23 Jan. 2022

Die Quote und ihre Weiterungen

Submitted by ebertus

Die Zeitschrift "Emma" lese ich eigentlich nicht, ist wohl auch nur etwas für "alte" Feministinnen. Die neuen sind da schon weiter, ist "Emma" und deren Gründerin für die heutigen, woken Genderistinnen möglicherweise sowas von räächts.


Aber nun, und weil ich bekanntermaßen in dieser Beziehung vielleicht etwas realsatirisch unterwegs bin, so musste ein Tip aus dem Umfeld dann doch mal verfolgt werden; der hier ...

Der formalrechtliche Witz daran ist, dass hier von dem derart gewandelten Mann ausdrücklich keine gemäß dem Transsexuellengesetz (TSG) formal mögliche Änderung des Geschlechts gewünscht ist. Schließlich hat er als biologisch vollkommen intakter Mann wohl bereits zwei Kinder gezeugt; und möchte an dieser Fähigkeit (so verstehe ich ihn) auch nichts ändern.

Das jeweils "gefühlte" Geschlecht wird von den Grünen (als Partei) wohl ausdrücklich unterstützt und obwohl es für diese Gefühle (noch) keine Rechtsgrundlage gibt, machen verschiedene staatliche Instanzen offensichtlich ganz freiwillig mit. Als (gefühlt) alter Anarchist müsste ich das eigentlich gut finden.

Aber wie es mit dem Anarchismus nun mal so ist, so gibt es für diese Gefühle keinerlei Restriktionen; könnte die "Frau" von der hier die Rede ist, es sich gleich morgen wieder anders überlegen;

und alle Vöglein fliegen hoch, hoch, hoch ...

Kommentare

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Meines Wissens haben auch die Grünen die Geschlechtsbezeichnung d wie divers im Deutschen Bundestag mit getragen. In dem Artikel bei der EMMA wird diese Variante überhaupt nicht erwähnt und im Deutschen Bundestag gibt es auch (immer noch) keine Quote für alle Geschlechter m,w,d.

Da bleibt die EMMA wohl weit hinter ihrer Zeit stecken.

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: d wie divers

 

Insofern schon erwähnt, wobei ich mir dieses Gesetz nun nicht im Detail nahebringen wollte. Was mir aber aus verschiedenen Kommentierungen darüber bekannt ist, das ist die Tatsache des Personenstandsregisters gemäß TSG für eine formalrechtlich belastbare Definition des jeweiligen Geschlechts.

Daher musste er/sie ja in Bayern, unter dem männlichen Vornamen zur Wahl antreten, wurde der frei gewählte weibliche Vorname lediglich in Klammern hinzugefügt.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Transsexuellengesetz (TSG)

Der aktuelle Stand ist bisher noch in Arbeit:

Transsexuellengesetz

Ich fürchte, besonders Macho-Bayern braucht da noch etwas Bedenkzeit.

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: In Arbeit

 

"Für Menschen mit einer „lediglich empfundenen Intersexualität“ ist seit einem Beschluss des Bundesgerichtshofs die Streichung des Personenstands oder die Eintragung „divers“ jedoch ausschließlich über das TSG möglich."

Hervorhebung von mir; und meine Empfindungen gehören ebenfalls mir, können sich jederzeit ändern ...

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Gemäß dem Wiki-Eintrag

Die sexuelle Neigung ist in aller Regel angeboren, also biologisch bedingt.

Selbstverständlich kann dein Kopf dir zeitweise vorgaukeln, du seist (eigentlich) ein ganz  anderer. Im Osten nennt man das Maya. Im Westen ist das ein Scheidungsgrund.

Antwort auf: heinz   zum Kommentar: können sich jederzeit ändern ...

Ist eine interessante Frage. Behauptet wurde das oft, bewiesen im eigentlichen Sinne nie. Also nicht biologisch. Es gibt keine genetischen Unterschiede zwischen heterosexuellen und homosexuellen Menschen. Das geht jetzt nicht um Transen.
Diese Gleichartigkeit ist natürlich auch nicht der Beweis des Gegenteils. Wenn man also nicht ideologisch an das Thema herangeht, müsste man sagen, dass man es nicht weiß. Und, also aus der Sicht einer liberalen Gesellschaft, kann man ergänzen, dass man es auch nicht wissen muss. Wozu auch? So gesehen ist jede These, solange sie auf Annahmen, Spekulation oder der Steigerung von beiden, der Psychoanalyse, beruht, gleich viel wert.
Vor der Emanzipation der Schwulen im Westen hatten diese Thesen natürlich noch ein handfeste Funktion: den Schutz vor Verfolgung zu begründen. Wie kann man angeborene Eigenschaften unter Strafe stellen?

Was man viel mehr bräuchte, ist, dass man wokeschistische Verblödung, weil selbstverschuldet herbeigeführt, unter Strafe stellt. Der Zustand, wo die einfach nur lästig wie die Scheißhausfliegen waren, liegt, so fürchte ich, sehr bald schon hinter uns.

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Antwort auf: Robert   zum Kommentar: Angeborene Sexualität

Sexualität ist ein starker Trieb. Ideologen aller Weltanschauungen haben den mißbraucht, kriminalisiert und zu unterdrücken versucht.

Sexualität ist von Hormonen gesteuert. Ob nun biologisch erworben, sozial anerzogen oder selbst bestimmt entwickelt, jeder Mensch ist frei geboren und sollte darum seinen Neigungen auch frei folgen können – so viel Toleranz muß sein.

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Antwort auf: Robert   zum Kommentar: Angeborene Sexualität

Das wird schwierig. Das sind doch die Guten, die der Wahrheit verpflichteten, die alles richtig, KORREKT machen.

Stell dir vor, so der Wahrheit verpflichtete Begriffe, wie der Viertopfzerknalltreibling für den Vierzylindermotor in den Varianten Super- oder Dieselkraftstoff, würden einfach ausgemärzt – schrecklich, einfach schrecklich.

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Just for fun oder zur körperlichen Ertüchtigung ist Bewegung, gar Sport mit Sicherheit nicht verkehrt. Aber was ist mit dem sog. Leistungssport, oft und nicht zuletzt ein großes Geschäft für alle direkt und indirekt Beteiligten. Sachichma, Ende der 60er dem Thema auch nahestehend.

Aber dann war zu konstatieren, das ich weder mental - und schlimmer noch - von der Biologie, der körperlichen Konstitution her für Hochleistungen in dem gewählten Sport geeignet war. Und das unter richtigen  Männern, war das Thema Gender etc. damals noch keines.

Heute zunehmend schon, wenn (vormals) biologische Männer  zunehmend den Frauenleistungssport dominieren. Und dabei geht es in dem verlinkten Artikel wohl um Männer, die dann irgendwie doch eine formalmedizinische Geschlechtsumwandlung hinter sich gebracht gaben. Wenn man sich dagegen nur "gefühlt" wandelt sind da wohl noch ganz andere sportliche "Erfolge" möglich; sprich: das faktische Ende der Geschlechtertrennung im Leistungssport.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Geschlecht und Sport

… und Satan den Zaster.

Nu’ laß’ dem doch seinen Spaß.

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Das haben die Vorgänger des wokeschistischen Pöbels schon vor Jahrzehnten rausbekommen.
Als die iranischen Klerikalfaschisten das machten, was sie „islamische Revolution" nannten, sah sie genauer hin, als die westeuropäische Linke. Die hielten das für einen grandiosen antiimperialistischen Erfolg. Dass diesen Erfolg millionen iranische Frauen mit dem Verlust persönlicher Freiheit und teilweise brutaler Unterdrückung und Misshandlung bezahlten, beschrieb sie in ihrem Blatt. Dass ging damals rustikal zu. Man erinnert sich, dass Frauen, die das Kopftuch, dieses widerwärtige Symbol der Entrechtung, nicht in vorgeschriebener Weise trugen, dieses an der Kopfhaut festgemacht bekamen. Und das fand sie nicht gut. Und den Islam, der die Vorlagen gab, auch nicht.
Im Iran geht es heute zivilisierter zu, aber der islamische Faschismus bewies in der Folge mit Taliban, ISIS, Boko Haram usw, dass sie es noch viel schlimmer können.
Die Präwokeschisten aber haben ihr nie verziehen. Nun ist Schwarzer -wie wir als Menschen eben so sind- eine Persönlichkeit mit vielen Seiten. Wie sie sich im Fall Kachelmann verrannte, bleibt unvergessen. Auch, dass sie den Moralgaul reitend, selbst Steuern hinterzog. Aber sie ist auch eine Frau mit Überzeugungen, die im übrigen schreiben kann und die ihre wokeschistischen Kritiker haushoch überragt. Und das wird der Pöbel in den anderen Reaktionen nebst dem ihnen folgenden Mob, ihr nie verzeihen. Da hat Kachelmann mehr Größe und dabei mehr Grund zum Missmut.

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Im Gegensatz zu "Emma" bringt es die uns Ex-FC-ler bekannte Juliane Löffler  fertig, den formalrechtlich gültigen Namen der ebenso (lediglich) gefühlt gewandelten Julia Reda nicht zu nennen. Julia (Felix) ist mir nur deshalb bekannt, weil sie sich in der Vergangenheit häufig zu datenschutzrelevanten Themen geäußert hat, das inhaltlich oft auch von mir goutiert wurde.

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Muss man erst mal d'rauf kommen, welche Weiterungen das gefühlte Geschlecht  haben kann.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Fake? Oder echt jetzt?

m/w/d

Auf die Idee, das Geschlecht bei der Einlieferung von Häftlingen an spezifischen geschlechtlichen Merkmalen zu unterscheiden kommt wohl niemand. Besonders, wenn Juristen dieses Problem in ihrer Gedankenwelt hin und her wälzen. Wenn der oberste Gerichtshof ein d als drittes Merkmal juristisch einführt, hat die Exekutive darauf zu reagieren und für diese d eigene Haftanstalten zu erstellen.