20 Okt 2017

Quartalsauflagen / Licht und Schatten?

Submitted by ebertus

Licht und Schatten, wie manche Beobachter meinen? Oder lediglich mehr oder weniger Schatten; wenn "rot" inclusive einem Minus als Vorzeichen die ausschließliche Farbe ist.


Eigentlich eindeutig, hilft da auch kein Schönreden, selbst wenn das Minus mal nicht so deutlich ausfällt.

Zu Springers "Bild" darf man sich weiterhin klammheimlich bis offen, gar schadenfroh freuen.

Aber der "runner up", der Verfolger im Negativen ist einmal mehr nicht weit von der Zweistelligkeit entfernt; jedoch auf einem ganz anderen, absolut hohem Niveau ...

 

 

Quelle: Screenshot MEEDIA


Auch der dritte und der fünfte Platz (im Negativen) wird mit der FAZ und der taz von zwei Mitbewerbern gehalten, die wie BILD und ND unterschiedlicher nicht sein könnten - auf den ersten Blick ...

Aber vielleicht täuscht dieser erste Blick, vielleicht haben die durchaus sehr unterschiedlichen Zielgruppen sehr verschiedene Gründe, auf die gedruckte Ware zu verzichten; man weiß es nicht.

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Was die Wochenzeitungen betrifft, so sieht es dann schon eher nach Licht und Schatten aus - ebenfalls auf den ersten Blick ...
 

Denn der zweite Blick offenbart sehr schnell, dass die rote Musik eben dort spielt. wo es um quantitative Größenordnungen, um absolute Zahlen geht.

Springer führt mit BAMS und WAMS auch hier die Tabelle der Negativwerte an, aber auch die bislang vom Auflagenverlust weitgehend verschonte ZEIT verliert gleich mal eine fünfstellige Zahl an Käufern.

Da helfen auch Gewinne, was die Junge Freiheit betrifft, nicht wirklich weit; oder die des Freitag, der möglicherweise immer noch vom Todenhöfer-Hype zehrt.

 

 

Quelle: Screenshot MEEDIA

 

Interessant jedoch auch hier, dass es bei Sieg und Niederlage, bei den roten vs. den schwarzen Zahlen scheinbar keine bestimmte politische Richtung trifft; denn wer wollte Bild/Welt mit der Zeit, oder die Junge Freiheit mit dem Freitag vergleichen?

Gedrucktes ist teuer; und echtes Geld mögen immer weniger Menschen dafür investieren wollen, es zunehmend nicht mal mehr können. Aus dieser Sicht dürften die Unterschiede nur graduell sein, weil die Leser der Zeit mit Sicherheit etwas wohlhabender sind, als die der Bild;

nicht wollen vs. nicht können eben ...

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Abschließend noch etwas Analyse, es darf natürlich auch Kaffeesatz-lesen genannt werden.

Zunehmend verstecken die Verlage Teile ihrer Inhalte hinter sehr unterschiedlich gestalteten Paywalls, wobei konkrete, nachvollziehbare, belastbare Daten eher Mangelware sind, manche Verlage bzw. Anbieter gleich mehrere dieser  Pay-Spezies im Angebot haben. Ein kurzer Anriß und dann bitte, bitte zahlen, soweit man weiter lesen will. Das ist legitim, trifft jedoch neben anderen Aspekten auch das bereits erwähnte Wollen vs. Können. Einer dieser anderen Aspekte soll hier nun kurz etwas vertieft werden:

Wenn man eine papierne Zeitung bzw. Zeitschrift gegen Bargeld am Kiosk kauft, dann geschieht das vollkommen anonym. Und selbst bei einem Abo sind dem Verlag bestenfalls Name, Anschrift und Kontoverbindung bekannt. Mehr als genug, aber zu wenig für ein umfassendes Profil des Konsumenten, des Delinquenten.

Ganz anders sieht es aus, wenn man sich im Internet für ein -kostenloses, wie kostenpflichtiges- Angebot registriert, dabei ggf. über die oben genannten Informationen hinaus noch Weiteres beibringen muss, freiwillig beibringt. Dann ist man sprichwörtlich gläsern! Der Anbieter kann sehen (und auswerten) was man konsumiert, wie oft, wie lange und wann man konsumiert, mit welchem Equipment man aus welcher geografischen Gegend man zugreift - und ob man stringent am Text bleibt; oder die vielfach aufgebauten Buttons (Traps, ergo "Fallen") auch schon mal anklickt.

Zielgerichtet, benutzerbezogen kann dann angezeigt werden (oder eben nicht), was für den Delinquenten passend ... scheint.

Fast wie die Ergebnisse einer bekannten Suchmaschine, sei das jedoch ein anderes, irgendwann genauer zu betrachtendes Thema.


Auffällig ist, dass der Einsatz von Werbeblockern durch den  Konsumenten/Delinquenten nun beinahe flächendeckend bekämpft wird, jüngst erst die FAZ und auch der Spiegel sich als kraftvolle Mitkämpfer einreihten. Aber während man die FAZ oder die SZ durch das Ausschalten des Werbeblockers wieder anzeigbar macht, so hat sich der Spiegel wohl noch etwas mehr ausgedacht.

"NoScript" oder "Adblock Plus" im Firefox auszuschalten hilft überhaupt nix, wird nach meinem Eindruck, nach meinen Tests auch noch kontrolliert, ob man Traps (Fallen) oder Tracker (Analysetools) ebenfalls blockiert. Mit aktivem Ghostery (Firefox-Tool) sieht das dann so aus. Erst wenn man diese netten, im Hintergrund werkelden Begleiter ebenfalls zulässt, dann darf man SPON schauen - never ever ...


Nachtrag 21.10.2017:

Oben im Text nicht erwähnt, so gibt es neben den Zeitungen natürlich auch das der Zeitschriften und Magazine. Überregional und von den Auflagenzahlen her gesellschaftspolitisch relevant scheinen dort primär drei Namen: Spiegel, Stern und Focus (im Link dann etwas runterscrollen).

Der Spiegel verliert in diesem Quartal nur 2,8 Prozent, während der Stern mit minus 7,6 Prozent deutlich Federn lassen muss. Der Focus, einst als Spiegel-Konkurrent gestartet, er gibt auf bereits niedrigem Niveau um weitere 1,9 Prozent nach.

Und btw. ist es (für mich als Nicht-TVler) immer wieder interessant zu sehen, welche Auflagen die sog. TV-Programmzeitschriften immer noch erreichen.

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Ebenfalls nachzutragen ist das Segment der Regionalzeitungen. Mit einer einzigen Ausnahme, dem Berliner Tagesspiegel, gibt es hier ausschließlich "rote", d.h. Minuszahlen. Einen Grund dafür würde ich spontan in auch meiner gewissen Zustimmung (schaue gern in die Online-Ausgabe) zu diesem Blatt sehen. Während die überregionalen Themen exakt ebenso uniform behandelt werden, wie es sich für den medialen Mainstream hierzulande und insgesamt nun mal gehört, so sind die regionalen Bezüge oft wesentlich kritischer aufgestellt. Für einen demnächst folgenden Blogbeitrag zum "Failed State Berlin" habe ich mich aus diesen Beiträgen des Tagesspiegel umfangreich bedient.

Ein nun wirklich letzter, für mich gewisse Unklarheiten beseitigender Hinweis.

In den hier verlinkten MEEDIA-Tabellen wird immer auf "Abos + Einzelverkauf als Basis der Zahlen bezug genommen. Diese, von den Verlagen freiwillig gemeldeten Daten sind demnach bereinigt um sog. Bordexemplare, Werbeaktionen und andere, umsatz- und gewinnmäßig eher nicht relevante Stückzahlen. Nun findet sich in dem einleitenden Text bei MEEDIA folgende Passage:

"Der Tagesspiegel ist zudem der einzige der 82 Titel mit mehr als 40.000 Abonnenten und Einzelverkäufen, der ohne Sondereffekte zulegen konnte. Der Grund: ein rasantes Plus bei den ePaper-Abos, die inzwischen bei 18.663 Stück liegen."

Spontan könnte man meinen, dass diese e-Papers "on top" zu der papiernen Auflage hinzukommen, also sich die insgesamt gemeldete Auflage (92.597 Exemplare) aus 73.934 papiernen Abos plus eben dieser 18.663 e-Abos zusammen setzt. Ein rasantes Plus, ein fulminanter Durchbruch bei Paycontent ...! Ob dem so ist, das darf ernsthaft bezweifelt werden. Wie mir von anderen, vergleichbaren Medien her bekannt ist, so können (bisherige) Printabonnenten in der Regel und für einen minimalen Zuschlag auch Zugriff auf das das e-Paper, die digitale Ausgabe der Zeitung erhalten. Im Extremfall wären das beim Tagesspiegel weiterhin 92.597 Printabonennten, von denen 18.663 auch Zugriff auf das e-Paper haben. Die Realität dürfte irgendwo dazwischen liegen, sind einige dieser gemeldeten e-Abos wohl auch wirklich neue, zusätzliche.

Zahlen also, die der Differenzierung, der Konkretisierung harren ...

Kommentare

Bild des Benutzers Heinz

Ich persönlich bin nicht bereit, für viele unterschiedliche Print-Zeitungen Geld auszugeben. Das tue ich nur bei Fachmagazinen. Allerdings wäre ich bereit, etwas Geld auszugeben für einen digitalen Lesezirkel, wenn ich dort mehrere Zeitungen werbefrei lesen könnte.

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denn alle kochen ihr eigenes Pay-Süppchen; kommste mit Anmelden garnicht mehr hinterher ...

Für so einen digitalen Lesezirkel -der alle verfügbaren Medien bietet, auch die äußerst umstrittenen- könnte ich mir durchaus vorstellen, fünf bis zehn Euro im Monat zu zahlen.

Idealerweise, so sach' ich mal als Nicht-TVler, aus der dann reduzierten Zwangs-GEZ umgeschichtet; soweit die Öffentlich-Rechtlichen auf echte "Grundversorgung" zurückgestutzt sind, mit fünf Euro/Monat auskommen sollten.

Bild des Benutzers Heinz

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Seh' doch mal die Realitäten!!!

  • Otto Normal wird auf «Diät» gesetzt und bekommt als Rente nur noch Grundrente.
  • Besserverdiener bekommen zusätzlich noch 'ne Betriebsrente.
  • Politiker, Beamte und öffentlich rechtliche Angestellte sind (noch) steuerfinanziert, sollen aber mit den unteren Einkommensgruppen in die gesetzliche Sozialversicherung abgekippt werden.

Mit fünf jämmerlichen Euro (falls es den Euro noch lange geben sollte) finanzierst du für Politiker keine Pensionen, BeamtenRenten und Zusatzversicherungen.

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Wegen bislang fehlender Daten und aus gegebenem Anlaß wurde ein umfangreicher Nachtrag notwendig.

...kann man nicht vergleichen, aber in die Online-Ausgaben von beiden schau ich schon alle zwei, drei Tage rein. Es gibt m. E. immer mehr Leute, die "überall" lesen (also z. B. von pi-news bis indymedia). Nur so kann man sich m. E. einen Überblick erarbeiten und behalten.

Abonnements (sowohl Print als online) können sich m. E. auch immer weniger Leute leisten, die Zeiten werden nun mal härter. Mit ein bißchen Mühe kann man sich aber auch unter Verzicht auf Abos und Bezahlartikel einen ganz guten Querschnitt an Informationen zusammensuchen. Für einige hundert Seiten pro Tag reicht´s zumindest bei mir noch ;-)

Prognose: Es wird print- und online-mäßig bei den Groß-/Verlagsmedien weitere Pleiten und/oder Not-Zusammenlegungen geben. Die ÖR-Medien verlieren weiter an Reichweite und Glaubwürdigkeit, werden zukünftig auch budget-mäßig Federn lassen müssen. Unabhängige Blogs werden weiter an Zahl, Umfang und Reichweite zulegen. Eine Entwicklung, die mir im großen Ganzen sehr gut gefällt.

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das mit der Entwicklung "im Großen Ganzen" ...

Beim Freitag schwingt da natürlich eine gewisse Nostalgie mit, weil wir fast alle von dort kommen und auch schon mal bessere, interessantere Zeiten erlebt haben; eben dort beim Freitag.

Die heutige, großflächig verkachelte bunte Grabesruhe (primär der Community) war ja dort nicht immer so.

Und dennoch -oder gerade deswegen- suchen Menschen nach Alternativen und anderen Sichtweisen, ist wohl nur so der redaktionell getriebene Aufstieg des Freitag und der Jungen Freiheit zu verstehen. In absoluten Zahlen, in der gesamtgesellschaftlichen medialen Relevanz und insbesondere im Netz ist das lediglich Beiwerk, dürften Portale wie KenFM oder die Nachdenkseiten, neuerdings auch Rubikon bereits mehr Traffic generieren als Augsteins in 2009 hoffnungsvoll neu gestartetes Spielzeug.

"...Beim Freitag schwingt da natürlich eine gewisse Nostalgie mit, weil wir fast alle von dort kommen und auch schon mal bessere, interessantere Zeiten erlebt haben; eben dort beim Freitag...."

Stimmt, da tobte mal das Leben. Der Sieg der Antideutschen über die/unsere Versuche, eine "neu-alte" Friedensbewegung zu begründen, wurde mit Grabesruhe (nicht nur beim Freitag) erkauft. Und damit, daß jetzt viele, die "damals" (wann war das? 2014? Kommt mir vor wie vor zig Jahren ;-)) noch überzeugt davon waren, "Linke" zu sein, inzwischen ein neues "Refugium" (echte "Heimat" ist es - noch - nicht wirklich) bei den stringenteren, überzeugenderen, intellektuell haushoch überlegenen, neuen Rechten gefunden haben.

Die "Linke" hat sich derart in Widersprüchen, Zirkelschlüssen und kognitiver Dissonanz verfangen, daß sie sich nicht mal mehr selbst überzeugen kann. Das war schon damals, bei den Diskussionen zur Ukraine und zu Syrien erkennbar, hat sich aber noch erheblich gesteigert. Wer die Realität ausblendet wird mit ihr kollidieren (frei nach Gorbatschow ;-)). Und genau das ist grade täglich auf´s Neue zu beobachten. Wenn die Folgen der Realitätsverdrängung nicht so schrecklich (vor allem für die Schwachen) wären und wenn man ein Zyniker wäre, könnte man fast Vergnügen bei der Beobachtung der in den eigenen Fallstricken strauchelnden "Geistesggrößen" empfinden...So ist es einfach nur traurig.

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Hab ich hier auch schon irgendwo gepostet:

Wenn die Medien sich zusammenschließen zu einem Online-Lesering,

würde ich mich das auch ein Abo kosten lassen.

Aber soweit sind die noch nicht sad die wolle alle ihr Exklusivabo verkaufen.

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Parallel zu den wegbrechenden Käuferzahlen nun auch immer weniger bezahlte Werbung.

Die Verlage haben es nicht leicht, sind die Werbetreibenden auch nicht ganz blöd, schalten weniger Werbung oder bezahlen einfach nicht mehr das, was in guten Zeiten eben zu bezahlen war.

Die aktuellen Zahlen der Statistikagentur Nielsen sind dafür ein Beleg und der darf gern als Abrundung verstanden werden. Rot überwiegt auch hier und es geht bei den einzelnen Titeln, der bezahlten Werbung ebenso (beinahe schon parallel) abwärts wie bei den Käufern. Der Spiegel mit -7,5 und Springers Bild mit -10,5 Prozent finden hier ihre Entsprechung.

Mein ganz persönliches Kaffeesatzlesen mag die Begründung der Zahl von minus 9,4 Prozent beim c't-Magazin sein. Nicht erst seit gestern, nicht erst seit den zunehmend pseudolinken, eher systemkonformen antideutschen Texten einiger Autoren bei Telepolis (gehört wie das c't Magazin zum Heise-Verlag) mehren sich dort in den Kommentarspalten die kritischen Äußerungen. Klar, Telepolis selbst ist kostenlos im Netz zu lesen, kann darüber nicht ermahnt werden.

Aber der Verlag insgesamt, mit seinen kostenpflichtigen Angeboten schon ...

...auf Vertrauensverlust erfolgen heute sehr viel schneller.

Dazu kommt, daß die propagierte Aufgabe von Bindungen (alle sollen nur noch uniform ausgerichtete "Individualisten" sein) auch diejenigen zu Parteien (Stammwähler werden weniger) und zu Medien trifft.

Letzteres bleibt auch den Werbetreibenden nicht verborgen und sie werden ihre Budgets immer breiter streuen und umorganisieren.

Ein weiteres, erfreuliches Beispiel dafür, wie sich Globalisten (in diesem Fall in erster Linie deren Medien-Divisionen) mittel- und langfristig in´s eigene Knie schießen (bzw. schon geschossen haben).

"Qualitätssicherung" durch Steuergelder, nicht mehr nur für ÖR sondern auch für "Qualitäts"-Medien, war ja vor ca. zwei Jahren schon mal Thema...Bin gespannt, wann sie versuchen, das in Realität umzusetzen. "Redaktions-" und "Recherche"-Kollektive einzelner Verlage mit ÖR-Regionalsendern gibt´s ja schon (m. E. als ersten Schritt in diese Richtung).

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für private (Qualitäts)Verlage wird es so wohl nicht geben.

Daher eben und wie Du richtig vemutest, einen indirekten Support, beispielsweise über sog. Recherche-Kollektive. Die einen haben die privaten, privatwirtschaftlichen Kontakte bis in die Grauzonen, auch in die hehren Stiftungen hinein;

die anderen das beinahe unberenzt zur Verfügung stehende GEZ-Kapital..

Ganz sicher bin ich mir nicht, ob es so was in der Richtung nicht doch geben wird.
Ein Freund, Journalist in einer Zeitschrift mit einem sehr speziellen Thema, erzählte mir, dass es für Zeitschriften mit kulturellem Anspruch in Schweden staatliche Subventionen gibt.
Ich kann das nicht überprüfen und fürchte, dass seine Zeitschrift, obwohl dieser Anspruch sehr wohl erfüllt wird, kein Geld kriegen würde, wenn es hier ähnlichen gäbe/geben wird.
Aber ist die Idee nicht einfach zu verlockend, Geld beim Bürger zu holen, wenn er es nicht freiwillig gibt.
Immerhin wird es bei Banken und Energiekonzernen auch gemacht.

Aber ansonsten lese ich die Statstiken immer wieder mit einem leichten Schaudern. Nicht wegen der zurückgehenden Auflagen sondern wegen der noch immer verkauften Exemplare. Wenn ich mir vorstelle, dass da draußen vor meiner Tür Leser von BILD, Tina und sonst was frei und ungekennzeichnet rum laufen. Da befällt einen doch das pure Entsetzen. Ein Neueinsteiger mit beträchtlich Anfangserfolg heißt "Adel heute". Selbstbeschreibung: "Adel heute ist das erste monatliche Premium-Objekt unter den Adelszeitschriften"
Ach so.
Wenn Alliens dereinst, lange nach den Ende menschlicher Zivilisation, auf der Erde landen nach nach unseren Spuren suchen, finden die das, wovon es am meisten gab -so was! Aber gut, sie brauchen dann nicht so lange zu grübeln woran sie, diese Zivilisation, untergegangen ist......

Bild des Benutzers ebertus

auch jenseits der von mir hier erwähnten, besprochenen Titel.

Ein weites Feld, ob mit oder ohne Schaudern und es zeigt zumindest quantitativ einmal mehr, das es für viele Menschen wohl noch eine ganz andere Welt, eine vollkommen unterschiedliche Interessenlage gibt, als diejenige (beispielsweise ) die wir hier versuchen zu repräsentieren.

...bitte: Darin hatte ich (vor ca. zwei, drei Jahren) mal eine ganz- (bzw. zwei-) seitige Reportage über den Rosenpark ;-)
Hab mir das Heft daraufhin mal angeschaut und war positiv überrascht: Viele, gute Tierschutzthemen und alle Koch- und Backrezepte werden vor Veröffentlichung selbst ausgeführt und getestet. Kategorie: Richtet zumindest keinen Schaden an.

Viel bösartiger finde ich im Verhältnis zu solchen Alltags-Gazetten Zeit, Spiegel und Co, die nach wie vor Globalisten- und (versuchte) Kriegspropaganda betreiben (versuchte, weil´s zum Glück kaum noch klappt damit).

Was Schweden betrifft kann ich mir da mittlerweile ziemlich alles vorstellen...
Und hat nicht der Freitag auch eine Zeit lang EU-Mittel erhalten?

Bild des Benutzers ebertus

Und ein Smartphone oder (besser noch) Tablet ist dabei schon Voraussetzung.

Seit kurzer Zeit gibt es KenFM als App für Apple und Android. Die Inhalte sind -wohl erwartbar- die gleichen wie in der Browservariante. Der Nutzwert, so scheint es mir nach ersten Test, ist etwas bequemer, bietet zumindest zusätzliche Optionen.

Das beginnt mit der klaren Gliederung über das Inhaltsverzeichnis mit allen Formaten und geht, für mich interessant, bis hin zum direkten Zugriff auf die Videos, beispielsweise vom Tablet aus.

Bewege mich auch gern jenseits des Schreibtisches und bisher habe ich mir interessante Gespräche etc. über ein Browser-Addon auf den PC runtergeladen, die Datei dann mittels USB-Verbindung und zum späteren Anschauen, Anhören auf das Tablet übertragen. Das kann ich mir zukünftig sparen! Es reicht jetzt einfach, auf der Couch, auf dem Balkon etc. sitzend oder liegend ... die App auf dem Tablet zu öffnen.

Ok, einen Kopfhörer braucht man dann schon noch; jensetz der Lautsprecher am PC.

#######


Kommando (halb) zurück!

Von den vier mir aktuell im Zugriff befindlichen Geräten (zwei Smartphones, zwei Tablets) war die App bislang nur auf einem Gerät, einem Smartphone zum Laufen zu bringen. Das zweite Smartphone und ein Tablet brachten die Meldung, dass das Gerät mit dieser Version der App nicht kompatibel wäre, wurde eine Installation garnicht erst angeboten. Das andere Tablet ließ zwar die Installation zu, war die App dann jedoch nicht startbar.

Mal kurz recherchiert, es wird wohl daran gearbeitet, müssen einige Bugs gefunden und beseitigt werden.

Ergo: einen Test mit dem eigenen Gerät sollte es schon wert sein ...

Und ... habe eine Mail an den App-Entwickler geschrieben.

...und eine Rolle Küchenpapier für die ÖR:
https://www.welt.de/kultur/medien/article170247366/ARD-und-ZDF-Journalis...

Karma is a bitch ;-)

Bild des Benutzers ebertus

denn die Kritik von FAZ oder WELT beispielsweise ist ausschließlich ökonomisch zu verstehen.

Und alle anderen Kritiker, die sog. alternativen Medien und überwiegend online-orientiert kommen doch in den Echkammern der Öffentlich-Rechtlichen eh kaum vor; schlimmstenfalls als Ermahnung an die Höhlenbewohner, dass da draußen ganz schlimme Finger unterwegs sind.

Wer einmal bei KenFM zu Gespräch erscheint, der ist den Höhlenbewohnern dann nicht mehr zuzumuten!

Na klar, daß es den Medienkonzernen um ökonomische Aspekte geht und nicht etwa um Meinungspluralismus.

Der verteilbare Kuchen wird halt kleiner, darum zerfallen bewährte (atlantische) Koalitionen in Partikularinteressen. Mir als bösem Rechten macht es Spaß, den verschiedenen Globalistenpropagandisten dabei zuzugucken, wie sie sich gegenseitig an die Kehle gehen und der Ast, auf dem sie ihren Kampf austragen, immer stärker splittert.

Im Fall des Medienkartells (aufgrund personeller Überschneidungen und gleicher Herren kann man ÖR- und Konzernmedien m. E. durchaus unter diesem Begriff zusammenfassen) bin ich nicht traurig über Strukturzerfall: Diese Strukturen haben zuviel Schaden angerichtet, sind ersetzbar (bzw. schon ersetzt) und besitzen keine Erhaltungspriorität (im Gegensatz zu Sozial- und Sicherheitsstrukturen). - Also bitte *Popcorn und weiter so! ;-)

Kleiner Spaß am Rande: Gibt man "Frankfurter Erklärung" in eine Suchmaschine ein, kommt man zur Website einer böööösen, genderits-feindlichen (womöglich also auch "rechten" oder gleich "rechtsradikalen") Männerrechte-Gruppe. - Die Protagonisten dieses verzweifelten ÖR-Aufrufs sind also so "Neuland", daß sie noch nicht mal geguckt haben, wer wann wie den Begriff schon mal benutzt haben könnte. Oder nicht mal auf die Idee gekommen sind, daß das überhaupt schon mal jemand gemacht hat (ohne sie um Erlaubnis zu fragen, Frechheit!). So viel Größenwahnsinn gepaart mit exquisiter Blödheit...Da kommen einem echt die Tränen... :-B

Klar ist der "Kampf um die letzten Kuchenkrümel" ökonomisch bedingt: Wenn die zentralen Schaltstellen untergehen, zerfleischen sich ihre vorher kooperierenden Partikularinteressen-Vertretungen gegenseitig. Und dabei kriegt der hohe Ast, von dem sie vorher einträchtig zusammen die Parolen posaunt haben, immer stärkere Risse...

Mir macht das Zugucken jedenfalls Spaß ;-)

(Voriger Kommentar dazu verschütt)