10 Jan 2018

Die Vernichtung der Welt durch „Arbeit“ – eine Zwischenbilanz menschlicher Freiheit vor dem nächsten Crash

Submitted by fahrwax

Die Gedanken des Eifelphilosophen zum Thema Arbeit & Freiheit.

Mit der ausdrücklichen Genehmigung des Autors.

Ich erlaube es mir das dem Original-Artikel vorweg gestellte, idylische Bild:

https://www.nachrichtenspiegel.de/2018/01/09/die-vernichtung-der-welt-durch-arbeit-eine-zwischenbilanz-menschlicher-freiheit-vor-dem-naechsten-crash/#

durch eine bis heute gängige Vorstellung des Arbeitsbildes der NAZIS zu ersetzen / zu bebildern.

 

Quelle Wikimedia

Von

Dienstag, 9.1.2018. Eifel. Wunderbare Welt, in der wir leben, oder? Doch: wunderbar. Sehen Sie: da gibt es zum Beispiel diese Engländerin, die Parkinson riechen kann – Jahre, bevor die Ärzte in der Lage sind, ihn zu diagnostizieren (siehe Grenzwissenschaften). Nur ein Beispiel von vielen – aber ein einziges reicht doch aus um zu sagen: was für eine wunderbare Welt! Was für Potentiale Menschen doch haben! Was könnte das doch für eine Welt sein, wenn: ja wenn alles einfach besser laufen würde.  Stattdessen leben wir in einer Welt, in der Menschen bestraft werden sollen, die Flaschenpfand sammeln. Ja – schauen Sie sich diesen Irrsinn doch einfach mal an (siehe Saarbrücker Zeitung):

„Im Oktober 2016 angelte ein Ehepaar aus München, von Beruf Rentner und Reinigungskraft, mithilfe eines Greifarmes Flaschen aus einem Altglascontainer. Die beiden hatten vor, anschließend das Pfand für die Flaschen einzulösen. Bei der Sammelaktion wurden sie von Anwohnern beobachtet und der Polizei gemeldet. Die Polizei wurde aktiv. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein und beantragte schließlich für beide Eheleute beim Amtsgericht München Strafbefehle wegen Diebstahls.“

Irre, oder? Gut, dass der Richter als allerletzte Bremse aktiv wurde – mit einer überraschenden Begründung:

„Mit dem Einwurf der Glasflaschen in den Container geht das Eigentum an den Flaschen auf den Betreiber der Altglascontainer über.“ Von ihrem Eigentümer würden solche Pfandflaschen aber nicht aussortiert sondern mit den anderen Flaschen eingeschmolzen. Maßgeblich für die Berechnung ihres Wertes sei deshalb der Wert, den die insgesamt 18 entwendeten Glasflaschen für diese Recycling-Firma haben. Dieser Wert des eingeschmolzenen Glases sei jedoch „so minimal“, dass er im konkreten Fall gar nicht habe geklärt werden können. Es sei deshalb unklar geblieben, welchen Wert die 18 Flaschen im Rahmen des Recyclingprozesses am Ende überhaupt haben“

Damit gab sich die Staatsanwaltschaft natürlich nicht zufrieden, sie … ging in die nächste Instanz. Lesen Sie selbst nach, wie das endete: in München, einer der reichsten Städte in Deutschland. Erklärt mir gut, warum ich diese Stadt nicht mag. Ich würde gerne mal dagegenrechnen, wie viel Schaden dem Steuerzahler durch diese Aktion entstanden ist – und die Kosten den Beteiligten vom Lohn abziehen – oder den „guten Bürgern“ als Strafe für asoziales Verhalten aufbrummen – aber asoziales Verhalten ist ja nicht strafbar, obwohl es Schäden in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro verursacht … würde Jahre dauern, das alles nachzurechnen, die Zeit habe ich nicht. Denken Sie nur an den letzten Börsencrash 2008 (die Lehmannpleite – nach Angaben von hier schon oft zitierten Experten nur ein kleines Vorbeben dessen, was noch auf uns lauert): da haben Sie schon Schaden genug.

Wie – das wissen Sie nicht? Müsste doch eigentlich jeden Tag in der Tagesschau kommen, was da an „Vermögenswerten“ vernichtet wurde – durch Taschenspielertricks, Lügen und hinterlistigsten Betrug – nicht zuletzt aber auch durch Gier, Dummheit und schlampige Arbeit. 50 Billionen sind da vernichtet worden (siehe FAZ) … das sind 50 000 Milliarden: die meisten Menschen verstehen diese Zahlen gar nicht mehr mangels Bildung. Knapp 200 Jahre den deutschen Staatshaushalt finanziert: das wäre drin gewesen. Die Armut auf der ganzen Welt ausgelöscht: man denke nur, dass auf jeden Menschen rein rechnerisch 7000 Euro entfallen wären – für Menschen, die von zwei Euro am Tag leben, wäre das das Einkommen für zehn Jahre gewesen. Denen das einfach mal so geschenkt: was wäre das für ein Fest geworden!

Sogar in den reichen Ländern hätte sich jeder Bürger über das kleine Geldgeschenk gefreut: eine Familie mit zwei Kindern hätten schon 28000 Euro mehr gehabt – es sei denn, sie bezögen Harzt IV, dann hätte ihnen der Staat das sofort wieder weggenommen … genau wie das Kindergeld. Kindergeld gibt es nur für Reiche in Deutschland, die Armen sollen sehen, wo sie bleiben. Auch asozial, oder?

Bitte? Doch: das ist doch die Philosophie, die dahintersteckt! Oder glauben Sie etwa, es würde sonst Sinn machen, Menschen, die Flaschenpfand sammeln, mit der ganzen Härte des Gesetzes, mit Polizei und Staatsanwaltschaft zu verfolgen – und dem „gerechten“ Zorn der gelangweilten dekadenten Anwohner wenn es nicht um eine ganz wichtige Sache ging?

Habe nicht in Erinnerung, dass wir tausende von Finanzspekulateuren verfolgt haben – obwohl die meisten wussten, was da für seltsame Schuldverschreibungspakete geschnürt wurden – die nur für irrsinnige, kriminelle und absolut dissoziale Charaktere Sinn machen. Dafür habe ich aber gelesen, dass das Kasino wieder brummt: die Wirtschaftszeitungen sind voll von diesen Nachrichten – und wir haben ja ein neues Casino: Bitcoin. Erhalte täglich ein Dutzend Angebote von Menschen, die mich mit Bitcoin reich machen möchten.  Richtig reich. Habe ja auch von einem gelesen, der hatte 20 Bitcoin für drei Euro gekauft – wenn die Prognosen stimmen, dass der Bitcoin Ende 2018 bei 100 000 Euro liegt (für EINEN), dann ist dieser Mensch Millionär. Also: wenn er seine Luftwerte rechtzeitig verkauft – an andere, die dann den Schaden haben, wenn die Blase wieder platzt.

Ja: das sagt einem keiner bei diesen Erfolgsgeschichten, oder? Auch an dem Finanzcrash haben viele Menschen irrsinnige Summen verdient: mit Geld, das gar nicht existierte. Mit Optionen auf Möglichkeiten, die nie real waren. Kein normales, soziales mit Vernunft begabtes Wesen würde auf diese Art und Weise wirtschaften wollen: um über den Winter zu kommen, brauchen wir reale Nahrung, echtes Wasser, in Grad messbare Heizmöglichkeiten – und keine Versprechungen von Zauberkünstlern. Diese Art von Wirtschaft erinnert ein wenig an die Ursprünge des Ärztekultes im Westen: jenen Mann im Planwagen, der durch die Dörfer zog und Erdöl in Flaschen (ohne zu wissen, was es eigentlich war) als Allheilmittel gegen alles verkauft hat – und regelmäßig ganz schnell das Städtchen verlassen musste, wenn die Nebenwirkungen seiner Therapie sichtbar wurden. Ja: das ist das Geheimnis großen Reichtums, der nicht durch Arbeit erworben werden kann – den Sie niemals erwerben werden können, wenn Sie jeden Tag brav in die Firma gehen. Gigantischer Reichtum ist nur möglich, wenn sie skrupellos anderen was wegnehmen. Nehmen Sie einem Menschen 80 Millionen, dann ist das Diebstahl – und sehr schwer. Nehmen Sie aber von 80 Millionen Menschen nur einen Euro – merkt es keiner, Sie haben aber die gleiche Summe auf dem Konto.

So funktioniert unser System – und als Mittel, uns das Geld aus den Taschen zu ziehen, wurde der Konzern erfunden: gigantische, kaum noch durchschaubare Konstrukte, die selbst gewiefte Steuerprüfer ins Leere laufen lassen aber hervorragend als jene Maschinen funktionieren, die Milliarden Menschen Euros und Dollar aus der Tasche ziehen, um einigen wenigen Milliarden in die Kasse zu spülen. Kein Wunder, dass das niemand mehr Kapitalismus nennen mag – und mit Marktwirtschaft hat das alles überhaupt nichts mehr zu tun.

Wissen Sie noch, wie das mal anfing? Der Kapitalismus hat ja so ein schönes Bild dafür geschaffen: den Markt … jene Flecken, aus denen später Dörfer wurden, dann Städte. Dort treffen sich die Schweinezüchter mit den Weizenpflanzern, die Weinbauern mit den Möhrenfürsten, die Künstler und Dichter, die Ärzte und Rechtsanwälte und alle tauschen ihre Waren und Dienstleistungen aus, bis alle satt, zufrieden und glücklich nach Hause fahren. So – das Ideal. Dort … treffen sich freie Menschen zum freien Austausch ihrer Überschüsse. Die Praxis ist: 99 Prozent der Dorfbewohner haben kein Land mehr. 99 Prozent der Dorfbewohner wurden mit staatlicher Gewalt von den bislang freien und geldlosen Zugängen zu Nahrung, Wasser, Obdach und Wärme abgeschnitten – sie sind schon hoch verschuldet, wenn sie nur zur Welt kommen. Ja: nun schauen Sie nicht so. Essen wächst überall umsonst – von ganz alleine. Es ist ein bewusster Willensakt zu sagen: das ist jetzt alles MEINS. Und ihr anderen … müsst jetzt dafür BEZAHLEN, um essen zu dürfen. Macht ihr das nicht – müsst ihr eben hungern. Die Äcker wurden dereinst zusammengelegt, weil sie so wirtschaftlich effektiver waren. Das befahl dereinst der Staat. Ist wie mit der Industrialisierung: auch die wurde staatlich (also: mit unseren Steuergeldern) reichlich gefördert, wir bauten Straßen, Schienen, begradigten Flüsse, damit die Firmen an ihre Rohstoffe kamen und ihre Waren weiterleiten konnten, wir haben in hundert Jahren das ganze Land komplett zugebaut, damit die Firmen effektiver Gewinn machen können … aber nur noch für sich. Durch die Zusammenlegung von Grundstücken (für die eine kleine – heute völlig unbedeutende – Entschädigung gezahlt wurde) gab es einen gigantischen Produktivitätsgewinn – und aus den Bevölkerungen der Länder wurden abhängige Sklavenkulturen, die jederzeit fürchten mussten, dass der Wert ihres Geldes von heute auf morgen absackte, weil gewiefte Spekulanten wieder asoziale Spielchen gespielt hatten. Das haben wir schon mal drastisch erlebt – und bewegen uns wieder darauf zu.

Heute: gehört alles anonymen Megamächten. 99 Prozent der Bevölkerung sind in eine große Maschine eingebunden – und die anderen Völker sollen mit Frondiensten in dieser Maschine beglückt werden, wenn wir ihnen erstmal die „Demokratie gebracht haben“ – was ja der große Kreuzzug des 21. Jahrhunderts ist: den Menschen „die Demokratie bringen“. Ja: so sieht unser Dorf heute aus: rund um den Markt – der eine Megastadt geworden ist – stehen große Werke, die die völlig verarmte Stadtbevölkerung mit dem Notwendigsten (und meist qualitativ minderwertigem) versorgen. Jederzeit werden die Preise erhöht, um mehr und mehr aus der Notsituation abschöpfen zu können, gleichzeitig werden die Ärmsten der Armen gejagt – ganz nach dem Motto: 0hne Hungertod keine Motivation. Die Arbeitsbienen sollten ja wissen, warum sie täglich mehr strampeln – sie sollen wissen, wovor sie davonlaufen müssen: vor der Hartzhölle, die eine ewige, die Seele zerfetzende Demütigung ist, begleitet vom Hohnlachen der Mitmenschen – jene Typen, die auch Pfandflaschen mit ihrem Leben verteidigen und für 1,44 Euro Altglas die gesamte Staatsmacht entfesseln … aber das jonglieren mit Billionen gelassen hinnehmen.

Völlig verarmte Stadtbevölkerung? In einem Land, dem es niemals zuvor in seiner Geschichte besser ging?

Das überrascht jetzt, oder? Sind wir nicht alle superreich – im Vergleich zu jenen Millionen, die in Afrika verhungern? Ist nicht sogar der verharzte Mensch reich zu nennen im Vergleich zu jenen Hunderttausenden, die in der Wüste verrecken auf dem Weg in unser gelobtes Land?

Nimmt man das als Maßstab, was uns tagaus tagein gepredigt wird: dann ja. Denkt man aber an jenen Begriff der Freiheit, der jahrtausendelang Wunschtraum der Menschen war: dann – ganz klar und eindeutig – nein.

Ein freier Mensch hat die völlige Souveränität über seine Nahrungsversorgung, die die Natur in übergroßer Fülle bereit hält. Er hat die völlige Verfügungsgewalt über seine Wasserversorgung – jenes Wasser, das völlig umsonst vom Himmel fällt und völlig umsonst die Bäche und Flüße herunterfließt. Er kann sein Obdach mit seinen eigenen Händen bauen aus jenen Materialien, die völlig umsonst wachsen – und in großer Zahl nachwachsen. Er kann essen, bis er satt ist, trinken, bis der Durst gewichen ist … und schlafen, bis er ausgeschlafen ist. Ja: ausschlafen ist wichtig. Für die Gesundheit, die Laune, die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer. Schlafentzug … ist Folter. Fragen Sie mal in Guantanamo nach – die arbeiten professionell damit. Auch die RAF-Häftlinge in Stammheim wurden dieser Folter unterzogen – leider hat die entsprechende Arbeit von Amnesty International hierzu noch keinen Einzug ins Internet gehalten, lediglich bei Wikipedia findet sich ein Hinweis dazu (siehe Wikipedia).

Und Sie? Werden jeden Morgen von einer Maschine aus Morpheus Armen gerissen, um ihr Werk zu tun, bzw. das Ihrer Herren. Gut, dass wir noch gar nicht wissen, was Schlaf eigentlich ist, wozu er gut ist, was er alles bewirkt: wir haben bislang nicht mehr als Verschwörungstheorien zum Schlaf – besser gesagt: Hypothesen. Und Verschwörungstheorien sind ja das Werk des Teufels, wie wir alle wissen … sollen.

Ja, sicher: wir haben SUV´s, Flugzeuge, Flachbildfernseher, Smartphones, Staubsauger, steigende Krebsraten und wachsende Zahlen an Burn-Out-Fällen – das hat der freie Mann in den Wäldern nicht. Erinnert mich an die Vernichtung der Kultur der nordamerikanischen Indianer: die bekamen Glasperlen und Alkohol … unsere Glasperlen laufen mit Strom und glitzern deshalb noch mehr – aber sind wir deshalb „frei“?.

Testen Sie doch mal Ihre Freiheit. Für einen guten Zweck. Machen Sie sich doch einfach morgen mal auf eine Wanderung nach … sagen wir … Jerusalem. Sie könnten daraus ein religiös motiviertes Ding machen, so eine Art Wallfahrt: also etwas, das kulturell noch hoch anerkannt sein müsste. Oder wandern Sie nach Rom. Oder Helgoland – dem „heilig Land“. Oder irgendwo hin, mir egal wo. Und dann beobachten Sie mal ganz genau, wie es um Ihre Freiheit bestellt ist … die in Massen hereinflatternden Rechnungen, die beglichen werden wollen, werden Ihnen zeigen, wie frei Sie sind … bzw. wie sehr sie „in Schuld“ stehen. Es droht Kündigung des Arbeitsverhältnisses … und Sanktionen des Jobcenters. Sie werden auch – trotz Zelt – Schwierigkeiten haben, irgendwo zu nächtigen: denn das ist verboten. Immerhin sind schon zwei Drittel des deutschen Landes in privater Hand – also nicht in Ihrer (siehe Stern) Das Essen entlang ihres Weges … gehört alles jemand anderem, obwohl niemand von den Besitzern dafür sorgen kann, dass es überhaupt wächst … die leben auch nur davon, dass uns die Natur seit  Millionen von Jahren reich beschenkt. Nehmen Sie nur einen einzigen Apfel … die ganze Gewalt des modernen industriellen Staates würde Ihnen ihre engen Grenzen aufzeigen. Sie könnten sich auf Visionssuche begeben, wie es in vielen Traditionen der Menschheit ganz natürlich war – um die Vision, den Sinn, den Zweck für Ihr eigenes, ganz persönliches Leben zu erhalten … bevor Sie, wie die meisten modernen Menschen … auf dem Sterbebett bereuen müssen, dass sie überhaupt kein Leben gelebt haben, sondern nur Vorschriften befolgten und Erwartungen befriedigten.

Ja – lauschen Sie mal den Worten der Sterbenden (siehe Stern):

„Es sind nicht so sehr die großen und kleinen Träume wie Weltreisen, schicke Häuser, mehr Sex oder noch mehr Geld, deren Fehlen die Todgeweihten bereuen, sondern die unerfüllten, zwischenmenschliche Dinge: Auf Platz eins etwa steht der Wunsch „den Mut gehabt zu haben, mein eigenes Leben zu leben“. Viele der Menschen hätten sich darüber beklagt, zu oft den Erwartungen anderer entsprochen zu haben, statt ihren eigenen Wünschen nachzugehen. „Die meisten hätten nicht einmal die Hälfte ihrer Träume verwirklicht“, so die Palliativpflegerin, die jahrelang Menschen in den Tod begleitet und ihre Erfahrungen zunächst in einem vielbeachteten Blog verarbeitet hat.“

Ja – es gibt auch etwas zum Thema „Arbeit“.

„Vor allem Männer bedauerten in ihren letzten Tagen und Stunden, dass sie „zu viel Zeit ihres Lebens in der Tretmühle des Arbeitslebens“ verbracht hätten, wie die Autorin schreibt. Sie grämten sich, sich zu wenig um Kinder, Partner und Freunde gekümmert zu haben. Frauen hätten sich zwar auch über zu viel Arbeit beklagt, aber längst nicht so häufig wie Männer, so Ware: „Sie waren meistens eben nicht die Familienernährer.“ 

Ist das die Abschiedsbetrachtung eines freien Menschen? Die große Maschine der Superreichen (ja: man braucht viel Geld um so eine Maschine zu errichten. Und es sind viel weniger Juden als die reichen, angelsächsischen Protestanten, die dieses Geld in Händen halten – um nebenbei mal mit einer alten Lügengeschichte aufzuräumen, die aber gern von reichen angelsächsischen Protestanten verbreitet wird um aus dem Schussfeld zu kommen und Millionen Mitbürger jüdischer Religion das Leben gekostet hat).

Wissen Sie, was andere von unserem modernen Leben halten – das Lebensinn, Lebensqualität, Lebensinhalte systematisch in großem Umfang vernichtet, das aus dem Tod das grausame Ende eines um alles betrogenen Menschen macht? Ich habe da eine Stimme, die vor allem bei Konservativen und Grünen (ist ja inzwischen dasselbe) gerne gehört wird: Ernst Jünger.

„Der Mensch, sagte Jünger ist „in einer großen Maschine gefangen, die zu seiner Vernichtung entwickelt worden war“ und dazu, ihn zu „foltern“.

„Jünger glaubte, dass nur zwei Wege aus der Folterkammer führen: Verbrechen oder das Dickicht.“ (siehe Preparata, Dunker und Humblott 2015, Seite 209.)

Verbrechen? Lehmann! Das Dickicht? Oh – das muss ich erklären:

„Das „Dickicht“ war für Jünger ein symbolischer Raum der Freiheit welchen sich der Widerstandskämpfer „jenseits der Linie“  wie eine Oase in der nihilistischen Wüste schuf, in der ihn der Leviathan der Technologie nicht erreichen konnte“ (Preparata, a.a.O., Seite 208).

Ein – symbolischer Raum. Früher: der Wald, in den sich die Partisanen und Rebellen zurückzogen. Heute – wären das andere Räume, eher virtueller Natur. Vielleicht ein Grund, warum sich so viele junge Menschen (hauptsächlich: Jungs) angesichts der Welt, die sie erwartet (und angesichts der Folgen der Sklaverei, die sie bei ihren Eltern detalliert beobachten können) erstmal in die Welt der Videospiele zurückziehen, Technik nutzen, um ihr zu entkommen. Ja – darüber kann man meckern bis zum geht nicht mehr, jedoch: vielleicht riechen die jungen Menschen das Ende unserer Zivilisation so wie andere Parkinson riechen können. Und ich rede hier noch nicht mal von der massiven Umweltverschmutzung (da China unseren Müll nicht mehr nimmt (siehe Zeit), werden wir mit unseren 617 Kilo Müll pro Kopf und Jahr (siehe FAZ) bald Probleme bekommen: lagern Sie das mal in Ihrer Wohnung!), über die sich andere schon genug ausgelassen haben … und die unser Ende vielleicht schon in wenigen Jahren bewirkt, wenn mangels Insekten keine Befruchtung mehr stattfindet und … einfach gar nichts mehr wächst. Überhaupt nichts mehr.

Über Jünger – den ich nicht schätze – reden wir später mal länger. Doch seine Perspektive auf unsere Kultur … entspricht den Fakten. Seit längstens 300 Jahren arbeiten wir mit aller Kraft an unseren Arbeitsplätzen an nichts anderem als der Vernichtung der Menschheit – wofür die Haupttäter Glasperlen der Extraklasse erhalten. Auschwitz, Hiroshima: keine Unfälle der Geschichte, sondern logische Erscheinungsformen einer bösartigen Kultur – der bösartigsten, die wir bislang kannten – so bösartig und abartig asozial, dass wir Menschen verfolgen, die Pfandflaschen retten (und damit der Umwelt dienen) – oder Container für Obdachlose verbieten, die ehrenvolle Unternehmer kostenlos bereit stellen (siehe rp-online).

Das ist Ihnen alles zu düster? Die Börse brummt doch, Bitcoin macht alle reich? Ok: eins noch, dann ist für heute Schluss (siehe Spiegel):

„Die Ursachen für diese weltweite Jagd nach neuen Höhepunkten ist bekannt: die globale Liquiditätsflut der Zentralbanken. Seit Jahren werden die Börsen durch die ultralockere Geldpolitik angetrieben und gestützt. Denn wegen der niedrigen Zinsen bringen Anleihen kaum mehr Rendite. Und das viele Geld, das die Notenbanken durch ihr Programm in den Markt pumpen, geben Investoren aus, um Aktien zu kaufen. Das treibt die Kurse nach oben.“

Unser Geld – der einzige Zugang zu Wasser, Nahrung, Wärme und Obdach – wird in gigantischen Massen gedruckt, damit Investoren sich noch mehr Ansprüche ausrechnen können. Ja – Geld: das ist in erster Linie nur Anspruch auf Waren. Selbst: ist es nichts. Und je mehr man davon druckt … umso wertloser wird es. Wer genug davon geschenkt bekommt (ja: das wird VERSCHENKT … ein anderes Wort für „ultralockere Geldpolitik“ … nur IHNEN schenkt man das nicht, nur der Geldadel – der den Blutadel a´la Jünger ersetzt hat – darf sich damit reich rechnen … und mehr und mehr Land kaufen – das einzige von wirklichem Wert), darf sich glücklich schätzen, die anderen … kommen für die Folgen auf. Wenn die Blase platzt … haben wir wieder Weimarer Verhältnisse.

Was das heist?

Nun: ein Brötchen kostet dann … 5 Millionen Euro. Was meinen Sie, warum so viele Menschen in Entscheidungspositionen dem Geld wie die Irren hinterherjagen. Die … schauen in die Zukunft und wollen noch Brötchen.

Und Sie? Arbeiten als kleines Rädchen in einer Maschine, die sich unaufhaltsam und zielgerichtet auf diese Apokalypse zubewegt: die große Leistung unseres Gesamtsystems wird die Verwüstung des ganzen Planeten sein – Ihre „Arbeit“ ist zu einhundert Prozent ein Beitrag zur Vernichtung ihres persönlichen Lebenssinns, der Ökosphäre sowie der Reichtümer der Menschheit, als Dank dafür erhalten Sie jährlich 617 Kilo Müll.

Total schlau.

Wird also Zeit, sich im „Dickicht“ in Sicherheit zu bringen … wenn die neue Megablase platzt (was entsprechend den Gerüchten aus in der Regel gut informierten Kreisen schon dieses Jahr der Fall sein soll) … brauchen wir frische, ausgeruhte Kräfte, die den Wiederaufbau in Angriff nehmen.

Kommentare

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Verbogen und verzerrt wurde der Begriff: «Arbeit macht frei,» von den Nazis vorsätzlich. Die Konzentrationslager wurden als Arbeitslager mit Hilfe der Reichsrichtlinien zur Fürsorge des Staates über Arbeitslose errichtet. Diese Reichsrichtlinien zur Fürsorge des Staates über die Arbeitslosen entstanden 1924 nach er großen Inflation von 1923. Bereits 1922 entstanden Reichsrichtlinien zur Fürsorge des Staates über Kinder und Jugendliche, die nach dem WK1 verwahrlost waren – die berüchtigten Erziehungsheime, die in der DDR später zu den Werkhöfen mutierten. Beide Gesetze wirken in der BananenRepublik Deutschland BRD nach. Die Ungeheuerlichkeiten der Erziehungsheime sind nicht vollständig aufgeklärt. Der Arbeitszwang der Hartz-Gesetze folgt stringent just diesen Reichsrichtlinien.

Der Spruch: «Arbeit macht frei,» basiert auf einer nicht näher bestimmbaren Volksweisheit, die ihren Ursprung im Mittelalter hatte, als die Leibeigenen ihren feudalen Herrschaften in die Stadt entflohen: «Stadtluft macht frei.»

Wer also den Spruch glaubt: «... Ihre „Arbeit“ ist zu einhundert Prozent ein Beitrag zur Vernichtung ihres persönlichen Lebenssinns ...,» ist unfrei und läßt sich und seine eigene Arbeit mißbrauchen, ist also nicht ganz dicht – verrückt.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Verbogen, verzerrt, verrückt
 

Aber diese Verrücktheit ist bereits deutlich älter als der Nazispruch über dem Tor in's KZ Auschwitz.

Morus kannte diese Form von Schwachsinn bereits 1516:

„Wenn ich alle unsere Staaten, die heute irgendwo in Blüte stehen, im Geiste betrachte, und darüber nachsinne, so stoße ich auf nichts anderes, so wahr mir Gott helfe, als auf eine Art Verschwörung der Reichen, die den Namen und Rechtstitel des Staates missbrauchen, um für ihren eigenen Vorteil zu sorgen. Sie sinnen und hecken sich alle möglichen Methoden und Kunstgriffe aus, zunächst um ihren Besitz, den sie mit verwerflichen Mitteln zusammengerafft haben, ohne Verlustgefahr festzuhalten, sodann um die Mühe und Arbeit der Armen so billig als möglich sich zu erkaufen und zu missbrauchen. Haben die Reichen erst einmal im Namen des Staates, das heißt also auch der Armen, den Beschluss gefasst, ihre Machenschaften durchzuführen, so erhalten diese sogleich Gesetzeskraft.

Indessen … scheint es mir – um offen zu sagen, was ich denke – in der Tat so, dass es überall da, wo es Privateigentum gibt, wo alle alles nach dem Wert des Geldes messen, kaum jemals möglich sein wird, gerechte oder erfolgreiche Politik zu treiben, es sei denn, man wäre der Ansicht, dass es dort gerecht zugehe, wo immer das Beste den Schlechtesten zufällt, oder glücklich, wo alles an ganz wenige verteilt wird …“.

Thomas Morus 1516

Darum spricht der Eifelphilosoph heute von Glasperlen, Burnout & Hartz 4 und dem Verbot dein Zelt irgendwo aufzuschlagen:

"Ja, sicher: wir haben SUV´s, Flugzeuge, Flachbildfernseher, Smartphones, Staubsauger, steigende Krebsraten und wachsende Zahlen an Burn-Out-Fällen – das hat der freie Mann in den Wäldern nicht. Erinnert mich an die Vernichtung der Kultur der nordamerikanischen Indianer: die bekamen Glasperlen und Alkohol … unsere Glasperlen laufen mit Strom und glitzern deshalb noch mehr – aber sind wir deshalb „frei“?.

Testen Sie doch mal Ihre Freiheit. Für einen guten Zweck. Machen Sie sich doch einfach morgen mal auf eine Wanderung nach … sagen wir … Jerusalem. Sie könnten daraus ein religiös motiviertes Ding machen, so eine Art Wallfahrt: also etwas, das kulturell noch hoch anerkannt sein müsste. Oder wandern Sie nach Rom. Oder Helgoland – dem „heilig Land“. Oder irgendwo hin, mir egal wo. Und dann beobachten Sie mal ganz genau, wie es um Ihre Freiheit bestellt ist … die in Massen hereinflatternden Rechnungen, die beglichen werden wollen, werden Ihnen zeigen, wie frei Sie sind … bzw. wie sehr sie „in Schuld“ stehen. Es droht Kündigung des Arbeitsverhältnisses … und Sanktionen des Jobcenters. Sie werden auch – trotz Zelt – Schwierigkeiten haben, irgendwo zu nächtigen: denn das ist verboten. Immerhin sind schon zwei Drittel des deutschen Landes in privater Hand – also nicht in Ihrer (siehe Stern) Das Essen entlang ihres Weges … gehört alles jemand anderem, obwohl niemand von den Besitzern dafür sorgen kann, dass es überhaupt wächst … die leben auch nur davon, dass uns die Natur seit  Millionen von Jahren reich beschenkt. Nehmen Sie nur einen einzigen Apfel … die ganze Gewalt des modernen industriellen Staates würde Ihnen ihre engen Grenzen aufzeigen. Sie könnten sich auf Visionssuche begeben, wie es in vielen Traditionen der Menschheit ganz natürlich war – um die Vision, den Sinn, den Zweck für Ihr eigenes, ganz persönliches Leben zu erhalten … bevor Sie, wie die meisten modernen Menschen … auf dem Sterbebett bereuen müssen, dass sie überhaupt kein Leben gelebt haben, sondern nur Vorschriften befolgten und Erwartungen befriedigten."

Wer ist hier

????

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Ja, total verrückt
 

Keine Frage, wer diese Sprüche GLAUBT ist unfrei, hechelt weiter im Hamsterrad, produziert unendlichen Müll, der ihm aufs eigene Dach fällt und ihn begräbt, zerstört den Planeten und damit seine eigene Lebensbasis.

Wer den Quatsch nicht glaubt, hat zumindest die Wahl zwischen Streik und Müllvermeidung.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Bekloppt
 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen. (M. Klonovsky)

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Antwort auf hadie  zum Kommentar Selbsthass
 

Dann hoffe ich nur, daß du kein Fahrrad hast.

Bild des Benutzers pleifel

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und es wäre ja auch für die Vertreter der "harten Ecke" völlig unbefriedigend, wenn man dem Beitrag in allem zustimmen würde. Pervers lässt es sich schon nennen, wenn deutsche Gerichte sich mit "illegaler" Flaschenpfandverwertung und Mülltauchen beschäftigen und dabei die Grenzen des Empfindens überschreiten, was Recht und Unrecht betrifft. Und wenn ein Jobcenter damit beginnt, einem Hartzer die Leistung zu kürzen, nur weil der sich mittels Betteln ein kleines Zusatzeinkommen verschafft hatte. Das ist insbesondere ein Skandalon, weil in dem Beitrag die andere Seite der Medaille aufgezeigt wurde.

Nun aber mal zu den 50.000 Billionen und auch dem von der FAZ fälschlich gezogenen Vergleich von Vermögen und Finanzmarktblasen (wie aktuell beim Bitcoin). Richtig ist, das es wie so oft die einfachen Menschen betrifft, wenn die Folgen einer Finanzmarktspekulation nicht auf die eigentlichen Verursacher zurückfällt, da die Staaten nicht bereit sind (bisher jedenfalls), das Verursacherprinzip anzuwenden, ganz im Gegensatz zur reinen Lehre der Neoliberalen. Deshalb wurde die Staatsverschuldung erhöht, Schuldengrenzen eingezogen (eine Alibiveranstaltung der Neoliberalen) und alles, was das Gemeineigentum betrifft (inkl. aller Sozialleistungen), Verschlechterungen umgesetzt. Das Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die allgemeine Wirtschaft, ist aber von den Staaten in der letzten Krise großteils verhindert worden (das wird sich kaum wiederholen lassen), denn man hatte aus den vorherigen Krisen gelernt.

Falsch ist es nun aber von Vermögen zu sprechen, und dann alles in einen Topf geschmissen wird. Insoweit ist dann auch die kleine Rechenübung pro Kopf ganz amüsant, mehr aber auch nicht. Denn Buchwerte (oder auch virtuelle Werte), die sich an den Börsen steil nach oben bewegen, haben sich schon lange vom Vermögen im eigentlichen Sinne entfernt: sie haben so gut wie nichts mehr damit zu tun. Jedenfalls wenn sie z.B. dem realen Wert eines Konzerns um ein Vielfaches übertreffen. Solange also die Rallye nach oben geht, hat zumindest beim Anstieg keiner einen Verlust (im Normalfall!). Und solange keiner verkauft und sich nicht in die Werte bewegt, die bei einer Finanzmarktkrise nicht den Bach runter gehen, sind die Kurse schöne Luftschlösser, aber eben kein Vermögen.

"Ihre „Arbeit“ ist zu einhundert Prozent ein Beitrag zur Vernichtung ihres persönlichen Lebenssinns, der Ökosphäre sowie der Reichtümer der Menschheit, (...)", da wäre das "sich in die Büsche schlagen" auch nur eine sinnvolle Lösung, wenn gewisse Ressourcen vorhanden sind, ohne gleich dem Anspruch als Selbstversorger zu genügen, was den Stadtbewohnern eh nicht möglich wäre.

Bei dem geschilderten Horrorszenario wird leicht vergessen, dass die Waage der Bewertung der menschlichen Zivilisation, ob sie sich zum Schlechten oder guten neigt, ganz von den Vergleichskriterien abhängt, wie sie denn ausschlägt. Eines wundert mich schon, wenn in Sendungen über die Zukunft der technologischen Entwicklung philosophiert wird und in den vielen Unternehmen und StartUps konkrete Arbeiten geleistet werden, die in den meisten Fällen mehr Arbeitsplätze abschafft, als neue entstehen. Das nennt sich immer noch Produktivitätsfortschritt, aber es wird dabei völlig ausgeblendet, was der eigentliche Fortschritt wäre, nämlich diesen Freiraum (Freiheit) der zeitliche Art allen zugute kommen sollte (damit stellt sich natürlich die Eigentumsfrage und die Vision einer modernen sozialistischen Gesellschaft).

Der Fehlschluss im Sinne fehlender Alternativen, was das aktuelle Wirtschaftssystem betrifft, verhindert ein Umsteuern in die smarte Zivilisation, die aber nicht mehr dem Wahn "der Arbeit der Arbeit wegen" aufgestellt wäre, sondern eine der natürlicheren Lebensweise. Natürlich im Sinne von dauerhafter Verträglichkeit mit sich, den anderen und der Ökologie. Pessimismus ist nicht anstrengend, macht aber schlechte Laune und neigt zur Übertreibung. Die 60er Jahre liefen unter der Apokalypse der unmittelbaren atomaren Vernichtung: das Gefühl der Kubakrise ist mir noch abrufbar. Zwar eskaliert zurzeit wieder einiges in diese Richtung, aber da hoffe ich doch zumindest auf den Rest der kritischen Vernunft.

DDT und die Ozonproblematik wurde international angegangen und es wurden große Fortschritte erzielt. Mehr davon kann nur die Lösung sein, dann macht die Arbeit dafür auch frei!

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Was regst du dich über die Bitcoin so auf?

Sicher kann man mit Bitcoin reich werden, wenn die billig gekauft oder gediggert und zu einem hohen Kurswert abgestoßen werden. Damit ist der Bitcoin eine gute Kapitalanlage, besser, als Gold und Silber das sein könnten, mehr aber auch nicht. Daß der Bitcoin (und andere Kryptowährungen) so steigt, liegt an der Nachfrage durch Betrüger. In aller Regel werden Bitcoin für internationale und steuerfreie Transaktionen verwendet. Allerdings ist eine Kryptowährung dieser Konstruktion keine Währung, sondern eine Geldanlage in ein gemeinschaftliches Unternehmen. Wer die Software hat, kann diggern und seine Zahlungstransfers verwalten. Die Gesamtsumme ist algorhythmisch begrenzt, folglich muß bei hoher Nachfrage der Kurs steigen. Das aber ist kontraproduktiv zur Kalukulation von Unternehmen, die einen stabilen Geldmarktkurs benötigen, den Bitcoin & Co. schon von der Konstruktion her nicht leisten können.

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Hat das jetzt auch irgend einen Bezug auf "Termiten" ? Bei mir nämlich, leisten die Viecher ganze ARBEIT und vernichten hin und wieder etwas sehr gründlich, was ich also mindestens zu meiner kleinen Welt zählen würde. zB. Teile meines Zirkuswagens, der seit 25 Jahren hinterm Haus im Garten steht. :-)) Ich komme kaum noch nach die Bietser in Ihre Schranken zu verweisen. Schon lassen sie sich von Kollegen ablösen, der gemeinen Holzameise. OK, die sind nicht ganz so gründlich. Die Termiten hingegen lassen ja nur eine ganz dünne Aussenhaut des Holzes stehen, drinnen aber ist es "voll" hohl - hat irgendwie doch was mit dem Kapitalismus gemeinsam, oder? ...  ,der ja nicht nur die Welt durch Arbeit demontiert, sondern auch die Gesellschaft aushöhlt bis sie gänzlich leer ist, frei von jedem Lebenssinn, und sich nur noch um sich selbst dreht als Simulakrum eines Leistungskarussels, in dem weder jemand weiß, was Leistung eignetlich ist, noch jemand durch dieselbe auch nur irgendwo hin gelangen könnte ....  Was die Termiten machen, wenn das Holz komplett aufgefressen sein wird, ist mir nicht bekannt ....

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf iDog  zum Kommentar Termitisch ?
 

Was ist der Sinn des Lebens?

Arbeit allein kann das nicht sein. Gurdjieff benutzte Arbeit, um deren (teilweise) Sinnlosigkeit bewußt zu machen. Keynes benutzte sinnlose Arbeit, um Geld unter die Leute zu streuen; Friedman hat die Arbeit dabei weg gelassen und das Helikoptergeld erfunden.

Darum:

Im Anfang steht die Selbsterkenntnis:

  • Wer bin ich?
  • Was tue ich?
  • Warum?

Cui bono!

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Ich arbeite, also bin ich?
 

Wie die aber in eine Ideologie oder Anti-ideologie eingebunden ist, bleibt vorab zu bedenken. Womit sich auch die Frage eröffnet, ob es so etwas wie Selbsterkenntnis dann überhaupt gibt.

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Antwort auf iDog  zum Kommentar Im Anfang steht die Selbsterkenntnis
 

Erzähle einem Elefanten das Märchen vom Fliegen und er glaubt dir nicht.enlightened

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Antwort auf iDog  zum Kommentar Im Anfang steht die Selbsterkenntnis
 

Die Definition von Arbeit und die Ablieferei der Erträge aus derselben, inkusive der Ziel setzung von Arbeit ist total durchorganisiert.

Wüsste Mensch nur in wessen Fußstapfen seine Ideologie entstand und wer wessen Brot wegfrisst.

"Wer nicht Arbeitet soll auch nicht essen". So wird gesagt, aber viel zu selten gefragt wem diese Regel dienstbar ist:

Zur Sub- und inneren Kolonialgeschichte der Arbeitsgesellschaft.

„Mit dem Bürgertum steigt eine Klasse zur Herrschaft auf, die sich über Arbeit definiert und sich durch eine um Leistung zentrierte, methodische Lebensführung von der Aristokratie abgrenzt. Die Selbstdisziplin, die sich das Bürgertum auferlegt, schlägt um in und vollendet sich als Fremddisziplinierung. Aus der Härte gegen sich selbst leitet man das Recht, ja beinahe die Pflicht ab, unnachgiebig gegen die unproduktiven und lasterhaften Unterschichten vorzugehen.“ Dieser Text stammt aus dem Jahr 1990 und ist ursprünglich in einer doppelt so langen Fassung in der Zeitschrift „psychosozial“ erschienen. Lange vor Einführung des Verelendungs- und Disziplinierungsprogramms Hartz IV analyiserte der Autor den allgegenwertigen Terror der Arbeit treffend und mit vielen aufschlussreichen historischen Belegen. (Götz Eisenberg)

 

»Denn das Leben und die Zeit des Menschen sind nicht von Natur aus Arbeit, sie sind Lust, Unstetigkeit, Fest, Ruhe, Bedürfnisse, Zufälle, Begierden, Gewalttätigkeiten, Räubereien etc. Und diese ganze explosive, augenblickhafte und diskontinuierliche Energie muss das Kapital in kontinuierliche und fortlaufend auf dem Markt angebotene Arbeitskraft transformieren.« — Michel Foucault

Kritik der Arbeit | Lob der Faulheit

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Tja, die Selbsterkenntnis......
 

«"Wer nicht Arbeitet soll auch nicht essen". So wird gesagt, aber viel zu selten gefragt wem diese Regel dienstbar ist:»

Hier die Antworten: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen

  • August Bebel
  • Adolf Hitler
  • Josef Wolgo

Was im Paulusbrief als Ermahnung gegen das «Lotterleben» dargestellt ist, kann auch als Teil eines spirituellen Weges gedeutet werden, weil Fasten als Mittel zu Selbsterkenntnis diente und dient – Jeschua und Mohammed gingen zur Selbsterkenntnis in die Wüste.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar ... und ging in die Wüste
 

von Paulussen und oder Saulussen sind urheberrechtlich höchst bedenklich - wer da wem was untergejubelt hat ist nicht wirklich nachvollziehbar, aber die Tantiemen werden jedenfalls pausenlos verjubelt.

Jedenfalls stimmen mich meine Wanderungen durch die real existierenden, kleinbürgerlichen Wüsteneien höchst bedenklich - zumal die geschäftsführende Angela erkennbar auf Budha trainiert (da brauchste keine geeichte Waage, datt siehste so).

Persönlich stehe ich absolut auf einstürzende Altbauten -

glaube an nichts, rechne jedoch mit allem und Jedem.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Deutungen
 

Die Urheberrechte an einem so uralten und oft umgeschriebenen und (kreativ) übersetzten Text interessieren (eigentlich) keine Sau. Die spirituelle Methode findest du in allen Kulturen. Interessant finde ich eher, daß die selbst ernannten und sogenannten Arbeiterführer immer ganz genau wussten und wissen, wie sie die Bibel  und just diesen Brief des Paulus zu interpretieren haben. Genau aus diesem Grund ist der Spruch, den du falsch zitiert hast, auch bei den Gewerkschaftern sehr beliebt und die berufen sich natürlich auf den Fälscher.

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Umdeutungen
 

Selbst bei zweiseitiger persönlicher (körperlicher) Anwesenheit ist mir kein wirklich "eindeutiges" Wort geläufig.

Die jeweiligen persönlichen Vorfilter erlauben jedes Mistverständnis.

Der Versuch kommunikativer Vermittlung steckt voller Irrtümer......

Die Anzahl der Interpretationen dürfte sich (in etwa) mit der Zahl der Interpretatoren decken - es könnten aber auch mehr sein...

"Fakt is a gas" saich ma wieder - ist aber immer wieder schön darüber geredet zu haben, sacht der Soziologe dann zügig.

Jedenfalls geht nichts über den unmittelbaren, persönlichen Austausch, ohne die potentiellen Irrtumsquellen (selbst)befangener Interpretatoren.

Könnte Politik sein, muss aber nicht......