2 Febr. 2021

Dümmer und schlimmer geht immer

Submitted by ebertus

Wie aus unbestätigter Quelle zu erfahren war, wird (zuerst) in Berlin die Maskenpflicht auch im privaten Pkw eingeführt. Der Fahrer darf (noch) ohne und auch die Mitglieder seines Hausstandes sind vorläufig freigestellt, was das Tragen dieses neuen und diesmal gaanz positiv zu verstehenden (Brand)Zeichens angeht.

 

Klar, die wohl nicht wenig sadistisch veranlagten Dompteure dieses neuen Milgram-Experiments habe es nicht ertragen, dass sich die Menschen und soweit sie es konnten in ihre privaten Pkw zurückgezogen haben; falls sie überhaupt noch unterwegs sein durften und mussten.

Ökologisch gesehen ist die Rückkehr (war nie weg) des privaten und natürlich fossil betriebenen Pkw gar eine Karikatur aller hehren, in jeder Sonntagsrede gern ausgerufenen Klimaziele. In Sichtweite fährt hier die Straßenbahn; in der Regel weitgehend leer, aber noch gut im Takt crying

Was geht also noch, schlimmer und dümmer, versteht sich? Natürlich: Maskenpflicht auch im Privathaushalt. Und vor den wiederauferstandenen Blockwarten hilft dann nur noch, wie damals, die permanente Verdunklung mittels dichter Vorhänge oder Jalousien; und nicht so laut reden ...

Kommentare

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Die Ära der Blockwarte endete nicht schon 1945, sondern 1989. Die Abschnittsbevollmächtigten hatten als Hiwi viele Helferlein, die sich Freiwillige Helfer der Volkspolizei nennen durften – mit Armbinde natürlich.

Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Hiwi – Hilfswillige

So was ähnliches gab es im Westen, zumindest in Westberlin, auch. Nannte sich Freiwillige Polizeireserve und wurde erst um die Jahrtausendwende abgeschafft. Warum eigentlich und kann man das nicht reanimieren? Nach einem sicher erfolgreichen Einsatz gegen die Seuche gibt es anschließend ein weites Feld, auf dem man sich eine segensreiche Tätigkeit verstellen Kann: Kontrolle der Mülltrennung, das Aufspüren unterbelegten Wohnraumes, virtuelle Streifen im Cyberspace, um Hetzer aufzuspüren. Enge Verbindung zu Kitas und Schulen, um unter den Eltern Sexisten, Rassisten, Faschisten, Homophobe, Islamfeinde, Umweltsäue und des gleichen ausfindig zu machen.
Leichtere Fälle könnte man dann vor den wieder einzuführenden Konfliktkommissionen in den Betrieben und in den Wohngebieten verhandeln. Das erhöht auch den erzieherischen Einfluss auf die Arbeitskollektive. Die aber sollte man "Teams" nennen, damit es nicht so altbacken Klingt. Wir sind schließlich keine reaktionären Nostalgiker*Innen

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Hiwi – Hilfswillige


ist ja auch für die Ordnungsmacht nicht gleich erkennbar, ob die Beifahrer zu Haushalt des Fahrers gehören, könnte das Vergehen eher nur zufällig bzw. durch verstärkte konkrete Kontrollen (Mausefalle) aufgedeckt werden.

Daher ist man bei Durchsetzung dieser Maßnahmen eigentlich ganz besonders auf die Blockwarte angewiesen. Denn nur die wissen genau, wer im Haus, in einer Wohnung wohnt und zusammen ohne Brandzeichen im Auto fahren darf.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Von außen gesehen

Beim ersten verordneten NotstandsLockDown kontrollierte die Polizei die Zufahrten zur Insel Usedom. Ich fragte eine Polizistin, was das soll und sie erklärte mir das Fahrverbot über Landergrenzen hinaus. Sie war auch recht empört darüber, daß Leute bei der Polizei ihre Nachbarn anzeigten, bei denen ein auswärtiges Auto vor der Tür stand.

In dieser Zeit hatten wir hier in Hintervorpommern so einen Fall in der Nachbarschaft:

Papa hatte einen runden Geburtstag und Töchterchen reiste selbstverständlich mit Auto aus Berlin an.

Ein anderer Nachbar sah das wildfremde Nummernschild und zeigte das bei der Polizei an.

Bei einem so niederträchtigen IQ wundert mich nicht, daß Mamma Dilemma so lange regieren durfte; in einer ordentlichen Firma wäre die längst gefeuert worden.

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Nun ja, bisher war Berlin beim Erlass und der Durchsetzung von Restriktionen nicht ganz vorn. Ob sich das ändert? Ich sag mal, dass wir sowas ankündigen können . In Ankündigungen sind wir richtig gut. Da macht uns so schnell niemand auf der Welt was vor: wir bekämpfen den Drogenhandel im Görli, beseitigen die Wohnungsnot, machen unsere Schulen gewaltfrei, realisieren die Verkehrswende, eröffnen einen Flughafen, bauen hunderte Kilometer Radwege, beseitigen den Verfahrensstau in der Justiz . .
Bestimmt werden wir auch die besten und erfolgreichsten Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung einleiten. Ist doch klar! Und bitte Keinen Defätismus, den brauchen wir hier nicht . Wir packen es an, greifen den Stier an der Hörnern, das Problem bei den Eiern, falls Probleme sowas haben, und dann geht es los. Es werden Stellen in der Senatsverwaltung ausgeschrieben und zeitnah mit begabten Studienabbrechern besetzt, sorry, Studienabbrecher*Innen natürlich. Schon in der kommenden Woche stellen wir auf einer Pressekonferenz ein längeres Thesenpapier und unsere Überlegungen bezüglich drastischer Strafen vor. Und nach einer angemessenen Pause, die wir brauchen, um uns zu sammeln, kann es fast schon losgehen.
Bismark soll gesagt haben, dass er beim Weltuntergang nach Mecklenburg zieht, weil da alles 50 Jahre später passiert.
Ist doch schön, dass man heute einfach in Berlin blieben kann.

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dass die anderen Bundesländer (fast) ebenso dumm, wahlweise sadistisch sind; und ebenfalls Maskenpflicht im Privat-Pkw enführen. Schließlich leiden ja alle mehr oder weniger an den ausufernden Defiziten ihres den privaten Pkw doch ablösen sollenden ÖPNV. Jetzt wollen (müssen) sie sogar noch technisch vollkommen unausgereifte E-Busse (nebst Bereitstellung der Ladeinfrastruktur für die Minireichweiten der Busse) anschaffen, ist Berlin im Ankündigen da wohl auch ganz groß.

Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Gehe davon aus,

Es ist eins der grundlegenden Axiome der Mathematik, dass das Ergebnis einer Addition unabhängig von der Reihenfolge der Summanden ist. Nun genau dagegen verstößt die Regelung, dass sich 2 Leute nicht bei einer Person treffen dürfen, wohl aber 1 mit 2en — besonders lustig und entlarvend (1+2 ≠ 2+1).

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Antwort auf: mari   zum Kommentar: keine zeit für mathematiker


Meine Frau und ich dürfen unsere Tochter nebst unserer Enkelkinder in deren Heim nicht besuchen; weil wir ja zwei, nicht in deren Haushalt lebenden Menschen sind.

Die Tochter nebst Enkelkinder darf uns jedoch in unserem Heim besuchen, weil sie ja nur eine nicht zu unserem Haushalt gehörende Person ist; und die kleinen Enkel da wie dort gnädigerweise noch nicht zählen.

Kann man sich eigentlich kaum ausdenken ...

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Skurrile Faktizität

Mit den neuen Verordnungen habe die (konservativ, christlichen) Politiker*Innen das moralinsaure Ei des Kolumbus kreiert; jeglicher Seitensprung ist damit unter staatliche (säkulare) Strafe gestellt enlightenedenlightenedenlightened

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Ich glaube, da hat Bismarck sich geirrt; Vorpommern läge da näher und der Bismarckhering kommt sowieso aus Stralsund..

Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Bismarck

Man weiß nicht mal, ob er das gesagt hat. Wie bei den meisten guten Sprüchen, die unterstellen, ein bedeutender Mensch habe ihn gesagt. Bei den meisten ist die Herkunft nicht belegt.
Besser noch, wenn klar belegt ist, dass jemand nicht Urheber eines berühmten Satzes ist, wenn darüber hinaus der Autor sogar bekannt ist, aber trotzdem die Welt konsequent auf der falschen Zuordnung beharrt. Der vielleicht berühmteste Fall ist dieses schöne Zitat von Voltaire , dass er die Meinungsfreiheit so unbedingt befürwortet. Nun, dass hat er vielleicht auch gemacht aber den Spruch, dass er sein Leben drum geben würde usw trotzdem nie getätigt. Man findet das auch ohne Mühe mit kurzem Googeln: er ist von Evelyn Hall aus einem Roman, den sie 1906 schrieb. Aber Keine Chance, das er von Voltaire sei, ist nie wieder auszurotten und Frau Hall kann keine Vergütung einfordern.

Weil ich eben noch mal nachgeschaut habe, um hier keinen Unfug zu schreiben: der Mecklenburgsatz soll schon im frühen 19. Jahrhundert gedruckt nachzuweisen sein- mit Königsberg als Objekt des Spottes. Und das ist noch weiter weg als Vorpommern und Pommern... .

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Verstoß gegen § 23 Absatz 4 Satz 1 der StVO = 60,- € Bußgeld, kein Punkteeintrag.

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"In seinem Labor an der Universität Innsbruck forscht der in klinischer Psychologie und Humanmedizin promovierte Psychoneuroimmunologe seit über 25 Jahren an dem komplexen Zusammenspiel aus neuronalen Netzwerken, psychischen Belastungen und immunologischen Erkenntnissen.

Eine dieser Erkenntnisse, die Schubert hierbei gewonnen hat, ist, dass psychische Ängste die Gefahr einer Erkrankung erhöhen und das Immunsystem nachhaltig schwächen.

Ein medizinisches Phänomen, wie beispielsweise ein neuartiger Erreger, darf daher nie losgelöst und isoliert betrachtet werden, sondern muss im Kontext einer ganzheitlichen Wechselwirkung aus Körper, Seele und Geist untersucht werden. "

https://www.rubikon.news/artikel/professionelle-deformation

>>> diese stunde zuhören lohnt sich!

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Antwort auf: mari   zum Kommentar: geniales ganzheitliches interview



Rubikon: »Diesen medizinischen Reduktionismus, der in der aktuellen Corona-Krise mehr denn je zum Vorschein kommt, sieht Schubert als das Grundproblem im medizinischen Diskurs rund um das Virus an.«

Der politisch, medizinische Diskurs seit einem Jahr hat seine Ursache im neoliberalen Diskurs seit Mitte der 1970er Jahre. Geprägt ist diese Zeit durch die Abwanderung ganzer Industriezweige und entsprechender Zunahme der Arbeitslosigkeit einerseits und den Zusammenbruch des Ostblocks, den die Transatlantiker als ihren Sieg des Kalten Krieges feierten. Genau so haben die sich dann auch verhalten; sie plündeten als Sieger den Ostblock aus.

Beim neoliberalen Diskurs geht es grundsätzlich um eine Gewinnmaximierung; Kosten senken und Marktmacht gewinnen. Beim Coronanotstand ist das daran zu erkennen, daß von der Bundesregierung nur noch Einheitsmasken an ältere Menschen verteilt werden, die vielen Menschen zu klein sind und diesen darum zum Sicherheitsrisiko werden. Weiter ist das daran zu erkennen, daß privatisierte Krankenhäuser sich auf Sparflamme reduziert haben; die sind dann bei einem wirklichen Notstand gar nicht mehr in der Lage, wirsame Hilfe zu leisten. Hier in Wolgast wurde der Kreissaal geschlossen und die Politiker*innen wundern sich, daß die AfD aus Protest gewählt wird.

Der Diskurs und die LockDowns um das Coronavirus hatten den Zweck, die Kapazitäten der Krankenhäuser zu schonen und die Zeit zu schinden, bis ein Medikament gegen das Virus verfügbar ist. In der Zwischenzeit wurden massenhaft PCR-Tests und Umsatz damit gemacht. Auf diese Weise ruschte die Pandemie vom Winter und Frühjahr 2020 in die Hauptinfektionszeit von Herbst 2020 bis Winter 2021. Eine ausreichende Menge an Impfstoffen gegen das Virus ist aber weiterhin nicht in Sicht und der PCR-Test kam inzwischen auch in Veruf, nicht sicher eine Covid-Infektion nachweisen zu können. Darum wird dieser Notstand mindestens bis zum Frühjahr 2021 im April, Mai fortbestehen.

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Neoliberaler Diskurs

 

Studie zu AstraZeneca-Impfstoff
Wohl begrenzte Wirkung bei Südafrika-Mutation

Offenbar ist die Medikamentenzulassung zur soziologischen Feldforschung übergegangen.

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Bedingt wirksam


Man hört und liest in den systemkonformen Panikmedien eher wenig darüber, was die tollen, aus dem Hut gezauberten Impfstoffe nun bei den Mutanten bewirken; oder auch nicht. Genauso wenig darüber wie sie bei alten Menschen oder bei Kindern wirken. Muß alles in den nächsten Jahren (bislang eher vor dem flächendeckenden Einsatz) erst noch etwas näher untersucht werden.

Stattdessen und in der Not, beinahe zum Schmunzeln, werden die bösen Russen mit ihrem Sputnik jetzt langsam auch hierzulande salonfähig gemacht.; Vor Tische las man das gaanz anders. cool

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Ja, das ist interessant


Neben den nicht unwesentlichen Fragen, wie die tollen Impfstoffe bei den Mutanten, bei Alten und bei Kindern wirken, sind weiterhin verschiedene Fragen gaanz am Rande offen:

"Es zeichne sich immer mehr ab, dass geimpfte Menschen nicht immun gegen das Coronavirus seien und es auch weitergeben könnten, sagte Brysch."

wird eben jener Eugen Brysch von der Stiftung Patientenschutz bei RTdeutsch  zitiert. Klar, die Russen wollen nur ihr doch so umstrittenes Impfzeug verkaufen; über das man jetzt auch hierzulande und ganz offiziell gar Gutes hört. Und was sagt der Sputnik zu den oben aufgeworfenen Fragen?

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Ja, das ist interessant


Ein interessanter Artikel bei der Achse, der die pros und cons auf das Basale, das Erwartbare zurückführt.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Passt ebenso

Ein Artikel unter Pseudonym, der Produktwerbung für den russischen Impfstoff mit weichgespülter Skepsis vermengt. Das zeigt wieder mal die Macht der Mietmäuler: die chinesische 50-Cent-Party verbreitet Paranoia, die Russen verkaufen Mittelchen aus ihrer Dreckapotheke und Gates bezahlt den Spiegel ...

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Antwort auf: Rule Britannia   zum Kommentar: Produktwerbung


Habe ich etwa vergessen zu schreiben, dass mir ohne maximalen, gar existentiellen Druck nebst angekündigter Höllenqualen weder Sputnik noch die Gates-Follower nahekommen werden?

Steht außerdem klar im Artikel der eher nicht russlandfreundlichen Achse:

"Dies ist in der Nachkriegsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg das erste Mal, dass eine ganze Gruppe von Impfstoffen zugelassen wird, die das eigentliche Impfziel (Schutz vor dem Tod) systematisch verfehlen und deren mittel- bis langfristige Sicherheit gleichzeitig unbekannt ist.Medizinisch betrachtet, werden diese Stoffe SARS-Cov-2 nicht wesentlich tangieren. Auch Sputnik V ändert daran nichts."

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wenn die Mutanten kommen. Haben meine Frau und ich bereits vorweggenommen, hat jeder eine Maske im Auto liegen.

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Er ist ehemaliger Polizist (Kommissar) in Bayern.

Mal abgesehen davon daß ein Redner grundsätzlich keine Maske beim Reden tragen muß, wird hier das Recht komplett außerkraft gesetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=mrEVBQ5OAmQ