14 Nov 2017

Der Elefant im Zimmer

Submitted by ebertus

Schon mal aufgefallen ...? Die Medien berichten bezüglich der aktuell laufenden Sondierungsgespräche primär über FDP und Grüne. Die CDU, sprich: die Kanzlerin ist eh sakrosankt, bestenfalls Stichwortgeber;  und die CSU hält sich vornehm im Hintergrund.


 Quelle: qpress.de

Die Grünen haben ihren bunten Luftballon von der reinen E-Mobilität ab 2030 schon mal eingezogen und die FDP mag zur Abschaffung des Solidarzuschlags auch flexibel sein. Die Rücknahme dieses von beiden Parteien -als Opposition- doch vehement abgelehnten NetzDG (Hate-Speech) des Heiko Maas will jedoch niemand ernsthaft fordern; das Teil schlimmsten-, nein bestenfalls weiterentwickeln.

Ansonsten? Ernsthaft jetzt?

Die FDP, das wusste bereits der gute Herbert Wehner, ist eine alte Pendlerpartei; und die Grünen machen seit ihrer Domestizierung durch den Genossen der Bosse eh alles mit. Insofern sollte das "weiter so" von CDU/CSU doch nicht so schwierig sein.

Und als Regierungsreserve steht die SPD wohl nach wie vor bereit, müsste lediglich deren "in die Fresse"-Nahles wegen eindeutigem Hate-Speech etwas zurück stehen.

Ja und die Linken? Die machen in Thüringen, in Brandenburg und in Berlin weiter ihr Ding, im Bundesrat -natürlich nur wegen der koalitionären Eingebundenheit- ebenfalls alles mit. Das waren noch Zeiten, als der Bundesrat schon beinahe eine Gegenregierung war ...

- - - - -

Und dann gibt es da noch die Geschichte vom Elefant und dem Mäuslein - bei der zwei Varianten möglich sind:

Entweder ist die AfD der Elefant im Zimmer; und keiner der potentiellen Koalitionäre will ihn sehen

Oder die AfD ist das Mäuslein und einer der Elefanten, sprich: die CSU muß im Herbst 2018 Landtagswahlen bestreiten


Wenn man sich die bayerischen Ergebnisse (Zweitstimmen) zur gerade gewesenen Bundestagswahl anschaut, ggf. spekulativ fortschreibt, dann reicht es kaum mehr für eine sogenannte Große Koalition aus CSU und SPD. Ansonsten ist Jamaika dort in Bayern zwar möglich, könnte jedoch ebenfalls knapp werden.

Für die CSU - so oder so der GAU - der größtmöglich anzunehmende Unfall; ohne umzufallen wird da nichts gehen ...

Kommentare

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CSU-Seehofer weiß, daß er von seiner Partei abgeschossen ist – was soll der noch sagen?

CDU-Mamma Dilemma macht JiuJitsu – warten auf die Schwäche des Gegners; nimmt der Anlauf, ist er geliefert.

SPD-Schulz will auch nach Neuwahlen keine Groko – sacht er jetzt.

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ist die beinahe einzig verbliebene Existenzberechtigung der SPD; sach ich jetzt ...

Aber soweit sind die ja noch nicht, muss die CSU jetzt erstmal Jamaika ertragen; egal ob mit Seehofer als ggf. nützlichen Sündenbock, oder mit Söder etc.

In jedem Falle wird die AfD insbesondere die CSU jagen, so oder so, im Bund und insbesondere in Bayern.

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Angeschlagen sind alle, bis auf die FDP, die wieder mitmachen darf und der nix anderes einfällt, als erst mal Steuersenkung zu fordern.

Wer diese Gurkentruppen noch ernst nimmt, ist nicht ganz dicht.

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" CDU-Mamma Dilemma macht JiuJitsu" - Danke für dieses Kopfkino! :-B 

Das kommt fast an meine Lieblingsvorstellung ran: Frau Merkel trampelt über weniger durchsetzungsfähige Kollegen hinweg um die herunterbaumelnde "Strickleiter" des letzten Hubschraubers über dem Reichstag zu erwischen (als Kind habe ich aufmerksam die Nachrichten über Vietnam verfolgt, Assoziationen sind also nicht rein zufällig ;-))...Wie die "Bildgeschichte" weitergeht, kann ich öffentlich nicht schildern...:-X

"SPD-Regierungsreserve": Nur ohne Frau Merkel (wurde offiziell aus dem Willy-Brandt-Haus verlautbart, weiß nur grade nicht mehr, von wem)

Die CSU wird nächsten Herbst (September ist LTW, glaub ich) in Bayern böse abschmieren: Dort ist nicht nur die AfD stark, sondern es gibt zusätzlich Frei Wähler und Bayernpartei. Wenn die Grünen Familienzuzug durchsetzen, war´s das für die CSU.

Sie werden sich aber "irgendwie" zusammenraufen (folgen eh alle denselben Herren) weil Neuwahlen für die meisten keine Option sind: Frau Merkel würde die CDU nicht nochmal aufstellen, die Grünen könnten (endlich) unter 5% landen (auf jeden Fall aber nochmal stark verlieren), die FDP ist jetzt schon wieder so stark umgefallen, daß sie die "Leihstimmen" potentieller AfD-Wähler (die sich noch nicht getraut hatten) wieder verlieren würde...Nur die CSU könnte - in Bayern - erheblich profitieren, müßte dazu aber auch eindeutiger Stellung beziehen. Der SPD würden Neuwahlen m. E. auch nicht viel nutzen. Der PdL noch weniger.

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auch ohne den letzten Hubschrauber über dem Reichstag.

Obwohl ich selbst -schon allein wegen deren nationalistischen Volk-und Vaterland-Gehabe nebst Heldenverehrung und der gern beschworenen sog. Christlich-Abendländischen Werte- der AfD nicht nahetreten würde, so sorgt sie dennoch dafür, dass nun die letzten rund zehn Jahre TINA zumindest ein Stück weit infrage gestellt werden.

Mehr noch -bereits mehrfach änlich geschrieben- so gibt es mit Alice Weidel eine wirkliche Gallionsfigur.

Inhaltlich kaum angreifbar, weil Weidels neoliberale, wirtschaftsliberale Positionen Fleisch vom Fleische der ganz großen Koalition nebst der dahinter stehenden Besitzinteressen sind.

Persönlich kaum angreifbar, weil sie als gleichgeschlechtlich orientierte, noch relativ junge und bildungsnahe Frau alle gern gebetsmühlenartig dargebotenen "guten" Attribute auf sich vereint.

Und steht als ehemalige Goldman Sachs Bankerin über dem ansonsten gern verwendeten Antisemitismusvorwurf.

Bild des Benutzers Heinz

Viele Leute wissen nicht, wen und was sie wählen. Die AfD zieht von allen Parteispektren Wähler ab.

Zur Orientierung hier das Profil: Politisches Spektrum DE 2017

Hier zum Vergleich: Politisches Spektrum DE 2013, die Linke und die Grünen waren auch schon mal linker.

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...daß es m. E. selten so eine linke Grundstimmung gegeben hat wie zur Zeit und sehr viele Leute Positionen zustimmen wie z. B. Wieder-Verstaatlichung des Gesundheitssystems und mehr staatlicher Einfluß auf/Kontrolle über die Wirtschaft...Sogar NATO-Austritt hätte jetzt eine Mehrheit, wer hätte das noch vor drei, vier Jahren gedacht? Die PdL kann dieses Wählerpotential wegen ihren irrealen Forderungen in der Zuwanderungspolitik nicht nutzen und wird damit weitere Wählerstimmen verlieren, sollte es zu Neuwahlen kommen. 

Was die AfD betrifft, denke ich, der neoliberale Flügel wird sich mittelfristig nicht durchsetzen. Frau Weidel ist allerdings die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Allerdings ändern sich die Zeiten und es gibt m. W. eine starke Gruppe, die ein anti-neoliberales Programm durchsetzen wird. An der Basis gibt es wohl u. a. immer mehr Ex-Linke, die dafür stehen. Mitglied kann ich auch nicht werden, sonst könnte ich mich diesbezüglich (mehr linke Ideen in der AfD) beteiligen, bin aber zu feige weil unser Haus direkt an der Straße steht: Es bietet zuviel Angriffsfläche für u. a. von Frau Berg "inspirierte", verwirrte, junge Leute.

Hat jemand den Artikel über die "Antifa" gelesen? Darin ist m. E. die Vorgehensweise der Antideutschen sehr gut beschrieben. Ein weiteres Indiz dafür, daß beide Gruppierungen zusammen gehören.

Bei ZON war heute zu lesen, daß schon hundert Mitglieder aus Macrons en marche ausgetreten sind. Dessen neoliberale Ideen stoßen in Frankreich wohl auch nicht auf Gegenliebe.

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Klar, die gibt es! Aber die PdL repräsentiert sie nicht (mehr); leider ...

Was die AfD betrifft, so sehe ich die dort auflaufenden linken (Wähler)Stimmen primär als die momentan einzige, offiziell und ganz legal verbliebene Möglichkeit an Protest, an Widerstand.

In wieweit die sog. Zuwanderungspolitik oder das grundsätzliche Erkennen einer immer weiter um sich greifenden sozialen Ausgrenzung, der zunehmend erkennbare Kahlschlag an kommunaler, kollektiver Infrastruktur dafür verantwortlich ist, das mag ich nicht abschließend beurteilen.

Die neoliberalen Tendenzen (für die u.a.  Alice Weidel steht), sie kann man ebenso spekulativ betrachten, wie andere Äußerungen zu eher nationalistisch orientierten Themen. Solange das im Bund wie in den Bundesländern nicht in eine Regierungsbeteiligung mündet, solange sind die Gedanken wie die Worte frei.

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...vor Geschichten wie dieser (in einem der Kommentare sind dazu Kriminalstatistiken verlinkt) mit aller Entschlossenheit ignoriert, wird sie sich selbst immer weiter marginalisieren:

http://www.wiesaussieht.de/2017/11/15/koeln-ecke-hildesheim/

Klar, man könnte dazu fragen: Welche Eltern lassen 13- und 14jährige Mädchen nachts alleine in Hauptbahnhöfen rumlaufen?" - Dazu kann ich nur sagen, daß manche Jugendliche einen so ausgeprägten Freiheitswillen besitzen, daß jeder Restriktierungsversuch komplett nach hinten losgeht bzw. losgehen würde...Aus meiner Erfahrung mit so einem Teeny, die zum Glück (!!!!) mehr als 10 Jahre zurückliegt, weiß ich, daß es mitunter besser ist, alters-unangemessene Freiheiten zu gewähren und dafür das Vertrauen nicht ganz zu verlieren: Ich wußte auf diese Weise, daß das betreffende Kind zu unangebrachten Zeiten an potentiell gefährlichen Orten unterwegs war, andererseits aber auch WO und mit WEM genau und daß ich es - auf An-/Abruf - dort jederzeit einsammeln konnte...Das hat einige Nerven und durchwachte Nächte verursacht, ist aber gut ausgegangen: Betreffendes Kind hat seine Sturm-und-Drang-Phase sehr gut überstanden und führt heute ein sehr "stabiles" Leben. Darüber, wie es damit HEUTE ausgehen könnte, mag ich gar nicht nachdenken...

- Ganz abgesehen davon, daß Ereignisse, wie im o. g. Text beschrieben, tagtäglich auch 24jährigen, 34jährigen und Älteren passieren. Auch wenn MSM die meisten davon verschweigen, gehören sie zur heutigen, "neuen" Realität (die auch mit behaupteten "Oktoberfest"-Statistiken nicht mehr weggeleugnet und -relativiert werden kann).

Die Verhöhnung der Opfer (nicht nur junger und weiblicher), die sich im bewußten Verschweigen (und damit ihrer Ausgrenzung aus der Gesellschaft) äußert, wird den Kollaborateuren des Verschweigens und der Rechtfertigung der Ursachen noch gewaltig  - und mit Recht! - auf die Füße fallen. Dazu gehört auch die PdL.

Bild des Benutzers Heinz

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Ich zweifel daran, daß die Linke nur ein Problem mit der Zuwanderung hat. Das ist zwar die aktuelle Debatte in dieser Partei, sollte die erledigt sein, kommt die nächste ... es geht also nicht um die öffentlich geführten Debatten, sondern um die internen Pöstchen – und darum kannst du dir diese Partei durch ... ziehen.

Dieser Artikel handelt aber nicht von Die Linke, die ist überhaupt nicht relevant im Parteienspektrum, sondern von den Koalitionsverhandlungen. Stell dir vor, diese Verhandlungen scheitern – morgen Donnerstag 16. November soll Stichtag sein – dann gibt es Neuwahlen, also Open End.

Bild des Benutzers Raphaela

...würde ich darauf wetten, daß "Jamaica" notgedrungen durchgesetzt wird: Pöstchen spielen nämlich auch bei den daran beteiligten Parteien die größte (oder einzige) Rolle.

Ansonsten sorry wg. OT! - Allerdings betrifft das beschriebene Verschweigen ja die anderen Parteien (bis auf die AfD, die allerdings an den Jamaica-Verhandliungen nicht beteiligt ist) genauso wie die PdL. Dann "passt" der Beitrag auch wieder zur "Jamaica"-Diskussion.

Bild des Benutzers Heinz

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Das Verschweigen der AfD und der Die Linke sehe ich nicht als Taktik oder Strategie, die sind nicht relevant und müssen darum pragmatisch als oppositionelle BT-Parteien hingenommen werden. Die Linke war mal zu Beginn des Wahlkampfes als Koalitionspartnerin einer RRG in den Ring geworfen worden, das hatte sich aber schnell als nicht machbar erwiesen – so what?

Schaue ich mir die Abwanderung zur AfD an, dann hat die aus allen Parteispektren Wähler abgezogen. Erklär mir mal, was dabei noch rechts oder links, oben oder unten sein soll.

Bild des Benutzers ebertus

ist eh klar, Jamaika wird durchgezogen!

Kann mich nicht erinnern, dass es im Bund schon mal Neuwalen gab, sich die Gewählten nicht zumindest auf ihre doch so ehrenhafte staatsräsonale Pflicht berufen hätten. Und in den (westdeutschen) Bundesländern -müsste man recherchieren- gab es das bestenfalls einmal.

Die FDP und mehr noch die Grünen machen mittlerweile wirklich alles mit; bei letzteren muss man nur schauen, wie geschmeidig sie in Hessen mit der CDU kopulieren - war gerade diese CDU vor nicht so langer Zeit noch als Stahlhelmfraktion bekannt.

Nein, als Elefant und/oder Mäuslein stehen sich faktisch lediglich die CSU und die AfD gegenüber.

Bild des Benutzers Heinz

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Zur Zeit sind die Quoten schlecht kalkulierbar. Nach der evtl. Etablierung von Jamaika wird mit sicherer Wahrscheinlichkeit Seehofer gestürzt und das schwächt die Koalition der christlichen Schwestern.

Nehme ich die Wählerwanderung bei der letzten Bundestagswahl, dann wird die Bayernwahl 2018 sicher eine Rückwirkung auf Jamaika haben. Da es bei so einer Koalition um Sessel geht und nicht um Inhalte, ist alles möglich.

Bild des Benutzers Raphaela

...spielen sie dort "Reise nach Jerusalem" und führen damit einen alten Kindergeburtstags-Klassiker auf. - Da soll noch jemand sagen, es gäbe keine Leitkultur im geld-grünen Balkonien :-B

Die lautet in diesem Fall, analog zur favorisierten Sozialpolitik: Den Letzten beißen die Hunde (sorry: die bissigen Köter) und der Verlierer darf zusätzlich mit einem Eimer Häme rechnen. Find ich konsequent, daß sie dieses Prinzip endlich auch ansatzweise bei sich selbst anwenden ;-)

Prognose zur LTW in Bayern: Mit jedem Tag, den die CSU in passivem Abwarten verharrt, purzeln de Prozente ein bißchen tiefer. - Das könnte man als loose-loose-Situation bezeichnen.

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Am 17.11. habe ich noch einen (letzten?) Termin zur Renovierung meiner Kauleiste, knapp rechtzeitig bevor die Freiheiten der Kopulationsgewinner - im land of the free der Reserve - über uns kommen werden.

Wenn datt man noch gut geht.......

"In diesem wunderbaren Land gibt es inzwischen immer mehr von denen, die hier schon länger nicht mehr wohnen, sowie eine ebenfalls wachsende Zahl jener, die hier erst seit kurzem nicht mehr wohnen. Nicht etwa, weil sie ausgewandert wären.

Sie sind nur ausgezogen, bzw. ausgezogen worden und sitzen, stehen und liegen nun auf Straßen, Parkbänken und unter Brücken.

Vorsichtshalber wird zwischen Wohnunglosen unterschieden in solche, die tatsächlich obdachlos sind, und solchen, die zwar auch keine Wohnung haben, von denen man aber annimmt, dass sie irgendwo "unterkriechen" können. In der zweiten Kategorie vermutete man im Jahr 2016 (das ist fast ein Jahr her) 860.000 Menschen, nächstes Jahr, schätzt man, könnten es schon 1,2 Millionen sein."

http://www.egon-w-kreutzer.de/004/tk171115.html

Bild des Benutzers Raphaela

- und für die Betroffenen immer hoffnungsloser hinsichtlich der Situation auf dem Wohnungsmarkt :-/

Was die Sanierung von Restzähnen betrifft kann ich nur jedem gratulieren, der noch einige (und darunter sogar heile) hat. Illusionen in dieser Richtung habe ich schon länger aufgegeben, freue mich stattdessen über jede Ruine, die sich nach dem Putzen noch nicht mit einem *Klonk" verabschiedet und hoffe auf verlängerte Haltbarkeit des (schon uralten) Provisoriums.

- Denti passati und Wolfgang Neuss ist/war nicht nur in dieser Hinsicht ein (hihi) *leuchtendes* Beispiel für das Abwerfen überflüssigen Äußerlichkeiten-Ballasts und des Stolzes ehrbarer Armut :-B *

(Komplett neidlos) Gedrückte Daumen für den Termin übermorgen und sein nachhaltiges Gelingen!

ein passenderes (als diesen "Biber") Grinsebeispiel "ganz ohne" muß ich beizeiten mal suchen. -  Diesem hier ermangelt es eindeutig an renitenter Bösartigkeit: :-D Vorschläge werden ggf. dankend angenommen ;-)

Bild des Benutzers fahrwax

Wie das bei Kopulationsverhandlungen regelmäßig läuft, hat der olle Goethe trefflich beschrieben:

"Halb zog sie ihn, halb sank er hin" 

QPRESS pointiert das so:

"Die rein auf Macht versessenen Vereinigung zum kollektiven Betrug am Wähler, hat seit der Wahl keine Veranlassung mehr rückwärts zu blicken. Das Wort “Wählerwillen” taugt allenthalben nochmal für ein kurzes Gelächter während der noch anhaltenden Gelage bei den Kopulationsverhandkungen."

Bild des Benutzers ebertus

Habe mir erlaubt, dieses zutreffende Bild gleich mal oben in den Blog einzufügen.

Der komplette Text ist lesenswert; die Bezüge eher real denn Satire, lebensnahe Realsatire im besten Wortsinne.

Bild des Benutzers Raphaela

...alle drei sehr treffend beschrieben. 
 
Erstaunlicherweise bekommt die schwankende CSU grade offenbar Rückenwind vom wankenden refugee-welcome-Urgestein taz:
 
Wir leben tatsächlich in interessanten Zeiten.
Bild des Benutzers ebertus

dort bei der taz in den Kommentaren.

Wobei, oder irre ich mich, noch keineswegs geklärt ist, wer für diesen Luftangriff verantwortlich ist.

Ansonsten -mein anderes Thema auch hier immer wieder- ist wohl davon auszugehen, dass die Auflagenzahlen der taz weiter sinken, nicht so stark wie beim ND (wo sich jetzt Tom Strohschneider zurückzieht), aber dennoch bemerkbar.

Man wird sich sortieren, hier wie da oder dort; nicht mein Fall, weil ich bewußt kein Echokämmerer bin.

Außerdem ist die taz eine Genossenschaft; und diese hinter sich zu lassen, das ist mental nicht so einfach wie eben mal das Abo zu kündigen. Schlußendlich und mir aus anderen Kontexten bekannt, kann das dauern bis man da raus ist, den aktuellen, monetären Gegenwert der gezeichneten Anteile wirklich wieder in Empfang nehmen kann.

Bild des Benutzers fahrwax

Es kann (eigentlich) nur einen glaubwürdigen Kandidaten geben:

 

 

Aber alle Schlunze Schlote werden wiederum die routinierte Heiligkeit inthronisieren:

 

Weil das in Schafherden ein vielfach eingeübtes Ritual ist:

 

Die Dummheit der allgegenwärtigen work-life-balance führt regelmäßig zu den selben Verstörtheiten:

 

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...kannte ich noch nicht, danke!

Taz-Kommentare (z. B. auch zur Staatszensur in Berlin gegen Ken Jebsen) zu lesen, finde ich seit einiger Zeit sehr amüsant. Soviel Kontra, wie die Redaktion dort bekommt, wäre vor vier, fünf Jahren (als ich da mal ein paar Kommentare versuchte, von denen maximal ein Drittel veröffentlicht wurde) undenkbar gewesen. Irgendwann später (hatte zwischendurch lange nicht mehr reingeschaut) haben die Genossenschaftler das permanente Weglöschen bzw. Nichtveröffentlichen wohl seufzend aufgegeben. Wahrscheinlich angesichts eines Blicks auf die Mitgliederstatistik und die Klickzahlen ;-)

Nachdem sich wohl niemand findet, der gegen Grün-Geld (Schwarz hat sich ja dezent unsichtbar gemacht) wetten möchte, gibt´s ja vielleicht Interessenten an einer Wette über die Lebensdauer dieser (danke für die Wortschatzerweiterung! :-B) Kopulation? In dem Fall müßten wir uns auf einen Wetteinsatz einigen...Da chronisch pleite könnte ich im Verlustfall nur Pflanzen oder alte Aquarelle/Zeichnungen anbieten, für Spirituosen gibt´s leider keinen Etat. Meine Prognose lautet: 6 bis 12 Monate. - Geht jemand mit?

Nachgereichte Ergänzung für Fahrwax: TINA ist tot, röchelt höchstens noch ein bißchen vor sich hin. Nichts ist mehr "alternativlos" außer der Realität ;-) 

Bild des Benutzers ebertus

Da hast Du wohl bei Gerhard Schröder mitgelesen.

"Wenn Jamaika dazu führt, dass die CSU bei der Landtagswahl in Bayern die Mehrheit verliert, wird sie die Koalition sprengen. Dann werden wir 2019 sehr interessante Neuwahlen haben"

Ansonsten und btw. taz/Jebsen/Babylon

Den Kommentarstrang dort verfolge ich ebenfalls. Schließlich und nicht zuletzt haben Marie und meine Wenigkeit bereits bestätigte und bezahlte Karten für diese Veranstaltung am 14.12.

Die NRhZ als Ausrichter gibt sich im Angesicht des Aufschreis der neulinken McCarthy-Jünger sehr gelassen und meint, dass die Veranstaltung genau so wie geplant stattfinden wird. Ähnlich ging es Abraham Melzer, kürzlich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse, wurden ihm vertraglich zugesagte Räumlichkeiten für eine Lesung aus rein politisch-ideologischen Gründen einfach gekündigt.

Wurde durch ein von Melzer angerufenes ordentliches Gericht dann sehr schnell wieder aufgehoben, diese sogenannte Kündigung.

Ähnlich, so schätze ich, hoffe ich, wird es auch in Berlin ablaufen.

Bild des Benutzers Raphaela

Alleine schon, um den Möchtegern-Zensoren (bzw. Erpressern) mal rechtsstaatliche Grenzen aufzuzeigen.

Was Schröder betrifft: Nein, ey isch schwörr Alder: Hatte erst nach o. g. Prognose bei WON reingeschaut (und daraufhin schon geplant, einen ersten Mit-Wetter hier zu erwähnen ;-)).

Kommt drauf an, wann sie denn die Kopulation offiziell verkünden: Sollte das noch vor Silvester passieren, wiese meine Prognose ein kürzeres Mindesthaltbarkeitsdatum auf als die von Herrn Schröder. Man kann ihm ja berechtigterweise diverse Bösartigkeiten vorwerfen (Arbeiterverräter wäre noch ein Euphemismus) aber keine Dummheit. Es freut mich daher, daß er der Kopulation ebenfalls maximal das Erreichen der Halbzeit zutraut.

 

Bild des Benutzers fahrwax

..... und ihre Möchtegernführer der Volksseele haben da ein echtes Problem - diese Nasen stehen da vor einer freundlichen Übernahme durch die schickeren Rassisten mit der Seelenverwandschaft.

Meine Freude über die Situation ist ausdrücklich keine klammheimliche - Spreu & Weizen werden Sturm ernten.

Bild des Benutzers Raphaela

...in diesem Land Aufhältigen werden Sturm ernten. Auch die, die sich jetzt noch so verhalten wie der Politiker mit work-life-balance-Problemen im letzten Cartoon. Das müßte doch eigentlich langsam allen klar sein...

Bild des Benutzers Heinz

->

kann jede Geschäftsbank.

Bild des Benutzers fahrwax

......machen die gegenwärtige Situation der Geschäftsbanken so riskant.

Die kriegen einfach keinen hoch - scheiß Schicksal in dem hohen Alter, wenn die ständige Pisserei das Wollen überlagert.

Bild des Benutzers Raphaela

...nochmal für Gärtner verständlich machen (die sind halt vielfach keine Intellektuellen): Welche Helikopter und wer kriegt warum keinen (Helikopter?) mehr hoch?

 

Falls es darum gehen sollte: http://www.spiegel.de/politik/ausland/bundeswehr-neuer-helikopter-unfall...

verstehe ich immer noch nicht den Zusammenhang mit den Geschäftsbanken.

Bild des Benutzers fahrwax

Das Zauberwort ist Helikoptergeld - die faulen Dinger der Bundeswehr liefern den blamablen, wehrtechnischen Hintergrund der Tod Siegerei an allen Fronten.

Bild des Benutzers Raphaela

- Ich beginne zu verstehen: Es geht um Versagen (von u. a. Helikoptern) als Argument für Wehretat-Aufstockung. - Ich setze dagegen: Neutralität, strikte Reduzierung der BW auf Verteidigung, Ende aller Auslandseinsätze und Wiedereinführung von Wehr-/Ersatzdienst für alle Geschlechter (egal wieviele es bis dahin geben sollte). Dann wird´s auch billiger.

Bild des Benutzers Heinz

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Helikoptergeld ist ein von Milton Friedman geprägter Begriff zur Bewältigung einer Krise am Arbeitsmarkt. Weil bei einer Krise sofort alle anfangen zu sparen – für schlechte Zeiten – bricht das Arbeitsangebot ein und mit dem eingebrochenen Arbeitsangebot die Kaufkraft und der Umsatz ... eine Abwärtsspirale. Um diese zeitlich befristet zu beheben, ist das Helikoptergeld eine wirksame Methode.

Das, und nichts anderes, bedeutet Helikoptergeld.

Bild des Benutzers Raphaela

...für die Nachhilfe, Heinz!

Da du Milton Friedman erwähntest, fiel mir wieder ein, daß er (laut "Die Anstalt") bei dieser Gesellschaft eine wichtige Rolle gespielt haben soll:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mont_Pèlerin_Society

Und der sehr gute Achse-Text, der die EZB-Politik der Umverteilung thematisiert, passt m. E. auch (nochmal) sehr gut dazu (er ist wirklich sehr lesenswert!) Vielleicht, weil von einem Ingenieur geschrieben, erläutert er die Zusammenhänge so gut, daß sogar ein Ökonomie-Idiot wie ich sie verstehen kann:

http://www.achgut.com/artikel/die_linke_schanzt_den_euro_eliten_macht_un...

Wer die "Anstalt" vom 7. 11. (über die o. g. Gesellschaft) noch nicht gesehen hat: Es gibt sie m. W. noch in der Mediathek.

Bild des Benutzers Heinz

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Die Idee zum Helikoptergeld hatte Friedman von einer Anregung Keynes. Der hatte vorgeschlagen, in einer Krise einfach Geld in einem Bergwerk zu vergraben und das von den Arbeitslosen ausgraben zu lassen. Weil das etwas von hinten durch die Brust geschossen ist, bevorzuge ich das Helikoptegeld in einer Krise – und nur in einer Krise am Arbeitsmarkt.

Bild des Benutzers ebertus

Ist das / war das nun Satire oder (neudeutsch) Hate-Speech?

Bild des Benutzers Heinz

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John Maynard Keynes hatte in seinem Werk Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes vorgeschlagen, Geld in ungenutzten Bergwerken zu vergraben, wo es von Arbeitslosen ausgegraben werden könnte. Der Effekt wäre derselbe wie bei einer Zunahme der Goldgewinnung in einer Goldmine.[19]