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Ja, sieht alles irgendwie nicht gut aus.
Man wird zurecht manches gegen die Kommunisten zwischen den beiden Kriegen vortragen können. Aber nicht, dass sie mit ihrer Prognose falsch lagen. Vor seiner Wahl zum Präsidenten plakatieren sie: Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt Krieg. Und so, und zwar ganz genau so kam es dann. Die Nazi-Herrschaft mit Uniformen, Aufmärschen, Progromen wird sich nicht wiederholen. Nicht, weil die Herrschenden diese Art Terror so verabscheuen, sondern weil er dysfunktional wäre. Aber die sich abzeichnenden Krisen verlangen zwingend, dass man alles Widerständige unter Kontrolle hat. Insofern passt das mit deinem Zitat schon. Sie werden alles tun, um uns vor dem Bösen zu bewahren. Vor dem Faschismus, dem Russen und dem Chinesen, den falschen Botschaften, den bösen Gedanken, die man versucht uns zu zutragen und vor allem dem Bösen in uns selbst. Prima, für uns ist bestens gesorgt.
Ich schrieb es schon: die Dinge entwickeln sich mit der Zwangsläufigkeit einer griechischen Tragödie. Was immer auch die Helden tun, es ist vergeblich und endet denkbar böse. Der große Dramatiker und bedeutende Zyniker Heiner Müller schrieb in Bezug auf einen späteren Autoren, was auch auf die Griechen passt: was für eine Zeit -er meinte unsere eigene- für die Shakespeare die Stücke schrieb.
Und man kann nichts machen. Wählen, demonstrieren, bloggen, beten, maulen, ignorieren - alles egal, alles gleich.