6 Mai 2021

Der Tagesspiegel verlinkt KenFM

Submitted by ebertus

Unfassbar! Das sollte sofort rückgängig gemacht werden; gern auch ohne Kanzlerinnen-Machtwort ...


Eigentlich das Übliche, was dieser Artikel im Tagesspiegel  zum gepflegten Bashing der alternativen Medien bietet. Eigentlich, denn etwas ist ungewöhnlich:

dieser (noch) aktive Link  auf das Zentrum des Bösen; gar rot unterlegt.

Und ja, er funktioniert sogar, wenngleich sich der Tagesspiegel mit seiner selektiven, stark verkürtzten und natürlich politisch korrekten Information hinter dem mir eher unbekannten Evangelischen Pressedienst (epd) versteckt. Dabei hätte der Redakteur doch nur das bereits am 4. Mai 2021 veröffentlichte Video von Ken Jebsen anschauen müssen; um noch viel mehr Details bezüglich dieser Kampagne der Medienanstalt Berlin/Brandenburg (mabb) zu erfahren. Aber immerhin können die ansonsten systemisch eingehegten Leser des Tagesspiegel es bei Interesse nun selbst tun; noch ...

Ein Tenor des Artikels (daher vielleicht auch die aktive Verlinkung) ist diese vom Tagesspiegel nicht weiter vertiefte, zumindest implizit existierende Drohung der mabb, die .de - Domain von KenFM abschalten zu lassen. Und genau darum geht es ja in dem Video von Ken Jebsen, seiner darin gleich eingangs geäußerten Ankündigung, nicht nur Berlin, sondern auch Deutschland verlassen zu wollen.

Historische Analogien, Vergleiche etc. mag jeder selbst anstellen.

Kommentare

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Kein Journalist, der für Geld bei den MSM arbeitet, kann es sich leisten, gegen den Strom zu schwimmen. Aber man darf sicher sein, dass dort nicht nur Dummkopf arbeiten. Insofern ist das Verlinken sicher keine Revolte, aber....

Vor Jahren, als Berlin über einen zweiten Versuch nachdachte, sich für die olympischen Spiele zu bewerben, war ich bei einer Veranstaltung der Kampagne gegen die Bewerbung. Ein Mann, der fast im Alleingang die Initiative gegen die Bewerbung Garmisch ins Leben rief, berichtete. Er hatte ein ungeheures Wissen rund die olympischen Spiele, die Kosten, die ökologischen Schäden und auch den Nutzen - für sehr Wenige. So zerlegte er die Lüge vom Gewinn, den die Spiele in London erbracht hätten usw.
Während der Kampagne, die in der Volksbefragung einen Erfolg der Gegener brachte, sahen sie sich einer übergroßen Kooalitition aller bayrischen Partein und aller Medien gegenüber. Keines ihrer Argumente wurde in den MSM aufgegriffen, ihre Pressekonferenzen wurden boykottiert, selten kamen ihre Vertreter zu Wort.
Nach dem Erfolg kam er mit einem Journalisten einer bedeutenden Münchner Zeitung ins Gespräch. Der soll ihm gesagt haben, dass sie eine sehr gute HP gemacht hatten, erstklassig argumentativ, die er stets gelesen habe und überzeugend fand. Aber er hätte nie seine eigene Überzeugung schreiben dürfen. So konnte er nur schreiben- mit entsprechendem Framing - dass die Gegner „behaupten", „der Meinung sind“, „glauben " um sie ins Blatt zu schmuggeln.

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Antwort auf: Robert   zum Kommentar: Nen Link setzen


Ein wenig sehe ich diese "Technik" auch dort, nicht nur bei dem Artikel des Tagesspiegel. Noch unterstelle ich den Journalisten in ihrer Mehrzahl, dass sie nicht so naiv sind, sich lediglich als Verlautbarer vereinnahmen lassen. Aber die alte Regel vom "wessen Brot ich ess" gilt nach wie vor.

Und eine "böse" Website zu verlinken ist bei den per Definition Guten ein No go. Schlimmer noch, werden nicht selten Kommentatoren sanktioniert, ob dieses Frevels; sind einige auch beim Freitag genau dafür geext worden.