13 Mär 2018

Zeit der Verleumder II

Submitted by ebertus

Antideutsche Jagdszenen; und das Ziel ist neben Moshe Zuckermann die Neue Gesellschaft für Psychologie (NGfP), insbesondere deren Vorsitzender Klaus-Jürgen Bruder.

30 Mitglieder der NGfP haben einen sogenannten offenen Brief verfasst (den man erstmal finden muss), in dem die gesellschaftspolitischen Aktivitäten der Gesellschaft und insbesondere diejenigen des NGfP-Vorsitzenden Klaus-Jürgen Bruder kritisiert werden. Nicht inhaltlich, auf das Fachgebiet bezogen kritisiert, sondern in Form einer ideologiegetriebenen Systemfrömmigkeit nebst Verwendung von Sprache und Begrifflichkeit, welche vorzugsweise in den Texten der Antideutschen zu finden ist.

Hier also vorab der Link auf die mir bislang einzig bekannte Quelle, was dieses Pamphlet und seine Unterzeichner angeht. Klar, eine anonyme Subdnomain und ohne Impressum - nicht ungewöhnlich in diesen Kreisen. Keine Ahnung, ob sich alle, die ihren vollen Namen nebst der beruflich-gesellschaftlichen Position hergebenden Unterzeichner dessen bewußt sind; wie und von wem sie möglicherweise instrumentalisiert werden.

Wie weiter oben bereits angemerkt, so möge man dieses Pamphlet danach lesen und werten, welche fachbezogenen Analysen und Kritiken, sprich: Inhalte sich dort finden; versus einer eher ideologisch-subjektiven Sicht auf aktuelle gesellschaftspolitische Ereignisse, Medien und Personen. Insbesondere was israelkritische Intellektuelle wie Moshe Zuckermann betrifft, so schließt das Pamphlet beinahe nahtlos an ähnliche Diffamierungskampagnen an, wie sie hier im Blog unter dem Ursprungstitel: "Zeit der Verleumder" bereits angesprochen wurden.

Wenn man sich die Namen der 30 Unterzeichner anschaut (eine personenbezogene Recherche könnte man versuchen), so dürfte es sich überwiegend um Menschen deutscher bzw. östereichischer Nationalität handeln. Wenn diese Menschen, historisch gesehen also Nachkommen der Täter einem Nachkommen von Holocaustüberlebenden wie Moshe Zuckermann vorwerfen, dass er

den Antisemitismusvorwurf regelmäßig als „Herrschaftsinstrument“ verharmlost und delegitimiert,

dann scheint mir das mehr als makaber; eine von jeder Verantwortung sich absetzende, Täter/Opfer-Umkehr betreibende, andere sehr bewußt diffamierende antideutsche Sprachfigur. Nachkommen der Täter erklären Nachkommen der Opfer wie man "Antisemitismus" buchstabiert ...

Ansonsten gibt man sich von Seiten der Unterzeichner wirklich gönnerhaft in dieser doch so positiven Kritik:

"Wir hoffen mit dieser Intervention einen internen Reflexionsprozess anzustoßen, sodass Verschwörungsideologien, friedenspolitisch verbrämter Antiamerikanismus und struktureller Antisemitismus hier keinen weiteren Nährboden finden können."


Und schiebt dann gleich nach, wen die Unterzeichner gegen wen in Schutz nehmen wollen:

"Die präsentierte Denkform liefert für weltpolitische Konflikte manichäische Erklärungen, bei denen alle Schuld den USA und Israel zugeschrieben wird. Während alles, was diesem Welterklärungsmuster zuwiderläuft, kurzerhand eben auf angebliche Indoktrinationen durch die Medien zurückgeführt wird, wird hingegen allein den Verschwörungstheorien obskurantistischer Internetportale wie www.rubikon.news oder www.nachdenkseiten.de vertraut."

Schon klar, und wenn wir erstmal soweit sind, dann darf der "Gott sei bei uns", dürfen all' die anderen bösen Buben natürlich nicht fehlen. Angefangen mit einer ausführlichen  Würdigung der Vita von Ken Jebsen entwickelt sich unter mehrfachen Querfront, Querfront-Rufen dieser bekannte "wer kennt wen" - Spannungsbogen; über Daniele Ganser und Jens Wernicke bis hin zu Jürgen Elsässer und natürlich Pegida; während ein Henrik M. Broder offensichtlich als der große Entlarver durchgeht.

Ideologisch eingefärbte Tagespolitik eben; nehmen sich abschließend die mit Sicherheit hochintellektuellen Unterzeichner (wörtlich):

Als Wissenschaftler_innen ... begrifflich selbst auf den Arm.

Kommentare

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Offensichtlich ist Google damit einverstanden, daß ihre Dienste für anonymen Unflat mißbraucht werden. Allgemein sind anonyme Beschuldigungen null und nichtig.

Im vorliegenden Fall haben sich die Unterzeichner durchaus geoutet und ihr Mißfallen mit der Übernahme einer Plattform durch eine «alternative Denkweise» geäußert.

Demgegenüber hatten wir die gesamte Geschichte und ihre verlogenen Verkrümmungen seit 2001 erlebt, die zum zweiten Kalten Krieg geführt haben.

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wieso anonym?
 

sind die sich outenden Unterzeichner -soweit kein Fake- in Zusammenhang mit dem offenen Brief zu sehen, haben dann jedoch vordergründig keinen Einfluß darauf, wo dieses Pamphlet erscheint. Vielleicht ist der Betreiber dieser anonymen Subdomain gar einer der Unterzeichner.

Wie bereits im Blog geschrieben, so war es nicht einfach, das Teil zu finden. In der Szene und darüber hinaus ist zwar das eine oder andere Zitat bzw. Versatzstück auffindbar, nie jedoch ein Link auf den kompletten Text einschließlich der sich dazu bekennenden Unterzeichner. Habe das Teil natürlich gesichert - falls es morgen aus dem Netz wieder verschwunden sein sollte.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Ist richtig,
 

hat auf der Startseite eine Adresse:

Impressum: Initiative kritische Psychologie Wien,  
Verein zur Vernetzung, Förderung und Verbreitung kritisch-psychologischer Inhalte und Aktivitäten,
Ottakringerstraße 107/6, 1160 Wien,
ZVR: 252209542

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wieso anonym?
 

ist die Antwort der NGfP, über Klaus-Jürgen Bruder hinaus die des gesamten Vorstandes.

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so sind die briefe im dezember 2017 datiert.

gestern endete nun dieser kongreß und wird von herrn nowak auf tp kommentiert .... und auch der beitrag von herrn nowak wird dann natürlich auch kommentiert:

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Paralyse-der-Kritik-Gese...

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Paralyse-der-Kritik-Gese...

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Paralyse-der-Kritik-Gese...

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Paralyse-der-Kritik-Gese...

zu beginn des kongresses hat die jw k-j-bruder interviewt

https://www.jungewelt.de/artikel/328344.die-linke-tr%C3%A4gt-bei-zur-ent...

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Antwort auf marie  zum Kommentar wenn ich das richtig sehe ...
 

nebst der Kommentare dort bei TP  (link) waren mir bislang nicht bekannt. Ebensowenig der Artikel in der JW. Immerhin, auch Nowak verlinkt auf die von mir oben im Blogtext eingeführte Quelle.

Der Anlass für mich was dieser eher pseudoneutrale Artikel im ND. Bewußt "pseudo" genannt, wenn man dann beim Recherchieren erfährt, welche unrühmliche Rolle gerade das ND im Vorfeld beim Niedermachen der auch in diesem offenen Pamphlet genannten alternativen Medien gespielt hat, den Unterzeichnern der Schmähschrift gar als seriöse Quelle dient.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Der Text von Nowak
 

Gender-Romantik
Die Morgensternin seh’ ich nicht
Die Mondin wirft ihr fahles Licht
Auf jene Bäumin dort im Tal
Die einsam friert, denn sie ist kahl
Die Fröstin hat dies wohl bezweckt
Sie mit der Schneein zugedeckt
Die Teichin ist schon zugefroren
Uns ist die Winterin geboren
Die Fröstin hält die Ärmin weit
Auch über diese Weihnachtszeit
Doch in der Stübin trink mit Maß
Ich rote Weinin Glas für Glas!

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Antwort auf marie  zum Kommentar etwas poesie - in buchmessezeiten
 

Passt zu meinem gerade eingestellten Blog zur Buchmesse, wäre auch dort nicht wenig passend aufgehoben.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Schööön
 

"Und der

ideologisch notorisch unzuverlässige

Heiner Müller ebnete die Wege, auf denen der junge Dichter Durs Grünbein in den Verlag kam. Grünbein hat im Dresdner Streitgespräch mit Uwe Tellkamp seine Abneigung gegen enge Meinungs- und Diskursgrenzen auch mit der Erinnerung an die Spätzeit der DDR begründet, als, etwa im Umkreis von Heiner Müller, die anstößigen Schriften von Ernst Jünger, Carl Schmitt oder auch Céline gelesen wurden. "

http://www.sueddeutsche.de/kultur/kritik-am-suhrkamp-verlag-ein-tellkamp...

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gestapo-folterzentrale wird zum shopping-tempel

https://www.jungewelt.de/artikel/329401.sch%C3%B6ner-schein.html

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etwas abseits von blog - aber "gender-politisch" eine gute lösung seit 1982

https://www.youtube.com/watch?v=FlXE1Yq0AnQ

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Liebe Blog-Organisatoren,

Leider hat sich in Euren Text ein nicht kleiner Fehler ein geschlichen:

"30 Mitglieder der NGfP haben einen sogenannten offenen Brief verfasst (den man erstmal finden muss), in dem die gesellschaftspolitischen Aktivitäten der Gesellschaft und insbesondere diejenigen des NGfP-Vorsitzenden Klaus-Jürgen Bruder kritisiert werden"

Der Fehler: die 30 Offenen Brief Schreiber sind nicht Mitglieder der NGfP, sondern der eine oder andere von ihnen hat mal auf einem der Kongresse vorgetragen.

Dieser Unterschied ist wichtig für die Einschätzung der Bedeutung der Attacke des sogen. Offenen Briefs gegen die NGfP

Wichtig ist auch zu wissen: die entsprechenden Vorträge wurden in den jeweiligen Kongress-Bänden veröffentlicht
(erschienen im Psycho-Sozial-Verlag Giessen)

Mit besten Grüßen
Klaus-Jürgen Bruder
(Vorsitzender der NGfP)