12 Nov 2017

War on Terror

Submitted by Redaktion

Der aus drei Kommentaren bestehende Text sei hier mit freundlicher Genehmigung der Autorin als zusammenhängender Blog eingestellt.

Ein Beitrag von Raphaela

1. Israel:
Es ist überhaupt nicht "auffällig", daß Al Quaida und Co keine Terrorangriffe gegen israelische Bürger oder Einrichtungen unternehmen sondern logisch: Die wären ja schön blöd, die Hand zu beißen, die sie füttert. Es ist längst kein Geheimnis (oder eine "Verschwörungstheorie) mehr, daß Israel diese Terroristen mit-ausbildet, mit-finanziert und mit-ausgerüstet hat und das immer noch tut: Die kleine Terroristen-Enklave direkt am israelischen Grenzzaun im Golan z. B. wäre ohne israelische Unterstützung gar nicht mehr existent, da schon lange von syrischen und Hisbollah-Einheiten eingekreist. In israelischen Medien (ist interessant, da immer mal wieder reinzulesen) wird dieses Thema auch recht offen behandelt.

2. Islamistischer Terror insgesamt:
Unbestritten, ist der von westlichen Geheimdiensten, Politikern und Strategen zu großen Teilen erst initiiert worden. Auch unbestritten, daß er auch heute noch oft als Staatsterrorismus benutzt wird.


Widerspruch zur These "Terrorismus als normales Lebensrisiko":
Eine der wichtigsten Aufgaben eines Staates gegenüber seinen Bürgern ist die Gewährleistung öffentlicher Sicherheit. Das ist "der Deal": Wir tragen keine Waffen und akzeptieren das Gewaltmonopol des Staates als gemeinsame Übertragung unseres Sicherheitsinteresses an staatliche Institutionen.

Diesen "Deal" hat der Staat aufgekündigt. Als Rechtfertigung dafür, daß wir islamistischen Terror (und weitere, zunehmende und vermeidbare) Gewalt hinzunehmen hätten, wird dieser mit allem möglichen relativiert, von Straßenverkehr bis zu Haushaltsunfällen.

Bei ZON gab es, für mich einer der Gipfel an Dreistigkeit, schon den Vergleich von Bürgern und Gazellen: Auch die Gazellen hätten sich an die Anwesenheit von Löwen gewöhnt, wenn wieder eine gerissen wird, grasen die anderen bald darauf ruhig weiter...Hallo!?!

- Entsprechend relativierend ist die Berichterstattung...

Relativierende Berichterstattung: Nur wer "böse" Seiten wie politikversagen.net, refcrime, einzelfallinfos etc liest bekommt (sofern er in einer noch etwas ruhigeren Gegend lebt) einen Eindruck davon, was in diesem Land wirklich schon los ist. Und diese Wahrnehmung ist von offizieller Seite unerwünscht.

Ist der Staat verpflichtet, auch Risiken zu minimieren, die aufgrund PERSÖNLICHER Entscheidungen zustande kommen?
Ja und das tut er - in gewissen Grenzen - auch: Es gibt Maßnahmen zur Steigerung der Straßenverkehrssicherheit (Teilnahme für Bürger daran ist freiwillig), Maßnahmen zur Kontrolle der Nahrungsmittelsicherheit (jeder Bürger entscheidet, was er isst), offizielle Ratgeber (plus TÜV und dergleichen) zur Vermeidung von Haushaltsunfällen (jeder entscheidet selbst, ob er auf eine Leiter steigt - oder über ein Kabel stolpert ;-)).

Der Staat minimiert also Risiken, die die Bürger aufgrund eigener Entscheidungen eingehen. Er unternimmt aber NICHTS um die steigende Terrorgefahr durch Islamisten zu minimieren. Im Gegenteil: Der Anteil gewaltbereiter Islamisten ist durch staatliches Handeln extrem angestiegen, steigt durch fortgesetztes Aussetzen von Gegenmaßnahmen ständig weiter und es gibt immer wieder (M. E. schon strukturelles) Versagen bezüglich Schutzmaßnahmen gegen einzelne Terroristen (Amri ist nur der bekannteste Fall). - Von Schutz der Bürger gegen allgemeine Migrantengewalt fang ich erst gar nicht an...

Diese Verniedlichungen ("Schubsen" wenn jemand in ein Bahngleis gestoßen wird, "Rangelei" wenn Migrantengruppen aufeinander oder auf Bürger losgehen, die es wagen, sich zu wehren, etc pp) und Relativierungen von - zusätzlichen, nicht auf Entscheidungen der Bürger zurückzuführende - Todes- und Verletzungsrisiken durch islamistischen Terror finde ich so ungeheuerlich wie inakzeptabel. Ich weigere mich, als "Gazelle" unter "Löwen" zu leben.

Natürlich ist "absolute" Sicherheit irreal, das ist kein Grund, vorsätzliche Unsicherheit hinzunehmen.

Ergänzung:
Ich meine NICHT, daß Terror- (und Gewalt) relativierung von Seiten der Bürger ungeheuerlich ist (klingen ja auf den ersten Blick oft ganz plausibel, diese Vergleiche) sondern von Seiten derer, denen wir unsere und die öffentliche Sicherheit anvertraut haben (und natürlich auch von Seiten ihrer Propagandisten, von denen man in einem Blog wie diesem ganz sicher keine findet).
Der herumliegende (bzw. geworfene) "Schuh" gilt den verantwortlichen Akteuren auf Staatsseite, also bitte nicht aus Versehen "anprobieren"! ;-)

Kommentare

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(ist interessant, da immer mal wieder reinzulesen) ...

Meine dahingehende Lektüre besteht primär aus Haaretz, +972mag und Mondoweiss., wobei letzteres ein US-basierter Blog ist, von nordamerikanischen Menschen jüdischen Glaubens herausgegeben.

Aber klar, ohne eine wenigstens halbwegige Beherrschung der englischen Sprache -und dem Willen das auch alternativ anzuwenden- bleibt man weitgehend auf den deutschsprachigen medialen Mainstream angewiesen.

Und dass diese ganzen moderaten Terrorgruppen in erster Linie von den USA, von Israel und von Saudi Arabien aus- und aufgerüstet werden, daran besteht kein ernsthafter Zweifel. Ähnliches gilt auch für viele sogenannte NGO's mit ihren Finanziers im Hintergrund. Bei Rubikon ist zu den gern propagandistisch, großmedial gehypten "Weißhelmen" ein interessanter Text erschienen.

- - - - -

Man braucht es im Detail, was die einzelnen Elemente der (angeblichen) Geschehnisse angeht, nicht mal wirklich zu lesen. Es reicht, zu wissen, wer das finanziert; nicht anders als hierzulande ...

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...sind ein gutes Beispiel für die Arbeit globalistischer Organisationen: Da wurde ein ganzes "Projekt" professionell aufgebaut und medial auf höchster Ebene (über alle westlichen Groß-Medien) synchronisiert eingesetzt.

Wer sich schon länger intensiver mit der Situation in und um Syrien beschäftigte, wußte das schon recht früh. Als die Information, daß White Helmets ein aufgebautes Propagandainstrument sind, schon weitere Kreise gezogen hatte, bekamen die Schauspieler trotzdem den alternativen Nobelpreis: http://www.bbc.com/news/world-middle-east-37442277

Fast ein Jahr später gehörte die Darstellertruppe sogar zu den Nobelpreis-Anwärtern:

http://www.independent.co.uk/news/world/nobel-peace-prize-nominees-list-...

Zu diesem Zeitpunkt war die Information, daß diese Gruppe zumindest "umstritten" ist, schon längst im Mainstream angekommen. Die Propagandisten dahinter wollten auf das Narrativ der "zivilen", guten" "Hilfsorganisation" aber offensichtlich noch so wenig verzichten wie auf das der "moderaten" "Rebellen" gegen den "Schlächter Assad".

Was lehrt uns das?

1. Steter Tropfen (der Aufklärung) höhlt den Stein (inzwischen kommen die WH als "gute" Akteure kaum noch in MSM vor)

2. Den Globalisten gehen langsam die Narrative aus, deshalb werden "bewährte" so lange zu Tode geritten bis sich die Propagandisten an den Skeletten der toten Pferde den Hintern aufreißen.

3. Propaganda-Narrative werden dank Internet immer schneller aufgedeckt und entpuppen sich als globalistische Schüsse in´s eigene Knie. Je länger an ihnen festgehalten wird, desto löchriger sind ihre Kniescheiben hinterher ;-)
 

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sieh, das Böse liegt so nah:

ARD Tagesschau:
Öffentliche Sicherheit Was sind "No-Go-Areas"?

RP Online: NRW-Chef der Polizeigewerkschaft
"Natürlich gibt es No-Go-Areas in NRW"

Handelsblatt: No-Go-Area Duisburg-Marxloh?
Wo Kinder auf Autos trampeln

Focus: Nicht nur Duisburg betroffenNo-Go-Areas in Deutschland:
In diese Viertel traut sich selbst die Polizei nicht

Nicht nur Duisburg betroffenNo-Go-Areas in Deutschland: In diese Viertel traut sich selbst die Polizei nicht
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selbst wenn sogenannte Rechte, gar Fremdenfeinde ihr Süppchen darauf kochen ...

bleibt es Realität. Aber eben nicht wegen der Flüchtlinge oder der Migranten in toto. Nein, weil sich der doch so fürsorgende, neoliberale Rechtsstaat bereits seit 1990 und zunehmend seit der Jahrtausendwende aus der Verantwortung zieht.

Der "Failed State Berlin" ist da nur ein, wenngleich ein herausragendes Beispiel, mag perspektivisch gar Detroit den Rang ablaufen. Und die Linke, qua Definition eigentlich die einzig noch verbliebene Kraft wider diesen Kahlschlag jedweder Kollektivität und Solidarität, diese Linke zerreibt sich in internen Grabenkriegen, lässt sich beinahe schon staatsräsonal instrumentalisieren und springt über nahezu jedes Stöckchen, welches ihr die neoliberalen Globalisten nebst derer Großmedien hinhalten.

Nein, nicht in die Ferne sog. neurechter Medien schweifen. Meine Information und was die lokal ablaufenden Ereignisse betrifft, mein Eindruck speist sich weitgehend aus dem vollkommen unverdächtigen Berliner Tagesspiegel. .

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->

 

Nehmen wir den gesamten NSU-Komplex. Auch, wenn staatliche Institutionen nicht aktiv mitgeholfen haben sollten, was ja immer mal wieder vermutet wird, haben sehr viele staatliche Sicherheitskräfte aktiv weggeschaut – und das ist Sauerei genug. Mit Dummheit allein ist das jedenfalls nicht erklärbar.

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...zeigt sich inzwischen auch ganz offen im Umgang mit Daesh/IS:

http://www.bbc.co.uk/news/resources/idt-sh/raqqas_dirty_secret

Fotos der Evakuierung von IS-Kadern mit Familien und Hausrat:

https://images.spot.im/image/upload/f_auto,q_70,fl_lossy,dpr_3,h_256,w_500,c_limit/v200/production/jf2n50teqegdmkscqzji

Die Wichtigeren wurden und werden (wo noch möglich) mit US-Helicoptern ausgeflogen ("ISIS" oder "Daesh" + "evacuation" + "helicopter" in eine Suchmaschine eingeben, da findet sich einiges). Die meisten Kopfabschneider werden umgruppiert (z. B. in den Yemen). Oft werden sie dafür umgeflaggt, mit neuen Uniformen und neuen Labels versehen. Auch dazu findet man einiges. Vor dem Rückzug der Türkei aus der globalistischen Koalitionsfront gegen Syrien haben auch türkische (nicht nur Militär-) Flugzeuge (teilweise ganz normale, gecharterte Passiermaschinen) größere Kontingente aus (von der Widerstandsachse) "gefährdeten" Regionen abgeholt. 

Die Terrorkomplizenschaft der Globalisten ist jedenfalls klar belegt.

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Wer hätte das gedacht ...?

The BBC has uncovered details of a secret deal that let hundreds of IS fighters and their families escape from Raqqa, under the gaze of the US and British-led coalition and Kurdish-led forces who control the city.

Mit Sicherheit kein Thema für unsere Lückenmedien. Möglicherweise wird der Jemen (auch Saudi-Arabien) nun etwas mehr in den Focus des War on Terror rücken.

Deshalb exportiert Deutschland wie verrückt Waffen genau dorthin; zu den Guten, den Saudis, versteht sich.

Bild des Benutzers ebertus

dass selbst mein Tagesspiegel darüber berichtet?

Alle dahingehenden Verschwörungstheoretiker in Sachen IS = US, sie fliegen hoch, hoch ...

Bild des Benutzers Raphaela

...der Terrorunterstützer:

http://analitik.de (zu Pesco)