30 März 2021

Geht sterben ... jetzt ganz ohne Trump

Submitted by ebertus

Zeitungen, das Fernsehen, Medien aller Form werden einbrechen, wenn ich nicht mehr da bin. Ohne mich gehen ihre Quoten den Bach runter ..., orakelte Trump 2017


Ja, so ist es wohl gekommen, zumindest drüben. Und wer will denn hierzulande schon immer wieder neu und qualitätsmedial die Regierungserklärung unser aller Kanzlerin bei Anne Will miterleben; nebst derer ähnlich gelagerten Formate bei den Hofberichterstattern,

wo man sich via weitgehend gleicher Teilnehmer doch grundsätzlich bzw. weitgehend einig ist.

Auch die Analyse des letzten Stuhlganges von Björn Höcke nebst der Ausdünstungen aller dann großmedial zugeordneten Kontaktschuldner -nach meinem Eindruck eine besondere Spezialität der taz und des Tagesspiegel- diese Schimären, diese lebenden Toten sind doch (inflationär) bereits in echt totgeritten.

Außer Corona als Dauerschleife bleibt der sog. 4. Gewalt absehbar nichts.

Kommentare

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Was sind die Staatsgewalten?

Legislative, Exekutive, Judikative und die Medien. Das haben wir mal im letzten Jahrtausend in der Schule gelernt. Die Gesellschaft als Souverän kommt dabei gar nicht vor.

Bevor wir hier die dümmliche Leier der Politiker drehen, sollten wir erst einmal den Staat vom Kopf auf die Füsse stellen, indem wir als erste Staatsgewalt die Wähler setzen und im Herbst #Abstimmung21 fördern.

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Ich habe früher immer mit Vergnügen deine Zusammenfassungen zum Pressesterben gelesen. Es wäre mir schon ein ausgesprochenes Vergnügen, der Grablegung von taz, SZ oder des ehemaligen Nachrichtenmagazins beiwohnen zu dürfen. So was kann man in diesen vergnügungs armen Zeiten nicht hoch genug einschätzen. Aber ja, es ist schon sowas wie enttäuschte Liebe und nein, dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen . Wäre einfach zu schön , als dass es jemals geschehen könnte. Eher erlegt man uns eine Gebühr für die Presse auf , weil die für die Simulation, die sie Demokratie nennen, so wichtig ist. Und die Schilder an den Briefkästen, mit denen man sich gegen unverlangt eingeworfene Druckerzeugnisse verwahrt, werden illegal.
Über Trump mag man denken, was immer man will . Aber was sagt das über die restlichen Inhalte der Medien, wenn sein Ruhestand sie so einbrechen lässt ?

Wie macht man es, dass man seine Leser, seine Zuschauer so vergrault ? Braucht man dazu eine raffinierte Strategie, einen ausgeklügelten Geschäftsplan, erarbeitet von den teuersten Beratern? Oder reicht einfache Blödheit in Tateinheit mit dem , was sie für die richtige Gesinnung halten?
Wir werden es wohl nie erfahren.
Wenn ich bedenke, dass ich mal -zeitgleich- zwei Tageszeitungen, eine Wochenzeitung und ein Magazin las. Dazu noch monatliche Magazine über Computer und Fahrräder . . .

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Antwort auf: Robert   zum Kommentar: So schnell geht es leider nicht


was den Umfang der früher gekauften Zeitungen und Zeitschriften angeht.

Für kostenpflichtige, fachspezifische Medien -ob in Papierform oder online- dürfte es auch heute noch einen Markt geben; wenngleich ich mein c't-Abo bereits vor mehr als zehn Jahren gekündigt habe, ein Bekannter auch seines für das Handelsblatt. Und bunte Blätter, TV-Zeitschriften etc. haben wir noch nie gekauft, seit Anfang der Jahrtausendwende nicht mal mehr ein TV-Gerät besitzend.

Aber es waren eben Zeiten, wo gesellschaftspolitisch betrachtet die sog. vierte Gewalt ihrem "Auftrag" noch nachkam. Und dies ist ebenfalls seit der Jahrtausendwende, seit der sog. Bankenkrise (2007/8) und später der Neuauflage des kalten Krieges (2014) nicht mehr so. Hofberichterstattung, von den Inhalten her in einem ähnlichen, nicht selten subtil daherkommendem Tenor, das braucht kein Mensch; sachichma.

Lediglich das Geschäftsmodell der GEZ-Medien geht mittelfristig noch auf, müssen die privaten Groß- und Qualitätsmedien zunehmend ebenfalls auf Staatshilfe setzen, ist die "Gebühr" von der Du schreibst doch bereits unterwegs.

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Es war einmal ein Absolutismus und Charles de Secondat, Baron de Montesquieu schrieb einen Traktat über die Teilung der staatlichen Gewalten, weil er glaubte, der Staat funktioniere so besser als mit fürstlicher Willkür. Sein Buch; »Vom Geist der Gesetze« veröffentlichte er 1748 und es wurde 1751 prompt auf den »Index« gesetzt.

Die staatliche Gewaltenteilung ist heute formal eine Standardmethode der Staatsverwaltung. Interessen und Intrigen sorgen immer mal wieder für politische Skandale, die in der Vergangenheit von oppositionellen Medien gern und lustvoll ausgeschlachtet wurden. Inzwischen ist das Mediengeschäft durch neuartige Medien etwas komplexer geworden. In Folge drängen sich die Medien [die alle das Gleiche kommentieren] um die Fleischtöpfe der Quellen, die wegen ihres Charakters den Regierungskoalitionen parteinah sind – wer sitzt schon gern am Katzentisch.

Wie sich die Medien wenig bewegen, bewegen sich die Parteien ebenso wenig. Obwohl sich die staatlichen Gewalten seit 100 Jahren grundlegend geändert haben, halten die Parteien an dem veralteten feudalen Modell fest; ebenso, wie die privaten Medien, die als Feigenblatt weiterhin für eine 4. Gewalt gehalten werden sollen. Mit den neuen Medien brauchen wir aber keine Vorbeter als Interpreten mehr, ebenso wenig, wie wir Priester brauchen, die uns vorbeten, was gottgefällig ist – und dabei Kinder schänden. Der Staat ist kein privater Haushalt mehr, wie zu Fürstenzeiten. Darum ist eine neue Gewaltenteilung aller staatlichen Organe nötig:

1. Die Zivilgesellschaft als Souverän.
2. Das Parlament als Legislative.
3. Die Staatsverwaltung als Exekutive.
4. Die Geldwirtschaft als Monetative.
5. Die Gerichtsbarkeit als Judikative.

Daß die notleidenden Privat-Medien nun via staatlicher Gebühren gerettet werden sollen, halte ich für einen schlechten Hintertreppenwitz der Geschichte. Die Zivilgesellschaft ist darum gefordert, ihren angestammterń Platz im Staat zu fordern und zu erstreiten, um weiteren politischen Blödsinn zu verhindern.

=> #Abstimmung21

oder

=> abstimmung21.de