8 Okt 2017

Ende Gelände - Die große Verlade

Submitted by ebertus

Die Akkutechnik, deren Leistungsfähigkeit in Sachen eines Antriebes schwerer Maschinen, sie hat sich seit einhundert Jahren kaum geändert. Und Smartphones etc. gab es damals noch nicht.

Ein aus zwei Artikeln bestehender Beitrag zum Stand der Akkutechnik, deren Entwicklungsperspektiven ist mir diese Tage in den Blick gekommen, wird unten verlinkt und soll hier in seiner Kernaussage kurz dargestellt werden.

Ok, ok, dieses "Europäische Institut für Klima und Energie" (EIKE) scheint mir eher konservativ aufgestellt, mag gar die Atomkraft zur Stromerzeugung als nicht ganz verkehrt ansehen. Dennoch, wo sie recht haben, da haben sie recht und dieser Text wider den e-mobilen Hype fokussiert beinahe ausschließlich auf den Stand und die perspektivische Entwicklung (soweit noch möglich) der nicht nur für E-Mobile kaum hintergehbaren Akkutechnik..

Die Kernaussage des Textes ist für mich dahingehend zu verstehen, dass die Entwicklung der Akkutechnik zum Antrieb schwerer Maschinen (PKW, LKW, Schiffe, U-Boote, Flugzeuge etc.) bereits vor rund einhundert Jahren an ihr physikalisch machbares Ende gekommen ist, es nach wie vor und für diese Einsatzszenarien keine Alternative zum herkömmlichen Blei-Säure-Akku gibt.

Muss man erst mal innehalten, ob dieser Worte? Oder den E-Hype als gigantische Verlade erkennen ... Abgesehen von diversen anderen, technisch wie politisch, aber auch infrastrukturell kaum lösbaren Problemstellungen, hier in meiner Zusammenfassung.

Keine Frage, für Geräte mit geringem Strombedarf haben sich Lithium-Ionen Akkus in den letzten Jahren durchgesetzt, sind jedoch mittlerweile ebenfalls an ihr physikalisch gegebenes Ende angekommen. Rückrufaktionen bei Notebookakkus habe ich in den letzten Jahren meines Berufslebens selbst noch begleitet. Vor rund einem Jahr explodierten die Akkus eines neuen Samsung-Tablets und ganz aktuell hört man von ähnlichen Problemen auch bei iPhones.

Noch'n Link (mit Fragezeichen) und daraus ein schönes Zitat zur olivgrünen Verlade:

"Was Cem Özdemir ebenfalls verschweigt: Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen rechtfertigen sowohl Frankreich als auch Großbritannien mit dem “Ausstieg 2040” und dem dann angeblich geltenden Verbot von Diesel-Neuzulassungen den Bau von mehreren neuen Kernkraftwerken. Allein in Großbritannien sollen schnellstmöglich 10 Atommeiler entstehen, die dann u.a. den erhöhten Stromverbrauch durch Elektrofahrzeuge decken sollen (und nebenbei noch billigen Atomstrom in die Nachbarländer exportieren). Dass ausgerechnet ein führender Politiker der Grünen den “Ausstieg 2040” völlig unkommentiert und kritikfrei für seine eigenen politischen Ziele instrumentalisiert, ist schon eine besondere Dimension."


Und nun sei dieser, aus meiner Sicht absolut lesenswerte Text anempfohlen:

Die seltsame Liebe der Politiker zum Elektroauto Teil I
Die Physik gibt keinen Idiotenrabatt (dito als Teil II)

Kommentare

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Die buntgefärbten Riegen der Zauberlehrlinge verweigern konsequent jeden Offenbahrungseid und backen stattdessen immer schickere Schneebälle.

Nichts genaues wissen, aber schöne Worte zu benutzen ist nun einmal der Liga-Standard.

Eine ziellose Fahrt durch den Irrwitz des Tarnen & Täuschen bewußloser Zauberlehrlinge mit dem unbedingten Anspruch der Omnipotenz.

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soll es ja nun richten ...

Der auch bislang bereits regierungsamtlich zugelassene Betrug beim sog. Normverbrauch und dem Ausstoß von Schadstoffen wird mit angeblich sauberer  E-Mobilität nun auf eine neue Ebene gehoben; Kinderarbeit und kommende Kriege um die in immer größeren Mengen benötigten sog. seltenen Erden eingeschlossen;

viele neue Atomkraftwerke ebenso, falls die Menschen diese Verlade mitmachen.

Sieht im Moment jedoch glücklicherweise nicht so aus ...

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Das private Jenaer EIKE-Institut ist mit Vorsicht zu genießen. Deren Geschäftsmodell ist die Leugnung des menschengemachten Klimawandels, bezahlt von Ölkonzernen und Kohlelobby, nachzulesen z. B. beim Klimalügendetektor.

https://klima-luegendetektor.de/tag/eike/

In der Realität ist die Batterietechnik sehrwohl sicherer, preiswerter und leistungsfähiger geworden. Jedenfalls wurde jetzt erst einmal ein Milliarden-schweres Industrie-Konsortium für die Weiterentwicklung und Produktion von Litium-Ionen-Akkus in Deutschland gegründet:

https://www.terrae.com/2017/08/03/terrae-creates-consortium-for-gigafactory/

Die deutsche Gigafactory wird kommen, trotz anderslautender Fake-News á la EIKE:

Snowden

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bereits auf den möglicherweise nicht ganz unumstrittenen Status dieses Instituts hingewiesen.

Und wenn irgendwo im Text zu lesen ist, dass die gute Atomkraft ganz emissionsfrei erzeugt wird, dann dürfen gern alle Alarmglocken läuten, gibt es nach wie vor kein Endlager für die über Jahrhunderte noch strahlenden Reste der Brennelemente, die natürlich keine Emissionen sind, die eigentlich nur alle 10.000++ Jahre vorgesehenen GAU's in den letzten Jahrzehnten gleich zweimal aufgetreten ...

Dennoch und ganz konkret gefragt. Was sind denn nun in diesem Text von EIKE definitiv Fake-News? Was stimmt an den abgehandelten technischen Parametern in einem physikalischen Sinne definitiv nicht?

Abgesehen von den anderen kritischen Parametern, welche von mir in diesem, im Blog verlinkten Text angesprochen wurden.

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EIKE erweckt den Eindruck, dass die Batterieentwicklung an einem Endpunkt angekommen sei und nur noch ein Hobby von "Parteibuch-Karrieristen und Mitläufern" sei. Die Angaben zur Feuergefahr der Batterien werden maßlos übertrieben, die Wirtschaftlichkeit gezielt in den Keller geschrieben. Heraus kommen dann Spiegel-Artikel wie „Der große Schwindel mit den Elektroautos“. Und dann die Verherrlichung der Industriegase CNG und LPG. Die haben zwar nichts mit der Batterieentwicklung zu tun, aber wahrscheinlich hatte die zuständige Lobby gerade ein paar tausend Euro aus der Reptilienkasse ausgepackt.

Die Industriegas-Lobby hat uns (Hallesche Störung) auch gerade einen Artikel über Brennstoffzellen-Antriebe schwer verformt, durch eine vergleichsweise lächerliche Zahlung:

http://hallesche-stoerung.de/wasserstoff-wirtschaft-in-der-region-halle/

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sie gibt es mit Sicherheit. Ebenso die Atomkraftlobby, die Wasserstofflobby, die Autolobby an sich.

Wenn ganz am Ende des zweiten Teiles von EIKE der Hinweis auf Erd/Autogas insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Schadstoffemissionen gefehlt hätte, dann wäre der Text natürlich auch genau anders herum zu kritisieren: wegen nicht aufgezeigter Alternativen ...

Was maßlos unter- bzw. übertrieben wird, das ist eher nicht die kaum hintergehbare Physik, sondern äußert sich in purer Ideologie. Belastbare Studien zur Wirtschaftlichkeit und/oder zur Brandgefahr von (insbesodere) Lithium-Ionen Akkus gibt es noch nicht; die eine von diesem schwedischen Institut (im Blog über den Tesla-Text verlinkt) mal ausgenommen. Das Wissen um die Endlichkeit der zur Herstellung dieser Akkus benötigten seltenen Erden jedoch schon. Und es ist auch bekannt, unter welchen Bedingungen diese Rohstoffe in den ärmsten Regionen dieser Erde gewonnen werden.

Ein Joke am Rande. Im gerade abgelaufenen Wahlkampf waren die Grünen u.a. auch mit standesgemäß grün lackierten BMW-5ern (Hybrid) unterwegs. Ja, diese Grünen, welche doch die individuelle (Auto)Mobilität mal abschaffen wollten, heute Arm in Arm mit der CDU und der Autolobby in BW gegen ein Urteil zur Luftreinhaltung in Stuttgart gerade Widerspruch eingelegt haben. Was die Wahlkampfmobile betrifft, so waren diese wohl lediglich geleast. So blöd sind nun selbst Grüne noch nicht, als dass sie nicht wüssten, das derartige Fahrzeuge weder ökonomisch noch ökologisch auch nur den geringsten Sinn machen.

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"Denn im Grunde geht es um den über­re­gio­na­len Ver­kehr auf den Auto­bah­nen, ... auf der Was­ser­stoff-Boli­den heute noch eine lange Durst­stre­cke zwi­schen Ber­lin und Nürn­berg zu über­win­den haben"

Hä, Berlin -> Nürnberg (rund 400 Kilometer) als "lange Durststrecke" zu bezeichnen?  Was ist denn das für eine Technik?

Ok, mal bei Wikipedia nachgelesen! Das könnte eine Lösung sein, insbesondere für Schwerlastgerätschaften (aber eben auch für ganz normale PKW), die mit so einem Smartphone-Akku nicht ernsthaft betrieben werden können? Nur offensichtlich noch wesentlich teurer und dabei -over all- nicht mal so umweltfreundlich wie uns herkömmliche E-Mobile gern verkauft werden.

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Ein Bekannter hatte mal vor 40 Jahren! eine Testfahrt von Hamburg nach Florenz gemacht mit einer einzigen Tankfüllung. Allerdings waren sie mit einer «optimalen» Geschwindigkeit von ca. 60km/h gefahren. Soviel zu den unendlichen Distanzen in D.

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ist es bei mir dann schon; allerdings nicht wirklich viel ...

Hier das schlichte Ergebnis meiner letzten Tour, von Berlin über die Eifel, dann nach Italien und schlußendlich zurück nach Berlin. Der in Samnaun (zollfreie Schweizer Enklave) aufgenommene Sprit gluckert immer noch in meinem Tank, kam bislang nichts dazu.

4302 Kilometer bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 78,9 km/h und einem Durchschnittsverbrauch von 6,6 Liter Diesel pro 100 km. Nicht schlecht, so meine ich; natürlich vollkommen subjektiv betrachtet. Hätte es auch sein lassen können ...

Nur ..., weder in der Einsamkeit der Eifel noch bei meinem Ziel in den ebenso einsamen italienischen Alpen ist wirklich viel los mit der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur.

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Anfang der 70er Jahre wurden Elektroantriebe bei Siemens im Forschungszentrum Erlangen erprobt – und dann auf Eis gelegt. Gleichzeitig  lief die Entwicklung von Thyristoren, die eine Voraussetzung waren für die Umrichtertechnik bei den Drehstromloks; gleichzeitig war der Linearmotor für die Schnellbahn Transrapid in Entwicklung.

Was bei einer Entwicklung dann verwirklicht wird, steht am Beginn also noch nicht fest.

Ein Verbot von Dieselfahrzeugen betrifft den Ausstoß von Feinstaub. Wenn dieser Ausstoß verringert oder ganz vermieden wird, werden auch die Brummies weiter mit irgendeinem Kraftstoff fahren können. Ein Verbot von Dieselfahrzeugen der heutigen Technik bedeutet darum nicht automatisch einen Elektroantrieb, schließt den als Hybridantrib aber auch nicht aus.

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Erdgas als (Zwischen)lösung!

Das wird am Ende des zweiten Teiles dieses EIKE-Textes und was den Ausstoß von Schadstoffen angeht auch thematisiert, scheint mir sowohl kurz- als auch mittelfristig die bessere (Hybrid)Lösung, als diejenige mit Elektroantrieb.

Und es gibt bei dieser Variante (Erdgas & Benzin) auch keinerlei Probleme mit der Infrastruktur, den Ladezeiten oder einem abnormalen Verschleiß der Akkus beim sog. Schnelladen.

Bild des Benutzers Heinz

Meint im Kern einen Elektroantrieb, evtl. einen direkten Elektroantrieb auf alle Räder, und als Energiespender einen Diesel- oder anderen Verbrennungsmotor inklusive der Brennstoffzelle. Welchen Ursprungs die Kohlenwasserstoffe sind, ist wurscht, sogar die Wasserstofftechnik kann dabei verwendet werden.

Also völlig offen für die Zukunft.

Die Elektromobilität im kommunalen Bereich mit Akkus nutzt ökologisch die Wind- und Solartechnik und dient als Speicher für diese Technik, evtl. noch die Wassertkraft. Alles darüber ist in meiner Sicht Augenwischerei und braucht dauerhaft Kohle- oder Kernkraftwerke.

Bild des Benutzers Heinz

Hier ein Vorschlag für ein Bild zur E Mobilität

BEM

Quelle Bundesverband eMobilität

 

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der in dem EIKE-Text zwar angesprochen, jedoch nicht vertieft wird:

Habe irgendwo gelesen, dass eine Battarie bei minus sieben Grad nur noch rund die Hälfte ihrer Nennkapazität bieten kann. Somit genau dann, wenn der Innenraum des Fahrzeugs sogar noch ein wenig beheizt werden müsste. Und dunkel soll es oft auch sein, in der kalten Jahreszeit, müsste man gar ein wenig Licht am Fahrzeug einschalten.

Bin gespannt, wie die uns hierzulande gern als e-mobiles Vorbild angepriesenen Norweger das hinbekommen wollen.

Vor zwei Jahren im Winter in Bayern wohnte ich einige Tage bei Leuten, die neben einem richtigen Auto auch einen BMW i3 im Carport stehen hatten. Den haben sie immer zum Brötchenholen eingesetzt, hing das gute Stück ansonsten durchgehend am Ladekabel.

Bild des Benutzers ebertus

EU-Kommission: "Batterien sind das Herzstück der industriellen Revolution"

Warum nicht gleich so? Denn was nützt eine Quote, wenn die dafür benötigte Technik garnicht zur Verfügung steht? Und ob ich 2030 noch erlebe, das ist mindestens ebenso ungewiss wie eine Antwort auf die Frage zu der dann gegebenen Batterietechnik.

Insofern ist das Dementi zur Quote (selbst derer von 15% E-Mobile ab 2030) nicht verkehrt, zeigt es einmal mehr welche (grünen) Geisterfahrer das sind, die ab eben diesem Termin nur noch E-Mobile zulassen wollten.