11 Feb 2018

Zeit der Verleumder

Submitted by ebertus

"Der Deutsche Bundestag verurteilt jede Form von Judenfeindlichkeit. Das umfasst auch alle antisemitischen Äußerungen und Übergriffe, die als vermeintliche Kritik ander Politik des Staates Israel formuliert werden, tatsächlich aber einzig und allein Ausdruck des Hasses auf jüdische Menschen und ihre Religion sind."


Antideutsches Denken hat seit dieser Resolution des deutschen Bundestages vom 18.01.2018 offiziell, wenngleich noch nicht formaljuristisch Einzug gehalten in den hierzulande anhaltend geführten Diskurs über Schuld und Sühne, über das Judentum und den Staat Israel; ein Diskurs, bei dem eine Diffamierung und Verleumdung von Kritikern der jeweils angesagten Staatsräson nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel darstellt.

Der Zionismus als eine politische Ideologie und seine real gewordene Inkarnation in der Gestalt des Staat Israel werden gegenüber den Kritikern in den Rang schützenswerter Menschenrechte gehoben, jedwede Kritik damit delegitimiert.

Welcher Staat welche Ideologie ist der/die nächste?


Mit Bezug auf Erich Fried, der zu seiner Zeit als "roter Antisemit" verleumdet wurde haben kritische Juden und andere Linke, haben Kritiker des imperialen Gebarens von Israel am 10.02.2018 in Berlin eine Konferenz abgehalten. Der Autor dieses Blogtextes war dabei und gibt hier nun seine ganz persönlichen Eindrücke, seine absolut eigene Meinung wieder.

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Schon die Auswahl und Bekanntmachung des Tagungsortes hatte, verschiedenen Ereignissen der letzten Monate geschuldet, seine ganz besondere Bedeutung. Obwohl die Konferenz bereits Ende 2017 angekündigt war, so wurde der genaue Tagungsort erst wenige Tage vor dem Stattfinden offiziell benannt. Susann Witt-Stahl, die Sprecherin des Projekts verwies denn auch darauf, dass man mit nicht nur verbalen Angriffen der neuen, neulinken antideutschen und nicht selten militant sich gebenden Antifa rechnen müsse.

Die Konferenz selbst fand im Tiyatrom, einem türkischen Theater im Zentrum von Berlin statt. Einerseits für mich als gelegentlichen Theatergänger eine interessante Neuentdeckung, andererseits schon irgendwie makaber. So müssen sich im Land der Täter die Nachkommen der Opfer vor den Nachkommen der Täter mittlerweile bei Muslimen verstecken; beinahe, schon wieder ...

Offensichtlich ist der Betreiber des Tiyatrom nicht so erpressbar wie diejenigen, welche einem kritischen Juden (Abraham Melzer) die angemieteten Räumlichkeiten für eine Lesung anlässlich der letzten Frankfurter Buchmesse einfach kündigten. Ähnlich ging es bei einer Veranstaltung unter Teilnahme israelkritischer Juden im letzten Dezember in Berlin zu. Der Betreiber des von öffentlichen Subventionen abhängigen Kino Babylon gab dem Drängen des zuständigen Senators umgehend nach und kündigte ebenfalls die angemieteten Räumlichkeiten.

In beiden (und weiteren) Fällen konnte nur der Anruf des zuständigen Gerichts die Veranstaltungen doch noch möglich machen.

Mittlerweile und wie man hören und lesen konnte, es auch bei der Konferenz diskutiert wurde, so gibt es in verschiedenen deutschen Städten bereits Beschlüsse der jeweiligen politischen Exekutive, dahingehend zu selektieren, zwischen guten und schlechten Juden zu unterscheiden, Veranstaltungen mit israelkritischem Tenor in öffentlichen Räumen nicht mehr zuzulassen;

von den Nachkommen der Täter auch und insbesondere gegen die Nachkommen der Opfer exekutiert.

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Es wird hier nun keine stringente Abarbeitung der einzelnen Tagesordnungspunkte erfolgen, gibt es diese hier und hier. Es soll vielmehr der Versuch gemacht werden, die sich durch die gesamte Konferenz ziehenden und immer wieder referenzierten Strukturelemente darzustellen, sie an meiner bisherigen Meinung und meinem Wissen zu spiegeln und diese Meinung gegebenfalls zu ergänzen.

Gleich der erste Punkt, das Referat einer jungen Dame von Free Palestine FFM, einem Zusammenschluß von jüdischen und muslimischen Menschen sowie deren Unterstützern zeigte diese neue Querfront auf. Eine ganz reale Querfront, die von politisch-exekutiven Systemern wie dem Bürgermeister Uwe Becker (CDU), über die Antideutschen und bis hin zu ehemaligen Linken (Grünen) wie Jutta Ditfurth reicht.

"Palästina, halt's Maul"

war das Motto dieser querfrontigen Diffamierungskampagne gegenüber einer israelkritischen Veranstaltung, deren Organisatoren und Teilnehmern im letzten Sommer in Frankfurt am Main. Die gemieteten Räumlichkeiten wurden den Veranstaltern gekündigt und auch ein eher moderat sich gebender Israeli und Nachfahre von Holocaustüberlebenden wie Moshe Zuckermann wurde einfach mal so und gar in aller Namen [sic!] zur in Frankfurt  unerwünschten Person erklärt.

Das von den Veranstaltern angerufene, zuständige Gericht setzte diesem Spuk zwar ein vorläufiges Ende, konnte die Veranstaltung schlußendlich stattfinden und auch Zuckermann reden; aber das Grundelement einer Diffamierung, einer Stigmatisierung von Israelkritik erlebt und erklimmt seitdem immer neue Höhen. Insofern darf nochmals auf die eingangs zitierte Passage dieser Bundestagsresolution vom Januar 2018 hingewiesen. Formalrechtlich ist sie in keiner Weise bindend, setzt jedoch alle Beteiligten, ggf. auch Richter und Staatsanwälte moralisch unter Druck.

Und diese neue Querfront spannt sich immer weiter fort, von den sog. Neuen Rechten in Deutschland und Europa über die Fraktionen des Bundestages einschließlich der AfD und bis hin zu den systemtreuen Medien nebst deren Followern hierzulande. Aber auch die Linke ist in dieser Frage gespalten, hat die Resolution (in der auch viel Richtige, oft Selbstverständliches steht) nicht abgelehnt, nicht ablehnen können - sich lediglich enthalten.

Über die Gründe, warum Deutschland eine derartige Lex-Israel masiv exekutiert, verbal wie nonverbal und mit zunehmender Repression gegenüber sog. Abweichlern, über diese Beweggründe wurde auch auf der Konferenz viel diskutiert. Weitgehender Konsens war, dass mittels einer Überidentifikation mit jedwedem Gebaren Israels (ein typisch antideutsches Verhalten) die historische Schuld relativiert und gar auf neue Schuldige übertragen werden soll. Kein geringerer als der israelische Premier Netanjahu gab wohl kürzlich den Hinweis auf einen muslimischen Großmufti, welcher Adolf Hitler geraten haben soll, die Juden zu vernichten. Skurril, aber schlußendlich in absoluter Stringenz zu dem, was heute an Islamophobie, als derart erkannter Islamfaschismus Stand der Diskurse in rechten und antideutschen Kreisen ganz offen sich darbietet.

Ebenso skurril, und auf der Konferenz angesprochen: rechte Bündnisse in Sachen Flüchtlinge. Ungarn als (auch antisemitischer) Pariastaat der EU und Israel machen gemeinsame Sache; gar noch in Frontstellung gegen den US-Milliardär George Soros und dessen oft undurchsichtige Finanzierung diverser sogenannter NGO's. Ungarn darf man da wohl kritisieren, Israel eher nicht ... Und Soros ist eh' tabu, da sei die oben zitierte Bundestagsresolution vor, verbindet Soros und Netanjahu doch die Zugehörigkeit zur gleichen Religion.

Hierzulande und wie zu lesen war, finanziert George Soros die durch das Netz-DG nun nötig werdenden vielen, vielen neuen Zensoren in den sogenannten sozialen Medien, den sogenannten Recherchebüros und Stiftungen. Nicht zuletzt, weil alle vermeintliche  Israelkritik -nochmal der Hinweis auf diese Bundestagsresolution- doch Antisemitismus ist.

Btw. Victor Orban. Wo doch das, was damals im Herbst 2015 von Orban und primär für Ungarn an Natodrahtverhauen und anderer Abschottung exekutiert -und von den Guten hierzulande doch kritisiert- wurde, mittlerweile Stand der Dinge an den EU-Außengrenzen ist. Bis hin zu verdeckten Deals mit libyschen Warlords, offenen Deals mit türkischen Despoten; den ebenfalls gern gesehenen Käufern deutscher Rüstungsgüter ...

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Interessant war für mich der Hinweis des US-Soziologen Avishai Ehrlich in Sachen der Evangelikalen in den USA, deren Support für Israel. Ehrlich stellte die These auf, dass herkömmliche israelische Lobbyorganisationen wie beispielsweise AIPAC an Einfluß verlieren (oder sich zurücknehmen) und stattdessen die Evangelikalen -in den USA eine relevante Größenordnung an Wählerstimmen- zunehmend den Israelsupport leisten. Da fügt sich so Einiges, mir spontan einer der skurrilsten Figuren in diesem Feld, John Hagee wieder mal in den Sinn kam.

Die Jerusalem-Entscheidung von Trump, seine Verbindung zu den Evangelikalen bekommt in dem Kontext ein erweitertes Gewicht.

Die per gut funktionierender Videokonferenz zugeschalteten Moshe Machover (aus London) und Ali Abunimah (aus Chicago) brachten ebenfalls interessante Aspekte in die Diskussion ein. Machover wurde in der englischen Labour-Party wegen seiner israelkritischen Haltung zunehmend diffamiert und sollte sogar aus der Partei entfernt werden. Erst durch Jeremy Corbyn und dessen differenzierten Einsatz auch für die Sache der Palestinenser wurde Machover ein Stück weit wieder rehabilitiert. Dennoch glaubt er nicht, dass seine Partei dahingehend grundsätzliche Zeichen setzen oder gar Initiativen entwickeln wird. Dafür steht Labour und Großbritanien insgesamt zu eng and der Seite der USA.

Ali Abunimah erwies sich als sehr informiert, was europäische und insbesondere deutsche Diskurse zum Thema Antisemitismus angeht. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen war die sog. BDS-Kampagne. Wem dieses Kürzel nichts sagt ..., so sei hier auf die englischsprachige Wikipedia verlinkt; weil die deutschsprachige mir auch zu diesem Thema -wie könnte es anders sein- ideologisch eingefärbt erscheint.

BDS sieht sich in der Tradition des Boykotts gegen das damalige Apartheidsystem in Südafrika und scheint mir, aus eher nicht deutschsprachigen Medien entnommen, international sehr erfolgreich zu sein. In Israel stehen dahingehende Aktivitäten bereits unter einem Sanktionsregime und auch deutsche Stadtkämmerer und Senatoren et al.  versuchen diese Kampagne und trotz ihrer absoluten Gewaltfreiheit zu kriminalisieren.

"Kauf nicht bei Juden" als Teil deutscher Historie wird anstelle des internationalen Vergleichs mit Südafrika hier gern und in diffamierender Form gegen BDS-Aktivisten und Unterstützer in Stellung gebracht. Für mich besteht der entscheidende Unterschied darin, dass diese historische, nationalsozialistische deutsche Variante eine vom Staat, von den hiesigen Machthabern vorgegebene Handlungsanweisung war, während die Kampagnen gegen Südafrika und eben gegen Israel aus einer international orientierten, sogenannten Graswurzel-Aktion sich formen. Jedes Individuum weltweit ist vollkommen frei, sich daran zu beteiligen; oder eben nicht ...

Auf Stadtkämmerer wie diesen bereits erwähnten Uwe Becker in FFM oder dem Senator Klaus Lederer in Berlin kommt dann wohl noch viel Arbeit zu, in einem politsch korrekten, einem das Gebaren von Israel frei von jeder Kritik haltenden Sinne. Peter Beinart, dessen Buch "The Crisis Of Zionism" ich mit Interesse gelesen habe, er ist ein eher gläubiger, ein konservativer us-amerikanischer Jude und Hochschullehrer. Er befürwortet eindeutig den Boykott von Waren aus den israelisch besetzten Gebieten; sollte sich daher wohl weder in Berlin, noch in Frankfurt am Main oder in München sehen lassen ...

Und ob die Adorno-Preisträgerin Judith Butler zukünftig in Frankfurt mehr als ein Bein auf den Boden, gar öffentlichen Raum zur Artikulation bekommt, das scheint zur Zeit der Verleumder ebenfalls fraglich.

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Der mir aus einer Veranstaltung in der JW-Ladengalerie konkret und sehr real bekannte Moshe Zuckermann selbst schien in der Vergangenheit eher zurückhaltend, was den politischen Aktivismus betrifft. Seine Erfahrungen im letzten Sommer in Frankfurt (weiter oben erwähnt) dürften jedoch auch bei Zuckermann gewisse Spuren der Ernüchterung hinterlassen zu haben. Seine Anmerkungen zum ideologischen Antisemitismus-Diskurs in Deutschland sind daher wohl wesentlich geprägt von diesen Erfahrungen.

"Hitlers verlängerter Arm" war und ist daher mehr als eine Überschrift seines gestrigen Vortrages. Es ist aus meiner Sicht ein Eingeständnis der Tatsache,  dass sowohl die Nachkommen der Täter (in Deutschland) als auch die Nachkommen der Opfer (in Israel) überhaupt kein Problem damit haben zu neuen Tätern zu werden. Meine Meinung, wie gesagt und Zuckermann wird diese, seine Worte in Zukunft vielleicht noch konkretisieren.


Zu der im Programm angeführten, abschließenden Diskussion u.a. auch mit den angeführten Klaus-Jürgen Bruder und Judith Bernstein kann ich nichts sagen, war die Zeit bereits deutlich vorangeschritten, meine weitere Aufnahmefähigkeit mehr als begrenzt. Habe daher dann irgendwann den Heimweg angetreten und erwarte nun die von den Veranstaltern angekündigte, umfangreiche Aufbereitung der Konferenz im Internet.

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Abschließend noch einige Worte zu den eher informellen Gegebenheiten am Rande.

Wie schon bei der Veranstaltung zum NRhZ-Karlspreis im Dezember 2017 war neben meiner Wenigkeit ein weiterer Blogger der Termiten anwesend, haben wir in den Pausen dann beim gemütlichen Gespräch über Gott und die Welt auch schon mal ein Glas Wein getrunken.

In einer dieser Pausen konnte ich mit der mir von verschiedenen Veranstaltungen und auch von der Rosa Luxemburg Konferenz in 2014 her bekannten Susann Witt-Stahl kurz ein paar Worte wechseln. Als Sprecherin des Projekts hatte sie natürlich viel zu tun. Wir sprachen damals am Rande der RLK über die musikalische Seite von Moshe Zuckermann, das Kunst- und Kulturverständnis, was dieser von Adorno ableitet. Diesmal reichte es für kaum mehr, als der engagierten Frau meine guten Wünsche zu übermitteln; jenseits der vom Verlag 8. Mai verfügten Einstellung der Zeitschrift Melodie&Rhythmus, deren Chefredakteurin Witt-Stahl bislang war.

Ein weiteres Gespräch konnte ich mit Tamar Amar-Dahl führen, einer in Deutschland lebenden Jüdin mit israelischem Pass; meiner zufälligen Sitznachbarin. Sie bekannte sich als Autorin eines auch in deutscher Sprache verfügbaren Buches über Zionismus und den Nahostkonflikt. Keine Ahnung (bislang), ob  diese Bekanntschaft dann in einem Kauf des Buches mündet, möglich wäre es.

Nicht unerwähnt bleiben soll ein etwas längers Gespräch mit Anneliese Fikentscher und dem etwas später noch hinzu kommenden Andreas Neumann; den beiden Verantwortlichen für die Internetausgabe der NRhZ. Ich bedankte mich persönlich -per Mail und als Spende im Dezember bereits erledigt- nochmals dafür, dass sie diese Karlspreisverleihung gegen alle Widerstände dann durchgezogen haben. Wir sprachen auch über Gilad Atzmon, eine selbst im jüdischen Umfeld nicht unumstrittene Person. Nur waren wir gemeinsam der Meinung, dass dieser Diskurs geführt, zumindest ausgehalten werden muss. Verbote, Zensur und gar persönliche Diffamierung sind dabei keine zu akzeptierenden Diskursbestandteile.

Was dann als Schlußwort genauso für diese hier thematisierte Konferenz gelten darf.

Kommentare

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«Die Jerusalem-Entscheidung von Trump,  ...»

Ganz sicher ist die Entscheidung von Trump kein Friedenssignal. Woher ein Frieden in Palästina kommen sollte ist mir auch schleierhaft. Darum wird der Konflikt auf allen Medienkanälen weiter befeuert werden. Mit diesem aktuellen Konflikt wird der Kulturbruch der Natźis immer wieder neu reanimiert, da kann der Deutsche Bundestag noch so viele «Grußbotschaften» senden. Eine Befriedung in Palästina wird meiner Meinung nach erst dann gelingen, wenn Israelis und Palästinenser einen gemeinsamen Weg finden, um  zusammen zu leben.

Diese Grußbotschaft ist fast 2000 Jahre alt:

Thomas Evangelium Vers 72:

Vom Erbteilen

Brüder kamen zu Jeschua Ben Mirjam und baten ihn die Besitztümer ihres Vaters unter ihnen aufzuteilen.
Er sagte zu ihnen: «Wer hat mich denn zu einem Teiler gemacht?»
Er wandte sich seinen Jüngern zu fragte sie: «Bin ich denn ein Teiler?»

 

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ist durch die andauernde und immer weiter zunehmende Besetzung des Westjordanlandes und des Gazastreifens durch Israel faktisch auf dem Weg. Nur wird dieser Weg wohl kein guter und gewaltfreier sein sondern eher Bürgerkrieg und/oder Apartheid.

Der oben im Blog erwähnte Peter Beinart schrieb bereits in 2012:

"Make Israel, the West Bank an the Gaza Strip one country and you will resurrect the Jewish-Arab conflict of the 1930s, when Palestine was under British control. Except this time the British won't be there to play referee. The result won't be liberal democracy; it will be civil war.

If, on the other hand, Israel occupies the West Bank in perpetuity without granting citizenship to its Palestinian inhabitants, it will remain a Jewish state, but become an apartheid one."

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Der gemeinsame Weg
 

hatte gestern "zufällig" das gleiche thema: antisemitismus - jedoch aus sicht der deutungsmächtigen der ard (vielleicht ist ja die sendung als wiederholung im internet zu sehen?)

ich habe sie mir nicht komplett angeschaut - nur kurz einen israelischen journalisten sagen hören " das es nach der geschichte der juden UNBEDINGT erforderlich ist, einen staat für sie auf der welt zu schaffen, der für ihr leben garantiert = israel" >>> könnte ja wirklich überzeugend klingen ... jedoch hätte ich ihm gern folgende fragen gestellt:

1. wieweit sind die juden im staat israel an die menschenrechte gebunden, da sie ja kein leeres land - sondern ein land mit palästinensischen (ur)bewohnern zu ihrem land erklären und gesetze schaffen, die denen das leben dort fast unmöglich macht bzw. sie den gleichen schrecklichen bedingungen aussetzt, wie es die juden ja selbst waren ... sollen das die lektion/die lösung für frieden und menschenrechte sein?

2. wie sieht dies mit anderen bevölkerungsgruppen aus? sinti+roma oder kurden ... ja, wenn schon religion zu schützen ist, warum nicht auch schutz von ideologie für die kommunisten?

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Der gemeinsame Weg
 

gibt es einen dritten, der davon den Nutzen hat. Die üblichen Verdächtigen sind vordergründig die Leute von der Waffenmafia. Die könnten aber auch nur nützliche Idioten sein. Dann bleibt nur noch der ... Sektor, der die größten Vermögenszuwächse hat.

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Sowohl das Neue Deutschland (ND) als auch die Junge Welt (JW) berichten heute über die Konferenz.

Seltsam blutleer allerdings für ein insbesondere die Linke betreffendes Thema. Der Ablauf wird referiert, die Protagonisten benannt, aber dann ist auch Schluß. Eine konkrete Positionierung sucht man in beiden Artikeln vergebens.

Was natürlich keinesfalls verwunderlich ist, sind systemfromme, antideutsche Strömungen nicht nur in der Linkspartei, auch in deren Medien angekommen. Bei der Jagd auf echte wie vermeintliche  Antisemiten, vermeintliche  Verschwörungstheoretiker und andere vermeintliche Abweichler haben ND und JW die anderen Jäger von der taz, dem Tagesspiegel oder der FR in der Vergangenheit oft gar noch überboten, übertroffen; vermeintlich "Linke" dahingehend eh' eine gewisse Tradition und Kompetenz ...

Fast schon peinlich, denn beide (ehemals?) linke Gazetten weisen -blutleer eben- auf Ali Abunimah und dessen Position, dessen Support für die Boykottkampagne BDS hin.

Wie wäre es denn, dazu einfach mal eine eigene, eine konkrete, eine linke Position zu veröffentlichen?

Oder sind die antideutschen, die systemfrommen Fraktionen in beiden Blättern dafür bereits zu stark?

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Immerhin ...
 

«Deutschland first,» fehlt noch, sonst aber nichts mehr.

Seehofer will das Innen- und Heimatministerium; ein Digitalisierungsministerium gibt es nicht; analog top, digital flopp. Schau dir die aktuellen Nachrichten im Blätterwald an, nix wie Chaos in einem aufgescheuchten Hühnerschwarm.

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unter konsequenter, sorgfältiger Ausslassung des Oberbegriffes >>Rassismus<< lässt sich in dem oben von der Marie angerissen "Internationalen Frühschoppen" vom  11.02.2018 in allerfeinster Stammtisch-Qualität anschauen.

Einschließlich der Imagination einer bestehenden "Querfront" zwischen "Rechts" und "Links" - Originaltöne aus dem Land brennender Flüchtlingsheime und "ungeklärter Selbstverbrennungen" von Menschen unwillkommener Hautfarbe im Polizeigewahrsam:

 

"Fast täglich gibt es Meldungen über Antisemitismus in Europa: In Frankreich kehren viele Juden aus Angst vor Übergriffen dem Land den Rücken, in Österreich entbrannte eine öffentliche Debatte, nachdem ein namhafter FPÖ-Politiker wegen antisemitischen Vorwürfen zurücktreten musste. Berlin geriet in die Schlagzeilen, weil jüdische Schüler gemobbt und bedroht werden. Immer mehr Menschen jüdischen Glaubens fürchten sich, ihre Religion öffentlich zu zeigen.

Gehören Diskriminierung, Anfeindungen und Ausgrenzung wieder zum Alltag in Europa? Was nützen Gedenktage? Wie muss Politik auf Antisemitismus reagieren?

Helge Fuhst diskutiert mit vier Journalistinnen und Journalisten aus vier Ländern:
- Cecile Calla (Freie Journalistin, Frankreich)
- Ewald König (korrespondenten.tv, Österreich)
- Esther Schapira (HR Politik und Gesellschaft, Deutschland)
- Gil Yaron (Freier Journalist, Israel)"

"Die verfolgte Religion – Antisemitismus in Europa"

https://www.phoenix.de/content/2542723

Für mich alles in allem ein grobgestricktes Webmuster zur Konstruktion von überlegener Rasse und / oder Religion - zur Demonstration einer schmalspurigen Moral die den ihr inhärenten Faschismus kaum mehr verbirgt.

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Während die US-geführte NATO, die Türkei und eben auch Israel jenseits jeden Völkerrechts die gesamte nahöstliche Region und anhaltend in Schutt und Asche legen, haben wir hierzulande wohl keine anderen Probleme als den vermeinlichen Antisemitismus, auch der Schulhöfe.

Antisemitismus als abstrakte, gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit (frei nach Moshe Zuckermann) gehört bekämpft und verurteilt. Nur, die inflationäre Verwendung dieses Begriffs zur Verteidigung einer aggressiven politischer Ideologie birgt genau diesen inhärenten Faschismus.

Rechtlich gegen verbreitete Falschmeldungen deutscher Medien vorgehen

Es sollte rechtlich wirksam dagegen vorgegangen werden können, dass deutsche Medien weiter Falschmeldungen/Fake News und Desinformation über Syrien verbreiten und damit über dieses geschundene Land eine verkehrte Lage darstellen, und das gerade jetzt in der kritischen Stunde einer Aggression aus dem Ausland und hinsichtlich des Selbstverteidigungsrechts Syriens zusammen mit seinen Allierten. Das Fehlverhalten der Medien ist abzustellen!

Netanjahu-Regime mit erneutem Ablenklungsmanöver von völkerrechtswidrigen, aber misslungenen Luftangriff auf Syrien

"Als grotesk und feige stellt sich diesbezüglich der „Internationale Frühschoppen“ am Sonntag 11.2. bloß. Diese Phoenix-Sendung thematisierte „Antisemitismus in Europa“, anstatt sich mit dem brisanten internationalen Problem einer israelischen Aggression im Nahen Osten zu befassen. Offensichtlich versucht das Netanjahu-Regime durch dieses erneute Ablenklungsmanöver, seinen misslungenen Luftangriff auf Syrien (10.2.) aus dem medialen Fokus zu halten. Komplexe und Traumata aufgrund des Nazi-Faschismus, die immer noch in deutschen Redaktionen anzutreffen sind, werden zu dieser gezielten Manipulation Israels ausgenutzt.

Höchste Wachsamkeit gegenüber den Täuschungsmanövern Israels angebracht

Höchste scharfsinnige Wachsamkeit ist gegenüber den Täuschungsmanövern Israels angebracht, das immer wieder geschickt propagandistisch versucht, die Dinge ins Gegenteil zu verkehren, um seine Attacken als Selbstverteidigung der Öffentlichkeit zu verkaufen und sich als Opfer darzustellen. Ein Aggressor, auch wenn er Israel heißt, ist kein Opfer und hat kein Recht auf Selbstverteidigung."

https://cooptv.wordpress.com/2018/02/12/barbarische-rechtsbrecher-usa-un...

Bild des Benutzers ebertus

"Höchste Wachsamkeit gegenüber den Täuschungsmanövern Israels angebracht".

Mit Sicherheit nicht nur gegenüber denen Israels. Das kann nur wirkmächtig werden, wenn die Medien hierzulande mitspielen; was sie offensichtlich und am Beispiel Phoenix zu erkennen dann sehr gezielt tun.

Schon mehr als skurril, wird hierzulande gebetsmühlenartig, augendeckelklappernd auf immer mehr Antisemitismus erkannt, während die USA und Israel diese vielen, vielen neuen Antisemiten -und oft dann auch Flüchtlinge- ununterbrochen erzeugen, via neuer Kreuzzüge kontinuierlich herbeibomben.

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gegen Verbrecherbanden die souverän die Gesetzgebung regeln in das Feld zu führen, verdeutlicht zwar ihre Verbrechen, stellt sie aber nicht ab.

Sie weigern sich schlicht an ihren eigenen Widersprüchen zu verrecken - ohne systematische Sterbehilfe bewegt sich da wenig.

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Aus Schröcke, Der Jahrhundertkrieg 1939 - 1945:

„Im Jahre 1843 wurde in New York der Freimaurerorden B’nai B’rith gegründet. Um 1900 hatte er in den USA bereits 30.000, heute besitzt er weltweit rund 500.000 Mitglieder. Seine Aufgabe ist es, „ die Israeliten in einer Weise zu verbinden, in der die Entwicklung der höchsten Interessen des Judentums am ehesten und allgemeinen ermöglicht wird“ (K. Heise 1920, S. 277).

Diesem Orden gehörten die beiden Sekretäre Wilsons, Mandel-House und Itzig Tumultey an, der Vizepräsident Wilsons, Marshall (er besaß den 33. Grad der Freimaurer des Schottischen Ritus), der US-Botschafter Wilsons in Paris, Morgenthau, maßgebliche Personen der Wallstreet-Hochfinanz, Bernard Baruch (Befehlshaber der US- Kriegswirtschaft unter Wilson und dann Angehöriger des Gremiums, das Roosevelt zum Präsidenten managte), weiter Kuhn, Loeb, Davidson, Paul Warburg (dessen Bruder als Chef der Hamburger Bank Warburg u. Co. Vertrauter des deutschen Kaisers war), sowie George Mandel (al. Jerobam Rothschild), der Berater von Clemenceau - aber auch die Linksrevolutionäre von 1918 Kurt Eisner, Liebknecht, Bela Kun, Trotzky und L. Nizer (K. Heise 1920, S. 277). Damit deutet sich ein Zusammenhang an zwischen den Kriegsgegnern des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg, der internationalen Hochfinanz und den Linksrevolutionären in Deutschland, Ungarn und Rußland.

Unter der Mitwirkung von Mitgliedern des B’nai-B’rith-Ordens wurden in einer Geheimkonferenz beim 1. Zionistenkongress in Basel 1897 die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ vorgetragen, die keine Sitzungsprotokolle sondern Richtlinien für die Erringung der Herrschaft über die nichtauserwählten Völker sind, die von verschiedenen Zionisten z. T. schon vorher ausgesprochen wurden (E. v. Engelhardt 1936, 2001).

Ein Mitglied des B’nai B’rith und Hochgradfreimaurer, Graf Coudenhove-Kalergi, schrieb (1923): „Wir erstreben ein orientalisches Europa mit einer eurasisch-negroiden Mischrasse der Zukunft. Diese zukünftige Mischrasse wird äußerlich der altägyptischen Rasse ähnlich sein. Führer werden die Juden sein als neuer Adel von Geistes Gnaden. “

Hochgradfreimaurer waren auch F. D. Roosevelt, Truman, der Chef des IMT Jackson sowie aus neuerer Zeit Kissinger und der langjährige Präsident der EU-Kommission Delors. Der US-Präsident Truman wurde nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki in den 33. Grad erhoben. Der B’nai B’rith verlieh Willy Brandt vor fast 15 Jahren einen goldenen Orden und einen solchen sowohl an Kohl (Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, 7.2.1991) als auch an den ehemaligen Bundespräsidenten R. v. Weizsäcker (T. Z., 5.12.1991) sowie 1996 wieder einen solchen an Kohl {Münch. Merkur, 27.1.1996). Kohl war bereits 1976 vom Council on Foreign Relations zu Vorträgen über die Vorstellungen der CDU zur deutschen Außen- und Deutschlandpolitik wie alle seine Vorgänger vor ihm eingeladen worden

Als vor fast 30 Jahren einige junge Leutnants der Bundeswehrhochschule Hamburg „nationalsozialistische“ Lieder gesungen hatten, entsandte der B’nai B’rith eine Untersuchungskommission in die Bundesrepublik. Zusammen mit dem B’nai B’rith besuchte im Januar 1993 eine Delegation der Anti-Defamations-League (ADL) die Bundesrepublik, um ein „Erziehungsprogramm in einem unverbesserlichen intoleranten und rassistischen Deutschland" zu präsentieren, worum die Bundesregierung gebeten hatte {Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, 17.1.1993).“ (S. 222.f.)

„Im Jahre 1920, als er noch nicht in völlige Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung aus zionistischen Kreisen und den USA geraten war, fand selbst Churchill starke Worte für das Zusammenwirken von Freimaurern, Wallstreet-Hochfinanz und den bolschewistischen Revolutionären: „Die Bewegung unter den Juden ist nicht neu. Von den Tagen des Spartacus Weishaupt bis zu denen des Karl Marx und bis zu Trotzky, Rosa Luxemburg, Bela Kun und Emma Goldmann (USA) ist diese weltweite Verschwörung zur Vernichtung der Zivilisation und für den Umbau der Gesellschaft auf der Basis gehemmter Entwicklung, böswilligen Neides und unmöglicher Gleichheit in ständigem Wachsen begriffen. Sie war die Quelle jeder Wühlarbeit im 19. Jahrhundert. Und nun hat schließlich diese Bande von außergewöhnlichen Personen aus der Unterwelt der großen Städte von Europa und Amerika... sich tatsächlich zu Meistern dieses gewaltigen Reiches gemacht“ (Sunday London Herald, 8.2.1920).

Das internationale Freimaurertum begann bereits kurz nach dem deutschen Regierungswechsel am 30.1.1933 an allen wichtigen Orten der Politik, die Weichen gegen Deutschland zu stellen, und es formulierte die Forderungen, welche dann politisch verwirklicht wurden: „Am Mittwoch, dem 10. Mai 1933, fand eine außerordentliche Sitzung der Freimaurerloge „ La Fraternite du Peuple “ unter dem Vorsitz von Gaston Bergerie, Mitglied der Abgeordnetenkammer und bekanntes Mitglied der Auswärtigen Kommission, statt... Außerdem war der polnische Botschaftsrat Milstein (...) zugegen, der sich... mit der Nichte des Pariser Barons Rothschild verheiratet hat... Die große Loge „Schottischen Rituals“ begrüßt uns aus England aufs herzlichste und stellt ihre Hilfe unserem „ Großen Orient“ im Kampf gegen den wilden Germanismus und seinen Kultus zur Verfügung. Sämtliche Mitglieder der „Großen Loge“, welche Regierungsstellen in England einnehmen, haben zugesagt, mit feindlichen Erklärungen gegen Deutschland aufzutreten, auf keinen Fall die Verwirklichung der Gleichberechtigung in der Rüstungsfrage zuzulassen, ja bei dem geringsten Versuch, dieselbe zu erlangen, die Frage der Sanktionsanwendung gegen Deutschland aufzuwerfen, sogar einen Präventivkrieg heraufzubeschwören, wenn die Verhältnisse hierzu günstig liegen. Der Germanismus soll für immer niedergerungen werden, das Reich zerstört...“ (F. Hasselbacher, I. 1934, S. 244).“ (S. 230 f.)

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Antwort auf Delloc  zum Kommentar Aus einer andern Perspektive
 

dieser Helmut Schröcke und was das Thema hier betrifft. Soviel Distanzierung muss sein!

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Eher unpassend
 

Es geht nicht um Helmut Schröcke, sondern darum, dass Antisemitismus/Israelkritik ohne die Rolle des Zionismus nur lückenhaft zu verstehen ist. Insofern ist eine Distanzierung nur hilfreich, wenn dadurch der intellektuelle Horizont erweitert wird.

Antwort auf Delloc  zum Kommentar Distanzierung?
 

nicht den Helmut Schröcke, der seine unzeitgemäßen, völkischen Betrachtungen im Kreis von AfD-Anhängern absondern kann. Es ist völlig überflüssig solche Figuren einzuführen und ihnen dadurch unnötige Aufmerksamkeit (Bekanntheitsgrad) zu verschaffen: so ist das nun mal im Netz. 

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Dazu brauch´es wohl
 

Hatte oben im Blog von einem Vortrag berichtet, der auf den zunehmenden Einfluß der Evangelikalen in den USA fokussiert. Bereits vor Jahren, bei meinen ersten Begegnungen mit dem Judentum und dem Palestina/Israel-Konflikt war auch der Blick auf eben diese Verbindung der US-Evangelikalen und (israelischen) Zionisten angesagt. Die englische EDL und auch deutsche Gruppierungen und Medien (PI-News etc.) bis hin zu Teilen aller BT-Parteien sind da eine weitere Facette, wenn es um die Verteidigung einer aggressiven politische Ideologie unter dem Deckmantel hehrer Religion geht.

John Hagee beispielsweise ist einer der markantesten Vertreter dieser Ideologie und ich verlinke dazu -einmal mehr- auf die englischsprachige Wikipedia, wo es u.a. einen separaten Abschnitt "Relationship with Israel" gibt, während die deutschsprachige Wiki sich und bei dem Themenkomplex Israel&Co. sehr bedeckt hält - vorsichtig ausgedrückt ...

In dem verlinkten Text zu John Hagee wird auch auf dem hier im Zitat von Delloc angeführten B'nai B'rith bezug genommen, in der deutschsprachigen Wiki fehlt das komplett, ebenso der im englischen Text vorhandene Hinweis auf die militante zionistische Organisation Im Tirtzu und deren Support durch die Evangelikalen. Mag sein, dass das hierzulande noch nicht den  Stellenwert hat, in den USA wohl jedoch schon, Trump und den Republikanern mit Sicherheit mehr als bei den Demokraten.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Nicht ganz Paul ...
 

dass ich mich nicht unbedingt mit der extremen Rechten abgeben möchte, da ich der Meinung bin, dass das Theoriegebäude der Linken und dessen sinnvolle Anwendung völlig ausreicht, was den Rechten völlig abgeht.

Bin über den Rubikonartikel "Der Bankrott der Linken" auf Chris Hedges aufmerksam geworden, der sich eingehend mit dem Thema beschäftigt und selbst in einer presbyterianischen Familie aufgewachsen ist (Vater Pastor). Siehe sein American Fascists und da er auch noch über den Widerstand (Revolution) als "inevitable" geschrieben hat, werde ich da meinen Horizont ausweiten.

Und dann wäre da ja auch noch der Abraham Melzer, den ich noch nicht gelesen habe.

 

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Ok, gebe zu,
 

Man liebt die Juden, solange sie weit weg sind“

Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, spricht über die Mär vom christlich-jüdischen Abendland, modernen Antisemitismus und ein Schweiz-Modell, das keine Seite wollte.

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sonst wäre ich nicht auf dieses FR-Interview  (incl. Link hier nun nachgeholt) mit Hanno Loewy gekommen. Dass der Mann und ob der klaren Worte abgelöst wird, das ist beinahe zwangsläufig.

Wichtig auch der Hinweis von HABE, dass diese Bundestagsresolution die Juden (in toto, wenngleich unausgesprochen) gegen den Islam funktionalisiert, wo es eben nicht die Juden  (wäre abstrakter, gruppenspezifischer Rassismus) sind, sondern das zionistische, imperialistische Israel als selbstständiges und natürlich jeder Kritik unterziehbares Völkerrechtssubjekt.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Dank an HABE
 

Ich hatte Habe mit Absicht nicht verlinkt nur die FR - halte aber die Existenz von dem Juden oder dem Deutschen für ein probates propandistisches Zweckmärchen.

(HABE's Sicht der kurdischen Beweggründe erschließt sich mir somit nicht)

Immer ist es wie bei Negern, Schwulen, Frauen, Kurden, oder auch Behinderten (Ossies sachich extra nicht!) - der direkte Kontakt der die persönliche Befindlichkeit deutlich macht.

Die allgemeine Verteilung narzisstischer Phänomene ist jeweils unabhängig von vorübergehenden (modischen) gesellschaftlichen Zuweisungen.

Mensch ist emphatisch, aber nicht rassistisch - seine Funktionen in institutionalisierten, hierarchischen Glaubens-Systemen können es nicht sein.

"Selbstbewusste" Funktionsträger sind die reine Pest.......

 

doch mal als Aufklärungstext in den F.

Egal: dort ist die "Zielgruppe" deutlich größer.

"Men never do evil so completely and cheerfully as when they do it from religious conviction." (Blaise Pascal)

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Setz´ den Beitrag
 

Dort sind Verkäuflichkeit und Aufklärung einer Zensur unterworfen deren Gehalt ich außerordentlich niedrig einschätze.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Dazu brauch´es wohl
 

entspricht (nicht nur) in der BRD und in Israel der offiziösen Regierungslinie - da sind die AFD-ler bestenfalls die Teelichter dieser Ausleuchtung.

"Die Vorstellung, man brauche nur jedem Volk einen eigenen Staat zu geben, dann wäre alles gut, ist die Utopie der ethnischen Säuberung."

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die völkische Betrachtung
 

Volk und Nation nicht gerne, da damit zu viele unbestimmte Größen verbunden sind, zudem die Erblast der Geschichte darauf liegt.

Wie würdest Du dich denn z.B. den Katalanen gegenüber stellen, wenn die sich völlig von Spanien lösen wollen? Ab wann zählt denn die demokratische Akzeptanz einer Willensübereinstimmung? Zudem ist "jedem Volk ein eigener Staat" weitgehend vorhanden, wenngleich es separatistische Strömungen gibt, deren Ursachen sich meistens aus kolonialen Zeiten zurückverfolgen lassen, bzw. anderweitig durch Zwang, Vertreibung oder Spaltung entstanden sind. Ein gutes Beispiel dafür sind die Kurden.

Ich fühle mich zwar als Europäer (wie auch immer sich das bestimmen lässt), aber ich bin sicher kein Spanier, Italiener oder Franzose und das ist auch gut so. Sowohl die sprachlichen als auch die kulturellen Differenzen sollten erhalten bleiben, denn das empfinde ich gerade als Bereicherung. Leider gibt es über die Ökonomisierung einen Vereinheitlichungszwang, der aber meines Erachtens mehr und mehr an die Grenze der Belastbarkeit stößt.

Ich habe keine "Antenne" für die Judenproblematik, da ich mit dem Pro und Contra nichts anfangen kann. Und zwar nicht wegen inhaltlicher Auseinandersetzungen, sondern aus meinem Unverständnis über die Thematisierung einer religiösen, sich durch die Geschichte aufgeladene Diskussion christlicher Erblast, die sich in vielfacher Zersplitterung ausgefasert hat. Was Israel wiederum daraus macht, aus einer sich überhebenden (analog den USA) abgedrehten göttlichen Beziehung, halte ich natürlich für gefährlich und die Folgen lassen sich ja auch leicht beobachten.

Dümmlicher Rassismus dagegen zeigt sich allerdings in vielfältiger Form und der Zugang in die Köpfe jener ist der Vernunft weitgehend verschlossen. Insoweit lieber Werner sind die Menschen eben nicht alle gleich, spätestens hier an der Alltagserfahrung bricht sich deine ausgesuchte Menschenfreundlichkeit.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Ich benutze
 

sind Nazionen willkürliche Konstrukte zur Rechtfertigung einer - mehr oder weniger verdeckten - Bewirtschaftung von Privilegien die unterteilen. Im inneren wie im äußeren.

Diese dreiste Sicht erfordert Bilder von inneren und äußeren Feinden, sonst implodiert sie.

Die BRD speist sich aus jeder Ungerechtigkeit im Inneren und gegen die Nacbarschaft, durch die Verkündung privilegierter "Leistung".

Mir ist es unmöglich diese "Leistung" bei Zugrundelegung allgemeiner Verbindlichkeit irgendwo zu entdecken - ich entdecke den "Feind" allein in der Herrschschaft von Menschen über Menschen und der dementsprechenden, gegenseitigen Ausbeutung.

Ich bin kein Europäer, ich bin Mensch, hasse jede Unterdrückung - egal hinter welcher Ideologie sie sich tarnt und privilegierte Minderheiten gerade bevorrechtigt.

Bevorrechtigung und Benachteiligung sind die beiden Seiten der selben "Medaille" - wie es keine Schuld ohne Guthaben gibt.

Meine persönliche Identifikation erfolgt am "unteren globalen Rand" - ich bin ein privilegiertes Arschloch Wesen, aber mein persönlicher Trogzugang ( auch nicht der meiner "Ableger" oder meiner unmittelbaren Nachbarschaft!) bestimmt meine Moral.

Es ist längst ausreichend für alle da - verteilen wir es, bis alle hinreichend versorgt sind, dass ist der Maßstab.

Die Katalanen verspürenen "Stiefel im Gesicht" nicht gern - für mich ein wesentlicher Gesichtspunkt jeder Menschwerdung.

Der nächste Schritt ist es dann die eigenen Stiefel allgemeinnützlich zu entsorgen....

Wo es keine "Herrenmenschen" gibt, endet die Sklaverei.

Es ist an der Zeit darin die Verantwortung für den globalen Erhalt zu entdecken.....

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Für mich
 

läuft es dann früher oder später immer hinaus: "Es ist längst ausreichend für alle da - verteilen wir es bis alle hinreichend versorgt sind, dass ist der Maßstab."

Nein, Verteilung (Charity) wäre nicht die Lösung, aber ich verstehe deinen Satz auch grundlegender, was die Produktions-, Besitz-, Einkommens-, und Vermögensverhältnisse betrifft. Aber diese Forderung ist banal (im Sinne von fordern) und keine Antwort geben (können?) über das

 

                                                               Wie!

 

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Auf den Punkt
 

solange es allein Privilegierten nutzt, die sich an der Sozialität ihrer genetisch bedingt humanitären Umgebung bedient.

Mir sind daran keine ernstzunehmenden Zweifel bekannt - weil mir bisher alle zwischemenschlich- horizontalen humanitären Quellen (die ich auch fröhlich bediente)  zugänglich waren (?)....

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Eigentum ist Diebstahl"
 

durch Nutzungsrechte, Rechte die dadurch entstehen können, dass z.B. der Ertrag der Ernte demjenigen zusteht, der den Acker halt beackert hat: das wäre dann wohl nur als gerecht zu bezeichnen. Was wäre hier also als Diebstahl zu bezeichnen, zumal wem gegenüber, etwa einem nicht gewünschten Staat?

Für richtig würde ich allerdings halten, wenn in Deutschland endlich einmal klare öffentlich einsehbare Besitzverhältnisse von Grund- und Boden vorliegen würde und dann erst könnte eine Diskussion geführt werden, wieviel davon einem Bürger überhaupt zustehen sollte und Eigentum durch einen Pachtbegriff ersetzt wird, denn Eigentum an der Erde zu besitzen erscheint mir eh abstrus, da das ein rein vertragstechnischer Begriff ist und voraussetzt, dass da irgend jemand anfangs originär die Erde bereits als Eigentum besessen haben müsste.

Aber wo findet sich eine Mehrheit, die diesen Weg gehen will? Selbst die Häuslebauer würden da nicht mitziehen wollen, denn die neoliberale Propaganda würde Mittel und Wege finden (hat sie bereits hinreichend), die Menschen gegen ihre eigene Vernunft handeln zu lassen.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Ersetze Eigentum
 

durch Umverteilung der gesetzlichen Umverteilung ist mir nicht zugänglich.

Ich halte unmittelbare menschliche Kommunikation zur Vermeidung narzisstischer Anomalien für tragfähiger.

Selbst in meiner direkten persönlichen Nachbarschaft (ich erzählte dir bereits davon?) sind vorhandene Grundbucheintragungen komplett rätselhaft, aber durch unmittelbaren (horizontalen) Kontakt (bei Übereinstimmung im Ämterhass)  durchaus horizontal lösbar.

Die Frage wer mich vor den Schutzgelderpressungen meiner eigentümlichen "Beschützer" beschützt, erscheint mir naheliegender.

Die kapitalistisch verschulte "Vernunft" ist eine gläubige die sich mir nicht erschließt, weil ich keine Ordnung - außer der in Massa und Sklaven - entdecken kann.

Mit gleichberechtigten Menschen war bisher (meine persönliche Lebenserfahrung jenseits von Ideologien) bisher immer möglich.

Von gewalttätigen Inhabern persönlicher Privilegierungen und ihren bewaffneten Armen vom "Gewaltmonopol" bekam ich dagegen hinreichend oft was auf's Maul körperliche Einschränkungen.

 

 

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Eher unpassend
 

passen zusammen wie der Arsch & die Klobrille, weil sie ein gemeinsames Hobby haben: den Rassismus der überlegenen Nazionalität.

"Während der frühe Zionismis großteils anti-jüdisch gewesen ist, ist der Zionismus schon bald vom Judentum gekapert worden – die Form von wahnhaftem Judäozentrismus, die das Anderssein ablehnt und die geschichtliche Wirklichkeit leugnet. Die Rede von Premierminister Netanjahu illustriert diese einzigartige Unfähigkeit zur Selbstreflektion. Netanjahus Chronik beginnt mit einer vermeintlichen iranischen Aggression, ´vergißt´ jedoch, daß Israel über Jahre Syrien bombardiert und ein Jahrzehnt lang damit gedroht hat den Iran anzugreifen. Leidet Netanjahu unter Wahnstörungen? Ist er doppelzüngig? Es ist nicht an mir zu urteilen, und tatsächlich kümmert es mich nicht. Meine Aufgabe besteht in der Entschlüsselung der Botschaft und nicht in der Analyse ihres Überbringers."

https://wunderhaft.blogspot.de/2018/02/die-judische-geschichte-von-moses-bis.html

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«Zionismus, das Volk der 12 Stämme, heim ins Reich» sind in unterschiedlichen Varianten 2.500 Jahre alt, seit die israelischen Stämme nach Babylon in die Sklaverei verschleppt wurden. Die Theologie hatten die Juden lange vorher bei ihrer Flucht aus Ägypten mitgehen lassen und wesentliche Teile davon entsprechen der ägyptischen Mythologie. Die sogenannte Christenthümelei hat ebenfalls ihre wesentlichen Teile aus der ägyptischen Mythologie geschöpft und die einzelnen Sekten können sich auch heute immer noch nicht auf eine gemeinsame Auslegung einigen.

Die Geschichte ist also bestens geeignet, sich bis zum Sankt Nimmerleinstag zu streiten. Alternativ wäre ein Blick voraus:

«Wie wollen wir zusammen leben?»

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jede Entscheidung kann nur von gleichberechtigten Einwohnern ausgehen - der schmutzige Rest ist allerorten Lüge.

Zumal die 10 monotheistischen Adaptions-Thesen hierorts offensichtlich auch in keinen Kopf passen, trotzdem aber gern als christlich-abendländische Tradition abgefeiert und flott meistbietend verhökert werden.

Basare von mörderischen Eitelkeiten sachich mal dazu.

Fleicht sollten wir damit hier einen Verein gründen.........und die Satzung in Geheimtinte schreiben????

Mir sind die bezahlbaren Schriftgelehrten und die angegliederte Jurisprudenz jedenfalls zu teuer und zu parteiisch - bin selbst aber auch schon zu alt für so eine Kacke so einen Un-rat.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Ein wenig Material dazu:
 

mögen die Katholen auch nicht - der ist unbezahlbar.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Ein wenig Material dazu:
 

Du wählst also die Fraktion der ewigen Abarbeiter und nicht der Löser. Vor 2.000 Jahren war da mal ein Revoluzzer, der sprach von Liebe. Das bedeutet: «In Frieden zusammen leben.»

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Abarbeiten
 

deutet mehr auf den Tod eines Revolutionärs, was wahrscheinlicher ist als alle theologischen Vereinnahmungen. Sicher sprach er von Liebe, aber sollten die Überlieferungen stimmen, war das in einer Verpackung enthalten, die ich nicht öffnen möchte: denn die Bedingungen (Gehorsam) waren eindeutig festgelegt.

Abarbeiten = genügend Wissen über die Vergangenheit vorhalten, ansonsten wird das auch nichts mit den neuen Wegen, um nicht in ähnliche Dilemmata zu laufen. Über meine Texte an Werner (auch deine Frage an ihn wiederholend), dürfte aber die Antwort klar sein, wo ich mich sehe. Übrigens halte ich das für eine sinnvolle Arbeitsteilung, wenn die "Löser" von den mehr Geschichtsbewussten unterstützt werden.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Sein Ende
 

Die Wahrheit, die du lesen kannst,
ist nicht die ganze Wahrheit.

Wer sagt dir, daß Jeschua Ben Mirjam tot war?

Der Tod am Kreuz ist eine Marter der Römer zum Verdursten; sowas dauert je nach Kondition zwei bis vier Tage.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wahrheit
 

Waren Weisshelme dabei die das dokumentiert haben?

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Wahr......
 

ist eine kreative Zusammenfassung der in der Spätantike vorhandenen Schriften, die Hieronymus zur Vulgata komponiert hatte. Bei diesen damals vorhandenen Schriften stimmten keine zwei überein. Auf diese Weise kannst du unendlich viele Schnipsel zusammen dichten – und bekommst das originale Wort Gottes enlightened Was du aber nicht verändern kannst, das sind die fehlenden Protokolle der Römer über ihre Gerichtsverfahren, die Pysik und die Pysiologie.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Was du lesen kannst,
 

hart am Blogthema und den zeitgeistlosen Begriffsbestimmungen analog zuenlightenedenlightenedenlightened den Ordern der Muftis.

Quasie die Waisen von Zion - sachich mal so.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Abarbeiten
 

steckten denen Blümchen in die Knarren und wurden dafür mit Knüppeln und Tränengas bedacht.

Ernsthafte "Gefährder" der mörderischen Doktrin werden nach wie vor gleich umgenietet - die ans Kreuz Nagelei ist längst durch industrielle Mordtechniken ersetzt.

Liebe demonstrieren ist sehr fein, aber wenn sie durchladen greift Plan "B" sonst sind die Backen ab......

Der Revoluzzer damals sprach auch von seinen "geringsten Brüdern", dass er betroffen sei wenn denen was angetan würde.

Wie sieht es denn damit aus (?):

Der Westen tötet im Orient 329 Menschen. Jeden Tag. Seit 27 Jahren.

 

Wollen wir das endlich Kreuzzug nennen, statt uns das dumme Geschwätz von den pösen Islamisten instalieren zu lassen?

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Friedfertige Hippies
 

Du kannst nicht zwei gegensätzliche Dinge gleichzeitig tun. Als die Studenten in Berkeley 1964 den

Free Speech Movement

forderten, mußte jeder erkennen und entscheiden, wo die Fronten sind. Die sogenannten Blumenkinder waren verblendet und glaubten an märchenhafte Wunder.

Die Unterdrückung wird mit dem Kauf von Dingen bezahlt.

McDonalds unerwünscht:
In diesen Ländern gibt es keinen McDonalds

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Demokratie an der Kasse
 

durch die Hippies war ja nun nicht "alternativlos".

Gab ja auch die klimatische Deutung der Weathermen die die Winde („You don’t need a weatherman to know which way the wind blows“)

gaaanz anders deuteten.

Die Deutung als "Völker leert die Regale" liegt zwar voll im Trend, aber der Klassenkampf ist längst nicht verloren.......

Ist noch nie leicht gewesen diese Winddeutung:

 

 

 

Ich glaube an nichts, aber ich rechne mit allem.

(diese Aussage stammt von einem spanischen Freund dessen Seitenwahl ich teile)

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es geht heiß her ... besonders ab minute 45 ...

http://www.sz-online.de/nachrichten/kultur/suhrkamp-distanziert-sich-von...

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die beiden Schriftsteller.

Auch eine Aussage, dass 95 Prozent der Flüchtlinge in die hiesigen Sozialsysteme einwandern wollten, wäre nicht die meine.

Was das Thema Meinungsfreiheit betrifft, so ist mir darüber, über die Kampagne dieser Dresdner Buchhändlerin der Name "Tellkamp" wohl schon mal untergekommen. Gewaltsame Unterdrückung eben dieser Meinungsfreiheit durch die neulinke Antifa geht garnicht, so meine ich.

Und btw. überlege ich ernsthaft, am nächsten Wochenende vielleicht mal kurz die Leipziger Buchmesse zu besuchen.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Mir eher unbekannt
 

ich finde den mitschnitt des videos deshalb interessant, weil zwei renommierte und ausgezeichnete schriftsteller - beide im ebenfalls rennomierten suhrkamp verlag - sich hier der diskussion stellen.

ich bin zu recht davon ausgegangen, dass das niveau nicht unterschritten wird und die kräfte 1:1 fair verteilt sind.

aus diesem grund, war ich gespannt, welche argumente unter diesen bedingungen ausgetauscht werden.

die behaupteten 95% sind schwer zu belegen, da es keinen verbindlichen statistischen schlüssel gibt - und ja eine rettung ja auch in nachbarländer hätte erfolgen können, soweit keine politische verfolgung vorliegt (auch wieder eine gummi-definierung) ... ich würde die 95% so nicht als zahl benennen, weil sie irgendwie diskriminierend klingt - andererseits gibt es weltweit wirtschaftsflüchtlinge, die nach einem besseren leben suchen ... doch da es keine arbeit gibt, bleiben oft nur die sozialsysteme oder die abschiebung

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Antwort auf marie  zum Kommentar zu tellkamp/grünbein
 

Ist wohl das gleiche, übliche, politisch korrekte Spiel der Guten. Ein eh' schon Böser, man wusste es doch irgendwie ... hat sich nun geoutet, als AfD&Pegida-Versteher, ist nicht bei drei auf dem gnädigen Baum der gern eingeforderten Distanzierung. Eine Art Stefan Heym, der nur solange gut war, wie er ebenso nützlich war.

Tellkamp scheint wohl auch deswegen und insbesondere vom Suhrkamp-Verlag gleich mit einem Bann belegt worden zu sein, weil er es gewagt hat auf die Zwischenfrage, Zuschauerfrage eines Götz Kubitschek einzugehen - statt sich würgend abzuwenden.

Insgesamt ein mit Sicherheit seriöses Gespräch, welches andere und ebenso seriöse Reflektionen verdient hätte;

anstelle der bislang und glücklicherweise wohl nur verbalen, medialen Antifa ...

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Hab' etwas rumgelesen
 

sind ja bereiche des staates, welche mediale aufmerksamkeit - auch internationale - bekommen. zahlreiche literaturpreise werden vergeben und diskutiert. die literatur (nicht das sachbuch) vertritt ja eine akzeptierte elite - schon durch die vergabe eines nobelpreises dafür (der für meinungsäußerungen, ideologien u.a.) ist sie schwer mit "primitiven mob" zu kennzeichnen.

ich behaupte mal, dass internationale geistesgrößen sich dazu eine eigenständige meinung bilden, die mit parteiengedöns nix zu tun hat (auch wenn sich ein grass wohl für die spd engagiert hat - was aber eher die ausnahme ist und teilweise aufgabe der geistigen freiheit >>> und ist ja auch so gelaufen mit seinem gedicht über israel, als er sich seiner freiheit versichern wollte - war es sein "tot")

uwe tellkamp ist für den "turm" sehr gefeiert worden, da die interpretation seines buches mehrere möglichkeiten zugelassen hatte , welche er jetzt durch seine haltung konkretisiert hat.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2018-03/dresden-uwe-tellkamp-durs-gr...

dieser artikel hat über 1.000 kommentare - in seiner überschrift hat er jedoch schon klar die linie vorgegeben:
"weltbürger gegen sorgenbürger" ... was soll da "meinungsfreiheit"??? wenn es schon klare schubladen für gute/richtige und bedenkliche/umstrittene meinungen gibt ... das hat auch tellkamp mit "geduldeter" meinung beschrieben, welche schnell die "duldung" verlieren könnte ...

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Antwort auf marie  zum Kommentar die buchmesse und die literatur
 

unaufschiebbare Prioritäten meine Zeit in Anspruch nehmen, so würde ich sogar einen separaten Blogtext aus dem Thema machen wollen.

Habe das Video -Asche auf mein Haupt- auch mittlerweile nur in Ansätzen geschaut, dafür ein Transcript der (angeblich) wichtigsten Aussagen bei Tichys  gelesen. Aussagen, denen ich teilweise widersprechen würde, anderen jedoch zustimmen wollte.

Genau der Diskurs, welcher jenseits einer militanten Antifa und derer medialen Helfershelfer geführt werden muß!

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Soweit nicht andere,
 

"...Genau der Diskurs, welcher jenseits einer militanten Antifa und derer medialen Helfershelfer geführt werden muß!"

Tja...Das kann aber nur funktionieren, wenn es dafür offene Räume gibt, die gegen jede Art gewaltsamer Denk- , Rede- und Schreibverbote zivilcouragiert verteidigt werden. Daran fehlt es hierzulande überall.

Viele Liebe Grüße

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Antwort auf Raphaela  zum Kommentar Diskurs
 

Offene (geschützte) Räume zum Diskurs gibt es nicht.

Im postdemokratischen Schmierentheater vertreten die Politiker nicht die Interessen der Zivilgesellschaft, sondern die Interessen ihrer Sponsoren. Jede Äußerung im öffentlichen Raum wird interpretiert und kann zum Nachteil des Urhebers umgedeutet werden. Dazu kommt noch das Internet, das nicht nur ohne Zeitverzögerung, sondern zusätzlich mit etlichen Pöbelseiten «um sich schlägt.»

Nehmen wir einmal an, der «offene Raum» ist heute ein Nachttopf voller Scheiße.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wo sollten die sein?
 

Das ist halt so mit den neuen Medien, wo ungefiltert noch jeder Mist an die Oberfläche gespült werden kann. Und, sind das aber nicht die demokratischen Verhältnisse, wie sie sich Linke nicht immer gewünscht haben?

Müssen oder können wir das nicht aushalten? Denn andererseits würde jeder "geschützte Raum" wiederum eine Qualifizierung bedeuten und müsste sich selbst wiederum überzeugend darstellen können, was früher oder später in einen Zirkel läuft.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich diese Räume positiv einrichten lassen, das setzt aber ein Mindestmaß gegenseitigen Respekts, aber auch die Möglichkeit voraus anzunehmen, dass eine produktive Auseinandersetzung die gemeinsame Erkenntnis auf ein höheres Niveau heben kann, die sich eben aus der gegenseitigen Kritik ergibt. Aber auch nur dann, wenn man bereit ist, ggf. sein eigenes Konzept (Konstrukt) der Welt, sich besseren Argumenten zu öffnen.

Antwort auf Gast  zum Kommentar "Geschützte Räume?"
 

...war nicht die Rede, nur von offen.

Wo ein "Mindestmaß gegenseitigen Respekts" so sehr fehlt, daß nur noch so (teils sogar potentiell straftatbestands-erfüllend) herumgepöbelt, - geschrien und -gedroht wird, daß es wirklich "nicht mehr aushaltbar" ist, verliert "Raum" für "Raum" seine Offenheit und wird zur geschlossenen Abteilung...Auf der dann irgendwann die vom Wachpersonal (das gelegentlich einen prüfenden Blick hineinwirft) favorisierte Ruhe herrscht...

Zivile Umgangs- und Diskussionsweisen müssen leider manchmal mit Zivilcourage verteidigt werden. Wo das niemand tun kann oder will, diktiert der Stärkste (im öffentlichen Raum) oder der Lauteste (im virtuellen Raum) seine Regeln. Und die sind dann eben oft nicht zivilisiert.

Bin schnell wieder weg (da ohne schusssichere Weste unterwegs ;-)) und wünsche allen ein schönes Rest-Wochenende und weiterhin anregende Diskussionen.

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Antwort auf Raphaela  zum Kommentar Von "geschützt"...
 

Antwort auf Raphaela  zum Kommentar Von "geschützt"...
 

ich freue mich, deine stimme hier zu vernehmen ... und du weißt ja, dass scharfschützen NUR zum schießen da sind - kommentieren werden sie ihre schüsse nicht ... auch nicht die ganzen ballerspiele auf dem markt ...

das virtuelle, das politische, das mediale und das reale leben der vielen verschiedenen menschen ist für kommentierende scharfschützen nicht lebensgefährlich ... man nennt es auch diskurs oder demokratie und ganz freiwillig ... so auch die schußfesten westen aus den vielen krimis im tv ... WAS??? diese krimi-flut für die gesellschaft auch bedeuten mag ....

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Antwort auf Gast  zum Kommentar "Geschützte Räume?"
 

Das «Geschützt» hatte ich als Eigenschaft eines offenen Debattenraumes eingeschoben. Parlamente geben sich eine Geschäftsordnung, um ihren Schlagabtausch zu ritualisieren. Das ist also ein «geschützter öffentlicher Raum.»

Michael Ende hatte einmal in einem Interview gesagt, daß eine Geschichte für Kinder sehr logisch aufgebaut sein muß. Da geschieht nicht irgend etwas aus heiterem Himmel, sondern wenn etwas geschieht, hat das jemand getan. Das gilt gleichermaßen für einen öffentlichen Raum, der von jemand geschützt werden muß. Der demokratische Idealfall wäre, wenn alle Teilnehmer diesen Raum schützen und respektieren. Seit jeder, der einen Internetanschluß hat, seine eigene Meinung ungefiltert verbreiten kann, nehmen auch die Fälle zu, daß jemand den öffentlichen Raum weder schützt, noch respektiert, sondern mißbraucht.

Dagegen hilft keine Zensur, auch keine politisch verbrämte, sondern nur abschalten und löschen. Das will ich aber keiner selbst ernannten Gesinnungkontrolle überlassen, sondern erledige das in meinem Umfeld selbst. Im Zweifel wird eine Webseite bei mir tabu.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wo sollten die sein?
 

hat die opposition geschützte räume gefunden : in den kirchen ... und auch in einigen theatern

die volksbühne unter castorf hat lange diesen geschützten raum geboten - auch das kino babylon ... doch auch das ist nun vorbei in der neuen "rechtsstaatlichen demokratie"

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Antwort auf marie  zum Kommentar selbst in der bösen ddr
 

einen wesentlichen Unterschied gibt es schon, was die damaligen geschützten  Räume in der DDR (gegenüber den heute und hierzulande eher kaum noch vorhandenen) angeht:

Die Repression -andere würden es Gewaltmonopol nennen- ging in der DDR ausschließlich vom Staat aus. Zustände, innerhalb derer die Herrschenden, die globalen Vorwärtsverteidiger, die sozialen Kahlschläger sich zurücklehnen können, eine beinahe schon paramilitärisch aufgestellte neulinke Antifa unter dem klammheimlichen Jubel der systemnahen Medien den Drecksjob  wider die geschützten Räume erledigt, das war der DDR vollkommen fremd.

Teile und Herrsche funktioniert hier und heute genau so, wohl nur so.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Einen Unterschied,
 

natürlich gab es in der ddr die stasi ... die auch in den kirchen gesessen hat ... und mitgeschrieben, aber nicht eingegriffen hat ... das war allen voll bewußt ... was der bnd heute so treibt, ist weniger bekannt und soll es auch bleiben

das große mißverständnis der ostler hängt wohl vor allem mit deren vorstellungen von meinungsfreiheit zusammen - "honecker ist doof" durfte man nicht sagen "merkel muß weg" ist dagegen kein problem in der meinungsäußerung

z.b. haben sie nicht verstanden, was "berufsverbote" im westen sind ... das alles sind erfahrungen, die sie erst in der gemeinsamen realität erlebt haben >>> aber DARÜBER dürfen sie nicht reden, wenn sie ihre karriere nicht beenden wollen ... und ja: es ist kein unterschied zu finden ... nur die ideologischen vorzeichen sind anders gesetzt >>> blöd für alle, die ohne ideologie leben wollen und auf offenheit und vernunft und verantwortung setzen ... auch wenn es da bestimmt unvereinbare haltungen geben mag z. b. beim schutz des lebens (von ungeborenen bzw. eingriffen in die natürliche fortpflanzung) ... dieses beispiel verlang die toleranz und den gegenseitigen respekt als individuelle haltung, welche der dagegen stehenden keinen schaden zufügt - würde man das moralisieren von gut und böse einfach nicht praktizieren >>> wie es in der ddr war ... genau wie mit rauchern und vielen anderen nicht instrumentalisierten nebenschauplätzen, die jetzt wie pilze aus dem boden schießen ...

das der osten - begonnen mit der treuhand bis gaucks "dunkeldeutschland" einfach mit ZU!!! vielen diffamierungen bedacht wurde - ohne jedes zeichen, davon mal ablassen zu wollen, hat jetzt eine wut angehäuft, die schweigend nicht mehr ertragen werden möchte und wohl auch nicht kann ... ganz unabhängig DAVON haben auch teile des westens - ohne diese erfahrung bzw. interesse daran - dies gegen die flüchtlinge/zuwanderer/ausländer instrumentalisiert und die afd gegegründet = es war lucke, der euro-kritiker

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Antwort auf marie  zum Kommentar hallo bernd
 

Deine Einwürfe. Wollte es hier jedoch verengen auf die Frage von Gewalt (verbaler wie real-physischer) und eben auf das sogenannte Gewaltmonopol - welches in der DDR sehr eindeutig geklärt war.

Den großen Leviathan mag ich auch nicht, nur ist er mir bei allen pros und cons immer noch lieber als Gewalt in Anarchie, als Herdentrieb bis hin zur Lynchjustiz durch selbsternannte Glaubenskrieger. Auch sogenannte, vielleicht sich selbst so verstehende Anarchisten müssen dem, ja werden dem gern Rechnung zollen, müssten sie ansonsten nicht nur verbal aufrüsten, sich auch sehr real vor den dann unvermeidlichen marodierenden Banden in den schwarzen Limosinen schützen.

Die Frage nach der (legitimen) Gewalt gegenüber Sachen und/oder auch Personen wurde in der alten BRD aus mehrfach gegebenem Anlaß  immer wieder kontrovers diskutiert, auch von den damals noch liberalen bis linken Medien sehr ernsthaft reflektiert.

Heute dagegen -und das macht mir angst- scheint diese Frage zumindest faktisch geklärt, dahingehend, dass auch Gewalt gegen Personen schon ok ist, soweit es die definitorisch "Richtigen" trifft. Bin damit und sehr stringent am Thema dieses Blogtextes, müssen sich (israel)kritische Juden heute wieder vor verbaler und auch sehr realer Gewalt schützen, sich bei Muslimen verstecken.

Und diese ehemals liberalen, linken Medien spielen dabei, klammheimlich zumindest, gerne mit. Im selektiven Verschweigen oder gar proaktiv in Gestalt der via einer sog. Qualitätsdefinition geschützten, sich juristische Auseinandersetzungen finanziell leisten könnenden Großen,

während die Kleinen, soweit ideologisch nicht vollkommen jenseits, sehr genau um die Strafbarkeit derartiger Aussagen wissen, auch immer damit rechnen dürfen, formaljuristisch angegangen zu werden.

Aber es gibt auch da natürlich Ausnahmen ...

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Verstehe das wohl,
 

das sich jeder um seine naheliegenderen "probleme" vorrangig gedanken macht - und so ist nun mal gesellschaftspolitisch für mich der umgang mit der ex-ddr dazugehörend - und ich nehme zur kenntnis, das dieses interesse von west-sozialisierten nicht in dem gleichen maß geteilt wird ... ich meine von denen, die die teilung so schrecklich bedauert haben, scheint nun die "wiedervereinigung" auch nicht in ihrem sinne und nach ihren vorstellungen von ewigen dankesbekundungen und freude - bleibt oft nur frust ... und zwar auf BEIDEN seiten

"Der Unterschied zur DDR liegt im Moment nur darin, dass der Herr Tellkamp sich einen anderen Verlag suchen kann.
Das können, wie hier einige eifrige Kommentatoren schon angemerkt haben, dann wohl letztendlich nur solche , wie der Kopp Verlag sein."

" die Geschichte des Systems BRD ist auch die Geschichte einer Überzeugung durch Wohlstand. Die goldenen Jahrzehnte haben den Einverstandenen eine fast unmöglich scheinende Kombination aus Wohlstand, Position IN und on top sogar Distinktion VON „der Gesellschaft“ geboten indem der Platz des kritischen Bewusstseins über Jahre lukrativ war statt existenzbedrohend. Man war nachträglicher Widerstand und gleichzeitig Sieger der Geschichte.
Diese BRD konnte es eben doch: das richtige Leben im Falschen.
Für den Osten und auch für grundsätzlicher kritische Milieus, hat sich die BRD aber nie so gezeigt. Im Jahre 1990 war schon eine ganz andere Platte aufgelegt und auch global die Party einfach vorbei, und wer in den fetten Jahren nicht dabei gewesen war, erlebte ein gänzlich anderes Gesicht.
Der Verständnisgraben ist u.a. deshalb so tief, weil die Grünbein-Fraktion ihre eigene korrumpierte Identität nicht sehen kann und daher nicht weiß, dass ihr Modell anderen gar nicht erst angeboten wurde. Und stehen nun und glotzen"

= das sind zwei kommentare unter dem zeit-artikel

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Verstehe das wohl,
 

"Die spannende Frage ist, ob das überhaupt etwas bringt. Eine gültige Antwort dafür wird erst in der Zukunft zu finden sein, und natürlich werden die Empörten glauben, einen wichtigen Beitrag zur richtigen Einstellung des Volkes zu leisten, das um diese moralische Orientierung bittet. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, und das liegt an meinem Wohnsitz nahe der Grenze zu Österreich. In Österreich dominiert eine neue Regierung aus nationalkonservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ, und bei exakt jener Wahl, bei der diese Parteien siegten, sind die ärgsten Gegner der FPÖ, die dauernd vor Nazis warnenden Grünen, hochkant aus dem Parlament geflogen. Es war für die Grünen eine immens harte Landung nach dem riesigen Erfolg, den Grünen Alexander van der Bellen zum Präsidenten der Republik zu machen."

http://blogs.faz.net/deus/2018/03/10/tellkamp-und-wie-man-sich-mit-kultu...

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der Don Alphonso, da hat er recht. Und man bracht dazu wohl nicht mal am Tegernsee, in der Nähe von Östereich zu wohnen. Da läuft Vieles absolut kontraproduktiv; vielleicht wird deshalb das Rad -der Verleumdung- immer wilder gedreht. Die sind ja nicht blöd, die qua Definition Guten ...

Eigentlich sollte man, kann man sich zurücklehnen, soweit es geht zurücknehmen, den schöneren Dingen des Lebens zuwenden ...

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Wo er recht hat,
 

liess brecht schon seinen fatzer sagen ... aber auch: "wir leben in einer zeit, in der es nur verlierer geben wird"

naja, ich bleibe bei der schönheit und der kunst ... auch die natur und leckeres essen gehören dazu ... menschen sind mir wohl zu kompliziert im moment ... aber freundliche blicke entdecke ich schon noch oft

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würdest Du (mir) geben?

Selbstmord aus Angst vor dem Tod -ein gar geflügeltes Wort- ist nicht so mein Ding. Eher schon kritisch beobachten und sich in Grenzen engagieren. Dabei und auch bei total abweichender Meinung dem Gegenüber mit Akzeptanz, vielleicht gar mit Respekt verbunden und ansonsten bei Penetranz oder gar Missionarstum sich zurückziehen (können).

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Welchen Rat
 

und schon gar kein pauschaler ...

ich persönlich halte mich an "spiel nicht den helden" + "habe kein schlechtes gewissen"

ich weiß, dass ich nicht perfekt bin - kann fehler einsehen und bereuen und mache alles, was mich glücklich macht und mir freude bereitet ...

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Wo er recht hat,
 

kann man sich zurücklehnen, soweit es geht zurücknehmen, den schöneren Dingen des Lebens zuwenden ..." Machen wir doch bereits oder? Immerhin zählen wir uns doch zu den Guten. Oder anders ausgedrückt: unsere Vorstellung von einer gerechten Welt bezieht sich auf alle Menschen, jenseits von Klassen, Rassen, Ideologien und dergleichen mehr.

Wobei "alle Menschen" wäre jetzt nicht ganz präzise, denn es gibt eine kleine Minderheit, die sieht das anders und für die brauchen wir eine Insel im Pazifik, wo sie ihre Ideale untereinander ausleben können, aber dann mit eigener Arbeit und bei steigendem Wasserstand.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar "Eigentlich sollte man ..."
 

zu den Guten zähle ich mich ebenfalls, meist, immer öfter ...

Im Moment bastle ich auf der eigenen Website an einer längst überfälligen Aufarbeitung meiner Nordlandtour aus 2014 - ehe im Mai die nächste, nach 2015 nun bereits die dritte Tour in Richtung Skandinavien beginnt.

Und vorher werde ich für meinen italienischen Freund und Wanderpartner einen Flyer entwickeln und gestalten, dann ggf. unter interessierte Menschen bringen. Denn der Freund ist gleichzeitig Holzschnitzer, verkauft auch schon mal eines seiner Werke.

Für bzw. von einen anderen Freund habe ich noch vier Video8 - Kasetten mit privaten Aufnahmen aus den 90ern hier rumliegen; die warten schon länger auf das Digitalisieren. Hoffentlich geht die alte Kamera noch.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Ist vollkommen richtig,
 

da warten noch ein paar Tausend best erhaltene Kodachrome-Dias drauf, beginnend in den 70ern mit Ektachrome. Die Farbstabilität der Kodachrome liegt bei deutlich über 60 Jahren.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar "Eigentlich sollte man ..."
 

schicken wir die alle nach Panama, Hermann schreibt gerade ein Buch:

«Do it yourself für die Zivilgesellschaft»

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Wo er recht hat,
 

... und z.b. klüger zu sein, als suhrkamp oder alle, die wir "doof" finden und uns FREUEN, wenn wir solche menschen entdecken ... ob nun in den medien oder in der realität:

"Wir brauchen mehr Diskurs! Auch über unliebsame Meinungen. Das ist die Quintessenz aus dem Eklat um Uwe Tellkamp. Der preisgekrönte Dresdner Autor und Literat hat sich auf einem Podium weit herausgewagt und steht nun im Sturm. Reflexartig reagieren wir Medien auf einige seiner Äußerungen, die verdächtig nah an Positionen von AFD oder gar Pegida sind. Sein Verlag, der renommierte Suhrkamp-Verlag, der sich seit Jahrzehnten selbstbewusst und manchmal durchaus revolutionär als Avantgarde des Bildungsbürgertums verstanden hat, geht öffentlich auf Distanz zu den Äußerungen seines Erfolgsautors.

Was für ein Drama! Anstatt intellektuell und klug den Spielball aufzunehmen und eine grundlegende Debatte zu entfachen, deren Ausbleiben seit Jahren aufgeklärte Bürger vermissen und aus den großen Volksparteien in die Arme der Populisten treibt, wird der Autor sanktioniert. In die Ecke gestellt und geschmäht, als Rechter, der etwas gesagt hat, was man offenbar nicht sagen darf."

http://www.deutschlandfunk.de/debatte-um-schriftsteller-uwe-tellkamp-aec...

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schrieb ich hier an anderer Stelle. Beim Deutschlndfunk, in dem von Dir verlinkten Text, da scheinen sie den Schuß gehört zu haben.

Mehr noch, so dürfte diese Diffamierung von Tellkamp dessen monetäre Gewinne aus seinen Werken nun in Form einer anziehenden Auflage eher noch steigern, gibt es dafür bereits andere, ebenfalls sehr prominente Beispiele.

Und der Suhrkamp-Verlag? Wenn er es denn mit dieser Distanzierung von seinem Autor ernst gemeint hat, dann sollte der Verlagsanteil an den Gewinnen ab sofort doch bitteschön und sehr demonstrativ an eine gute Sache gespendet werden.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Kontraproduktiv
 

"Vieles spricht dafür, dass hoch dekorierte kritische Geister Suhrkamp verlassen, die alles andere wollen, als in einem Verlag zu publizieren, der seine Autoren auf diese Weise maßregeln will. "

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/erste-konsequenzen-fuer-...

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Antwort auf marie  zum Kommentar hallo bernd
 

«das der osten - begonnen mit der treuhand bis gaucks "dunkeldeutschland" einfach mit ZU!!! vielen diffamierungen bedacht wurde - ohne jedes zeichen, davon mal ablassen zu wollen, hat jetzt eine wut angehäuft, die schweigend nicht mehr ertragen werden möchte und wohl auch nicht kann ... ganz unabhängig DAVON haben auch teile des westens - ohne diese erfahrung bzw. interesse daran - dies gegen die flüchtlinge/zuwanderer/ausländer instrumentalisiert und die afd gegegründet = es war lucke, der euro-kritiker»

Mit Einheitsbrei wird das auch nix.

Die AfD hat sich mehrfach gewandelt: Lucke – Petry – AfD heute

Was daraus noch entsteht, ist ungewiß.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Die Kirche im Dorf
 

keine ahnung, wo du einheitsbrei der ostdeutschen meinungen siehst??? merkel-gauck-daniela dahn-tellkamp ...

die afd ist eine rein westdeutsche erfindung, die heute gesamtdeutsche wähler hat - wird aber ostdeutsch-sächsisches prügelbalg benutzt

" Tellkamp verwahrte sich entschieden gegen die ständige Verdrehung von Ursache und Wirkung in der medialen Öffentlichkeit. Zuerst seien die Europa- und Finanzkrise dagewesen, in deren Folge sich 2013 die AfD gegründet habe, dann die Flüchtlingskrise mit ihrer verschärfenden Problematik. „So wird ein Schuh draus“, sagte der Autor unter dem Applaus der Zuhörer, und legte mit harten Fakten nach: im Bundestag habe es bei den entscheidenden Debatten noch nicht einmal Opposition der Linken gegeben. Der Bundestag sei bis heute nicht zur Grenzöffnung gefragt worden. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages habe dazu festgestellt, dass das Prinzip der Gewaltenteilung, der sich auch eine Kanzlerin unterwerfen müsse, verletzt worden sei, weil Merkel bis heute nicht darüber habe entscheiden lassen.

Die Leute spürten seit zwei Jahren das herablassende Gerede zu abweichenden Meinungen und wehrten sich dagegen. Viele Journalisten sind und waren von vorneherein auf Regierungslinie, sagte Tellkamp. An die Adresse Heribert Prantls von der Süddeutschen Zeitung richtete Tellkamp den Vorwurf, dass Prantl den Ostdeutschen die Demokratiefähigkeit abgesprochen habe, ausgerechnet den Leuten, die auf der Straße 1989 für Demokratie gekämpft hätten."

http://www.mmnews.de/politik/53673-video-jetzt-spricht-tellkamp

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Antwort auf marie  zum Kommentar einheitsbrei?
 

bezog sich auf deinen Hinweis, die AfD sei von Lucke gegründet worden. Das war damals eine wirtschaftsliberale Partei, deren Ziel der Ausstieg aus dem Euro war.

Inzwischen ist das eine ganz andere Partei geworden, deren Protagonisten aus Ost und West sehr populistische Ziele verfolgen – also differenzieren.

Um das «Rechts» hier noch mal zu beschreiben: «Für mich sind die CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP und AfD allesamt rechte Parteien, die sich lediglich graduell etwas unterscheiden.»

Besonders hier im Nordosten ist die AfD stark vertreten, weil die Regierungsparteien versagt haben und Infrastruktur abbauen. Das ist nicht allein der Schelte ostdeutscher Bürger geschuldet, sondern strukturell nachweisbar und vor allem hat das überhaupt nichts mit den Migranten zu tun.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Die Kirche im Dorf
 

"Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern."

...
Das war ein Zitat. Von Angela Merkel. Aus ihrer Rede auf dem CDU-Parteitag 2003
http://www.zeit.de/reden/...

Antwort auf Raphaela  zum Kommentar Diskurs
 

"Das Nazi-hier-Nazi-da-Schwert ist seit langem stumpf – diejenigen, die es schwingen, merken es nur nicht.

Nebenbei halte ich es, wie es mal Hadmut Danisch geschrieben hat – wer jeden für jede Aussage, die nicht auf der linken Meinungslinie liegt, als Nazi beschimpft, betreibt im Grunde Holocaustleugnung.

Und die Leute (also das Fußvolk) hören schon lange weg, wenn solche Anklagen kommen. Da kann echtes Nazitum auch schon einmal durchrutschen, Desensibilisierung. Zumal man echte Nazis (im Sinne von Drittes-Reich-Fans) in Deutschland inzwischen suchen muß, von den paar Freaks arbeitet die Hälfte zudem beim Verfassungsschutz. Hakenkreuz-Schmierereien stammen in der Regel nicht von denen, da wären sie ja schon doof, die dienen der Gegenseite dazu, die Nazi-Bedrohung aufrechtzuerhalten. Und daher wird dann auch einmal ein Herr Tellkamp durch die Manege getrieben, weil es ja sonst nichts gibt. Und der „Kampf gegen rechts“ (längst nicht mehr nur gegen RechtsEXTREMISMUS) gibt schließlich auch vielen Lohn und Brot, die sich ansonsten beim Amt anstellen müßten.

Das sind die einen. Den anderen geht das Getue aber nur noch auf den Zeiger. Und das sind mehr. Man möchte doch schon allein lieber „rechts“ sein, um nicht zu denen zu gehören.

Wenn wirklich übler Rechtsextremismus einst wieder salonfähig werden sollte, dann hätten die linken Diffamierungsapostel sich das ganz allein zuzuschreiben."

"Es gibt immer noch haufenweise Neonazis und jeder ist einer zu viel, das ist überhaupt keine Frage. Nur sind die halt unter dem Radar, und man nimmt sich das vor, was drüber ist – eben Tellkamp, weil er gerade da ist."

ein kommentar + antwort aus diesem blog:

http://blogs.faz.net/deus/2018/03/10/tellkamp-und-wie-man-sich-mit-kultu...

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Antwort auf marie  zum Kommentar diskurs über dem radar ...
 

würde ich es nicht nennen, aber das infantile, inflationäre Nazigeschrei hat schon etwas von dieser, möglicherweise nicht ganz ohne Absicht, gar mit Kalkül betriebenen Verharmlosung der Greultaten des Dritten Reiches.

Scheint so eine Art Absetzbewegung zu sein, der guten Deutschen einschließlich der guten Unternehmer, der guten Parteien und der guten Medien sowieso. Robert Kurz hat den eigentlich faszinierenden Sachverhalt in "Die Antideutsche Ideologie" ausgiebig untersucht, konnte allerdings 2003 noch nicht ahnen, das diese Absetzbewegung mittlerweile weit über die Sektierer der Antideutschen hinaus reicht.

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Dass ich mit dessen These von den 95 Prozent Wirtschaftsflüchtlingen nicht konform gehe, das war bereits weiter oben anzumerken. Sehr konform gehe ich jedoch mit Tellkamps Kritik an den Manipulationen der sog. Spiegel-Bestsellerliste.

Das brachte sogar den guten Nachdenkseiten eine aus meiner Sicht sehr berechtigte Kritik ein; erst recht, als die NDS in diesem Zusammenhang ihrem bis dato Mitstreiter Paul Schreyer zum Ehemaligen degradierten. Schreyer hatte in einem erst zensurettig depublizierten, nach Kritik wieder veröffentlichten NDS-Beitrag diese Manipulationen kritisiert. Schreyer hätte, so verstand ich die anschließende Rechtfertigung der NDS-Macher (Jens Berger, Albrecht Müller), in seinem Text auf den Inhalt des inkriminierten Buches, auf dessen Autor eingehen, sich ggf. davon distanzieren, die gut gemeinte Manipulation zumindest verstehen sollen.

Aus meiner Sicht ein absolut inakzeptables Verhalten bzw. Ansinnen von Berger und/oder Müller. "Best" - "Seller" ist auch mit nur rudimentären Englichkenntnissen als best/meist-verkauft zu übersetzen, daher eine rein ökonomisch zu verstehende Kategorie. Jedwede Ideologie, auch eine vermeintlich gute, hat dabei nichts zu suchen.

Interessant und soweit ich es überblicken kann, dass keiner der Großkritiker in den Qualitätsmedien -nebst deren Followern in kleineren Blogs- diesen Faden aus der in Rede stehenden Diskussion aufnimmt. Kann man so verstehen, dass eine dahingehende Manipulation wohl schon ganz ok ist ...