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11 Dez. 2020
Für die einen ein Killer-Virus, für die anderen eine 'Grippe',

von manchen paranoisiert, von anderen bagatelisiert, für manche stecken böse Mächte dahinter, für manche ist es eine Inszenierung unserer Elite.

 
Für mich aber ist es banaler Ausdruck von überforderten Politiker, die zu feige sind dem Wähler ehrlich zu begegnen. Lieber wird die mediale Show abgezogen: "seht her, wir retten Euch", wissend um die Dankbarkeit der älteren Bürger, welche sich üblicherweise in ihren letzten Jahren den Konservativen und Christlichen Organisationen zuneigen. Entsprechend dankbar fallen denn auch die aktuellen Wahlprognosen für Frau Merkels Nachfolger aus. 
 

US professor praises Malaysia's effort in fighting Covid ...

Corona for ever and for all - this is reality since Vogelgrippe

 
Die lästigen (und für manche sogar tötlichen) Infektionen durch Influenza und Corona haben unsere Großkopferen noch nie interessiert - nicht 2019, nicht 1919 - ist für Gutbetuchte auch eher keine Gefahr, allenfalls Grund mal 3 Tage in wohltemperierten Villen die heimischen Annehmlichkeiten zu genießen. Manch andere aus prekären Verhältnissen und gemeinem Volk müssen da schon eher um ihr Leben fürchten,  aber die bleiben aus der Welt von Spahn, Maischberger, Zeitungsbesitzer und DAX-Vorständen fern ... kommen mithin weder im Geschichtsunterricht noch im Fernsehen vor (jedenfalls nicht abends) ... bleiben also außerhalb der Sicht unserer 'Kapitäne'.
 
Von denen aus prekären Verhältnissen hat auch keiner vor Corona Angst, warum auch. Es hat sich seit 1.1.2020 ja nichts verändert ... Corona und Influenza wurden ergänzt durch ein weiteres Corona (Covid-19) ... trotzdem wird heuer nicht mehr gestorben als in jedem anderen Jahr ... im Durchschnitt also alles im üblichen Corona/Influenza-Rahmen ... und es wird auch nicht der letzte Zuwachs bei den grippeähnlichen Viren sein, welche uns Säugern zusetzen. Das liegt aber nicht an der Bösartigkeit der Viren, sondern zu 99% ist menschliche Dummheit dafür ursächlich ... (...) ... allerdings nicht bei jenen aus prekären Verhältnissen, sondern bei jenen, welche die Gewinnmaximierung predigen und Geburtenraten hochtreiben (klassische jahrtausende-alte Partnerschaft zwischen Herrschenden und Gott-Interpreter). Denn erst durch Anlage-Gier und den Zivilisationsdruck durch Überbevölkerung werden die Zoonotischen Viren über Goldsucher und Buschfleisch in menschlichen Ansiedlungen entwickelt und dann globalisiert (zB Syphilis, HIV, Ebola, diverse Covid, nun Covid-19).
 
Angst haben immer diejenigen, die was zu verlieren haben - bei uns eher die bürgerlichen Kreisen mit den guten Einkommen - die lassen sich auch gut medial ängstigen ... sowohl wegen ihrer Gesundheit als auch wegen ihres Wohlstandes. Sozusagen die aktuell anfälligste Kaste in unserem Wohlstandgefüge. Eine Kaste, an die kein Politiker dran vorbeikommt - bzw der bestimmende Faktor im Leben eines Politikers ... vor allem im Vorfeld eines Super-Wahljahres. Mit dieser Wippschaukel gelingt den Medien der Schlagzeilenhype besonders einfach - man treibt die einen mit der Angst vor körperlichen und seelischen Schaden genauso vor sich her, wie die anderen mit der Angst vor dem Wähler. Mir fällt dabei spontan das Bild von dem Heringsschwarm ein, dem Wale von unten und Tölpel von oben her zusetzen. Der Schwarm vergeht dabei, aber die Medien haben ihre geilen Bilder und Storys und Schlagzeilen und kongeniale Reporterstars und ... für komplexe mehrschichtige Aufklärung fehlt der Wille, ... wo nach Sensationen gegiert wird, verliert die Aufklärung (wie die Heringe).
 
Historisch gesehen und aus Helikoptersicht der Herrschenden und Päpste ist Sterben ja kein Problem (denn vorzeitig sterben tun ja vorwiegend die weniger Betuchten) ... sondern gehört eben zwangsläufig dazu, beim arbeitsteiligen Erobern und Ausbeuten von irdischen Ressourcen und fremden Kulturen - seit alters her. Sterben wird für jene Kreise erst interessant, wenn es ihre Interessen berührt oder ihre Schäfchen scheu macht. So war Influenza vor Hundert Jahren deren Kriegsinteressen im Weg gestanden und letzthin die Vogelgrippe deren Globalisierung. Spätestens 2020 sind die Herrschenden bei Covid-19 (eine von vielen aktuellen Epedemien) schon so erfahren und weiterentwickelt, aus einer 'Bedrohung' vielfältigen Gewinn zu schlagen: 
 
Was Trump in 4 Jahren nicht schaffte - Globales Kapital schafft es mit Covid-19 in Europa in nur wenigen Monaten die Staatengemeinschaften wirtschaftlich zu 'Enthaupten' und Gemeinschaftlichen Reichtum umzulenken auf ihre Geldmühlenräder, bevor diese 'sozialistischen' Staaten (aus Sichtweise des Globalen Kapitals) diesen Gemeinschaftlichen Reichtum ihren Bürgern in Form von kostenfreien Wohltaten (zB Krankenhäuser, Bildung, Grundeinkommen und anderes Teufelszeug) zukommen lassen ... also die Interessen des Globalen Kapitals behindern (zB durch zufriedene, unabhängige Bürger). Die FDP hat schon immer ganz offen davor gewarnt Gemeinschaftlichen Reichtum zu vergesellschaften, denn Kapital bewirtschaftende Leute (oft bei FDP) fürchten den zufriedenen und unabhängigen Bürger, der mit seinem Staat zufrieden ist und als Wähler jene Parteien unterstützt, welche Staat und Wohlstand stärken. Globales Kapital (und FDP(und Vatikan)) mögen keinen starken Staat, der die Bürger verhätschelt ... sie würden den Staat am liebsten durch von Kapital abhängige Almosen-Anstalten ersetzen.
 
Der Angstfreie Bürger wäre quasi das Endstadium in einem gelungenen sozialistischen Wirtschaftsgefüge (oder auch schon in einer vollendeten sozialen Marktwirtschaft) ... mithin nichts, das als willfährige Masse dem Globalisierten Großkapital dienlich wäre. Also ist aus Sicht von FDP und anderen Predigern der Freien Marktwirtschaft der Staat zu marginalisieren und die bürgerliche Angst umgekehrt dementsprechend großzuhalten. Zu viel Sicherheit macht den Bürger faul und träge, sagen die Freiwirtschaftler und Gestrigen (und fühlten sich jetzt 4 Jahre lang gut mit Trump).
Die USA haben ihr Desaster mit der Trumpschen Laus im Pelz bald hinter sich und sind eine Erfahrung reicher (hoffentlich). Europa aber hat die Laus mit Corona erst seit knapp einem Jahr im Pelz und wird wohl noch etwas Zeit brauchen, sich selbst zu befreien ... noch lassen sich zu viele von der medialen Angst umtreiben, als bestünde Gefahr für Leib und Portemonais. 
 
Es wird Zeit, daß sich jenseits von Hysterikern und krakelenden Coronaleugner und nazistische Querdenker und unempathische RechtsNationale und egomanischen Impfgegner und Reichsflaggenträger und sonstigen Gesundheitsbedürftigen wieder was aufbaut als Bewegung, was den eigentlich verantwortlichen Politikern neue Orientierung gibt - nämlich dem Gemeinwohl zu dienen, statt nur einigen und sich selbst. Leider kann ich derlei Ansätze bisher noch nicht erkennen ... die Freitags-Bewegung ist ökologisch fixiert und die Grünen sind Parlamentsorientiert und Frau Wagenknechts 'Aufbruch' ist eingeschlafen. Die SPD ist wundgeschrumpft und die Sprüche der FDP sind von denen der AFD oft nicht zu unterscheiden. Die CDU ist mit sich selbst (und mit der Abspaltung AFD) beschäftigt. Andere machen sich für mich unmöglich, weil sie sich gemeinsam mit Reichskriegsflaggen und Kruden und Nazis versammeln. Und andere habe ich noch nicht gesehen. Eigentlich würde es aber auch schon genügen, wenn unsere Regierung zum Wohle ALLER handeln würde, anstatt einseitige Politik für Ältere Konservative zu machen.
 
Wir brauchen nicht nur Politiker, die sich zur Existenz von Covid-19 bekennen, sondern auch solche, welche damit klarkommen, daß Covid-19 nun dauerhaft zur menschlichen Existenz dazugehört, so wie viele andere Covid-Arten und Influenza-Arten, die sich in letzten Jahrzehnten unnötigerweise durch menschliches Zutun aus dem Dschungel in die Zivilisation 'verirrten' (zB Syhilis, HIV, Ebola, Covid-19, etc). D.h. unsere Politiker müßten nicht nur gegen Covid-19 vorgehen (zB Impfen), sondern auch darum kämpfen, daß Goldjäger und Buschmeetjäger selbst zu Gejagden werden.
Wir brauchen Politiker, die mit Dynamik und mit Statistik klarkommen und die geistig und moralisch so unabhängig sind, sich nicht medial erpressen zu lassen. Wir brauchen Politiker, die damit leben können, daß es bei Corona und Influenza immer Menschen geben wird, die davon härter betroffen sind als andere (wir sind nicht alle gleich vor dem Virus). Wir brauchen Politiker wie in Schweden, die pragmatisch entscheiden und das Gemeinwohl nicht an den Nagel hängen, nur weil es einige Menschen mit erhöhter Anfälligkeit gibt.
Statt die Masse der Bürger in Geiselhaft zu nehmen und den Staat beim Großkapital zu verschulden, sollten Politiker mehr ins Auge fassen, jene zu schützen, welche schutzbedürftiger und anfälliger sind als die Masse. In der Hinsicht hätten Deutsche Politiker dann auch viel Potential es besser als die Schweden zu machen, welche sich viel zu spät um ihre Altersheime sorgten.
 
Mithin brauchen wir mutigere Politiker, die sich der Wahrheit mehr verpflichtet fühlen als ihrer in Aussicht stehenden Pension. Das führt dann zwangsläufig zur Forderung nach mehr plebiszitären Elementen und mehr rätegleichen Entscheidungslinien in der Ausübung unserer viel zu repräsentativen und längst lobbyistisch gesteuerten Demokratie. Mehr bewegte Menschen statt Technokraten, auch das wäre ein Vorteil - aber dazu müßte man Parteienrechte beschneiden und Räteelemente einführen. Politiker würden dann wieder streitbarer und hemdsärmeliger - aber auch wieder menschlich und ehrlicher - man bräuchte allerdings auch mehr Zeit für Diskussionsprozesse - und auch mehr Moderatoren in Sitzungen, um Regeln im Miteinander durchzusetzen, damit es beim hemdsärmeligen bleibt und nicht mit Fäusten weitergeht (wie im türkischen Parlament des öfteren).
 
Aber an Reformen ist ja keiner interessiert - in einem sind sich ja alle einig - Besitzstandswahrung.
Nur weil Deutschland 2020 weniger falsch gemacht hat als die meisten anderen Ländern (und viel Glück hatte in der Anfangszeit - im Gegensatz zu zB Italien) hat Deutschland es nicht richtig gemacht. Unsere Politiker haben sich medial an der Nase rumziehen lassen. einen kompletten Sommer verpennt und dann im Herbst mit viel viel Geld alle Widersprüche großflächig zugekleistert. Der Rechnungsadressat is the next generation. Aktuell läßt sich halt keiner die Butter vom Brot nehmen - wie gesagt : Besitzstandswahrung hat Vorrang. Weitergehende Ansprüche (zB ökologische, soziale) traut man sich nicht.
 
Ich warte immer noch auf den mutigen Menschen in der Regierung, der JA zu Covid-19 sagt und sich nicht vor der Verantwortung drückt mit Covid-19 einen dauerhaften Umgang zu suchen. Und genaugenommen hätte man solche humanen Lösungen auch schon vor Jahrzehnten in bezug auf Influenza suchen können, und man hätte so Tausenden das Leben retten können [1]. Wer in letzten Jahrzehnten mit Corona / Influenza zur Arbeit ging wurde in aller Regel für seinen treudoofen Einsatz am Arbeitsplatz gelobt. Aber richtig wäre gewesen solchen unverschämt verantwortungslosen Leuten fristlos zu kündigen. Ich hoffe auf künftig besseres diesbezügliche Verhalten durch Presse und Arbeitgeber.
 
 
 
PS
 
Auch auf anderen Themengebieten ist der fehlende Mut bei unseren Polit-Promis in letzten Jahren auffällig gewesen : EU-Grenzen zuverlässig schließen, Polen / Ungarn kurzhalten, England goodbye (einmal weh, dann vergessen), Abschiebung Krimineller Ausländer, Kasernierung von Gefährder, Entbürgerung von Nazis (Paß abnehmen), hartes Vorgehen bei Bewaffneten (Messer), Freigabe von Drogen an über 30-jährige, Dezentrale Voltaik, Vorgaben an Autohersteller, Europäische Armee, härteres Vorgehen gegen Deutsche Bank und andere Steuerbetrüger, Zerschlagung des korrupten VW-Konzerns, Gleichberechtigung kurzfristig durchdrücken, knallharter Kurs gegen Mafia und Clan-Kriminalität, Selbstbestimmtes sterben garantieren, Lesbos nicht weiter tatenlos zusehen, ... unseren Politiker fehlt der Mut zu fast allem ... es ist überall mangelnder Gestaltungswille zu beklagen ... es gibt sogar Leute die behaupten unsere Politiker seien alle gekauft ;-) ... 
 
... ich selbst glaube eher, daß diese überfordert sind und daß diese zu feige sind ... wer an seinem Stuhl klammert (zB Lehrer, Politiker) können in ihrem Job nicht wirklich gut sein ... Lehrer sollten also nie verbeamtet werden (dafür aber Recht auf Umschulung besitzen) und Politiker sollten als Technokraten-Emporkömmlinge nicht länger von ihrer Partei nominiert werden, bzw in Konkurrenz mit Räten gestellt werden (Parlament aus 50% Räten und 50% Politiker) ... aber was solls (shit happens) ... ist ja nicht mein Land, dieses Deutschland, ... sollen die doch machen was sie wollen ... und auch entsprechend ausbaden. Vielleicht doch besser die Energie dahingehend investieren, noch eines der letzten raren Stücke lecker Gelbflossenthun abzubekommen, bevor die Seeverschmutzung und Seeräubertum die wenigen letzten Exemplare erledigt haben ...
 
 
PPS
 
Treppenwitz der Geschichte:  vor kurzem noch über Kopftuchmädchen gelästert, trägt AFD-Frau Weidel inzwischen selbst Tuch um Kopf ... hi hi hi
Wie weitsichtig die Muslima doch waren  ;-)
 
Witzig auch, daß das Robert-Koch-Institut (RKI) bei geimpften Toten nun genau prüfen will, ob wirklich Corona ursächlich für den Tot war, ... aber ohne Impfung zählt auch weiterhin ein Treppensturz von einem Corona-Infizierten als Coronatoter in deren Statistik. Weniger witzig aber deren aktueller (10.12.2020) Lagebericht, derzufolge dort wo am sorglosesten die Infektionsschutzregeln mißachtet werden auch mit Abstand am meisten gestorben wird (Sachsen und auch Bayern, dort jeweils besonders krass im Süd-Osten ... im Musikantenstadl würde man sagen: "bei den Urviehcher halt"). Dort wird doppelt so oft gestorben wie in Berlin, 4-mal soviel wie in Schleswig-Holstein, 8-mal soviel wie in Meck-Pomm. Andere RKI-Lageberichte hier.

 
[1]   Es gibt Statistiken seit 1950 bezüglich zB Gesamt-SterbezahlenVerkehrstoten oder Grippe-Toten. Zu letzteren zählen die Gestorbenen an Influenza und durch diverse Corona-Arten Verstorbene. Diese Statistiken zählen allerdings nur die durch diese Viren ursächlich Gestorbenen, während das RKI in seinen Lageberichten alle Fälle zählt, bei denen ein Verstorbener irgendwann mal eine Coronainfektion hatte. Deshalb sind beide Statistiken leider nicht vergleichbar. Was man aber in der Grippe-Statistik sieht, ist ein rasanter Anstieg der Toteszahlen seit 2013, extrem steigend seit 2017 (vervielfachend). Aber selbst in diesen Jahren des erhöhten Sterbens wurde es von unseren Verantwortlichen Stellen als normal empfunden, daß die Menschen einen Blutzoll an die Grippeviren zu zahlen haben. So wie auch ein Sterben im Verkehr als normal empfunden wird (in Berlin vorzugsweise Radfahrerinnen durch rechtsabbiegende LKWs). Es gibt trotzdem kein LKW-Verbot in Innenstädte, auch keine fristlose Kündigung wenn Gefährder mit Grippe am Arbeitsplatz auftauchen ... alles ganz normaler Wahnsinn. 
Bleibt zu hoffen, daß fürderhin das Verbreiten von Grippe-Viren (Corona + Influenza) strafbewehrt verboten wird ... aber wirklich zutrauen tue ich eine solche Gesetzesinitiative unseren Politiker nicht wirklich. Sobald die größte mediale Welle durch ist und man 2021 festgestellt hat, daß die ursächlich durch Corona Verstorbenen kaum mehr als die Influenza-Toten sind, wird sich in Regierungskreisen wieder alles entspannen ... wer jährlich 3.000 Verkehrstote erträgt, wer jährlich 7.000 Grippe-Tote verkraftet, der hat auch kein Problem ein paar Tausend Covid-19-Tote hinzunehmen. Wo gehobelt wird (gelebt wird), da fallen Späne.