3 Juni 2021

Paradies für Spanner

Submitted by ebertus

"Spannen" an sich ist hierzulande, ist nach wie vor nicht strafbar. Jeder von uns darf ein Voyeur und im einfachsten Fall ein "Zuschauer" sein; soweit er dabei keine anderen Gesetze verletzt. Und das ist wohl auch gut so, denn wie und wo wollte man das abgrenzen?


Um die auch hierzulande von interessierter Seite gern thematisierten Unisextoiletten ist es wieder sehr ruhig geworden; und die Zahl der in Deutschland seit einiger Zeit ganz offiziell zulässig als "Divers" sich definierenden Menschen hält sich wohl in äußerst engen Grenzen. Selbst gute Linke und gute Grüne kämpfen da primär für eine Dualität der Geschlechter, bleiben sog. Transgender und insbesondere was die gern geforderten Quoten angeht in der Regel außen vor.

Aber das könnte sich bald ändern, sind "wir" doch auch in diesen identitätspolitisch hoch relevanten Dingen nur wenig hinter den USA zurück. Der gute alte weisse Mann in den USA hat gemäß dem Anti-Spiegel  jetzt ein Dekret erlassen, nach dem Jungs, also biologisch eher männliche Wesen nur sagen müssen, dass sie sich als Mädchen fühlen. Dann dürfen sie im Schulsport bei den Mädchen mitmachen.

Hätte ich mir "damals" auch gewünscht, inklusive Umkleide und Dusche ....


Im Ernst und da gebe ich als in den 60ern ganz bescheiden unterwegs seiender Leistungssportler dem Thomas Röper in diesem hier verlinkten Artikel recht. Das wird bei flächendeckender Verbreitung und ohne ein drittes, "diverses" Geschlecht den Frauensport zerstören, nimmt schnöde Biologie keine Rücksicht auf Ideologie.

Kommentare

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In der Sowjetunion gab es eine sehr erfolgreiche Kugelstoßerin. Tamara Press war eine dieser nicht wirklich glücklichen Menschen und die startete auch nicht mehr, als es möglich war und verbindlich wurde, das Geschlecht nach traditionellen Maßstäben zu bestimmen.
Ich habe das sichere Gefühl, das es für sie in der SU nicht leicht war, einen Platz im Leben zu finden. Aber ich habe auch gut in Erinnerung, mit welchem Hass und Hohn sie im Westen bedacht wurde. So im Sinne von “ das russische Monster". Sie hätte es heute entschieden leichter, wenn ich das so sehe.
Auf RT Deutsch haben sie vor Wochen das Foto eine Kampfsportlerin gezeigt, die von einer “Gegnerin", die sich selbst zur Frau erklärte hatte, zu Brei geschlagen wurde. Klarer Fall von Russenpropaganda.

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Antwort auf: Robert   zum Kommentar: Frauensport


mit welcher Häme die Westmedien einige erfolgreiche Sportlerinnen aus dem Ostblock damals bedachten. Sind entweder gedopt oder, schlimmer noch, gar keine "richtigen Frauen". Geschichte wiederholt sich aktuell unter umgekehrten Vorzeichen - und erkennbar als Farce.

Was Wessi-Doping angeht, hier zum Zehnkämpfer und späteren Kugelstoßer Ralf Reichenbach. In einer Sport-Leistungsgruppe am (West)Berliner Hermann-Ehlers Gymnasium konnte ich den gut aussehenden jungen Mann Ende der 60er persönlich kennenlernen. Habe Jahre später dann nur noch Bilder gesehen; die eines schon etwas aufgedunsenen Menschen, der dann auch nicht mehr lange lebte.

Und was die potentiellen Spanner der transgenderisierten Moderne angeht, so kann ich spätestens jetzt alle (nicht nur) muslimischen Eltern verstehen, die ihre Mädchen nicht am Schulsport und ähnlichen Aktivitäten teilnehmen lassen.

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nimmt schnöde Biologie dabei keine Rücksicht auf Ideologie; schrieb ich oben im Blog.

Und der als Trigger genannte Spanner ist dabei nur eine, eine eher vernachlässigbare Ausprägung. Ganz offiziell und richtig ernst wird es jetzt und was den absehbar gewesenen Frauensport angeht aktuell von ganz oben definiert, werden von professioneller, von politisch-ideologischer Seite jetzt Fakten geschaffen.

Hadmut Danisch eher direkt, nicht wenig hämisch

Anabel Schunke zur gleichen Causa eher differenziert


Eine Stellungnahme der per Definition Guten via taz steht noch aus ...