12 Okt 2017

Propaganda, Kommunikation & zerhackte Tische

Submitted by fahrwax

Essenzen statt Personenkult.

Das die "Scherben" erwähnt werden halte ich nicht für einen Zufall.

Die "Freiheit der Andersdenkenden" für eine unverzichtbare Essenz.

"In dieser Ausgabe von "Der Rote Tisch" befragen wir Ken Jebsen zu den Möglichkeiten und der Verantwortung von Journalisten in Zeiten von Massenmedien und militärischen "Anti-Terror"-Operationen. Wo endet die so vielfach angestrebte Objektivität eines Journalisten und wo fängt subjektive Verantwortung an?

Kommentare

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Die Betrachtung des ablaufenden Filmes als überheblicher Zuschauer ist eine unmoralische, selbstgefährdende Bequemlichkeit?

Oder, Jedem seine "Gute" Insel im Schlechten.........; scheiß auf extrovertierte Insulaner.

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wird nach den Äußerungen von Jebsen bei KenFM&Co. wohl nicht so schnell zu sehen sein.

Und ich müsste jetzt eigentlich 'nen Spagat machen, habe stattdessen beim Zuhören und Zusehen heftig geschmunzelt und auch schon mal zustimmend genickt.

Irgendwo auch hier auf der Website von mir und mehrfach wohl bereits geschrieben: dass Wagenknecht den medialen Mainstream zu deutlich bis beinahe ausschließlich bedient, darüber versucht an ihrem Standing, an ihrer Karriere zu feilen. Das finde ich nicht gut, findet gar mein deutliches Mißfallen.

Nein, sie ist keine Art weiblicher FJS, den die Linkspartei doch irgendwann rufen wird. Sie ist eher ein Feigenblatt ...

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Diese Sarah trägt eine Ähnlichkeit mit sich herum nach der mein liebes Töchterlein benannt ist, wird aber diesen Vorlasten nicht gerecht.

Sie taugt nur zum Feigenblatt ihrer Selbst - ne Soze in Noske'scher Tradition.

Entfremdet von allem und sich selbst - kein Einzelschicksal im "Schlechten".

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Ken ist ein typischer Kreuz-und-Querdenker: erst wirft er alles auf einen Haufen und dann beschwert er sich über die Unordnung. Die nur er als großer EX-ARD-Zampano ordnen könne. Was bei besseren Journalisten Stilmittel in der Anmoderation ist, reicht bei Ken und Co. für stundenlange Selbstbeweihräucherungen. Und die beiläufig-abwertende Erwähnung von Sahra W. ist nun völlig daneben. Denn die Wagenknecht ist eine der ganz wenigen authentischen Gestalten links von "Mutti".

Nicht umsonst haben wir vom "Team Sahra" beschlossen, dass es mit der Teamarbeit weitergehen soll. Denn wenn die CDU so weitermacht, haben wir spätestens im November Neuwahlen. (Und ich bekomme wieder eine Urkunde vom Minister.)

Urkunde

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lieber Hadie, das mit Sahra sehe ich sehr differenziert in meinen pros und cons.

Wenngleich ich noch nicht so schnell mit einer Regierungsbildung (oder mit Neuwahlen) rechne. Es ist und insbesondere bei der als essentielles Kriterium zu berücksichtigenden CSU

"Die Angst des Tormanns beim Elfmeter";

um mal einen Großen der deutschen Nachkriegsliteratur zu ztitieren, gar implizit zumindest einer aktualisierten Interpretation das Wort reden zu wollen. Die CSU, die Wahlen in Bayern im Herbst 2018 im Nacken, sie wird in den nächsten Monaten sehr genau beobachten, ob und wie die AfD sich konstituiert, gar erste Akzente auch im Bund setzt.

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auch Staatsfunk etc. genannt, da bin ich ähnlicher Meinung wie Ken Jebsen ...

und würde die sog. öffentlich-rechtliche Grundversorgung nicht abschaffen wollen, sondern sie im Sinne dieser Bezeichnung auf das Basale, das Notwendige an Nachrichten, Bildung und Kultur reduzieren.

Ob diese dann deutlich geringeren Kosten direkt steuerfinanziert werden (wie Jebsen das vorschlägt), oder man sich selbstbestimmt und freiwillig für einen geringen monatlichen Beitrag dazu einklinken kann (was eher meine Meinung wäre), das sei mal dahingestellt.

Aus Sicht des Propagandamodells (Noam Chomsky) muss man natürlich konstatieren, das es nach dem zunehmenden Wegbrechen der privatfinanzierten (Print)Medien kaum noch eine andere Möglichkeit systemfrommer Propaganda gibt, als eben dieser zwangsfinanzierte Staatsfunk mit all seinem Beiwerk und  jenseits der Grundversorgung.

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gibt es einen anderen Gesichtspunkt und um das zu erläutern, wiederhol ich hier mal die Kurzfassung:

  1. Privatmedien verkaufen Werbung und der Rest ist Füllsel.
  2. Staatsmedien verkaufen (auf unsere Kosten) Parteiwerbung und der Rest ist Füllsel.

Damit will ich nichts über die Qualität der einzelnen Medien sagen, sondern nur den Zweck selektieren, der das Medium begrenzt.

Ein werbender Konzern wird seine Werbung am Erfolg ausrichten, der sich an der nächstbesten Kasse nachvollziehen läßt.

Eine werbende Partei hat die Kontrolle nur nötig, wenn sie nicht von der staatlichen Parteienfinanzierung und den Quoten beim Staatsmedium begrenzt wird; etablierte Parteien also fast nicht. Folglich können die schwafeln, was sie wollen und ihre eigenen Interessen völlig unkontrolliert durchsetzen. Nur begrenzt wird das, wenn sie tatsächlich mal soweit neben den Wählern liegen, daß es sogar denen auffällt.

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muss auch nur wenig kontrolliert werden.

Insofern bin ich ein Befürworter der öffentlich-rechtlichen Grundversorgung im Sinne dieses Wortes. Wie das technisch und -mehr noch- gesellschaftspolitisch umgesetzt werden kann, darüber mag es unterschiedliche Meinungen geben.

Aktuell gibt es ja erste, erfolgversprechende Ansätze, diesen GEZ-Moloch (und Propaganda ist dabei nur ein Aspekt) ein wenig in die Schranken zu weisen; vom nationalen, wie auch vom EU-Recht her.

Aber wie schon geschrieben, der Niedergang der privaten Printmedien, der weiterhin auf sich warten lassende Erfolg von Paycontent im Netz (auch wenn da im dunklen Wald sehr laut gepfiffen wird), das alles erfordert im Sinne der Aufrechterhaltung des Propagandamodells weiterhin den sog. Staatsfunk.

Bild des Benutzers Heinz

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beißt sich in den Schwanz. Das war die Logik hnter dem Kommentar über die Kontrolle. Private Medien haben ein Finanzproblem, sind also negativ rückgekoppelt; staatliche haben das nicht. Die werfen zum Fenster raus Siehe Fluchhafen BER, Elbphilharmonie, die gesamte Bankenkrise ...

Wer reduziert die staatlichen Medien?

Die Parteien kontrollieren die Medien, besetzen die Posten (Parkplätze für Politiker) und besetzen die Positionen über die Quasselshows. Da war doch mal was, der Dreisatz:

  1. Die Kanzel
  2. Die Göbbelsschnauze
  3. Die Glotze

sagt mir mein bester ratgeber: mein hör- und bauchgefühl. wer so schnell redet, kaum abwarten kann das wort zu ergreifen statt aktiv und empathisch zuzuhören, der wirkt auf mich ein bisschen egomanisch. nun gut, ich habe mich nie richtig mit jebsen beschäftigt, d.h. seine politischen aktivitäten nebst journalistischen arbeit nicht ernsthaft verfolgt. insofern mein vorläufiger eindruck von jebsen, der sich mit der zeit ändern könnte. schauen wir mal. 

aber unabhängig von meiner persönlichen und nicht massgebenden einschätzung der person k. jebsen, unterstütze ich sein politisches anliegen bezüglich der schaffung von gegenöffentlichkeit. daher wünsche ich ihm neben den "konservativen" gästen (so jebsen) die schnelldenkerin s. wagenknecht in seine sendung. da würden zwei politische temperamente aufeinander treffen, die sich möglichweise was zu sagen hätten.  

apropos etablierung von gegenöffentlichkeit in zeiten der dominanten systemmedien hier eine kluge wortmeldung -vermutlich auch im sinne v. jebsen- von roland rottenfußer:

" Weit größer als die Gefahr einer Hausdurchsuchung ist für heutige Journalisten allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass sie für ihre abweichende oder kritische Meinung überhaupt kein Veröffentlichungsforum mehr findet. Was hilft es, wenn die dominierenden Parteien eines Staates zwar nicht selbst Zensur ausüben, wenn aber in allen Zeitungsredaktionen mit Breitenwirkung ausschließlich Leute sitzen, die die Meinung eben dieser Parteien vertreten? In diesem Zusammenhang ist das Aufkommen des Internets eine große Chance für eine freie oder gar „anarchische“ Verbreitung von nicht linientreuen Meinungen. Vom Internet und von eher brotlosen Kleinstverlagen einmal abgesehen, gibt es in Deutschland aber durchaus Ansätze eines Phänomens, das man freundlich ausgedrückt eine „Meinungs-Monokultur“ nennen könnte. 

Den Schleier der Lüge zerreißen

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Die treffen sich, inhaltlich; und Rottenfußer habe ich noch nicht optisch, gar live erlebt.

Das ist genau der Punkt, den ich immer wieder gern mit dieser, meiner mir auferlegten Maxime verdeutliche:

"Es ist weniger wichtig, wer etwas sagt, sondern was er sagt"


Und dieses Spannungsverhältnis zwischen einerseits Inhalt und andererseits Diffamierung des Gegenüber wurde ja ebenfalls in dem Gespräch thematisiert. Es zieht sich wie ein roter Faden durch den qualitätshaltigen, meinungsprägenden medialen Mainstream. Inhalte bilden das Beiwerk, wird gegenüber der in den Vordergrund gestellten Person bestenfalls etwas verklausuliert, sehr bewußt im interpretierbar Diffusen belassen.

Ob der Ken, der Oskar oder Sahra et al. (mir) sympathisch sind, oder auch nicht, das ist (mir) absolut nebensächlich; ähnlich der oft und ebenso diffamierend genutzte Analogie, welcher Religion denn ein Banker nun angehört.

Nur bei Menschen, die ich persönlich -ggf. mehrfach- kennengelernt, erlebt habe, da mag ich mich auch mal ernsthafter positionieren, alle(s) andere rauscht als liebevoll (oder auch diabolisch) aufgebaute real/virtuelle Person eher im Hintergrund an mir vorbei.

... das "wer" hat die allerschwächste orientierungsfunktion - schon allein aus dem grund, weil sich jeder ändern und die seiten auch wechseln kann ... oft subtiler und schneller, als man denkt ...

natürlich habe ich bei mir sympathischen menschen mehr geduld, sie verstehen zu wollen ... kann aber die gleiche falle sein, die ich weniger sympatischen als hürde aufstelle

ich muß schon sagen, dass ich beim "betrachten" von jebsen viele unsympathische dinge ZUSÄTZLICH - die in den videos nicht sichtbar sind - wahrgenommen habe - was seine arbeit nicht mindert, das gesamtbild jedoch abgewertet hat ... und ich auch dies nicht mehr ignorieren kann ... wäre ja selbstbetrug meiner sieben sinne:-)))

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ja, wobei es neben diesem auch noch andere, mich gar eher ansprechende Events bei den ÖR's gab.

Beispielsweise diese zum Finale gebrachte, schöngeistige Einleitung von Fritz Teufel, er mir damals bereits näher als dröge Theoretiker wie Rudi Dutschke.

Perlen ...

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Auch der Spiegel sperrt jetzt die Nutzer von Adblockern aus.

Kein Problem, schaue da sowieso nur sehr selten direkt rein, folge jedoch manchmal einem anderweitig empfohlenen Link. Nun wird das "selten" eben noch seltener, so wie bereits länger schon bei der SZ et al.

Beinahe eine Ironie der großmedial beklagten, aktuell ablaufenden Ereignisse, sind/werden die sog. Alternativen Medien nun der primäre Lieferant von Nachrichten. DWN und/oder RT, ja gar auch ganz unsagbare wie Elsässers Compact.

Ob das so beabsichtigt ist ...?

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und abgeschmiert. Die Zeitungen beschleunigen ihren Niedergang, fertig. Das könnten wir wohl wortreich begründen, aber das nützt auch nichts.

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Meine Tage als Konkret-Leser sind zwar schon einige Zeit her, aber gerade haben sie eine recht brauchbare Kritik des Buchs "Lügenpresse. Anatomie eines politischen Kampfbegriffs" von Volker Lilienthal und Irene Neverla:

http://www.konkret-magazin.de/hefte/heftarchiv/id-2017/heft-112017/articles/nichts-als-die-wahrheit.html

"Selbstverständlich lügt die Presse. Die biegsame Behandlung von Tatsachen ist ihr eingeschrieben wie die Verachtung der Sprache, die sie zu beherrschen meint. Sie lügt, indem sie behauptet, nie zu lügen, sie schwindelt, wenn sie sich über die Interessen erhaben glaubt, die sie vertritt. Würde die Presse alles richtig machen, müsste sie sich nicht ständig berichtigen. Die Presse ist ein Inbegriff von Bigotterie, seit es eine Presse gibt, und sie wird daran nichts ändern können, solange sie ein Geschäft bleibt wie die Produktion von Panzern und ihren Profit aus Reklame bezieht. Wer mit Nachrichten vor allem Geld verdienen will, der muss es mit der Wahrheit flexibel halten können. Der Dreck, in dem die Paparazzi wühlen, stammt aus der gleichen Materie wie die Seifenblasen, mit denen Leitartikler die Ideologie ihrer Lohnherren schöner aussehen lassen."

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Und bei mir ist es wahrscheinlich noch etwas länger her; das Konkret-lesen

Ein guter Beweis dafür, dass auch in den von mir eher sehr selten frequentierten, nicht zuletzt auch antideutschen Medien manchmal Sinnvolles, gar Richtiges steht. Gilt für die JungleWorld ebenso.

Und ähnlich, nicht unbedingt (oder vielleicht doch?) spiegelverkehrt trifft das auch auf andere, eher konservative Medien zu. Ist schon erstaunlich, dass ich als alter Linker (anderen wird es ähnlich gehen) heute schon mal in die FAZ, die NZZ oder neuerdings Cicero schaue; mal von Achgut (trotz des unvermeidlichen Broder) oder Tichy's ganz zu schweigen.

Der auch im Wortsinne olivgrün uniformierte  McCarthy von "neulinks" macht's möglich; nötig ...

und diese auch ohne jedes schuldgefühl nutzen - um den ewigen wandel und die veränderung wissen ...

eigentlich ganz einfach, wenn ..................................... sich keiner freiwillig in eine art geistig-moralische gefangenschaft begibt (was KEINESFALLS mit persönlicher selbstbeschränkung als aktiver teil einer gemeinschaft zu verwechseln ist) ...

ich sah gestern einen beitrag mit markus lanz aus amerika im zdf (wo ja auch die anstalt und der dengler-krimi gelaufen sind) >>> und dachte mir recht froh, dass es wohl auch DORT menschen gibt, die interesse an aufklärung und (unschönen) wahrheiten haben

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ist der Einäugige -hier das ZDF- nun wohl schon König?

Aber vielleicht nicht ganz falsch, richtig gar diese, meine Wortspielerei. Die ARD, mit Ausnahme vielleicht von Arte und mancher regionalen Radiosender hat sich systemisch-neulinks, angesagt staatsräsonal eingenordet. Nicht zuletzt deshalb forderte kürzlich wohl ein Konservativer, ein CDU-Politiker aus Sachsen-Anhalt, dass nur noch das ZDF als überregionale Propagandainstanz agieren solle; der Rest darf im Regionalen fischen.

auszugsweise und unkommentiert:

"..die Pflege von Schuld- und Schamgefühlen. Letztere gibt es aber nur gegenüber den jüdischen Opfern des deutschen Faschismus. Andere Opfergruppen einer unrechtmäßigen, neokolonialen, alt- und neofaschistischen Politik werden sträflich ignoriert. Ignoranz gegenüber historischen Entwicklungen generell, sowie eine nonchalante Haltung gegenüber einem gebotenen gesamtgesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins trugen zum Verschleiß der national und international gebotenen Solidarität mit den Erniedrigten und Beleidigten bei. Solche Blindheit hindert heute das gesamte linke Spektrum daran, nationale Belange als solche überhaupt zu erkennen, geschweige denn sie zu akzeptieren und zu verteidigen. Mit dem nationalen Erbe der DDR wurde der Heimatbegriff entsorgt und die gesamte Klassik gleich mit. Wer gerne Volkslieder singt und Schiller liebt, macht sich schon lange der Sympathien mit dem neurechten Lager verdächtig.

Wie kaum ein Zweiter seiner Zunft weiß er um die fundamentale Bedeutung von Heimat und Nation. Ohne Nation keine Bürgerrechte, keine Möglichkeit, sich gegen imperialistische Ein- und Übergriffe zu wehren. „Die Nation ist noch nicht alles“ möchte man mit Meyssan in Abwandlung des Willy-Brandt-Wortes sagen, aber ohne Nation ist alles Nichts. Wir Deutsche haben das gleiche Recht wie alle anderen Völker, uns gegen transatlantische Anmaßungen mit aller Entschiedenheit zu wehren, gegen neokoloniale, besatzungsrechtliche Eingriffe aufzustehen und auf die Barrikaden zu gehen. Weil die 'LINKE' das nicht sieht, weil sie das Büßerhemd nicht ablegt, ist eine Leerstelle entstanden, die die Rechte besetzen konnte. "

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24307

- den du da gefunden hast, Marie! :-)

Er bringt das argumentative Dilemma der Linken gut auf den Punkt ("Ohne Nation keine Bürgerrechte").

Zufällig gibt es heute auch bei Sezession ("ich möchte erstmal weiterlesen" anklicken) ebenfalls einen Text, der sich mit dem Thema Schuld- und Schamgefühle beschäftigt:

https://sezession.de/57476/die-verewigung-der-vergangenheit

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Habe jetzt beide Texte, den bei nrhz und bei sezession gelesen.

Es sind durchaus sehr unterschiedliche Fokussierungen, dennoch auch Gemeinsamkeiten. Greife nur mal das Thema Schuld heraus und hatte wegen der dahinzielenden Angriffen auf Daniele Ganser an anderer Stelle gschrieben:

"Wer Deutschland auf Hitler reduzieren möchte, der will keinen Frieden, ist stattdessen und nicht wenig bigott, nicht wenig spiegelbildlich eher als ewiger Rassist zu verstehen."

Wie käme ich dazu, den heute lebenden US-Amerikanern ihre Sklavenhalterzeit vorzuwerfen?

Wie käme ich dazu, den heute lebenden Spaniern ihre Täterschaft unter Franko vorzuwerfen?

Wie käme ich dazu den heute lebenden Italienern ihre Täterschaft unter Musollini vorzuwerfen?

Stattdessen halte ich es mit Hannah Arendt, ihrer Philosophie des Neuanfanges qua Geburt.

Die sogenannten Antideutschen -verrückterweise selbst Deutsche- stellen sich da außen vor, erkennen nicht das eigentlich sarrazineske in ihrer (Pseudo)Argumentation. Aber weil dies Verfahren leidlich erfolgreich war, so springen auch andere "neulinke" zunehmend auf den exakt spiegelbildlichen Zug einer Diffamierung derer, welche nach vorn, statt zurück blicken wollen.

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Zwischenmenschliche Probleme beginnen regelmäßig dort, wo Mensch sich auf der besseren Seite wähnt - seinen gegenwärtigen Kenntnisstand für allgemeinverbindlich hält - alle sonstigen Wahrnehmungen dikreditiert.

Das Gedankengebäude nur einer >>Wahrheit<< ist ein totalitäres.

*Wahrheit* ist ein Begriff, der sich m. E. in größeren Zusammenhängen (vielleicht spirituellen) erkennen läßt als in alltäglichen Maßstäben kurzer Menschenleben...
Angemessener zur Beurteilung von politischen, gesellschaftlichen und weiteren, menschen-bezogenen Zusammenhängen ist m. E. der Begriff "Wahrscheinlichkeit".
Wahrscheinlichkeiten lassen sich z. B. durch Statistiken, Indizien, Konklusionen und weitere, menschen-verfügbare Werkzeuge darstellen und vermitteln (das schaffen wir tatsächlich).
Wahrheit ist jeweils nur subjektiv erlebbar, Wahrscheinlichkeiten lassen sich kommunizieren und sind darüber hinaus nützlich, um uns vor Beliebigkeit zu schützen.

Wenn Bedarf besteht kann ich gerne die Wahrscheinlichkeit der Annahme des über die Klippen gestürzten Argumentationszugs der Antideutschen belegen. Dauert nur ein bißchen länger und erfordert mehr als 2000 Zeichen...Erbitte also etwas Geduld ;-)

und finde gar keinen bezug vom artikel in der nrhz und deinem kommentar.

für mich war er sehr erhellend >>> z.b. wie aus dem wirklich nicht sehr schönen wort "national" "nazi" gemacht wurde ... und schon wenn man schiller liest nicht mehr sicher sein kann, was einem dabei NOCH SO ALLES angehängt wird ...

paralell dazu läuft ja die globalisierungsaktion "international" >>> welche natürlich nicht "unüberschaubare beliebigkeit im sinne der mächtigen" heißt - oder heimatlosigkeit = fehlende geschützte rückzugsräume für vertrautes

ps. es dauert bestimmt nicht mehr lange, dann nennt sich die international agierende geheimdienst-, finanz- und waffenlobby "internationales solidaritätskommitee" ...

Den Bezug sehe ich in der Anerkenntnis des Nationalstaats als Garant für Bürgerrechte. Und die, von interessierter Seite versuchte Gleichsetzung vom Wunsch, den Nationalstaat zu erhalten, mit Nationalismus bzw. Nazi-Sein.
Scham- und/oder Schuldgefühlen aufgrund der NS-Herrschaftszeit werden in dem Zusammenhang dafür benutzt, das Konzept Nationalstaat, speziell für Deutsche, im Ganzen zu diskreditieren.

"...es dauert bestimmt nicht mehr lange, dann nennt sich die international agierende geheimdienst-, finanz- und waffenlobby "internationales solidaritätskommitee" ..."
- Damit beschäftigen sich wahrscheinlich schon Beauftragte des Wahrheitsministeriums...Leider nicht so irreal-witzig, wie sich´s erstmal anhört.

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ging mein Bezug über den dort thematisierten Begriff der "Schuld"

Bei der nrhz liest sich das so:

"Wer sich 2017 weigert zu sehen, dass die Stalin-Parole von 1945 klug und weitsichtig war, die die da hieß: „Hitlers kommen und gehen, das deutsche Volk aber bleibt bestehen“, der hat schon kapituliert. Die Gegenposition dazu lautet nämlich: Ihr Deutschen seid zu ewiger Schuldknechtschaft verurteilt, ihr habt zu büßen und zu dienen immerdar, und zwar uns dem US-amerikanischen Sieger! Das aber ist Faschismus."

Hervorhebung von mir. Denn dieser, jeden seriösen Diskurs diffamierende Begriff von Schuld, gar über Generationen anhaltend, würde weiter gedacht bedeuten, dass es irgendeine Form von Gen geben muss welches Ideologie überträgt und "den Deutschen" (wie man diese auch konkret definieren mag) innewohnt.

Das ist sarrazinesk, eine spiegelverkehrte Form von Rassismus; oder eben Faschismus; wie die nrhz-Autorin das sehr deutlich schreibt.

Genau darüber wollte man ja kürzlich auch Daniele Ganser angreifen.

Meine, Ganser zustimmende Gegenposition (auch mal Goethe anstelle von Hitler) bezieht sich dagegen auf Hannah Arendt, deren Neuanfang qua Geburt. Und das gilt eben auch für US-Amerikaner, für Spanier, für Italiener; für alle Menschen.

...ist die Verordnung einer "Erbschuld", exklusiv für Bio-Deutsche Sippenhaft, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung aufgrund von Herkunft und Rassismus.

Das reicht den Gesellschaftumgestaltern aber noch nicht: Inzwischen sind auch alle mit dem "white privilege" Geborenen "von Geburt an schuldig" und prinzipiell zu benachteiligen: Da die Menschengruppe, der sie angehören, laut Definition der Umgestalter an allem Schlechten auf der Welt schuldig ist, können ihre Mitglieder grundsätzlich nur "positiv diskriminiert" (also vorsätzlich benachteiligt) werden, niemals "negativ": Sie sind ja "geborene Schuldige".

Das ist gleich doppelt rassistisch, denn die Schlußfolgerung (alle "People of Colour" sind "geborene Opfer") bedeutet ja, daß Nicht-Weiße prinzipiell schwächer, schutzbedürftiger, hilfloser als Weiße wären und ohne "positive Diskriminierung" der Weißen nie und nirgends eine Chance zu Gleichberechtigung und Eigenverantwortung hätten.

(Das Ur-Böse schlechthin ist natürlich der "weiße Mann"...)

Diese Argumentation entspricht vom Sinn her der Begründung von Kolonialismus und Zwangs-Christianisierung: Da ging es angeblich (so wie heute um "Demokratie und Menschenrechte") um Vermittlung von "Zivilisation", "Fortschritt" und den "rechten Glauben" zum "Besten" der "armen Heidenkinder".

Dazu kommt dann noch die Aufteilung der Rest-Gruppen in immer kleinere Einheiten (durch Genderisten und andere "Zerteiler"), bis es keine Solidarität mehr geben kann...Es wird sich so lange für "mehr Rechte" für diese und jene Gruppe "eingesetzt" bis am Ende niemand mehr irgendwelche Rechte hat.
- Hadmut Danisch und Analitik haben dazu in den letzten Tagen interessante Texte geschrieben.

Wir sehen hier das divide-et-impera!-Prinzip bei der Zersetzungsarbeit...Komplett umgesetzt wird sie sein, wenn jeder gegen jeden kämpft, zur Freude der Nutznießer und Auftraggeber dieser Politik.

die berliner zeitung beschäftigt sich mit diesem thema - besonders an den hochschulen und unis in berlin - aber auch in amerika. hier einige zitate daraus, die auch unkommentiert für sich selbst sprechen.

"Was Jörg Baberowski passiert ist, klingt wie der Stoff für einen Roman von Philip Roth.  Bald zwanzig Jahre ist es her, dass „Der menschliche Makel“ erschienen ist, in dem Roth die Mechanismen seziert, die durch einen einmal geäußerten Rassismusvorwurf in Gang gesetzt werden.
Was bei Roth noch einer Dystopie gleicht, ist  heute ein verbreitetes  Phänomen an Universitäten >>> „rachsüchtiges Beschützen“. „Es schafft eine Kultur, in der jeder zweimal nachdenken muss, bevor er sich zu Wort meldet, weil er sonst eine Anklage wegen Unsensibilität, Aggression oder Schlimmerem fürchten muss

Die Idee der Micro Aggressions zielt auf den impliziten Teil von  Sprache, auf das, was an Bedeutung mitschwingt, an Vorurteilen und Klischees.

Das geht so weit, dass Studenten verlangen, Werke klassischer Literatur wie F. Scott Fitzgeralds „The Great Gatsby“ (häusliche Gewalt) oder Virgina Woolfs „Mrs Dalloway“ (Selbstmord)  mit einem Warnhinweis zu versehen.

Im Frühjahr, als ein Hörsaal an der FU besetzt wurde, besuchte sie ein  studentisches Plenum,  das zum „Safe Space“ erklärt wurde.  Stirnrunzeln und andere Gesten der Zustimmung oder Ablehnung  waren  nicht erlaubt, weil sich davon jemand verletzt fühlen könnten, stattdessen sollten mit den Händen Kreuze geformt oder gewedelt werden. "

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/28819046 ©2017

- ist eine treffende Bezeichnung ;-)

Ein Beispiel von vielen, die HD dazu gesammelt hat, ist das hier:
http://www.danisch.de/blog/2017/11/10/schweden-5/

Er hat auch einige sehr plastische für die Theorie der ihre Kinder fressenden "Revolution" (von oben), die die (planmäßige?) Zerstörung/Selbstzerstörung früher emanzipatorischer Projekte betreffen (eine alternative Buchmesse, ein Theaterprojekt und weitere).

Eine (ehemalige) "Zivilgesellschaft, die in ihrem jakobinischen Wüten auf die "eigenen Truppen" einsäbelt, wird mittelfristig keine Gefahr bleiben. Ich betrachte den absurden Zirkus deshalb inzwischen mehr mit Belustigung als mit Sorge.

finde ich eine sehr kluge entscheidung:-))) ... denn der plan angst und schrecken zu verbreiten = ängstliche, feige menschen heranzuziehen, die VOR ALLEM vor lauter angst sich das denken nicht mal mehr trauen - könnte ja was anderes rauskommen ... und dann? oh schreck ... werde ich staatsfeind genannt und beschimpft ... oder noch schlimmeres

hätten alle hitler ausgelacht ... und überhaupt sollte viel mehr gelacht werden ... ist ja sehr gesund ...

hier wollte dies mal einer genauer wissen ... und fand folgendes:

"Durchschnittlich sterben jährlich in Europa (mit Ausnahme Russlands) in Terroranschlägen 44 Menschen (zum Vergleich: jährlich sterben in Europa etwa 6.000 Menschen durch allerlei Tötungsdelikte).
Wenn Sie, lieber Leser, den Terrorismus fürchten, sollten Sie Ihre Wohnung nie verlassen, denn schon bei der Fahrt mit Ihrem Auto oder sogar mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gefährden Sie Ihr Leben weit mehr. Sie sollten auch alleine leben, denn die Gefahr von ihrem Ehepartner ermordet zu werden, ist etwa 40-mal größer als von einem Terroristen. Laut der öffentlichen Argumentation sollten Ehepartner daher als „Gefährder“ eingestuft werden und jeder sollte eine Fußfessel tragen.
Im Jahr 2015 starben weltweit 5,9 Million Kinder im Alter unter 5 Jahren.
Jährlich sterben etwa 303.000 Frauen weltweit an vermeidbaren Ursachen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt.
Sogar Schlangen sind gefährlicher als Terroristen. Laut der internationalen Gesellschaft für Toxikologie sterben bis zu 94.000 Menschen jährlich an den Folgen eines Schlangenbisses, davon etwa 46.000 in Indien.
Allein in Brasilien werden jährlich etwa 58.000 Menschen ermordet. In den USA werden jährlich zwischen 14.000 und 16.000 Menschen ermordet, davon etwa ein Viertel von ihren Angehörigen.

Die Bekämpfung der Terrorfiktion hat offensichtlich größere Vorteile für die Mitglieder des Sicherheitsrats und ihre reichen Mandanten als die weltweite Beseitigung von Kindersterblichkeit, Krankheiten und Armut. Investitionen in die Armutsbeseitigung machen niemanden reich.

Es ist übrigens auffällig, wie selten die vermeintlichen Terrororganisationen al-Qaeda und der Islamische Staat israelische Einrichtungen angreifen. Auch US-amerikanische Einrichtungen in Europa und Regierungseinrichtungen der NATO-Staaten werden weitgehend in Ruhe gelassen."

https://www.rubikon.news/artikel/die-fiktion-internationaler-terrorismus

... verstehe - "schuld" war für mich nur die fiktive (beispielgebende + falsche) intervention an die ewig zur dankbarkeit sich verpflichtet - fühlen - gelernten westdeutschen marshallplan-befreier ...

sorry, das ich das gar nicht gepeilt habe ... aber ja, es scheint immer noch seine wirkung zu tun ... und wird ja an den bildungseinrichtungen in transatlantischer manier aktiv befeuert und befördert >>> siehe link zur berliner zeitung oben

"Der Versuch, die Universität zum Safe Space zu erklären, ist insofern problematisch, weil damit  ein öffentlicher Raum mit Regeln besetzt wird, die das intellektuelle Klima in ein starres Korsett zwängen. Hinzu kommt: Was verletzend, was bedrohlich ist, bestimmt der Betroffene.
Wer bereits Sprache als gewalttätig, wer die Literaturauswahl einer Vorlesung als Fortschreibung struktureller Machtverhältnisse einer Gesellschaft sieht, dem geht es nicht um eine intellektuelle Debatte, nicht um Wissenschaft, sondern er stellt eine politische Forderung nach einem Ausgleich für empfundenes Unrecht.

Ein anderer Professor an der HU hielt sein Seminar über Kant  unter Polizeischutz ab; Studierende hatten ihm vorgeworfen, nicht ausreichend auf Kants stereotypes Geschlechterbild eingegangen zu sein ..."

auf das thema "schuld" bin ich nicht gekommen - nur auf das thema gefährlicher irrsinn ... hmmmm

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"Schuld" als raunende, diffamierende Diskursfigur.

Nur wirst Du von denen, die gern auf diese Art und Weise unterwegs sind, niemals, auch auf intensive Nachfrage nicht erfahren, wie denn nun "die Deutschen" im Sinne dieser Schuld definiert werden, wie das mit der Weitergabe von "Schuld" über Generationen genau funktioniert.

Einen der intellektuellen Wortführer der sog. Antideutschen habe ich dahingehend mal angemailt. Seine Antwort war, dass "deutsch" jeder ist, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Mutig der Mann, hat er doch alle Menschen mit Migrationshintergrund im Sinne dieser "Schuld" gleich eingemeindet, diejenigen, welche in den letzten Jahrzehnten die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und erhalten haben.

Ansonsten und auf meine Frage, wie sich diese Schuld nun konkret fortpflanzt, über ein Gen, einen Virus etc. und gar auf Menschen mit Migrationshintergrund überspringt, da kam erwartbar ... nichts.

ICH stelle diese "schuldfrage" so nicht - finde jede art von sippenhaft und kontaktschuld einfach dem irrsinn nahe - also ein feld, auf dem ich nicht unterwegs sein möchte ...

sobald ein straftatbestand sich daraus ergibt, darf sich die justitz gern damit beschäftigen ... ansonsten der geeignete stammtisch - an dem ich auch nicht sitzen möchte

"ICH stelle diese "schuldfrage" so nicht - finde jede art von sippenhaft und kontaktschuld einfach dem irrsinn nahe - also ein feld, auf dem ich nicht unterwegs sein möchte ...".

wenn ich aber in diesem land lebe, dann erwarte ich schon von den bürgern/innen mit und ohne migrationshintergrund zumindest geschichtliche grundkenntnisse über die ns-zeit und der massenvernichtung von juden. dabei geht es nicht um die vermittlung zur übernahme von- wenn überhaupt- indirekter schuld heutiger und künftiger generationen, sondern von verantwortung und empathie im sinne "es darf sich niemals wiederholen", dass bestimmte menschengruppen durch vorurteile erst sortiert, dann systematisch ausgegrenzt werden und am ende es zur physischen oder psychischen vernichtung/entwertung von minderheiten kommt. die auseinandersetzung mit dem antisemitismus ist keine ausschließliche vergangenheitsbewältigung, sondern kann den menschen mit und ohne migra heute gut aufzeigen, wie mechanismen der ausgrenzung funktionieren. siehe auch die benz-kontroverse: "Die Ausgrenzung erfolgt durch Vorurteile und über Feindbilder."

aber vorsicht ist meiner meinung nach immer dann geboten, wenn bestimmte gruppen die "schuldfrage" (wie hier im artikel:"schluss mit dem schuldkult") für ihre ureigensten interessen instrumentalisieren:

http://Behörde lässt hetzen

"...wie das mit der Weitergabe von "Schuld" über Generationen genau funktioniert"

Hihi, das ist einer meiner liebsten Diskussionspunkte mit Schneeflöckchen ;-) Die meisten, die ich dazu bringen konnte, sich (mit sichtlichem Unwillen) dazu zu äußern, bestanden darauf, später zugewanderte Deutschpassinhaber davon auszuschließen. Damit ordneten sie die Schuld - unfreiwillig - als "genetisch bedingt" ein. Und aus dieser selbstgestellten Fallgrube kommen sie argumentativ nicht mehr raus:
Aha? Es gibt also plötzlich doch "genetisch zuordbare Gruppen von Menschen" und "genetisch zuordbare Eigenschaften"? Aha? Eigenschaften wie Geschlecht sind nicht genetisch angelegt, aber genetisch ererbte Schuld schon? etc pp...
Die meisten flüchten aber (leider) schnell genug um gar nicht erst mit solchen Fragen konfrontiert werden zu können. Den aus ihren eigenen Angaben resultierenden Zuruf "Rassist!" hören sie dann, genau wie mein Gelächter, nur noch im Weglaufen :-B :-B :-B

Jedenfalls wundert mich nicht, daß die "Vordenker_Innen_X" der Zuviel-Schneeflöckchen-Gesellschaft inzwischen auch Logik und Fakten als "strukturelle Gewalt" verteufeln. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? ;-)

Und ja, ich gestehe: Rechte sind wirklich böse (zu) und gefährlich (für kognitive Dissonanzen in Schneeflöckchen-Gehirnen) :-B

du solltest doch (von mir) wissen:

ich bin schon lange in den wirkungsbereich der KUNST hineingeschlüpft ... um dem, was andere "leben" nennen zu entkommen ... vielleicht noch nicht konsequent genug ... das merke ich immer dann, wenn es mir mal nicht gut geht, weil
die allmächtige KUNST und der klitzekleinen Rest der Welt, wie sie andere kennen, dem Flow meines Denkens sich in den weg stellen ...^^

veranstaltungstipp für dich:
"Zu gewaltig ist ihr Herz. Es nimmt kein Unrecht hin." gleich ist Berliner #Premiere von "Medea"

Den hab ich auch gesehen und war dann froh, nicht dem ersten Impuls (Lanz erkennen und wegschalten) gefolgt zu sein, denn der Beitrag war - für ZDF-Maßstäbe - erstaunlich differenziert.
Und sehr, sehr traurig...Hoffe, es haben ihn auch genug von den arroganten Leuten geguckt, die aus gemachten Nestern heraus immer so verächtlich über "Deplorables" herziehen.

was meinst du? ob lanz sich geändert hat ... irgendetwas begriffen hat ... kann ja auch manchmal das eigene kind oder sonst wer nahestehndes dahinterstecken ...

hab jedenfalls etwas hoffnung, dass auf der "häßlichen seite" der menschheit nicht immer alle ewig bleiben wollen ...

...sollte man nie aufgeben:
"...hab jedenfalls etwas hoffnung, dass auf der "häßlichen seite" der menschheit nicht immer alle ewig bleiben wollen ..."

Sonst wird man evtl. Zyniker oder Nihilist.

...sondern klug :-)

Außerdem ist das geschilderte Informationsverhalten berechtigte Notwehr gegen Scheuklappen, die von den Herrschenden immer enger gestellt werden (zumindest versuchen sie´s ;-)).

@Hadie: Schönes Fundstück.