19 Juni 2021

Corona bringt es an den Tag

Submitted by heinz

Die Klassengesellschaft der Bildungsträger ist unflexibel und behindert das Lernen unserer Kinder.


Seit 100 Jahren sind alternative Schulformen und Ergebnisse bekannt und deren Methoden erprobt. Beispielhaft sei hier der Jenaer Plan genannt, bei dem die Schüler in ihrem eigenen Tempo lernen können – Begabte schnell, andere etwas langsamer. Niemand muß einen Jahrgang wiederholen.

Die Wirklichkeit mit dem Coronanotstand deckt die Mißstände des unflexiblen Schulsystems aus dem 19. Jahrhundert auf:

Aktionsprogramm „Stark machen und Anschluss sichern“

Die Regierung in McPomm (wie alle anderen Staaten in der BRD ) muß Geld in die Hand nehmen, um die Mißstände zu kaschieren.

Ausbaden müssen das die Kinder – besser gesagt NACHSITZEN – um den Politikern mal wieder den Arsch zu retten.

Kommentare

Bild des Benutzers heinz

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Wie das System tickt, wird in der Kinderstube und in der Schule gelernt. Darum haben wir in den Deutschländern immer noch die Klassengesellschaften des 19. Jahrhunderts. Veränderungen in der Schule werden seit 100 Jahren erdacht und erprobt. Zu Potte kommt aber nichts, weil die Entscheidungsträger (in den Parteien) nichts anderes gelernt hatten. Diese konservativen Bremser haben das Bildungssystem der Bananen Republik Deutschland BRD ins Abseits laufen lassen,

Bildungsaufbruch 1968 und 2001

Um das Bild eines trägen Tankers zu bemühen, in Untiefen gesteuert. Seit den 1960ern ist das bekannt und war auch Thema bei den Studentenprotesten der sogenannten ’68er. Die anschließende Selektion der Lehramtsbewerber hatte ganze Arbeit geleistet – Reform war lange Zeit vom Tisch. Vom Tisch, bis die Ergebnisse der PISA-Studien seit 2000 die politischen Bildungspenner aufschrecken ließen.

Eine negative Rückkopplung hat ihren Zweck, um Schaden abzuwenden. Wenn diese Rückkopplung über das Parteiensystem aber so negativ ist, daß es Schaden verursacht indem es notwendige Veränderungen ausbremst, gehört das Parteiensytem selbst reformiert.

Schön, dass wir darüber geredet haben

Daß Bildung und ihr Wurmfortsatz Politik langatmige und träge Institutionen sind, wissen wir. Daß Defizite in diesen Institutionen lange Zeit brauchen, um ihre Wirkung zu zeigen, merken wir jetzt schon und in den nächsten 100 Jahren, wenn unsere Kinder und Enkel zuschauen, wie andere Staaten sich entwickeln.

 

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dass alles zu verstehen, gar beurteilen zu können; bin zum Lehrer bzw. Ausbilder eher nur bedingt geeignet. Insofern gibt es nun mit (nach?) Corona eine weitere Segregation, eine noch deutlichere Selektion. Wer materiell dazu in der Lage ist, den in der Regel notwendigen Intellekt besitzt, der wird den weitgehenden und anhaltenden Ausfall staatlicher Bildung wohl privat kompensieren können.

Für alle anderen und frei nach "Stappers Revolte" bleibt diesseits des Guten dann nur noch Afghanistan - ääh Mali.

Bild des Benutzers ebertus

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Wenigstens die taz (wo ist der Tagesspiegel) passt gemäß diesem Artikel  richtig auf.

Nö, dass der Staat sich unter dem Vorwand der Pandemiebekämpfung zunehmend aus der regulären, für alle offenen Bildung von Kindern und Jugendlichen herauszieht, das kritisiert die taz nicht. Stattdessen hat sie einen strengen Blick auf die sich bildenden Elterninitiativen. Positiv kommt da niemand weg, aber der Killerbegriff vom Antisemitismus in seinen Varianten und Spielarten wird gleich viermal verwendet.