25 Nov 2016

"Das Experiment mit Laterpay gilt als gescheitert."

Submitted by ebertus

Ja, "gescheitert" ist bei dem Branchenportal Horizont zu lesen; nebst dem Hinweis auf das nächste Köpferollen beim ehemaligen Sturmgeschütz der Demokratie, heute vielleicht eher die Schrotflinte systemkonformer Propaganda?

Keine Frage ... Ich halte Laterpay, überhaupt diese ganzen Paymodelle für eine Art des modernen Hütchenspiels, habe allgemein und auch zu Laterpay bereits mehrfach hier und anderswo etwas geschrieben, mich darüber lustig gemacht, dass sogar der Spiegel zu diesem (vermeintlichen) Strohhalm griff.

Kapiert haben sie dennoch nichts, dort in den Redaktionsstuben der großen (sog.) Qualitätsmedien. Mehr als ein (weiteres) hilfloses Personalisieren ist nicht d'rin, und ob gemäß dem Text bei Horizont nun und bislang Florian Harms oder zukünftig Barbara Hans verantwortlich zeichnen darf, das ändert nicht das Geringste an dem strukturellen Webfehler; das Systemkonforme gemäß dem Propagandamodell des Noam Chomsky sei hier nichteinmal besonders betont.

Paymodelle -egal ob Laterpay, Blendle oder andere Branchenhypes- sind proprietär, sowohl was das dahinter stehende Medium, die Verlage angeht, als auch und beinahe zwangsläufig in Sachen eines mehr oder weniger umfangreichen Anmeldeprozesses nebst allfälligem Tracking des geneigten Konsumenten. Überwachen (lassen) ohne überwacht zu werden, dem Spaß haben sich offensichtlich nicht wirklich viele potentielle Konsumenten von Spiegel-Plus (hier aus dem Google-Cache) gegönnt, musste daher selbst der Zusatznutzen gering ausfallen.

"Auch hat sich die Hoffnung nicht erfüllt, von Laterpay aufschlussreiche Daten zu erhalten, aus denen Erkenntnisse über die zahlbereiten Nutzer zu gewinnen wären."

 Ja, dieses "Dataminig" war auch mal als das nächste große Ding in Sachen privatwirtschaftlich orientierter Komplettüberwachung der Mediennutzung angedacht, wurde nach meiner Erinnerung zuerst bei der NYT eingesetzt, wechselten die dortigen Paymodelle dann schneller als so manche(r) die Unterwäsche.

Dabei ist das aktuell wirklich ganz große Ding, die Trump-Berichterstattung nebst grandiosem Scheitern der angeblich guten, linksliberalen, in jedem Fall systemkonformen Propaganda "Am schlimmsten ist der Spiegel" wahrscheinlich noch nicht einmal annähernd eingepreist, müssen Abos ja erst einmal gekündigt werden, sollten dann irgendwann auslaufen; nicht nur beim Spiegel ....

Abschließend hier gern erwähnt, jenseits einer steuerähnlichen Zwangsfinanzierung der Öffentlich-Rechtlichen und auch über den Spiegel hinaus geschaut, so dürfte es wohl nicht beim Horror-Herbst bleiben, das Ganze in 2017 erst richtig Fahrt aufnehmen.

Kommentare

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In der Biologie sind Zwischenwirte in der Regel die Träger von Schadorganismen.

Dazu ein Artikel: PayPal, KreditKarte & Co - mbH

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und Kreditkarte (früher und oft in den USA hatte ich gar zwei) nur noch im Ausnahmefall.

Bleiben Giroüberweisungen, EC-Karte und eben Bargeld. Letzteres, Blasphemie, wäre in Verbindung mit dem vom Handy her bekannten "Prepaid" gar eine Überlegung wert, was diese, das Leseverhalten natürlich komplett überwachenden Paymodelle angeht.

Man kauft sich (cash, anonym) eine Art Aufladebon und gibt den darauf registrierte Code -gern auch per NFC oder Scanner etc.- dann ein, soweit man im Netz etwas konsumieren möchte, was als Paycontent daher kommt; der Anbieter natürlich an dem Pool beteiligt sein muss.

Der jeweils geforderte Betrag wird dann von dem Wert/Restwert des Bon abgezogen und irgendwann ist der leer, muss bei Bedarf ein neuer gekauft werden. Der Anbieter kann zwar noch sehen, welches seiner Angebote in welchem Umfang gefragt ist, fehlt jedoch die direkte Zuordnung zu einer realen Existenz, welche dann eben nicht mit anderen, unaufgeforderten Mehrwerten belästigt, auch BND, NSA usw. außen vor gelassen werden kann.

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Immer mehr Zwischenwirte etablieren sich im Zahlverkehr.

paydirekt ist die nachgeschobene deutsche Variante zu PayPal, hat aber Akzeptanzprobleme, weil sich viele Geschäfte schon auf PayPal festgelegt hatten.

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Neben dem (Bar)geld insbesondere unsere Daten, um uns dann mit Mehrwert zu bombadieren.

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Rudolf Steiner hatte gemeint, daß eine größtmögliche Wirtschaft entsteht, wenn jeder von jedem abhängig ist. Also die Subsistenz und Unabhängigkeit völlig aufgegeben ist.

==> Ich mache mir mein Frühstück nicht selbst, sondern lasse machen.

Als Gedankenexperiment ist das richtig, nur haben die Klugscheißer vom wirtschaftsliberalen Verbechen ihren nützlichen Idioten in der Politik noch nicht gesagt, daß dafür auch ein entsprechender Geldfluß nötig ist. Diese Dumpfbacken – sowohl, als auch – denken immer noch nicht volkswirtschaftlich, sondern betriebswirtschaftlich und zocken nur ab.

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Die Abhängigkeiten sind längst (wahnhaft) >>globalisiert<<, nur die >>Unabhängigkeit<< basiert allein auf der beliebigen Verfügbarkeit von buntbedrucktem Papier - das soll der >>Ausgleich<< sein, haha.

Der Bestrafungsmodus erzeugt Angst.
Und die Angst erzeugt Folgsamkeit, Fügsamkeit.
Und diese wiederum Manipulierbarkeit, Verfügbarkeit.
Und diese wiederum MACHT für Denjenigen,
der die Angst an der Leine hält.

http://faszinationmensch.com/2015/03/29/moral-und-gesetz-verhindern-selbstbestimmung-und-selbstentsprechung/

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erzeugt Angst. Und die Angst erzeugt Folgsamkeit, Fügsamkeit. Und diese wiederum Manipulierbarkeit, Verfügbarkeit.

Das ist wohl richtig, oft ... Glücklicherweise gibt es auch andere, entgegengesetzte Beispiele, wo sich Menschen aufmachen, den ihnen zugewiesenen Platz in der Höhle nicht akzeptieren, an's Licht wollen und damit gar Erfolg haben.

Ken Jebsen ist so ein Beispiel; an dem ich mich nur minimal orientieren wollte, es wegen diesem altersbedingten Bezug des BGE auch primär im Verbalen belasse; reale boots on the ground, kommende Events wie "Ramstein 2017" etc. gern eingeschlossen.

FAST können einem die Presstituierten schon leid tun inzwischen. Jetzt, wo immer mehr von ihnen dem Auswurf-Status "Hartz IV" der von ihnen so verachteten "Erbärmlichen" näherrücken, weil die Verwertungsgesellschaft bald auch für ihre eliten-affine Hofberichterstattung mangels Effizienz keine Verwendung mehr hat...Aber nur FAST.

À propos "Ramstein", vielleicht interessiert euch das:

Aktionsplan Stopp Ramstein 2017

1. Öffentliche Veranstaltung „Nein zu Drohnen und Atomwaffen – ja zu Frieden und Gerechtigkeit in der Welt“ in der Stadt Kaiserslautern mit Eugen Drewermann, Daniele Ganser, Oberst a.D. Ann Wright (USA) am Freitagabend

2. „Internationaler Kongress zu Militärbasen und ihre geostrategische Bedeutung für weltweite Kriege“ am Freitag, den 8.9. bis Samstag, den 9.9. in Ramstein

3. Friedensfestival am Samstag, den 9.9.

4. Menschenkette mit Schlusskundgebung vor der Air Base am Samstag, den 9.9.

5. Friedenscamp mit Kinderbetreuung mit einem inhaltlichen und kulturellen Programm vom 3.9. bis 10.9.

Die Aktionen werden im Januar starten, u.a. mit:

· einem Songwettbewerb für einen „Stopp Ramstein Song“ und

· einem Plakatwettbewerb.

Unterstützt werden u.a. die Aktionen der Friedensbewegung, wie die Ostermärsche, die G20 Proteste in Hamburg und die Aktionen gegen die sog. Sicherheitskonferenz in München.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabredeten, sich im April/Mai wiederzutreffen und bis dahin durch die Gründung weiterer Initiativen und Aktivitäten in der Region um Ramstein sowie einer noch intensiveren Vernetzung, z.B. mit anderen Kampagnen und Bewegungen, die Aktionen 2017 vorzubereiten.

Weitere Informationen auf der Webseite www.ramstein-kampagne.eu.

VLG, Raphaela

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Anfang September 2017 in Ramstein. Es kann nur noch besser noch wirkmächtiger werden als der Juni 2016, wo sich auch Termiten in die Menschenkette einreihten.

Und ja, es war interessant zu sehen, wie die Presstituierten zu Ramstein ihre Lücken zeigen durften.

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"Bekannt war es zwar schon lange, nun gibt es auch die Bundesregierung zu: Der weltweite Drohnenkrieg der US-Armee wird auch von der US-Airbase Ramstein aus geführt

Der weltweite Drohnenkrieg der Vereinigten Staaten, an dem auch der US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein beteiligt ist, geschieht mit Wissen der Bundesregierung. Dies räumte das Auswärtige Amt nun erstmals offiziell ein. In einem Antwortschreiben auf eine Kleine Anfrage des Linke-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko heißt es, die US-Air Base im rheinland-pfälzischen Ramstein unterstütze die "Planung, Überwachung und Auswertung von zugewiesenen Luftoperationen." Dies habe man am 26. August 2016 von Mitgliedern der US-Botschaft erfahren.

Nach Jahren des Dementierens bestätigt die Bundesregierung damit, was Beobachtern längst bekannt ist: Den US-Luftwaffenstützpunkt gilt als informationstechnischer Knotenpunkt im weltweiten Drohnenkrieg der USA, ohne den die tödlichen Einsätze in Afrika und Nahost nicht möglich wären (Deutschlands Rolle im geheimen Krieg). Das ganze Ausmaß der deutschen Beteiligung war zuerst im Jahr 2012 durch den ehemaligen Drohnenpilot und Whistleblower Brandon Bryant öffentlich gemacht worden. Vertreter der Bundesregierung hatten jegliches Wissen dennoch stets abgestritten. In der offiziellen Sprachregelung hieß es meist, der Bundesregierung lägen "keine eigenen Erkenntnisse vor" (Bundesregierung: Augen zu und durch).

https://www.heise.de/tp/features/Bundesregierung-raeumt-Wissen-ueber-Drohnenkrieg-ein-3527925.html

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Dieser Aufruf war sogar beim Freitag (Assansörpress) zu lesen.

Hoffentlich inspiriert der Songwettbewerb unseren termitischen Barden seinen diesjährigen Auftritt in Ramstein noch zu toppen?

Soeben bekam ich, aus überaus glaubwürdiger Quelle, die Mitteilung das die hier regierungstechnisch herrschende kriegerische Bande erstmals das Wissen um die Drohnensteuerung per Ramstein zugegeben habe.......

Die Löcher in ihrem Lügengebäude werden täglich größer......

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Oskar vom Feinsten:

https://www.youtube.com/watch?v=9aJpU3xmEV4

Vielleicht kann das mal jemand ordentlich formatieren...


Und hier noch Infos zu Ramstein:

https://theintercept.com/2015/04/17/ramstein/

Bild des Benutzers fahrwax

.... auch hier in langjährig bewährter Qualitär:

http://luftpost-kl.de/lp-16.html

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Und wie bereits oben geschrieben, sind Personalien bei dem Thema nicht das Problem.

Natürlich, eine gewisse operative Hektik gehört dazu, ganz egal ob Männlein oder (nun eben) Weiblein; wie das Branchenportal MEEDIA zu berichten weiss. Systemfromm bunte Propaganda in Zeiten des noch halbwegs offenen Internets findet eben immer weniger Schafe, die sich -wegen der betriebswirtschaftlich gebotenen Relevanz- lediglich ihren Metzger, aussuchen dürfen. Das Problem bleibt; vielschichtig ...