörung unter unfreiwilliger Mitnahme aller, für die eine gemeinsame Verantwortung bestehen sollte: Sowohl die eigenen als auch die fremden Schwachen.

Die Grenzen und alle Schotten sind längst geöffnet, aber nur für die Abartigkeit der grenzenlosen Multiplizierung von Kapitalien.

Will sagen es ist längst die pure Selbstzerstörung die herrscht - sie ist nur verlogen umgelabelt in ""die maximale Entwicklung der Produktivkräfte".

An diesem systemischen Dreckhaufen ist nichts erhaltenswert, außer der Kooperationsfähigkeit und der Empathie seiner zu "Maschinisten" degradierten Insassen denen ihre Entfremdung als "Demokratie & Fortschritt" untergejubelt wird.

Deine Vorstellung vom allgemeinen Zusammenbruch jeglicher Zivilisation beim absehbaren Ableben gegenwärtiger Weichenstellungen, entspringt den Werbebotschaften eingebildeter Alleskönner die sich am Krieg von Oben gegen Unten fett fressen.

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innen- wie außen; auch wenn die Maschinisten und der ganze, nur seine Pflicht erfüllende Mittelbau das noch nicht so merken (wollen, sollen).

Und diese Anarchie ist nur sehr partiell über die vielen Flüchtlinge zu erklären, hat ihren basalen Ursprung in dem neoimperialen, neokolonialen Höhenflug, der den Kapitalien ab 1990 weltweit möglich war und der nach innen als Umverteilung allen gesellschaftlichen Reichtums, aller dahingehend verwertbaren Infrastruktur auf Wenige permanent anhält.

Ohne diese Entwicklung nachhaltig umzukehren, werden die Blutseen immer größer, erreichen auch demnächst die Maschinisten.

Die zunehmenden Information über Berlin als "Failed State" wird sich nicht so leicht unterdrücken, relativieren lassen, wie das, was dahingehend in den eher kleinen Gemeinden gerade der nicht so wohlhabenden Bundesländer passiert; und wo man alle Fehlentwicklungen (eben die der neoliberalen Kahlschlagarchitektur) gern den sogenannten Neuen Rechten andichtet,

die aus meiner Sicht bestenfalls Symptom, keinesfalls jedoch die Ursache sind.

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.... aber die Peilung ihrer Situation lässt noch zu wünschen übrig - mehr als ein undefiniertes Unbehagen ist es eigentlich noch nicht - aber der gloreiche Kahn sackt ab, das wird endlich erfühlt.

Noch spielt der 'Musikantenstadel' seine auftragsgenäß schmissigen Weisen, aber......

Wer und was der Eisberg ist, daran wird noch gearbeitet.......

Ebertus, hierzu:

"Ohne diese Entwicklung nachhaltig umzukehren, werden die Blutseen immer größer, erreichen auch demnächst die Maschinisten."
- Wobei ich die Maschinisten unterteilen würde in a) schon direkt, von Berufs wegen mit den Folgen konfrontierte und solche, die ihrer Arbeit im "Maschinenraum" noch relativ unkonfrontiert nachgehen, das System also weiterhin mitfinanzieren, können, weil sie durch Lage des Arbeitsplatzes, des Wohnsitzes und ggf. per Nutzung alternativer Verkehrsmittel als ÖPNV dorthin gelangen können.

Frage: Hast du eine Idee, wie "diese Entwicklung nachhaltig umzukehren" sein könnte?

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von denen Werner spricht, sind keine homogene Masse; und schlußendlich gehören wir (fast) alle irgendwie dazu.

Insofern würde ich Deine Unterscheidung noch viel weiter fassen; dito an die eigene Nase. Was können wir tun, was kann ich tun, um den Status des Maschinisten irgendwie infrage zu stellen?

Nicht wirklich trivial, eine Antwort auf diese Frage und, wie schon an anderer Stelle geschrieben, eine Frage des Seins. Klar, dieses Sein ist natürlich ebenfalls nicht zu verallgemeinern, nicht statisch zu sehen. Nur wollte ich mich davor hüten, gesellschaftspolitische Entwicklungen mit stringenten Naturwissenschaften gleichzusetzen; auf letztere ich mich gern zurück ziehe.

...die noch einer bezahlten Arbeit nachgehen, haben keine andere Wahl. Weil sie Miete zahlen müssen (ab einem gewissen Alter ist ein Erdloch im Wald keine wirkliche Option mehr). Weil sie irgendwas essen müssen. Weil sie Verantwortung haben, für von ihnen abhängige Angehörige (oder auch Freunde), die auch irgendwo wohnen, irgendwas essen und evtl. sogar mal medizinische Behandlung brauchen.

Viele auch, weil sie darüber hinaus Verantwortung gegenüber denjenigen empfinden, die von ihrer jeweiligen Arbeit abhängig sind: Was passiert denn mit Schwachen, Schutz- und Hilfebedürfigen, wenn alle Polizisten, Krankenschwestern/-pfleger, Rettungssanitäter, Altenpfleger, Lehrer, Ärzte, Feuerwehrleute, Justizbeamten, etc aus dem "Schweinesystem aussteigen", und einfach nachhause gehen?
Wenn alle Verkäufer/innen es ihnen nach tun und die Märkte einfach schließen, Bahn- und Busfahrer ihre Verkehrsmittel sehen lassen, die Arbeiter bei den Kläranlagen, Wasser-, Strom- und Heizkraftwerken hinschmeißen, die Müllabfuhr nicht mehr kommt, keiner mehr Geldautomaten auffüllt oder in der Sparkasse Auszahlungen vornimmt, kein Fahrer mehr Nachschub an Nahrung/Getränken ausliefert, etc?

Werden dann all die ethisch ausgerichteten "Linken" die Sicherheit aufrecht erhalten/wieder herstellen, Infusionen verabreichen, Operationen durchführen, Betten beziehen, Alte umlagern, waschen und füttern, den Müll wegbringen (womit?), Nahrungsmittel (woher?) verteilen, Feuer löschen, kurz: Die lebensnotwendige Infrastruktur irgendwie aufrecht erhalten?

Die Realität ist: Wenige Tage nach einem großen, anhaltenden Stromausfall und spätestens nach Plünderung der Supermärkte ist die Zivilisation in Städten (auf dem Land sieht das noch ein bißchen besser aus) BEENDET. - Es gibt aber offenbar genug Leute, die sich darauf freuen...Wer krank, obdachlos, immobil, alt, behindert, ein Kind oder aus anderen Gründen auf Hilfe angewiesen ist, kann sich darüber NICHT freuen.

Bild des Benutzers ebertus

die vollkommen unverdächtige Bundesregierung gab vor einigen Monaten den guten Ratschlag, doch Vorräte anzulegen

Insofern gehe ich mit Deinen Überlegungen konform, Rapahaela.

Aus welchen (vorgeschobenen) Gründen es dann passiert, das sei mal dahingestellt. Aber grundsätzlich müssen wir auch hierzulande (wie bereits in anderen EU-Ländern von der Herrschaft exekutiert) ebenfalls damit rechnen, dass Banken zumindest zeitweise schließen, dass Lebensmittel knapp werden, dass Strom, Wasser, Gesundheitsfürsorge und andere lebensnotwendige Infrastruktur nur noch partiell zur Verfügung steht.

Der nächste Kandidat für dieses Szenario könnte Katalonien werden.

Eine gewisse, diese Einschränkungen adressierende Vorratshaltung sollte man und soweit es möglich ist, dann schon betreiben. Nur kann das lediglich für Tage, bestenfalls für einige Wochen ausreichen. Darüber hinaus dürfte es so oder so eng werden..

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und das bei vorhandenen Kellern? Wir haben zwar keinen Keller, aber einen Vorratsraum, der reichlich Konserven, Nudeln, Mehl, Kartoffeln, usw. bevorratet und das nicht aus dem Gesichtspunkt einer erwarteten Krise. Wenn das aber ersichtlich wird, wäre unsere Reaktion (Aufstockung) vor dem zu erwartenden Run auf die Geschäfte. Zudem ist das Trinkwasser kein Problem, das über viele Monate in bestem Zustand zur Verfügung stünde (keine öffentliche Versorgung).

Aber in den Städten dürfte das wohl anders aussehen. Ansonsten sollte jeder bei passenden Gelegenheiten den Herrschaften vor´s Schienbein treten, denn diese Entwicklungen entstehen nur bei entsprechendem politischen Verhalten.

Bild des Benutzers ebertus

So ist es Paul

Und in den Städten, den sog. Ballungsgebieten lebt nunmal die Mehrzahl der Menschen, ist gleichzeitig auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Berlin wird ja in verschiedenen Kommentaren bereits jetzt als "Failed State" bezeichnet; wobei dies und jenseits von sogenannter Verschwörungstheorie natürlich immer subjektiv, dem eigenen Sein geschuldet zu verstehen ist.

Bin gerade dabei, so Einiges an Fakten und Perspektiven für einen kleinen Blogtext zusammenzutragen, muss dabei genau unterscheiden, was die persönliche Erfahrung bzw. die ganz persönlichen Erfordernisse vs. dem aus anderen seriösen Quellen vernommenen angeht. Und das ist bei Weitem keine Vogel-Strauss  Attitüde, mag ich schon sehen, was sich jenseits meines beschränkten Horizontes entwickelt.

Die geschilderte Vorsorgesituation von euch ist wunderbar. Kann nur leider (wie du in Bezug auf die Städte ja auch schon erwähntest) nicht von jedem geleistet werden (von uns z. B. auch nicht).

Umso empörender finde ich Äußerungen wie die (in einem anderen Blog vor ca. zwei Tagen gelesene), grenzenlose Zuwanderung sei unbedingt weiterhin zuzulassen, wem dies nicht gefalle, der könne ja z. B. in Mexico noch gut leben...

Würde ich dort mitschreiben, hätte ich den Betreffenden gefragt, wie er das ihm, nicht aber Armen und Hilfsbedürftigen mögliche Auswandern gegenüber denen rechtfertige, die weder über genug Geld noch genug Mobilität für solche Alternativen verfügen?
Wahrscheinlich geht er, als guter "Linker" aber auch davon aus, daß die Schicksale hiesiger Kartoffel-Kinder (via Erbschuld?) sowie alte, kranke, obdachlose, pflegebedürftige, prekäre Kartoffeln durch ihre Mitschuld an globaler Ausbeutung eh nichts anderes verdient haben als Krisen- (oder was auch immer für -) opfer zu werden...

Solche Argumentationsmuster sind z. B. auch unter taz-Texten häufig zu finden. Das Nachplappern neoliberaler Globalistenphrasen scheint bei vielen mittelfristig auch zur Übernahme der sozialdarwinistischen Einstellungen dieser Kreise zu führen.
Und zu Rassismus und gruppenspezifischer Menschenfeindlichkeit sowieso:
http://www.danisch.de/blog/2017/10/28/schales-kartoffelpueree/

Zitat von Fahrwax:
"...Deine Vorstellung vom allgemeinen Zusammenbruch jeglicher Zivilisation beim absehbaren Ableben gegenwärtiger Weichenstellungen, entspringt den Werbebotschaften eingebildeter Alleskönner die sich am Krieg von Oben gegen Unten fett fressen."

Aha. Für mich (Gärtner und Pragmatiker, kein Intellektueller oder Philsoph) ergeben sich daraus zwei mögliche Interpretations (und daraus möglicherweise divergierende Handlungs-)möglichkeiten:
a) die Menschen in Mitteleuropa im Allgemeineren oder D im Speziellen sind an dem, was kommen könnte, selbst schuld. Sie haben sich von den Werbebotschafen manipulieren lassen, am Krieg von Oben mitprofitiert und haben daher nichts anderes verdient.
b) "et is no immer jut jejange" ("Es ist noch immer gut gegangen") oder auch: Passiert schon nichts.

- Vielleicht möchtest du verdeutlichen, welche der beiden du gemeint hast?

Bild des Benutzers fahrwax

Gärtnerisch pragmatisch glaubte ich bereits ausgedrückt zu haben, dass mir manipulative Werbebotschaften aus eingebildeten Führungsetagen ( die sich an kooperativen menschlichen Genen dumm & dämlich fressen) am Popo vorbei pfeifen.

Ich halte die Ausstattung menschlicher Köpfe für (genetisch) ausreichend vorformatiert, um auf die unauffindbaren "Leistungen" parasitärer Obrigkeiten (eingebildeter "Leistungsträger") unmittelbar verzichten zu können - um humanitäre Maßstäbe leben zu können.

Horizontale (gleichberechtigte) Organisierung auf zwischenmenschlicher (humanistischer) Ebene halte ich für einen Ausweg aus dem globalen Dilemma - damit der gegenwärtige Krieg von "oben" gegen "unten" auf seine Opfer verzichten muss.

Macht aber viel "Pflegearbeit", wegen den exorbitant wachsenden, parasitären Besserwissern.

Zitat von Fahrwax:
" Horizontale (gleichberechtigte) Organisierung auf zwischenmenschlicher (humanistischer) Ebene halte ich für einen Ausweg aus dem globalen Dilemma - damit der gegenwärtige Krieg von "oben" gegen "unten" auf seine Opfer verzichten muss. "

- Langfristig eine gute Idee. Wie stellst du dir die praktische Umsetzung unter den aktuellen Bedingen, z. B. in städischen Ballungsgebieten Deutschlands vor, nach dem Zusammenbruch der Infrastrukturreste?
Letztgenannte sind ja, sollte ich dich nicht komplett falsch verstanden haben, auch jetzt schon verzichtbar.

I

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Spaltpilz bleibt Spaltpilz

und

die Sozen sind Spaltpilze

 

1914 ging's um Kriegsanleihen,

heute geht's um Flüchtlinge

und

morgen um Lollis;

so what?

wenn du (ist "Du" okay? - In eher "linken" und linken Umfeldern fall ich darein zurück) mit dem Vergleich zwischen 1914 und der heutigen Globalistenpolitik meinst, daß es immer dieselben Profiteurs- und dieselben Opfergruppen gibt, stimme ich dir darin zu.
Spezialdemokraten sind für mich, als allzeit bereite Globalisten-Apologeten, eh schon lange kein (relevantes) Thema mehr (siehe u. a. Steinmeier und Maidan).

Bild des Benutzers Heinz

Ich bin eher ein kritischer Realist und im Freitag hatte ich einmal dargelegt, daß das deutsche Sie heute höflich ist, früher von den Höfen kam und darum immer noch als Herrschaftsinstrument das Oben und Unten klarstellt – kürzer: Du ist ok.

Der Spartakus war für alle Sozen eine Katastrophe, aber notwendig, um denen zu zeigen, was ein Rückgrat ist; die Kriegsanleihen waren jedenfalls die absolut größte Katastrophe, die alle anderen Katastrophen nach sich zog.

Heute sind das die sozialistischen Sesselpupser, die ihre Besitzstände in Parlamenten und Gewerkschaften hüten, z.B. in den Sozialparlamenten, die ein eigentümliches Schattendasein in den öffentlich rechtlichen Institutionen der Sozialversicherungen führen. Würden die Gewerkschaften ihrer Rolle als gesellschaftliche Kraft gerecht werden und zukunftsorientiert denken und handeln, hätten wir schon längst ein Grundeinkommen und keine wirtschaftsliberalen Verbrechen mehr.

...Der das Thema "Linke" zumindest auch streift (weshalb ich ihn hier verlinke) und Argumente von linker Seite zusammenfasst:

https://internationale-friedenspolitik.org/aktuelles/migranten-als-rammb...

Würde mich freuen, wenn sich auch Migrationsbefürworter dazu überwinden könnten, ihn zu lesen.

nette thesen, die mir bekannt sind. nehme ich gerne zur kenntnis. im gegenzug bekommst du von mir ebenfalls einen nachdenkenswerten artikel, der einen perspektivenwechsel auf das komplexe feld migration möglich macht. «Die Erweiterung des Terrains. Migrationspolitik als Transformationsprojekt. Eine Baustellenbesichtigung»

dazu mein lieblingsautor für interkulturelle bildung, der charmante paul mecheril:

"Eine paradoxe Wut auf das Leiden Anderer

Das Bedrohungsgefühl könnte durch die Infragestellung der Privilegienverhältnisse thematisiert werden. Aber die derzeit zu erlebende Reaktion ist das Gegenteil, ist diese allgegenwärtige Gewalt und die paradoxe Wut auf die Leiden Anderer. Wir, die wir geopolitisch privilegiert sind, verzeihen den Flüchtlingen, dem «Abfall der Weltordnung», wie der Soziologe Zygmunt Bauman es formuliert hat, - eine Ordnung, die nicht unwesentlich von westlichen Akteuren und Instanzen errichtet wurde und von der der Westen unermesslich profitiert -, wir verzeihen den Flüchtlingen nicht, dass sie leiden und uns mit ihrem Leid in den gut eingerichteten Vierteln unseres Wohlstands im wahrsten Sinne zu Leibe rücken. Deshalb müssen sie dämonisiert, herabgewürdigt und letztlich entmenschlicht werden."https://www.rosalux.de/publikation/id/14837/warum-migration-provoziert/

 

..sagt man Norddeutschland. Und ich freue mich, daß du (Sie) ihn gelesen hast (haben) :-)

Die Autorin ist, wie aus einem Nachruf auf der verlinkten Seite zu entnehmen ist, leider im Mai schon gestorben...Was sie mit Issam Zahreddine vereint: Die Besten sterben leider zuerst.

Den im Gegenzug verlinkten Text kannte ich schon (erwähnte ich bereits, daß ich überall nach Fundstücken suche, von ganz "links" bis ganz "rechts"?). Mein Fazit war, daß es sich dabei um einen weiteren Psychologisierungsversuch handelt, der in´s Leere läuft: Man muß kein Rassist sein, muß Migranten (oder andere Individuen oder Gruppen) nicht "hassen" oder auch "nur "verachten", um zu erkennen, daß "no nations, no borders" ein für ALLE Involvierten gefährlicher Irrweg ist.
Natürlich sind mir Angehörige näher als Nicht-Angehörige, Freunde wichtiger als Unbekannte, die Schicksale von Bewohnern dieses Dorfes interessieren mich mehr als die aus weiter entfernten, usw...Das schließt ein, daß mir Mitglieder derselben Gesellschaft, Kultur und Sprache, mit derselben Staatsbürgerschaft mehr am Herzen liegen als die anderer. - Ist das "rechts"? Eigentlich ist es menschlich, natürlich sowie - für die Bewohner aller anderen Staaten und Mitglieder aller anderen Gesellschaften und Kulturen als Deutschland - eine Selbstverständlichkeit.

Die eigenen Interessen und die der eigenen Kinder/Nachkommen geringer zu achten als die von Fremden ist nicht mal christlich: Es heißt in der Bibel "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" und nicht "Liebe alle anderen MEHR als dich selbst".
Auch im Rettungsdienst gibt es das Gebot der Eigensicherung: Nur wer sich selbst ausreichend absichert ist in der Lage, andere zu retten.
"No nations, no borders" im aktuellen Weltzustand (in 100 Jahren mag das anders aussehen, noch aber fehlt dazu jede Voraussetzung) bedeutet nicht nur Aufgabe der Eigensicherung sondern Selbstaufgabe. Und das ist gegen die Natur der Menschen. Und destruktiv. Darum wird es sich nicht durchsetzen

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"No nations, no borders" im aktuellen Weltzustand (in 100 Jahren mag das anders aussehen, noch aber fehlt dazu jede Voraussetzung) bedeutet nicht nur Aufgabe der Eigensicherung sondern Selbstaufgabe. Und das ist gegen die Natur der Menschen. Und destruktiv. Darum wird es sich nicht durchsetzen."

Ganz meine Meinung. Oder um Lichtmesz/Sommerfeld zu zitieren:

Die wenigsten Linken gründen heute ihr Weltbild in der Lektüre von Marx und Engels ... an die Stelle der linken Theoriebildung ist für die Masse der Linken die wesentlich einfachere Nomenklatur der politischen Korrektheit getreten ... Ökonomische Ungleichheiten werden immer mehr zugunsten einer Form von "Identitätspolitik" vernachlässigt, die immer neue "Opfergruppen" ... vor "Diskriminierung" zu schützen oder ihnen soziales, symbolisches und kulturelles Ansehen zu verschaffen versucht ... Der "Antirassismus" ersetzt den Klassenkampf, macht ihn gewissermaßen zu einer Rassenfrage, gleich einem seitenverkehrten Nationalsozialismus.

(Gibt es leider nur gedruckt, aber wie schrieb ein beliebter Konvertit auf Facebook: "Ich muss schnell noch nach Roda!")

...sind, nach dem, was ich von ihnen (vor allem bei sezession) schon lesen konnte, sehr kluge Köpfe.

Die Streifzüge durch´s Internet haben mich heute auch noch zu weiteren Texten von Hadmut Danisch geführt. In einem, der ebenfalls die Nazi-Besessenheit von "Linken" behandelt, hab ich z. B. diese Perle gefunden: "...fordert eine konkrete, knallharte Antwort von Euch selbst, notfalls mit Gewalt – eine Frage zu beantworten und sich die Antwort gut zu merken. Denn manch einer wird diese Antwort noch brauchen, um sie gegen sich zu verwenden."

http://www.danisch.de/blog/2017/10/30/ansichten-zur-meinungsfreiheit/

Zu solchen und weiteren Humorhaltigkeiten Blind Faith als Hintergrundmusik und der Abend lächelt :-)

Vielleicht ist Humorlosigkeit (regime-treues "Kabarett" ist ungefähr so lustig wie solches zu DDR-Zeiten) ein weiterer Grund (neben dem Mangel an Stringenz und Logik) für den Untergang der "Linken"?

das ist echt gut auf den punkt gebracht. und bitte bloß nicht vom irrweg abkommen, sonst seit ihr noch dieser meinung (warnung: politisch-moralisch korrektes von linksno): 

"Dieses skandalöse Jahr 2015 war, soviel steht fest, ein Jahr des Hinsehens, der Bilder von endlosen Prozessionszügen, in denen sich Tausende, Zehntausende unter großen Strapazen durch halb Europa schleppten. Durch ihr sichtbar gemachtes Leid, ihren Mut und ihr Selbstbewusstsein, dadurch, dass sie aus der Rolle von Opfern und Bittstellern heraustraten, konnten sie die Deutschen in ihrem reichen Land emotional wachrütteln. 2015 war ein kurzer Sommer der Empathie, in dem vieles von dem, was diese Welt zu zerreißen droht, sich gut lesbar vor aller Augen ausbreitete. Die desaströsen Folgen von imperialen Strategien, mit denen der Westen seine Interessen in Afghanistan, Irak oder Syrien durchzusetzen versucht. Das Leid, das unser Lebensstil, die rücksichtslosen Praktiken global agierender Konzerne und unfaire Handelsbeziehungen in anderen Teilen der Welt verursachen. Sind es diese Erkenntnisse, die Angst machen? Das "Nie wieder 2015" steht für die Rückkehr zu einer "Normalität", in der die Wahrnehmung "unserer" Interessen, oder dessen, was wir dafür halten, wieder unangefochten im Vordergrund steht. Der Focus verschiebt sich von den Problemen der Flüchtenden zu den Flüchtlingen als Problem.

Und so kreisen die politischen Debatten nun um unsere Sicherheit, unsere Kontrolle, unseren Grenzschutz, unsere Abschiebungsregeln, um unsere Auswahlkriterien für Einwanderer in unseren Arbeitsmarkt." https://www.heise.de/tp/features/Europa-die-Fluechtlinge-und-der-Zynismus-des-Untergangs-3875619.html

...erleben die Menschen im Yemen, den Sub-Sahara- und anderen Gebieten, wo niemand PR-Fotos macht...
Auch in den Wüsten, in denen auf dem verlockenden Irrweg in´s Land "wo Milch und Honig fließen" viel mehr umkommen als im Mittelmeer. Angelockt u. a. von einer Anwerbekampagne, die Frau Merkel noch NACH Ausbruch der "Willkommenskultur" bei einem Afrikabesuch wirkungsvoll in Gang gesetzt hat.

Schon der Begriff "Willkommenskultur" wurde von einer Agentur entwickelt, die ganze Ungarn-Geschichte war eine professionell durchgeführte PR-Aktion. Im Gegensatz zu vielen anderen wollte ich wissen, wie die teils extrem irrealen Fotos (z. B. das eines kleinen Jungen mit einer frischen Schnittrose in der Hand auf den Schultern eines Mannes vor einer Grenze im pannonischen Steppen-Nirgendwo) entstanden sind.
Zu diesem Zweck habe ich alle damals verfügbaren Videos (die meisten wurden inzwischen genauso gelöscht bei YT wie die umfangreichen Dokumentationen über den "friedlichen" Maidan) angeguckt. Das schockierende Fazit: Viele waren geplant und gestellt. Ein Beispiel: Großaufnahme eines jungen Mädchengesichts mit von Tränengas tränenden Augen und schmerzvollem Blick, das in ALLEN großen Zeitungen zu sehen war. Entstehungsgeschichte: Ein Team von Fotografen und "Helfern".
Die Fotografen stehen wartend in verschiedenen Positionen in der Nähe des Grenzzauns. Die "Helfer" reden auf zwei junge Mädchen ein, diese zögern und weigern sich, näher an den Zaun zu gehen (über den ungarische Grenzer nach extremen Provokationen - die hier auch nirgends gezeigt wurden - Tränengas gegen die anwenden, die zum Zaun vorrücken). Schließlich zerrt eine blonde, junge Frau die Mädchen energisch Richtung Zaun und schubst sie dagegen. Tränengas, Fotos, fertig ist das rührende und empörende Foto...Und das ist nur EIN Beispiel...

Weitere Video-Beispiele: Kolonnen gut (neu und modisch) gekleideter, gut genährter, sehr ausgeruht wirkender, junger Männer mit gestylten, teils gegelten Haaren, makellos reine Klamotten, kein Staub, keine Flecken an Hosen oder T-Shirts, OHNE Gepäck..."Auf der Flucht"....
Sorry, ich war auf Wanderritten, längeren Wanderungen, Radtouren, als Mitfahrtourist mit wenig Geld unterwegs und war dabei NIE so sauber, ausgeruht und frisch. Schon nach wenigen Stunden (erst recht bei Hitze) waren meine Haare verstruppelt, die Klamotten dreckig und die jeweilige Anstrengung spürbar. Und IMMER hatte ich Gepäck dabei, zumindest einen kleineren Rucksack, nie war es möglich, so beid- freihändig daher zu schlendern...
Und da will mir wer weismachen, nach wochenlangem Unterwegssein unter schwierigsten Bedingungen könnte man noch SO aussehen? - Halten die mich für blöd?

Dann eine Frage: Woher haben Leute, die an einer Grenze oder an einem Bahnhof versammelt sind, so viele identische, sauber aufgezogene (und/oder laminierte), sauber kopierte, farbige Poster mit englischen, teilweise sogar deutschen Aufschriften? - Sowas ist weder spontan herstell-/reproduzierbar, noch mal eben "im Kopierladen um die Ecke" (in der Puszta?) zu schaffen. Das ist professionell geplant und organisiert.

Dann die Vorgehensweise gegen die Grenzer: Brutale, organisierte Gewalt. Erst DANACH wurde teilweise mit Tränengas reagiert: Nachdem dicke Betonbrocken auf die Grenzer geworfen, Eisenstangen rausgerissen und damit Grenztore aufgebrochen und Grenzer schwer verletzt worden waren...

Der Platz reicht nicht, alles wiederzugeben, aber ich habe an der damals besten FH für Design studiert und erkenne professionelle PR-Strategien, wenn ich sie sehe.

- Der Yemen, wo der Völkermord (auch mit Hilfe der deutschen Regierung) weiter und weiter geht...Interessiert hierzulande keinen der noblen "Social Justice Warrior". Darüber wird auch so gut wie nicht berichtet, denn es sind ja die "Guten", die da morden...

Bild des Benutzers ebertus

wird es schon gegeben haben.

Da ich primär ein Textmensch bin (und nicht mal ein TV-Gerät besitze), so könnte es sein, dass mich der optische Overkill (vielleicht) auch nicht über Gebühr beeinflussen wird. Der "Mohr" hatt seine Schuldigkeit getan, ob zur Brutkastenlüge, zu Powells UN-Lüge oder eben den Bildern beispielsweise von Budapest im Sommer 2015

Hierzulande kam mit Sicherheit ein wenig Wende-Nostalgie auf, sprich Prager Botschaft 1989

Schon kurze Zeit später versanken die Menschen im Schlamm von Idomeni und kein führender Politiker wollte Budapest wiederholen. Der fast 80-jährige Norbert Blüm, der nichts mehr reissen muß und über den man ansonsten sehr geteilter Meinung sein kann, er verbrachte aus Solidarität auch eine Nacht dort im Zelt und ich selbst habe über Anja (Alphabetta) zu der Aktion "Zelte für Idomeni" gespendet.

Erstaunlich, dass heute über die real bereits existierenden Internierungslager auf dem Boden der EU, insbesondere auf den griechischen Inseln kaum mehr berichtet wird; auch nicht, wie der Deal mit Erdogan in Sachen Rückführung nun konkret abläuft. Oder über die Situation in den Lagern, die via diesem Deal mit EU-Geld in der Türkei betrieben werden (sollen).

Da dürfte eine Menge politisch-großmedialer Manipulation unterwegs sein ...

Bild des Benutzers fahrwax

.....gehören seit Ewigkeiten zum (ge) werblichen Repertoire der Verblöder.

Hervorheben, weglassen, konstruieren - Heerscharen von Werbeagenturen verschachern dir alles, von der Zahnbürste bis zum "gerechten" Krieg. Fact is a gas.......

Die Zuordnung und Erzeugung von Bildern findet zwischen den Ohren statt, da kannste mit kleinsten (Drogen) Mengen die dollsten Filme produzieren - "Realität" ist allein eine vorübergehende, gruppenbezogene Übereinstimmung äußerer Eindrücke.

Ähem: allein die Erstellung humanistischer "Filme" - mit gleichberechtigen & gleichgestellten - scheint mit Sinn zu machen......

Diese ewigen 'homo homini lupus est' Horrorshows sind öde, gehen mir auf den Senkel.

Auch die dümmste Gemeinde braucht ihre Feinde?

Bild des Benutzers ebertus

verlinkten Heise-Text von Gabriela Simon habe ich mit Interesse gelesen.

Er bestätigt das, was Ernst Wolff zum globalen Agieren der Eliten nebst ihrer politischen Handlanger beschreibt, dort insbesondere auf den Seiten zwei und drei auch zu Afrika. Die Finanzkonzerne teilen sich den Kontinent auf und sorgen unter Mithilfe der EU und insbesondere der ökonomischen Führungsmacht Deutschland für immer mehr Entwurzelte, immer mehr verbrannte Erde; nicht nur im Wortsinne.

Eigentlich eine paradoxe Situation ...

Oder muß man Verschwörungtheoretiker sein, um einen Plan dahinter zu erkennen?

Bild des Benutzers fahrwax

Hat das “facebook-Gesetz”
des Heiko Maas zugeschlagen?
 

Das „facebook-Gesetz ist das vom noch Justizminister Heiko Maas durchgebrachte  Netzwerkdurchsetzungsgesetz, mit dem er facebook und Co -wo die es nicht schon von alleine machen, dazu zwingt, alle von ihnen als „fake-news“ und Hass-mails interpretierten Nachrichten zu blockieren, zu zensieren."

http://www.barth-engelbart.de/?p=200107

Auch andere "linke" Seiten berichten vom erstaunlichen Absinken ihrer Zugriffszahlen - welcher Schelm denkt da an nichts Böses?

Bild des Benutzers ebertus

wenngleich es zuviel der Ehre für Heiko Maas wäre.

US-Konzerne wie Fakebook, Twitter und Google (nebst Youtube), sowie Apple, Microsoft et al. werden bereits in den USA auf Linie gebracht, wohl mehr oder weniger freiwillig sogar.

Ich finde, diese Entwicklung mag zwar kurzfristig im Sinne der Nomenklatura eingeschränkt erfolgreich sein, bietet sie jedoch gleichzeitig Anlaß, sehr ernsthaft über Alternativen nicht nur nachzudenken, diese Dinge nun zunehmend auch offensiv umzusetzen.

Eine einfache, einheitliche, gar zentrale Lösung sollte es nicht geben, darf es nicht einmal geben, weil ja genau das domestizierbar, korrumpierbar macht. Ansonsten, leicht off topic, mal etwas Fantasy; weil nichts so ist, wie es scheint ...

The Illusionist, ein aus meiner Sicht faszinierender Film; Grund ihn mal wieder anzuschauen.

über mangelnde erfolge linker parteien bzw. der linkspartei: http://www.nachdenkseiten.de/?p=40892

 

Bild des Benutzers ebertus

trennt genau diese Frage: ob der Kapitalismus reformierbar sei.

Und die Linke selbst, insbesondere die institutionelle Linke braucht ja den, genau diesen Kapitalismus als Daseinsberechtigung. Insofern wird auch das Konzept eines BGE nur sehr begrenzt -wenn überhaupt- unterstützt; dürfte unter Zustimmung, gar Beteiligung der Linken bestenfalls ein sog. Elends-BGE herauskommen.

Natürlich, die Mehrzahl der menschen würde sich wohl wünschen, dass der Kapitalismus, dass der damit einhergehende Imperialismus und Neokolonialismus reformierbar, einhegbar sei.

Nur was spricht dafür? Die Entwicklung seit dem "Ende der Geschichte", seit dem Jahr1990 und verstärkt seit der Jahrtausendwende zeigt ja genau das Gegenteil, haben sich spätestens seit 2008 auch die westlichen Staaten und spätestens seit 2014 auch die großen Medien offen zu bedingungslosen Unterstützern eben dieses Systems bekannt; eines der Menschenverachtung, von Krieg und Zerstörung, von Besitz und Herrschaft in sehr partikularem Interesse.

Bild des Benutzers ebertus

So kann man Wagenknecht auch kritisieren; von "altlinks", das System infrage stellend.

Susan Bonath tut genau das; und findet meine Zustimmung. Nicht die dreihundertvierundsiebzigste Auflage eines diffusen Erkennens neurechter Positionen, wie von taz und ND gern raunend, primär personifizierend verbreitet.

Stattdessen macht Bonath deutlich, dass Ludwig Erhard und dessen rheinischer Kapitalismus (den wohl auch Heiner Flassbeck gern zähmen möchte) schlußendlich und zwangsläufig Krieg, Leid und Elend bedeuten;

damit alles wieder von vorne losgehen kann, wenn wir Glück haben, mit einem neuen »Wirtschaftswunder«?

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...Produktionsmittel meint Frau Bonath denn?  

Gesundheits- und Bildungssystem, Bodenschätze, lebenswichtige Infrastruktur, Wasser und das, was noch an staatlichen oder kommunalen Grund- und Immobilienbesitz da ist...Da gibt`s wohl nicht viele, die das gerne (wieder) in öffentlicher Hand sehen würden. 

Produktionsmittel in Form von kleinen und mittelständischen Handwerks-, Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben, dafür wird es m. E. nie (wieder) eine Mehrheit geben. Hat sich nicht bewährt wo´s probiert wurde, schränkt m. E. die Kreativität ein und (zer-) stört die Wirkmächtigkeit, die ein breiter Mittelstand grade hinsichtlich des Ausbaus von Arbeitsplätzen erzielen kann.

Bild des Benutzers Raphaela

...sind hier vor allem die Kommentare:

http://taz.de/Kommentar-Wagenknecht-und-Lafontaine/!5462152/

Sieht aus, als ob die Realität jetzt auch bei einem großen Teil der taz-Leser angekommen wäre (bei den Artikel-Schreibern dauert´s noch ein bißchen länger ;-))

Bild des Benutzers ebertus

Aktualisiert zumindest das, was schon mal im Ahlener Programm der CDU stand.

Sprich: Banken, Großindustrie, Grundstoffindustrie, heute auch die großen IT-Unternehmungen etc.

- - - - -

Ansonsten ja, genau dieser taz-Artikel ist das, was heute die Aufgabe der trojanischen Pferde im Sinne von Herrschaftssicherung darstellt.

Weder Wagenknecht noch Lafontaine, auch nicht die AfD sind (absehbar) im Bund oder in den Ländern in der Exekutive. Aufgabe der Medien, so wie ich sie während meiner Sozialisation kennengelernt habe, ist es, den Regierenden Druck zu machen; bestenfalls auch die Positionen der Opposition als Kontrast und Alternative einzubringen.

Das war einmal ... haben die Regierenden und was ihr innen- wie außenpolitisches Agieren betrifft heute weitgehend Schonzeit, wird sich großmedial stattdessen an Popanzen abgearbeitet, ist dieser Kampf in den pontemkinschen Dörfern (selbst)erklärtermaßen die Hauptaufgabe der kommenden SPD/Linke-Opposition im neuen Bundestag.

Bild des Benutzers Heinz

«Soso, Geflüchtete sind Schuld an mangelnder sozialer Gerechtigkeit in Deutschland. »

Oskar Lafontaine hat gesagt:

"Der Schlüssel für diese mangelnde Unterstützung durch diejenigen, die sich am unteren Ende der Einkommensskala befinden, ist die verfehlte »Flüchtlingspolitik«. Dieser Vorwurf trifft nicht nur die LINKE, sondern alle bisher im Bundestag vertretenen Parteien, weil bei ihren Antworten auf die weltweite Flüchtlingsproblematik das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit außer Kraft gesetzt wurde." (Linke verliert bei Erwerbslosen)

Ich lese das so, daß die Flüchtlingspolitik aller Parteien verfehlt ist und darum die unteren Einkommen mit Minijob und Hartz4 sich ungerecht behandelt fühlen. Daraus eine «Schuld» der Flüchtlinge zu konstruieren, ist schon recht abenteuerlich. 2015 hatte Mamma Dilemma zwar mal kurz die Flüchtlinge rein gelassen, die waren ja sowieso schon da; dann aber hat sie alles abgeschottet.

Ich sehe das vor der Entwicklung einer Jahrzehnte langen Verfehlung, deren Ernte wir heute «einfahren.»

Bild des Benutzers Raphaela

...haben Flüchtlinge keine Schuld - und Migranten auch nicht: Die *weapon of mass migration* (Suchbegriff) einzusetzen, war nicht die Entscheidung der (relativ wenigen, tatsächlichen) Flüchtlinge und (der vielen Wirtschafts-) Migranten sondern die internationaler Globalisten.

Man könnte einem Großteil der (zusammengefasst) Migranten höchstens eine gewisse Naivität vorwerfen, die Versprechungen von Frau Merkel (die Anwerbung lief schon lange vor 2015), der Soros-Stiftungen und der Schlepper nicht hinterfragt zu haben. - Aber wer möchte schon einem "Gaul in´s Maul" schauen, der einem paradiesische Zustände im Land, wo Milch und Honig fließen, verspricht? 

Was mich betrifft, betrachte ich den Großteil der hiesigen Migranten - abzüglich Terroristen, Gefährder, Schläfer und gewaltaffine Glücksritter - ebenso als Opfer einer bewußt geplanten, zynischen "Politik" * wie uns "schon länger hier Lebende". Und ich weiß, daß ich damit nicht alleine bin, weder bei echten (nicht antideutschen und Pseudo-) Linken noch bei Neuen Rechten. 

Die mit falschen Versprechungen angelockten, armen Schweine (abzüglich der oben Aufgeführten) werden als Bauern auf einem Schachfeld aufgestellt, mit uns auf der Gegenseite. Sie und wir sollen als Gladiatoren gegeneinander antreten, zum Nutzen (welchem auch immer) derjenigen, die dieses große, böse, blutige "Spiel" schon lange vorbereitet haben.

* "Politik" in Anführungszeichen, weil das Vorgehen mit "res polis", der Sache der Allgemeinheit ("Stadt") nur soviel zu tun hat, als es Allgemeinheit zerstören will. In Syrien, im Irak und in Europa.

Bild des Benutzers Heinz

->

Noch im letzten Jahrtausend hatte ich deutsstämmige Russen und Polen als Spätaussiedler getroffen, die schon wieder auf dem Rückweg waren.

Bild des Benutzers ebertus

ob diese sogenannte "Migrationswaffe" wirklich ein Masterplan ist.

Im Gegenteil, halte das für eher unwahrscheinlich. Weitsichtige Menschen wie beispielsweise Immanuel Wallerstein haben bereits in den 80ern erkannt, dass die anhaltende neokoloniale Ausbeutung zu diesen Zuständen führen muß, die wir heute in vielen Ländern des Nahen- und Mittleren Ostens, in weiten Teilen Afrikas haben.

Die anhaltenden militärischen Interventionen und Rohstoffkriege insbesondere durch die USA haben diese Entwicklung seit der Jahrtausendwende und genau in diesen Ländern dann massiv verstärkt.

Nicht zu vergessen. Der sog. Klimawandel mag ebenfalls Einfluß auf die Fluchttendenzen haben; scheint mir gegenüber dem Vorgenannten jedoch eher begrenzt.

Bild des Benutzers ebertus

aus Lafontaines Worten zu extrahieren ist kaum zielführend.

Sie, die Flüchtlinge oder Migranten sind in der weit überwiegenden Zahl ebenfalls Opfer dieser Verfehlungen der letzten Jahrzehnte, Wobei "Verfehlungen" beinahe noch ein Euphemismus ist, in Anbetracht der neoliberalen Kahlschlagpolitik nach innen und der neoimperialen Kriegsführung nach außen.

Ich halte auch nichts von der (künstlichen) Unterscheidung zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und denen aus sog. politischen Gründen. Ob wir diesen Menschen in ihren Ländern die Lebensgrundlage wegbomben, oder sie neokolonial ausbeuten ist lediglich ein sehr gradueller Unterschied.

Bild des Benutzers Raphaela

Gambia - Wo wurde da was weggebombt, und dann noch vom Westen? Eine Freundin von uns lebt dort, kennt das Land schon viele Jahre und erzählt uns immer wieder folgendes: Es ist ein fruchtbares Land, es gibt Bäume mit Früchten zur freien Verfügung. Die Leute essen/verarbeiten diese Früchte nicht (mehr), kaufen lieber in Plastik verpacktes, importiertes Zeug aus Supermärkten.

Es gibt am Meer frischgefangenen Fisch. Den kaufen aber nur die Touristen, den Einheimischen gilt er nichts, weil nicht importiert: Alles Einheimische finden sie minderwertig. Statt einheimischen Fisch essen sie lieber teure, importierte Schalentiere.

Es gibt/gab dort viel Handwerk, z. B. mittelständische Manufakturen, die Möbel aus einheimischen Holzfasern flechten. Keiner der jungen Leute will dieses Handwerk mehr lernen, es gibt kaum noch Kunden für diese haltbaren und wunderschönen Möbelstücke. Stattdessen legt die (Groß-) Familie zusammen, um Plastik-Billigschrott aus Europa zu bestellen.

Der Boden ist größtenteils fruchtbar. Kaum jemand will noch was anbauen. Die jungen Leute (vor allem Männer) warten auf eine Gelegenheit, nach Europa zu emigrieren, weil das "cooler" ist, als sich im eigenen Land was aufzubauen. Wer´s geschafft hat, holt den Rest der Familie (Männer haben oft mehrere Frauen) nach. Immer mehr Familien leben von Western Union-Überweisungen aus Europa, während das Land langsam zerfällt, weil in manchen Dörfern schon jetzt nur noch Alte sind.

Ähnliches hab ich von Leuten, die sich auskennen, auch von anderen afrikanischen Ländern gehört.

Es handelt sich um Kulturimperialismus in Verbindung mit schon vorhandenem Statusdenken, nicht um "Zerbombung" oder "Ausbeutung": Die Köpfe der Leute wurden damit verseucht.

Bild des Benutzers Raphaela

genauso Kulturen zerstört wie hier: Unsere Freundin sagt, früher hätten die Leute aus den Dörfern sich abends auf dem Dorfplatz getroffen und getratscht, gesungen, diskutiert. Jetzt drängeln sich alle bei der Familie mit dem größten (Flachbild-) Fernseher (meist solche mit mehreren Söhnen, die Western-Union-Transfers machen) . Geredet wird nicht mehr sondern still gemeinsam geglotzt. 

Wer nicht mit rein passt oder weniger Status hat sitzt zuhause vor einem kleineren, alten Fernseher. Die jungen Leute glotzen nebenbei auf ihre  Smartphone-Dinger (nicht immer die neuesten Modelle aber Internet geht)...Die Kommunikation geht als erstes kaputt, das einheimische Handwerk und bäuerliche Lebensweisen folgen...Es geht nur noch um Status und der bemisst sich an westlichen Werbespots für Luxuswaren, die sich auch hier immer weniger Menschen leisten können. - DAS ist die Motivation zur Ausreise, nicht Hunger oder Kolonialfolgen...Das Elend ist die Verseuchung der Köpfe mit krassestem Materialismus.

Aber hey: Hier gibt´s ja noch ein bißchen Platz, lasst uns also noch ganz Gambia aufnehmen! Wir Europäer sind ja "schuld" daran, daß es denen so "schlecht" geht...

Bild des Benutzers Heinz

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Thema Infrastruktur

Das Verhalten der Gambier hat Ursachen, die ich in der fehlenden Infrastruktur und in der verfehlten Kolonialverwaltung und späteren sogenannten Entwicklungshilfe sehe.

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PS: Die Männer haben nicht mehrere Frauen, sondern mehrere Frauen halten sich einen Mann – hab ich mal mit Koli geklärt :-) der stammt aus Gambia.

Bild des Benutzers Raphaela

...die lange mit einem Gambier verheiratet war und jetzt bei (einem Teil) seiner Familie lebt, benennt die Ursachen der dortigen Situation anders...Da ich die aktuelle Duldung des "Alleine unter Linken" schreiben zu dürfen, nicht überstrapazieren möchte, verzichte auf die Wiedergabe der Einschätzungen besagter Freundin :-X :-X :-X

Sie lebt dort nicht ganz freiwilig übrigens, sondern weil sie in langwierigen Gerichtsverfahren (als Frau in Gambia EXTREM erschwert) versucht, wenigstens einen Teil ihrer Ersparnisse und Altersversorgung, die sie ihrem (vor einigen Jahren verstorbenen) Ehemann zwecks Investition in seinem Heimatland anvertraut hatte (wofür sie sich noch heute verflucht) zurück zu bekommen, um nicht ihren Lebensabend unter einer deutschen Brücke verbringen zu müssen (dort bleiben will sie auf keinen Fall).

Auf jeden Fall spielen auch Dinge eine Rolle, die keiner Kolonialverwaltung vorgehalten werden können, wie z. B. Islam, eine extreme Macho-Kultur, eine besondere Präferenz für Statussymbole, ausgeprägte Intriganz und Aberglaube sowie das Nichtvorhandensein europäischer "Sekundärtugenden"...Letzteres bezieht sie nach langjährigen Erfahrungen mit der afrikanischen Community in Deutschland, teilweise auch auf andere, afrikanische Länder. Nicht wenige Ex- oder Exil-Afrikaner in D stimmen ihr da zu.

Aber klar: Das sind alles "Kinder", die noch zig Generationen lang"Hilfe" brauchen, weil sie zu unreif für irgendeine Art von Eigenverantwortung für das Prosperieren ihrer Gesellschaften sind...Die Ideologie der neoliberalen Gutmenschen unterscheidet sich diesbezüglich m. E. nur graduell von der früherer Missionare. So dreht sich das Perpetuum mobile immer weiter...

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Koli ist mit einer Deutschen verheiratet, dem waren die vielen Frauen zu stressig.

Wenn du erwachsene Menschen wie Kinder behandelst, benehmen die sich wie Kinder. Behandelst du die wie Idioten, machen die auch den Idioten. Behandelst du die normal, sind die sogar normal – was immer das sein mag.

Afrika könnte heute weiter entwickelt sein, als es ist. Die Ausbeutung als «entwickeltes» Wirtschaftsmodell verhindert ja auch hier die Entwicklung. Indien ist vergleichbar; dort verhindert das Kastenwesen eine weitere Entwicklung.

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es wäre so; die Jungs und Mädels dort selber schuld

Dann ist doch die dahingehende Politik der aktuellen (und der wohl folgenden) Bundesregierung als Führungsmacht der EU genau richtig ...!?

Mehr als die bereits realisierten, bis zu sechs Meter hohen Natodrahtverhaue rund um das Mittelmeer und hoch bis in den Balkan geht kaum. Mehr als jedwede Deals mit Despoten und Warlords all over the place geht ebenfalls nicht. Und allfällige Abschiebungen in die blühenden Landschaften von Afghanistan sind beinahe staatsräsonale Pflicht.

Wobei die Jungs und Mädels in Afghanistan -anders als die in Gambia- sogar noch proaktive Hilfe erfahren haben; in Sachen Brunnen bohren und Mädchenschulen bauen; wurde bei denen am Hindukusch schließlich auch unsere Freiheit verteidigt.

Was will die AfD da noch mehr?

Alle bereits auf gutem Weg ...

Außer vielleicht einer etwas nationalistischen Folklore?

Klar meer geht immer, muss jedoch auch bezahlt werden. Beispielsweise die von einigen noblen Politgranden gern ventilierten Internierungslager gleich in Afrika. Braucht Partner dort; und die wollen Kohle sehen ...

Oder wir erklären Gambia & Co. zum neuen Afghanistan?

Ok, ich halte das alles für zutiefst inhuman, aber soweit nicht direkt betroffen und eh nichts machen könnend nehme ich das hin; die doch eigentlich positiven Verhältnisse eben dort.

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Wenn du einen Blick über Regierungspolitik verpflichtete Medien hinaus riskierst, siehst du, daß der behauptete Zuzugsstopp einem intensiveren Blick nicht standhält: Es kommen immer noch monatlich zwischen 10 und 15 000 Migranten hinzu. Die Schleuserei von/vor Libyen hat jetzt wieder die Bundesmarine übernommen, das Schwarze Meer und Rumänien sind die aktuelle Version der Balkanroute und nach Spanien kommen auch (wieder) mehr Migranten als in den Jahren zuvor.

Zum Thema "inhuman" empfehle ich u. a., regelmäßig bei Politikversagen.net rein zu schauen. Die Opfer der - andernorts gerne verschwiegenen "Einzel- (oder auch: Gruppen-) fälle" haben hierzulande KEINE Lobby, im Gegenteil.

Aber klar, es ist "inhuman", nur wirklich Verfolgte (für die das Aslrecht mal gedacht war) aufzunehmen und nicht komplett alle Weltbewohner, deren Standards noch etwas zu wünschen übrig lassen. - WER soll denn in deren Ländern irgendwas aufbauen und Standards etablieren, wenn alle fitteren, jüngeren Menschen weg sind?

Endlich keine Waffen mehr an feudale Terrorunterstützer verkaufen (der an SA geht weiter). Unfaire Handelsverträge gehen ebenfalls GAR nicht, Militär- und euphemistisch verkleidete, andere "Einsätze" auch nicht. Jeder sollte zudem sein Konsumverhalten kritisch hinterfragen und ggf. ändern. - Na klar!

Das reicht aber nicht. Um den Massenzuzug zu verhindern braucht es andere Signale: Abschiebungen tatsächlich durchführen (wenn das gewollt wäre ginge es auch). Wirkliche Grenzkontrollen (und ja: Auch Grenzbefestigungen) einrichten. Sammelunterkünfte, Gemeinschaftsverpflegung und nur ein geringes Taschengeld für nicht Anerkannte . Lager für noch nicht überprüfte Neuankömmlinge (bei DDR-Flüchtlingen ging das ja auch). Und das massiv nach außen kommunizieren würde viele Leben retten, weil wesenlich weniger in der Wüste verrecken (wovon hier niemnand was mitbekommt) und auch die Seewege weniger frequentiert würden.

Dazu: Massive Entschädigung/Reparationen für den Wiederaufbau Syriens und Rückkehrerbeihilfen für die Ausreise zahlen. 

Hauptursäche der ganzen Misere sind die explodierenden Bevölkerungszahlen der meisten Herkunftsländer. Jede Art von staatlicher Unterstützung/"Entwicklungshilfe" sollte also an deren Bemühungen bezüglich Geburtenkontrolle angelehnt sein. Derzeit bemüht sich m. W. nur Ägypten, von Regierungsseite diesbezüglich tätig zu werden.

"Entwicklungshilfe" in Anführungszeichen, weil darunter bisher überwiegend Vorteilsnahme zugunsten westlicher Konzerne subsummiert wird. Anderes ist "gut" gemeint", aber nicht wirklich gut...Es gibt immer mehr Stimmen in den betroffenen Ländern, die fordern, die Industriestaaten sollten sich einfach nur raushalten.

Wer mittelfristig (wieder) sozialen Frieden (statt ansonsten absehbare Bürgerkriege) möchte sowie funktionierende Bildungs- und Sozialsyseme muß sich klar machen, daß die Sorossche "no nations, no border"-Kampagne nicht unterstützenswert sondern (für alle unfreiwillig in dieses Experiment Involvierten) extrem destruktiv ist.

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Wer "no nations, no border" für eine Kampagne des Herrn Soros hält, beweist damit allein die herrschende Geschichtsverdrehtheit zu allen sozialen Kämpfen der letzten Jahrtausende.

"Sozialer Frieden" meint in diesem Konzept der Privilegien allein die Aufspaltung - Entrechtung - mittels Ausgrenzung und Überzeichnung der regionalen Zufälligkeiten der 'rassischen' Geburt.

Für verdautes Gedankengut mag ich derlei Exkremente - aus der Geschichte des Teilen & Herrschen - nicht halten.

Da war dieser Revolutionär - der vor 2000 Jahren davon sprach "was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan" - aber gedanklich bereits deutlich weiter.

Unschwesterliche Entschädigung/Reparationen mag ich nicht für Weisheit halten, liebe Raphaela - das ist pure Destruktion aus dem Palast der Einbildung.

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Gut, man kann befürworten, daß alle Strukturen aufgelöst werden. Dann sollte man aber auch so ehrlich sein, sich für die Folgen mitverantwortlich zu fühlen.

Was Herrn Soros betrifft, gibt es genug Belege für seinen Einfluß, grade auch bezüglich der massenhaften Migration, um ihn nicht ignorieren zu können. Aber natürlich ist er nicht der einzige, der sich da "philantropisch" "engagiert".

Was Reparationen an Syrien betrifft, wären die m. E. (plus öffentliche Entschuldigung der regime-change-Protagonisten) nur angemessen angesichts der deutschen Beteiligung am Krieg gegen Syrien (siehe u. a. "Freunde Syriens", SWP, Waffenverkäufe an Terrorunterstützer, Luftüberwachungsdaten an Terroristen via letztere, Ramstein). Da ich mir keine Illusionen mache, weiß ich leider, daß es sie genauso wenig geben wird wie eine Entschuldigung an die syrische Bevölkerung und Regierung. Auch hier geht es "weiter so".

Und zu den "geringsten Brüdern": Die sitzen im Yemen fest und werden, sofern noch nicht an Cholera krepiert oder verhungert, weiterhin von deutschen Verbündeten mit deutschen Waffen und mithilfe deutscher Logistik zu Tode gebombt. - Wer 3 bis 5000 Euronen für eine Flucht aufbringen kann hätte dieses Geld sinnvoll für eine Existenzgründung in/nahe der Heimatregion nutzen können.

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.....trägt der Verlierer grundsätzlich allein. Das ist in Gambia nicht anders als im Yemen und der BRD - solange die Privilegierten die Regeln so bestimmen, dass der Vorteil auf ihrer Seite ist.

Nach deiner "Logik" erschiene es maximal sinnvoll vorhandene (zusammengeklaute!) 3 - 5000 Euronen in eine gewinnbringende Existenzgründung zu stecken?

Auf dieser gedanklichen Ebene dürften dir der Waffenhandel und die Fluchthilfe die höchste Rendite versprechen......, wattn trauriger Scheiß!!!

Heimisches Flechtwerk und bodenständige Landwirtschaft sind in Gambia und Yemen längst brotlose Künste - hierzulande existiert das Lebensmittel erzeugende Gewerbe nicht von seinen Produkten, sondern längst von 'Sozialtransfer' genannten Subventionen - nicht zuletzt mit der Herkunft aus Gambia & Yemen........( wo die "Produktivmittel" aus deutscher Produktion, als 'unsichtbare Hand der Märkte')  den sofortigen Gewinn ermitteln.

Wie bereits erwähnt "den Letzten beißen die Hunde" - aber warum möchtest du der vorletzte bissige Köter sein, liebe Raphaela?

P.S.:

Meine "niedrigsten" Brüder & Schwestern werden in Gambia und im Yemen verrecken, solange sich die "Bescheidwisser" deiner Coleur nicht ihrer Überheblichkeit entledigen.....

 

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...aber deine verschlungenen "Zusammenhänge" sind nicht stringent...

Wo, bitte, hätte ich behauptet, daß 3 bis 5000 Euronen in Waffenhandel und/oder Schlepperei zu investieren, ein von mir präferiertes "Geschäftsmodell" wäre/n? In Gambia z. B. könnte man für diese Summe ein fruchtbares Stück Land plus Saatgut erwerben, das den Lebensunterhalt einer Großfamilie generieren kann! Oder (wer sowas möchte) eine größere Menge Plastik-Gartenstühle zwecks Weiterverkauf ordern, oder, oder, oder... In Gambia muß  - anders als im Yemen - niemand "verrecken". Jedenfalls nicht an Hunger und auch nicht durch westliche Ausbeutung. 

Da Deutsche ja, mit gerichtlicher Billigung, "Köterrasse" genannt werden dürfen, bin ich lieber ein "bissiger Köter", wenn ich dadurch ein bißchen zum Erhalt von Rechtsstaatlichkeit, Infrastruktur und der Überlebensfähigkeit auch meiner Kinder beitragen kann als einer, der sich freiwillig auf Bahngleise legt. Ausgesucht (im Sinne von "möchte sein") hätte ich mir das wohl kaum. Da zuviele andere sich von den Neoliberalen in den Selbstmord-Modus haben versetzen lassen, bleibt den Vernünftigeren unter uns aber nichts anderes übrig. Da schlägt das Verantwortungsbewußtsein für die nächste/n Generation/en den Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung um Längen...

Das Sternzeichen "Hund" ist in der chinesischen Astrologie übrigens mit "Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein" des "treuen und tapferen Wächters" assoziiert (und ein Hund, der seine Familie beschützt, muß tatsächlich im Ernstfall auch "bissig" sein) ;-)

 

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Solange der Tellerwäscher an seinen baldigen Aufstieg glaubt, ist die Aufteilereizwischen oben & unten das kleinste Probleme (aber nur für oben).

Deine "Ratschläge" für Investitionen in Gambia entbehren eine Kenntniss um den gegenwärtigen Entwicklungsstand der globalen Verwertung - aber sicherlich bevorzugt der luxussüchtige Gambier die importierten Schalentiere, wie der Hatzer in der BRD den Lidel-Champagner.

Wessen Lieder tremolierst du eigentlich?

Meine wirtschaftflüchtigen Vorfahren wurden, mit bis heute uneingelösten Versprechungen, von "fruchtbaren Stücken Land plus Saatgut" in die entmündigenden Abhängigkeiten von Kohlegruben gelockt - und verreckten daran.

Inzwischen fressen weite Teile Afrikas die wohlständigen Abfälle (nicht nur) der überproduzierenden EU, damit ihre "wohltätigen" Potentaten weiterhin alle alle vorhandenen Ressourcen an den ultimativen Adressen abliefern.

Sollte das "dein Wohlstand" sein den du nicht aufteilen möchtest, damit dein Teller lecker gefüllt bleibt?

Nach unten treten und sich zur Decke strecken macht nur einen feisten Arsch.....

Das Fettgewebe hält zwar die Angst im Zaun, hindert aber aber bei der Denkerei.......

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"Beleidigungen sind die Argumente der Argumentlosen" (so oder so ähnlich Jean-Jacques Rousseau zugeordnet)

Ein weiterer Schwachpunkt linker und "linker" "Argumentation" ist ihre mangelnde Differenzierungsfähigkeit: Wer nicht bereit ist, sein Land zu opfern, ist nicht nur ein "privilegierter" "Rassist", sondern auch ein inhumaner, futterneidischer, "feistarschiger" Gierschlund, der als "bissiger Köter" seinen "lecker gefüllten Teller" gegen die "Hungrigen der Welt" verteidigt sowie ein neoliberaler Ausbeuter, der den Globalisten beim Ressourcenklau hilft...

Es gibt nur die Guten TM ("no borders, no nations"!), die in Nachfolge Jesu die Massen der Welt speisen um genetisch ererbte Schuld abzubüßen und jeden Ansatz von Selbsterhaltungswillen als das Böse schlechthin betrachten.

Und auf der anderen die wie oben skizzierten ultra-bösen Sünder. 

Zahlen, Fakten, Wahrscheinlichkeiten, Empirie und erkennbare Realität könnten das Schwarz-Weiß-Bild stören, werden demzufolge als "strukturelle Gewalt" bezeichnet und in die böse, rechte Ecke verbannt.

Offensichtlich gehören inzwischen auch konkrete Fragen (ich hatte eine gestellt) zur "strukturellen Gewalt" und deshalb mit Mißachtung gestraft.

Ich stelle trotzdem eine weitere: Warum ist z. B. in Somalia oder Libyen noch nicht das linke, egalitäre, anarchistische Paradies ausgebrochen, nachdem dort "die Guten" TM alle bösen, staatlichen Srukturen zerstört hatten?

 

 

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...auf der persönlichen (sozusagen"feistärschigen" ;-)) Ebene angekommen sind: Wieviele "zu Schützende" haben denn in deiner ungeheizten Ein-Zimmer-Wohnung Obdach gefunden, um Wasser und Brot (letzteres natürlich aus ausschließlich einheimischen Produkten) mit dir zu teilen, Fahrwax?

Ich gehe natürlich davon aus, daß du Wasser, Brot und Miete für dein bescheidenes Heim über den freien Arbeitsmarkt/als Selbständiger finanzierst und nicht etwa (direkt oder indirekt) mithilfe von Steuergeldern "feistärschig-inhumaner" "Rassisten-Köter". Ein solches "Privileg" (staatlicher Alimentierung oder Broterwerb als staatlicher Angestellter) würde ein aufrechter Linker ja niemals akzeptieren....Oder? 

PS: Ich mag euch Linke trotzdem. Das hängt wohl mit dem "Kinderbesitz" zusammen ;-)

 

Bild des Benutzers fahrwax

(Meinste wiklich Rousseau steht dir?)

Leider liegt die Buchführung für "Schuld" immer fest in altbewährten, staatlich-religiösen Händen und den Fäusten ihrer obrigkeitsgäubigen Knechte.

Ich bin daran unfassbar uuuunschuldig - echt, weil mich ja auch nie jemand fragt.

(Fragen die nur mit legasthenischen Kreuzchen beantwortbar sind kannste voll vergessen)

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...verdient besondere Betrachtung:

" Die Verantwortung für die herrschende Struktur.....trägt der Verlierer grundsätzlich allein. Das ist in Gambia nicht anders als im Yemen und der BRD - solange die Privilegierten die Regeln so bestimmen, dass der Vorteil auf ihrer Seite ist."

- und dazu noch den Zynismus-Pokal des Monats.

Verstehe ich das richtig: Die "privilegierten", prekär lebenden, deutschen Bürger "bestimmen die Regeln" , tragen die "Verantwortung für die herrschende Struktur", haben "den Vorteil auf Ihrer Seite" und sind/werden daher zurecht die Verlierer sein?

Daß die Neoliberalen, die die Staatszerstörung zu ihrem Vorteil betreiben, nicht die Verlierer der daraus entstehenden Situation sein werden, müßte dir ja klar sein: Frau Merkel z. B. besitzt schon eine Hacienda in Uruguay (oder Paraguay? Jedenfalls im schön weit entfernten Süd- oder Mittelamerika).

Traust du dich, den in Mülleimern nach Flaschen suchenden Rentnern, den prekären Alleinerziehenden und ihren hungrigen Kindern, den Obdachlosen und drei McJobs hinterher jagenden "Arbeitnehmern" tatsächlich so eine Sch... schwer erläuterbare Aussage um die Ohren zu hauen? Und wenn ja, findest du diese "Privilegierten" dann undankbar, wenn sie dir daraufhin was hinterher werfen?

Mich wundert es nicht mehr täglich, sondern inzwischen stündlich immer weniger, warum linke "Argumentationen" auf so rapide sinkende Zustimmung stoßen...

 

 

Bild des Benutzers fahrwax

......wäre mir eine zynische Quälerei.

Ich bin schon lebenslänglich ein selbstbewusster Müllsammler in der allgegenwärtigen, angeblich alternativlosen Verwertungskette.

Für mich wird es ein Highlight sein, wenn ich demnächst ein nettes Beisammensein mit dem Flaschensammler (der seit Monaten hier regelmäßig an der Straße seine Runde abfährt) zelebriere.

Vor "der Gosse" graut mir nicht - ich mag eine gleichberechtigte Gesellschaft sehr.....

 

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Unterschreibe durchaus Einiges von dem, was Du sagts.

Nur weil man die wirkliche Hilfe vorort -schon wegen der Rücksicht auf die involvierten multinationalen Konzerne- nicht leisten kann, nicht leisten will, so bleibt den Junkies guter, abendländischer Vorwärtsverteidigung nichts anderes übrig, als die Mauern nun auch hierzulande immer höher zu ziehen.

Das ist, in Anbetracht des Wahnsinns eben dieser nicht infrage gestellten globalen Verteidigung unserer Wirtschaftsinteressen, zumindest pragmatisch; mag ich zugestehen. In kleinerem Rahmen, das kann ich aus meinen vielen Aufenthalten in den USA bestätigen, wird global nun genau das entwickelt, was man drüben als Gated Communities bezeichnet.

Dass dies inhuman ist, war mir bereits beim ersten mal klar, als ich Anfang der 90er von uniformierten und natürlich bewaffneten Sicherheitsdienstlern in Florida wegen meines Einlaßbegehrs kontrolliert wurde. Kaum anders als bis kurz vorher noch, als West-Berliner von besuchswegen in die DDR einreisen zu wollen.

Insofern ist das Ganze hier und heute vielleicht auch eine sehr (west)deutsche Diskussion. Die US-Amerikaner sehen das ganz anders, wesentlich pragmatischer (Ironie?) eben; und schießen eh jeden über den Haufen, der sich dem widersetzt.

Bild des Benutzers Raphaela

schreibt schon lange für die Regierungsseite, in dem Sinn, wie Ebertus das oben ausgeführt hatte.

Dazu gehört dann auch immer wieder das bewußte Mißverstehen von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine: Die sind, im Gegensatz zu vielen anderen Akteuren von PdL, nämlich wirklich "gefährlich", weil sie realistische Argumente haben, klug sind und Menschen überzeugen können.

Die unrealistischen Maximalforderungen von Leuten wie Frau Kipping zu unterstützen ist der sicherste Weg, die PdL klein zu halten. Darum wird das (auch von der taz) gemacht.

Sollten SW und OL mal die Faxen dicke haben und tatsächlich eine eigene Partei gründen wird das so laufen wie mit Peter Pilz in Österreich und den dortigen Grünen...Da "hilft" jetzt auch nur noch eine Skandalisierung, um dem neuen, erfolgreichen Projekt Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Die PdL würde sich von einer Abspaltung genauso wenig erholen wie die früheren "Grünen" sich von der Abspaltung der Liste Pilz erholen werden. 

Bild des Benutzers ebertus

und andere gute Seilschaften, NGO's etc. sind auch bei der PdL angekommen!

Bild des Benutzers Raphaela

...war auch in der Anstalt ein Thema (hab nur einen Teil gesehen bisher):

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-7-november-2017-10...

Und bei der PdL gibt es eine antideutsche Plattform.

Bild des Benutzers fahrwax

"Nichts weniger also als der weltweite Aufstieg und Sieg des Neoliberalismus von seiner Geburtsstunde an, dieser pathologischen, in sich hermetisch geschlossenen Weltanschauung mit ihrer Kernthese der Alternativlosigkeit im „freien Spiel sich selbst regulierender Märkte“ erfuhr in dieser ‚Anstalt’ seine angemessene Würdigung. Diese eiskalt Mensch und Natur verachtende kapitalistische Ideologie des Neoliberalismus als das ebenso alternativlose Prinzip sozialer Organisation ist auch in ihren verheerenden psychosozialen Auswirkungen auf die jeweiligen Gesellschaften historisch singulär. Weder die Weltreligionen noch alle philosophischen Denk- und Glaubensgebäude zusammen hatten es je geschafft, derart tief in Kopf, Herz und Leib (physischer Selbstoptimierungswahn) des Menschen einzudringen. Sein Sozialverhalten im neoliberalen Kampf Jeder gegen Jeden, seine Empathie- und Solidarisierungsfähigkeit wurden (ab)geschliffen, seine Selbstwahrnehmung (Ich bin selbst Schuld an meiner Misere) manipuliert. Und seine Sprache wurde vergewaltigt: Eine lange Reihe zur Orientierung und (auch emotionalen) Bewertung positiv besetzter Begriffe wurden ihres ursprünglichen Sinns beraubt. Prof. Rainer Mausfeld spricht hier vom „Falschwörterbuch“ des Neoliberalismus. Vor allem: Der Neoliberalismus ist ein leeres Geisterhaus, er ist allgegenwärtig, aber letztlich unsichtbar. Keiner ist verantwortlich. Er fiel vom Himmel. TINA (There Is No Alternative) ist mit unüberwindbarem Abstand das kalt Genialste, Mensch und Natur dauervergewaltigende Dogma, das eine Weltanschauung jemals in der Geschichte der Menschheit hervorgebracht hat."

Gellerman bildet enorm - guckst du bei www.rationalgalerie

 

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...was Gellermann da schreibt. Umso erstaunlicher, daß viele Linke, die das wissen und ihm zustimmen, nicht erkennen (wollen? können?) daß auch ihr eigenes Denken von neoliberalen Ideen okkupiert ist:

Nationalstaaten abschaffen - ist eine neoliberale Idee, die von neoliberalen Stiftungen mithilfe neoliberaler "Wissenschaftler", Medien und Werbeagenturen in die Köpfe gepflanzt wird. 

Der masochistische Hang zur Selbstaufgabe (das eigene Land schützen soll "rassistisch" sein), zum Hass gegen das Eigene, letztendlich die Zivilisation selbst, der Hang, die eigene Gesellschaft zur Vernichtung freizugeben...Das alles wird von Neoliberalen propagiert.

Ebenso die Zerlegung von Gesellschaften in immer kleinere, sich immer stärker bekämpfende Mikro-Gruppen, die letztendlich absolute Vereinzelung bedeutet. Auch davon profitieren die Neoliberalen und deshalb wird es von ihnen propagiert.

Es klappt aber in dieser Ausformung nur in Deutschland: Franzosen, Puerto Ricaner, Inder und fast alle Bürger anderer Staaten würden einen fassungslos angucken, wenn man ihnen erzählte, es gäbe 1. keine eigene Kultur in ihrem Land und daß sie 2. "Rassisten" seien, wenn sie nicht bereit wären, ihre bürgerlichen Rechte gegenüber ihrem Staat, der diese ihnen gegenüber zu garantieren hat, für alle Fremden aufzugeben.

Unsere zahlreichen, internationalen und Mihigru- Freunde und Bekannten halten die Deutschen übrigens für krankhaft (und besorgniserregend) bescheuert wegen solcher Statements wie "durch Geburt erlangte Bürgerrechte sind rassistisch". 

Wer profitiert von abgeschafften Bürgerrechten? - Eben...

Bei jedem Rettungsdienst gilt "Eigensicherung vor Fremdsicherung", weil ein abgestürzter Bergretter, ein verbrannter Feuerwehrmann und ein überfahrener Rettungssanitäter auch niemand anderem mehr helfen kann. Sind wahrscheinlich auch alle "Rassisten".

Es gibt den Grundsatz "Ultra posse nemo obligatur" - Niemand kann über sein Können hinaus gefordert werden. Gilt für alle anderen Länder und die meisten ihrer Bürger, nur nicht für todessehnsüchtige Deutsche, die den Begriff "Selbsterhaltung" für Nazi-Propaganda halten.

Nur schade, daß sie nicht aus einzelnen Ziegeln große Wohnkomplexe zaubern können und aus Praktika hunderttausende von echten Jobs... Wer neoliberale Narrative schluckt, den trägt sicher auch Wasser, vielleicht klappt´s ja zumindest noch mit dem Wandeln über selbiges. Bereitschaft zum Märtyrium ist offensichtlich ausreichend vorhanden (und gleich für alle anderen mit, hurra, wie "selbstlos"!)...

PS: Es sind fast immer Kinderlose, die bereit sind, das Land (= alle anderen mit -) und sich selbst zu "opfern" für die "richtige" Haltung. Leute mit Kindern findet man darunter weniger (und wenn, dann solche mit Möglichkeiten, sich und ihre Kinder schön "rauszuhalten"). Warum wohl?

 

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Was der eine Feindbild nennt, bezeichnet der kurzsichtige Kinderbesitzer als Fürsorge........,

na wo hockter denn - der pöse Feind?

Bild des Benutzers Raphaela

Okay, das wäre dann wohl die Antwort auf meine (indirekt) gestellte Frage, ob du Kinder hast: Wer Eltern "Kinderbesitzer" (statt z. B. "von Kindern Besetzte" ;-)) nennt, der KANN keine haben. Was natürlich einiges erklärt: Lebenseinstellungen, zu denen "nach mir die Sintflut" gehört, finden sich bei Eltern (sowie verantwortungsbewußten Tanten, Onkeln, Großtanten, -onkeln, Pflege- und Adoptiveltern) wesentlich seltener.

- Frau Merkel und der größte Teil der Polit- und Medienmafia hat übrigens auch keine.

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Ich hatte "Kinderbesitzer" recht bewusst als (dacht ich) selbsterklärende Begrifflichkeit gesetzt - für mich gehört kein Mensch einem anderen.

Es gelingt mir auch nicht aus der Existenz von Kindern einen spezifischen (gruppenspezifisch-elitären?) Humanismus abzuleiten - Mensch ist gleichwertig, egal wo und von wem geboren / erzeugt!

Damit entfällt für mich auch jede Überheblichkeit meiner persönlichen 'Leistungsbilanz' - jeder Nachwuchs' muss gesättigt werden, zeitnah wegen Existenz - nicht wegen privilegierter Geburt.

Ich schlug mein (außerordentlich lustvoll & bewusst erzeugtes) Töchterchen mit dem anspruchsvollen (Vor)Namen Rosa, wegen meiner Wertschätzung für die Ermordete aus dem Landwehrkanal.

Weitere persönliche Details sind nur durch Erringung meiner Wertschätzung (sieht derzeit echt finster für dich aus, Raphaela....) zu ermöglichen.

Bild des Benutzers Raphaela

...finde ich deine Haltung noch weniger nachvollziehbar...

Ich habe zwei (und zwei Söhne) und mache mir, obwohl alle längst erwachsen sind, sehr große Sorgen um ihre Zukunft. Und (insbesondere bezüglich der Mädels) auch um ihren heutigen Alltag.

Klar sind alle Menschen gleichwertig. Auf der anderen Seite ist es normal, daß den meisten nicht alle gleich wichtig und gleich lieb sind. Wenn du in einer Gefahren- oder Notsituation nicht erst dein eigenes Kind zu retten/zu versorgen versuchst dann bist du eine extreme Ausnahme. Verlangst aber so ein Ausnahme-Handeln auch von allen anderen (Fremde retten als genauso wichtig einstufen wie eigene Kinder/Verwandte/Freunde retten) und dazu sind die meisten - aus evolutionären und nachvollziehbaren Gründen - NICHT bereit.

Mein Ehrgeiz, gemocht (oder gewertschätzt) zu werden, ist übrigens weniger ausgeprägt als meine Neugier: Also was ist jetzt mit dem Anarcho-Paradies Libyen (oder Somalia, oder...)?

In einem anderen Forum (wiesaussieht, recht interessant mitzulesen) gerade gefunden, ein Aufruf zu mehr Anwerbe-"Propaganda" von Frau Merkel: https://www.youtube.com/watch?v=mKbAMUC4DMQ - Soviel zum Thema "einfach so passiert"...

 

 

Bild des Benutzers Heinz

->

Rationalgalerie : Eine Plattform für Nachdenker und Vorläufer

Merkel im Bett mit Kindermördern

Reformen im Rahmen der deutsch-saudischen Freundschaft

__________________________________________

PS: Wenn du beim Linksetzen auf Zielseite gehst und _blank anklickst, wird dein Link in einem neuen Fenster geöffnet.

Bild des Benutzers Raphaela

sehr guter Gellermann-Text. Danke für den Link!

Bild des Benutzers fahrwax

*****

Scheiß Patrioten!

Bild des Benutzers Heinz

Bild des Benutzers fahrwax

.....Spiegelfechter zum Heinz.

 

Der Termin vom Demo-Aufruf ist überholt, aber die Aussage bleibt......

(fürt wegschneiden war ich schon wiederzu faul)

Bild des Benutzers ebertus

Danke auch von mir für den Link, Heinz.

Dazu ganz spontan das hier:

So ein Krieg, wenn er klappt
Wirft er unerhört ab!
Nicht allein Bomben aufs Feld -
Nein, auch bezahlt und Geld!"

Aus dem Aktienpaket
Steigt ein heißes Gebet:
"Mache, du gütiger Gott
Unser Geschäft nicht kapott!


Dieter Süverkrüp, aus Leise schnieselt der Re ...

Bild des Benutzers hadie

Hier geht ja wieder mal der altlinke "Postillion" ab. Bei so viel Durcheinander hilft manchmal die persönliche Erinnerung weiter: Als Jobsuchender 1992 in Stockholm fielen mir zunächst die vielen Schwarzafrikaner im Straßenbild auf. Was wollten die Schweden mit ihnen anfangen, wo diese doch offensichtlich nur herumhängen und sich auffällig verhalten konnten?

Und Heinsohn erinnert sich gerade in der "Achse des Guten" an seine RAF-Kumpels und -Kumpelinen:
"Bis zum Sturz des europäischen Kommunismus um 1990 stehen die Linke, die Rechte und die Mitte für Beseitigung, Verteidigung und Bändigung des Eigentums. Die Mitte erringt den Sieg durch die Vollendung des Sozialstaats: Jeder Mensch wird mit Kind und Kindeskindern rundum sowie zeitlich unbegrenzt versorgt, wenn er auf den Arbeitsmärkten nicht vermittelbar ist. In Deutschland werden so fast zehn Millionen alimentiert. Es ist die Sozialpolitik für die non-working poor durch die Hauptparteien CDU/CSU und SPD. Links davon will man  eine universalistische Ausweitung dieses Segens durch das Hereinholen von Abgeschlagenen aus aller Welt. Rechts stehen die meisten Nettosteuerzahler, die all das finanzieren müssen. Zu ihnen gehören mit den working poor auch die Reste der einstmals links wählenden Arbeiterschaft."   
Also eine Entwicklung, die sich in der Wendezeit und kurz danach als altlinke Kopfgeburt ausprägte. Soros, Merkel und Kipping können diese Entwicklung noch verschärfen, haben sie aber nicht ausgelöst.

 

Bild des Benutzers Raphaela

- allerdings würde ich "können" (noch verschärfen) durch "konnten" ersetzen: Inzwischen sind ja schon alle Dämme offensichtlich und demonstrativ gesprengt.

 

Dazu auch diese Antwort auf eine kleine Anfrage der AfD:

https://afdkompakt.de/2017/11/12/regierung-holt-im-laufenden-jahr-knapp-...

 

Bild des Benutzers hadie

Vieles von der regierungsamtlichen Schlepperei ist einfach Gesetzesbruch, es wird aber auch an einer Art Elitenförderung gebastelt:

"Leadership for Syria" nennt sich das Programm, finanziert vom Deutschen Auswärtigen Amt und dem Land NRW, umgesetzt vom DAAD, 60 Hochschulen nehmen daran teil. Es gehört nicht nur ein Fachstudium dazu, sondern auch ein Begleitprogramm zu Rechtsstaatlichkeit und guter Regierungsführung. Eine Elite für ein neues Syrien soll ausgebildet werden.

Doch Assad will die Flüchtlinge gar nicht zurückhaben:

Vor ein paar Tagen gab ein General Assads ein Live-Interview im syrischen Fernsehen: "Kehrt nicht zurück!", drohte er den ins Ausland geflüchteten Syrern. "Selbst wenn der Staat euch vergibt, wir werden niemals vergessen und verzeihen." Idrees hat es gesehen. Er weiß, dass viele in Syrien so denken: Ihr habt das Land verlassen, während es uns schlecht ging. Ihr habt es nicht verdient zurückzukommen.

http://www.zeit.de/2017/41/syrien-krieg-homs-aufbau-ausbildung-buergerkrieg

Bild des Benutzers Raphaela

...Propaganda aufgesessen: Der General war Issam Zahreddine. Er war Druse und hat fast drei Jahre den eingekreisten Flughafen von Deir Ezzor gegen Daesh und Konsorten verteidigt.

Was er gesagt hatte, galt ausdrücklich Daesh-/Is-Terroristen, NICHT der Zivilbevölkerung. Und er hat es auch nicht SO gesagt...War ein toller Mann, der gleich nach der Befreiung Deir Ezzors in vorderster Linie weiter gegen Daesh kämpfte...und dabei letzten Monat (durch eine Mine) umgekommen ist :-/

Die Wahrheit ist, daß es immer wieder Amnestien gibt: Wer keine Menschenrechtsverbrechen begangen hat, kann durch eine Unterschrift (bzw. einen Fingerabdruck, bei denen, die nicht schreiben können) auf einem reconciliation-Dokument * rehabilitiert werden. Er darf sogar seine Waffe/n behalten und bekommt Sold von der Regierung, wenn er auf Seiten der NDF (National Defense Forces, sowas wie eine lokal organisierte Volkswehr) sein jeweiliges Dorf verteidigt. 

Kürzlich gab es auch wieder ein Angebot, das sich insbesondere an vor Wehrdienst in´s Ausland geflüchtete Syrer richtet: Wer desertiert ist, kann ohne weitere Sanktionen den Rest seines Wehrdienstes (vor der Flucht abgeleistete Zeit wird angerechnet) in einer neuen Garnison (im befriedeten Teil) der Region Aleppo ableisten, mit der Garantie, nicht an einer der noch heftig umkämpfen Fronten (aktuell z. B. bei Al Bukamal) eingesetzt zu werden.

* reconciliation camps oder - center wurden überall in den befriedeten Regionen eingerichtet bzw. sind als eine Art "fliegende Zeltbauten" unterwegs...

Sie werden von der russischen Armee geleitet und haben den Zweck, *Versöhnung zu installieren. Es wurden schon über 1000 (mein letzter Stand ist etwa 1500/1600) Abkommen mit einzelnen Dörfern, Stämmen, Stadtteilen abgeschlossen. Wer als Ex-Kämpfer gegen die Regierung unterschreibt, kann a) den NDF beitreten oder b) sein früheres, bürgerliches Leben wieder aufnehmen.

* echten Frieden durch... (hatte aus Versehen eine "ersetzen"-Funktion angeklickt und krieg sie nicht mehr weg, deshalb diese seltsame Formatierung).

Wenn eine Gruppe feindlicher Kämpfer eingekreist ist, gibt es immer Waffenstillstandsangebote, um Zivilisten zu schonen: Wer sich ergibt, wird mit den berühmten "(nicht immer) grünen Bussen", mitsamt seiner Familie/n und Handfeuerwaffen in noch von "Rebellen" besetzte Gebiete (i. d. R. Idlib) gefahren. Von diesen Angeboten wurde und wird immer reger Gebrauch gemacht, mittlerweile auch von Daesh-/IS-Kombattanten.

Sehr gute Infos zu Syrien und der Region drum rum gibt es immer hier: nocheinparteibuch.wordpress.com

Das "Eliten"projekt der "Freunde" Syriens können sie sich abschminken: Wer als früherer Regierungsgegner zurückkommt, hat zwar keine Sanktionen zu befürchten, genießt aber bestimmt nicht genug Ansehen, um karrieremäßig an denen vorbei zu ziehen, die WIRKLICH ihr Land verteidigt haben..."Wendehälse" konnten in D Karriere machen, aber sicher nicht in Syrien oder im Irak: Nachdem deren gemeinsame Grenze inzwischen größtenteils freigekämpft ist, wird diese Region bald großen Aufschwung erleben. Profitieren werden davon die Länder, die Syrien und Irak tatsächlich unterstützt haben (und jetzt schon fleißig dort investieren) und die jungen Leute, die dem Land auch in schwerster Zeit die Treue gehalten haben. Ganz bestimmt nicht die Schützlinge der Kriegs- und Terrorbetreiber.

Bild des Benutzers hadie

Wer als früherer Regierungsgegner zurückkommt, hat zwar keine Sanktionen zu befürchten, genießt aber bestimmt nicht genug Ansehen, um karrieremäßig an denen vorbei zu ziehen, die WIRKLICH ihr Land verteidigt haben...

Das ist die russische Handschrift. Die im Merkel-Ferkelland Ausgebilden werden einen Platz in der Technischen Intelligenz finden, freilich immer gegängelt von Kaderstrategen der Einheitspartei ...

Und dass "Wendehälse" in D Karriere machen konnten, trifft vielleicht in der Politik zu, nicht aber im wirklichen Leben:

https://www.berliner-zeitung.de/politik/studie-westdeutsche-dominieren-die-eliten---sogar-in-ostdeutschland-28746228

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...war ja auch ein Übernahmeprojekt der Globalisten...Könnte mir vorstellen, daß die entsprechenden Kader für den späteren Einsatz als "gesamtdeutsche Regierung" (Merkel, Gauck und Co) schon weit im Vorfeld ausgewählt waren.

Die in D als zukünftige, syrische "Elite" Vorbereiteten sollen natürlich mitelfristig die Regierung und führende Funktionen in der Administration übernehmen um das entsprechende "Investitionsklima" für ihre Schutzherren (die Terror- und Völkermordunterstützer in Deutschland) zu schaffen. Da beißen sie aber nicht nur bei russischen Supervisoren auf Granit sondern auch bei den Syrern selbst sowie allen, die Syrien mitgerettet haben. Wie hieß der Spruch nochmal, der hier so gut auf Möchtegern-Investoren und ihre Möchtegern-Protégés passt? - Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben ;-)

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....sind nur eine Facette der Medaille, lieber Hadie:

(kannste die 'Gnade' deiner regionalen Geburt geltend machen - hilft aber selten, zu Kopfgeburten gehört zwingend das Vorhandensein eines betriebsbereiten Kopfes....)

Nach wie vor gilt: Anna und Arthur haltens Maul!

Könnteste googeln - wär aber schlecht für deine Identität.......

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...sollten u. a. die Führungszirkel der PdL mal lesen:

https://www.rubikon.news/artikel/antifa-in-theorie-und-praxisAuszug::

"Indem man sich darauf fixiert, eine Form der Tyrannei zu verhindern, die vor 80 Jahren unter völlig anderen Umständen aufkam, blockiert man das Erkennen der monströsen Tyrannei von heute. Einen vergangenen Krieg zu kämpfen, führt zur Niederlage."

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...Text, den ich bei der Achse des Guten gefunden habe (grundsätzlich eher nicht meine politischen Freunde, aber immer wieder gut für den einen oder anderen Perlenfund).

Auszug daus:

"...Die immer akutere Gefahr für die Eliten, dass nationale Parlamente, besonders in den die EU dominierenden Ländern Westeuropas, durch die Wahl entsprechender Parteien aus dem antiliberalen und antidemokratischen Eliteprojekt aussteigen, wäre bei einem eigenen direkten Budget ebenfalls gebannt. Ähnliches ließe sich für andere Aspekte der Rede Macrons zeigen. Sie ist modellhaft für die Synthese linker politischer Heilssehnsüchte und handfester wirtschaftlicher Interessen kleiner Eliten: so ist seit den 1970er Jahren ein antiliberaler Staatskapitalismus auf der Basis eines ungedeckten staatlichen Papiergeldsystems entstanden...."

http://www.achgut.com/artikel/die_linke_schanzt_den_euro_eliten_macht_un...

 

Gehört um so was, also linke Heilssehnsüchte, bei Macron zu entdecken, nicht sehr viel mehr Phantasie als ich sie zu entwickeln vermag?

Was an seiner bereits exekutierten und noch viel mehr an seiner angekündigten, einseitig und ausschließlich gegen die Arbeitenden gerichteten Politik ist denn "links"?
"Links" ist offensichtlich zu einen vollkommenen Wortzombi geworden. Es wird noch verwendet, bewegt sich noch ist aber längst tot.

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...werden die linken Heilssehnsüchte nicht direkt Macron zugeschrieben. Es geht darum, daß Leute wie er (bzw. die Spieler hinter der Handpuppe) diese Sehnsüchte für sich instrumentalisieren. Beispielhaft dargestellt an Habermas.

Ansonsten Zustimmung zur "modernen" Verwendung des Begriffs "links" und deren Auswirkungen.

Als Ex-Linker würde ich den politischen Ex-Freunden erstmal eine komplette Neujustierung ihrer Ziele und Begriffe anhand der Realität empfehlen. Sonst war´s das endgültig mit allen ursprünglich linken Ideen, bzw. der potentiellen Realisierbarkeit zumindest einiger davon während der nächsten Jahrzehnte (oder Jahrhunderte, sollte es dann noch Menschen geben). Die Globalisten haben die Schnüre der bunten, frei über der Realität schwebenden Ideen-Luftballons der Linken gegriffen und sie ihnen um den Hals gewickelt. Das müssten sie erstmal realisieren um noch irgendwas retten zu können. Das Zeitfenster dafür wird täglich kleiner.

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erlebe ich gerade sehr direkt; in Sachen Babylon ...

Von Ray Bradbury's "Fahrenheit 451" bis George Orwell's "1984" ist an subtiler bis offener Zensur, an systemischer Manipulation und Propaganda zunehmend alles dabei, wird von RTdeutsch nochmals gut zusammen gefaßt:

Das Establishment hat sich seine Linke domestiziert

passt

Mal schauen, was aus den für Marie und mich bestellten, bestätigten und bereits bezahlten Karten nun wird.

Es gibt doch mit Sicherheit einen Vertrag zwischen dem Betreiber des Babylon und dem Veranstalter dieser Preisverleihung. Interessant wäre zu erfahren, auf welcher Rechtsgrundlage die hier erwähnte "Absage" erteilt wurde. Falls da nichts Substantielles ist, so dürfte das nächste, vom Veranstalter aufgerufene Gericht diese Absage gleich wieder kippen.

Insofern bin ich vorerst noch recht optimistisch ...

dann wäre es nett, wenn ihr mir einen Funk gebt. Ich würde versuchen, mitzukommen.

Ich habe den dazu gehörenden Artikel in der Taz gelesen und bereue grad bitter und zu Recht, dass ich doch wählen war.
Der taz-Artikel ist im übrigen vollkommen argumentationsfreie - ja, wie soll ich schreiben- Hetze. Es fehlt nichts aus dem Katalog der neuen Volksfeindaufspürer: Neurechts, Antisemit, Verschwörungstheoretiker, Querfrontler. Manchmal indirekt formuliert, manchmal unter Berufung auf den wirklich schlimmen Lederer. ( Bevor ich zugebe, die gewählt zu haben, will ich meinen Anwalt sprechen)
Zurück zum Artikel, der eine Behauptung und Klassifikation an die andere reiht und nicht mal mehr versucht, irgend was zu belegen, zu begründen, sei es auch noch so dumm und schräg.
Grauenvoll, einfach nur "Schund und Schmutz" (für die Zonis unter uns ;o) ) Nur Stichwortgeber für die Neuauflage von Maos kulturrevolutionären Roten Garden, die mittlerweile überall auftauchen, wo sie glauben in Horden über alles herfallen zu können, was sie vorher als Faschos definiert haben. So wie einst die Maotruppler über "Volksfeinde"

Alles natürlich nur im Dienste des Guten und Schönen, der Solidarität, des Antifaschismus, des Feminismus........

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Gehe nach wie vor vom ursprünglichen aus!

Wenn der Status in dem von mir erwarteten Sinne klar ist, dann sollten unsere Karten weiterhin gültig sein. Dann einfach mal im Netz beim Babylon schauen, habe ich auch so bestellt. Ist freie Platzwahl, jedoch erwartbar, dass es recht voll sein wird. Daher ist frühes Erscheinen angezeigt. Auf Restkarten noch an der Abendkasse würde ich mich nicht verlassen.

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Ja, das sehe ich auch so, ist wohl so.

Wahrscheinlich habt ihr es schon selbst gelesen. Vielleicht hat es hier auch schon eine andere Termite verlinkt. Ich komme zur Zeit nicht so recht zum Lesen.
Aber weil's so schön ist:

https://kenfm.de/tagesdosis-17-11-2017-klaus-lederers-angst-vor-ken-jebsen/

Ein blitzgescheiter Text. Nicht so sehr die Annahme, dass Lederer Angst hat. Das trifft vermutlich nicht zu. Die Sorte ist sich ihrer so selbst gewiss, dass für Zweifel, auch solche an der eigenen argumentativen Kraft, kein Platz bleibt.
Aber seine Analyse der neuen linken (und alten) grünen Bürokratie ist außerordentlich gut.
Das vielleicht ein wenig überflüssige Anschleimen bei Ken Jebsen geht dann einfach mit durch. Oder nennen wir (ich) es einfach aufrichtigen Respekt.

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für den Link, Robert!

und auch noch die empfehlung heute bei "rubikon" und "rt" reinzuschauen ... ansonsten ist so viel los in den medien - da möchte sich bitte jeder selbst aussuchen, was ihn interessiert

http://meta.tagesschau.de/id/128835/oury-jalloh-war-es-doch-mord

http://blauerbote.com/2017/11/15/nato-unterwandert-die-linke/

http://www.broeckers.com/2017/11/15/kultursenator-zieht-rufmord-vom-lede...

Bild des Benutzers Raphaela

Hab den Blauer Bote-Text gelesen (die anderen kommen später dran) und muß - bei aller sonstigen Zustimmung - in einem Punkt widersprechen: "Die Rechten stehen auf der Seite der NATO" stimmt vielleicht für NPD oder andere "alte" Rechte (da kenn ich mich nicht mit aus, deshalb unter Vorbehalt), aber auf keinen Fall für die NEUE Rechte (AfD, Identitäre und Sezession/Schnellroda). - Die sind - im Gegenteil - sehr russlandfreundlich und multipolaristisch eingestellt.

Leider liest man solche Behauptungen öfter in linken Medien. Sie halten aber nicht mal der oberflächlichsten Recherche stand. Dem BB-Autor will ich dabei keine Absicht unterstellen, bei manchen anderen (z. B. Atlantikern) ist sie aber erkennbar (vielleicht aus tatsächlicher Angst vor der vielbeschworenen "Querfront").

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sind die sog. Neuen Rechten eher multipolar, dahingehend ideologisch offener aufgestellt.

Was ihnen natürlich auch einen gewissen Zuspruch aus dem (ehemals) linken, dem altlinken Lager einbringt. Was haben wir damals nicht gegen den Vietnamkrieg protestiert, uns mit Che in Kuba und Allende in Chile solidarisiert?

Und heute stehen die neuen, antideutschen Linken an der Seite der US-Imperialisten und lassen -wie aktuell- McCarthy hochleben.

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dass die Linkspartei über kurz oder lang das Schicksal der Piratenpartei erleiden wird:

von den Antideutschen übernommen und aufgefressen ...

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Wobei Jebsen auch eine zweifelhafte Größe ist, man denke nur an die Leugnung des menschengemachten Klimawandels ganz im Gefolge US-amerikanischer Thinktanks:

https://kenfm.de/tagesdosis-10-11-2017-der-sog-klimawandel-co2-ist-gar-nicht-das-problem/

Die glühende Gender-Forscherin von Werlhof hat mit ihren absurden Theorien zu Recht einen Stammplatz bei Psiram. Dass diese "Koryphäe" von Jebsen so auf den Schild gehoben wird, finde ich zumindest bemerkenswert.

https://www.psiram.com/de/index.php/Claudia_von_Werlhof

Vorab: Aus diesem Beitrag resultiert die Feststellung, Jebsen sei eine "zweifelhafte Größe"?

Zunächst steht unter jedem Beitrag der "Tagesdosis", dass er die Meinung des Autoren, nicht die der Redaktion deutlich macht. KenFM ist nun wirklich bereit, jedem, der es wünscht, die Gelegenheit sich zu äußern, zugeben. Mehr als einmal bot er Dittfurth, die ihn reichlich bemistet hat, zu ihm zu kommen. Ich dachte, so geht gescheiter Journalismus.

Klimaleugner. Ich bin mittlerweile dermaßen misstrauisch, wenn ich mit solchen Begriffen agitiert werde. Aber ich bin, obwohl ich dereinst eine stark naturwissenschaftlich geprägte Ausbildung hatte, nicht in der Lage die vorgetragenen Argumente auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Ich vermute mal, dass es die meisten der mit sehr viel Emotion diskutierenden Menschen auch nicht können, kann das aber natürlich nicht belegen: Dass die Mehrheit der Wissenschaftler den evidenten Klimawandel für menschengemacht hält, akzeptiere ich allerdings als Argument nicht. Einst war es auch die Mehrheit der Physiker, die die Reltivitätstheorie für Unsinn hielten und der Quantenphysik begegnete dieser nun wieder (anfangs) mit Skepsis.

Ungeachtet dessen halte ich es aber für hochgradig richtig, in Klima-und Umweltschutz zu inverstieren. Für mich ist nicht zu erkennen, welchen Schaden dies verursachen würde, selbst wenn die Annahme, der Klimawandel wäre durch uns verursacht, auf einem Irrtum beruhte. Die andere Möglichkeit, nämlich die, dass er es ist, dass man ihn hätte eingrenzen können und man es aus Übermut und Dummheit dereinst nicht tat, ist erkennbar dramatischer.
Aber die Autorin schreibt an sich gar nicht etwas so sehr anderes. Wogegen sie im Kern polemisiert, ist das Geoengineering. Können Sie das ohne Besorgnis zur Kenntnis nehmen? Ich eher nicht. Und damit meine ich nicht die Vielzahl von unbewiesenen Annahmen, auf die bei Psiram verwiesen wird. Aber da kann ich nicht tiefer gehen. Keine Zeit...

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"Aber da kann ich nicht tiefer gehen. Keine Zeit ..." schreibt Robert.

Mir geht es umgekehrt ähnlich, mag mich nicht immer wieder durch die Argumentationsmuster des Heartland-Institute jagen lassen und auch Anarchoproll-Geraunze hat für mich begrenzten Nachrichtenwert ...

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Anarchoproll empfinde ich als wohltuendes Lob - gebe mir auch schrecklich viel Mühe 'Feuer & Flamme' für dich und den unansprechlichen Rest deiner Sinnschöpfenden zu werden.

... in einer situation, welche für den einzelnen nicht persönlich überprüfbar ist ...

ein umdenken für ein sinnvolles leben ist natürlich erforderlich ... aber im moment leider auch nicht erwartbar von der politik

hier ist ein guter beitrag über SOLIDARITÄT ... aus meiner sicht die hoffnungsvolle variante, mit der etwas möglich ist ... so wie es nach dem kennedy-attentat - als am anfang mark lane erst mal allein da stand, bis er schutz und prominente unterstützung von bertrand russell ... und langsam von mehreren anderen bekam ...

"Auch Bertrand Russell blieb weiter in der Offensive. Er wurde unterstützt von zwei weiteren Philosophen. Richard Popkin hatte sich durch die 26 Bände des Warren-Reports gearbeitet und wies in einem sehr einflussreichen Artikel im „New York Review of Books“ nach, dass es mindestens zwei Oswalds gebraucht hätte, um sämtliche Handlungen auszuführen, die dem einen Oswald im Warren-Report unterstellt wurden.
1966 landete Mark Lane einen dreifachen Volltreffer. In seinem Buch „Rush to Judgement“ nahm er die Beweisführung des Warren-Reports auseinander.
Nachdem zuvor 16 Verlage eine Veröffentlichung abgelehnt hatten, schoss „Rush to Judgement“ ansatzlos auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times. Es hielt sich dort für 29 Wochen.
Noch im gleichen Jahr folgte „Rush to Judgement“ als Dokumentarfilm."
https://www.rubikon.news/artikel/die-mutter-aller-verschworungen

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mittlerweile eine große Bandbreite abzubilden.

Sehe ich ähnlich wie Robert und muß mich weder mit allem, was bei KenFM passiert gemein machen, noch darüber verhaften lassen.

Ähnlich sehe ich das auch für die Termiten. Von anarchistischen bis AfD-nahen Positionen, von antiimperialen Altlinken bis systemkonformen Neulinken darf die Palette gehen; nichts muß, alles kann - Kunst und Kultur sowieso ...

Die Grenze liegt in einer relativ eindeutigen strafrechtlichen, seltener auch zivilrechtlichen Relevanz und dem manchmal durchaus erkennbaren Bemühen, andere hier eher persönlich, eher unter der Gürtellinie anzugehen. Wer das mag, davon nicht lassen kann, möge andere Plattformen suchen und finden.

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Wobei mir die hier von Bernd als "AfD-nahe Positionen" bezeichneten - zu Wortkommenden nach meiner Meinung frischgequirlte (aber altbekannte) Kotz-Thesen von nationalem Sozialismus, wie immer nur für die besseren Rassen Genbänke absondern.

Kurz gesagt haben hier - beim Kleingetier - sogar mehr als "zweifelhafte Größen" ihre Chance zur Begründung - scheinen das jedoch nur für ihren  schmalspurigen Horizont nutzen zu können.......

Oder wie Rudolf Rocker sagte:

Wer da glaubt, die Freiheit der Person durch die Gleichheit der Belange ersetzen zu können, hat das wahre Wesen des Sozialismus nie erfasst. Für die Freiheit gibt es keinen Ersatz, kann es nie einen Ersatz geben. Die Gleichheit der wirtschaftlichen Bedingungen für alle und jeden ist nur eine notwendige Voraussetzung für die Freiheit des Menschen, doch nie ein Ersatz für diese. Wer sich an der Freiheit vergeht, vergeht sich am Geiste des Sozialismus. Sozialismus heisst solidarisches Zusammenwirken auf Grund eines gemeinschaftlichen Zieles und derselben Rechte für jedermann. Solidarität aber beruht auf freier Entschliessung und kann nicht erzwungen werden, wenn sie nicht in Tyrannei umschlagen und damit sich selbst aufheben will.“

http://anarchistischebibliothek.org/library/rudolf-rocker-der-weg-ins-dritte-reich

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"Solidarität aber beruht auf freier Entschliessung und kann nicht erzwungen werden, wenn sie nicht in Tyrannei umschlagen und damit sich selbst aufheben will.“

- Dem möchte ich gerne ein großes ! dazugesellen.

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Unser anarchistischer Rudolf war ein guter Denker & Handler. Noch dazu vorsichtig genug sich nicht vor der Zeit umbringen zu lassen,

wie es vielen anderen gleicher Gesinnung geschah, die sich selbstbewusst mit den "alternativlosen" kernigen Dogmen auseinander setzten.

Wie z.B. Karl Liebknecht:

»Das Grundgesetz im Kapitalismus heißt ’du oder ich’, nicht ’du und ich’«

(bitte weiter denken......)

 

"Nicht nur bei Ernst Jandl (1) geraten rinks und lechts gelegentlich durcheinander. Auch bei mir befürchtete gestern ein alter Kollege, der seit langem im Ausland lebt, einen solchen Illtum. Weil er im Netz gelesen hatte, dass ich den Berliner Kultursenator von den “Linken” scharf kritisiert (2) und den angeblich “neu-rechten” Ken Jebsen in Schutz genommen hätte, rief er mich an. Nachdem ich ihm den Unsinn des Vorwurfs “neu-rechts” und “Querfront” klargemacht und ein PDF meines Interview-Buchs mit Ken Jebsen (3) losgeschickt hatte, kamen wir noch in ein längeres Gespräch – und ließen das Band laufen."

https://www.rubikon.news/artikel/wie-bist-du-eigentlich-links-geworden

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...mehr und mehr Leute, die sich auf längere Gespräche einlassen und bereit sind, zugeordnete Schubladen (und deren Denkverbote) zu verlassen. Dein Kollege, Marie, scheint einer zu sein.