29 Dez 2015

Wenn zwei das Gleiche tun ...

Submitted by ebertus

Stiftungen&NGOs. Nicht nur Scientology&Co. verbieten oder an die kurze Leine nehmen? Wer denkt da mit oft geheucheltem Aufschrei nicht sofort an das Reich des Bösen, an Putin?

Heute erreicht mich diese Mail (Ausschnitt):

Dear +972 Readers,
Things are rapidly changing for the pro-human rights, anti-occupation community in Israel.
The government voted yesterday to support a law specifically targeting left-wing and human rights NGOs, and a few weeks ago a campaign of incitement against the Left in Israel took a dangerous turn.
We fear things will only get worse here in Israel as the radical right consolidates its hold on public opinion and the halls of power.


Für +972mag habe ich bereits einmal gespendet, halte deren publizistische Arbeit für absolut wichtig. Dennoch wollte ich dem aktuellen Spendenaufruf nicht nachkommen, überwiegt meinerseits -das mag in Sachen Israel mit Erstaunen aufgenommen sein- dennoch eine gewisse Ambivalenz. An dem nun wohl auf den Weg gebrachten
Gesetz wollte ich (vorerst) lediglich das Tagging

"and to wear special tags when attending legislative sessions in Israel’s parliament, the Knesset"

kritisieren, während dies gerade von denen, die ansonsten und gern vergleichend  auf Godwin's Law abheben mit Sicherheit gaanz anders gesehen wird; als bei der neuen EU-Kennzeichnungspflicht für Waren aus den von Israel besetzten Gebieten,

oder der kürzlich zu Naidoo inkriminierten Liedzeile ...
 

Und wenn man es in den letzten zwei Jahren nur ein wenig verfolgt hat, die Rolle der von Soros&Co. finanzierten NGOs, auch und gerade hierzulande die Rolle der (oft parteinahen) Stiftungen, dann sollte man verstanden haben.

Die Amnestys und die HRW's gerade in Nahost, die Böll-Stiftung in der Ukraine, die Friedrich-Ebert Stiftung in Griechenland, oder eben die Bertelsmänner&Co. hierzulande: Neoliberalismus und Refeudalisierung nach innen, Neokolonialismus und Neoimperialismus nach außen werden von hehren Stiftungen und NGOs subtil bis offen vertreten, werden hier wie dort, vor Ort abgesichert.

Insofern scheint mir die angestrebte Transparenz erst einmal nicht der vollkommen falsche Weg.