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24 Okt. 2021

Ist schon dreieinhalb Jahre her, dass ich in Leipzig zum ersten (vielleicht zum letzten) Mal auf einer Buchmesse war. Klar, der Trigger hat damals schon gewirkt, musste ich mir natürlich auch die Stände der Schmuddelkinder, die von Compact und Antaios anschauen; der Streisand-Effekt eben.


Heute scheint Streisand zum Selbstzweck zu werden, liest man auch in den Qualitätsmedien kaum etwas über neue Bücher; viel dagegen über den heldenhaften Kampf der woken, neulinken, diversen Kulturen. Angebliche Promis, mir nicht mal ansatzweise bekannt, geben sich beim Absagen die verbale Klinke in die Hand, auf das es alle merken; me too ...

Aber da man ja bei dieser würgend hervorgebrachten Entrüstung auch irgendwie die Delinquenten nennen muß, so dürften die nun ganz besonders von dem neuen, bald einzigen Thema der Buchmesse profitieren. Ich kannte die beiden inkriminierten Verlage ebenfalls nicht, aber zumindest "Die Kehre" als ökologisch-intellektuell aufgestelltes konservatives (rechtes?) Magazin scheint da ein Grund für das Aufheulen der doch einzig wahren Umwelt- und Klimaschützer zu sein.

Wenngleich diese "Quattromilf" eher die Frontfrau darstellt, Absagen an ihrem Wesen genesen lassen darf.

Und mal ganz grundsätzlich stellt sich da schon die Frage nach der Zukunft dieser Buchmesse:

"Die Frage wird sein, wie es insgesamt mit der Buchmesse weitergeht. Die Besucherzahlen sind gering, es sind unfassbar wenige Aussteller vor Ort (zwischen 1500 und 2000; zum Vergleich, 2019: rund 7000) und die Stimmung ist irgendwie seltsam. Überall wandelnde Masken."


ist in einem Hintergrundgespräch von den Bösen mit den Bösen  zu lesen.