6 Nov 2017

Heute im ZDF »Dengler – Die schützende Hand"

Submitted by Gast

Mit dem Zweiten sieht man besser den Fernsehfilm der Woche.

"Es ist die Verfilmung des Kriminalromans »Die schützende Hand« von Wolfgang Schorlau. Das vor zwei Jahren erschienene Buch geht mit fiktiven Figuren, aber gestützt auf reales Ermittlungsmaterial der Frage nach, wie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt ums Leben kamen. Laut Generalbundesanwalt waren sie zusammen mit Beate Zschäpe die einzigen Mitglieder der Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU).

https://www.jungewelt.de/artikel/321241.t%C3%B6ten-und-t%C3%B6ten-lassen.html


 

Ob das ein "wischi – waschi Film vom ZDF ist" (so dfc-apatit im Freitag) oder um einen Fersehfilm handelt, "der Fragen zum Terror des NSU aufwirft, statt sie zu unterdrücken" (der verlinkte JW-Artikel ist sehr lesenswert!) , das werde ich heute um 20.15 selbst beurteilen können.

"Und wer den Streifen heute Abend verpasst, der sollte prüfen, ob ihn das ZDF nicht noch für einige Zeit in seiner Mediathek anbietet …", empfiehlt Gabriele Muthesius im "Blättchen": „Die schützende Hand“ im ZDF

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Kommentare

"Der Film auf der documenta zu dem Verfassungsschützer Temme, der nachweist, dass Temme Während des Mordes an Halit Yozgat am 6.April 2006 am Tatort anwesend war. Er ist also mindestens Zeuge, wenn nicht Tatbeteiligter oder Täter. Bis heute wird er von höchsten staatlichen Stellen geschützt.

Dieses Video also 1. selbst anschauen 2. weiterverbreiten.

Da in Kassel ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes direkt am Tatort eines dem NSU zugeschriebenen Mordes anwesend war, könnte es hier am ehesten gelingen, die tiefe Verstrickung des Staates in diese rassistische Mordserie nachzuweisen. Das hätte für die Bundesrepublik ein politisches Erdbeben zur Folge, über das nicht nur der hessische Ministerpräsident Bouffier stürzen könnte, sondern auch der Münchener Prozess platzen könnte, der ja das Konstrukt des alleine konspirativ handelnden Trios Tschäpe/Böhnhardt/Mundlos zur Grundlage hat und kategorisch andere Mittäter ausschließt. Also bleibt nix als Öffentlichkeit herstellen, den Mantel des Schweigens wegzerren, um an den NSU-Komplex ranzukommen."

http://www.forensic-architecture.org/case/77sqm_926min/

Bild des Benutzers ebertus

konform was Du und hier aufzeigst, auch Marie schon beigebracht hat.

Muss aber gestehen, bezüglich des gesamten Komplexes selbst noch nicht den richtigen Zugang gefunden zu haben..

habe ich schon gelesen - eigentlich alle von ihm ... und bin nun auf den film gespannt ...

im tagesspiegel wurde er als teufelszeug der verschwörungstheoretiker zerlegt - jedoch mit klugen kommentaren, die den autoran das nannten, was er ist ...

die taz hat auch eine gute kritik dazu geschrieben ...

übrigens ist mir die letzten tage mal wieder eine NEUE erkenntnis gekommen: DAS, was jeder künstler intuition nennt und ihr vertraut >>> also auch fantasie >>> DAS wird heute verschwörungstheorie genannt >>> scheint also was ganz doll gefährliches zu sein, kamen doch eh alle NEUERUNGEN der menschheit genau aus dieser quelle ...

eine "petitesse" im nsu-skandal in hessen: 

"120 Jahre - für diese Dauer hat das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) von Hessen einen internen Bericht gesperrt, in dem es auch um den NSU-Mord von Kassel und die mögliche Verwicklung seines Mitarbeiters Andreas Temme gehen dürfte. Das schürt einerseits den Verdacht: Was derart lange geheim gehalten werden soll, muss brisant sein. Andererseits kann diese absurde Sperrfrist als Botschaft verstanden werden an die Öffentlichkeit und diejenigen, die weiterhin aufklären wollen: 'Von uns erfahrt Ihr nichts mehr. Gebt auf!'...https://www.heise.de/tp/features/Verfassungsschutz-will-NSU-Bericht-fuer-120-Jahre-wegschliessen-3772330.htmlä

ein aktueller gastkommentar zum nsu-skandal in hessen wird demnächst hier erscheinen....

Wie vielleicht auch einige von euch habe ich heute einen Abrüstungsaufruf erhalten und bitte um breitest mögliche Weiterverteilung:

https://abruesten.jetzt

Nachdem die Globalisten den Kampf ihrer Proxies in Syrien jetzt im großen Ganzen verloren haben, stellen sie sich hinter den saudi-barbarischen Kronprinz, der schon maßgeblich den Völkermord im Yemen betreibt, und geben ihm Rückendeckung für einen Krieg gegen den Libanon und -letztendlich - den Iran.

Wir sollten tun, was wir können um wenigstens die deutsche Beteiligung an diesen Verbrechen zu behindern. Die Weiterverbreitung und Mitzeichnung des Aufrufs könnte ein erster, kleiner Schritt sein.

habe unterzeichnet und weitergeleitet. bei dieser gelegenheit das friedens-journal sept.-okt. 2017 zum lesen:

http://www.frieden-und-zukunft.de/pdf/fj/FJ_2017-5.pdf

Bild des Benutzers ebertus

jährt sich der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

Auch dort waren "die Dienste" wohl massiv involviert. Es ist überhaupt die sich aufdrängende Frage, was an den ablaufenden Ereignissen noch real ist, einfach so passiert; den gern erkannten Einzelfall  darstellt.

Von den Kennedy-Akten schlummert ja weiterhin ein nicht unerheblicher Teil und die Bush/Saudi-Connection wurde nach meiner Erinnerung lediglich von Michael Moore in "Fahrenheit 9/11" etwas konkreter dargestellt. Diese Doku muss ich wohl mal rippen und in die Termitencloud stellen ....

"Postal", die Empfehlung von Werner ebenso!

filmkritik zum obigen politthriller schreiben:

"hier kurz der Eindruck vom Ansehen: 20 Minuten. Urteil: gutgemeinte Fleißarbeit à la Öffentlich-Rechtliche. Der Nachhilfeunterricht in Sachen NSU-Ungereimtheiten wird zwar beflissentlich erteilt. Leider ist die Krimi-Ausgangssituation ein typischer Fall von am Reißbrett entworfen. Zusätzliches Ärgerniss: der deutsche Hang zum Rätselrate-Krimi mit der Eigenheit, zu Beginn eines Spannungstoffs mit möglichst viel Fragen, Unklarheit und Ungereimtheiten aufzuwarten in der Erwartung, dass die Zuschauer nichts lieber mögen und quasi automatisch bei der Stange bleiben in der Hoffnung, dass der Salat am Ende irgendwie aufgelöst wird. Das übliche Derrick-Tatort-Spannungsschema eben. Zehrfeld und Minichmayr spielen zwar überdurchschnittlich. Der ganzen Produktion merkt man allerdings an, dass hier das ZDF Placet erteilt hat in dem Wissen, dass derart harmlos servierte Kritik-Attitüde sicher keine Staatskrise ausloten wird. Auf die Idee kann lediglich das unterbeschäftigte Feuilleton kommen – wie beispielsweise bei Zeit Online, wo auch Matthias Dell vermeint, das »Verschwörungstheorie«-Warndreieck aufstellen zu müssen."

zwei tage nach ausstrahlung des als "verschwörungsmachwerk" denunzierten films sehe auch ich weit und breit keine ausgelöste staatskrise, was von einem staatsloyalen sender wohl nur die aller wenigsten erhoffen konnten. aber immerhin hat der film viele fragen aufgeworfen, die begründete zweifel an der auffassung von der "drei-täter-theorie" (zietz) des generalbundesanwalts weckt. aus diesem grunde kann ich herrn zietz auch zustimmen: "Sofern der Film begründete Zweifel weckt an der offiziell kolportierten Drei-Täter-Theorie, finde ich, ist gegen derlei fiktionale Aufarbeitung wenig einzuwenden."https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/entsorgte-hirnmasse

so isses...und die nsu-aufarbeitung auch unter dem "Aspekt staatliche Steuerung« (= Tiefer Staat; so zietz) geht munter weiter:

"Das Thema "Organisierte Kriminalität" wird im Zusammenhang mit dem NSU konsequent ausgeblendet - obwohl genau das der alles verbindende Rahmen ist." https://www.heise.de/tp/features/SOKO-Braunlicht-3879889.html

"Ein Polit-Thriller, der eine Realität zeigt, die schwer auszuhalten ist", stellt wolf wetzel im rubikon fest. sein fazit:

"Für die Selbstmordthese gibt es keinen einzigen belastbaren Beweis. Die gewichtigsten Indizien für einen Selbstmord sind vorgetäuscht beziehungsweise manipuliert worden. Für ein Mordgeschehen hingegen sprechen zahlreiche Indizien, die den „ermittelten“ Tathergang unmöglich machen. Wenn diese Schlussfolgerung richtig ist, dann ist nicht vieles rätselhaft, sondern sehr plausibel: Es handelt sich um ein Mordgeschehen, das mit der Zerstörung des Tatorts und der Manipulation von Beweismitteln gedeckt werden sollte. Wenn Ermittlungsbehörden, Bundesanwaltschaft und Gericht dennoch an der Selbstmordversion festhalten, dann machen sie das nicht aufgrund der Faktenlage. Dann liegt die Annahme nahe, dass die Ermittlungen anderer Geschehensabläufe zu Personen und Verwicklungen führen würden, die unter allen Umständen verdeckt bleiben müssen." weiterlesen hier:https://www.rubikon.news/artikel/die-schutzende-hand

und einer polizistin folgende presseerklärung vom didf-bundesvorstand:

"Vor genau 6 Jahren ist aufgedeckt worden, dass die Morde an 9 Migranten (davon 8 aus der Türkei) und einer Polizistin von der Neo-Nazi-Terrororganisation NSU begannen worden sind. Vor 6 Jahren, am 4. November 2011, wurde das Versprechen gegeben, die Täter und Mithelfer dieser Verbrechen aufzudecken, doch heute sehen wir, dass diese Versprechen nicht erfüllt worden sind. Denn bei der Verlesung der Anklageschrift des Generalstaatsanwaltes am zuständigen Oberlandesgericht in München wird deutlich, dass man sich darauf verständigt hat, keinen der Mithelfer des Trios und derjenigen, die die Beteiligten der Opfer auf unmenschliche Weise behandelt haben, bestraft werden. Und das wichtigste ist, dass keine neue Untersuchungen gegen die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes eingeleitet werden, die in enger Verbindung mit den Mördern standen und sich sogar bei dem Mord am Tatort befunden haben. So behält die Anklageschrift ihre Richtigkeit, laut der die Morde von dem Trio geplant und durchgeführt wurden und die vier verurteilten Angeklagten ihnen geholfen haben sollen. Die deutsche Öffentlichkeit, das deutsche Volk und die Migranten wissen genau, dass diese Morde nicht die alleinigen Taten einer Zelle von drei Personen sind. Auch die Angehörigen der Opfer haben dies viele Male noch einmal unterstrichen und fordern die Verurteilung der eigentlichen Verantwortlichen. Die jetzige Situation zeigt uns: auch sechs Jahre nach der Aufdeckung des NSU ist nicht darauf zu hoffen dass die Verflechtung zwischen Neonazis und dem Verfassungsschutz beendet wird. Und das wichtigste ist, dass der entstandene Vertrauensverlust gegen Polizei und Verfassungsschutz droht nun auch auf die Rechtsprechung zu übertragen und sich damit weiter zu vertiefen. Unsere Forderung als türkeistämmige Migranten, dass alle Seiten der NSU-Morde aufgedeckt und die mitverantwortlichen Institutionen und Personen bestraft werden, ist immer noch nicht erfüllt worden. Dieser Zustand wird natürlicherweise negative Effekte auf die türkeistämmigen Migranten haben. Die letzten Ereignisse in Deutschland zeigen erneut die Notwendigkeit auf, dass alle deutschen antifaschistischen, demokratischen Kräfte gemeinsam gegen jeden Rassismus und Ausgrenzung in allen Lebensbereichen gemeinsam kämpfen müssen. Wir werden sowohl die Verantwortlichen für alle rassistischen Verbrechen, allen voran die der NSU, zur Rechenschaft ziehen, als auch die Unterstützer von rassistischen und faschistischen Organisationen aufdecken. Damit werden wir unseren Kampf weiterführen!"http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24301

*siehe auch anmerkung der redaktion.

....anderen (verschütt gegangenen?) Kommentar hatte ich angesichts der Vorgänge um NSU die Assoziation "Gladio" geäußert. Danach sieht´s immer mehr aus: Staatsterrorismus.

man könnte auf den gedanken kommen, dass es ohne geheimdienste gar keinen terror geben würde ...

@Marie: Vor zwei, drei Jahren hatte ich mal irgendwo eine vergleichende Aufzählung von Terrorattacken vor Beginn des "war on terror" und danach gefunden. Der Anstieg war sehr beeindruckend.

Guckt man sich die Vorgeschichte und die Rolle der CIA bei Aufbau und Aufrüstung der "Mudjahedin" an, kann man m. E. den Großteil der islamistischen Terroranschläge tatsächlich auf Geheimdienstaktivitäten zurückführen.
Dazu gehörte (Quelle müßte ich auch erst nochmal wiederfinden) die ideologische "Schulung" der Taliban (="Schüler", insbesondere Koranschüler). Diese wurden durch vorher dazu geschulte, religiöse Lehrkräfte davon überzeugt, daß es keine Sünde wäre, durch solche Anschläge Selbstmord zu begehen. Die vorher übliche Auslegung wurde also umgekehrt.

Komplett auf CIA-Aktivitäten zurückführen läßt sich die Praxis von Selbstmordanschlägen allerdings m. W. nicht: Es sei denn, es hätte zur Zeit der Assassinen ("Haschischinen") die CIA schon gegeben.

Daß 9/11 von vorne bis hinten "stinkt" dürfte Allgemeinwissen sein. Viele andere Gemeinsamkeiten späterer Anschläge (z. B. der "obligatorisch" aufgefundene Ausweis) lassen sich so oder so erklären, Zweifel an den offiziellen Erklärungen bleiben aber in vielen Fällen bestehen.
Die "selbstermächtigten" Beil-, Axt-, Messer- und Auto-Attacken der letzten Zeit sind m. E. authentisch. Ebenso die Anschläge im Nahen und Mittleren Osten. - M. E. gehen nicht alle aktuelleren, islamistischen Anschläge auf DIREKTE Geheimdienst-Instruktionen zurück (sieht man vom CIA-Einfluß auf deren Vorgänger und die Gründungen dieser Organisationen ab).

Bild des Benutzers fahrwax

Offenbar verstarb ein langjährige Informant des Geheimdienstes „Verfassungsschutz“ Thomas Richter („Corelli“) an einer bisher medizinisch unbekannten Ausprägung von Diabetes 1, oder aber an Rattengift.......

Sicherlich nur eine versehentliche Unterlassung im unendlichen Reigen der Fehlleistungen von amtlicher "Aufklärung":

"Es kam heraus, dass 2014 gar -nicht- nach Rückständen des Rattengifts „Vacor“ gesucht wurde.

„Die Rückstände des Giftes ließen sich aber bei toxikologischen Untersuchungen nachweisen. Der Zeuge Scherbaum zog das Fazit, dass er nicht mehr 100%ig ausschließen könne, dass Thomas Richter an dieser verabreichten Substanz verstorben ist, weil 2014 die passenden toxikologischen Untersuchungen nicht durchgeführt wurden.“ (nsu-watch)

http://friedensblick.de/26207/nsu-informant-thomas-richter-alias-corelli-wurde-hoechstwahrscheinlich-vergiftet/

"Wie konnte so ein Mensch, obwohl er Beobachtungsobjekt war, unter dem Radar so einen Anschlag begehen?" Das müsse geklärt werden. Zugleich gab Krömer aber die Antwort: Für ihn seien "eher individuelle Fehler" gemacht worden, verteilt auf mehrere Bundesländer. Der Verdacht bleibt: Sicherheitsbehörden erkennen die Gefährlichkeit einer Person und lassen sie dennoch laufen. Weil man sie als "Nachrichtenmittler" abschöpfte? Doch warum wurde die Quelle dann zum Attentäter?"

Amri - Vom "Nachrichtenmittler" zum Attentäter?

...von möglichen Fällen von Staatsterrorismus gibt es auch Staatsversagen aufgrund von Systemüberlastung: Bei Welt.de (oder FAZ.net?) gab´s vor ein paar Wochen einen erschreckenden Artikel, dem zu entnehmen war, daß es gar nicht genug Polizisten gäbe, um alle als "Gefährder" eingestuften Personen rund um die Uhr zu überwachen. Darum fände die Überwachung meist nur an Wochentagen und tagsüber statt...Tja... :-/