25 Okt 2017

Antifa - Die fünfte Kolonne der neuen Rechten

Submitted by ebertus

Opfer oder Opferrolle? Wie die Etablierten im Bundestag, wie die neulinke Antifa auf der Straße das Geschäft der neuen Rechten besorgen.

Eigentlich -und die Spiele mögen beginnen- wollte ich mich hier mit dem aktuellen Text von Jens Berger auseinandersetzen:

"Dann wird es nämlich künftig nur noch darum gehen, jede Personal- und Sachfrage daran zu messen, was dies für die AfD zu bedeuten hat. Denn im neuen Bundestag scheint sich ohnehin alles nur noch um AfD zu drehen."


Schäuble nun auf der anderen Seite der Parteispenden-Barrikade ist schon der Bringer, sind die Großmedien jedoch ganz anders d'rauf:

"Es geht also nur noch um die AfD. Und das nicht inhaltlich, sondern mit größtmöglicher Skurrilität. SPIEGEL Online berichtet beispielsweise gleich über mehrere Absätze, wer denn nun AfD-Politikern die Hand gegeben hat"


Ein bisschen wie damals bei den Grünen, dem Turnschuh-Fischer vs. dem Dachlatten-Börner. Nur wiederholt sich Geschichte eher nicht, schlimmstenfalls als Farce; und genau daran arbeitet man jetzt wohl mit vereinten Kräften - in den Parlamenten und auf der Straße ...

Ja, eigentlich wollte ich das noch etwas auswalzen, wenngleich Jens Berger schon beinahe alles gesagt, auf den Punkt gebracht hat. Doch die aktuell ablaufenden Ereignisse scheinen mir den eher grundsätzlichen Blick geradezu einzufordern.

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Die Tage in einem anderen Blog hatte ich bereits auf diesen FAZ-Text von Don Alphonso hingewiesen und daraus zitiert. Augstein und den Sargnagel mal außen vor gelassen, so fokussiert dieser Text auf einen Beitrag, den die Spiegel-Kolumnistin Sibylle Berg kürzlich verfasst hat. Noch nie in meiner Erinnerung, wurde das Thema einer möglichen (gar notwendigen?) Gewalt gegen Andersdenkende so deutlich betont, so positiv und dennoch lediglich fragend (alles andere wäre wohl strafbar) konnotiert:

"Es gilt, Position zu beziehen. Die unglaubliche Schlaffheit linker Positionen, dieses Tee trinken und kuscheln, der Kampf für Sojaburger und Wiesenblumen gehen an dem vorbei, was sich draußen formiert: faschistische Bewegungen, mit denen nicht zu reden ist, weil man nicht gegen Schreien anreden kann.

Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat. Es wird nichts mehr von alleine gut. Die Regierung wird uns nicht retten. Allein eine Neudefinition des Begriffs linker Aktivismus kann den Schwachsinn des Hasses und der Menschenverachtung stoppen."

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Don Alphonso ist kein Hellseher, hatte Berg & Co daher lediglich auf ihre eigene Echokammer verwiesen, von einem guten Ende des Tunnels zum nächsten fahrend; wo draussen, jenseits der geschlossenen Fenster die Geisterbahnhöfe der Realität vorbeiziehen:

"Wir brauchen einen Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel von Hamburg nach Berlin und weiter nach Wien, in die Frontstadt des neuen, kalten Kriegs in Europa. Der Weg ist, zugegeben, nicht ganz kurz, aber er garantiert wie die Geisterbahnhöfe im Berlin der DDR, dass niemand in Kontakt zu anderen Leuten kommt, die eine abweichende Meinung haben, oder gar auf die Idee kommen, diskutieren zu wollen, und das auch unter der unverschämten Bedingung, dass sie einem am Ende nicht zustimmen und auch nicht drei Metoo-Tweets und eine Spende für das Zentrum für politische Schönheit absetzen müssen. Ich lebe hier in so einer AfD-Hochburg mit 15,1% – Sie glauben gar nicht, was die Leute hier alles so öffentlich sagen, ohne dass man ihnen dafür einen Stand der Kahanestiftung vor die Nase setzt. Der Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel dagegen könnte Intershops einplanen, mit TV-Geräten, die nur drei Staatsfunkprogramme empfangen, und Bücher aus sauber gereinigten Bestsellerlisten. Kurzweil würden nur der Spiegel, Die Zeit, Der Standard, die taz und die Untergrundversion von linksunten.indymedia bieten."

Ja, köstlich, der Schwenk über das aktuell angesagte "metoo", das ZPS, die Kahane-Stiftung, die Frankfurter Buchmesse nebst neuer, sauberer Bestsellerlisten und einem wünschenswerten, natürlich fake&hatspeech-befreiten, dafür etwas beschränkten Medienangebot. Köstlich, ja ... Wenn die neulinke Antifa 2.0 den Text von Sibylle Berg nicht gleich, einmal mehr wörtlich genommen hätte.
 

Nein, man muß die Identitären, deren gesellschaftspolitische Inhalte nicht mögen, aber was da gestern, in der Nacht in Halle geschah, das ist -einmal mehr- weit jenseits der mir nach wie vor sinnvoll erscheinenden zivilisatorischen Mindeststandards.

Die Großmedien bestätigen ihren Ruf als Lückenpresse und ein Link zur Berichterstattung über die Ereignisse muss daher zwangsläufig auf äußerst umstrittene Medien führen.

 

 

 

 

 


Ich versuche es daher zuerst mit einer medialen Subdivision der Kahane-Stiftung. Die Tat selbst wird etwas verbrämt dargestellt, der selektiv aufbereitete Hintergrund überwiegt. Aber immerhin ... bei aller positiven Konnotierung bleibt man deutlich hinter den Formulierungen der Sibylle Berg zurück; wohlwissend, welches strafbare Potential eine deutlichere Stellungnahme beinhalten könnte.

Die andere, natürlich ebenfalls äußerst umstrittene Sicht stammt von Götz Kubitschek, via dessen Magazin Sezession; von dem auch das hier verlinkte Titelbild stammt. Einfach hochscrollen, falls der Link immer noch an das Ende des Artikels springt.

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Zurück zur eingangs gestellten Frage: Opfer oder Opferrolle? Mir scheint der Fall -und nicht nur auf den ersten Blick- relativ klar. Die realen Opfer brauchen nicht einmal wirklich viel tun; sich auf keinen Fall nun ebenfalls gewalttätig äußern. Denn sie werden auf den verschiedensten gesellschaftspolitischen Ebenen von Politik, Großmedien und Antifa in ihrer realen Rolle als Opfer immer wieder neu bestätigt. Mehr können sie sich kaum wünschen, müssen das lediglich medial -als ebenfalls stigmatisierte, in der Regel diffamierte, von Fakebook & Co. immer mal gesperrte Opfer- klug vermitteln.

Kommentare

und mutiger Text.

Es wird Zeit die (lange Zeit erfolgreich) oktroyierten Denk- und Lese- (sogar schon Hinguck-) Verbote zu überwinden.

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In der MZ Halle ist heute ein ganz vernünftiger Kommentar dazu: Angriff ist schäbig, feige, unsagbar dumm.

Die Angreifer haben all jene diskreditiert, die seit Monaten friedlich gegen die Identitären protestieren; all jene Anwohner, die sich in einem offenen Brief gegen ihre unerwünschten Nachbarn gestellt und Gesicht gezeigt haben ...
Man kann es keinem Anwohner verübeln, wenn er künftig mehr Angst hat vor Gewalt in seiner Straße als vor seinen rechtsextremen Nachbarn. In der Nacht zum Mittwoch ist in Halle viel mehr zu Bruch gegangen als ein paar Fenster, Türen und Autoscheiben. (mz)

Die Angreifer haben all jene diskreditiert, die seit Monaten friedlich gegen die Identitären protestieren; all jene Anwohner, die sich in einem offenen Brief gegen ihre unerwünschten Nachbarn gestellt und Gesicht gezeigt haben. – Quelle: https://www.mz-web.de/28649772 ©2017
 
 
Die Angreifer haben all jene diskreditiert, die seit Monaten friedlich gegen die Identitären protestieren; all jene Anwohner, die sich in einem offenen Brief gegen ihre unerwünschten Nachbarn gestellt und Gesicht gezeigt haben. – Quelle: https://www.mz-web.de/28649772 ©2017

es gibt ja unendlich viele orientierungsmöglichkeiten in der welt der menschen und wir wissen alle, dass die einfachen und groben nicht mehr funktionieren: also rechts oder links ist nur noch als irrgarten tauglich - aber es gibt ja je nach interesse auch: dumm-gefährlich, dumm-naiv, intrigant, klug, differenziert, mutig, ängstlich, gewaltbereit, unterwürfig ... und unendliche weitere möglichkeiten ...

zumindest sind die indentitären klug und gewaltfrei = damit könnte ich schon mal was anfangen - jedenfalls wesentlich mehr als mit vielen anderen schwankenden gestalten, die durch die medien und die straßen geistern ...

" Es ist durchaus so, daß es manche sprachliche Provokation aus unserer Richtung gibt, mit der wir, wie an einem Faden ziehend, den linken Hampelmann dazu bringen, Arme und Beine von sich zu werfen. Aber einen Stand auf der Buchmesse zu betreiben oder ein Hausprojekt in Halle zu verwirklichen – das ist nichts, was wir unterlassen möchten oder wofür wir uns rechtfertigen wollen.

Diese Äußerungsformen hat der "Gegner" zu akzeptieren, punktum, ebenso, wie er 92 AfD-Abgeordnete im Bundestag zu akzeptieren hat – um sie dann und sofort mit den angemessenen politischen Mitteln zu bekämpfen."

diesen worten von g.k. kann ich mich voll anschließen - seine rechts-links-polarisierung sagt mir jedoch nicht viel und ist mir zu plump - wo hört konservativ an und fängt faschistoid an? die gleiche einordnungsfrage habe ich jedoch genauso an die antifa: wieweit ist links progressiv veränderungsbestrebt und wo fängt die totalitäre gewalt an?

dies alles lesend und bedenkend mal wieder ein sehr guter grund für mich, mich keiner einzigen "gruppe" anzuschließen , sondern mich weiterhin in "naivität" zu üben und auf liebe und vertrauen setzen und dies jedoch sehr klar und radikal - auch wenn dort die luft sehr dünn ist und sich die "naivität" in frische freie luft des wohlfühlens wandelt, was ich in meiner "naivität" auch noch klug finde :-)

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Überregional und auch beim Spiegel ist einmal mehr die Lücke angesagt.

...macht sich folgerichtig dann auch (siehe "Licht und Schatten") bei den Gewinnen bemerkbar. - Recht so (nach John Cleese)

Da "Linke" heute eher neoliberalen Globalisteninteressen dienen und "Rechte" die einzigen sind, die sich noch denen der einfachen ("abgehängten") Bürger widmen, schreibe ich beide Bezeichnungen fast nur noch in Anführungszeichen.

Eine passendere Unterteilung bezüglich der Haltungen dieser - grob vereinfachten - Gegenpole erscheint mir die in "Utopisten" versus"Realisten" (oder auch "Pragmatiker") zu sein.

Die Realität ist der Maßstab, an dem sich feststellen läßt, wessen Prognosen zutreffend waren - und wessen nicht.
Auch der, an dem sich messen läßt, wessen Vorschläge bezüglich der Gestaltung einer zukünftigen Gesellschaft mit ihr kompatibel sind - und wessen nicht.

Die "Linke" hat auf der ganzen Linie verloren weil weder ihre Prognosen noch ihre Gestaltungsvorschläge mit der Realität in Übereinstimmung zu bringen sind.
Sie hat versucht (bzw. versucht immer noch) die eigenen Utopien gegen die Realität durchzusetzen. Als Gärtner weiß man, daß man nicht gegen die Natur arbeiten kann. Als politischer Philosoph (erst recht als Politiker in Verantwortungs- und Gestaltungsfunktion) sollte man wissen, daß man nicht gegen die Natur des Menschen, erst recht nicht gegen die Realität arbeiten kann.

Der Versuch, den Menschen, in seinem evolutionär und kulturell bedingten "So-Sein" in ein Ideal, ein utopisches Menschenbild zu pressen, ist in der Geschichte schon mehrfach gescheitert.
Dieser Versuch hat zu Millionen Opfern geführt und konnte jeweils nur durch einen extrem hohen Grad an Repression eine gewisse Zeit lang aufrecht erhalten werden.
Mit Freiheit und Demokratie ist jeder weitere Versuch ebenso unvereinbar wie die früheren.

Wir beobachten den Ansatz zu einem neuen Versuch schon eine Weile. Er wird sich (wieder) nicht umsetzen lassen.

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Auch die Neue Debatte  bringt jetzt den lesenswerten Text von Diana Johnstone

Dieser Text, in deutscher Sprache zuerst bei Rubikon veröffentlicht, beleuchtet die eher grundsätzlichen Aspekte einer neuen, in der Regel weniger intellektuell denn gewalttätig auftretenden Antifa, welche hierzulande und nach meinem Verständnis zwar als der militante Arm der Antideutschen zu sehen ist, Diana Johnstone das für die USA jedoch noch viel präziser auf den Punkt bringt, als:

"Sturmtruppen der neoliberalen Kriegspartei"

Insofern und ansatzweise durchaus eine gewisse Analogie zur SA, der SturmAbteilung im Dritten Reich.

...wie weiland das sich etablierende NS-System wohlwollend ge- und befördert von wirtschaftlichen Eliten und Medienkonzernen.
Die Propaganda folgt denselben Linien und die Methoden der neuen Sa sind dieselben wie die der Vorgänger in den Dreißigern: Einschüchterung der Gegner durch Gewalt und Verhinderung freier Rede.

Um u. a. das zu erkennen muß man nicht den "Lockungen der AfD" erlegen sein (huhu Wwalkie! ;-)). Es reicht aus, die eigene Mündigkeit durch Verlassen vorgegebener Denkpfade zurückzugewinnen. - Groß- und ÖR-Medien sind dabei (um nochmal zurück zum Thema zu kommen) mehr hinderlich als hilfreich.

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Ja, es ist davon auszugehen, dass hier sehr intensiv mitgelesen wird.

Jedwede Tracking- oder allfällige Analyseprogramme sind bei den Termiten zwar absolut tabu, aber die ganz herkömmlichen Buschtrommeln funktionieren weiterhin; wenngleich manchmal auch nur über drei Ecken ...

Freitag-Kommentatoren müßten inzwischen ja auch recht viel Zeit haben, in anderen Blogs mitzulesen, denn dort gibt es ja kaum noch Diskussionen ;-)

Ich danke euch, überwiegend (und lieben) Linken und "Linken" übrigens für eure Bereitschaft, mit einem waschechten AfD-Wähler zu diskutieren (einem, der sich schon ge-outet hat, die meisten trauen sich m. E. noch nicht). Alltäglich ist das ja leider (noch) nicht (überall).

Es gibt Foren, in denen ich oft lese, wo das auch funktioniert. Eins davon ist von Betreiber-/Modseite eher "links", das Einigende dort ist die gemeinsame Hinwendung zum Multipolarismus: Dort sind ziemlich alle Kommentatoren "Putinversteher" und nehmen Partei für die Widerstandsachse (Russland, Iran, Irak, Syrien mit China im Hintergrund). Ich lese seit ca. zwei Jahren dort regelmäßig mit weil es sehr gute Recherchen und Analysen vorrangig (aber nicht nur) zum Thema Syrien und Nah-/Mittel-Ost gibt. Die Adresse ist nocheinparteibuch.wordpress.com

Ein anderes, betreiber-/mod-seitig inzwischen tendentiell eher "rechtes" Forum (dort schreiben echte Hardcore-Rassisten und echte Kommunisten sowie alles dazwischen) ist auch völlig offen für "von bis". Auch da ist die Unterstützung der Widerstandachse (insbesondere Russlands) und die Gegenposition zu den Globalisten das einigende Element: vineyardsaker.de

Wer eine Ergänzung mit zusätzlichem Schwerpunkt globale Wirtschaftsentwicklung möchte, sollte zusätzlich immer mal bei Analitik.de vorbei schauen (manchmal gibt es in kurzen Intervallen neue Analysen, manchmal dauert es länger, mal sind Kommentare zugelassen, mal nicht). Der Betreiber/Mod ist keiner "linken" oder "rechten" Richtung zuordbar, aber auch recht eindeutig anti-globalistisch und multipolaristisch eingestellt.

Unfreiheit tötet. Nicht nur Foren, aber die mit als erste.

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liegt im Inhaltlichen. Und da halte ich es mit Hannah Arendt: "Denken ohne Geländer"

Ansonsten teile ich Deine Sichtweise nur bedingt, nicht unbedingt in der dort aufscheinenden apokalyptischen Perspektive. Fühle mich -auch aufgrund meiner Vita- eher als Kosmopolit, anderen Kulturen, Ethnien und/oder Religionen absolut offen gegenüber.

Aber genau das ist eben mein Sein, welches mein Bewußtsein weitgehend bestimmt, geprägt hat. Die Menschen aus Nigeria, aus dem Irak, dem Iran, Indien usw. mit denen ich primär beruflich, machnmal und inclusive der Familie dann auch privat verbunden war, sie gehörten zur sog. technischen Intelligenz ihrer jeweiligen Länder. Englisch war unsere lingua franca und über die Inhalte der Arbeit wurden schnell Gemeinsamkeiten deutlich; die dann eben auch bis in das Private hinein reichten.

Nur diesen durchaus wünschenswerten (beinahe) Idealzustand darf man nicht, sollte man nicht verallgemeinern, als beinahe zwangsläufig ansehen.

Das andauernde Bombardement des Nahen- und Mittleren Ostens durch insbesondere die USA, die ebenso andauernde neokoloniale Ausbeutung weiter Teile Afrikas durch insbesondere die Europäer (die EU) sorgt ja mittlerweile dafür, das Menschen aus diesen Gegenden der Welt nichts mehr zu verlieren haben.

Wenn man dort, bei diesen Ursachen nicht ansetzt, dann ist über eine immer notwendige Hilfe für Menschen in Not jede weitere ernsthafte Debatte eigentlich sinnlos; weil schon beinahe Sebstzweck.

...bin ich nicht (sondern froh, wenn ich nicht reisen muß). Viele internationale Kontakte hab ich trotzdem: Früher (als der Liebste sein Label noch hatte) mußte ich mich manchmal u. a. um Einreise-Visa für Musiker aus Jamaika bemühen (oder um welche für Rumänien-Besuch bevor es in der EU war). Wir hatten oft tage- bis wochenlang Bands aus Japan und USA zu Gast, die auf Europa-Tournee waren.
Zu Zeiten der Reggae-Veröffentlichungen waren am WE oft Busladungen schwarzer, weißer, milchkaffeebrauner, kleiner und großer Reggae-Großfamilien bei uns.
Die Kinder haben und hatten auch immer (nicht nur Schul-) freunde mit internationalem Hintergrund, dazu gab und gibt es Bekannte, Arbeitskollegen und Freunde mit solchem. Zusätzlich haben sich, teils intensive, Kontakte zu Exil-Ukrainern und Russen (in Russland und in D) entwickelt.
In den letzten Jahren (seit die Kinder aus dem Haus sind) haben wir (über Wwoof und HelpX) oft (nicht nur, aber überwiegend junge) Arbeitshelfer aus dem Ausland für einige Wochen hier (warum auch immer, aber die meisten der letzten Zeit aus Taiwan und aus China).
Über die Rosenschiene gibt es immer noch ein paar US-Kontakte und solche nach Australien (obwohl ich schon lange nicht mehr in Auslands-Rosenforen und nur sehr selten in deutschsprachigen schreibe).

Als Multipolarist, der die aktuellen Frontverläufe, z. B. in/um Syrien, verfolgt, entwickelt man natürlich auch Sympathien für die Kämpfer der "eigenen" Seite: Houthis im Yemen, die SAA und (ja, auch die) PMU- , Hisbollah- und iranische Brigaden und verfolgt diesbezüglich einige Schicksale und Twitter-accounts...Liest libanesische, arabische, iranische, syrische, israelische, russische, amerikanische Medien zum Thema (alle, die auch eine englischsprachige Version anbieten).

- Man muß kein eigenbrötlerischer, rassistischer, verbitterter Hinterwäldler sein um "rechts" zu werden ;-)

Übrigens halten (fast?) alle der o. G. die Migrationspolitik von D für Irrsinn.

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"Übrigens halten (fast?) alle der o. G. die Migrationspolitik von D für Irrsinn."

Eine Migrationspolitik im Wortsinne und gar als sog. Einwanderungsgesetz kann ich nicht erkennen. Das wollten schon die Grünen in den 80ern und bis in die 90er umsetzen, als ich noch deren Follower war. Ist ihnen auch unter Schröder und bis heute nicht gelungen, wurde stattdessen das Asylrecht bereits mehrfach verschärft.

Die Partei "Die Linke" ventiliert ja gerade ein sog. linkes Einwanderungsgesetz; neben der wiederentdeckten sozialen Frage aus linker Sicht, aber ohne die Angstzenarien der AfD. Bin gespannt -eigentlich nicht- ob, wann und wie diesen vollmundigen Statements dann Taten folgen werden.

"Exodus" von Paul Collier diskutiert diese Thematik recht umfänglich und beinahe vollständig; ohne das ich mit allen darin enthaltenen Thesen konform gehe und die Dramatik der letzten Jahre in dem bereits 2013 erschienenen Buch natürlich keinen Eingang finden konnte.

...Im Wort "Migrationspolitik" müßte natürlich in Anführungszeichen gesetzt werden. Andererseits sind die Soros´schen Forderungen, die mit dieser Art von Politik umgesetzt werden, ja auch eine Art von Politik: "no borders, no nations" fasst sie doch sehr prägnant zusammen.

Freitag-Kommentatoren müßten inzwischen ja auch recht viel Zeit haben, in anderen Blogs mitzulesen, denn dort gibt es ja kaum noch Diskussionen ;-)

Ich danke euch, überwiegend (und lieben) Linken und "Linken" übrigens für eure Bereitschaft, mit einem waschechten AfD-Wähler zu diskutieren (einem, der sich schon ge-outet hat, die meisten trauen sich m. E. noch nicht). Alltäglich ist das ja leider (noch) nicht (überall).

Es gibt Foren, in denen ich oft lese, wo das auch funktioniert. Eins davon ist von Betreiber-/Modseite eher "links", das Einigende dort ist die gemeinsame Hinwendung zum Multipolarismus: Dort sind ziemlich alle Kommentatoren "Putinversteher" und nehmen Partei für die Widerstandsachse (Russland, Iran, Irak, Syrien mit China im Hintergrund). Ich lese seit ca. zwei Jahren dort regelmäßig mit weil es sehr gute Recherchen und Analysen vorrangig (aber nicht nur) zum Thema Syrien und Nah-/Mittel-Ost gibt. Die Adresse ist nocheinparteibuch.wordpress.com

Ein anderes, betreiber-/mod-seitig inzwischen tendentiell eher "rechtes" Forum (dort schreiben echte Hardcore-Rassisten und echte Kommunisten sowie alles dazwischen) ist auch völlig offen für "von bis". Auch da ist die Unterstützung der Widerstandachse (insbesondere Russlands) und die Gegenposition zu den Globalisten das einigende Element: vineyardsaker.de

Wer eine Ergänzung mit zusätzlichem Schwerpunkt globale Wirtschaftsentwicklung möchte, sollte zusätzlich immer mal bei Analitik.de vorbei schauen (manchmal gibt es in kurzen Intervallen neue Analysen, manchmal dauert es länger, mal sind Kommentare zugelassen, mal nicht). Der Betreiber/Mod ist keiner "linken" oder "rechten" Richtung zuordbar, aber auch recht eindeutig anti-globalistisch und multipolaristisch eingestellt.

Unfreiheit tötet. Nicht nur Foren, aber die mit als erste.

weil ich euch nicht überfordern möchte und darum für´s erste Schluß mache (vielleicht schau ich morgen nochmal rein - bin aber nicht böse, wenn ihr genervt seid und das nicht möchtet) wollte ich noch einen kurzen Gruß an die Mitleser (aber offenbar Nicht-Mitschreiber) vom ehemalig gemeinsamen Forum hinterlassen:
Wenn die Damen und Herren sich ein bißchen Mühe geben, finden sie ja vielleicht auch dafür einen exotischen, "echt ge-outeten" AfD-Wähler, mit dem sich in DIREKTEM Austausch diskutieren läßt? - Es ist konstruktiver, nicht ÜBER- sondern MITeinander zu kommunizieren. Und die meisten "Rechten" sind meinen Beobachtungen nach dafür aufgeschlossener als die meisten "Linken, also nur zu!

Allen zusammen einen angenehmen und friedlichen Rest-Abend! :-)

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wiederhole mich hier gern, eher positiv in Sachen AfD ...

Reale Verträge zum Fernhalten, gar Selektieren von Flüchtlingen mit dem lupenreinen Demokraten Erdogan hat nicht die AfD geschlossen; sondern die EU unter maßgeblicher Beteiligung unserer Bundeskanzlerin.

Erwartbar sind, wenn man erste dahingehende Handlungen durch das EU-Mitglied Italien betrachtet, auch offizielle Verträge eben dieser EU mit sog. Warlords auf dem Gebiet des ehemaligen Libyen.

Bis zu sechs Meter hohe Natodrahtverhaue rund um das Mittelmeer und bis hoch in den Balkan hat nicht die AfD errichtet, sondern primär die EU unter Führung von Deutschland.

Abschiebeflüge wie aktuell wieder in die blühenden Landschaften von Afghanistan werden nicht von der AfD organisiert und umgesetzt, sondern von den exekutiven Instanzen in Deutschland und unter Beteiligung der Bundesländer; auch derer, in denen die Linke an der Regierung beteiligt ist.

Die Antifa, auch alle anderen Guten hierzulande und wenn sie es denn ernst meinten, sie müsste doch diese Praktiken und die dafür Verantwortlichen viel intensiver bekämpfen; als eine Partei, welche weder im Bund noch im Land an der Exekutive beteiligt ist.

Insofern beleidigt es die mir dankenswerterweise noch verbliebene Restintelligenz, wenn mir politisch-großmedial plus derer nachlaufender Jubelperser ein Feind in liebevoll errichteten pontemkinschen Dörfern vorgestellt wird, den ich doch bitteschön zu bekämpfen hätte;

während einzig und allein die ganz große Koalition eben dieser demokratisch legitimierten Exekutive in Bund und Land für das Wohl und Wehe der Flüchtlinge zuständig und verantwortlich ist - von der spanischen Enklave Melilla bis zum Berliner Tiergarten!

kann ich nicht teilen. ich bleibe bei meiner linken haltung in der flüchtlings-migrations-debatte (wenn bedarf, dann blogbeitrag noch einmal lesen nebst meinen kommentaren). auch nicht die positionen der wagenknechtler&afdler zur einwanderungspolitik. bitter enttäuscht bin ich von der open-border bewegung in der linkspartei, die das konzept einer linken zuwanderungspolitik gelinde gesagt "verwässern" wird, wenn sie auf zugangsbarrieren im sinne von nützlichkeitserwägungen bei zuwanderern weiterhin bestehen sollte. das konzept einer solidarischen einwanderungsgesellschaft ist richtig und realisierbar. es ist kein utopisches projekt, sondern vielmehr eine frage der haltung gegenüber menschen, die in (politische/ökonomische) not geraten sind und demzufolge schutz/perspektiven benötigen. in diesem punkt finde ich keine gemeinsamkeiten mit euch (bernd, hadie und raphaela). bin auch nicht bereit, rechtes gedankengut nachzuplappern, weil es irgendwie von links mit der nazikeule bekämpft wurde (was ich übrigens für destruktiv halte). alles andere ist von mir gesagt, geschrieben und zitiert. mehr ist aus meiner sicht nicht zu sagen.
 
aber es gibt ja noch andere themen und da können wir uns gerne wieder treffen...smiley
 

ich freue mich jedesmal, wenn ich klartext lesen darf - danke:-)))

leider leben wir aber nicht in klartext-zeiten - und ich frage mich oft - da ich "spagat-texte" nicht gut ertrage - ob ich besser schweigen sollte, anstatt klare perlen vor die säue zu werfen - doch auch hier habe zu beidem keine lust ... bin also immer lustloser am schreiben und überlege, wie ich das ändern kann (löschen lassen kann ich mich ja immer in den medialen hoheitsgebieten - doch selbst dann habe ich ja den zensor als einzigen leser mit meinem klartext erreicht;)

mit den grenzen - das ist ein ganz konkreter fall - ein philosopher und ganz realer gleichzeitig. (raphaela hat ja gut nachvollziehbar - privat - dazu ihren standpunkt vertreten, vielleicht würde sich auch dieser verändern, wenn sie selbst mal obdachlos auf der flucht herumirren müßte - aber soweit ist es ja zum glück für uns nur der absolute ausnahmezustand der obdachlosen, deren stimme fast NIRGENDWO zu hören ist)

und da sind wir auch schon beim notfall - der andere abgrenzungen braucht als die alltägliche normalität.

eins weiß ich jedoch sehr genau: es gibt in deutschland genug räume, die einfach leer stehen - aus den unterschiedlichsten gründen und gleichzeitig menschen wie die tiere (teilweise noch schlimmer, auch dies liegt am verantwortlichen im umgang mit tieren) leben - zu überleben versuchen

ich finde das ganze kapitalistische system übel - ich kann es ja mit meiner erfahrung aus zwei systemen gut vergleichen - die gesamten vorteile sind NUR für geldbesitzer gegeben und die "allgemeine verständigung" auf diese wirkungsweise sitzt tief in jedem paragrafen und beamtenstuhl - an jedem küchentisch ... überall dort, wo es keine gedankliche freiheit davon gibt ... die taten folgen lassen könnte >>> letztendlich MÜSSTE ... aber nur blablabla zum vertuschen und zur erträglichkeit dieses zustandes produziert ... auch das ermüdet - und noch völlig sinnlos dazu >>> also rette dir deine klarheit :-)))

Bild des Benutzers ebertus

jedenfalls nicht von mir.

Aber genau deswegen hatte ich in dem anderen Blog angemerkt, nachgefragt, wie das mit den "mehr offenen, mehr durchlässigen (dennoch) Grenzen ganz konkret und im Detail, geografisch wie administrativ und gar inhaltlich" gehen soll.

Da wird die gute Frau, die Autorin dieses von Hadie verlinkten Textes -wohl für einen NGO-ThinkTank schreibend- mit Sicherheit sehr reserviert bleiben, sich ebenso wie (im kleinen FC-Biotop) eine Magda oder ein WWalkie  etc. im Unverbindlichen bewegen. Die Hyänen der Guten warten nur darauf, das jemand der ebenfalls Guten den argumentative Kopf auch nur ein wenig über die verbal unverbindliche Grasnabe hinausstreckt.

Da kennen die dann keine (ehemals) Geistesverwandten ...


Du schreibst: "bitter enttäuscht bin ich von der open-border bewegung in der linkspartei, ...",

was uns in der wohl erkannten, weitgehenden Hilflosigkeit ein Stück weit eint.

Und ich bringe es gar noch weiter auf den Punkt. Ob jemand AfD oder die Linkspartei wählt, das macht real kaum einen Unterschied, obwohl die Linkspartei und im Gegensatz zur AfD sogar in drei Bundesländern mit am Katzentisch der Macht sitzt; in Thüringen sogar den Ministerpräsidenten stellt.

Hat jemand -ganz ernsthaft- schon mal gehört, dass es aus diesen drei Bundesländern einen massiven, wenigstens eine real praktizierten Widerstand (Bundesrat etc.) gegen die Flüchtlingspolitik der ganz großen Koalition gibt?

Bild des Benutzers pleifel

Staatliche Gebilde wie in Europa sind in einem langfristigen Entwicklungsprozess entstanden. Und der Erhalt dieser Strukturen bedarf sorgfältiger Überlegungen und vor allem: wie sollen notwendige Veränderungsprozesse demokratisch gestaltet werden? Im Freitag läuft mal wieder ein xter Beitrag dazu mit dem Titel: Fehlt der Linken Transzendenz?  Abgesehen davon, dass der Beitrag etwas religiös unterlegt ist, sind es die immer gleichen Argumente, die ausgetauscht werden.

Warum wird das komplexe Thema immer mit Schlagwortformulierungen wie "offene Grenzen" = ein Muss für linke Parteien verkürzt? Wie soll oder kann eine Einwanderungsgesellschaft denn die Probleme globaler Flüchtlingsströme lösen, zumal aus der Region Afrika, wo erst der Beginn der  Migrationsbewegung zu beobachten ist, zumal bei der explosiven Bevölkerungsentwicklung.

Und gleich vorweg: ein Großteil dieser Flüchtlingsursachen ist den Industrieländern geschuldet, zum einen noch aus der Kolonialzeit verursacht und natürlich über die heutige Handels- und Wirtschaftspolitik. Das erstere lässt sich nicht mehr ändern und darf aber nicht unter den Tisch fallen. Und was in dem Zusammenhang dazugehört ist eine schnelle Lösung, was die Toten im Mittelmeer betrifft: heißt, man schafft Anlaufpunkte konkreter Erfassung und Bearbeitung, sodass auch den Schleusern der Boden entzogen wird. Das aber wäre nur die unmittelbare "Brandbekämpfung".

In der Thematik muss klar unterschieden werden, wer nun zu den Flüchtlingen zählt und welche Rechte damit verbunden sind, also die Asylberechtigten, die Flüchtlinge, die unter die Genfer Konvention fallen und natürlich davon unabhängig die Transferbewegungen, die mit den Jobs zusammenhängen (Letzteres wäre die gewünschte Migration nach "Nützlichkeitserwägungen"). Das bedeutet dann aber auch eine saubere statistische Trennung aller Zuwanderung, damit die Zahlen nicht falsch dargestellt werden.

Jeder Bürger eines europäischen Staates kann sich abhängig von seinem Leistungsvermögen (auch Wohlstand) entscheiden, wie er oder sie individuell seinen/ ihren Beitrag leisten will (kann). Davon ist zu trennen, was vom Staat gefordert werden soll, denn das ist eine Entscheidung der ganzen Bevölkerung, die nämlich diesen Staat quasi als demokratisches Gemeineigentum erhält, zum einen mit der Infrastruktur und allen Institutionen, die dazu errichtet worden sind. Und natürlich gehört dazu die Entscheidung, wie aus den Leistungen aller Bürger mit den Finanzmitteln verfahren werden soll, die in verschiedensten Transfers (und Investitionen) zum Erhalt der Gesellschaft beitragen. Hier wäre es mal angebracht, das Beispiel der Familie heranzuziehen, die zu erst einmal für das Wohl der Familie und der weiteren Angehörigen sich verantwortlich sieht: das ist sowohl natürlich, als auch logisch. Was darüber hinausgeht ist eben eine freie Entscheidung.

Nicht umsonst zeichnen sich stabile Gesellschaftssysteme dadurch aus, dass sie in konkreten Grenzen eine geordnete gesellschaftliche Organisation ermöglichen, die dann auch bestimmter Voraussetzungen bedarf, um bestehen zu können. Das erfordert eine ständige kritische Überprüfung, inwieweit die Veränderung von bestimmten Parametern die Gesellschaft verkraften kann. Völlig unterkomplex, aber immer gut zu „verkaufen“ ist nun als ethischer Standpunkt die Forderung nach offenen Grenzen! Was darunter zu fassen ist, bedarf aber einer kritischen Diskussion und keiner Einteilung in gute oder schlechte Linke, wobei als Linke alle Bürger betroffen (gefragt) sind, die in der Sache überhaupt eine Meinung vertreten.

Bild des Benutzers fahrwax

@Pleifel

Sollte ein Links sein auf einem frei-gleich-brüderlichen Sein basieren, aber an der nächsten Grenze – oder auch der 'Außenkante' der Familie – die rote Linie der, zwar traurigen aber zwingend notwendigen Ungleichheit ziehen?

Für mich verbirgt sich hinter dieser (hirnrissigen) „gruppenspezifischen Bevorzugung“ nur die hässsliche Visage der „rassischen Überlegenheit“ mit den darauf aufbauenden, altbekannten Schweinereien der gruppenspezifischen Zuschreibungen.

Frei-gleich-brüderlich nur für eine auserwählte (überlegene!) Gruppe (Rasse, Einkommensklasse, Sekte, eingegrenzte rechtgläubige Gemeinde) ist der wiederkehrende Mordfaktor und die Standard-ausrede der herrschenden Extralegalität – programmierter Mord und Totschlag als daraus resultierendes, zu „verteidigendes“ Kulturgut.

........"ein Großteil dieser Flüchtlingsursachen ist den Industrieländern geschuldet, zum einen noch aus der Kolonialzeit verursacht und natürlich über die heutige Handels- und Wirtschaftspolitik" - 

also der Gnade unserer privilegiert wie zufälligen geografischen Geburt in die rassische Überlegenheit?

Wir teilen gern mit den Flüchtlingen deren Flucht wir mitverursacht haben, aber unsere Obergrenze ist dort, wo unser Troginhalt nicht mehr für unsere Adipositas ausreicht........die Fortsetzung des kanibalistischen Fressens aber mit ethischem (Linkem?) Anspruch?

Tssssh

 

Bild des Benutzers pleifel

setzen und den Aufsatz noch mal neu schreiben: so wäre das Fazit in unserem ehemaligen Deutschunterricht für Dich ausgegangen.

An Dich war der Kommentar auch nicht gerichtet. Aber wenn ich es mir recht überlege, lebst Du doch in einer landschaftlich dünn besiedelten Ecke ohne Infrastruktur, da ließe sich für Flüchtlinge doch glatt was machen.

Ansonsten erwarte auf den Kommentar von Dir keine Erwiderung.

...ob dann alle Staaten, die Migration nur begrenzt zulassen, rassistisch sind?

Oder gibt es vielleicht doch praktische Gründe dafür, Migration zu reglementieren?

Zum Thema "Schuld" finde ich es echt zynisch, z. B. Obdachlosen, Alleinerziehenden und Menschen in Kinder- oder Altersarmut eine Mitschuld an neoliberaler Ausbeutung zu unterstellen - und ihnen dadurch aus einer (für mich pseudo-) moralischen Höhe weitere Folgen dieser unterstellten Mitschuld aufzubürden.

Das ist das eine. Zum anderen ist doch klar, daß globale Ausbeutung und globaler Ressourcen-Klau schon alleine aus Nachhaltigkeitsgründen beendet werden müssen. Daß es keine unfairen Handelsverträge mehr geben darf. Daß die Zeit der "routinemäßigen" Regime-changes und Putsche vorbei sein muß. - Dafür sollten aber die wirklich Verantwortlichen haftbar gemacht werden, nicht diejenigen, die ebenfalls unter den Folgen der Umverteilung leiden.

Im übrigen ist diese Haltung (alle Deutschen sind mit schuld) eine, die ich sehr oft lese. Und auch die Konsequenz daraus ("habt euch nicht so, ihr da unten, wenn ihr jetzt noch schlechtere Chancen habt durch zunehmende Konkurrenz bei Wohnungssuche und Tafeln, etc!") beobachte ich sehr oft. - Frage: Wundert sich dann noch jemand ERNSTHAFT, wenn "die da unten" (plus die "noch" nicht ganz unten) sich von einer Linken abwenden, die für sie solche "Lösungen" bereit (und für gerechtfertigt) hält?

Der daraus resultierende Verdacht, daß Linke ihre potentiellen Wähler zumindest verachten (wenn nicht sogar hassen) ist nicht von der Hand zu weisen.

Für einen wirklich guten und sinnvollen Zweck ist fast jeder bereit, den Gürtel NOCH etwas enger zu schnallen. Die aktuelle Massenmigration erfüllt diese Kriterien nicht. Die Leute sind nicht so dumm, wie nicht zuletzt viele "Linke" sie offensichtlich gerne hätten, und erkennen das.

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eine innewohnende Bigotterie adressierend.

Nahezu alle Staaten dieser Erde reglementieren Migration in der einen oder anderen Art und Weise. Die Bigotterie besteht darin (ähnlich wie zur Todesstrafe), dass offizielle Statements, beispielsweise unserer Regierung, diese Handlungen bei einigen Staaten kritisieren, bei anderen jedoch zum gleichen Sachverhalt höflich schweigen, es als innere Angelegenheit des jeweiligen Landes deklariert, in die man sich gefälligst nicht einzumischen habe;

zumindest dann nicht, wenn gar noch wirtschaftliche Interessen auf dem Plan stehen ...

"Jeder Bürger eines europäischen Staates kann sich abhängig von seinem Leistungsvermögen (auch Wohlstand) entscheiden, wie er oder sie individuell seinen/ ihren Beitrag leisten will (kann). "

meine möglichkeit wäre ZEIT ... und als ich einen öffentlichen aufruf in der zeitung las, dass alleinreisende minderjährige flüchtlinge paten bräuchten - habe ich mich beim dafür zuständigen jugendamt gemeldet - ebenso wie in einer völlig überlasteten speziellen betreuungseinrichtung dafür ...

jedoch stand eine unüberwindbare bürokratische mauer dem eigenen aufruf im wege ... damit war das erst mal mein letztes bürger-engagemant in diesem staat beendet und hat mich mal wieder grundsätzlich in meiner meinung von ihm bestätigt ... das reicht mir erst mal wieder ... für meine rückkehr in die staatsfernen gebiete des zivilen lebens - wo ich jenseits von irrsinn und frustration das wenige was möglich ist tun kann ...

ps. ich persönlich brauche keine parteien und keinen staat um mich volllabern zu lassen mit dem, was ich populisten schwachsinn nenne - da reicht mir schon privat und medial ...

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nachvollziehen, zumal es bereits ausreicht, in die Mühlen von Hartz IV (oder auch der Sozialhilfe) zu geraten, um das System als politisch gewolltes Abwehrbollwerk gegen die Grundrechte der Berechtigten zu erfahren (konkret bei einem meiner Kinder). Aber genau das ließe sich ändern, wenn es mehrheitlich der Wille der Bürger wäre und entsprechendes Wahlverhalten auslösen würde.

Eher ist das Gegenteil der Fall, denn generell wird das Problem in die Individualisierung verlagert (also das, was daraus im Neusprech der Hartz-IV-Gesetzgebung als Eigenverantwortung und Flexibilisierung bezeichnet wird), sodass die durch das neoliberale Wettbewerbsmodell aussortierten nicht mehr am Wohlstand teilnehmen können und das als mehr oder weniger ok wahrgenommen wird (auch von den Betroffenen!). Ich hätte nicht gedacht, dass die Instrumentalisierung des Bewusstseins so weit hätte gehen können, aber es scheint weitgehend gelungen. Insoweit ist einsichtiger demokratischer Widerstand eher nicht zu erwarten, was bei denen, die eine andere Sicht der Dinge sich erhalten konnten, enormen Frust aufbaut!

Was die Hilfen betrifft, um kurz auf @Werners Wortklauberei auf meinen Kommentar einzugehen, heißt das natürlich nicht, das bei unmittelbarer Not und notwendigem Hilfebedarf in der Nachbarschaft oder erweitertem Umfeld die Hilfe verweigert wird. Nur, bereits ohne die Flüchtlinge (was kein gegenseitiges Ausspielen ist), haben wir in einem reichen Land Obdachlose, viele Prekäre, die der Tafeln benötigen, alleinerziehende Mütter und Väter, die hinten und vorne nicht klar kommen usw. usw.. Das wäre erst einmal meine unmittelbare Verantwortung, soweit ich den Blick dafür habe.

Und was nun noch dazukommt (und von uns berücksichtigt wird), ist die schlechte Perspektive unserer Kinder, was ihre zukünftigen Renten betrifft. Insoweit wird hier stärker darauf geachtet, was in dem Zusammenhang von uns noch kompensiert werden und damit auch den Enkeln zugute kommen kann. Auch das wäre nicht (oder in geringerem Maße) notwendig bei einer gerechten Verteilung der Lasten in der Bevölkerung. Aber auch hier regiert das durchschnittliche Wahlvolk durchweg gegen ihre eigenen Interessen.

Offene Grenzen oder geschlossene Grenzen sind politische Kampfbegriffe, die als Extreme die Vernunft, aber auch das Humane ausschließen. Ersteres kann das noch vorhandene Potential sowohl des Staates als auch seiner Bürger überfordern und letzteres verträgt sich nicht mit dem, was sich aus dem Humanismus (von mir auch dem Christentum) als Werte in unserer Zivilisation ergeben hat. Daraus entsteht ein ständiger Diskussionsbedarf, da theoretische Forderungen auch praktische Lösungen erfordern und die fallen nicht in dem Maße "vom Himmel", wie es ggf. bei Millionen weiteren Flüchtlingen erforderlich ist (hier ist der Zeitraum natürlich wesentlich).

Kurz noch ein Beispiel, wie es kommt, dass selbst Deutsche oder generell Anspruchsberechtigte der Sozialgesetzgebung von den notwendigen Leistungen der Krankenkasse abgeschnitten werden, wenn die Mitarbeiter der Behörde fehlende Mitwirkung diagnostizieren (mal so mal so) und sich willkürlicher Maßnahmen bedienen, die nicht mehr wie früher aufschiebende Wirkung bei gerichtlicher Gegenwehr bewirkt und selbst bei vor Gericht festgestellten Fehlern die rückwirkende Nachzahlung begrenzt wurde, ein einmaliger Fall (soweit ich weiß) in der deutschen Gesetzgebung.

Worauf ich hinaus will ist, dass ein so Betroffener ohne Versicherungsschutz nun Flüchtlinge sieht, die ohne jegliche Eigenleistung in den "Genuss" der ärztlichen Versorgung kommen und daraus ein Bild des falschen Unrechts im Kopf entsteht, dass aber das Unrecht den Arbeitslosen aus der deutschen Gesetzgebung selbst betrifft und eben nicht der Maßstab an dem Flüchtling gelegt werden darf! Nur, es fällt schwer, sich dieser Ideologie zu entziehen, wenn genau solche Zustände von Rechts benutzt werden, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen und die Arbeitslosen sich mit elementaren Existenzproblemen rumschlagen müssen.

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"Worauf ich hinaus will ist, dass ein so Betroffener ohne Versicherungsschutz nun Flüchtlinge sieht, die ohne jegliche Eigenleistung in den "Genuss" der ärztlichen Versorgung kommen und daraus ein Bild des falschen Unrechts im Kopf entsteht, dass aber das Unrecht den Arbeitslosen aus der deutschen Gesetzgebung selbst betrifft und eben nicht der Maßstab an dem Flüchtling gelegt werden darf! Nur, es fällt schwer, sich dieser Ideologie zu entziehen, wenn genau solche Zustände von Rechts benutzt werden, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen und die Arbeitslosen sich mit elementaren Existenzproblemen rumschlagen müssen."

 

..........hat dann die Chance dazu zu lernen: "Recht" und "Rechts" auseinander zu halten ist unmöglich!

Ich bin schon immer privilegiert - meine Jahre ohne Krankenversicherung stießen auf mein "Linkes" Bewußtsein (frei-gleich-brüderlich) - wenn ein Stein auf den anderen kommt, entsteht auch flott ein schickes "Glaubensgebäude" mit ordentlichem Fundament.

Wennste verstehst was ich meine.........

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ließe sich noch trefflich streiten und solange Du deine ggf. notwendigen ärtztlichen Bedarfe aus der eigenen Tasche bezahlen kannst: deine freie Entscheidung. Ein Recht auf Solidarität jedenfalls darüber hinaus lässt sich meines Erachtens nicht ableiten, denn Solidarität ist immer noch eine freiwillige Zuwendung und keine Pflichteinforderung.

Wer sich also als Solitär in einer Gesellschaft betrachtet, muss dann auch mit der Last der Freiheit leben können und zwar auf Dauer.

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Tssshh

Ist das jetzt dein Outing Paul?

Ich gebe schon zu das provoziert zu haben - wegen der unverbindlichen (kostenträchtigen?) Fröhlichkeit der Freiheit.

Und damit du dir keine Sorgen um mich machen musst, sachich mal so: "wer bereit ist alles zu geben, wird nicht viel weniger verlangen".

Das halte ich für einen solidarischen Schuh der (ausnahmsweise) nicht drückt - könnte aber der Linke sein.

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Und wenn ich deinen Kommentar "wer bereit ist alles zu geben, wird nicht viel weniger verlangen" richtig lese, trifft eben genau das nicht zu. Denn Nächstenliebe (um es mit diesem Begriff zusammenzufassen) ist weder eine berechnende noch eine, die von den Anderen daraus Verpflichtungen ableitet, bzw. aus seiner Einstellung heraus dies vermeint. Aber vielleicht meinst Du etwas anderes.

Und in deinem Kommentar, "weder a noch b" ein Link über "Parasiten", die durchaus in der Natur ihren Sinn und Zweck erfüllen und das ganz ohne "Vor-Formatierung" oder ideologische Gedanken. Deine Kommentare sind förmlich eine Fundgrube für Entgegnungen, da Du mit deinen Schematismen und Verallgemeinerungen ständig neue Vorlagen lieferst.

Aber ich muss mich nun mal entscheiden, wieviel Zeit ich dafür investieren will (schon wieder so ein unreflektierter kapitalistischer Begriff, wie viele davon, die sich in die Alltagssprache eingeschlichen haben, was aber kein Zufall ist) und abwäge hinsichtlich meiner anderen Vergnügungen, die ich mir im Luxus gönnen kann: meint konkret lesen, lesen, lesen.

Um also innerhalb des Kaitalismus eine Wandlung herbeizuführen (und dann überhaubt die Menschen aktivieren zu können), bedarf es eben mehr als utopische Maximalforderungen, die eh nur eine Minderheit will. Wer aber ständig ein utopisches Endziel proklamiert, holt damit keinen Hund hinter dem Ofen hervor, es sei denn, derjenige kann vernünftige, realisierbare Vorschläge unterbreiten, die anknüpfend an die gegebenen Verhältnisse schrittweise Änderungen vollziehen, die einsichtig nachvollzogen aund mehrheitlich (aber auch real) als sinnvoll erkannt werden. Alles andere ist typisches linkes Texten, unergiebig und folgenlos.

...auf medizinische Versorgung kann sich leisten, wer a) gesund und unverletzt ist oder b) über eigene, diesbezügliche Ressourcen verfügt.

Weil ich eine elektronische "Gesundheits"karte verweigert habe (kein Foto geschickt, daher auch mehrere Jahre keine Arzt-/Zahnarztpraxis aufgesucht) und gedachte, auch zukünftig auf die Segnungen (?) moderner Medizin verzichten zu können, war der Unfallschock einer, der meinen diesbezüglichen Hochmut erfolgreich zu Fall gebracht hat.

In früherer Zeit hätte es die Alternative gegeben, daß jemand das Bein mit dem zertrümmerten (= nur noch in versprengten Einzelteilen vorhandenen) Hüftgelenk mit einer/mehreren Holzlatte/n geschient und ich ca. 6 Monate unbeweglich irgendwo hätte liegen können (vorausgesetzt, jemand hätte mich irgendwie versorgt). Mit viel Glück hätte ich die Schmerzen (mithilfe einheimischen Opiums?) sowie wahrscheinliche Folgeinfektionen überlebt. Mit noch mehr Glück hätte ich irgendwann wieder ein bißchen (mit dann steifem Bein und verzogener Wirbelsäule) rumhumpeln können.

Alternative b wäre gewesen, an Schmerzen (schlimmer als akuter Bandscheibenvorfall, hätte ich nicht gedacht) und Folgeinfekten zu krepieren.

Seitdem bin ich etwas weniger arrogant. Vor allem auch gegenüber Menschen, die auf medizinische und/oder pflegerische Hilfe angewiesen sind. Und die als Erste draufgehen, wenn hier die Rest-Systeme kollabieren. Solange man noch fit genug ist um sich irgendwo irgendwie ohne fremde Hilfe was zu essen anbauen, jagen, finden oder sonstwie ergattern kann, denkt man da noch ganz anders ("die werden schon auch irgendwie klarkommen" z. B.). Ich erinnere mich noch gut: War bei mir bis zum 17. März ganz genauso.

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sperrig, was die Gesundheitskarte betrifft. Die Laufzeit meiner alten Karte war zwar noch gegeben, aber mein Aufwand, der damit für mich verbunden war, betreffend Koordination Krankenkasse und Arzt, ging mir doch ab einem Tag x ziemlich auf den Senkel.

Solange ich die Verfügung über die Daten der Gesundheitskarte noch allein habe und entscheiden kann, wann und zumal welcher Arzt die einlesen kann (nur temporär und falls er als mein Hausarzt eigene Datenverwaltung betreibt auf lokalen Servern auch speichern darf), können die neuen Verfahrensweisen auch für mich von Vorteil sein, wenn man mal bedenkt, wie wichtig das für die Helfer bei einer Notfallsituation ist oder auch bei dringenden Inanspruchnahmen fremder Ärzte, die sich dann schnell einen Überblick verschaffen könnten.

Analog gilt das auch für die EC-Karte, bei der man sich dem gewünschten "Datenklau" der Handelskonzerne auch mit Kartenzahlung entziehen kann, wenn man den anonymen Auflademodus als Guthaben benutzt.

- Zustimmung zu deinem (Pfeifels) Kommentar (und sorry, wenn ich wieder in´s "Du" zurückfalle, normalerweise sieze ich inzwischen alle mir noch nicht wirklich bekannten Leute).

Was die "Stimmung" "gegen Flüchtlinge" betrifft: Die hat sich tatsächlich stark gewandelt, aber m. E. nicht, weil irgendwelche "Rechten" dazu aufhetzen. Die, die das tun, gibt´s natürlich auch, allerdings in weit geringerer Zahl, als unter "Linken" und Linken oft behauptet.
Wie in einem vorigen Kommentar schon beschrieben: Die AfD unterscheidet zwischen Asylberechtigten und Nicht-Asylberechtigten, möchte das Asylrecht beibehalten.
Die etablierten Parteien werfen alle in einen Topf und verlangen von "den schon länger hier Lebenden" unbegrenzte Toleranz (= "Erleiden") und unbegrenzte Akzeptanz. Nicht nur gegenüber der reinen Anzahl und den daraus resultierenden, demographischen Folgen ("Replacement migration" klingt edler, bedeutet aber dasselbe wie "Umvolkung"), sondern auch den schon realen Auswirkungen dieser Anzahl (Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt, den Tafeln als auch zunehmende Gewalt und abnehmende Sicherheit im öffentlichen Raum), den mittelfristigen Folgen der Finanzierung (Infrastruktur, Bildung, etc) und auch den realen Auswirkungen der Lebensqualität (insbesondere für Frauen im öffentlichen Raum).
Es wird verlangt, ALLE und JEDEN (auch potentielle Terroristen, offensichtliche Islamisten sowie Gewalttäter jder Art) nicht nur willkommen zu heißen sondern auch, deren offensichtliche Bevorzugung in vielen Bereichen (z. B. bei verhängten Strafen unter Rücksicht auf "Kultursensibilität") stillschweigend zu akzeptieren.

Damit werden dann mittelfristig in der Bevölkerung auch Ressentiments gegen ALLE geschürt. Das ist schlimm.

Die Mehrzahl der "Rechten" macht übrigens die neoliberale, globale Politik für die Migration verantwortlich, NICHT die Migranten.

"und als ich einen öffentlichen aufruf in der zeitung las, dass alleinreisende minderjährige flüchtlinge paten bräuchten - habe ich mich beim dafür zuständigen jugendamt gemeldet - ebenso wie in einer völlig überlasteten speziellen betreuungseinrichtung dafür ... jedoch stand eine unüberwindbare bürokratische mauer dem eigenen aufruf im wege.

unüberwindbare bürokratische mauer ist schon fast freundlich ausgedrückt:

"Hier ein Beispiel der Bürokratie aus Berlins Schulverwaltung, die es willigen Menschen schwer macht, ihre Hilfe weiter zur Verfügung zu stellen. H In Berlin gibt es 955 Willkommensklassen mit 11.388 Flüchtlingskindern ohne Deutsch - kenntnisse. Konzepte fehlen noch immer wie auch geschultes Personal. In den Bezirken gibt es spezielle Koordinatoren. Die Kinder und Jugendlichen müssen teilweise bis zu einem Jahr auf einen Schulplatz warten. Hingegen gibt es belastbare fähige Pensionäre, die ihren Ein - satz mit Erfahrungen im Bereich Deutsch mit Ausländern anbieten und auf schnellen Ein - satz warten. Meine Pensionärin war von 1973 bis 2012 als Studienrätin auf Lebenszeit im Land Berlin tä - tig und arbeitete nach ihrer Pensionierung als Vertretungskraft an 3 Gymnasien im Rahmen der Personalkostenbudgetierung. Sie hat eine Zusatzqualifikation für Deutsch als Fremd - sprache und hat fünf Jahre im Ausland gearbeitet. Seit eineinhalb Jahren gibt sie ehrenamt - lich in einer Kirchengemeinde Deutsch für Flüchtlingskinder. Sie arbeitet erfolgreich und ist beliebt, gesundheitlich topfit. Für diese Arbeit hat sie ein erweitertes Führungszeugnis erworben.

Am 17 Juni erhält sie von einer Sachbearbeiterin ein Schreiben:

„Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass die für Sie zuständigen Gremien (FV, PR, SBV) Ihrer befristeten Einstellung zugestimmt haben. Es ist beabsichtigt, Sie im Rahmen der zentralen Nachsteuerung ab dem frühestmögli - chen Termin in den Berliner Schuldienst einzustellen. Die Einstellung erfolgt befristet bis zum 19.07.2017. Die nunmehr für Sie zuständige Lehrerpersonalstelle wird sich schnellstmöglich bei Ihnen melden, um einen Termin zum Abschluss des Arbeitsvertrages zu vereinbaren. Dieses Einstellungsangebot steht unter folgenden Vorbehalten: Ihrer generellen persönlichen und körperlichen Eignung für eine Einstellung in den öffentlichen Schuldienst (Vorlage des Führungszeugnisses, keine anhängigen Straf- oder Ermittlungsverfahren, Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit). Das „Erweiterte Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Dienstbehörde“ (Bitte als Empfänger angeben: „Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, (Stellenzeichen s. unten stehende Auflistung), Flottenstr. 28-42, 13407 Berlin“) ist von Ihnen bei Ihrer zuständigen Meldestelle bzw. bei einem der Bürgerämter zu beantragen. Ent - stehende Kosten für die Beantragung eines „Erweiterten Führungszeugnisses“ werden nicht erstattet. Die Voraussetzungen (berufliche Betreuung, Beaufsichtigung, Erzie - hung und Ausbildung von minderjährigen Personen) des § 30a Abs. 1 des Gesetzes über das Zentralregister und das Erziehungsregister (BZRG) für die Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses sind erfüllt. Bitte legen Sie dieses Schreiben bei der Beantragung des Führungszeugnisses in der Meldestelle bzw. im Bürgeramt vor. Eine ggf. erforderliche vertrauensärztliche Untersuchung wird nach Vertragsunter zeichnung von der Personalstelle veranlasst. Die notwendigen Einstellungsvordrucke füge ich diesem Schreiben als Dateien bei. Die ab sofort für Sie zuständige Personalstelle erhält den Vorgang per Fachpost und wird sich bei Ihnen zwecks Festlegung des Termins für die Unterzeichnung Ihres Arbeitsvertrages melden. Bitte legen Sie die ausgefüllten Vordrucke der zuständigen Leh - rerpersonalstelle vor. Zusätzlich sind von Ihnen zum Termin der Vertragsunterzeichnung folgende Unterlagen vorzulegen: • Erhebungsbogen (beiliegender Vordruck) bitte nur bei einem „JA“ im Zusatzfra - gebogen ausfüllen • Einverständniserklärung für die Anforderung Ihrer Personalakten im öffentli - chen Dienst (beiliegender Vordruck) • Geburtsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie) • Heiratsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie) • Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk (Original oder beglaubigte Kopie) • Geburtsurkunde/n des Kindes/der Kinder (Original oder beglaubigte Kopie) • Schwerbehindertenausweis (Original oder beglaubigte Kopie) • Bankverbindung (beiliegender Vordruckh).

Zeugnis über Schulabschluss (Original oder beglaubigte Kopie) • Zeugnisse bzw. Nachweise über bisherige Tätigkeiten im öffentlichen Dienst (zur Berechnung von Beschäftigungs- und Dienstzeiten) • Dienstbescheinigung der Bundeswehr • Studienbuch bzw. Bescheinigung über Studienzeiten • Sozialversicherungsausweis • Mitgliedsbescheinigung Ihrer Krankenkasse • Antrag Kindergeld (bitte bei der zuständigen Familienkasse in der Flottenstraße beantragen) bitte nur verwenden, wenn Sie Kindergeldberechtigte/r sind und bis - her das Kindergeld erhalten haben. Einzustellende Personen mit der Staatsangehö - rigkeit eines EU- bzw. EWR-Staates erhalten das Kindergeld von der zuständigen Familienkasse der Agentur für Arbeit • Antrag auf vermögenswirksame Leistungen (beiliegender Vordruck)

http://www.magazin-auswege.de/data/2016/06/Pick_Wenn_die_Buerokratie_Ausnahmen_zuliesse.pdf

 

wie es in anderen gegenden aussieht weiß ich nicht ...

ich versuche das beste daraus zu machen: erkenntnisgewinn ... und oft verfolge ich aktionen, bei denen sand ins getriebe gestreut wird ... für kurze zeit ... und auch nur zum nachdenken geeignet - da ohne jede reale konsequenzen und veränderungen ... diese finden jedoch spürbar in immer mehr köpfen statt

mir fällt nur freundliche geduld und nachhaltigkeit ein ... um die samen der erkenntnis wachsen und reifen zu lassen

hätte ich diese geduld und zuversicht nicht ... würde in wilden aktionismus verfallen - so würde sich nur mein ganz persönlicher zustand verschlechtern ... der gesellschaftliche bestimmt nicht ... dazu wird ein klarer kopf und auch mentale kraft gebraucht: im richtigen moment - der für die zukunft nicht verbaut werden darf ...

" Das erstere lässt sich nicht mehr ändern und darf aber nicht unter den Tisch fallen. Und was in dem Zusammenhang dazugehört ist eine schnelle Lösung, was die Toten im Mittelmeer betrifft: heißt, man schafft Anlaufpunkte konkreter Erfassung und Bearbeitung, sodass auch den Schleusern der Boden entzogen wird. "

ja, genau, es gibt tatsachen, die sich nicht mehr ändern lassen - da sie tödliche folgen hatten. was es jedoch nach MEINEM verständnis von zivilisation gibt, ist 1. die erkenntnis darüber, 2. scham über die taten und 3. ENTSCHÄDIGUNGSMÖGLICHKEITEN >>> alles andere ist für mich blablabla, heuchelei und verdummung ...
im gegensatz zu dir, gehe ich der "schrecklich-kriminellen schleuser-geschichte" des politischen meinungsmonopols nicht auf den leim >>> dies ist WESENTLICH!!! differenzierter zu betrachten ... und hat sich als "lückenfüller auf dem freien markt" bewährt (ist der nicht sonst unantastbar und göttlich?)

leider gibt es ethisch-humanistisch diese "göttliche" huldigung nicht >>> das ist dann wohl der "zornige und strafende gott" ??? (hab keine ahnung, was sich die "christen" so alles zur interpretation heranziehen) ... es stinkt jedoch seit über tausend jahren ... z.zt. wird es wohl gerade "freiheitlich, demokratischer rechtsstaat" genannt ... und ich hab keine ahnung, wie bei diesem gestank und tiefer werdenen sumpf weiterhin diese durchhalte-lieder angestimmt und mitgesungen werden können ... naja, die krächzenden stimmen verraten da wesentlich mehr über den zustand von dirigent und sängern ... wenn wenigstens noch die ohren funktionieren ... der "liebe gott möge mir meine sinne bewahren helfen" - die mir für das (über)leben gegeben hat ... der rest ist eh schon genug gestraft

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das: "im gegensatz zu dir, gehe ich der "schrecklich-kriminellen schleuser-geschichte" des politischen meinungsmonopols nicht auf den leim", ich wo geschrieben habe? Diesen primitiven Zusammenhang der Ablenkung begreift doch wohl noch jeder, der seinen Verstand einigermaßen beisammen hat.

"Und was in dem Zusammenhang dazugehört ist eine schnelle Lösung, was die Toten im Mittelmeer betrifft: heißt, man schafft Anlaufpunkte konkreter Erfassung und Bearbeitung, sodass auch den Schleusern der Boden entzogen wird."

die "schnelle lösung" heißt: alles versprochene geld und medizinische hilfe aufzustocken und NICHT zurückzuhalten bzw. zu verringern und sichere flugrouten aus den höllen an sichere orte einzurichten, denn ALLE nach berlin oder in die lager an der griechischen küste geht nun wirklich nicht ... andererseits ist das finden von geeigneten orten kein problem ... es fehlt ganz einfach der wille ... und WIE dieser genau aussieht, möchte ich lieber nicht wissen - zumindest in berlin habe ich mir die situation angeschaut ... und auch das geeier in politik und medien vernommen ...

mit wem die schleuser zusammenarbeiten, mit wem frontex u.ä. zusammenarbeitet = keine ahnung und kein interesse an aufklärung und änderung >>> und die ewig böse afd als zivilisierter sündenbock und perfekt funktionierendes ablenkungsmanöver von grausamen menschenrechtsverletzungen der super-eu-demokraten ...

Manchmal frage ich Leute, die mir erzählen, "die armen Syrer" müssten doch unbedingt alle hier aufgenommen werden, ob sie wissen, daß Frau Merkel (zuletzt Anfang des Jahres, wenn ich mich recht entsinne), die Sanktionen gegen Syrien verlängert hat.
Darauf folgt in den meisten Fällen ungläubiges Staunen: "Sanktionen? Gegen Syrien? hä? :-O"

Noch "besser" ist, daß es in dieser Personengruppe Überschneidungen gibt mit "Save Aleppo", "adopt a revolution" et al oder mit einer Bewunderungshaltung für die sogenannten "Weißhelme"/white helmets...Heißt: Die Leute, die in Mitteleuropa und Deutschland ALLE Syrer aufnehmen möchten, sind teilweise dieselben, die in den letzten Jahren zu denen gehörten, die von NATO und Co verlangten, den noch friedlichen, ruhigen, nicht umkämpften Teil Syriens (Damaskus z. B.) AUCH noch zu bombardieren! - Im Interesse von "Demokratie und Menschenrechten" natürlich...Sie wollten West-Aleppo bombardieren zu lassen, um "die Kinder von Aleppo" zu retten...

NULL Ahnung davon, was da wirklich passiert/passiert ist, NULL Ahnung, WER diesen (Bürger" - ha!) Krieg entfesselt hat, WOZU er entfesselt wurde (von denselben Globalisten, die die weapon of mass migration intiiert haben, finanzieren und davon profitieren).
NULL Ahnung, daß die meisten Syrer Binnenflüchtlinge waren (und noch teilweise sind, aber viele kehren schon in die befreiten Gebiete zurück), NULL Ahnung vom Leben vor Kriegsbeginn in Syrien, NULL Ahnung von schon erfolgten Amnestien, Rückkehraufrufen, Maßnahmen der syrischen Regierung und ihrer Verbündeten für die Rückkehrer....Auch NULL Ahnung davon, daß die meisten "Syrer" (zumindest mittlerweile) gar keine sind und schon gar nicht die Hilfsbedürftigsten und Ärmsten der (vor was auch immer) Flüchtenden...

Würden diese Leute mal ein bißchen ihre Augen öffnen, würden sie bemerken, daß die Kriegsentfacher die sind, die auch die Massenmigration wollen und befeuern. Aber selber lesen und denken ist ja zuviel verlangt :-/

Zitat von Pfeifel:
"...Das bedeutet dann aber auch eine saubere statistische Trennung aller Zuwanderung, damit die Zahlen nicht falsch dargestellt werden...."

- Zustimmung dazu und zum Rest des Kommentars. Was die benötigte Trennung betrifft wurde die politisch und medial m. E. absichtlih verwässert bis zur Aufhebung.
Die AfD z. B. möchte das Asylrecht nicht abschaffen, Die anderen Parteien schaffen es de facto insofern ab, als es mit allen anderen Zuwanderungsformen in einen Topf geworfen und dadurch bei vielen der "hier schon länger Lebenden" inzwischen genauso abgelehnt wird wie Zuwanderung ohne Asylanspruch. Daher sagen ja einige Pragmatiker, daß, wer das Asylrecht mittel- und langfristig erhalten möchte, sich gegen illegale Immigration wenden muß.

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"Wir distanzieren uns vom Distanzieren" schreibt die anonyme Kampagne „Kick them out“ und ruft für heute zu einer Demo am Haus der Identitären auf. Die Gewaltbereitschaft schreit da aus jeder Zeile.

https://kickthemout.noblogs.org/

Ganz und gar nicht anonym bleiben die "IB-ster" auf einer anderen Seite. Der Sound der gewaltbereiten Verfolger klingt so:

"N. N. lebt in Halle, in Halle erstmals beim Gerichtsprozess gegen Y. X. im Juli 2017 in Erscheinung getreten, Rolle bei Kontrakultur unklar, Freundin von X. Y., bewegt sich im Umfeld von Y. Z., ist aktive Kampfsportlerin bei La Familia Halle, nahm an mindestens einem konspirativen Rechtsrockkonzert im Mansfelder Land teil (Dezember 2016)."

Wenn das keine Sympathiewerbung für die am öffentlichen Pranger Bedrohte ist!

https://hosenrunter.noblogs.org/personen/kontrakultur-halle/

War vorhin am belagerten Haus, das gespenstisch leer und dunkel da steht. Dieser Rechtsstaat ist ein trauriger Witz! Keine Gewalt!

haus

In der Haustür sieht man noch das Loch, durch das Buttersäure in das Haus gepumpt wurde.

@Hadie:
Danke für Bericht und Foto!

Hab gestern bei Antaios schon den Kontrakultur-Kalender bestellt (der zu neuen Diskussionen innerhalb der Familie führen wird ;-)). Ein Teil des Erlöses (5 Euronen pro Kalender wenn der Text bei sezession richtig in Erinnerung). Wenn ich nicht so pleite wäre, würde ich die IB zusätzlich finanziell unterstützen (10 Euronen müssten noch drin sein, schaumermal...).

Wäre ich jünger und weniger behindert würde ich mir ein Auto leihen (weit genug weg parken) und mit Hund und Spaten zwecks Verteidigungsunterstützung losfahren...Geht aber leider nicht mehr :-/

Vor einigen Jahren waren "Antifa" und Schwarzer Block - gefühlt - "meine" Leute! Heute ist mir das genauso peinlich wie früher mal kurz Mitglied bei den Olivgrünen gewesen zu sein...The times they are a`changin...

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Lese gerade "Mit Linken leben" von Lichtmesz/Sommerfeld und finde es sehr erfrischend. Die Flüchtlingskrise wird m. E. von Heinsohn besser erklärt:

http://www.achgut.com/artikel/migration_und_globale_konkurrenz

Kubitschek und Kositza wandeln für meinen Geschmack noch zu sehr auf Jüngers und Strauß' Spuren ...

Bei mir steht "Mit Linken leben" auf dem Weihnachtswunschzettel (bei uns ist es peinlicherweise so, daß die Kinder drauf bestehen, den armen Eltern was zu schenken). Freu mich schon drauf :-)

Was Ernst Jünger et al betrifft hab ich den genauso wenig (komplett) gelesen wie z. B. Marx. Nach der Schul- und Studienzeit war ich meist mehr mit anderen Sachen und anderer Lektüre beschäftigt und lese heute vorrangig zu tagesaktuellen Ereignissen im Internet. Dazu, diverse Bildungslücken bezügl. klassischer Literatur aufzufüllen wird´s wohl nicht mehr reichen.
Eine gewisse Unbildung kann aber m. E. auch Vorteile haben, z. B. den, Dinge unvoreingenommen zu lesen und/oder wahrzunehmen.

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auch Kubitschek und Kositza betreffend, informativ und zudem noch preiswert in: "Die autoritäre Revolte".

...für den Tip, Pfeifel: Kommt mit auf die Liste (hier liegt praktischerweise schon ein kleiner Verlagskatalog zum Ankreuzen auf dem Tisch)

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wobei ich in unregelmäßigen Abständen hier immer mal reinschaue, denn die veröffentlichen ständig aktuelle Bücher, die sich ja anderweitig auf Rezensionen und weitere Infos über die Autoren einschätzen lassen. Dann haben die noch die Themenhefte APuZ, die lesenswert sind und das eine oder andere mehr noch im Shop, zum Teil kostenlos.

Pleifel = Paul und auch gerne Du hier bei den Termiten im teilweise persönlich bekannten Raum, anders als im Freitag, mit der inflationären Anmelderei und undurchsichtigen Betreuung.

- Danke dafür und auch für die weiteren Tips!

- kann es natürlich nicht "beweisen" - das GERADE die antifa jahrzehntelang systematisch mit agent-provokateurs unterlaufen ist - genauso wie viele systemkritische personen, bewegungen, medien usw. ..

bei den grünen ist es mir zuerst aufgefallen, oder war es horst mahler und dann jutta ditfurth (?) >>> die liste ist unendlich laaaaang und wird immer weiter geschrieben ... immer mehr brisanz hat dies durch jugolslavien, ukraine - die eu - die flüchtlinge aus den kriegs- und hungergebieten - nsu, pegida und afd undundund erhalten ...

begleitet wird dies durch zunehmende armut und arbeitslosigkeit, das fast völlige versagen der medien und der meisten prominenten aus kunst und wissenschaft + justitz

völlig logisch, das die damit geschaffenen LEERSTELLEN gefüllt und besetzt werden - doch WER macht dies wirklich mit interesse an der "sozialen sache der bevölkerungsmehrheit" und wer instrumentalisiert in dem neu zu besetzenden vakuum in der art von rattenfängern für eigene (ideologische) machtinteressen?

das klarste und gravierendste scheint mir dabei zu sein: es geht gegen das, was mal "links" hieß - oder antifaschistisch oder sozial(istisch) - antiimperialistisch >>> und jetzt ist es soweit: ANTIFA IST KRIMINELL - wird so kommuniziert, so wahrgenommen und verhält sich auch so = die "sturmtruppe" gegen alle, die nun "nazi" genannt werden ...

ich mach mir gedanken über die verdrehung der begiffe/inhalte >>> und frage mich, welche ich benutzen kann, um nicht ins messer zu laufen - aber auch nicht nur zum schweigen/falsch verstehen verdammt bin ...

denn ich bin nicht viel, aber ganz klar ANTIFA und mir ist übel, wie die, die sich so nennen ihr angebliches antifa-sein als eindeutig faschistoides gedankengut in den alltag bringen, selbst wenn adorno dies klug und weitsichtig voraussah

WER?????? sind eigentlich die "aktuellen" theoretiker dieser truppen??? wer ihre (wieder)geburtshelfer sind, das ist mir klar ...

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Auch wenn Sibylle Berg sich aktuell etwas in den Vordergrund schreibt ...,

so würde ich sie weder als Geburtshelfer noch als Vordenker sehen, eher hängt sich sich und nicht wenig populistisch an diese nicht selten gruseligen Exzesse schlichter Gewalt einfach an.

Diese neulinke, mccarthyesk gewendete Antifa scheint mir da viel eher der militante Arm der Antideutschen zu sein, unter denen es sowohl im journalistischen, wie auch im seriös sich gebenden wissenschaftlichen Feld einige Vordenker und Anstifter gibt. Auch wenn das (für mich) dahingehende Standardwerk namens "Die Antideutsche Ideologie" von Robert Kurz bereits aus dem Jahre 2003 datiert, so sind die darin enthaltenen Analysen -auch was die Vereinnahmung von Adorno durch die Antideutschen betrifft- mittlerweile aktueller denn je.

Besagtes Buch (wie viele andere) habe ich nicht gelesen, stattdessen (u. a. in der früheren FC) Antideutsche bei der konkreten Arbeit studieren können. Vertiefende Texte dazu dann auf (linken) Seiten im Internet gefunden. Die verdeutlichten nochmal, daß diese Formation explizit zur Unterwanderung der Linken initiiert und genutzt wurde und erheblich dazu beigetragen hat, echten Linken ihre Werkzeuge (Sprache und Begriffe) zu stehlen, um sie als Waffe gegen linkes Gedankengut zu verwenden.

Antideutsche waren und sind ein Vereinnahmungsmittel der Globalisten um linkes Gedankengut in deren Sinne umzuwidmen.

Wir wissen, daß Globalistenstrukturen wie z. B. NATO, EU, Bundeskanzleramt sowie diverse "Denkpanzer" große Gruppen hochqualifizierter Sprachwissenschaftler, Neurologen, Psychologen und PR-Experten beschäftigen um ihre Narrative zu erfinden und zu verbreiten.
Wenn es Agenten dieser Strukturen gelingt, eine Gruppe politischer Prominenz auf der linken Seite so zu beeinflussen, daß sie die Narrative und Wortneubesetzungen der Globalisten aufnehmen und weiterverbreiten, wenn sie zusätzlich vielleicht auch noch Redaktionen und andere Medien/Schnittstellen linker Kommunikation übernehmen können, haben sie m. E. den Hauptteil ihrer "Arbeit" geschafft.
In der Folgezeit werden dann (über Atlantikbrücke etc) wahrscheinlich noch verschiedene Medienkarrieren befördert (und andere beendet), gesellschaftliche Gruppen durch öffentliche Gelder (andere ausgegrenzt) und das Projekt nimmt seinen Lauf...
Verfügt es erstmal über gesellschaftliche Macht, Relevanz, tönende Rhetorik und Mittel, folgen ihm die Opportunisten wie auch die begeisterungsfähigen, jungen Idealisten...Quod erat demonstrandum.

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habe mich daher zumindest indirekt darauf bezogen.

Insbesondere im zweiten Teil "Das Subjekt ist der Wert" und mehr noch im dritten Teil "Falsche Unmittelbarkeit" analysiert Kurz in dem genannten Buch die Vereinnahmung eben auch von Adorno durch die Antideutschen.

In der FC ist WWalkie für mich der klassische, mittlerweile wohl einzige Vertreter dieser intellektuellen Spielart der Antideutschen. Immer ein passendes Adorno-Zitat in der Tastatur, so versucht er es ganz subtil, den nicht so belesenen Kritikern jeden Wind aus den Segeln zu nehmen.

Hätte auch Moshe Zuckermann nennen können, der sich in "Wider den Zeitgeist Bd. II" mit dem Kunst- und Kulturverständnis von Adorno auseinandersetzt, dabei in mehreren Essays aufzeigt, wie perfide nicht nur Adorno von den Antideutschen und anderen interessierten Kreisen vereinnahmt wird. "Die Persistenz von Ideologie" (Wagner in Israel) ist so ein aus meiner Sicht schon klassischer Text.

So wurde mein FC-Blog zu Zuckermann gnadenlos rückdatiert, ist das Gespräch mit Jebsen  nach wie vor aktuell.

Btw. Die damals noch (auch mal wieder ...?) beim Freitag schreibende DameVonWelt  fühlte sich nach meinem Blogtext dazu aufgerufen, nun ihrerseits via dem Freitag gegen Jebsen zu Felde zu ziehen. Das ging dann etwas nach hinten los, handelte sich der Freitag wohl irgendeine rechtlich relevante Ermahnung von Jebsens Anwalt ein. Das Teil der Dame verschwand erst mal und wurde irgendwann, wohl modifiziert und um die Kommentare bereinigt wieder eingestellt.

Seit der Zeit fremdelt die gute Dame etwas mit dem Freitag ...

...zwischen (exemplarisch) Atlantikbrücke, Antideutschen, EU-Machtstrukturen, Globalisten-Stiftungen und solcher globalistisch unterwanderter/übernommener Parteien, Gewerkschaften, Kircheninstitutionen und "Antifa" lassen sich sehr gut nachvollziehen und aufzeigen.

Umso erstaunlicher, daß es immer noch viele, (überwiegend) junge, von klein auf manipulierte (eigentlich kluge) Idealisten gibt, die diese Verbindungen und die gemeinsame Zielrichtung dieser Globalistenstrukturen nicht erkennen (können oder wollen).
Ich setze da auf a) zunehmende Lebenserfahrung und b) zunehmende Neugier, die sie (irgendwann) dazu bringt, mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Letzteres ist im Internet-Zeitalter ja relativ einfach: Es reicht z. B. aus, sich über die Karrierestufen und Stipendien/Förderer einflußreicher Medienleute und Politiker zu informieren, um erste Muster zu erkennen.

nee - das meine ich eigentlich nicht - kann aber damit zusammenhängen, dass ich "antideutsche" für eine begriffliche mißgeburt halte.
wobei wir schon wieder bei der "geburt" wären ... aber ich dachte an "der schoß ist fruchtbar noch ..."

und mir geht es schon recht konkret um "faschismus" in allen seinen erscheinungsformen von biologismus, totalität, selektion ... bis zur geplanten und durchgeführten "industriemäßigen körperlichen" vernichtung von menschen, die als "unwert" oder minderwertig bezeichnet werden ...

wenn die suizidale fraktion der antideutschen lebensmüde ist das ihr alleiniges problem ... und ich sehe mich nicht als deren therapiehelfer ... ihre "predigten" darüber sind wie gesagt, entweder therapiebedürftig oder ihr privatproblem ...

ich glaube eher, die antifa ist ein chaotischer kindergarten - ohne jede fundierte theorie = straßenkinder, die sich gerne kloppen und eine zerstörungslust haben >>> aggressives straßentheater um seiner selbst willen ...

apropo theater:
In ihrem vor 75 Jahren veröffentlichten Roman "Das siebte Kreuz" folgte Anna Seghers einem geflohenen KZ-Häftlingen auf seiner Flucht durchs Rheinische - heute wieder auf der theaterbühne - fast genau wie damals: der fluchtweg gesäumt von Komplizen, Verrätern, Gleichgültigen und Misstrauischen. ...

>>> die gelangweilten wohlstandskinder haben keine ahnung und suchen ihre abenteuer - werden sogar dafür bezahlt/belohnt und folgen dafür der regie ihrer einflüsterer ... sonst bliebe ja nur die langeweile von prekärer arbeit und konsum >>> aber "nazis" jagen - ohne jede vorstellung, was das ist und sich mit denen kloppen, die ausländer verjagen wollen >>> die jagdsaison 2017 ist in vollem gange >>> alle sind willkommen, solange sie keine "obergrenze" für die geschäftemacher und auftraggeber dabei ins spiel bringen ... es geht ja nur um 200.000 menschen als spielzeugmasse ...

...charakterisiert m. E. sehr gut die Mitläufer, Marie: Diejenigen, die dann die Straßenkämpfe und Anschläge ausführen. Die edlen Biedermänner haben sich ja noch nie selbst die Hände schmutzig gemacht.

Agents provocateurs sind ein altbewährtes Mittel der Globalisten. Schon bei der Tunix-Demo (1978 oder 79) waren solche bei der Arbeit zu beobachten, verkleidet als Schwarzer Block. Später wurden auch immer wieder welche enttarnt.

Ebenso ist heute bekannt, daß Gladio Terrorangriffe initiiert und verübt hat. Die Verbindungen von NSU und Verfassungsschutz sind noch nicht völlig geklärt aber ebenfalls mit Indizien belegt.

Die einzig mögliche Gegenmaßnahme scheint mir immer noch zu sein, Abstand von allen zu halten, die zu Gewalt aufrufen. Auch und grade in eskalierenden Demo-Situationen.

Was die im Orwellschen Sinn planmäßig ausgehöhlten und mit "passendem" Inhalt neu befüllten Begriffe betrifft, hilft dagegen m. E. nur die Doppelstrategie der Erfindung von neuen und der Rückversicherung der Gesellschaft über den wahren Inhalt der mißbrauchten Begriffe und Definitionen, indem ihr neu befüllter Inhalt nicht (aus Bequemlichkeit) akzeptiert sondern immer wieder neu diskutiert wird.

Persönlich halte ich das Kenntlichmachen durch Anführungszeichen für eine brauchbare Markierung von Begriffen, die bereits umgedeutet wurden wie z. B. "Antifa".

natürlich weiß ich, wenn mich ein anderer mensch "nazi" nennt (oder was auch immer sonst absurd unpassendes), dass er selbst höchtwahrscheinlich selbst einer ist (und dies völlig unreflektiert als selbsthass nicht erträgt und WEITERgeben muß) ...

diese irrwitzige absurdität hat mich anfangs schon getroffen - da jedoch wahnsinn, irrsinn, verdrehungen, geschichtsverfälschungen u.s.w. ein propagandistisches "erfolgsmodell" für alle möchte-gern-auch-mal-schwachmaten in allen gesellschaftlichen bereichen wie eine endlosschleife aller medien läuft UND funktion, macht, erfolg und geld verspricht >>> ist das neue "selbstbewußtsein" = primitiv-gefährlicher schwachsinn vom nackten kaiser

"Selbstbewußtsein". Das entwickelt man zwangsläufig, wenn man sich "auf der falschen Seite" einer Debatte befindet. Schließlich ist man durch dieses (oft erstmal erschreckende) Sich-Wiederfinden in einer gesellschaftlichen Außenseiterposition gezwungen, sich intensiver nicht nur mit der jeweiligen Thematik zu beschäftigen sondern auch mit dem, was man wirklich will (und was nicht).

Wer mit dem Strom schwimmt hat viel weniger Anlaß zum Hinterfragen, auch seiner eigenen Motivation/en. Übernimmt deshalb - frag- und kritiklos - die von politischen, gesellschaftlichen und medialen "Eliten" vorgegebenen Haltungen ohne grundlegendes Bewußtsein davon, was er SELBST denkt und will.
Das ist sehr menschlich. Aber gefährlich, denn es verstellt den Blick auf die Verantwortung, die jeder hinsichtlich der mittel- und langfristigen Folgen des eigenen Handelns (oder auch: Schweigens) übernehmen sollte und muß.

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sind die Identitären ebensowenig mein Fall, wie eine ideologisch-religiöse nationalistische Suppe.

Noch weniger mein Fall sind jedoch Gewaltexzesse wie der hier im Blog thematisierte. Noch weniger mein Fall sind Torten, Teeren und Entglasen, wie das von einem nun eher neulinken, mccarthyesk sich gebenden medialen Mainstream nebst derer Follower zumindest klammheimlich, aus der Anonymität heraus auch offen goutiert wird.

Ebensowenig mein Fall sind die von Hadie hier erwähnten Internetpranger; sind so eigentlich nur aus der Anonymität heraus möglich. Vor einigen Monaten veröffentlichte die nichtanonyme Böll-Stifftung eine ähnliche Prangerliste, welche dann relativ schnell wieder in der Versenkung verschwand. Vorher schon mal die Kahane-Stiftung mit ihrem neue-rechte.net, welches ebenfalls schnell wieder abgeschaltet, dann lange überarbeitet wurde; und jetzt wohl nicht mal mehr die Domain existiert.

Klar, beide hehre Stiftungen stehen in verschiedener Art und Weise auf der Payroll des Staates und wenn dann Mitglieder von SPD oder gar der CDU/CSU auf den Listen erscheinen, dann ist auch dort Ende Gelände.

...diesmal (das auch noch ;-)) als Sympathisant der Identitären: Deren gewaltfreies Konzept gefällt mir ebenso wie ihre kreativen und mutigen Aktionen. Wäre ich jünger könnte ich mir vorstellen, dabei mitzumachen.

Leider war ich als junger Mensch aber genau auf der (aus heutiger Sicht) falschen Seite (die im Rückblick - damals -vielleicht die richtige war). Seltsam: Meine Einstellungen haben sich in den meisten Aspekten überhaupt nicht verändert...Kommt mir manchmal vor, als ob ich noch an derselben Stelle stehe, die "Welt" drum herum sich aber um 180 Grad gedreht hätte. Das geht sicher vielen so.

" Danke an diese mutigen Studenten!! Die meisten der Vereine in Berlin, die syrische Flüchtlinge unterstützen, eine Arbeit die wichtig und richtig ist, stellen sich tragischerweise auf die Seite der syrischen „Opposition“ und deren Sponsoren. Das ist abzulehnen und ist moralisch verwerflich. Man verleumdet den syrischen Staat, Syriens Regierung und die zigtausenden getöteten syrischen Regierungssoldaten als Verbrecher. Man macht aus Opfern ganz einfach Täter. Syrier, die vor dem Krieg hierher geflohen sind und jetzt zurückkehren wollen, werden nicht unterstützt, nein sie müssen sich vielmehr wieder an Leute wenden, die sie illegal über die Grenze von Griechenland in die Türkei bringen und dann geht es weiter nach Syrien. Und unsere Regierung und größtenteils auch unser Presse verbreiten weiterhin Falschbehauptungen und Lügen vom verbrecherischen Assad „Regime“."

https://cooptv.wordpress.com/2017/10/28/syrische-studenten-man-muss-assa...

...für diesen sehr guten Link (den ich inhaltlich vom Coop-Café auch nicht anders erwartet hätte).

Die deutsche Regierung ist klar mitschuldig an den Menschenrechtsverbrechen, Opfern und Zerstörungen (nicht nur) in Syrien, denn deutsche Globalisten (siehe u. a. "das neue Syrien entsteht in Wilmersdorf", "Stiftung Wissenschaft und Politik", etc) haben den Krieg mit vorbereitet und gefördert, weit über die Akzeptanz von Ramstein hinaus. Es waren und sind auch deutsche Globalisten, die kriegsvorbereitende Völkerhass-Propaganda gegen Syrien, gegen Russland und die Widerstandsachse insgesamt in ihren "Qualitäts"- und ÖR-Medien verbreiten.

Reparationszahlungen sind daher nicht nur angebracht, sondern moralisch unvermeidlich. Stattdessen wird die Propaganda fortgeführt, werden die Sanktionen verlängert und Ausreisewillige an der Teilnahme am Wiederaufbau gehindert, Menschenrechtsverbrechen durch Kooperationsverweigerung mit syrischen Behörden vertuscht und Feinde der syrischen Bevölkerung und Regierung gehätschelt.

Ein Ziel der Initiierung der Massenmigration (planvoll unterstützt durch die Aushungerung der grenznahen Flüchtlingslager) war, der syrischen Armee Wehrfähige zu entziehen. Ein weiteres, Syriens Bildungselite zur Auswanderung zu bewegen. Die möglichst nachhaltige Schädigung Syriens (mit Endziel seiner kompletten Zerstörung und Neuaufteilung nach globalistischen Wünschen) wurde bis jetzt nicht aufgegeben, die Hindernisse für Rückkehrwillige gehören genauso dazu wie die fortgesetzte Desinformation über die Syrien. - Dagegen vorzugehen unterscheidet echte Linke von Pseudo-Linken und Antideutschen.