30 Sep 2017

"Wir sind der Staat" von Daniela Dahn

Submitted by fahrwax

Das Buch „Wir sind der Staat! – Warum Volk sein nicht genügt“ ist die brillanteste Demokratie-Analyse der letzten Jahre. Die Autorin Daniela Dahn versteht es meisterlich, die schwer angeschlagene Repräsentative Demokratie als das zu entlarven, was sie in Wahrheit ist. Eine Täuschung.

Getäuscht wird die Bevölkerung. Dass es dabei um politische Macht und wirtschaftlichen Einfluss einer sich selbst als Elite definierenden Gruppe geht, ist eine Binsenwahrheit, doch gelingt es Dahn in ihrem Buch aufzuzeigen, wie dies geschieht, mit welchen Tricks gearbeitet wird. Ihr Buch leistet daher nicht nur das, was man Demaskierung nennen muss, sondern versteht sich auch als Aufforderung. Aufforderung zum Widerstand. „Occupy the Law" ist Dahns Quintessenz, denn dass sich 1 % der Gesellschaft derart schamlos an der Leistung der 99 % bedienen kann, wird von selbstgestrickten Gesetzen „legalisiert“. Das Recht in diesem Fall nicht von "gerecht" kommt, lässt sich nicht länger leugnen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer massiver auseinander. Dank verrechtlichter Privilegien sorgt die Repräsentative Demokratie dafür, dass die Reichen immer reicher werden. Das von den Vermögenden installiere Betriebssystem ist bis ins Mark unfair. Daniela Dahn spielt, wenn es um Herrschaftskritik geht, in einer Liga mit Noam Chomsky oder Stéphane Hessel. Auch Sie fordert die Bevölkerungen dazu auf, sich gegen die herrschenden verrechtlichten Privilegien aufzulehnen, bewusst Gesetze zu überschreiten, den zivilen Ungehorsam zu leben, wenn es darum geht, die Repräsentative Demokratie, eine Bevormundung, die heute vor allem durch sogenannte Finanzdienstleister ausgeübt wird, zu überwinden und durch echte Demokratie zu ersetzen. Im Gespräch mit KenFM macht Daniela Dahn konkrete Vorschläge, wie die Überwindung des aktuellen Herrschaftssystems gelingen kann. Natürlich geht es zu Anfang des Gesprächs auch um die Bundestagswahl 2017. Wer hat hier eigentlich versagt und wer wurde abgewatscht? Wie kann es sein, dass in einem Land, das den größten Niedriglohnsektor Europas errichtet hat, eine Zone der Ausbeutung, die betroffenen Massen sich eher der AfD und FDP zuwenden, anstatt ihre Stimme den Linken zu geben? Wie ist dieser Vertrauensverlust zu erklären? Daniela Dahn nimmt kein Blatt vor den Mund. Inhaltsübersicht:

00:01:02 Bundestagswahl 2017: Wie erklärt sich der Erfolg der AfD?

00:04:55 Über das Feedback zum Buch und praktiziertes Unrecht des Staates: Der Jugoslawien-Krieg als Schlüsselerlebnis

00:14:02 Wer ist der Souverän? Und wie verhält es sich mit der Gewaltenteilung in der Demokratie?

00:19:39 Der Staat als Herrschaftsinstrument

00:27:31 Demokratie oder Mogelpackung? Wie das Römische Recht bis heute unser (juristisches) Denken prägt

00:31:25 Umgang mit der Krise: Merkel und die Banken - Merkel und die Flüchtlinge

00:43:14 Logik des Privateigentums: Wie sich Staatseigentum damals und heute definiert

00:49:12 Gemeinwohl-Ökonomie als Gegenentwurf

00:53:09 „Occupy the Law“: Die Eroberung der Gesetz-und Verfassungsgebung (Porto Alegre, Berliner Wassertisch)

00:59:19 Wie frei ist das „Freie Mandat“ und was sind die Unterschiede zum „Räte-Mandat“?

01:07:21 Selbstermächtigung: „Empört Euch!“ und „Emanzipiert Euch!“

01:16:11 Die Rolle der Medien und was sich als Wahrheit etabliert: Berichterstattung über Venezuela und die Ukraine

01:26:18 Wie können wir souverän werden? +++

Kommentare

Bild des Benutzers ebertus

und mit Interesse gelesen nun wohl das zweite Buch der Daniela Dahn, welches in mein Bücherregal findet.

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In das allgemeine Bewußtsein wäre schon schöööner als in's Bücherregal........

ich kannte daniela dahn schon, als der freitag noch sonntag hieß :-)))

und hier auch noch was, was bei euch termiten NIEMALS resonanz gefunden hat ... macht aber nix, wenn ihr 10-20-30 jahre später doch noch alles richtig im zusammenhang erkennt :-)))

denn "wer noch redet ist nicht tot"

"Wenn ich ehrlich bin, hatte ich nicht die leiseste Ahnung, was die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin bedeutet. Darum war ich monatelang überwiegend genervt von diesem Thema. Dass diese beiden Zustände sich geändert haben, ist Jürgen Kuttner zu verdanken, der der Volksbühne in verschiedensten Rollen seit vielen Jahren verbunden war."

https://wrint.de/2017/10/01/wr736-volksbuehne/#t=44:02.827

also damals - in der zeit - aus der ihr nur aus euren medien und NIX wirkliches von im "sozialismus sozialisierten" gehört habt, waren z.b. der "sonntag" und auch die volksbühne am rosa-luxemburg-platz nicht nur meine geistige heimat ... sondern viel mehr ...

im herbst 2015 -wie ich auch- auf der humanistisch motivierten seite der willkommenskultur für die vielen hunderttausende geflüchteten in d. bemerkenswert ist auch, dass sie auf die rethorischen bzw. eindimensionalen fragen des interviewers nicht eingegangen ist ("staatsversagen", d.h. merkel gegen gesetzte verstossen hat; 26 mrd. euro die flüchtlinge "kosten"....). sie hat im interview dem angeblichen gesetzesbruch der merkel im herbst 2015 widersprochen und auch widerspruch gegenüber dem einseitigen kostenaspekt der integration von geflüchteten, die ken jebsen aus dem munde von daniela dahm gerne entlockt hätte. nicht zu machen mit daniela dahm.chapeau!

1. zum "gesetzesbruch" v. merkel: "Angesichts dieser Entwicklung kann die Entscheidung der Bundesregierung nicht als „Einladung“ verstanden werden, sondern als eine humanitäre Reaktion auf eine Ausnahmesituation in letzter Sekunde. Hätte die Bundesregierung anders reagiert, wäre eine weitere Eskalation in Ungarn mit unabsehbaren Folgen äußert wahrscheinlich gewesen. Einer Vertreterin des UNHCR zufolge hat Deutschland somit eine humanitäre Katastrophe verhindert. Andere Beobachter betonen, dass die Entscheidung notwendig war, um eine Destabilisierung der Balkan-Staaten zu verhindern und Zeit für das Ausarbeiten einer europäischen Lösung zu gewinnen."http://fluechtlingsforschung.net/auf-einladung-der-kanzlerin/

zu 2. kostenaspekt der integration: Zudem haben auch die Staatsausgaben für die Versorgung Geflüchteter wie ein kleines Konjukturprogramm gewirkt: Die Beschäftigung bei Sprach- und Integrationskursen und in der Verwaltung steigt, Baufirmen profitieren, die Nachfrage nach personenbezogenen Dienstleistungen erhöht sich, und ein Teil der Geflüchteten hat sich selbstständig gemacht und selbst neue Arbeitsplätze geschaffen. kurz: Die Kosten, die durch die Versorgung Geflüchteter entstehen, werden durch ihre Effekte zu einem guten Teil wieder aufgewogen." https://oxiblog.de/solidaritaet-nur-mit-einheimischen/

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habe das Interview mit Frau Dahn nocht nicht komplett gesehen und kann daher nicht beurteilen, ob die von Dir vorgenommene Schwerpunktsetzung nebst Beurteilung der Fragen von Jebsen darin wesentlich sind.

Eines ist für mich jedoch beinahe zwangsläufig, und das gilt für nahezu alle InterviewpartnerInnen bei KenFM. Wer sich von Jebsen zu einem derartigen Buch, zu dieser Tematik und mit dem Titel interviewen läßt, ist ab sofort und soweit nicht eh auf dem Index der Guten stehend, eine persona non grata für die großen Medien. Die kleinen, bis hin zu den Klitschen der sog. Antideutschen werden dabei jede Beißhemmung fallen lassen.

Insofern verdient Daniela Dahn bereits von dieser Stelle aus jede Solidarität und einen konstruktiven Diskurs.

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Ab Minute 36:00 - könnten meine Formulierungen sein!

eigenständig war d.d. schon immer ... augstein hat sie (wohl deshalb) verjagt ... möge er alle in jebsens studio der so "gefährlichen-verpönten" meinungsfreiheit treiben und dort eine neue medien-republik mit zunehmender reichweite etablieren helfen :-)))

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... Volk allein reicht nicht, das sieht Daniela Dahn richtig und inhaltlich stimme ich weitgehend mit ihr überein. Allerdings suggeriert sie mit diesem Titel (der nebenbei bemerkt ein Spruch der Nazis ist) wir Bürger seien der Staat.

  • Diese Sicht folgt dem absoluten Herrscher, der sagte: «Ich bin der Staat.»
  • Der preußische Friedrich sagte: «Ich bin der erste Diener des Staates.»

Was nun?

Beim Übergang des Staates vom Feudalismus zur Republik, das war in D 1918, wurde ganz offensichtlich nicht sauber getrennt zwischen dem Staat mit seinen Gebieten, Verwaltungsinstitutionen und den Bürgern. Die Bürger waren nicht mehr Unterthanen der Fürsten, sondern klassenlose, freie Bürger. Diese Diskrepanz sauber zu trennen haben die staatstragenden Parteien und ihre Werbeträger in den Medien und in der Schule bisher (aus hinterfotzigem Eigennutz) wohlweislich unterlassen.

Tatsächlich sind wir eine Gesellschaft.

Was ist eine Gesellschaft?

Eine (menschliche) Gesellschaft ist eine Gruppe von Menschen, die politisch, soziologisch, rechtlich, familiär, ethnologisch, wirtschaftlich irgendwie zusammenhängen. Dieser Zusammenhang hat den Zweck, das gemeinsame Leben zu managen und den gemeinsamen Besitz und das gemeinsame Eigentum zu verwalten. Die Organisationsformen einer Gesellschaft sind vielfältig und reichen von der Familie, über die GbR, KG, OHG, GmbH, Aktiengesellschaft, den Verein, die Genossenschaft, die Kommune, das Land, den Freistaat, den Stadtstaat bis zur Bundesrepublik Deutschland und den Zweckverband Europäische Union. Der Einzelne ist in allen diesen Gesellschaften ein Mitglied und darum ein Besitzer oder Eigentümer – aber doch nicht die Gesellschaft selbst.

Wer darum behauptet, der Einzelne sei die Gesellschaft selbst, ignoriert die Individualität des Einzelnen – und damit auch dessen individuelle Meinung. Insbesondere Anarchisten wird diese Behauptung sehr sauer aufstoßen. Damit wird dem Einzelnen Gewalt angetan, er wird von «der Gesellschaft» vereinnahmt. Tatsächlich aber nicht von einer anonymen Gesellschaft, sondern von den  «Führern,» die der Gesellschaft ihren Stempel aufdrücken wollen.

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Bin weder Bürger noch Staat - halte nichts von diesem Schweinkram - aber wo fabuliert sie von >>Führern<<?

Finde sie spricht von Selbstermächtigung, holt Mensch aber in seinen anerzogenen Begrifflichkeiten (eben dort wo er sich befindet) ab.

Wohin es geht beantwortet sie absichtlich nicht - wie sollte sie es auch können, bei Abwesenheit von Führer Volk und Vaterland?

Gleichgesinnte Atome gesellen sich gaaanz freiwillig - statt sich hierarchisch ein- und zuordnen zu lassen - daraus entwickelt sich Ordnung, was sonst?

Bild des Benutzers Heinz

Selbstverständlich fabuliert Daniela Dahn nicht von Führern, weil sie davon die Schnauze genau so voll hat, wie wir. Inhaltlich habe ich ja auch nix bemängelt, lediglich ihr Titel aus irgend einer unergründlichen Tiefenschicht ihres Unterbewußtseins zeigte mir, daß sie das Konstrukt einer freien Gesellschaft nicht verstanden hat. In irgend einer sozialen Bindung lebt jeder Mensch, also in einer Gesellschaft, die organisiert sein will. Diese gesellschaftliche Organisaion reicht von der Familie bis zur Verwaltung einer Kommune, einer Tankstelle oder eines Staates – nix anderes hatte ich hier beschrieben.

PS: Der Hinweis auf die Führer war die, meine Meinung nach notwendige, Warnung vor den diversen Parteivorsitzend*Innen

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Denke, dass du da bei der Frau Dahn 'offene Türen' einrennst - die hat das Elend dieser Figuren aus wechselnden Perspektiven erlebt und verarbeitet. Feine Frau......, offen für effizientere Organistionsformen als 'Staat'.

Bild des Benutzers ebertus

das Jebsen-Interview mit Daniela Dahn komplett geschaut.

Kann den oben von Jose geschilderten Eindruck so nicht bestätigen. Die Thematik der Flüchtlinge, der Neuen Rechten etc. nimmt lediglich einen geringen Teil in Anspruch und ich fand es klug von Jebsen, bei der von Frau Dahn zum Ausdruck gebrachten Selbstverständlichkeit:

"dass man in menschlichen Notsituationen helfen muß"

nicht nachgehakt zu haben, stattdessen einfach abzuwarten was jenseits eben dieser Standardfigur da noch kommt. Und Daniela Dahn ist zu klug, als nicht zu merken, dass ihr pflegeleichter Spruch eben alles oder auch nichts sagt. Dass wir uns mittlerweile abgeschottet haben, das war die erste, richtige und wohl offensichtliche Erkenntnis der Frau Dahn.

Die entsprechenden Deals mit lupenreinen Despoten und (was zumindest Italien betrifft) wohl auch Warlords gehören meiner Auffassung nach ebenso dazu, wie die bis zu sechs Meter hohen Natodrahtverhaue rund ums Mittelmeer und das Abschieben hier Schutz suchender Menschen in die doch so blühenden Landschaften in Afghanistan.

Dann weiter im Text, Originalton Daniela Dahn:

"Systemimmanent" ist das, was in/an diesen Ländern exekutiert wird; "neokolonial"!

Soviel zu den Fluchtursachen, für die keine Neue Rechte, keine AfD und keine Pegida verantwortlich ist!

Weiten Raum bei dem Interview nahm stattdessen die Frage des privaten, individuellen Eigentums ein, welches in der ehemaligen DDR vielleicht keiner optimalen Konstruktion folgte, sich dennoch fundamental von dem unterschied, was die BRD dann via Treuhand etc. auch im Osten des Landes exekutierte;

und damit, nach den ersten und mittlerweile erkennbar vergeblichen Hoffnungen auf die Linke dann das Fundament legte für AfD, Pegida & Co.

keine AfD und keine Pegida verantwortlich ist!" so weit, so richtig. aber heißt ja nun nicht, dass diese gruppierungen humane alternativen zu der grund- u. menschenrechtswidrigen flüchtlingsabschottungspolitik der "flüchtlingskanzlerin" anbieten würden. im gegenteil:

"Die AfD will die 1949 geschaffene individuelle Schutz- und Asylgarantie abschaffen. Nicht nur möchte sie den „massenhaften Missbrauch des Asylgrundrechts“ durch eine Grundgesetzänderung beenden, sie möchte auch die „veraltete Genfer Flüchtlingskonvention und supra- und internationale Abkommen“ neu verhandeln. Das Prinzip der Nicht-Zurückweisung lehnt sie ab und will Geflüchtete unmittelbar in ihre Herkunftsländer oder in Aufnahmezentren nach australischem Vorbild zurückführen."

mehr kann man hier nachlesen- und beste leküre zur flüchtlingspolitik der parteien im vergleich: http://fluechtlingsforschung.net/fluchtlingspolitik-in-wahlprogrammen-zu...

ich durchschaue (glaube ich) schon das ablenkungsmanöver der "leitmedien" und des herrschenden parteienkartells, wenn sie auf die bösen "nazis" eindreschen, um ihre neokoloniale und neoliberale politik still und leise machtvoll durchzusetzen. eine systemalternative zur kapitalistischen demokratie ist zwar mit dem herrschenden parteikartell (möglicherweise mit ausnahme der linkspartei) nicht zu bewerkstelligen, aber erst recht nicht mit den neuen rechten u. der afd.

kurz (was ich an anderer stelle bereits schrieb): der politische kampf richtet sich nicht gegen die flüchtlinge. die politischen gegner sind für mich die kapitalistischen ausbeuter, kriegstreiber sowie anderen gruppenbezogenen menschenfeinde (siehe mein hinweis zu der gruppenbezogenen menschenfeindlichkeit in gestalt des etabliertenvorrechts).

Bild des Benutzers Heinz

Selbstverständlich waren die Flüchtlingstrecks durch Europa eine Notsituation. Genau so selbstverständlich haben viele Menschen, insbesondere NGOs den Flüchtlingen geholfen. Die Ersthilfe in dieser Notsituation war in letzter Minute von Mamma Dilemma erkannt und unterstützt worden.

Was Mamma Dilemma dann aus dieser Krise gemacht hat, einen Deal mit dem Schurkenstaatsmann Erdogan, war schlicht und einfach zynisch.

Über Notsituationen brauchen wir nicht zu streiten. Ich habe noch die Situation bei der Sturmflut 1962 in Erinnerung. Ohne das eigenmächtige Handeln von Helmut Schmidt wären viele Menschen in Hamburg einfach abgesoffen.

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Daher fand ich es klug von Jebsen, nicht auf diesen Gemeinplatz einzusteigen,

stattdessen und durch kunstvolles Schweigen Daniela Dahn zum Weiterreden, zum Konkretisieren auffordern.

Insgesamt, mein ganz persönlicher Eindruck und jenseits der durchaus manchmal berechtigten Kritik an Jebsens dominanter Gesprächsführung: Daniela Dahn konnte sich und ihre Positionen in diesem Rahmen mehr als ausführlich darstellen. Zu früheren Zeiten würde sie nun wahrscheinlich in den Qualitätsmedien herumgereicht. Heute dagegen, bei der erkennbar formierten, systemfrommen Propagandaschau dürften ihr nur die Nischen, die Alternativen bleiben.

Meine Unterstützung hat sie! Gleich morgen im Buchladen meines Vertrauens.

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Kann ich mir so nicht vorstellen -gerade das zeichnet sie aus.

Ihr geht es, deutlich eher, um Aus- und Fortführung ihrer Gedankengänge - das ist Qualität an und für sich......, mentale Unterstützung pur.

Sie hökert nicht, wollte ich damit sagen.......

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Jede(r) so, wie es möglich und genehm ist.

Das geht schon los beim kleinen Buchhändler um die Ecke, bei dem wir neue Bücher (deren Zahl sich in Grenzen hält) in der Regel kaufen. Was gebrauchte, gar antiquarische Bücher angeht -eher die Domäne meine Frau- die beziehen wir meist über die Datenkrake Amazon; wird Derartiges dort lediglich vermittelt. Nur kenne ich keinen anderen Online-Händler, der dieses Sortiment in Breite und Tiefe bietet.

Und die Autorin selbst, wiederhole mich, wird nach diesem Buch, nach diesem Interview unser aller Solidarität möglicherweise brauchen; weniger monetär denn mental oder in der ganz praktischen Teilnahme bei Lesungen und anderen Events.

Bild des Benutzers fahrwax

....stehen in deutlichem Widerspruch zu den üblichen "Angeboten die Mensch nicht ablehnen kann".

Horizontale Solidarität eben........

Dazu ein  berauschend "eindeutiges", musikalisches Angebot das keineswegs nur als Liebeslied zu verstehen ist:

kannste ja mal versuchen, ob es deinen bedürfnissen reicht und sozial verträglicher ist es auf jeden fall

https://www.zvab.com/

kann eben nicht (NUR!!) durch gemeinsamen stammbaum und sprache "begündet" werden.

in der ddr wurde das private eigentum (besonders an produktionsmitteln, aber auch an sozialen basis-versorgungen RELATIV unnötig gemacht, da ersteres "allen gehörte" und das zweite meist kostenlos bzw. stark subventioniert war: gesundheit, bildung, öffentl. nahverkehr, kultur, grundnahrungsmittel, wohnraum, urlaubsreisen >>> im prinzip ALLES!!! was man zu "guten leben brauchte" ) als elitärer luxus angesehen - und für menschen wie mich als angenehm unkompliziert empfunden (vor allem die zum erhalt notwendige wahsinns-bürokratie und korruptionsverführung) ... NATÜRLICH MUSS man dies nicht so einfach und pauschal sehen ...

echt scheiße war die vordergründige + meist floskelhafte ideologisierung, die große teile der bevölkerung in die lustlosigkeit trieben, da ihnen der allen-gemeinsam-gehörende nicht-materielle REICHTUM OHNE ÜBERFLUSS UND AUSBEUTUNG ANDERER genau durch dieses gelaber das individuelle engagemant - was besonders gebraucht wird - ausgetrieben hat = blabla (ohne jede konkrete leistung) von sozialismusbekenntnissen wurde gesellschaftlich honoriert + und unendlich viele kreative ideen/kritiken/vorschläge (ohne blabla) wurden ignoriert oder gar bestraft ... und verlagerten sich immer mehr in den privaten raum, um den materiellen mangel durch hobby-schneiderein und architeken/handwerker u.s.w. selbst zu "vermarkten"

ps. übrigens hat heute der medial vereinte "presseclub" nach der btw "erkannt", dass nicht alle ossis afd-nazis sind, sondern deren "führungskräfte" aus dem westen kommen - oft das GLEICHE sagen, wie die politische cdu-führung im osten >>> und ALLES neu (oder überhaupt mal richtig) analysiert werden muß, da es wohl eher "verständliches mißtrauen der ossis ist, was sie mit der treuhand und ff. ERLEBT haben" ...

ps. arrogant (wie manche meinen, dass ist das ich bin): DAS alles hätte ich denen auch schon vor jahrzehnten sagen können ...

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Darum war die Übernahme des Staatskapitalismus durch den Stammbetrieb auch keine Wende, sondern nur ein verschlimm-bessertes Marketing.

Der Glaube an die Obrigkeit blieb jedenfalls nahtlos erhalten - nur der Stechschritt der Militaristen ging verloren ......

und VERMEINTLICHE arroganz ist keine arroganz, sondern nur die verzerrte wahrnehmung von anderen bzw. deren verwechseln mit gefallsüchtigkeit und unehrlichkeit

oft gehört auch noch die pure unwissenheit dazu, die für die eigene fantasie zur instrumentalisierten an- bzw. abwertung völlig fakten- und realitätsfern eingesetzt werden kann

es gibt nicht nur den glauben an die obrigkeit, sondern auch den glauben an die eigene besserwisserei

um dich noch als halbwegs freundlich/neutral wahrnehmen zu können, hätte ich mir eine sachliche minimal-einlassung zu meinen vor-wende-lebensumfeld gewünscht - doch ich nehme nur DEINE BORNIERTHEIT wahr ... und die gönne ich dir + du darfst dir auch gern ddr-militaristen in deine fantasie einträumen - da bist du in guter gesellschaft mit deinen jungs aus der nachbarschaft und ihrer angst vor den kommunisten und russen ... und nee - die marschieren nicht mehr - die drücken nur ganz sauber auf knöpfchen ... du wankender, kulturloser zweifrontenkämpfer

https://wrint.de/2017/10/01/wr736-volksbuehne/#t=44:02.814

"Was möchtest du sein?" "Alles, was Sie hassen." (Citizen Kane)

unser fröhliches fest von arroganz und borniertheit gegen alle, die uns mies machen wollen

und NEIN! wir feiern nicht die brd + tag der zwangs-einheit

https://www.facebook.com/events/1396230423827209/

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Die Inbesitznahme unserer Häuser & Plätze betreiben wir pausenlos....., nicht nur an den Feiertagen der vorübergehenden Besatzer.

kannst du auch konkretes dazu sagen?

Bild des Benutzers fahrwax

Ich persönlich etwa seit 1975. Die Gleichgesinnten in allen Regionen der Republik schon einige Jahre länger.

Die Scherben gingen, ebenfalls 1975, auf den Hof in Fresenhagen.

Konkret genug?

gibt es da konkrete häuser und plätze?

in berlin heißen die rigaer straße, mainzer straße, friedel, rentnertreff pankow ... und jetzt gerade volksbühne und in stuttgart der park und in istanbul der gezi-park

und fresenhagen wurde vom bruder privat verkauft - wegen hornissen für die frau des käufers ...

https://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article133382547/Hau...

Bild des Benutzers fahrwax

Betreff: "wir waren im Widerstand" - war nie meine (die Flocken für datt Kärtchen hatte ich nie übrig).

Wer nun gerade welche Hornissen im Kopf gebiert hat mich noch nie wirklich interessiert - egl welche modische Farbe die Biester auch gerade hatten.....

Die Ringerei um Selbstbestimmung und Freiräume ist das bestimmende, zu lebende Thema - nicht die "Brüder" & Schwestern die gerade ihre Liegenschaften umgruppieren wollen - diese Szene habe ich ausreichend gefüttert.

Die gegen den Strom schwimmenden Fische erkennen sich klaglos - solange sich keiner die idealen Laichgründe anmaßt.

" Die Inbesitznahme unserer Häuser & Plätze betreiben wir pausenlos....., nicht nur an den Feiertagen der vorübergehenden Besatzer."

" ... nicht die "Brüder" & Schwestern die gerade ihre Liegenschaften umgruppieren wollen - diese Szene habe ich ausreichend gefüttert ..."

hmmm ... mit kolonialisierungsgedanken "gefüttert" >>> SEHR schlechter geschmack

eure häuser und plätze gehören doch alle der deutschen bank ... die sponsert dann eure sogenannte demokratie , damit ihr wirklich glauben könnt, ihr seid was besseres

grüß die liegenschaftsbesitzer von den besitzlosen:-)))

da kannst die ddr so mies reden, wie du willst und maßstäbe anlegen, wie du willst:

" Der DDR-Bürger lebte in einem Land, das Frieden hielt und dessen Politik Friedenspolitik war. Nun ist er Bürger eines deutschen Staates, der Krieg führt. Es mag Menschen geben, denen das gleichgültig ist. Es gibt aber auch Menschen, für die ist das die Frage aller Fragen."

>>> hmm: sag ich doch: kapitalismus macht dumm

"Die Zeitung Die Welt verkündete zehn Jahre nach der Wende, der durchschnittliche Intelligenzquotient ostdeutscher Kinder sei von 102 (über dem europäischen Durchschnitt) auf 95 (westdeutsches Niveau) abgefallen.

Pisa-Sieger wie Finnland hatten sich bei ihrem Schulsystem von der in der DDR entwickelten Polytechnischen Oberschule inspirieren lassen "

"Wehrmachtsdeserteure waren zu DDR-Zeiten rehabilitiert – nach 1990 wurden sie wieder Vorbestrafte. Die Verfolgung von Homosexuellen auf der Grundlage des Strafrechtsparagraphen 175 erfolgte in der DDR seit 1957 nicht mehr. 1988 wurde dort der Paragraph gestrichen. Die vergrößerte BRD brauchte dafür bis 1994."

"Ist zu erwarten, dass die deutsche Aufarbeitungsindustrie sich diesen Dingen einmal zuwendet? Man wird die Hoffnung begraben müssen. Denn das würde ihrem propagandistischen Auftrag zuwiderlaufen."

https://www.jungewelt.de/artikel/319309.the-dark-side-of-the-wende.html

Bild des Benutzers Heinz

«... nur der Stechschritt der Militaristen ging verloren ......»

Das sind Förmlichkeiten, die Zugewinne waren doch enorm. Die Luftwaffe durfte wieder ins Ausland reisen und gemeinsam mit den NATO-Kameraden Belgrad bombardieren. Bei Honecker hätten die das niemals gedurft.

Darauf einen Tusch:

Übrigens wurde die Lilli Marleen zuerst vom Soldatensender Belgrad gesendet.

der zugewinn - die amis im land mit ihren computerspielen, die nato fast weltweit und grenzenlos gestützpunktet - und auch richtig tolle luxus-sanierte häuser und straßen ... neue schlösser ... "wir" sind ewig dankbar - von allen seiten wird uns der trank des vergessen reingekippt ... doch die mehrheit ist einfach dumm und böse = die charakterliche logik aus stasi-unrechtsstaaten und begreift einfach nicht (nach dieser peniblen krümelkackerei), WIE man ganz demokratisch akten 120 jahre unter verschluß hätte bringen müssen bzw. komplett schreddern einfach nicht in der planwirtschaft mit drinne hatte

wir sind dankbar und glücklich nun wenigstens mit der afd am katzentisch der sieger und gewinner zu sitzen ... aber nicht mal DAS wird an "uns" armen brüdern und schwestern geschätzt - und dabei haben wir doch auch genau bei diesem verein die ganzen anführer als westimport erhalten ^^

dazu etwas ältere links als hintergrund

" Wieder droht die Louise-Schroeder-Medaille ins Gerede zu kommen. Am Dienstag hatte das Präsidium des Abgeordnetenhauses - gegen die Stimmen der CDU und unter Abwesenheit von FDP und Bündnis 90/Grüne - beschlossen, die Medaille in diesem Jahr an die umstrittene Autorin Daniela Dahn zu verleihen. Die CDU-Fraktion schießt nun öffentlich gegen diese Entscheidung. Parlamentspräsident Walter Momper habe die Entscheidung aus parteipolitischen Motiven in einem zweifelhaften Verfahren durchgedrückt, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Frank Henkel. "Und das zu Gunsten einer zweifelhaften Dame, die Probleme mit dem Grundgesetz hat." Daniela Dahn habe bezweifelt, dass die DDR ein Unrechtsstaat war und sie nenne die Bundesrepublik ein "finanzstalinistisches" System."

http://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-schroeder-medaille-fuer-dani...

http://www.berliner-zeitung.de/der-ostdeutschen-publizistin-daniela-dahn...

Fabian Scheidler, Daniela Dahn im Roten Salon der Volksbühne: Das Ende der Megamaschine
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, 29. Mai 2015.

https://www.youtube.com/watch?v=rrR_VaVIdCo

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wird Daniela Dahn nun zur "umstrittenen Person" geadelt.

Der systemfromme mediale Mainstream läuft sich schon mal warm und weitere Attribute bzw. Zuweisungen gegenüber der Delinquentin werden mit Sicherheit folgen. Ich tippe auf ... na ja, das Übliche ...

Bild des Benutzers Heinz

Ich mag die Bilder von Emil Nolde. Seine Bilder waren bei den Nazis verboten und er hatte Malverbot. Trotzdem war Nolde in der NSDAP und hatte sich den Nazis regelrecht angedient. Diesen Zwiespalt in der Person siehst du in den Bildern nicht und seine Zerrissenheit hat Nolde mit ins Grab genommen. Was bleibt sind seine Bilder.

Übertrage ich das auf Daniela Dahn, dann kann sie meinetwegen an den Verhältnissen der DDR hängen bleiben. Das muß sie mit sich selbst ausmachen. Als Schriftstellerin, die politische Systeme analysiert, kann ich ihre Analyse akzeptieren (Mit der Einschränkung, daß wir Bürger nicht der Staat selbst sein können, sondern als Gesellschaft nur die Eigentümer des Gemeineigentums. Das hatte ich aber beteits weiter oben dargelegt und auch Daniele Dahn mal gemailt.)

ja, lieber heinz ...

MEIST nehme ich ja ZUERST das werk wahr ... doch es geht ja auch ANDERSRUM: z.b. es gefällt mir GAR NICHT - aber die person, die es geschaffen hat ist "ganz nett" (doch glücklicherweise mir dies kaum begegnet ... war also rein rhetorisch gemeint)

da die ddr ja ein dorf war, war es eher die regel, dass ich fast alle personen, die ein werk von "bedeutung" geschaffen hatten, auch mal persönlich getroffen hatte ... und meine sicht hat sich dann einfach ausgeweitet - d.h.: das werk hat mich berührt und beeinflußt - die person war uninteressant ... für mich davon abgespalten (so sehe ich dies auch bei emil nolde bzw. künstlern, deren biografie für mich ein widerspruch in der wahrnehmung ist ... aber immerhin auch ein spannungsfeld der gedanken streift)

meine lieblingsvariante ist: ich treffe einen (einfachen, netten) menschen und lerne ganz langsam die entfaltung seines werkes kennen und kann beides "begleiten" und mich über seine erfolge freuen ...

ps. menschen, die einfach nur die medialen "feierrunden auf roten teppichen u.ä." wahrnehmen + auch noch "wichtig oder richtungsweisend" wahrnehmen, erinnern mich an eine kulturlose schafsherde, die glaubt über kunst mitreden zu können ...

daniela dahn ist eine sehr eigenständige person UND schriftstellerin, bei der beides zusammengeht und sie glaubwürdig macht (für meine sichtweise) ... was da irgendwelche medien und politiker dazu meinen, ist mir total schnurz UND AUCH "darf" sie natürlich vieles anders sehen, als ich ... mit verbindet mich die lust zur ehrlichkeit, die sie für keinen preis verkaufen wird >>> genau weil sie ist, wie sie ist = integer

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Ist die von meiner Freundinn, ätsch - scheiß was auf's Recht vom "ersten mal" (meint eh nur ein fürstliches Relikt der Erst-Defloration!).

Kannste bei nächster Gelegenheit auffe Ohren kriegen, damitte auch mal ne Ahnung bekommst - du Heinz du.

Bild des Benutzers fahrwax

Ist die von meiner Freundinn, ätsch - scheiß was auf's Recht vom "ersten mal" (meint eh nur ein fürstliches Relikt der privilegierten Defloration!).

Kannste bei nächster Gelegenheit auffe Ohren kriegen, damitte auch mal ne Ahnung bekommst - du Heinz du.

laß mal sehen und hören :-)))

https://www.youtube.com/watch?v=iD8eThzIGqk

"Die DDR-Bürger hatten in all den Jahrzehnten nicht allein zwei Sender mehr, es waren darüber hinaus Programme, die den Westsendern widersprachen. Prinzipiell widersprachen. Politisch, kulturell, wirtschaftlich, geistig, weltanschaulich widersprachen. Das ist eine hervorragende Situation für den Endempfänger, für den Kunden vor dem Bildschirm. Und wer dieses interessante Gerangel und Tauziehen auf den Frequenzen bewusst erlebt hat, der kann das heutige Angebot, diesen Einheitsbrei, nicht mit Vielseitigkeit verwechseln. (mkr)“."

Aus: junge welt, 2.10.2017

https://www.jungewelt.de/artikel/319309.the-dark-side-of-the-wende.html

Bild des Benutzers Heinz

Ich weiß, daß ich mich wiederhole. Um die Positionen im politischen Spektrum zu verstehen, hilft der

Politische Kompass D 2017

Da brauchen wir zur Analyse keine Ossis oder Wessis zu bemühen, sowas lenkt nur ab und soll das auch. Beim politischen Spektrum geht es auch nicht um Links/Rechts, sondern um Herrschaft oder Freiheit, um Obrigkeit und Unterthanen (Sklaven).

Die aktuelle Bewertung deutsche Politiker 2017 im politischen Kompass:

ist schlicht nichts weiter als ein weiterer Politokratenpostenkampftrupp ohne soziales Gewissen, ohne Gnade gegenüber dem Volk, einzig den persönlichen Interessen verpflichtet - die da lauten - Posten, Privilegien und möglichst eine Hausmacht.

Der Kapitalfaschismus hat sich die Regierungen der Welt längst unterworfen, die Individuen können mancherorts Demokratie spielen, an anderen Orten dürfen sie gerne sadistische Despoten geben, die Völker sind Spielfiguren, sie treiben verloren in der Suppe, die die 0,01% täglich fressen.

Bild des Benutzers Heinz

zum Gelde drängt's ...

«Der Kapitalfaschismus hat sich die Regierungen der Welt längst unterworfen, ...»

Das klingt nach Gewalt und Krieg oder Revolution, ist aber sehr viel banaler.

«Wer anschafft, bestimmt,» wer das Geld hat, kauft sich die Politiker, die er braucht, um noch mehr Geld zu scheffeln. Den (schäbigen) Rest besorgt die Zinsfunktion, die von uns allen als «richtig geglaubt» wird. Jeder Sparer will für seine kleinen Spargroschen einen Zins haben ... jeder Vorarbeiter will etwas mehr Lohn, als seine Arbeiter ... jeder Reiche will einen Zins für sein (zusammen gerafftes) Kapital ... jeder Konzernvorstand will etwas mehr, als seine Untermanager.

Das Dilemma liegt also einerseits am Zins und andererseits an der Hierarchie. Nun drösel das mal auf und schlage eine Lösung des Problems vor. Laß aber bitte die Parteien außen vor, die leben von staatlichen Zuwendungen und von Parteispenden:

Fördern und Fordern, erst die Spende und dann wird geliefert.

Zur Information empfehle ich auch den Artikel von fahrwax:

"Wir sind der Staat" von Daniela Dahn

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....solltest du nicht mit Links verwechseln - auch weichgespülte, reformistische Stalinisten träumen nur von der Überlegenheit der Macht. Aufstiegsgeile, wortgewaltige Mitesser kannste pur in der Pfeife rauchen.

Links lässt sich nicht organisieren, Links organisiert sich gleichberechtigt selbst - der angehoben quatschende, schmutzige Rest bleibt parasitäres Pack.

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- devil >  Bild des Benutzers fahrwax 

«Links lässt sich nicht organisieren, Links organisiert sich gleichberechtigt selbst ...»

Lassen wir den Quatsch mit den real existierenden Parteiensumpf mal beiseite, dann frage ich dich:

«Was zum Henker meinst du damit?»

Links bedeutet sozial, also Gesellschaftlich: «Welche Gesellschaft meinst du?»

Wenn sich jemand organisiert, muß das jemand tun: «Wer organisiert deine Gesellschaft?,» z.B. müssen Schrottautos verwertet werden, davon versteht ein Bäcker aber nix, usw.

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Alle Handlungs-Beteiligten bestimmen ihre Gemeinsamkeiten mit gleicher Berechtigung - so schwierig ist das nicht - ohne aufgepropften, bevorrechtigten Bäcker!!!

Kompetenzen erweisen sich, sind beleg- und überprüfbar - übergeordnete Bestimmer-Bäcker nicht.

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Ich unterscheide zwischen Kompetenz und Zuständigkeit. Die Ärsche, die du meinst sind Parteiärsche und Politikerärsche, also via Rechtsverordnung für zuständig erklärte Sesselpupser, in der Regel für sich selbst als zuständig erklärte Dumpfbacken, die Bänker retten und von Banken keine Ahnung haben.

Jetzt wende ich deine Handlungsanweisung einmal auf die Bahn AG oder die Lufthansa an, da kommen die aus dem Palaver ja nicht mehr raus, und solange fährt kein Zug und geht kein Flug ab :-(

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Für das Klima und das Durchlüften von Hamsterköpfen mit fest verbautem schneller-höher-weiter Syndrom.

Die "für den Sieg rollenden Räder" sind die Glaubensformel der menschenfressenden Renditegeilheit Zinswirtschaft - mit der Abdeckung vertretbarer Bedürfnisse hat dieser Terror nichts am Hut.

Weniger ist deutlich mehr - ganz egal wo und wie peilungslose Hamster ihr Laufrad für das Himmelreich halten.

Palver Kommunikation ist ein positiver Wert gegen die grassierende Bewußtlosigkeit in atemberaubend schwindeligen Hamsterpopulationen.

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Da haben wir in Dilemma mit unseren Treffen.

Ich war einmal an einem Treffen wegen eines Streiks bei der Bahn gehindert. Eigentlich war das schön organisiert, aber dann hatten die Bahner kurzfristig doch gestreikt, also nach deiner Priorität mit dem Management der Bahn kommuniziert.

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Unsere Vergnügungssüchte Anliegen hinter die damaligen der Bahner zu gruppieren war uns aber (unter Klagen) gelungen.......

Wenn die werktätigen Massen schon einmal ihren "Starken Arm" trainieren, pressiert es immer wieder gern.

Mt einem 'klein wenig' Bewußtsein das Wichtigste zuerst - ohne Animositäten und offenen Augen über den eigenen Tellerrand schauen!

Eine unserer leichtesten Übungen.

schlimm genug, wenn es soziale politik in der regierung gar nicht gibt und nur durch widerstand in opposition möglich ist. doch wenn auch die keine lust mehr dazu hat, weil sie auch regieren will (im kapitalismus sozial regieren - hahahah) ... dann kommt die ALTERNATIVE ... die man sich genau und differenziert anschauen muss .. ob sie auch noch regieren will und die "alternative" nur eine falle ist ...

"Beachtenswert ist, was Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach der Bundestagswahl stolz verkündete: „Wir haben Rot-Rot-Grün verhindert.“ Das ist auch dank der AfD gelungen. Es gibt Beobachter, die meinen, dass diese Partei deshalb ins Leben gerufen wurde. Lange Zeit galt eine mögliche Ablösung der zwölfjährigen CDU-Dominanz durch eine Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen als gar nicht so realitätsfern. Doch dann tauchte die „Alternative für Deutschland“ auf. Der gelang es, selbst das Wort „Alternative“ so negativ zu besetzen, dass jeder, der diesen einst linken Begriff benutzte, verdächtigt wurde, „rechtspopulistisch“ daher zu reden.

Beide linke Parteien haben schon lange das Feld des Protestes und des Widerstandes gegen eine unsoziale Politik verlassen und anderen überlassen. Der französische Soziologe Didier Eribon hat Ähnliches in Frankreich in seinem Buch „Rückkehr nach Reims“ beschrieben. Die Sozialdemokraten taten das noch stärker als die Linkspartei, aber beide mit dem ständigen Reden davon, dass „Verantwortung übernehmen“ durch Mitregieren wichtiger ist als das Artikulieren sozialer Proteste in der Opposition. "

https://de.sputniknews.com/kommentare/20170926317607430-das-erfolgreiche...

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Die AfD lebt  vom Rückzug der institutionellen Linken aus "linker" Verantwortung.

Schon ein paar Jahre nach dem westdeutschen Blitzsieg war jeder froh, wenn die Ostdeutschen die Klappe hielten und richtig wählten. Wobei man ihnen für eine Zeit sogar zugestand, links zu wählen, denn das, so die Hoffnung, würde sich auswachsen, wenn die alten Kader erst einmal nicht mehr sind.

Aber Armut darf es in diesem reichen Land nicht geben, weswegen wir lieber nicht über die Armut sprechen und was man dagegen tun kann, sondern wir lamentieren lieber über die vermeintlich größte Sorge der Armen, die Flüchtlinge nämlich. Und damit kopieren die "Parteien der Mitte" exakt die AfD

Und genau deswegen darf man in Deutschland über alles reden, aber nicht darüber, dass es ein Leichtes wäre, die Armut zu beseitigen. Hartz IV kann man morgen verdoppeln oder verdreifachen, ohne dass es irgendjemand irgendetwas konkret kosten würde.

Aber nein, das wäre zu teuer, das würde unsere wirtschaftspolitischen Vorurteile kosten und die sind das Kostbarste, was wir besitzen.

Ein Ärgernis, dass die ostdeutschen Neubürger auf einmal so viel politisches Eigenleben (AfD!) entwickeln. Man dachte sich die könne man locker mit Glasperlen (West-Jeans und Bananen) bei Laune halten, dass sie bei Thyssen & Co günstig die Arbeit machen. "

https://www.heise.de/tp/features/Deutschland-im-Herbst-3849151.html?seite=2

Die oberen Zehntausend waren extrem unzufrieden damit dass Putzfrauen auf Mallorca Urlaub mache konnten und Arbeiter Mercedes fuhren.
Da machte es gar keinen Sinn mehr "reich" zu sein, wenn die "Armen" soviel Spaß haben
und es hatte nicht lange gedauert und Lambsdorff erhörte sie und führte sie in die Jetztzeit, in der sich sich Gier wieder lohnt. (spiegelartikel ende der 70er jahre)

bp Steinmeier rede am 3.10.: berichtete von menschen, die auf dem G 20 Gipfel die plötzlich zu Plünderern mutierten - aber sonst ist alles schön ohne diese linken kriminellen chaoten

Bild des Benutzers Heinz

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Deine «Partei der Mitte» hieß früher einmal Zentrum und hat bis 1998 die Richtlinien der Politik bestimmt, z.B:

Ostdeutschland mit der Treuhand platt machen.
Verkaufsfläche schaffen.
Mit den ABM und SAM nachhaltige Arbeitsplätze verhindern.
Mit den ABM erheblichen Pfusch ermöglichen.
Einführung des Euroraumes (ab 1999) und wohl wissend, das dies Pfusch ist.

Ab 1998 war dann die Schröder-Bande (Steinmeier war daran wesentlich beteiligt) für die politischen Richtungen verantwortlich:

Krieg gegen Serbien.
Subvention der Versicherungen mit der Riester-Rente.
Umsetzung der Bertelsmann-Studie zu Hartz4.

Allen Regierungen der letzten Jahrzehnte war gemeinsam, daß sie die IT nicht wesentlich förderten, sondern dies den Unternehmen zur Beute überlassen hatte.
 

Bild des Benutzers Heinz

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«Ein Ärgernis, dass die ostdeutschen Neubürger auf einmal so viel politisches Eigenleben (AfD!) entwickeln.»

Wer behauptet denn, die AfD sei ein ostdeutsches Phänomen? Wohl hat die AfD in Ostdeutschland überproportional abgeschnitten, Mehrheiten hat sie in Ostdeutschland aber nicht geholt. Das ist auch gar nicht möglich, bei einem Einwohnerverhältnis von 20 zu 80 gegenüber Westdeutschland.

Hier die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 AfD Gesamt BRD
Baden-Württemberg 730.265
Bayern 916.164
Berlin 224.957
Brandenburg 301.082
Bremen 33.320
Hamburg 76.377
Hessen 398.684
Mecklenburg-Vorpommern 172.415
Niedersachsen 422.275
Nordrhein-Westfalen 928.323
Rheinland-Pfalz 265.711
Saarland 58.912
Sachsen 669.895
Sachsen-Anhalt 244.431
Schleswig-Holstein 140.238
Thüringen 294.045

__________________________________
Wessi 3.970.269
Ossi 1.906.825

Die Gründe für diese Wahlergebnisse liegen in der Politik der letzten 35 Jahre, speziell in der Zeit seit 1990.

PS: Der ganze Artikel von Flassbeck in Makroskop: Deutschland im Herbst

"weichgespülte, reformistische Stalinisten" >>> wen meinst du denn damit?/woher kennst du die?

"der angehoben quatschende, schmutzige Rest bleibt parasitäres Pack." >>> genau deshalb wollte ich ja KONKRET (!!!) wissen, WAS du WO machst (außer quatschen und privatkram) und warum sind menschen, die einfach (nur) quatschen (und schlafen und privates machen) "schmutziger rest und parasitäres pack" ... du redest ja schlimmer als westerwelle und scholz/beck zusammen ... oder bist du bei denen jetzt im club?

"Im Ordner für den 2. Juli wurden 73 von 88 Seiten entfernt. Im Ordner für den 6. Juli waren es 60 von 87 Seiten, hier wurden außerdem knapp 16 Seiten aus den 'Abschlussmeldungen' geschwärzt, darunter auch die zweieinhalb Seiten zur Demonstration 'Welcome to Hell'", schreibt sie in einer Pressemitteilung. Die Polizeiführung verwehre die Einsicht und mache so den Sonderausschuss lächerlich."

https://www.heise.de/tp/features/G20-Nachbereitung-Pleiten-Pech-und-Pann...

... oder der dank der verzweifelten an die afd?

... oder wer nicht hören will, muß fühlen?

>>> die offizielle geschichte lautete: befreiung/freiheit/blühende landschaften ...
>>> die realität dazu: kein interesse an den menschen

"Das Alltagsleben sollte nie mehr so erinnert werden, wie es sich in der DDR abgespielt hatte. Stattdessen wurden die Erzählungen einer relativ kleinen Gruppe, der Oppositionellen, in den Mittelpunkt gestellt.
„Die Schärfe der ostdeutschen Depression ist ohne Beispiel in der neueren Wirtschaftsgeschichte.“ Das Beschönigungsverhalten von Politik und Medien versucht bis heute, diese Erfahrungen zu tabuisieren, und hält sich an eine durch Westsicht geprägte Geschichte der DDR. Darauf reagieren die Ostdeutschen zusehends allergisch.

Die Geburtenrate sank in den 1990er Jahren auf ein Drittel der Vorwendezeit. Ein Rückgang wie zuletzt im Dreißigjährigen Krieg.

Eine vor wenigen Woche vorgestellte Studie, die drei westdeutsche Soziologen der Universität Jena verantworten, fragte, warum man unter den Eliten in Ostdeutschland nur zwei Prozent Ostdeutsche finde. Die Antwort: Weil diese „kollektivistisch“ sozialisiert seien, taugten sie kaum für die Übernahme von Führungsverantwortung.

Jeder Ostdeutsche kann von solch stigmatisierender Evaluierung berichten. Sie begann mit dem Einigungsvertrag. So wurden die Ostdeutschen nicht nur enteignet, sondern auch entrechtet, indem Berufs- und Studienabschlüsse, Renten- und Pensionsrechte nicht anerkannt wurden. Eine Kränkung, die sich irgendwann als Wut entladen musste. Wie jetzt am Wahltag. Dessen Ergebnisse im Osten spiegeln das Bedürfnis nach Revanche für eine Einheit, die keine ist "

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/vergessene-lebenswege

aber als ich es damals gelesen habe, fand bzw. finde ich diesen absatz über gemeinsame ausgrenzungs- und nichtzugehörigkeitsbetroffenheit von ostdeutschen und deutschtürken treffend beschrieben:

"Ostdeutsche und Türken sind wie die armen, hässlichen Brüder der schönen, reichen westdeutschen Schwester. Sie gelten beide als schwierig, ein wenig rückständig, undankbar. Beiden wird gern gesagt, sie sollten dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind, hinter eine Mauer, in die Walachei. Wenn ein Türke seine Frau schlägt, sind gleich alle Türken frauenfeindlich, kriminell."
http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-was-ostdeutsche...

ach, ja sehr gern ... nur wird dies keine gemeinsame lösung geben können, das liegt ja in der (philosophischen) sache selbst, die tatsachen der naturgesetze ausschließt und in soziologie und psycholgie ihre kleinen, weil in den kinderschuhen laufenden, geschwister überhaupt nicht ernst nimmt ... ja sogar ihr aufrechtes laufen lernen gern verhindert und mißachtet ... das wird jedoch zunehmend zu einem gesellschaftlichen problem werden (ist es ja schon) >>> versuchte gesinnungskontrolle und purer ideologischer populismus, der auf GEFÜHLE einwirken und sie beeinflussen will und jede "unpassend" gefundene form von SELBST diffamiert ...

natürlich wurde ich nie wie ein jude im 3. reich oder wie ein türkischer gastarbeiter oder ein syrischer flüchtling behandelt >>> konnte aber SEHR GUT nachvollziehen, wie die sich möglicherweise in ihrer (historischen) situation gefühlt haben müssen. und auf meiner konkreten erlebnisebene wurde ich entmündigt und gleichzeitig für fremde interessen mißbraucht und mir gleichzeitig auch noch eingeredet, dass dies mein glück sei - das mir "angemessene schicksal" in dieser "wunderbaren" gesellschaft, die sich nie für MEINE interessen und befindlichkeiten interessiert hat - rumpalavert hat von dingen, die mich nur kränken - und für die ich auch noch dankbar sein soll

>>> es geht IMMER um die entrechteten, die unterdrückten und es ist an der zeit, dass diese sich nicht zerteilen lassen und gegeneinander formieren lassen ... es geschieht gerade gewaltiges, doch eine "revolutionäre" situation haben wir deswegen noch lange nicht, erst dann, wenn die kriegs- und armuts-hunger-flüchtlinge und die geprellten "ossis" ihren GEMEINSAMEN feind erkennen >>> das braucht noch zeit für analyse und erkenntnis - und dafür scheint mir mein "hinkender vergleich" tauglich ...

oder was schlägst DU vor???

der intendant des friedrichstadt-palastet hat in einem offenen brief verkündet, dass er keine besucher der afd in seinem hause mehr sehen möchte ...

die propagandaschau spitzt es noch mehr zu - in anbetracht der tatsache, dass frauke petry und marcus pretzell aus der afd ausgetreten sind ...

" Die Methoden der Hetze gegen die AFD und die von Verlogenheit und Doppelmoral nur so triefende Skan­da­li­sierung von Äußerungen einzelner AFD-Politiker haben wir hier in der Vergangenheit immer wieder dokumentiert und analysiert. Der mediale Propagandaknüppel verdichtet sich regelmäßig in der pauschalen Diffamierung der „Ostdeutschen“ als „Rassisten“ und „sexuell frustrierte Minderleister“, die mit dem Leben im ach so freien Westen irgendwie nicht klar kämen.

Wenn sich „Links“ und „Rechts“ heute wieder auf den Straßen die Köpfe einschlagen, angefeuert von staatlich finanzierten Hofnarren die das auch noch lustig finden, dann muss man schon historisch vollkommen blind oder ignorant sein, um keine Parallelen zum Ende der Weimarer Republik ziehen zu können. Der böse Witz, der die Geschichte zur Farce macht, ist der, dass sich die falschen „Demokraten“, selbsternannten „Antifaschisten“ und als Agitatoren fungierende „Journalisten“ längst als Feinde der Meinungsfreiheit geoutet und damit ihre eigene totalitäre Weltanschauung preisgegeben haben."

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/10/03/zum-tag-der-deutschen-e...

PS: jetzt mal echt: wollen die ör-medien, dass die afd immer mehr zulauf erhält? nicht als wirkliche alternative - das wissen deren nichtrassistischen wähler selbst!!! - aber die stille inkaufnahme des rassismus-vorwurfes als einzige "alternative" in diesem "demokratischen irrenhaus" sehen , welche zumindest mal klartext verspricht . alles höchst raffiniert, pervers und verwirrend ...

" Ich bin noch nie ein Freund der AFD gewesen, weil sie mich inhaltlich noch nie angesprochen haben.
Die Medien haben die AFD erst zu einem Sammelbecken von sogenannten Rechten gemacht. Mann hat einem Bernd Lucke immer unterstellt, dass er ein Neonazi ist und damit die Aufmerksamkeit für diese Partei bei den tatsächlichen Neonazis erzeugt. Durch die Fokussierung der Medien auf rechte Äußerungen von einzelnen einfachen Parteimitgliedern und deren massenhafte Verbreitung, obwohl solche Spinner in jeder Partei zu finden sein werden, führte dann zu dem subjektiven Gefühl, dass tatsächlich diese Partei zu viele von diesen Kandidaten in ihren Reihen hat und dass führte zu zusätzlichen, von den Medien gewünschten, Beitritten von exNPD usw. Sympathisanten , die dann wieder hervorgehoben wurden usw. Das ist ein von den Medien forcierter und gewollter Teufelskreis, der dazu führte, dass Lucke und Freunde in ihrer politischen Naivität den Austritt vollzogen haben und damit diesen Teufelskreis erneut angeheizt haben. Die selben Parolen von ungewünschten AFD Mitgliedern kann ich in der CSU auch hören, nur wird das von den Medien klein gehalten.
Im Bewusstsein des funktionieren dieser sich selbst erfüllenden Prophezeiung, hatten unsere Medien das auch schon mit der Piraten Partei angefangen (Pirat vergleicht Erfolg seiner Partei mit dem der NSDAP https://www.welt.de/politik/deutschland/article106212633/Pirat-vergleich...). Das war war die selbe haltlos Kampagne und der Versuch sie als Neonazis zu diskreditieren.
Das ist die neue Masche, jede neue Partei im Aufwind sind Neonazis, weil es offensichtlich, am Beispiel der Grünen, zu lange gedauert hat, sehr aufwendig war, eine neue Bewegung am Herrschaftssystem anzupassen.
Dabei war es gerade die CDU nach dem Krieg, die etlichen Nazis eine neue Heimat bot.Ein Nazihenker wurde sogar Ministerpräsident. " (kommentare in der ps - siehe oben)

1985 sah es noch so aus:

" Meldungen über "braune Schafe" ("Frankfurter Rundschau") in ihren Reihen treffen die Öko-Partei zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt - zwei Monate vor der Berliner Wahl und wenige Tage nachdem israelische Parlamentarier, ähnlich wie Unionschristen, westdeutsche Grüne mit Faschisten verglichen haben. "

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510856.html

wie es heute aussieht, wissen wir alle; alles faschisten, was nicht paßt und alles demokraten, was paßt

= das etikett reicht völlig! substianzeller inhalt muß hinterfragt und analysiert werden und nicht über etikettendesings diskutiert werden!!!

naja, jedenfalls wird intensiv daran gearbeitet ... und was könnten wohl die konsequenzen werden, wenn dies mehrheitlich verinnerlicht und geglaubt wird? na, was bietet dafür die geschichte als varianten an?

Studie der Otto-Brenner-Stiftung : wer den Staats- und Konzernmedien mißtraut, ist kein guter Demokrat

OBS-Studie: AfD-Wähler und Ostdeutsche misstrauen Medien am stärksten
https://www.otto-brenner-stiftung.de/presse/pressearchiv/pressedetail//1...

>>> "Tja, die Gefahr sind nicht die lügenden Medien, sondern die ihnen nicht vertrauenden Bürger. So einfach ist das also – damit ist ein Besserung natürlich ausgeschlossen. Sie haben nicht vor, irgendetwas einzusehen oder gar zu ändern."

Die Zeit titelt auf der Startseite grade leicht subtil…
http://www.zeit.de/index

Artikel Nr. 3 => AfD: Werden die Ossis zu nett behandelt?

so kann man quer zum freitag über die termiten kommentieren ...

@pleifel sagt zu dem (für mich) sehr interessanten artikel:
"Der 1te Teil des Satzes sagt aus, was bereits vor der AfD im Bundestag vertreten war, nämlich braune Täter aus der NS-Zeit und ihnen nahestehende Nationalisten. Sarrazin als der Türöffner und jetzt wird öffentlich nachgeholt"

und hier auch mein angeblich hinkender vergleich (lt. jose) - diesmal aus sicht eines "nicht-ossis-aber außenstehenden" ... und auch noch aus hessen, wo für mich alles angeblich gut bürgerliche immerzu nach brauner kacke gemüffelt hat ... und zwar ganz deutlich ...

" ... Oder hat es Tradition nicht verstehen zu wollen? Ich glaube immer noch, dass die Menschen verstehen, dass die Rassisten schon immer da waren. Ich glaube ebenfalls, dass die Zustimmung am rechten Rand auch schon immer da war. Als ich mal vor ein paar Jahren jemanden zum Ausländeramt begleitet habe, erklärte mir der Sachbearbeiter ganz langsam und in gebrochenem Deutsch, so dass ich Ausländer es auch verstehe: "Wir haben Gesetze in Deutschland! Sie verstehen? Gesetze!" Dann drehte er sich zu seiner Kollegin und sagte: „Irgendwann wird es wieder anders. Wir brauchen jemanden, der wieder aufräumt.“ Nicht unüblich bei den Behörden. Später im Beruf musste ich mich von meinem städtischen Arbeitgeber am Niederrhein als schmieriger Türke bezeichnen lassen, weil ich mich für die Sache der Jugendlichen eingesetzt hatte. Mein Vorgesetzter bekam keine Strafe und ich wurde gegangen."

https://www.freitag.de/autoren/saidboluri/die-luege-vom-rechtsruck

ich bin mir sicher, dass jeder der von außen auf die brd blicken kann, diesen stallgeruch wahrnimmt und sich nicht über die afd empören kann - nicht mehr als er sich schon IMMER über eine "demokratie" von npd und dem rest der etablierten "altparteien" geekelt hat, die ihren eigenen mundgeruch nicht merken - nur bei anderen als skandal thematisieren ...

hinkt. es ging mir um diesen vergleich, den ich für treffend halte:

"Ostdeutsche und Türken sind wie die armen, hässlichen Brüder der schönen, reichen westdeutschen Schwester. Sie gelten beide als schwierig, ein wenig rückständig, undankbar. Beiden wird gern gesagt, sie sollten dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind..."

so habe ich es für mich erlebt, dass "wir" ausländer nie willkommen waren....und die "ossis" genauso wenig. daher noch mal zu erinnerung, was ich im zusammenhang mit der "wiedervereinigungsfeier" hier aufgeschrieben habe. ein persönliches erlebnis von mir in dresden. sozusagen ein menschlicher kulturschock:

"wie ich unmittelbar nach der sog. wiedervereinigung als "dozent" (eher als agent) von einem privaten bildungsträger in kassel beauftragt wurde nach dresden zu fahren (robotron kombinat), um dort mit anderen westdeutschen kollegen ein sog. fortbildungsseminar für ex-ddr-bürger abzuhalten, die nach der wende arbeitslos wurden (waren arbeitsmarktpolitische massnahmen, die von den arbeitsämtern unter anderem an westdeutsche private bildungsträger vergeben wurden- und sich am sozialen elend im osten eine goldene nase "verdienten".) die menschen sollten schnellstmöglich, ähnlich wie bei den ausländischen zuwanderern in heutigen integrationskursen, systemkonformes wissen und denken erwerben (adaption der herrschenden lehren des westparadieses). kurz: waren (mit) die schlimmsten tage meines lebens mit anzusehen, wie man den teilnehmern ihre würde und biographie (subtil) beschädigt hat. dafür schäme ich mich immer noch!

na dann ist ja alles gut - und die klarheit des blickes von außen bestätigt sich einmal mehr.

was meinst du, warum ich mich gar nicht mehr frage, warum aus der mitte der bundesdeutschen gesellschaft so wenig interesse an neuen und zugereisten nachbarn - über eine gewisse "exotik" hinaus - besteht?

Bild des Benutzers pleifel

Bei der Exotik hiesiger Nachbarn kann von zugereisten Mitbewohnern kaum eine Überforderung ausgehen, das Gegenteil ist der Fall. Das macht sich schon positiv bemerkbar, wenn zur hiesigen Landbevölkerung Einheimische aus anderen Regionen zuziehen.

Allerdings erwarte ich schon (was wir auch gemacht haben, bevor wir in den Ort gezogen sind), dass sich neue Nachbarn wenigstens mal bekannt machen (wollen!). Großstädter legen in der Hinsicht manchmal ein sonderbares Verhalten an den Tag, was wohl mit der Anonymität in der Stadt zusammenhängen mag.

"Bundesdeutsche Gesellschaft" als abstrakter Begriff ist hier wohl eine Ableitung aus medialer Verallgemeinerung (Zuspitzung) bundesdeutscher Gruppierungen, die nicht als Mehrheit zu werten sind. Ansonsten dürften "wir" aus der europäischen Skandalisierung deutscher (vorübergehender) Aufnahmepolitik von Flüchtlingen auch schließen, das zumindest in einigen Ländern die Ablehnung "an neuen und zugereisten nachbarn" deutlich größer ist. Wobei ich mal nicht davon ausgehe, dass diese Äußerungen aus den Institutionen der EU sich nicht nur formal aus vorliegenden Gesetzen begründen lassen.

ja, du hast recht. die "exotik" verschwindet natürlich ganz schnell, wenn man die regeln und den sprachgebrauch einfach übernimmt.

doch wie ich schon schrieb: mir war das nicht gegeben, da es zu sehr müffelte ... solche ecken kenne ich auch aus berlin und es wird immer schwieriger orte zu finden, die gut durchlüften ... weil sie auch nicht auf müffelei stehen ... jedoch habe ich die erfahrung gemacht "die bundesdeutsche gesellschaft" mag dies irgendwie ... da ist nix zu machen ... ja, sei ihnen auch gegönnt ... von außen jedoch keine einladungskarte ... nur eine spezielle marke, die ich noch nie mochte und mich schon in der ddr für frische luft hat sorgen lassen

ist nicht auf einen einfachen nenner zu bringen. schon gar nicht den ostdeutschen wähler/innen in die schuhe schieben zu wollen: "Haben die Ostdeutschen die AfD in den Deutschen Bundestag gespült? Daran kann man zweifeln, wenn man einen Blick auf die Wahlarithmetik wirft, wie das Paul M. Schröder getan hat:

»Nahezu 68 Prozent der AfD-Wähler und -Wählerinnen lebt in Westdeutschland - ... die AfD (erhielt) bei den Bundestagswahlen am 24. September 2017 in Westdeutschland 3,970 Millionen ihrer insgesamt 5,877 Millionen gültigen Zweitstimmen (67,6 Prozent) ... Trotz der i.d.R. weit überdurchschnittichen AfD-Stimmanteile in den ostdeutschen Wahlkreisen ... hätten die ostdeutschen AfD-Stimmen allein nicht zum Einzug in den Deutschen Bundestag gereicht. 4,1 Prozentpunkte des AfD-Wahlergebnisses (12,6 Prozent der gültigen Zweitstimmen) kamen aus Ostdeutschland, 8,5 Prozentpunkte aus Westdeutschland.«

und auch nur begrenzt ist der afd-wahlerfolg mit der erscheinung von ökonomischen verlierern bzw. abgehängten zu erklären.https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2017/10/wahlnachlese-abgehaen...

entscheidend für den afd-wahlerfolg in ost und west hat meiner ansicht nach heitmeyer auf den punkt gebracht- und da besteht dringender politischer handlungsbedarf: "integriert sein bedeutet, dass Menschen Zugang zu den Institutionen der Gesellschaft wie dem Arbeitsmarkt, dem kulturellen und politischen Leben haben, und auch - das ist sehr wichtig - dass sie sich als anerkannt wahrnehmen. Das Wahrgenommenwerden und die Anerkennung sind für viele aber nicht gewährleistet. Das gilt nicht nur für Zugewanderte und Flüchtlinge, sondern auch für Einheimische, vor allem für viele Menschen im Osten. Nach der Wiedervereinigung wurde bei vielen die Leistung eines ganzen Lebens entwertet. Ganze Landstriche sind dort desintegriert." http://www.sueddeutsche.de/politik/soziologe-zur-afd-erwachen-aus-wutget...