10 Okt. 2021

Mangelwirtschaft

Submitted by heinz

Brexit-Folgen

Britische Bauern keulen Hunderte Schweine

Weil in Großbritannien nach dem Brexit die Schlachter fehlen, sind die Schweineställe voll. Nun töten Bauern die ersten Tiere, um Platz zu schaffen. Tausenden weiteren Schweinen droht dasselbe Schicksal.

Kommentare

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ist der (zwangsweise) geringere Fleischkonsum doch garnicht schlecht. Ich bin zwar kein dogmatischer Vegetarier, aber halte mich dennoch beim Verzehr von Fleisch und Wurst weitgehend zurück.

Und das (mit Krokodilstränen, versteht sich) gern beklagte Los der Schlachter wird ebenfalls gemindert, muß ggf. mehr Lohn bezahlt, müssen bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Sollte auch hierzulande Einzug halten, das britische Beispiel.

Und die Bauern bekommen doch wegen der weltweiten Logistikprobleme eh' kaum noch Dünger oder Tiernahrung, müssten ihren Tierbestand daher konsequent reduzieren, dafür bestenfalls noch einige Subventionen erhalten.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Positiv betrachtet

… aber trotzdem off topic.

Das Problem der Briten ist momentan ja nicht, daß sie den Metzgern zu wenig zahlen, sondern daß keine osteuropäischen Billigschlachter ohne bürokratische Hürden einreisen können.

Das Problem vom Mannmonat ist doch, daß in GB erst wieder Schlachter angeworben und ausgebildet werden müssen. Das dauert Zeit und bis dahin müssen die Bauern ihre Tiere »entsorgen«. Für die Bauern ist das ein Verlust, den der Brexit verursacht hat.

Besser wäre in deiner Interpretation, daß diese Tiere gar nicht erst herangezogen werden – da sind wir uns einig.

Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Im Prinzip ja, …

Dazu kommt dass in einigen Ländern, jedenfalls in Polen, durch den anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung, auch höhere Löhne gezahlt werden müssen. Das sind noch immer keine westeuropäischen und auch regional und in den Branchen sehr unterschiedlich. Aber bei der Arbeit im Ausland einstehen für die Kollegen auch zusätzliche Kosten, die nicht zu unterschätzen sind: Unterkunft, deutliche höhere weitere Lebenshaltungskosten. Dann die Trennung von der Familie, vom gesamten sozialen Umfeld.

Vielleicht findet man bald in GB deutlich mehr Ukrainer, Albaner oder Moldawier, wo es noch deutlich schlechter steht. Der Vorteil, den es bisher für EU-Bürger gab, ist ja entfallen. Oder doch wieder Deutsche, wenn es hier zum Crash kommt.....

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Kommt mittlerweile selten vor, ein Artikel der DWN ohne Paywall.

Und dass man sich dort bei Aldi & Co. ernsthaft Gedanken macht, das konnte ich aus erster Hand erfahren.