15 Jun 2016

Mainstream meets Kopp & Co.

Submitted by ebertus

Eigentlich zwangsläufig, diese Outing. Der Tenor mag qualitätshaltiger sein, der Inhalt hochsprachlich verpackt. Die subtile Botschaft ist dennoch deutlich:

Natürlich kann man den medialen Mainstream (auch deren Seelenverwandte) lesen, glauben, nachbeten. Diesen Welterklärern, welche aktuell eine ganz andere Botschaft verkünden, als sonst ...

Und dieses "sonst" in Sachen eines US-amerikanischem shootout meint die beinahe gängigen Massaker drüben, bei denen schon mal zweistellige Opferzahlen zu beklagen sind, die Erklärungen in der Regel immer gleich lauten:

Verrückte Einzelgänger + Waffenkult & Waffenlobby.

Nur diesmal ist alles gaanz anders, passt die neue Erklärung, inhaltlich wie medial aufbereitet, in den aktuellen Kampf der Kulturen.

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Was Homosexualität in diesem Kontext als Thema seriöser Reflektion angeht, da muss man schon alternativ lesen, bei Telepolis beispielsweise.

"Keine Kultur hat die Homoerotik mehr zelebriert als die islamische"

schreibt dort Fabian Köhler; und im Grunde fehlt dann nur noch der diskursive Bogen zu den zwei anderen abrahamitischen Religionen.

Während das Judentum, auch jenseits einer israelischen Variante namens "pink washing", der Homosexualität wohl eher tolerant gegenüber steht,

so hatte das Christentum noch viel nachzuholen, sind die realen Scheiterhaufen noch nicht lange kalt, die virtuellen im Einzelfall und bei Bedarf sehr schnell wieder real.

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Aber das, außer bei Telepolis, bestimmt eben nicht den aktuell von der großmedialen Kanzel herab verkündeten Tenor.

Und auch nicht die sonst von Entrüstung, von Betroffenheit getragenen Hinweise auf ein Volk unter Waffen; drüben.

Jetzt ist der Islam, der Muslim d'ran ...