28 Okt 2017

Wer und was wehrt sich gegen wen?

Submitted by fahrwax

Die Vorbereitungen auf unvermeidliche „Unruhen“ in urbanen Zentren werden seit vielen Jahren systematisch betrieben.

Die Entwürfe von Übungsszenarien, der Einsatz von Spezialeinheiten bis zu offenen Militärverbänden ist europaweit gesetzlich abgesegnet – längst mehr keine „Verschwörungstheorie“, sondern eine klar umrissene Strategie der Inhaber von Gewaltmonopolen.

Dazu eine kleine Zusammenfassung der gegenwärtigen Mobilisierung.


 

In den kommenden Wochen werden die Katalanen von Madrid aus gelenkt, so das Ziel der spanischen Regierung. Eine autonome Regierung gibt es nach offiziellen Angaben aus Madrid für die Katalanen nicht mehr. Der spanische Senat hatte mit der Billigung des nie zuvor angewandten Verfassungsartikels 155 am Vortag den Weg für die Entmachtung der Regierung und für Neuwahlen am 21. Dezember freigemacht.

Die Zeitung "El Pais" berichtete, dass Rajoy Vizepräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría mit der Übernahme der Verantwortung für die täglichen Amtsgeschäfte betraut. Hiermit übernimmt sie offiziell den Posten des abgesetzten katalanischen Vizes Oriol Junqueras. 150 Mitarbeiter der Regierung wurden entlassen. Es bleibt abzuwarten, wie der katalanische Minister auf die Anordnung reagiert. Die Zeitung "Vanguardia" berichtet, er könne versuchen rechtlich gegen die Absetzung vorzugehen. Ebenfalls abgesetzt wurden die beiden Chefs der katalanischen Polizeieinheit Mossos d'Esquadra, Pere Soler und Josep Lluís Trapero.“

https://deutsch.rt.com/europa/59737-entmachtung-katalanischen-regierung-ist-amtlich/

Screenshot von dort: https://kenfm.de/es-lebe-katalonien/

Weitestgehend unbemerkt wird derlei Szenario und seine militärische Bekämpfung längst umfassend trainiert:

 

"Kriegsübungsstadt nimmt Betrieb auf

Nördlich von Magdeburg in der Colbitz-Letzlinger Heide warnen Schilder an den Ränder der Bundesstraßen 189 und 71: Militärisches Sperrgebiet. Über 232 Quadratkilometer erstreckt sich der Truppenübungsplatz in der Altmark. Er ist einer größten und modernsten Europas, lobt die Bundeswehr auf ihrer Internetseite. Am Donnerstag will sie dort etwas ganz Besonderes feiern: Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt aus CDU, SPD und Grünen übergibt einen Teilabschnitt von »Schnöggersburg« an die Bundeswehr. Ein Pressespektakel soll es werden, mit Akkreditierung, Fahrt durchs Gelände und allem Drum und Dran.

Die Geisterstadt »Schnöggersburg« steht, abgeschottet von der Außenwelt, auf einer Fläche von sechseinhalb Quadratkilometern im nördlichen Teil des Militärgeländes. Sie mutet westlich an: Neben Wohnvierteln mit Straßen und Wegen finden sich unter anderem ein Industriegebiet, ein Fluss mit Brücken, eine U-Bahn mit drei Stationen, ein Stadion, ein Slum und eine Autobahn.  Auf dem nagelneuen Flugplatz von Schnöggersburg landete bereits im vergangenen Jahr eine Transall-Maschine der Bundeswehr zur Probe. 140 Millionen Euro soll die unbewohnte Metropole kosten, vielleicht auch weitaus mehr am Ende. Ab dem kommenden Jahr sollen deutsche und NATO-Truppen dort für Kriegseinsätze in urbanen Zentren üben.

Die Linken sollen wohl Recht behalten: Seit Anbeginn vermuten sie, dass Soldaten in Schnöggersburg nicht nur für Kriegseinsätze in aller Welt fit gemacht werden, sondern auch die Niederschlagen erwarteter sozialer Unruhen in Europa trainieren sollen. Allein die Ausstattung und die Zeichen der Zeit deuten darauf hin. Vor gut fünf Jahren bereits erlaubte das Bundesverfassungsgericht den Einsatz der Bundeswehr im Inneren mit militärischen Mitteln unter so schwammigen Voraussetzungen wie »Ausnahmesituationen katastrophischen Ausmaßes«. “

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Ein Sceenshot von: https://kenfm.de/tagesdosis-23-10-2017-kriegsuebungsstadt-nimmt-betrieb-auf/

 

Die absolute Gegenseite von derlei Kriegsübungen hatte in Hamburg zum "G 20 Gipfel" die Gelegenheit Strategien gegen ein Untotes Monster im urbanen Umfeld anzuwenden. Daraus sind auch recht umfängliche Lehren gezogen worden die möglicherweise recht hilfreich sein können:

 

DON’T TRY TO BREAK US–WE’LL EXPLODE

Der G20 2017 in Hamburg – umfassender Bericht und Analyse.

 

Die Kurzversion: Die Polizei versuchte mit roher Gewalt all jene, die gekommen waren um gegen den G20 zu protestieren zu isolieren und zu terrorisieren. Im Lauf der Geschehnisse brachten sie so einen großen Teil der Bevölkerung gegen sich auf und die Stadt geriet außer Kontrolle. Dies ruft uns wieder ins Bewusstsein, dass die wichtigsten Ereignisse an den Rändern von jedem gegebenen Konflikt stattfinden – die Verbreitung von Rebellion ist bedeutsamer, als die Aktionen selbsternannter Radikaler. Die Strate­gie der Polizei unterstreicht wie wichtig altbekannte Zwangsmittel für die Herrschaft der G20 sind; nichtsdestotrotz konnten wir beobachten wie eine entschlossene Bevölkerung selbst die best-trainierte und ausgerüstete Polizei aus-manövrieren kann. Wenn 31.000 militarisierte Polizist_innen, die ihr ganzes Repertoire bis kurz vor tödlicher Gewalt anwen­den, nicht in der Lage sind die Ordnung beim wichtigsten und bestgesicherten Ereignis des Jahres in der reichsten Nation Europas aufrecht zu erhalten; dann ist es vielleicht auch wieder vorstellbar, eine Revolution zu denken.

Also müssen wir damit anfangen die Courage all jener die sich gegen den G20 aufgelehnt haben – sei dies durch das Organisieren von Demonstrationen, die Unterbringung von Gästen nachdem die Polizei die Camps angriff, durch das Mitlaufen im Black Bloc, durch die medizinische Hilfe für Opfer von Polizeigewalt oder durch das Stören der scheinheili­gen „Hamburg räumt auf“ Aktion im Nachhinein – zu ehren.

Jeder Sieg bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Während keine*r erwartet hätte, dass sich Hamburg inmitten einer quasi militärischen Besatzung durch die Polizei erfolgreich zur Wehr setzt und eine temporär autonome Zone errichten würde, gibt dieser Erfolg rechten Autoritären und ihren angsterfüllten linken Kompliz*innen eine gefundene Ausrede um nach noch mehr Staatskontrolle zu schreien. In der Konsequenz daraus ha­ben einige Leute – insbesondere jene, die nicht in Hamburg waren – eine Verschwörungs­theorie entwickelt, laut der die Autoritäten vorsätzlich der Polizei erlaubt haben die Kontrolle in Hamburg zu verlieren. Dies ist eine alte, wiederkehrende Behauptung, die jedes mal wieder auftaucht, wenn sich die Leute gegen die Polizei behaupten. Es ist ein automatisierter Reflex jener, die sich so sehr an die Kontrolle des Staates gewöhnt haben, dass sie alle Ereignisse dem Einfluss einer monolithischen, allmächtigen Autorität zuweisen. In dieser Chronologie der G20 Proteste werden wir alle Fakten zur Disposition stellen, so dass du für dich selber entscheiden kannst, was passiert ist.“

 

Die sehr persönliche, unglaublich lesenswerte Langversion (48 Seiten PDF) findet sich hier:

http://crimethinc.blogsport.de/images/zine_final_ger.pdf

Einige Screenshots aus dieser, gaaanz kostenlos, aber gewinnbringend verbreitbaren Dokumentation:

 

Aber auch die Schlußfolgerungen des dort Vortragenden und der crimethinker vermitteln ein ansprechendes Lebensgefühl das keineswegs verborgen bleiben darf:

Als ich rund um die Abschlusskundgebung lief, war ich nahezu erschlagen von der sichtbaren Diversität. Zusätzlich zur Hauptbühne gab es eine Vielzahl von Lautsprecherwagen auf denen verschiedene, tanzbare Musik spielte, es gab verschiedenste Stände mit Getränken und Nahrung gegen Spende oder gleich kostenlos. Der Großteil schlenderte herum, unterhielt sich mit Freund*innen und nahm die Szenerie in sich auf. Im Gegensatz zur digitalen Isolation in welcher so viele Leute bei uns in den USA ihr Leben verbringen, kam es mir so vor als sei das soziale Leben das eigentliche Commons – in welchem wir belebt und ermutigt werden durch die Gesellschaft der anderen, berauscht aneinander.

Die Organisator*innen sprachen von 76.000 Teilnehmenden, während die Massenme­dien zugaben, das es über 50.000 waren. Dies ist ein wirklich wichtiger Punkt: obwohl Politiker*innen und die Massenmedien über die „Gewalt“ (meint die Akte der Selbstverteidigung gegen die Polizei) in Hamburg klagten und behaupteten, dass diese die Öffentlichkeit von den Demonstrierenden abschrecken würde, war die Demo in jedem Maßstab gut besucht. Mit der Teilnahme an der Samstags-Demonstration, die kurz nach zwei Tagen heftiger Auseinandersetzungen statt fand, brachten zehntausende zur Geltung, dass sie Teil einer Bewegung sind, die auch eine Vielzahl konfrontativer Taktik­en beinhaltete. Sie waren nicht abgeschreckt von den Ereignissen am Donnerstag und Freitag. Im Gegenteil waren viele von ihnen inspiriert worden.

Statt sich eine gesichtslose „breite Öffentlichkeit“ einzubilden, die jede Form von Gewalt (es sei denn ausgeführt durch die Polizei) ablehnt und den Expert*innen jedes Wort glaubt , sollten wir uns daran erinnern, dass die Gesellschaft ein Kompromiss aus un­zählbaren verschiedenen Elementen ist, von denen viele Meinungen haben, die niemals von Fernsehsprecher*innen wieder gegeben werden. Der Großteil der Panikmache über den G20 Widerstand ist eine beabsichtige Medienkampagne mit klassischen Themen. Sie ist nicht darauf ausgerichtet die Realität so darzustellen wie sie ist, sondern zielt darauf, dass wir Angst voreinander bekommen, dass es uns schwer fällt uns vorzustellen, dass es andere gibt, die wollen was wir wollen. Am Samstag, beim Blick durch die Menge in der Innenstadt Hamburgs war jedoch klar, dass offener Widerstand bereits populär ist.

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­IAnhang: vom 1. Mai 87 bis Hamburg 2017

Die Ereignisse am 1. Mai 1987 in Berlin und der G20 2017 in Hamburg verdeutlichten jeweils, wie eine Polizeitaktik an ihre Grenzen kommt.

1987 begann die deutsche Polizei ihr momentanes Model der Massenenkontrolle einzuführen – dies geschah um die Art und Weise wie Mengen sie ausmanövriert und be­siegt hatten, besonders am 1. Mai des selben Jahres – zu korrigieren. Das folgende Mod­ell der deutschen Polizeitaktik – lange Polizeiketten, die von sehr mobilen Greiftrupps, die sich nah an der Menge befinden, ergänzt werden – hat sich bis zum G20 als mehr oder minder effektiv erwiesen um städtische Unruhen zu kontrollieren.

Genau 30 Jahre nach der Entwicklung dieses Modells haben es die Mengen in Hamburg wieder einmal geschafft die Polizei auszumanövrieren und zu besiegen. Dieses mal gelang es ihnen dadurch, dass sie den Aktionsradius über ein großes Gebiet ausbreiteten, sich schnell bewegten und sich auf dezentralisierte Aktionen fokussierten. Wo auch immer die Polizei eine Kette errichtete versammelten sich Leute auch auf der anderen Seite der Kette – nicht nur Demonstrant*innen, sondern auch unterstützende Schaulustige. Kleine, gut organisierte Bezugsgruppen konnten Fluchtwege ausmachen und schnelle Angriffe durchführen, während größere Gruppen die Polizeikräfte erst in die eine und dann in die andere Richtung banden. Je mehr Territorium die Polizei kontrollie­ren musste, desto mehr brachte sie die Bevölkerung gegen sich auf und hatten in den ausgedünnten Ketten so auch mit immer mehr Demonstrant*innen zu tun. Schlussend­lich verloren sie die Kontrolle über das rebellischste Viertel und mussten sich komplett zurück ziehen.

Anstatt uns auszumalen, dass die Autoritäten scheinbar den eigenen Kontrollverlust inszeniert haben – eine paranoide Vorstellung, die jede Handlungsfähigkeit einem om­nipräsenten Gegenüber zuschreibt – sollten wir uns genau anschauen wie und warum ihre Strategie zusammenbrach. Wenn wir uns auf das Wesentliche beschränken, Ver­schwörungstheorien eliminieren, dann ist die folgerichtige Erkentniss, dass die Polizei es in Hamburg für notwendig hielt jeden Protest mit brutaler Gewalt zu unterbinden, in dem Wissen, dass dieser Versuch vermutlich auf Gegenwehr stoßen wird. Sie haben uns unterschätzt, oder aber sie hatten keinen besseren Plan. Dies sagt etwas über unseren historischen Moment aus: selbst in den wohlhabendsten Nationen kann sich der brüchige Friede zwischen den einzelnen Elementen der Gesellschaft kaum noch aufrecht erhalten. Es kann uns zusätzlich aber auch als Warnung dienen: vielleicht müssen wir uns schon bald mit neuen Polizeistartegien auseinandersetzen.

Widerstand ist der Motor der Geschichte, wie mensch so sagt. Until everyone joins the black bloc.

 

CrimethInc. ex-Workers’ Collective

Im Original veröffentlicht am 8.August 2017, deutsche Übersetzung erschienen im Herbst 2017 CrimethInc ist eine rebellische Allianz – ein dezentrales Netzwerk das sich der anony­men kollektiven Aktion verschrieben hat – ein Ausbruch aus den Gefängnissen dieser Zeit. Wir wollen unsere Leben und unsere Welt neu erfinden - ausgerichtet an den Prinzipien der Selbstbestimmung und der gegenseitigen Hilfe.Wir glauben, dass du dein grenzenloses Potential auf deine ganz eigene Weise ausle­ben können solltest; dass keine Regierung, kein Markt, keine Ideologie in der Lage sein sollten dir zu diktieren, was dein Leben sein könnte. Wenn du dem zustimmst, lass uns etwas dafür tun.

Wenn dein Herz frei ist, ist der Boden auf dem du stehst befreites Territorium. Verteidige es.

 

 

crimethinc.com

Angesichts des hoffentlich allseits bekannten schlimmen Schicksal von "LINKSUNTEN" empfiehlt es sich sicherlich alles dort als lesenswert Erkanntes herunter zu laden, wie schnell ist nichts passiert?          

 

 


 

Kommentare

die im fall katalonien von den postfranquistischen eliten in madrid geschürt wurden. eine politische lösung hat das rajoy-regime stets abgelehnt und spätestens heute ihre "kriegslogik" in die tat umgesetzt. ich hatte bereits mehrfach auf das papier von diem25 hingewiesen, die am beispiel des konflikts in katalonien deutlich hervorgehoben haben, dass der haltung der eu-kommission und der spanischen regierung  nichts als das kalkül zugrunde liegt, "Politik auf bedingungslose Herrschaftssicherung zu reduzieren. Dabei kommen Madrid, Brüssel, Paris und Berlin auch darin überein, das Kalkül der Herrschaftssicherung primär auf eine paramilitärisch entgrenzte Polizeigewalt zu gründen: Mit dem gewaltsamen Angriff auf die Massenproteste gegen den Hamburger G20-Gipfel hat Berlin hier ein weiteres Mal die Marschrichtung vorgegeben, Paris sekundiert der Gewalt im auf Dauer gestellten Ausnahmezustand."

https://diem25.org/katalonien-demokratie-und-sezession/

nur mal zu erinnerung, was während der unabhängigkeitswahl für verhältnisse in katalonien herrschten: "über 900 Menschen wurden von den uniformierten Totschlägertrupps Rajoys brutal verletzt."

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Klaro, Frankreich und der dort auf Dauer angelegte Zustand der "Ausnahme" fehlte noch - auch das BRD-EU-Protektorat Griechenland verdient unbedingt die Erwähnung.

Die fehlende Selbstbestimmung wird allerorts zum "gesetzlich" verbotenen Thema.

Das die EZB nun auch noch die Psychopharmaka für die Marktneurotiker herab dosiert - demnächst "nur" noch 30 Milliarden monatliche Anlagekäufe - wird die notleidenden Heilungskünstler auch nicht beruhigen.

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der Interbrigaden zur Unterstützung der Katalanen bei den zu erwartenden Repressionen, die anders als die schönen Appelle z.B. von Donald Tusk an Rajoy, "auf Gewalt zu verzichten", für mich mehr oder weniger zu erwarten ist, zumal diese bereits von der spanischen Polizei zur Verhinderung der Wahlen praktiziert wurde?

Der Gedanke ging mir eben durch den Kopf im Zusammenhang zur Geschichte, ob und wie sich Vorgänge wiederholen (können).

Wie würden sich bei der möglichen Eskalation die Basken verhalten? Gibt es da nicht gemeinsame Interessen? Und die Solidaritätsbekundungen von den Balearen und etwas zurückhaltender auch von den Kanaren.

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"Wer die spanische Regierung unterstützt, stellt sich gegen die Demokratie. Wann hört die Konfrontation zwischen der Regierung in Barcelona und der Regierung in Madrid auf, eine innerspanische Angelegenheit zu sein? 

Wenn man erkennt, dass es hier weder bloß um eine Missachtung der Verfassung geht noch um eine rückwärtsgewandte Kleinstaaterei, die Spanien unterbinden muss. Und wenn man erkennt, dass hier Europas Selbstverständnis auf dem Spiel steht, das Selbstverständnis einer europäischen Demokratie."
 
Immer gern zu Diensten.....

geht mir seit den unabhängigkeitswahlen vom 1.10. ebenso durch den kopf. allerdings in der (nichtmilitärischen) light-version, d.h. als internationale wahlbeobachter (hat es ja gegeben, wurden in den sog. leitmedien fast totgeschwiegen) und in der formation als internationale vermittler im konflikt zwischen rajoy und puigdemont. was ich wirklich vermisst habe, war die unterstützung der katalanischen unabhängigkeitsbewegung durch "linke" kräfte aus dem ausland. sowohl im ausland als auch in spanien selbst sind "die" linken gespalten, was die frage angeht, was die unabhängigkeit kataloniens (als neuer republikanischer staat) an fortschrittlichen impulsen bringen soll/wird. insofern wundert es mich nicht, dass die "interbrigaden" zuhause geblieben sind (und bleiben werdenwink) hier eine kleine auswahl an innerspanischen positionen von "links" (podemos/izquirda unida etc.) zur katalanischen unabhängigkeit, die in der tendenz eher ablehnenden charakter aufweisen: http://Spaniens Linke und Katalonien

dazu der raul zelik heute via facebook: "Oscar Reina von der andalusischen Landarbeitergewerkschaft SAT ist sauer über die spanische Linke, die den Gesetzesbruch der katalanischen Bewegung kritisiert anstatt sich an die Seite der Republik zu stellen. Ich finde, dass das Gleiche auch für die europäische Linke gilt, die dabei ist, sich noch überflüssiger zu machen als im Fall Griechenland."

 

 

katoloniens, davon erzählt ernst wolff in telepolis: "Da schon jetzt feststeht, dass keiner der Kontrahenten als Sieger aus diesem Konflikt hervorgehen wird, stellt sich die Frage: Wem nützt er? Die Antwort ist schwer zu glauben: Der größte Nutznießer der gegenwärtigen Entwicklung ist niemand anderes als der Schuldige an der Misere - die Finanzindustrie. Kein europäisches Land wurde stärker von der Finanzelite geplündert Die separatistische katalanische Bewegung konnte nur deshalb so stark werden, weil die sozialen Gegensätze in Spanien in den vergangenen Jahren explodiert sind. Das wiederum ist vor allem auf die hemmungslosen Aktivitäten des immer mächtiger gewordenen und vor Kriminalität strotzenden spanischen Bankensektors zurückzuführen. Kein anderes Land in Europa hat eine derartige Plünderungsorgie durch die Finanzelite erlebt wie Spanien. Ab 2001 ließen Spekulanten nach der Liberalisierung des Bodenrechtes innerhalb von nur sieben Jahren vier Millionen Wohnungen hochziehen. Die Folge: 2008 platzte die bis dahin größte Immobilienblase in Europa und stürzte Spanien in seine schwerste Krise der Nachkriegszeit. Kurz darauf geriet das Land dann auch noch in den Strudel der Eurokrise und wurde unter die Zwangsverwaltung der Troika aus EZB, EU und IWF gestellt. Zusammen mit der Zentralregierung in Madrid erlegte die Troika der arbeitenden Bevölkerung ein Sparprogramm auf, das den Lebensstandard breiter Einkommensschichten drastisch senkte. Das Ergebnis war eine gewaltige Volksbewegung gegen die Austerität, die vom Staat mit aller Härte unterdrückt wurde."

https://www.heise.de/tp/features/Wer-profitiert-eigentlich-vom-Konflikt-in-Katalonien-3875655.html

btw: während alles wie gespannt nach katalonien schaute winkte die zentralmacht in madrid das freihandelsabkommen ceta durch. auch belgien hat nach langem streit das abkomment heute unterzeichnet.

"Damit ist CETA nun offiziell vorläufig anwendbar. Als nächstes muss nun noch das Europäische Parlament CETA zustimmen, ehe der europäische Ratifizierungsprozess beendet werden kann. Anschließend geht CETA dann in die nationalen Parlamente. Dort bedarf es die Zustimmung jedes Vertragspartners, bevor das Abkommen endgültig und in allen Bereichen angewendet werden darf. In Deutschland bedeutet das, dass sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat CETA ratifizieren muss."https://www.auwi-bayern.de/awp/foren/ceta/aktueller-stand-der-ceta-verhandlungen/index.html

 

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"Mélanchon plädiert für eine Volksabstimmung in ganz Spanien (Häh???) und der FN hält sich zurück - Reaktionen aus Frankreich

Die französische Regierungslinie gegenüber der Unabhängigkeitserklärung der Katalanen und der Machtdemonstration Madrids steht völlig im Einklang mit den Stellungnahmen aus anderen EU-Ländern (und den USA sowie Kanadas).

Die Unabhängigkeitserklärung wird, wie Macron und sein Europa- und Außenminister Le Drain gestern bekräftigten , nicht anerkannt. Als einziger Ansprechpartner wird der spanische Premierminister Rajoy, genannt. An ihm wird keinerlei Kritik geübt. Ganz im Gegenteil lobt Macron, dass Rajoy die "besten Lösungen gefunden" habe, um die Situation zu befrieden.

Soll das spanische Katalonien unabhängig sein oder nicht? Das ist eine Angelegenheit des spanischen Volkes. Es liegt an ihnen hier den Ounkt des Gleichgewichts zu finden.

Jean-Luc Mélenchon"

 

https://www.heise.de/tp/features/Katalanische-Separatisten-Macron-fuerchtet-den-Praezedenzfall-3875439.html

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Klingt ein wenig nach ner Antifa (oder ner RAF?) die den Knall registriert hat:

"Finger weg von den Wohnungen der Witwen", schrien die Aktivisten in einem Video vom Vorfall, das sie selbst veröffentlichten. Rouvikonas stürmte auch in die spanische Botschaft, um gegen die übermäßige Polizeigewalt gegen katalonische Separatisten zu protestieren. Rouvikonas, der griechische Name des Rubikon, wurde in Griechenland zum Synonym für Aktivismus gegen als ungerecht empfundene Maßnahmen. Die Gruppe trat nahezu zeitgleich mit dem Aufstieg Tsipras zum Regierungschef auf.

Erste Aktionen nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras im Januar 2015 galten der Regierungspartei Syriza selbst. Die Zentrale der Partei wurde besetzt, weil die Aktivisten die Verzögerung hinsichtlich der Gesetzgebung zur Lockerung des Schicksals politischer Häftlinge als nicht entschuldbar galten. Allerdings ist der Antiterrorparagraph 189A, der zum Beispiel Anarchisten bei kleinsten Vergehen, wie Verstößen gegen Versammlungsverbote jahrelange Haftstrafen bescheren kann, immer noch in Kraft.

Rouvikonas patrouillierte am zentralen Platz von Exarchia und machte Drogenhändlern das Leben schwer. Diese ließen sich nicht so einfach vertreiben. Sie lauerten Anarchisten auf und stachen mit Messern zu. Daraufhin paradierte Rouvikonas als Schutz eines nächtlichen Demonstrationszuges mit gezückten Schusswaffen durch die Straßen. Ob es sich um echte Pistolen oder Imitate handelte, konnte nie wirklich geklärt werden."

Anarchistische Gruppen in Griechenland: Selbstjustiz oder Aktivismus?

Ach, wüsste ich nur besser wo Pazifismus endet und Selbstverteidigung beginnt - ich aaaarmer Tor.(

(Bitte kein Mitleid jetzt)

gibt es in meinem umfeld viele diskussionen, die zum nachdenken anregen

1. die ankündigung von massiver polizeigewalt war eindeutig
2. g20 ist NICHT g7 - und ich frage mich, warum ich gegen ein treffen von putin mit afrikanischen regierungsmitgliedern demonstrieren sollte - oder ob ich nicht bei dem gedanken schon in die gestellte (protest)falle gelaufen bin und mich mit denen, die putin-diktator gleichmachen will
3. WAS WÄRE WENN die zivilgesellschaft diese party einfach ignoriert hätte und die polizei sich gegenseitig auf die füße getreten hätte?

Bild des Benutzers fahrwax

Spanien: "Katalanische Staatsführer haben keinen Mut, ihrem Volk gegenüber loyal zu sein!"

Interessante Zeiten, wenn sich Spreu & Weizen so locker auseinander halten lassen.

(Mielkes Erich war auch "Spanienkämpfer", aber auf der Seite "sozialistischer" Bandenkriminalität und in Sachen „Rechtsbeugung“ können sich von dem Erich alle BRD-Innenminister und der Herr Rajoy aber mal fix ein Scheibchen abschneiden)

So bezeichne ich meine Haltung (und die vieler Freunde und Bekannter) zu diesem Konflikt.
Warum? - Weil es meinen Informationen nach einer zwischen zwei Globalistenfraktionen in einem (und als Symptom eines) zerfallenden Globalistensystem/s handelt. Es gibt dort m. E. keine "gute" Seite.

Die anderen Globalistenführer der EU müssen sich raushalten weil sonst für sie peinliche Themen wie z. B. "Kosovo" oder "Krim" unter erweiterten Gesichtspunkten wieder auf´s Tapet kommen. Sie bei dieser Laviererei zu beobachten, bereitet bösartigen Multipolaristen manchmal ein bißchen Vergnügen.

Die Katalonen und Spanier sollten m. E. ihre jeweiligen Anführer ignorieren und mit klaren Köpfen konsens-gezielt verhandeln.

Bild des Benutzers ebertus

Gute Frage: "Wer profitiert eigentlich vom Konflikt in Katalonien?"

"Subprimen" nannte man das in den USA, wo finanziell eher nicht so potenten Menschen dann Schrottimmobilien zu fürstlichen Preisen angeboten, die Schuldscheine später kreativ verpackt und weltweit anderen Banken angedreht wurden.

Spanien hatte nach 2008 dann beides zu konstatieren: Banken mit faktisch wertlosen Schuldscheinen und viele Menschen ohne jede Chance, die günstigen Kredite je tilgen zu können.

Habe das bereits 2010 und mit eigenem Erleben hinterlegt beispielsweise hier  thematisiert.

...generell von Kriegen und Chaos (auf verschiedenen Ebenen)? Das ist eine gute Frage und die verlinkte "Krise" in Spanien ein guter Hinweis.

Einen Hinweis geben die Verflechtungen von Macht- und Kapitalstrukturen, die ihre Strategien bündeln können, weil sie sowohl globale Konzerne/Kapital als auch Staaten/Staatsgewalten/die EU dafür benutzen können.

Fahrwax hat die polizeilich-geheimdienstlich militärische Komponente dieses Machtkonglomerats gut herausgearbeit.
Zur effektiven Machtausübung kommt dann noch die Möglichkeit der "Ausrichtung" der öffentlichen Meinung in den jeweiligen Machtbereichen.

Fazit: Eurogendfor und Netzwerkdurchsetzungsgesetz sind zwei Seiten derselben Medaille.

Weil in diesem Interview die Mächtigkeit der Meinungsbildungsmechanismen eine Rolle spielt stell ich ihn (zusätzlich) nochmal hier mit rein (hatte ihn schon, weil´s auch zur Problematik der "Linken" passt, im Spaltungs-thread verlinkt):
https://internationale-friedenspolitik.org/aktuelles/migranten-als-rammb...

Möglicher Denkanstoß für Linke: Die eigene Instrumentalisierbarkeit hinterfragen.

Bild des Benutzers Heinz

->

Abzulesen am IBEX 35

....an denen, die man nicht kritisieren darf:
„Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst.“
(Voltaire zugeschrieben)
Passend dazu eine weitere, antideutsche Definition einer weiteren, verbotenen Bezeichnung: "internationales Finanzkapital" - Wer diesen Begriff benutzt, ist angeblich "struktureller" (oder sonstwie, ich verfolge die genaueren Kategorisierungen schon länger nicht mehr) Antisemit". Aha.

Bild des Benutzers fahrwax

"Die verdeckten Kriege des 21. Jahrhunderts

Die Logik der Kriege besteht nicht mehr darin, sie zu führen, damit eine Seite am Ende siegt, sondern um Gebiete in einer Kriegssituation zu halten

Der endlose Krieg ist ein Kennzeichen unserer Zeit. Das US-Verteidigungsministerium ist der Hauptarchitekt eines Szenariums vieler verschiedener Kriege: präventive; gegen den Terrorismus; gegen das organisierte Verbrechen; oder gegen angeblich autoritäre Regierungen. Dennoch besteht die Logik dieser Kriege nicht mehr darin, sie zu führen, damit eine Seite am Ende siegreich ist, sondern "um die Gebiete in einer Kriegssituation zu halten, weil dies bereits kein Mittel mehr, sondern Zweck ist" (Ceceña, 2014).

Der 11. September 2001 war ein Wendepunkt in der Art der Kriegsführung. Zu den konventionellen Kräften kam ein vermehrter Einsatz von Spezialtruppen hinzu. Zwar entstammt deren Ursprung dem Vietnamkrieg und der Schaffung des Kommandos für Spezialoperationen (Special Operations Command, Socom) im Jahr 1987, aber ihre Operationen wurden ab 2001 erweitert, um den gesamten Planeten unter verschiedensten Modalitäten, insbesondere des Krieges gegen den Terrorismus, zu erfassen. Die aufsehenerregendste Operation dieser Art von Militäreinheiten war die Ermordung von Osama Bin Laden in Pakistan im Jahre 2011 durch die Spezialeinheit Seal 6 ‒ eine der Elitetruppen des Gemeinsamen Kommandos für Sonderoperationen (JSOC) ‒ zu denen auch andere wie Army Delta, Rangers und Green Berets etc gehören."

Bild des Benutzers fahrwax

Auf das die Finanzmärkte nicht "beunruhigt" werden, die Aktien in den Himmel kommen - wo sie mit schwarzen Nullen (bis zum umfallen - dann wird's  so richtig interessant)) kopulieren können.

"Bis zum heutigen Tag hat allein die EZB über 2.188.000.000.000 Euro (2,188 Billionen Euro) in die Märkte gepumpt und seit Donnerstag ist bekannt, dass kein Ende in Sicht ist. Der Wahnsinn wird sich bis September auf 2,55 Billionen auftürmen, für die im Notfall wir alle haften müssen. In Anbetracht der gigantischen Schuldenberge und der äußerst schwachen Wirtschaft insbesondere in Griechenland und Italien, aber auch in Frankreich, Portugal und Spanien werden wir auch in Zukunft keine markanten Zinserhöhungen sehen, da ansonsten eben diese Staaten relativ zügig erhebliche Refinanzierungsprobleme bekommen würden.

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Längst betreibt die EZB monetäre Staatsfinanzierung welche offensichtlich verboten ist. Man kann es auch knallhart als Insolvenzverschleppung bezeichnen. Wenn Notenbanken auf globaler Ebene permanent in die Märkte eingreifen, kann man nicht mehr von freier Marktwirtschaft sprechen, sondern von Planwirtschaft. Fakt ist jedoch auch: Mit der Notenbankpresse lassen sich nachhaltig keine Probleme lösen, auch wenn eben dies auf globaler Ebene versucht wird."

https://www.heise.de/tp/features/EZB-die-Insolvenzverschleppung-und-der-Wahnsinn-gehen-weiter-3875974.html

...ist die richtige Bezeichnung für das EZB-Treiben, ESM und Target II.

Zur Verknüpfung von Finanzmacht und Ideologie-Verbreitung hab ich an unerwarteter Stelle noch was Interessantes gefunden:
https://jungle.world/artikel/2017/43/massiv-aus-dem-nahoestlichen-raum-f...

Bis auf den Satz über Volker Beck (werde nie vergessen, wie er mit Bibel in der Hand vor dem BT für Legalisierung von Zwangs-Zirkumzision plädiert hat) kann ich den Aussagen im verlinkten Interview größtenteils zustimmen.

Bild des Benutzers Heinz

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Die Euro-Lüge

ESM - Der Weg in die Diktatur

Und kein Ende in sicht.

 

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......mit olivgrüner, antideutscher Musik a la Beck - ein Arsch, ein Kopf, U-Boote & Spaltpilze.

Nur eine persönliche Meinung.....

Bild des Benutzers Heinz

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Der Wahnsinn hat nicht nur Methode, sondern auch Täter.

Des Einen Schulden sind des Anderen Haben

Vor diesem Hintergrund stehen Forderungen für die neu zu bildenden Bundesregierung

Schwarz Gelb Grün

(Schwarz Gelb Grün) im Raum:

Lehrerverband fordert Milliarden für Schulen

Das bedeutet, daß die Länder und Kommunen mangels Masse jahrelang dem normalen Unterhalt ihrer Infrastruktur nicht nachgekommen konnten. Anders interpretiert:

Der Föderalismus funktioniert in Deutschland schon lange nicht mehr.

Drei mal dürfen wir raten, woran das wohl liegen könnte. Mein Tipp:

Die Parteien sind hierarchisch organisiert und ...

Fazit: Die einzigen Ressourcen, über die Deutschland dauerhaft verfügen kann, sind Bildung und Können; die aber müssen von einer Generation zur nächsten beständig weiter gegeben werden. Daran hapert es schon seit Jahrzehnten, weil der Zukauf der Krämer und Bänker billiger zu sein scheint.

Wer Lehrer und andere Bildungs-Arbeiter im persönlichen Umfeld hat, weiß schon lange, daß die Ressource Bildung schon jetzt keine mehr ist und daß das nicht nur an nicht vorhandener Hardware und rottender Bausubstanz liegt.

"Inklusion" wie hierzulande (insbesondere in SH) praktiziert ist eine reine Kosteneinsparungsveranstaltung, nützt keiner der involvierten Gruppen und schadet allen.

Dem Bildungsniveau an allen öffentlichen Schulformen kann man beim Sinken zusehen. Die Hochschulausbildung bleibt vom (im Verhältnis zu früheren Jahren) erheblich verschlechterten Start-Niveau (Abitur) nicht unbetroffen.

Qualitative Bildung wird zunehmend privatisiert, im staatlichen Sektor - bewußt (ein Beispiel: Schreiben nach Gehör) - und massiv abgesenkt.
Für die mobile, flexible, bindungs-, geschichts- und kulturlose, globale Arbeitsdrohne, die so herangezüchtet wird, ist echte Bildung unnötig, hinderlich ("Überqualifizierung") oder sogar gefährlich. Daran wird also nicht nur massiv gespart sondern auch weiterhin gesägt, während die "Eliten" die Bildung für ihren eigenen Nachwuchs in private Institutionen auslagern (und so den Abstand zu den Arbeitsdrohnen von Generation zu Generation weiter ausbauen).

...werden da Zugeständnisse gemacht (Islamisierung von säkularen Muslimen als Gefahr), die ich als "Rechter" in keinem "linken" Medium erwartet hätte...

WIE weit der methodische Wahnsinn manch "linker" Gruppen gehen kann, deren "Avantgarde" (die Übertragung von USA auf D dauert ja immer ein bißchen) hierzulande offenbar zu den Haupt-Zielgruppen "linker" und "grüner" Politik gehört, zeigt dieser Text aus den USA (gefunden im aktuellen Blog von Don Alphonso):

Zitat: “Facts?! Facts?! Don’t tell me about facts!” one person screamed..."

http://quillette.com/2017/10/29/get-bus-get-shouting-free-speech-rutgers/

Diese "intersektionellen" "Linken" haben sich von jeder Logik, von Fakten und Argumentation abgewandt und sind komplett in ihren eigenen, rein emotionalen und sehr verwirrten Kosmos abgedriftet. Das wäre weiter kein Problem, würden sie nicht versuchen, ihre Sicht der Welt allen anderen aufzudrücken und freie Rede - auch gewaltsam - zu verhindern. Zwischen diesen Irren und den im Jungle World veröffentlichten Interview liegen Welten von Rationalität und Stringenz. Ich hoffe, hiesige Linke werden diese Welten verteidigen und nicht auch (bzw. in einigen Fällen: nicht vollends *) dem a-politischen Irrsinn verfallen. Sollte die Infektion auch hier (weiter) um sich greifen, kann man nur feststellen: Nein, mit solchen "Linken" kann man weder leben noch reden. Qed.

* Daß es zumindest Ansätze dazu auch hier schon gibt, zeigt dieser (nochmal verlinkte) Bericht von Hadmut Danisch:
http://www.danisch.de/blog/2017/10/28/schales-kartoffelpueree/

Zustimmung zum Kommentar im Schorlemmer-thread in der FC.

Ergänzen möchte ich noch, daß das hier eine fette Lüge ist in Bezug auf den Islam (hab den Koran einmal komplett und vor wenigen Jahren nochmal in Auszügen gelesen):
(Zitat zu Küng): "....Im Mittelpunkt steht die Goldene Regel als eine alle Religionen und Kulturen verbindende Maxime: „Alles, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch“
So krass unzutreffend, daß es schon an Zynismus grenzt.

Und dann verlangt der Pfaffe auch noch nach einer Weltregierung:
"Aber für eine der ganzen Erde geltende Umkehr, ein neues Denken und eine dem folgende wirkmächtige Aktivität – für eine Reform an Haupt und Gliedern – fehlen eine weltverändernde Kraft und weltverändernde, international wirkende Institutionen und Personen."
- Wen möchte er darin wohl in maßgeblicher Funktion drin sehen? - Sich selbst natürlich, der heuchlerische, eitle Schwätzer.
Wahrscheinlich gemeinsam mit solch "verantwortungsvollen", "moralischen" Institutionen wie Herrn Soros Open Society Foundation et al...

- Fast wär ich in Versuchung gekommen, mich da nochmal zu registrieren, aber nur FAST. Zum Glück bin ich alt genug, mich nicht mehr (wie weiland als Teeny zwecks Spendenakquise für katholischen Imperialismus) von Pfaffen zu irgendwelchem Unsinn verleiten zu lassen.

Wogegen wehren wir uns? - Unter anderem gegen Verblödungsversuche vermeintlicher "Autoritäten".

"... der Terroranschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 wäre verhindert worden. Dann hätte der CSU-Chef Franz Josef Strauß nicht die Chance gehabt, diesen Terroranschlag der RAF in die Schuhe zu schieben. Dann hätte der Bundeskanzlerkandidat der Union, Franz Josef Strauß, nicht die Gelegenheit nutzen können, mit dem Blut der Opfer den Schrecken eines bevorstehenden „Sozialismus“ an die Wand zu malen, ein Sozialismus, der durch einen Wahlsieg der SPD gekommen wäre. Das Wahlkampfmotto lautete damals: „Freiheit oder Sozialismus“.
Wenn dieser Anschlag, der neun Menschen das Leben gekostet und über 200 Menschen schwer verletzt hatte, verhindert worden wäre, wäre Gundolf Köhler, einer der Attentäter nicht als „unpolitischer Verwirrter“ eingestuft worden, sondern als das was er war: Ein Neonazi, der enge Kontakte zur Wehrsportgruppe Hoffmann hatte und zur Tatzeit nicht alleine war.
Dann wäre Heinz Lempke nicht an „Selbstmord“ gestorben, nachdem er ankündigte, „auszupacken“, sondern als der Mann identifiziert worden, der den Sprengstoff lieferte:

„Am 27. September, einen Tag nach dem Anschlag in München, sagten zwei deutsche Rechtsextremisten bei der bayrischen Polizei aus. Sie wiesen auf einen Gleichgesinnten hin, auf Heinz Lempke, einen Förster aus Uelzen. Die Neonazis machten klare Angaben:
"‚Herr Lempke zeigte uns verschiedene Sprengstoffarten, Zünder, Lunten, Plastiksprengstoff und militärischen Sprengstoff (…). Er sagte uns, dass er mehrere Waffenverstecke im Wald habe‘.“ (Frontal 21-Beitrag vom 25.3.2014) ..."

https://www.rubikon.news/artikel/der-fall-amri-und-seine-vorlaufer

und lest, was der kluge wolf wetzel sich so alles ausdenkt, um zum nachdenken anzuregen ...