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14 Aug. 2020

Gerade lese ich, dass der systemisch wohl wichtige TUI-Konzern eine weitere Milliarde als sogenanntes "Überbrückungsdarlehen" bekommt; dennoch tausende Jobs wegfallen. Eigentlich Irrsinn, auf neue Zeiten von touristischem Glanz und Gloria zu hoffen.


Weil das Szenario, welches uns als die Mehrzahl der Menschen in den nächsten Jahren erwartet, beileibe nicht auf den Tourismus beschränkt bleibt. Sachlich und absolut nachvollziehbar wird dies in einem lesenwerten Artikel bei Telepolis  skizziert. Nicht der erste Text dieser Art, mit Sicherheit auch nicht der letzte. Und dennoch vielleicht eine Ausnahme, weil keiner Ideologie und keinem Hype unterworfen, sich jedem Versuch der Missionierung verweigert; und einfach das beschreibt, was wir erwarten dürfen; ja müssen.

Ein (in meinen Augen) Highlight sei herausgegriffen, weil man uns von Regierungsseite in den letzten Jahren auf immer weniger Schulden, auf die sogenannte schwarze Null einschwören wollte. Und jetzt aus dem Nichts Schuldengeld für TUI & Co. erschafft, zu dem der Telepolisautor lediglich anmerkt:

"In meinen Augen als ehemaliger Investmentbanker ist es ausgeschlossen, dass der derzeitige Schuldenberg jemals real zurückgezahlt werden kann."


Als Konsequenz und unter Vermeidung massiver innerer Unruhen sowie unkontrollierbar werdender Staats- und Firmenbankrotte etc. kann sich der Autor -in einem systemischen Sinne nachvollziehbar- lediglich eine massive Inflation vorstellen:

"Wenn die Preise im Dollar- und Euroraum sich binnen drei bis fünf Jahren verdoppeln würden, wäre die heutige Schuldenlast real halbiert. Inflation wäre also tatsächlich eine Lösung für die untragbar hohen Schulden."


Was aber genau das, diese massive Inflation für uns, für die Mehrzahl der Menschen bedeutet, das sei der jeweiligen Fantasie überlassen.