28 Jun 2015

Menschenrechte sind unteilbar

Submitted by fahrwax

Freedom Flotilla III richtung nach Gaza

Eine Gruppe pro-palästinensischer Aktivisten  hat eine neue Flotille organisiert, um einen neuen Versuch zu starten , die Blockade Israels ( seit 2007) um den Gazastreifen zu brechen. Die Flotille, die mindestens aus drei Schiffen besteht, fuhr von drei Mittelmeerhäfen ab.

Zwei Abgeordnete der spanischen Podemos- Partei sind an Bord ( Europaabgeordneten Ana Maria Miranda Paza und Estefania Torres) - genauso wie ein ehemaliger tunesischer Präsident Moncef Marzouki.. Auch ein Abgeordneter der israelischen Knesset namens Basel Ghattas  ist an Bord http://www.maannews.com/Content.aspx?id=766130  und Athleten, Akademiker, Parlamentarier 

von verschiedenen Ebenen, Diplomaten und Journalisten und eine katholische Nonne.

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Dror Feiler  (63) ist ein bekannter Musiker und Installationskünstler aus Schweden. Er hat an allen Versuchen teilgenommen, die      Gazablockade zu durchbrechen. Er ist gebürtig aus Israel, diente in Israels Armee und wanderte vor 40 Jahren nach Schweden aus. Seine Eltern waren in Israel wohl bekannte Gegner der Besatzung. Seine Mutter lebt noch in Israel: aber  ein Besuch wird ihm verweigert. Er kann Israel aus keinem Grund betreten, nicht als Teil der Flotille, noch um seine Mutter zu besuchen. Er kann nicht einmal vor Gericht gehen, um sich den Urteilspruch erklären zu lassen, warum  ihm verboten ist, das Land zu betreten.
„Sie nahmen mir vor 5 Jahren das Saxophon   weg – es wurde während der 1. Flotille konfisziert und sie gaben es mir nicht zurück,“ sagt der Musiker. „Es ist möglich, dass wir Gaza nicht erreichen, aber wir werden viele Herzen gewinnen, die zusammen mit den Menschen in Gaza schlagen“, sagt Dror. „Wir müssen gehen, weil unsere Politiker es versäumen, ihren Job zu tun – sie versäumen, genug Druck auf Israel  auszuüben, um die Blockade  vom Land und vom Meer aufzuheben,“ sagt er
2004 schuf Feiler eine Kunstinstallation, um die Palästinenser zu unterstützen: er ließ ein kleines weißes Schiff in einem Wassertank segeln, das mit roter Farbe  getönt war und mit dem Portrait einer palästinensischen Frau, die sich bei einem Angriff an einem Checkpoint in die Luft jagt. Der israelische Botschafter in Schweden, der die Ausstellung besuchte, löschte die Lichter im Tank.
Bei den Bemühungen 2011,Gaza zu erreichen, war Dror  auf dem einzigen Boot der 11 Flotille, die tatsächlich versuchten, die Blockade zu durchbrechen, da  es unbekannten Personen  gelungen war, die andern10 Boote zu sabotieren, kurz bevor sie losfahren wollten.
Ana Miranda, 44, ist eine galizische  Politikerin und Vizepräsidentin der Europäischen Freien Alliance (EFA) , die europäische politische Partei im europäischen Parlament, die sich für Selbstbestimmung unterdrückter Völker einsetzt. Sie war von 2012-13 Mitglied im EP.  Jetzt wird sie an der Flotille teilnehmen und eine Gruppe Journalisten mitbringen.
„Die Galizier  haben den Kampf für Freiheit in ihrem Blut. Ich bin eine Gesandte – aber wir leben wie gewöhnliche Leute – wir fahren mit dem Bus … Diese Flotille ist das Symbol für Widerstand für die ganze Welt, Die Flotille für die Freiheit von Gaza ist das Banner für alle, die widerstehen,“ sagte sie.
Der norwegische Professor für Soziologie Gerd von der Lipper hat lange das Problem des Sports in Gaza studiert bzw. das Problem, dass es dort keinen Sport  gibt.
Eine Flotilla-Mannschaft lud unter das große Bild des letzten Abendmahls ein , das im Amtssitz des Bürgermeisters von Messina/Sizilien an die Wand gemalt ist . Trotz verschiedener religiöser Glaubensrichtungen wurde das Bild von allen genau angeschaut. …
„Wir müssen bereit sein, dass unter uns ein Judas ist,“ sagte einer  aus der Gruppe. Alle Teilnehmer der Flotilla sind gewarnt worden, auf Provokationen zu reagieren; denn wenn sie von israelischen Soldaten  gefangen genommen werden,  könnte jede Aggression  dahin führen,  schwer geschlagen zu werden. Wir wollen unsern friedlichen Widerstand durchführen.
Bevor die Flotille losfährt, werden alle Mitfahrenden  trainiert, wie man angemessen  also auf friedliche Weise Gewalt widersteht. Jedem, einschließlich der Journalisten, wurde beigebracht, wie man sich verhält, wenn israelische Soldaten das Boot übernehmen. Bei diesem Vorfall ist es möglich, dass sie  ohne Lebensmittel und ohne Wasser viele Stunden in der Sonne aushalten müssen und dass man ihnen ihre Handies, Geld, Bankkarten und persönlicher Besitz  konfisziert  wird , einschließlich  PC und Fotoapparate.
Letzte Mitwoch „jemand“ hat ein sabotaged an einem Schiff 
http://www.maannews.com/Content.aspx?id=766154
First Nations Solidarity with Palestine
Heather Milton Lightening, indigenous scholar and activist, Toronto.
An excerpt from her talk at "Sailing to Gaza – Again!" with Bob Lovelace, a Canadian delegate on the Freedom Flotilla III.

https://www.youtube.com/watch?v=RF-rCYn6yiI

Für Ban Ki-moon, der UN Generalsekretär die Fredom Flotilla “will not help address the dire situation in Gaza.”
https://electronicintifada.net/blogs/patrick-strickland/swedish-boat-set...

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, englisch United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA

The Gaza Strip is home to a population of more than 1.76 million people, including 1.26 million Palestine refugees.
For the last decade, the socioeconomic situation in Gaza has been in steady decline. Years of conflict and closure have left 80 per cent of the population dependent on international assistance. The tightened blockade, imposed following the Hamas takeover of Gaza in June 2007, has decimated lives and livelihoods, resulting in the impoverishment and de-development of a highly skilled and well-educated society. Despite adjustments made to the blockade by the Government of Israel in June 2010, restrictions on imports and exports continue to severely hamper recovery and reconstruction.
Over half a million Palestine refugees in Gaza live in the eight recognized Palestine refugee camps, which have one of the highest population densities in the world.
The blockade has had a devastating impact on Palestine refugees, including those living in Palestine refugee camps. Unemployment continues to be at unprecedented levels, particularly among young people.


http://www.unrwa.org/where-we-work/gaza-strip

Mehr Infos von Fredom Flotilla :

https://ff3.freedomflotilla.org/

http://www.palaestina-portal.eu/2015-marianne-nach-gaza.htm

 

Die Herkunft von Text & Bildmaterial https://linksunten.indymedia.org/de/node/146899

Kommentare

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Einer der wenigen jüngeren Journalisten hierzulande, die sich dem hofberichterstattenden Mainstream verweigern. Jens Berger und mit Einschränkung Tilo Jung wären da noch zu nennen, fallen mir spontan ein; Ken Jebsen natürlich.

Lejeune war auch 2014 während der israelischen Bombardements in Gaza und berichtete von dort; soweit es ihm möglich war. Kann dazu gar auf einen Freitagsblog der Weltendame  verweisen, die aus anderen Gründen zwischenzeitlich auf eigenen Wunsch ebenfalls ein "Ehemaliger Nutzer" war, dann aber wohl mit der Moderation eine Art Deal machte, zumindest passiv (bislang) wieder auferstanden ist. Wie dem auch sei... 

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Nachtrag vom 29.06.2015:

 

Keine Gewalt und keine Gegenwehr

Gaza – Die israelische Marine hat ein pro-palästinensisches Solidaritätsschiff auf dem Weg nach Gaza aufgebracht. Es habe auf der "Marianne" keine Gewalt und keine Gegenwehr der Mannschaft gegeben, teilte die Armee am Montag mit. Mehrere Aufforderungen zum Umkehren seien zuvor ignoriert worden. Das Boot werde nun in den Hafen von Ashdod gebracht. Die Aktivisten teilten mit, an Bord sei niemandem etwas passiert.

http://derstandard.at/2000018194093/Israel-enterte-Gaza-Solidaritaetsschiff

 

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wenngleich ich schon der Meinung bin, dass die zu Ausdruck gebrachte internationale Solidarität ein Wert an sich ist. Die anderen Schiffe -und wenn das der Plan war bzw. ist- sollten dann den nächsten Versuch unternehmen, müssen "Die Herren der Welt" dort in Nahost mit der einzig möglichen, noch verbleibenden Waffe  konfrontieren; jenseits des Militärischen eben...

BDS weltweit und auf allen Ebenen außer der ganz persönlichen, das sollte -wie zu dem Apardheidregime in Südafrika- die einzig verbleibende Option sein.