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28 Juni 2020

Den Sonntagsfahrer von und mit Dirk Maxeiner lese ich bei Achgut immer gern; nicht nur am Sonntag. Und seit der gute Henryk M. Broder das vom Messer spritzende Judenblut nicht mehr so intensiv zelebriert, andere ihm mit subtilen bis offenen und meist relativierenden Nazivergleichen wohl den Rang abgelaufen haben, seitdem bietet das Magazin viel Freiraum für Ironie und Realsatire.


Jeder Satz des Sonntagsfahrers  markiert einen Treffer; auf die Lachmuskeln, versteht sich. Und das Ganze ist schon eine eher reale, denn satirische Tour de Horizon, was die neuen Illusionisten und deren neue Hütchenspiele betrifft. Dennoch, der Vergleich mit Stier und Torero dürfte vorerst ein bestenfalls schmunzelnd vorgetragene Wunsch bleiben. So springen verbal und mit Getöse zwar immer noch einige der ehemaligen Bullen (nebst Tigern und Linken), landen dann jedoch und in der Regel politisch sehr korrekt als der bekannte Bettvorleger; ... bei Mamma Dilemma ...

"Eine Pandemie ist eine Pandemie, solange das Publikum daran glaubt. Und eine Erfolgsgeschichte ist eine Erfolgsgeschichte, solange die Bank daran glaubt. Und zwei Milliarden auf dem Wirecard-Konto sind zwei Milliarden, solange der Aktionär daran glaubt. Echt blöd wird es, wenn das Publikum den Trick durchschaut. Dann wird es unberechenbar. So wie ein Stier, der merkt, dass ihn der Torero mit dem roten Tuch verarscht hat. So ein gehörnter Bulle ist für alle Zeiten versaut und geht direkt auf den Mann, um ihn platt zu machen."