12 Jul 2017

Das Herz ist ein Muskel......

Submitted by fahrwax

......in der Größe einer Faust.

Sagen die "Früchte des Zorns.

Die Musik ist hier abrufbar:

http://fruechtedeszorns.net/musik/Fruechte_des_Zorns-12-Das_Herz_ist_ein_Muskel_in_der_Groesse_einer_Faust.mp3

Das Herz ist ein Muskel
in der Größe einer Faust

Wir sprechen und streiten
mit Unbekannten,
wir führen Freundschaften,
wir lachen und weinen.
Wir verlieben uns,
wir improvisieren Kochrezepte
und versuchen so radikal zu leben
wie die Wirklichkeit.
Wir sprechen mit Worten,
Steinen und Gedichten
und schreiben unsere Sehnsüchte
an die Wände der Stadt.
Und das Herz ist ein Muskel
in der Größe einer Faust
Wir klauen in Supermärkten,
wir lesen und bauen das Schöne
aus den Trümmern dieserWelt.
Wir sind schwach und wir sind stark
und schwören mit Tränen in den Augen,
niemals Teil der lethargischen Masse
zu werden.
Wir kämpfen um unsere Leben
und sind bewaffnet mit Leidenschaft
und der Gewissheit, dass das Unmögliche möglich ist.
Und das Herz ist ein Muskel
in der Größe einer Faust
Wir bleiben der Arbeit fern,
wir schwänzen die Schule
und übernachten auf Häuserdächern.
Wir sind solidarisch, wir helfen anderen
und riskieren dabei auch Schläge und Tritte.
Unsere Träume, unsere Revolte
ist so alt wie die Zeit
und wird erst mit dem
letzten lebenden Menschen sterben.
Und das Herz ist ein Muskel
in der Größe einer Faust
Sag mir wer ich bin,
kennst du meinen Namen?
Ich bin die Furcht, ich bin derMut,
ich bin die Schönheit, ich bin das Leben,
ich bin die Hoffnung in der Dunkelheit:

 

"Früchte des Zorns ist eine Band, ein linksradikales Kollektiv. Unsere Musik ist die Poesie der Subversion. Unser Gesang ist der Gesang der Verweigerung, der Revolte und des Aufbruchs.

Unsere Lieder sind voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben.

Wir wollen uns nicht mit den Verhältnissen arrangieren. Wir wollen das Schöne und Lebendige, jetzt, sofort und ohne Kompromisse.

Wir wollen die soziale Revolution, und es ist nichts peinlich daran, darüber zu reden und davon zu träumen."

Mehr dazu HIER

 

 

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Kommentare

Das Herz ist Liebe, Sehnsucht, Zaertlichkeit, Freiheit, Selbstverwirklichung. Das Herz ist das Leben schlechthin.
Dank fuer den Link und liebe Gruesse in die Suedeifel! Hoffentlich bis auf bald, Hermann

Bild des Benutzers fahrwax

Die Südeifel wartet auf euch, Herman!

Es geht wie immer um's Ganze - Büchel & Hamburg sind überall.

 

"hurra + venceremos für die zukunft!!!!

Ein Gruß aus der Zukunft | Mitteilung des ..ums Ganze!-Bündnis zum
Verlauf der G20-Proteste in Hamburg
11. Juli 2017

Ein Gruß aus der ZukunftEs ist ja nicht so, dass sie es nicht versucht
hätten. Wie kaum zuvor haben „Sicherheitsbehörden“ und etablierte
Politik zum G20-Gipfel aufgeboten, was dem bürgerlich-demokratischen
Staat so an repressiven und ideologischen Apparaten zur Verfügung steht,
um Proteste klein und die Lage unter Kontrolle zu halten. Erst mediale
Einschüchterung, Camp- , Einreise- und Übernachtungsverbote, Aufhebung
der Versammlungsfreiheit und Polizeiputsch gegen die Justiz,
Militarisierung der Polizei, Spaltung des Protestes durch die Grünen,
die während des Gipfels eine Kundgebung organisierten, die sich
ausdrücklich nicht gegen diesen richtete und zum „Haltung zeigen“ für
„unsere Lebensart“ aufrief. Dann während des Gipfels fast 20.000
Polizist*innen mit dem Berufssadisten Dudde als Einsatzleiter, dutzende
Wasserwerfer, Räumpanzer, Pferde- und Hundestaffeln, Massenverhaftungen,
Hubschrauberflatrate und Sondereinsatzkommandos mit scharfen Waffen, die
in einer Brutalität gegen linke Camper*Innen, autonome
Demonstrant*Innen, Viertelbewohner*Innen, Journalist*Innen und
Sitzstreiks von Geflüchteten vorgingen, dass es schon dutzende
Schwerverletzte gab, bevor der Gipfel überhaupt begonnen hatte – und ein
Wunder ist, dass niemand ums Leben kam. Mit anderen Worten: Der
Polizeieinsatz zum G20-Gipfel war tatsächlich ein „Schaufenster moderner
Polizeiarbeit“ (Andy Grothe, SPD), das uns einen direkten Blick auf die
autoritäre Wende des Neoliberalismus im Herz des europäischen
Kapitalismus eröffnet hat. Allein: Es hat alles nichts genützt.

Wo der Innenminister angekündigt hatte, man werde jede Militanz „im Keim
ersticken“ knallte es stundenlang – und dass mit einer Beteiligung und
Freude, wie es sie lange nicht mehr gab. Wo er ankündigte, dass man
keine „verbotenen Symbole“ dulden werde um seinem Geschäftspartner*innen
in der „Flüchtlingsabwehr“, dem lupenreinen Demokraten Erdogan, zu
gefallen, wurde eine riesige PKK-Fahne auf der Großdemo stundenlang quer
durch die Hamburger Innenstadt getragen. Wo die herrschenden
Charaktermasken mit Nachdruck dazu aufrief, dass man sich bitte nicht
mit den Linksradikalen gemein machen solle, kamen „trotz und wegen“ der
Randale am Freitag über 80.000 Menschen auf die gemeinsame Abschlussdemo
am Samstag. Während dessen waren auf der Regierungsdemo weniger als 5000
Menschen. Und während der Betrieb des wichtigsten deutschen Hafens zu
„jeder Zeit gewährleistet“ sein sollte, braucht die
Betreibergesellschaft nun fast drei Tage um den „blockadebedingten
Rückstau“ aufzulösen. Diese Aufzählung könnte man fortsetzen, was bleibt
ist: Die Strategie des rechten SPD-Senates, den Protest durch teilweise
Integration zu spalten und den radikalen Rest mit Kriminalisierung klein
zu halten, ist gescheitert. Die Eskalationsspirale, an der die
Polizeiführung in einem selbst erklärten Ausnahmezustand so munter
tagelang gedreht hat, ist ihr mit Karacho um die Ohren geflogen. Daran
zeigt sich auch der Erfolg vergangener Bewegungen in Hamburg, der sich
in einer Stimmung ausdrückte, die den beliebten Slogan „ganz Hamburg
hasst die Polizei“ häufig erstaunlich wenig aufgesetzt wirken ließ.
Durch die Vielfältigkeit von Aktionsformen und Spektren ist es zumindest
kurzzeitig gelungen, gegen den inszenierten Showdown zwischen
autoritärem Neoliberalismus und nationalistischem Rollback endlich
wieder die dritte Option eines grenzübergreifenden Widerspruchs auf die
Tagesordnung der Weltöffentlichkeit zu setzen. Das ist mehr als ein
taktischer Sieg, denn damit wurde zugleich die heuchlerische
Inszenierung des Exportweltmeisters Deutschland als „Hort von Vernunft
und Demokratie“ durchkreuzt.

Die Vielfalt der Aktionsform hat sich dabei praktisch ergänzt, auch wenn
das einige lieber nicht so laut sagen wollen. Denn ohne militante
Aktionen an anderer Stelle, die viel Polizei gebunden haben, wären wohl
weder die Blockadefinger noch die Hafenblockade so relativ erfolgreich
gewesen. Inhaltlich haben die verschiedenen Aktionen, wie die Blockaden
der Gipfelteilnehmer*innen, der Bildungsstreik und die Blockade im Hafen
zudem tatsächlich das Bild eines #HamburgCityStrike ergeben, dem es um
mehr als nur das Rütteln am Zaun der Mächtigen ging: Nämlich um die
Kritik kapitalistischer Herrschaft als Ganzer. Für unseren Teil können
wir sagen, dass die Logistik einer Gesellschaft in der Menschen
ertrinken müssen, während Waren frei fließen dürfen, nicht nur blockiert
gehört, sondern erfreulicherweise auch blockiert werden kann. Wie eine
antikapitalistische Praxis aussehen kann, die an diese Erfahrung
anknüpft und die Logistik des Kapitals mehr als nur symbolisch
unterbricht, darüber wird nun in der nächsten Zeit zu reden sein. Nicht
vergessen dürfen wir auch all jene Freund*Innen, die nun immer noch im
Gefängnis sitzen bzw. im Krankenhaus liegen: Unsere Solidarität ist euch
sicher.

Natürlich: Auch dieses Mal waren hier und da Spinner*innen am Start, die
an Stelle einer Kritik des Kapitalismus lieber reaktionäre Feindbilder
und antisemitische Verschwörungstheorien verbreiten, aber sie haben –
auch wegen der Präsenz der radikalen Linken – die Proteste nicht
geprägt. Im Gegenteil: Wenn es darum geht den nationalistischen Kitt,
der diese Gesellschaft wie kaum ein anderer immer noch zusammenhält, auf
breiter Front antikapitalistisch zu zersetzen, dann war der kleine
„Hamburger Aufstand“ ein Schritt nach vorne. Das gilt, obwohl während
der militanten Aktionen auch viel Macker-Scheisse passiert ist; welchen
Sinn es etwa haben soll Kleinwagen anzuzünden und Unbeteiligte zu
gefährden erschließt sich uns nicht. Hier ist Manöverkritik angesagt.
Die bloße Eskalation des sozialen Konfliktes taugt zudem nicht als Ziel
einer radikalen Linken, weil es am Ende auf die immer gleiche
Zuspitzungsphantasie hinausläuft, die mit ein paar Gewaltbildchen schon
ganz zufrieden ist. Wer sich außer dem finalen Zusammenbruch und der
Brutalisierung des Konfliktes nichts mehr vorstellen kann, der hat sich
im selbsterklärten Außen der Gesellschaft schon zu gut eingerichtet. Am
Ende des Tages ist jeder Riot nur so gut, wie die gesellschaftliche
Organisierung und deren Verankerung im Alltag, die dahinter aufscheint.
Auch das hat Hamburg gezeigt. Aber: Dass der soziale Konflikt, wenn er
die Straße erreicht, eben nicht nach dem Lehrbuch aus dem
Politikunterricht abläuft, das gilt umso mehr, wenn – wie im Hamburger
Schanzenviertel am Freitagabend geschehen – aus politischer Militanz ein
soziales Ereignis wird. Das heißt: Wenn die Kids aus dem Viertel
gemeinsam mit Aktivist*Innen aus ganz Europa eben jenen Bullen, die
beide aufs übelste drangsalieren, mal zeigen, dass das Blatt sich auch –
zumindest für ein paar Stunden – wenden kann, wenn der hochgerüstete
Sicherheitsstaat mal ein wenig die Kontrolle verliert, dann ist das gut
und nicht schlecht. Hoffnung ist tatsächlich immer aus Rebellion
entstanden, aber für die gab es vorher nie eine Genehmigung von Oben.
Die Frage, wie man „so etwas“ in Zukunft verhindern und den Protest
möglichst keimfrei gestalten kann, überlassen wir daher gern den
Bürokrat*innen des Bestehenden auf beiden Seiten der Barrikade. Denn
verwunderlich ist weniger, dass es knallt, als dass es das gemessen am
herrschenden Wahnsinn viel zu selten tut. Und trotz einiger idiotischer
Manöver haben die Aktionen in Hamburg unter dem Strich gezeigt, dass es
auch die richtigen treffen kann.

Ganz abgesehen davon, dass die Krokodilstränen jener Medien, die sonst
bei jeder Gelegenheit über eine angeblich „asoziale Unterschicht“
herziehen und die nun ganz betroffen darüber tun, dass auch das Fahrrad
eines Hartz-Empfängers oder das Auto einer Rentnerin in Mitleidenschaft
gezogen wurde, offensichtlich ein schlechter Witz sind. Anstatt
Kopfnoten für den „richtigen Protest“ zu verteilen, sollte die radikale
Linke sich daher lieber Fragen, wenn sie eigentlich erreichen will: Die
braven Bürger*Innen bzw. Hilfspolizisten, die es gar nicht abwarten
konnten im Blitzlichtgewitter am Sonntag die Mühltonnen wieder
aufzustellen, die während der Randale umgeworfen wurden? Oder die
Zehntausenden, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise deutlich
gemacht haben, dass sie nicht vor dem Gewaltmonopolisten kuschen?

Auch dass einige Spießer*innen in linken Parteien und NGOs sich nun mit
Distanzierungen überschlagen sollte niemanden verunsichern. Nicht zu
verstehen, dass gerade „Straftaten“ das Protestmittel der Machtlosen
sein können, genau dafür werden sie ja bezahlt. Wer von denen, die dicke
Gehälter kassieren um in Talkshows zu sitzen, während sich andere ganz
unentgeltlich für die Sache verprügeln lassen, „Respekt“ erwartet, der
kann lange warten. Auch wenn sie immer davon reden, dass der „soziale
Friede“ längst aufgekündigt sei: Sie werden sich nur bewegen, wenn wir
so stark sind, dass wir sie dazu zwingen können. Gleiches gilt für die
geifernden Reaktionen der Bundespolitiker*Innen, die doch nur zeigen,
wie sehr der Radau sie erschreckt hat, in dem sie nun ernsthaft mit
Relativierungen des Nationalsozialismus und absurden
Terrorismusvorwürfen um sich werfen. Harmlos ist das trotzdem nicht.
Denn es zeigt den Rechtsruck einer Gesellschaft an, die beim Anblick
eines brennenden Autos in kollektive Hysterie verfällt, es aber ganz
locker wegsteckt, tausende Menschen direkt vor ihren Grenzen elendig
verrecken zu lassen. Mit diesem Empörungsdiskurs wird außerdem eine
innere Aufrüstung flankiert, die mit bewussten Falschmeldungen der
Polizei, Denunziationsaufrufen in Boulevardmedien und der Hetze gegen
linke Zentren beginnt, aber da nicht enden wird. Forderungen nach
Gesetzesverschärfungen und Sonderkommissionen sind schon unterwegs und
es wäre wirklich eine Überraschung, wenn die schlechten Verlierer*innen
bei Polizei und Geheimdienst nicht noch vor der Bundestagswahl versuchen
würden, sich mit einer Welle von Verfahren und Hausdurchsuchungen gegen
Linke für ihre Niederlage zu revanchieren. Aber der Weg in den
Autoritarismus beginnt nicht mit Randale, sie macht nur deutlich, wie
weit sich die bürgerliche Mitte schon von ihren eigenen Regeln und
Grundrechten entfernt hat. Ganz sicher ist jedenfalls: Der Rechtsruck
wird nicht durch Anpassung an ihn zurückgeschlagen werden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ob es richtig ist, die Friedhofsruhe im Herzen
des europäischen Krisenregimes zu durchbrechen, war für uns schon vor
dem Gipfel keine Frage. Dass es möglich ist, haben die G20-Proteste
praktisch bewiesen. Klar ist nun zwar auch: Die Zeiten werden härter,
die Polarisierung nimmt zu. Aber als Gesellschaftskritiker*Innen wissen
wir ja: The only way out is – through."



https://umsganze.org/gruss-aus-der-zukunft/

ein toller text - danke dafür

... überhaupt lese ich die letzten tage SOVIEL TOLLE TEXTE wie schon lange nicht mehr ... und die luft wird klar (das miefige gepupse im mainstream riecht nach unfreiwilliger selbstvernichtig:-)))

„Die Tatsache ein Underdog zu sein, ändert Menschen in einer Art, die oft nicht wertgeschätzt wird: Es öffnet Türen, schafft Möglichkeiten, lehrt, klärt auf und macht Dinge möglich, die von allen anderen als unmöglich abgestempelt wurden.“
– Malcolm Gladwell, Autor David vs. Goliath

http://gruppe42.com/2017/07/11/david-vs-goliath-1-g20-kapitaler-fehlschl...

https://www.youtube.com/watch?v=Pkicbh8UgUo

" Der Sohn einer Putzfrau und eines Landarbeiters aus Bielefeld begann zunächst eine Lehre als Schaufensterdekorateur in einem Schuhgeschäft, wurde aber bald wegen »Unfähigkeit, Streitsucht und Musizierens während der Arbeitszeit« vor die Tür gesetzt.

http://www.melodieundrhythmus.com/mr-3-2017/hannes-wader-75/

https://www.youtube.com/watch?v=2YkNKh6XqhE