28 Mär 2017

Die gefeierten Wohnsitze der boshaften Banalität

Submitted by fahrwax

Das es zum Aufgabenbereich deutscher Innenminister gehört die Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen zu verdecken ist, nicht nur für mich allein, eine tränenreich-traurige Binse.

Ein Noske und ein Schily sind da nur herausragende Kristallisationsfiguren einer banalen Denkweise (Kontinuität) die fortwährend mörderische Ergebnisse produziert - die Lüge wortgewandt zur alternativlosen Staatsräson erhebt. Zum diesem, ihrem lügnerischen Gewerbe gehört unzweifelhaft die auftragsgemäße Verschiebung vom wehrhaften Opfer zum mörderischen Täter - immer bei zwanghafter Vorgabe eines übergeordneten Bewusstsein hochpersönlicher >>Pflichterfüllung<<.

Derzeit füllt ein, wie gewohnt glamourös-banaler, Darsteller mit Namen Thomas de Maziere diese gewalttätige, selbstvergessene Stellenausschreibung.

Mit der darstellerischen "Kunst" des derzeit amtierenden,innenministeriellen Gewalttäters hat sich Leo Mayer auf den Seiten des Institutes für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung ausgiebig & gehaltvoll auseinander gesetzt.

Das "Kritische Netzwerk" hat seinen Artikel weiterverbreitet und darum erscheint hier nun folgender Auszug (woher auch die schöne Grafik stammt):

 

"Man „könne nicht sagen, es gibt zwischen Flüchtlingen und Terrorismus keinen Zusammenhang“, formuliert de Maizière. Also schärfere Sicherheitspolitik, mehr Überwachung, eine „neue Sicherheitsstruktur“ mit einer „echten Bundespolizei“, eine noch rigidere Flüchtlingspolitik, neue Möglichkeiten für die Abschiebehaft. Alles in allem für de Maizière eine weitere Möglichkeit, um Flüchtlinge zu diskreditieren und Demokratie einzuschränken.

Doch aus welcher Ecke Gefahr für Leib und Leben wirklich kommt, das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Für das Pro-Asyl Angriffevergangene Jahr zählt de Maizières Ministerium 3.533 Angriffe auf Flüchtlinge, Unterkünfte, freiwillige FlüchtlingshelferInnen und Hilfsorganisationen. Demnach gab es 2.545 Angriffe auf Flüchtlinge außerhalb ihrer Unterkünfte, 988 Angriffe auf Flüchtlingsheime und 217 Attacken auf Hilfsorganisationen oder freiwillige FlüchtlingshelferInnen. Dabei wurden 560 Menschen verletzt, unter ihnen 43 Kinder. „Das sind nahezu zehn Taten am Tag“, sagt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, und stellt die rhetorische Frage: „Muss es erst Tote geben, bevor die rechten Gewalttaten als ein zentrales Problem der inneren Sicherheit eingestuft werden und ganz oben auf der Agenda der Innenpolitik stehen?“ Jelpke forderte, dass „wenigstens die Bundesregierung damit aufhört, durch immer neue Gesetzesverschärfungen im Asylbereich weiter den Eindruck zu erwecken, Flüchtlinge seien eine Bedrohung“. Das Gegenteil sei der Fall, sagte Jelpke. „Nazis bedrohen Flüchtlinge und damit auch unsere Demokratie.“

„Offensichtliche Falschmeldungen können strafbar sein – dem muss nachgegangen werden«, sagte de Maizière im Januar. Im Innenministerium wird überlegt, ein „Abwehrzentrum gegen Desinformation“ einzurichten. Chef: Thomas de Maizière. Keine Fake News.

„Wir sollten nicht der Schiedsrichter beim Thema Menschenrechte für die ganze Welt sein.“

(Thomas de Maizière zur Lage in der Türkei in der Passauer Neuen Presse, 5.3.2016)

Über Thomas de Maizière und die Mitverantwortlichen seiner Politik ist damit alles gesagt. Der Biedermann schlägt die Brücke von der Regierungsbank ins rechtsextreme Lager. Mit seinen Fake News bedient er die Stammtische und liefert der AfD die Vorlagen. Da helfen keine Warnhinweise bei Falschmeldungen, da hilft keine Facebook-Sperre. Thomas de Maizière und die VertreterInnen dieser Politik müssen aus dem politischen Verkehr gezogen werden.

Deshalb ist für die Bundestagswahl ein unabdingbares Kriterium der Einsatz für ein humanes Flüchtlingsrecht, für ein „Ende des Sterben-lassens“ und für sichere Fluchtwege, für eine Politik, die die „imperiale Lebensweise“ endlich hinterfragt und Schluss macht mit dem Wohlstandschauvinismus der reichen Länder. Machtpolitik und das Schielen auf WählerInnenstimmen dürfen nicht über das Leiden der Menschen gestellt werden. Eine solche politische Haltung kann sich auf das solidarische Handeln der Vielen – vielleicht der gesellschaftlichen Mehrheit – stützen und dazu beitragen, dass der Wunsch nach Veränderung siegt."

Schaffen wir das Lager der Solidarität!

(Anmerkung von fahrwax:

das schulden wir uns und allen Opfern von Politik - nicht nur denen aus dem Landwehrkanal und allen sonstigen Gewässern & Landmassen)

Kommentare

Bild des Benutzers Heinz

Laotse Tao Te King: 53

Wenn ich wirklich weiß, was es heißt,
im großen SINN zu leben,
so ist es vor allem die Geschäftigkeit,
die ich fürchte.
Wo die großen Straßen schön und eben sind,
aber das Volk Seitenwege liebt;
wo die Hofgesetze streng sind,
aber die Felder voll Unkraut stehen;
wo die Scheunen ganz leer sind,
aber die Kleidung schmuck und prächtig ist;
wo jeder ein scharfes Schwert im Gürtel trägt;
wo man heikel ist im Essen und Trinken
und Güter im Überfluß sind:
da herrscht Verwirrung, nicht Regierung.

 

Wer in die Regierung geht, tut das, weil regieren schon immer verwirren bedeutet hat.

 

Bild des Benutzers fahrwax

.....abba mit den rezitierten Worten von Laotse Tao Te King

(hoffentlich kein Pseudonym von sonem übergelaufenen Fascho) stimmter schon überein.

Außer bei eintretender Demenz wird es keinem Regierer gelingen mich zu verwirren - in echt versprochen, soviel Feindbild sei gestattet!!!

Bild des Benutzers fahrwax

Bei der Unterscheidung von nützlichen und verwerflichen >>Kollateralschäden<< scheuen die real existierenden Eichmänner keine entlastende Emotion.

Wenn ihre geschäftsmäßige Darbietung von Nichtwissen, "Pflichterfüllung" und Schuldzuweisung als Pressekonferenz veranstaltet wird, opfern sie regelmäßig alles und Jeden.

Ein aktuelles Beispiel ihrer banalen, schauspielerischen Qualitäten an der Heimatfront:

Hunderte tote Zivilisten in Mosul: Wir töten nicht mit Absicht. Die anderen schon!

 

 

Immer wieder erstaunlich, dass diese eichmännischen Zyniker keinen unmittelbaren, endgültigen Kontakt zu den Hinterbliebenen ihrer Kollateralschäden bekommen.....