17 Nov 2017

Es ist ja alles soo "leicht", so hilflos leicht?

Submitted by ebertus

Zwei Texte aus dem Freitag, hier im Blog an anderer Stelle bereits angesprochen bzw. verlinkt, sie mögen im Folgenden noch etwas vertieft, verrissen oder für gut befunden werden werden.

Der eine Text ist von Marian Schraube, der auch schon mal als ed2murrow  unterwegs ist, mir aus einigen virtuellen, persönlichen Auseinandersetzungen her bekannt und den ich zu diesen formalen, wenngleich blutarmen Großdenkern beim Freitag zähle.

Der andere Text stammt von Leander F. Badura, mir vollkommen unbekannt, aber wohl ganz offiziell Freitags-Redakteur.

Beide Texte beschäftigen sich mit dem Thema Flüchtlinge und Migration, wenngleich aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln. Bei Marian Schraube geht es um eine Bestandsaufnahme der aktuell ablaufenden Realitäten im Mittelmeer, dort insbesondere vor der libyschen Küste. Bei Leander F. Badura geht es .... ja, weiß ich nicht, habe nicht verstanden, was mir dieser Text sagen will.

Fangen wir mit letzterem an, hat der Herr Badura als Redakteur doch ein anderes Standing als der gute Herr Schraube.


"Immer mehr Linke finden, dass nun endlich mehr abgeschoben werden sollte. Dabei fiele es leicht, sich gegen die Abschottungspolitik zu stellen"

Halten wir uns nicht lange damit auf, wie Badura denn nun "Linke" definiert, sind zumindest die institutionell eingebundenen Linken der Partei "Die Linke" in ihrer weit überwiegenden Zahl doch wohl klar gegen Abschiebung; und müssen dort, wo sie in einer Landesregierung eingebunden sind, leider, leider alles mitmachen, oder? Aber vielleicht meint Bandura diejenigen, welche ehemals links und nun AfD wählen; man weiss es nicht ...

Nein, mein zu hinterfragender Ansatzpunkt in diesem redaktionellen Text ist das Attribut "leicht", sei es doch leicht, sich gegen die Abschottungspolitik zu stellen. Habe den Artikel dann in einem zweiten Anlauf komplett gelesen, vergeblich auf das Nennen konkreter Handlungsoptionen durch den Autor gewartet. Leicht wäre mir eh überraschend gekommen, aber nicht einmal schwer ist da wirklich etwas konkretes zu lesen, was die aktuellen politischen Machtverhältnisse, die politisch agierende Exekutive angeht.

Stattdessen -halleluja- wird der Lafontaine von 1993 aus der Gruft gehoben, ist wohl immer noch der Bringer. Nach meiner Erinnerung hat Lafontaine die SPD 1999 verlassen, war diese Partei dann in den letzten bald 20 Jahren (bis auf die Episode mit Union und FDP) fast durchgängig an der Regierung beteiligt und ist es geschäftsführend immer noch. Wäre doch leicht und lange Zeit gewesen den bösen Lafontaine zu korrigieren, oder?

Dass auch die Grünen dahingehend nicht mehr nett sind, dass erkennt selbst Bandura, wenngleich irgendwie paradox:

"Und machen wir uns nichts vor: Den Grünen wird es nicht gelingen, moralisch schadlos durch die Regierungsverantwortung zu kommen. Wer sich mit dem Souverän gemein macht, spielt nach dessen Regeln.

Die Chance, sich im Wahlkampf als die progressive Migrationspartei zu profilieren, haben sie bewusst ungenutzt gelassen."

Also im Klartext, werden die Grünen durch Jamaika noch weiter dezimiert, domestiziert und "gleichzeitig" gäbe es eine Chance sich als progressive Migrationspartei zu profilieren. Wie geht das zusammen? So rein wahlarithmetisch ... Wahrscheinlich nur jenseits von Wahlen wie wir sie noch kennen.

Was sonst noch kommt? Der Absatz zu dem Mord im Berliner Tiergarten scheint mir schräg. Soll das nun eine Relativierung sein, oder einfach nur  ein me too, me too - Sarkasmus; dahingehend auch etwas vermelden zu können. Der Mord in Freiburg dagegen, da ruft der Leander F. Badura dann plötzlich nach Law&Order, der lückenlosen Erfassung von Ankömmlingen, denen man ja nicht ansieht, ob sie im Ausland bereits straffällig geworden sind.

Irre, da hat er recht; ist möglicherweise selbstreflexiv zu verstehen ...

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Ein ganz anderes Kaliber ist dagegen der Marian Schraube. Er ist weder dumm, noch (gespielt) naiv und braucht daher auch nicht mit Popanzen zu wedeln, weder mit dem Lafontaine aus 1993 noch mit dem von 2017; auch nicht mit der AfD.

"Die Aufrüstung des libyschen Militärs durch die EU und ihre Mitgliedstaaten hat die Situation der Migranten verschärft."

Eine klare Ansage, die die exekutiv Verantwortlichen benennt, deren formelle wie informelle Vertragspartner weiter unten im Text dann auch richtigerweise als Warlords bezeichnet. Eine Bestandsaufnahme, wie sie besser, richtiger, aktueller nicht sein könnte.

Mehr noch, so unterhalte ich zu der im Text von Schraube sehr schön bebildert erwähnten Hilfsorganisation Sea-Watch eine etwas persönlichere Beziehung. Habe, ist schon etwas her, bereits zweimal für diese Menschenretter gespendet und war als Supporter zur Taufe der Sea-Watch II eingeladen, persönlich in Hamburg dabei.

Allerdings, und das gilt (für mich) sehr grundsätzlich, mag ich schon hinterfragen, wo das ganze Geld herkommt. So sind mittlerweile drei Schiffe, mehrere hochseetüchtige Schlauchboote und sogar ein Flugzeug im Einsatz. Meine wenigen Euro und die von anderen in ähnlicher Größenordnung spendenden können das  mit Sicherheit nicht unterhalten.

Was allerdings auch bei Marian Schraube -nicht nur in diesem Text- fehlt, das ist die klare Positionierung im Hinblick auf (eigene) gern kontrovers zu verstehende, möglicherweise politisch nicht immer korrekte Forderungen. Das täglich -und nicht nur vor der libyschen Küste ablaufende Leid zu schildern ist richtig, ist wichtig; aber es sollte nicht nur wohlfeil sein.

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Für mich, aus meiner Sicht -und das sieht nicht nur der Herr Schraube wahrscheinlich anders- geht es ohne ein massives Ausbrechen aus dieser Gewaltspirale, aus diesem neoimperialen, neokolonialen "War on Terror" alternativlos genau so weiter und wird sich noch steigern in jedwedem Leid für immer mehr Menschen; nicht nur für die an der sogenannten Peripherie.

Ein kompletter Rückzug Deutschlands aus allen global exekutierten Militäraktionen ist möglicherweise Wunschdenken, nur würde es ein Signal sein, wohl Nachahmer finden und Bewegungsfreiheit, die eigene Entscheidungsmöglichkeit zurück bringen.

Die Forderung nach einer kompletten Rücknahme der militärischen US-Präsenz aus Europa, von Ramstein bis in die baltischen Staaten ist ebenso unabdingbar, soweit man es erst ernst meint, weder naiv noch gar ein politisches, transatlantisches U-Boot ist.

Schlußendlich braucht es massive Hilfe zur Selbsthilfe, insbesondere in weiten Teilen Afrikas. Solange dort nur Despoten und Warlords finanziert werden -auf dass sie eben dort gleich die Internierungslager bauen- solange gewinnt der Westen, der Kapitalismus lediglich ein wenig Zeit, werden die Verhältnisse mit Sicherheit noch schlimmer; dort wie hier ...

Kommentare

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...sind die hippen, jungen "Menschenretter" (m. E. eher Menschen-Mitgefährder) bezüglich ihrer Motivationen, die nicht "humanistisch" sein können, solange sie u. a. folgendes ausblenden:

Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien - wird von ihnen nicht thematisiert.

Hilfe vor Ort, z. B. beim Wiederaufbau - wird von ihnen nicht thematisiert.

Drohender Angriffskrieg (der die Situation in der Region nochmal extrem verschärfen würde) gegen Libanon und Iran - wird von ihnen nicht thematisiert

Verantwortung für weitere Maßnahmen bezüglich u. a. des Unterhalts der von ihnen *anonym* Geretteten, aber auch hinsichtlich potentieller und tatsächlicher Straftaten selbiger -  ist weiterhin kein Thema für diese SJW.

Bei den meisten (wenn nicht allen) dieser (überwiegend) jungen Leute handelt es sich bei den Motiven m. E. um fehlgeleiteten Idealismus, den Wunsch nach einem "angesagtem" "Helden"-Selbstbild und einer unreflektierten Art von naiver, aktionistischer Hilfsbereitschaft, die "gut gemeint" mit "nachhaltig und sinnvoll gut" in der Definition von Verantwortungsethik verwechselt.

Würden diese jungen Leute da nicht herum-cruisen, würden sich viel weniger Menschen auf diese gefährliche Reise begeben und gäbe es auch weniger Tote. - Als die meisten ihrer Schiffe vor Anker lagen, war das nachweislich der Fall.

Wenn man zu den Finanzierungsquellen etwas recherchiert (hatte ich mal gemacht) stößt man in den meisten Fällen auf öffentliche Förderung durch Ministerien sowie Soros-Stiftung/en.

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das mit den jungen Leuten, die dort herum cruisen.

Einmal ist des das Privileg junger Menschen, sich zu engagieren, aus sehr selektiv und sehr emotional zu engagieren. Alles andere wäre ein gängiger, allwissender Fatalismus des Alters, in dem ich zwar bin, dem jedoch nicht so fatalistisch, bestenfalls ironisch hingeben wollte.

Das andere, ob es ohne Retter weniger Tote dort gäbe, scheint mir ein wenig wie das Henne/Ei-Problem und adressiert ja keinesfalls die Zustände und Entwicklungen in den Ländern gerade in Afrika. Augen zuhalten und die Mauern noch höher ziehen wird nur bedingt helfen, eher nur auf kurze Sicht.

Ein anderes Thema vielleicht, hier etwas OT, aber meine Erfahrungen in den USA sagen mir, dass die Mauern an den Außengrenzen, dass Law&Order und wohlfeile Forderungen nach immer mehr Polizei zwar für Sontagsreden gut geeignet sind, es im Rahmen des proklamierten, offensichtlich alternativlosen Systems privatwirtschaftlicher Couleur auch hierzulande auf eine Gesellschaft der Gated Communities hinauslaufen wird.

Und außerhalb derer Soylent Green für fast alle ... wahlweise Mad Max

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Ich kenne einige, junge Leute, die so drauf sind und hätte früher evtl. selbst zumindest mit ihnen sympathisiert. Jetzt liegen meine Sympathien bei Sea-STAR statt -WATCH.

Die Zahlen sind dokumentiert und (wieder-) auffindbar: Als, bzw. kurz nachdem die Seastar dort unterwegs war, gab es keine oder kaum Ertrunkene im Verhältnis zu der Zeit davor und danach. Das mußten sogar einige SJW in Interviews kleinlaut eingestehen. 

"Keine Abschottung" heißt überrannt werden. Jeder muß sich entscheiden, welche "Option" er bevorzugt (auch wenn es eine "Wahl" zwischen Pest und Cholera ist). Es gibt auch nicht "ein bißchen schwanger".

Meine Entscheidung ist in dieser Sache schon länger getroffen, bin lieber Realist als idealistischer Selbstmörder.

Und à propos "Entscheidungen": Die sollte man jedem zubilligen, auch hinsichtlich einer Risiko-Abwägung. Ich bin NICHT verantwortlich für solche, die Glücksritter inkauf nehmen um "das gelobte Land" zu erreichen. Das ist so absurd, wie umgekehrt diese Leute für meinen Zigarettenkonsum o. ä. "verantwortlich" zu machen. Aber leider ist dieser protestantisch-paternalistisch-imperiale Größenwahn, für "alles" auf der Welt "verantwortlich" zu sein eine typisch deutsche Eigenschaft...Wenn die Michel-Herde (oder in diesem Fall: Eein Teil davon) sich mal wieder in die Hammelköpfe gesetzt hat, "die Welt müsse an ihrem Wesen genesen", dann rammt sie ihre Schädel so lange vor die nächste Wand bis wieder alles in Scherben liegt...

ALLE anderen Staaten der Erde sind NICHT so größenwahnsinnig und so "idealisisch", daß sie den Selbstzerstörungsmodus einschalten. - Aber "die" sind alle Geisterfahrer und "die" Deutschen (bzw. ein lautstarke Minderheit von uns) die einzigen, die auf der "richtigen Spur" unterwegs sind? - Kein Wunder, daß die uns alle für völlig bekloppt halten.

Alter, aber immer noch passender Witz: "Frau Merkel auf der Autobahn mit (Politiker nach Wahl einsetzen) als Beifahrer. Beifahrer an Merkel: "Achtung, Geisterfahrer!" - Merkel. "Einer? Hunderte!"

Ergänzung: Die jungen, idealistischen SJW könnten mit ihren Schiffen die Seeblockade des Yemen durchbrechen. DANN hätten sie meine Hochachtung.

 

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darf, ja muß jeder selbst treffen.

Und wie bereits an anderer Stelle geschrieben, so mag ich meine Entscheidung unter die Prämisse stellen, dass das Sein weitgehend das Bewußtsein bestimmt. So oder so ...

Diejenigen, welche heute im politischen Rahmen die Entscheidungen treffen, sie leben ja bereits vielfach in einem Sein, welches nicht dasjenige einer zunehmenden Zahl an Menschen hierzulande ist. Da mag ich mich überhaupt nicht naiv stellen.

Andererseits und ohne substantiell betroffen (wovon auch immer ...) mag ich mich auch nicht instrumentlisieren lassen; von angeblich größeren Kontexten wie der Nation oder dem Volk als abstrakte Definitionen sowieso nicht.

Zu "Sea-STAR statt -WATCH"  glaube ich nun kaum, dass dieses kleine Schiffchen der Identitären viel mehr als ein me too dazu beigesteuert hat. Wenn es zu der Zeit weniger Überfahrten gab, dann wegen der Zusammenarbeit von Italien mit den libyschen Warlords. Eben eine Vorstufe von Mad Max ...

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..."zufällig" einiges zusammen zum selben Zeitpunkt, vor allem in Italien...wegen eines kleinen Schiffchens, das - auch mit vereinten Kräften und vereinten Lügen - einfach nicht zu stoppen war.

Die Entscheidungstreffer haben alle schon ihre "safe spaces" im Ausland, da kannst du sicher sein. Bei welt.de habe ich heute einen Leserkommentar gesehen, in dem (sinngemäß) gefordert wurde, jeder Politiker ab einer gewissen Hierarchieebene müsste *verpflichtet* werden, einen Monat täglich den ÖPNV einer Großstadt zu nutzen, dann hätte keiner von ihnen noch irgendeinen Bedarf an Familienzusammenführung *hier*. - Mein Mann kann das via ÖPNV-Nutzung HH bestätigen und wählt deshalb auch keine PdL mehr. Aber die Herrschaften haben ja alle gepanzerte Dienstwagen und wohnen in Gegenden, wo es eher nicht so bunt zugeht.

À propos "Familiennachzug": Da hat sich das ZDF wieder bei plumpester Agitation erwischen lassen. Im Text das Ergebnis einer Umfrage, nach der eine Mehrheit der Befragten Zusammenführung von Familien ANERKANNTER Asylbewerber (die einen sehr geringen Prozentsatz stellen) zustimmt. In der Überschrift dann: Mehrheit (67% oder so) für Familiennachzug (ohne die einschränkende Spezifizierung "von anerkannten..."). In der Hoffnung, daß die meisten Leute eh nur die Überschriften lesen...Unsere teuren Qualitätsmedien mal wieder: So kennen wir sie, so lieben wir sie. Nicht.

Ein kleiner Vorgeschmack für alle, die Abschottung nicht goutieren: https://www.youtube.com/watch?v=A8HhCCpRKHA

Ergänzung: Das geht dort schon seit fast zwei Wochen so (hierzulande elegant ignoriert). Ursprünglicher, "freudiger" Anlaß war der Gewinn einer/der (sorry, nicht mein Fachgebiet) marrokkanischen Fußballmanschaft (in einem Länderspiel oder so?)

https://www.youtube.com/watch?v=mR3wSk0jE70 (ausgetauscht, weil doppelt)

Wer sich ein Bild von dem machen möchte, was LKW-Fahrer (aber nicht nur die) mitmachen, die *irgendwie* Ladung zur Fähre nach Dover zu transportieren haben (ein Schei*job, nicht nur da) findet dazu hier eine kleine Compilation:

https://www.youtube.com/watch?v=bOkRfYHYJU8&t=721s

 

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Ungarische Grenze von vor zwei Jahren (viele der richtig Heftigen sind gelöscht/nicht mehr auffindbar, genau wie die meisten Maidan-Dokumentationen): https://www.youtube.com/watch?v=-LD2BGT26qI

Spanien: https://www.youtube.com/watch?v=zVw80GSeNNU

Ein kleiner Eindruck (von diesem Juli) der fortgesetzten Völkerwanderung, die durch die Schweiz auf dem Weg ist...wohin wohl?

https://www.youtube.com/watch?v=ga2TO5YgUf0

Darf´s no a bisserl mehr san?

Es wird nicht alles angenommen, wenn die Wünsche (Zug bitte sofort Richtung Deutschland losfahren lassen) nicht erfüllt werden:

https://www.youtube.com/watch?v=KmljKe7qWRE

Österreichische Polizisten, 2015:

https://www.youtube.com/watch?v=VUdUkKH3J7o

Dortmund, an einem einzigen Tag, 2015 

https://www.youtube.com/watch?v=J_Nd_-DyoH0 - nur mal so, um einen kleinen Eindruck von "Zahlen" zu geben und von der Zusammensetzung (wieviele Frauen und Kinder sind da prozentual zu sehen?

Okay, aktuell kommen ja nur jeden Monat etwas mehr an als 2015 pro Tag...Wir faffen daff!

Noch eine Compilation:

https://www.youtube.com/watch?v=LENAz2aUCvc

Kleiner Eindruck davon wie´s heutzutage (Video von 2016, inzwischen ist´s nicht besser geworden) bei den Tafeln zugeht (ein behinderter Freund mit Prekärrente hungert inzwischen lieber als sich das noch anzutun): https://www.youtube.com/watch?v=1Lu_9A48-8g

Ansprüche: https://www.youtube.com/watch?v=putezSS32m8

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....kann die hässliche Visage des eingebildet überlegenen Herrenmenschen bestenfalls überschminken.

Derlei Sämereien aus kleinbürgerlichen Hirnwindungen externalisieren vorwiegend das Vorhandensein persönlicher Gefühle der Minderwertigkeit um sie auf Schwächere zu transferieren - gebären den nazionalen Ismus der Besserwertigkeit.

Wer von gruppenspezifischer, nazionaler Humanität fabuliert benötigt Aus- und Abgrenzung und die dementsprechenden Feindbilder zur Selbstüberhöhung.

"(...) Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen. (...)"
Arthur Schopenhauer

An derlei bescheidenem Stolz sind die Segnungen der Aufklärung folgenlos abgeglitten.

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

Immanuel Kant 1784

Kants Moralphilosophie legt uns die Pflicht zur Revolution auf. Der Mensch als Subjekt der moralisch-praktischen Vernunft ist über allen Preis, über alle Käuflichkeit erhaben. Als Person ist der Mensch um seiner selbst willen zu schätzen, das heißt er besitzt Würde. Der Mensch verdient als Mensch und nicht aufgrund von Leistungen Achtung. Alle Menschen sollten daher so miteinander umgehen, dass sie ihrer aller Würde nicht verletzen. Sie sollten sich nicht als bloße Mittel gebrauchen und auch nicht gebrauchen lassen. Kein Mensch darf einen anderen Menschen instrumentalisieren.“

Götz Eisenstein

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mit dieser Art von Argumentation ("mangeldes Selbstwertgefühl, daher Projektion des eigenen, kleinen Ego auf einen Nationalstaat", etc pp) kannst du (nicht nur mich) nicht mal mehr zum Heben einer Augenbraue bewegen: Kenne ich zu gut, war nämlich bis vor einiger Zeit auch meine eigene.

Mit dem Klischee des "rassistischen, tumben, ungebildeten Verlierer-Nazis" (á la Titanic-Cover ;-)) werdet ihr Linke nichts mehr bewegen können, denn es trifft nicht zu. Und daher kann es auch nicht persönlich "treffen", im Sinne einer "Verletzung des Individuums zu Erziehungs-/Umkehrzwecken". 

Wer politische Gegner von irgendwas überzeugen möchte, sollte sie zumindest ein bißchen kennen, ihe Motive und Denkweisen nachvollziehen können. Sonst ist das Unternehmen so aussichtsreich, wie die Argumentation mit einem Spiegel oder einem Bild an einer Wand. Denen kann man immer wieder dasselbe erzählen, während die gewünschten Adressaten sich ganz woanders aufhalten.

Solange man gar nicht weiß, wer der gewünschte Adressat ist, kann man ihn auch nicht erreichen. Viele Ex-Linke und Neue Rechte waren selbst Linke: "Wir" kennen unser Gegenüber, weil die meisten von "uns" bis vor kurzem selbst so gedacht und empfunden haben wie es einige (glücklicherweise nimmt deren Anzahl ab) Linke jetzt noch tun. 

Nochmal: Die Utopien und das Menschenideal, das hinter Ideen wie "alle dürfen herkommen und an den Errungenschaften unseres Kontinents/unserer Nation teilhaben" steht, finde ich nach wie vor sehr sympathisch und die Idee einer "One World" (für die Zukunft) wünschenswert. Die realistische Betrachtung, die einige Linke nach wie vor verweigern, führt aber zur Erkenntnis des destruktiven Chaos, das der *jetzige* Versuch der Umsetzung dieser Ideen nach sich zieht: In 100 Jahren könnte man m. E. nochmal drüber reden, aber *jetzt" kann man diese Ideen nicht (und schon gar nicht gegen Mehrheitswünsche und -interessen) umsetzen, ohne dabei mehr zu zerstören als Gutes dabei rauskäme.

Linke sind ja nicht mal in der Lage, das Gute, das ihrer Meinung nach, konkret für Europa und Deutschland, für alle Beteiligten dadurch entstehen würde, zu benennen. Wahrscheinlich sehen sie das so ähnlich wie ein Syriza-Modell, das ich über irgendeinen Newsletter mal bekommen hatte, und das so lautete: "Wir Griechen nehmen gerne alle Flüchtlinge auf, bilden mit ihnen Wohnprojekte auf den Inseln, wo wir uns gemeinsam alternativen Lebensformen, Musik, Kunst und weiterer Kultur widmen und ihr (gemeint waren die Steuerzahler der Rest-EU) finanziert das". - Fand ich eine sehr hübsche und charmante Idee damals, die Gruppe der Rest-Steuerzahler der EU, die ihr Leben vielleicht auch lieber der Kultur widmen würden als unter immer härteren Bedingungen einen immer schwereren Karen alleine zu ziehen, sehen so ein Modell - berechtigterweise - kritischer. 

Wenn man Menschen was wegnehmen möchte, muß man ihnen im Gegenzug was Erstrebenswertes anbieten, um sie zu überzeugen.

Und da ist der grundlegende "Haken" an solchen Modellen: Die Netto-Steuerzahler, die das ganze bezahlen und die (teilweise exreme Drecksarbeit) der Infrastrukturerhaltung leisten sollen, werden immer weniger. Diejenigen, die gerne auf deren Kosten leben möchten und die, die gar keine andere Wahl haben und deren Anzahl ebenfalls immer stärker steigt, werden immer mehr.

Klar, jetzt kommt wieder das Argument der Enteignung der Reichen, die dann genug Mittel für die Finanzierung des o. g. Modells einbringt. Aber das klappt doch noch nicht mal in Griechenland. Und da, wo es ansatzweise geklappt hat (die Vermögen der meisten wirklich Reichen sind "sicher" ausgelagert, im Inland erwischt werden immer nur die weniger Reichen), nach Revolutionen, hat die zu verteilende Beute meist (um das verkürzt zu sagen) nicht sehr lange "vorgehalten". Sie taugt also, vorausgesetzt es kann genug erbeutet werden, nur für eine relativ kurze Zeitspanne zur Finanzierung des gewünschten Modells. - Und dann?

Übrigens fällt mir da noch eine Parallele zwischen "Linken" und Islamisten auf: Beide sind der Meinung, daß es eine Gruppe gibt, die verpflichtet ist, den Unterhalt für alle zu erwirtschaften. Bei den einen sind das "unwürdige, weiße Erbschuldträger", bei den anderen sind es die Ungläubigen, die als Dhimmys weiterleben dürfen, wenn sie dafür die Umma durch ihre Ungläubigen-Steuer finanzieren und ihre Minderwertigkeit anerkennen. Sowohl "Linke" als auch Islamisten sind sich auch darüber einig, daß diese Gruppen weniger Rechte haben sollen als die "Subjekte der (gemeinsamen?) Revolution".

Heute irgendwo gelesen und als zutreffend befunden: "Linke lieben die Menschheit, nicht die Menschen".

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Bei all deiner (vorgeblichen) linken Vergangenheit ist es dir erkennbar nie zugänglich geworden, dass besonders freche Anteile von links unmittelbar die Herrschaft von Menschen über Menschen für einen Grundirrtum halten und Eigentum für eine geschützte Form des Diebstahls.

Das erzählt dieses freche Pack inzwischen seit Jahrhunderten und war zumeist unter den allerersten die von der vielfarbigen Machtgeilheit umgenietet wurden - für mich ein Qualitätssiegel.

Vor diesem Hintergrund betrachtet erscheinen mir deine Thesen zur erbärmlichen Rolle der "Netto-Steuerzahler" und den Spitzenreitern der gesetzlich garantierten Klauerei - nett ausgedrückt - seeehr blauäugig.........

Mit den gruppenspezifisschen Zuweisungen ist das sehr heikel - im Positiven wie im Negativen -

da kommste mit deinem "kennste einen, kennste alle" nicht wirklich zu Potte.

Schade eigentlich, wenn Mensch sich vom schlechten Umgang prägen lässt, statt den Herrn Kant zu inhalieren:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

Immanuel Kant 1784

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Sehr schön und zutreffend die Kant- und Eisenstein-Zitate (genau wie der im PdL-thread verlinkte Satz mit der Solidarität, die nicht erzwingbar ist ohne Diktatur).

Was das Schopenhauer-Zitat betrifft, kann mir (oder anderen Neu-Rechten) sicher niemand vorwerfen, "die Fehler seiner eigenen Natiion" nicht (oder unzureichend) zu erkennen. Es geht auch nicht darum, ob diese, eigene Nation irgendwie "besser" ist: Ist sie natürlich nicht. Die Frage ist vielmehr, was die Linken/"Linken"/Neoliberalen, die Nationen/Staaten grundsätzlich auflösen möchten, den Bürgern der aufzulösenden Staaten an deren Stelle Besseres anzubieten gedenken. Da kommt aber nichts außer wohlklingenden Idealen, deren Umsetzung (zumindest ohne Zwang und entsprechende Opfer) völlig unrealistisch ist.

Die Mehrheit in diesem Land (und nur das geht mich als Multipolarist was an) möchte aktuell kein kommunistisches oder sozialistisches Modell (eins, das die Eigentums- und Dominanzquote bei maximal 1 bis 3% dem Staat überantwortet). Sie möchte auch keins, wo es - wie jetzt - umgekehrt ist, also die Eigentums- und Dominanzquote zu einem üpberproportianal großen Teil in der Hand weniger Superreicher ist.

Gegen letzteres regt sich immer mehr Unmut. Es wird schwerer für die Globalisten (neoliberale Superreiche) ihr Modell (noch) weiter durchzusetzen, obwohl sie fast alle gesellschaftlichen Strukturen (Parteien, Medien, etc) beherrschen. Für ersteres (sozialistisches oder kommunistisches) gibt es aber auch keine Mehrheit. Zur Aufrechterhaltung/Implementierung beider muß also Gewalt eingesetzt werden.

Die meisten Menschen, nicht nur in diesem Land, möchten eher irgendwas zwischen 30:70 (Staatsquote gegenüber Eigentumsquote) und 70:30 Prozent. Es ist menschlich, nach Sicherheit, Freiheit und Eigentum zu streben, das dem Individuum größere Unabhängigkeit gegenüber dem Staat bietet. Als Eigentümer eines Hauses ist man nun mal unabhängiger als als Mieter einer (auch staatlichen) Immobilie und kann sich freier entfalten (Deutschland hat übrigens von allen EU-Ländern die geringste Quote an Wohneigentum). 

Die meisten Menschen sind nun mal Spießer ("Spießbürger" waren die, die nachts mit Spießen die mittelalterlichen Siedlungen beschützt haben, meist auf freiwillger Basis). Sie möchten soviele Eigenentscheidungsoptionen (oder "Freiheit") wie möglich und soviel Staat (oder "Sicherheit") wie nötig. Diese beiden Bedürfnisse bilden den Bereich ab, in dem konsensuelle, demokratische Entscheidungsfindungen stattfinden (können).

Die aktuelle Linke möchte an beiden Enden was wegnehmen: Auf der einen Seite (persönliche) Freiheiten, auf der anderen Seite (diese Freiheiten garantierende, staatliche) Sicherheit. Natürlich aus idealistischen Gründen (bezweifle ich bei vielen, z. B. dir, nicht). Sie trifft damit die Interessen derjenigen, die dasselbe wollen, aber ganz sicher nicht aus idealistischen Gründen. Letztere benutzen Erstere als Werkzeug.

Differenzierungsvermögen fehlt bei vielen Linken leider: Wer (wie z. B. ich) für einen starken Mittelstand und eine Balance zwischen Staat und Individuum plädiert, ist dadurch nicht ein Verfechter des perversen Macht- und Finanzsystems, das wir hier aktuell haben. Ihr kennt nur ganz (Sozialismus!) oder gar nicht (alles andere ist böse, kapitalistisch, egoismus-fördernd, etc). Die meisten wollen aber weder Sozialismus (zumindest nicht in Form der schon erprobten Modelle und andere formuliert ihr nicht), noch globalen Manchester- (oder Chicago-) Kapitalismus (das aktuelle Modell) sondern was dazwischen.

Realistisch betrachtet, gibt es für alle, die "das Ganze" (also irgendeine Form von Sozialismus-Modell) fordern und die, die "was dazwischen" fordern, einen gemeinsamen Gegner (die neoliberale, globalistische "Elite"). Was du hier exemplarisch vorexerzierst, ist der politische (solange es ein politischer bleibt) Kampf gegen die Vertreter des "Dazwischen". Im (ausgeblendeten) Interesse der (eigentlich gemeinsamen, neoliberalen) Gegner von Linken und Neu Rechten (mit allen Abstufungen zwischen beiden). 

Diese Entscheidung zeichnet sich in ihren Konsequenzen jetzt schon als historischer Fehler ("epic fail") der Linken ab: Potentielle Verbündete/Mehrheiten bekämpfen, um eine Utopie anzustreben, die eine profitierende, neoliberale Minderheit mit eurer Hilfe durchsetzen will, um eine Dystopie daraus zu machen. Durch dieses Handeln werdet ihr als die größten Idioten der Geschichte in Erinnerung bleiben.

 

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......, dass "die Linken/"Linken"/Neoliberalen, die Nationen/Staaten grundsätzlich auflösen möchten"!!!

Sähe dann - aber nur für sie - bekackt schlecht aus mit dem staatlich garantierten Inkasso für ihre leistungslosem & repressiven Einkünfte, wäre schlicht Essig mit dem großkotzigen, parasitären Leben.

Will sagen: so selbstzerstörerisch sind diese (sich) freischaffen Künstler  der Darstellung überragender Fähigkeiten leider nicht und noch nie nicht irgendwo gewesen.

Von so einem Honecker der seine privilegiert-überragende Stellung lustvoll im Kommunismus auflöst, habe ich bisher ebenso wenig gehört wie von Nazis die sich für den "Volkskörper" totgeschuftet hätten -mag eine Bildungslücke sein....

"Die meisten" Menschen wollen nicht in Dortmund leben, sondern essen - friedfertig und in netter Gesellschaft.

Leider erhält sich bisher unausrottbar die dämliche Vortellung Mensch müsse gestylten Psychopathen ausreichend Glauben schenken - dreckiges Pack zu überlegenen Heilsbringern verklären - und schon dampft deren hirnige Kacke und schmeckt nach Friede-Freude-Eierkuchen.

Derlei Vorstellungen mündeten bisher beständig in erbärmlichsten Metzeleien - so ein Pharao war auch nur ein seeehr beschränkter Mensch, bekam keine Pyramide gebaut, schaffte es aber nützlichen Deppen Phantasmen von seinen Potenzen zu verklickern.

Ich mag klassenlose Freude bei der gemeinsamen Bedürfnisbefriedigung - ohne parasitäre Clowns, will niemanden unter mir und entdecke auch keinen über mir.

"Mittelstand" & die "Intelligenz" von Mehrheiten finde ich überaus grauenerregend - kompetente Menschen mit herausragenden Fähigkeiten kenn ich sehr viele, aber die blasen sich keine überhebliche Omnipotenz in die Backen weil's sonst zu öde bleibt.

Unsereins steht auf Kooperation und freie Vereinbarungen - da kommste durch Diebstahl nie nicht hin.

Klappt aber erst, wenn die gegenseitige Klauerei verachtet wird weil jeder genug zu fressen und ein Dach über dem Kopf.

Bis dahin gilt These Numero Uno - es ist genug für alle da:

 

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...akzeptiere ich nur ohne das überflüssige "e", mein Honigbienchen.

Aus allem bin ich (nicht zum erstenmal) nicht recht schlau geworden (der Anarcho - ohne Proll - schreibt halt manchmal a weng zu kryptisch für ungebildete Gärtner).

Seeeeehr positiv überrascht hat (falls richtig verstanden), daß Linke doch nicht den Staat (oder Staaten generell) abschaffen/auflösen möchten. Sollte der Zusammenhang "steile These" und "Nationalstaat abschaffen" nicht fehlinterpretiert sein, freut mich das wirklich sehr - Ein Quantensprung, hurra! :-)

Prinzipielle Zustimmung zu "Es ist genug für alle da". Einschränkungen sehe ich 1. im aktuellen, neoliberal-globalen Wirtschafts-/Finanzsystem, das dafür stark eingeschränkt und kontrolliert (im Optimalfall abgeschafft) werden muß (was ihr Linke alleine nicht schafft ;-)), 2. möchte ich ein "noch" hinzufügen: Geht die Bevölkerungsexplosion noch ein, zwei Generationen so weiter, wird es nicht mehr so sein und 3. ist nicht *an einem* (dazu jetzt schon extrem übervölkerten) Ort (wie Mitteleuropa) genug "für alle (die da auch noch hin wollen) da".*

* Es gibt u. a. sowas wie *Infrastruktur*, die auch schon in relativ kleinen Dörfern wie diesem in SH an Grenzen stößt, wenn ein (weiteres) Neubaugebiet hinzukommt, was u. a. Folgen für Kindergartenplatz-, Schulklassen-, Energieversorgungs-, Klärwerkkapazitäten, Straßenbau hat. = weitere Flächenversiegelung = schlecht für die Umwelt.

Von den mittelfristigen Kapazitäten für die Ernährung der Bevölkerung durch inländisch angebaute Nahrungs- (zuzüglich auch noch Energie-) Pflanzen reden wir dabei noch gar nicht. Nahrungsmittelimport = Ausbeutung der Ernährungskapazitäten anderer Staaten/Kontinente = Hunger plus weitere Umweltzerstörung = nicht gut.

 

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Aber mit Anarchisten ist kein Staat zu machen - nie nicht, nirgendwo dreimal nicht.

Ist jetzt eindeutig, oder?

Hatte deine Vorrat an Allgemeinwissen zu hoch taxiert - mein Fehler.

Ich lasse mal lieber einen moderaten Gleichgesinnten auf deine Einschränkungen los - mir fällt gerade kein besserer Bildungsfaktorist ein:

 

Die nächste Version vom Willy trifft es fast noch besser (unglaublich), weil sie so unglaubliche Worte für die "Anstalt" enthällt:

 

 

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...darfst du von Leuten, die (normalerweise) die meiste Zeit im Matsch buddeln (und abends dann zu müde für Weiter- oder überhaupt Bildung sind) nicht allzu viel erwarten. Die beiden Willy-Versionen immerhin waren mir schon bekannt.

Daß mit Anarchos kein Staat zu machen ist, wußte ich auch schon. So eine Aussage von dir zu lesen, läßt mich heute schon zum zweitenmal vor Freude fast hintenüber kippen :-) 

"Staaten auflösen vielleicht doch nicht so toll (zumindest solange es keine brauchbare/n Alternative/n gibt)" und "mit Anarchisten ist schlecht/kein Staat zu machen" sind fundamentale Erkenntnisse, die vielen (anderen) Linken noch fehlen. - In diesem Sinne wünsche ich dir ein jahrzehnte- (ach was: jahrhunderte-) lang haltendes und beschwerdefreies Qualitätsgebiß, du überaus geschätztes Vorbild für deine Genossen! :-)

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wird mittlerweile auch auf der FC-Frontseite propagiert.

Er ist, was einerseits die Bestandsaufnahme, andererseits das Weglassen von Geisterbeschwörung, dafür das konkrete Benennen von Verantwortlichkeit angeht, auch hier im Blogtext positiv konnotiert. Daher wären ihm, insbesondere beim Freitag, auch viele inhaltliche und in die Perspektive gehende Kommentare zu wünschen.

Wunschdenken wahrscheinlich, denn die konkret-diskursive Realität der (geschätzt) 378 vorherigen, ähnlichen Texte dürfte ebenso aussehen wie die der (geschätzt) noch kommenden 947 - da ist nichts, was unter den gegebenen Herrschafts- und Besitzverhältnissen auch nur in Ansätzen eine Änderung dieser ablaufenden Ereignisse -und nicht nur dort vor der libyschen Küste- möglich macht.

Ebenfalls nichts, soweit man auch nur ansatzweise die nun mal da seienden Wähler(stimmen) in einer noch halbwegs als demokratisch zu nennenden Kultur zu Wort kommen, zur Wahl gehen lassen wollte.

Es scheint mir die Krux der faktischen, der von zu Reflektion fähigen Menschen durchaus erkennbaren Hilflosigkeit, wenn Texte wie dieser von Marian Schraube schon beinahe als Selbstzweck fungieren; sprich: mit denen man in seiner Echokammer kuscheln mag.

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Ob Marian Schraube oder Ulrike Guerot, eigentlich alle in dieser Richtung unterwegs seiende.

Die Analyse, die Bestandsaufnahme in Guerots "Warum Europa eine Republik werden muss", sie ist hervorragend, trifft die Verhältnisse und ablaufenden Ereignisse auf den Punkt.

Die sich anschließende Utopie ist angenehm zu lesen; zustimmendes Nicken oft eingeschlossen. Aber je weiter man liest, umso mehr beschleicht einen das Gefühl, dass Guerot die real existierenden Macht- und Besitzverhältnisse ganz bewußt nicht konkret anspricht, gar nachvollziehbare, halbwegs realistische Vorschläge macht, wie diese in dieses neue utopische System zu transferieren wären. Wenn man das (bewußt) Weggelassene interpretiert, dann scheint diese Transformation nicht nur zwangsläufig, sondern auch noch ohne größere gesellschaftliche Verwerfungen zu passieren.

Kann man hinnehmen, auch damit und wie in dem anderen Kommetar vorgeschlagen, in seiner Echokammer kuscheln.

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...hast du gut erkannt, Ebertus: Solche Leute versuchen, mit "linkem oder auch linkem Zuckerguß versehene Giftpralinen der Ent-Demokratisierung und (Rest-) Enteignung der EU-Bürger zu verkaufen.

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Wenn (gespielte?) Naivität Ulrike Guerot und Marian Schraube noch überbietet.

Auch dem oben im Blog kurz analysierten Freitagstext von Leander F. Badura wären eben dort in der FC viele inhaltlich hinterfragende Kommentare zu wünschen gewesen. Wird jedoch über das kleine blabla der ersten Kommentare wohl kaum passieren. Zu schlicht, zu dürftig, zu bauernschlau, zu weltfremd ist die Message, dass ein Widerstand gegen die Abschottungspolitik leicht sei.

Die Klientel, auf welche dieser wohl auch im gedruckten Freitag erschienene Text zielt, sie dürfte wesentlich schlichteren Gemüts sein, als die Adressaten der Beiträge von Guerot oder Schraube. Schlichter, möglicherweise jedoch auch schon mal im Geiste der Sibylle Berg unterwegs, welche kürzlich sehr laut im Spiegel über die Möglichkeiten der neuen Antifa nachdachte.

Hat zwar mit den real ablaufenden Ereignissen rund um das Mittelmeer nichts zu tun, aber das ist ja nun wirklich leicht; der Sahra Wagenknecht mal wieder eine Torte ins Gesicht zu drücken, oder den Identitären in Halle einige Steine ins Haus zu schmeißen. Da kommt man endlich mal raus aus seiner kuscheligen Echokammer ...

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...malen am Horizont schon mal die Möglichkeit einer Farbrevolution aus. Die "Antifa" ist verliebt in ihr idealisiertes, neues "revolutionäres Subjekt" (das alte, die einheimische,"tumbe" Arbeiterschaft, hat sich ja als unwürdig erwiesen und muß deshalb jetzt bekämpft werden ;-)) und schon deshalb allzu gerne bereit, dabei mitzumachen. Wen man dabei (siehe Ukraine oder Syrien) an die Macht bringt (ein kurzer Blick auf die daran beteiligten Netzwerke und Financiers würde ja reichen, das zu erkennen), ist egal, Hauptsache eeeeendlich Revolution!

"Adopt a revolution!" - "Yeah!"

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...sind (mit viel gutem Willen) maximal halb-naiv, auf jeden Fall aber Agenten und Profiteure neoliberaler (und als "links" verkaufter) Agenden und Narrative.

Daß echte (gutwillige, idealistische) Linke naiv sind, ist täglich deutlicher zu erkennen.

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diese Linken zu beurteilen. Naiv, Profiteure, Agenten; alles ist möglich.

Oder eben, ergänzend vielleicht das, was ich immer wieder sage: das eigene Sein. Guerot, mit anderen Thinktanks vernetzt und in linksliberalen Kreisen wertgeschätzt, sie schreibt eben dieses Buch, ggf. andere und hat auch an mir als Leser, als Käufer verdient. Das wird ihr reichen als intellektuelle, gar monetäre Bestätigung ihres Seins.

Da sie es sich mit der Herrschaft nicht verscherzt hat, so könnten auch Zeiten kommen, wo sie exekutiv eingebunden wird.

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Die institutionalisierten Kleingärtnervereine kannste nur in der Pfeife rauchen - sonst brennt nichts (wie schnell ist nichts passiert?).

Parteien kannste nur'zum jagen tragen'.

Renitente, klandestin aufgebaute & vernetzte "Bezugsgruppen" sind der Renner - kommt das Pack nicht gut dazwischen.

(Siehe Anna & Arthur)

Links baut sich 'von unten' auf - repräsentiert bereits im Aufbau die Ziele - oder wird regiert und marginalisiert sich.

(Siehe Katalanen & syrische Kurden)

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im Rahmen meiner Möglichkeiten, meines (natürlich begrenzten) Horizonts.

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Wir können das bald "geistvoll" disputieren. Zur gegenseitigen Weitung des Horizontes.....

Wenn Mensch sich Strukturen aussetzt deren Regeln entmündigen, statt zu emanzipieren, entfällt der Unterschied zwischen Mensch & Schaf ersatzlos.......

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unter dem Genossen der Bosse; als ich die Grünen letztmalig gewählt habe.

Es wird nicht reichen ..., und die anderen wissen das. Falls es nun zu richtigen Koalitionsverhandlungen kommt, so muss da natürlich noch etwas gehen. Eigentlich leicht, das stellte ja der oben im Blog genannte Redakteur des Freitag richtigerweise fest.

Kann ja auch garnicht anders gehen, weil die Grünen seit 1999 auf dem Balkan, dann bis nach Afghanistan, nach Mali und Syrien etc. anhaltend alles mitmachen. Und jetzt fallen sie denen auch noch in den Rücken die nicht zuletzt durch genau diese grüne, in Bund und Land in den letzten zwanzig Jahren alles mitmachende neoimperiale Politik erst zu Flüchtlingen in diesem Maßstab in diesen Größenordnungen geworden sind.

Ironie, gar Sarkasmus am Rande: Dieser einerseits von den Grünen immer so gern hoch gehaltene Familiennachzug widerspricht andererseits doch eigentlich deren gern ventilierten Thesen, dass herkömmliche Vater/Mutter/Kind-Familen ein Auslaufmodell sind, jedwede Regenbogenvernetzungen den neue Standard zwischenmenschlicher Orientierung darstellen.

Und nun plötzlich so (augenzwinckernd) herkömmlich ...?

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...in Bezug auf die letzten Jahre und die aktuelle Situation fand ich hier:

"...Niemand fragte, wo jene von Habermas so treffend bezeichnete „Nervosität der Intellektuellen“ geblieben war, die sich doch immer dann kräftig rühren müsste, wenn eine Öffentlichkeit wie ein Tanzbär am Nasenring regierungsamtlicher Wahrheiten durch die Manege gezogen wird und sich ziehen lässt. Nirgendwo im heutigen Westeuropa, nicht in Frankreich, nicht in Großbritannien, nicht in Italien, wäre es vorstellbar, dass „alle verantwortlichen Kräfte“ bei Strafe des Ausschlusses aus der öffentlichen Kommunikation verlangen würden, offenkundigen Unsinn wie den zu bekennen oder doch unwidersprochen zu lassen, dass eine Million unkontrollierter Immigranten als jährlicher Normalfall zu „schaffen“ sei. Dass diese Art von Dressurakt zeitweise im demokratischen Deutschland funktionieren konnte, könnte in einigen Jahren die wichtigste Erinnerung an die Ära Merkel sein..."

http://plus.faz.net/feuilleton/2017-11-16/d5637e1d071d2d6c6afa36c6091d3f...

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...was für euch links bedeutet, hier (in diesem Land) und jetzt (in der interessanten Epoche, die wir grade "bei der Arbeit" beobachten können)? Was sind/wären heute die konkreten Aufgaben von Linken? Gibt es dazu u. U. veränderte Vorstellungen gegenüber linken Ideen von vor 5, 10 oder 20 Jahren? - Oder kürzer: Was wollt ihr als Linke tun?

Wie neu rechte AfD-Wähler so ticken, was sie möchten, was nicht und die jeweiligen Gründe dafür, habe ich - als exmplarisch selbst zur Verfügung gestelltes "Modell" (sowas gibt es z. B. in der FC m. E. nicht;-)) - ja schon versucht, zu beantworten. Weitere Fragen dürfen und sollen gerne gestellt werden. Es wäre aber auch mal nett, umgekehrt auch mal meine Fragen zu beantworten, vielleicht angefangen mit der oben Genannten.  

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bei diesem ernsten, aber auch zum Schmunzeln anregenden Text in der FAZ.

"Asymetrische Demobilisierung" habe ich gelernt, die durch "Asymetrische Polarisierung" zu ergänzen ist. Köstlich, und auch die AfD als "Vogelscheuche", die darüber als "rechtspopulistisch" verbannten Themen ist nicht schlecht.

Dass "die Linken" (Intellektuellen) nebst derer Medien ebenso wie die Antifa als politische Bazooka eingemeindet wurden, das ist kaum noch übersehbar. McCarthy von "links"; immer mal geschrieben.

Ein letzter Punkt in der Kürze:

"Merkel jedenfalls ließ sich die Deutung der deutschen Entgrenzung als Abgeltung deutscher Schuld – weit entfernt davon, ihr erschrocken zu widersprechen – als Hilfe bei der Festigung ihres innenpolitischen Großblocks gerne gefallen."

Eben das, was "Die Antideutsche Ideologie" (Robert Kurz, 2003) nun als Großblock gesellschaftsfähig gemacht hat.

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sprich: antikapitalistisch, antiimperialistisch, antikolonialistisch, antirassistisch.

Die ersten drei Begriffe sind für systemkonforme, transatlantisch-bellizistische Neulinke kein Thema mehr und der vierte wird von eben diesen neuen Linken spiegelverkehrt zelebriert; als McCarthy von neulinks.

Insofern mag ich auch diesem FAZ-Artikel lediglich in Sachen der Abarbeitung an unser aller Kanzlerin zustimmen, blendet er die globalen Rahmenbedingungen im Hinblick auf Neokolonialismus, auf einen primär US-geführten Neoimperialismus vollkommen aus.

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Wenn diese Defintion von links noch zutrifft, dann wär ich ja immer noch links!

"antikapitalistisch, antiimperialistisch, antikolonialistisch, antirassistisch"

Das geht ja GAR nicht ;-)

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was in dem FAZ-Text auf der Metaebene so mitschwimmt.

Sie haben's überzogen, zu dick aufgetragen; und dachten, eine großmedial überbrachte augenzwinckernde Bauernschläue geht als Staatsräson durch.

Klar, es war bis zu einem gewissen Punkt erfolgreich, gerade hierzulande. Aber unabhängig von der konkreten Thematik ist es nun mal exakt das, was die zu einer Reflektion fähige Menschen wohl vom gemeinen Tierreich unterscheidet. (Verordneter) Herdentrieb wird nur bedingt akzeptiert; und den einzig zu glaubenden Volksempfänger gibt es momentan auch nicht mehr; noch nicht wieder. .

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@Raphaela

Du hast es doch mit dem "vollen Boot" und dem Selberfressen vor der Moral, das ist Kapitalismus in Reinform.

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...ich habe die Sorge, nicht mehr links zu sein, schon lange abgelegt. Dennoch könnte man anmerken, daß "Moral" nicht gleichzusetzen ist mit dem Verfolgen einer Utopie, koste es, was es wolle, z. B. Demokratie.

Diese Gleichsetzung ist doch, was "Linke" und Neoliberale als einzige Wahrheit verkaufen möchten. Und zwar unter zumindest billigender Inkaufnahme der Zerstörung/Aufhebung von Nationalstaaten (wenn nicht, dafür gibt es genug Indizien, zu genau diesem Zweck).

Wenn "Moral"  die Zulassung unregulierter Massenimmigration bedeutet, ist die absehbare Folge die Auflösung von Nationalstaaten.

Wir sind ja schon auf einem "guten" Weg dahin hinsichtlich der Nivellierung von u. a. Staatsgrenzen, Staatsgebiet und Staatsvolk.

De facto besteht (nicht nur) diesbezüglich schon die Anarchie, mit der ja, sinngemäß nach deinen Worten, "kein Staat zu machen" ist.

Also wieder ein Schritt zurück in die Gesinnungs- statt Verantwortungsethik, deren Protagonisten bei der Verfolgung ihrer Utopien jede Verantwortung ablehnen. Und in dieser Hinsicht perfekte Vertreter eines "freien Spiels der (nicht nur Markt-) Kräfte" sind. Ein Punkt, wo sie sich dann wieder hervorragend sowohl in die neoliberale als auch die islamistische Agenda einpassen, die beide ebenfalls beinhalten, daß der Stärkere nicht nur gewinnen möge sondern dazu auch noch "das Recht" besitze.

Ich dachte, diesbezüglich wären wir schon weiter, herzalliebstes Schnuckelchen, von wegen "steile These, daß Linke Staaten auflösen wollen" (oder so)? Ein weiterer Punkt, der der Mängelliste linken Denkens und Handelns hinzugefügt werden muß, solltest du das "linke Gegenmodell" personifizieren, wäre also *Verlässlichkeit* hinsichtlich geäußerter Positionen. Nicht, daß es darauf noch groß ankäme, aber wenn man Mehrheiten überzeugen (statt erzwingen) möchte, doch nicht ganz unwichtig.

Bild des Benutzers fahrwax

Mir persönlich fehlt bei "antikapitalistisch, antiimperialistisch, antikolonialistisch, antirassistisch"  noch emanzipatorisch & antimilitaristisch - damit wären die repressiven Ökos, die Stahlhelmer Stalinisten, die Scheinsozialen Backschisch-Spender von der asozialen Marktwirtschaft und die militanten Taufscheindemokraten von der "liberalen" Front dann auch von der Vermarktung von "Links" ausgegrenzt.

Bild des Benutzers ebertus

bin ich sofort dabei!

"Emanzipatorisch", im Sinne auch von anarchistisch, da gehen wir beide vielleicht relativ weit konform. Ansonsten und neulinks verwendet ist emanzipatorisch (für mich) zunehmend verbrannt.

Als ein Beispiel von vielen sei hier nur die Emanzipation der afghanischen Frauen genannt. Nicht zuletzt wegen deren Emanzipation vom Schleier sind wir doch 2003 in Afghanistan einmarschiert, wollten dort u.a. Mädchenschulen bauen.

Und heute, hierzulande? Wer sich gegen Vollvermummung ausspricht ist Rassist; AfD-nah mindestens ...

Bild des Benutzers fahrwax

....hat für mich nichts mit der Anerkennung von Springmäusen als eigenständiges Geschlecht zu tun, sondern mit gegenseitiger Aufwertung und der Weigerung auf Mitmenschen herumzutrampeln (eindeutig herrschaftsfrei was sonst?).

Die "Familie" ist für mich eindeutig Mensch - quälste meine Brüder & Schwestern haue ich dir ne Beule, garantiert!

Bekleidungsvorschriften - noch dazu mit vermummten, unindentifizierbaren Robocops und sonstigen Killern in "Spezialeinheiten" (wie in z.B. in Afghanistan) -klappen mit mir garnicht, da mach ich mich lieber nackig im dicksten Winter.

Rassisten erkennste an ihren gruppenspezifischen Bevorzugungen allerbest - Faschisten an ihrer Liebe zu Bevormundung & Ausgrenzung.

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" Rassisten erkennste an ihren gruppenspezifischen Bevorzugungen allerbest - Faschisten an ihrer Liebe zu Bevormundung & Ausgrenzung."

- Du meinst die gruppenspezifische Bevorzugung der Umma im Koran und die faschistische Bevormundung und Ausgrenzung von Andersdenkenden durch die "emanzipatorisch-moralische" "Antifa"-Globalisten-Bessermenschen-Front?

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"Rassisten erkennste an ihren gruppenspezifischen Bevorzugungen allerbest ..."

Gleiches Recht für alle! Oder wie es der Twitter-Abweichler Thomas Rauscher formuliert:

Wir schulden den Afrikanern und Arabern nichts. Sie haben ihre Kontinente durch Korruption, Schlendrian, ungehemmte Vermehrung und Stammes- und Religionskriege zerstört und nehmen uns nun weg, was wir mit Fleiß aufgebaut haben.

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Nur die Drohung mit den Konsequenzen dürfte kontraproduktiv wirken.

Basal gesehen, und das gehört bislang doch auch zu den gern hochgehaltenen Werten westlich-abendländischer Aufgeklärtheit muss im Sinne der Gewaltenteilung ein ordentliches Gericht und ggf. über den kompletten Instanzenweg den Herrn Rauscher verurteilen; sonst wird das eher nichts mit den Konsequenzen, schafft dafür aber genau diese weiteren Opfer, welche doch (angeblich?) Täter sind. 

Schlußendlich würde es ja darauf hinauslaufen, dass dieses noch geltende Rechtssystem hierzulande komplett überarbeitet werden müsste; in dem Sinne, dass Rauscher & Co. dann nach ganz anderen -welchen?- Regularien verurteilt und bestraft werden.

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Ihr solltet euch vieleicht ein wenig mit kolonialistischen Grenzsetzungen, der gezielten Übergabe an korrupte Herrscher (bei Abzug der Kolonialherren), der Ausbeutung von Rohstoffen durch Ex(?)-Kolonialherren, Waffenlieferungen an dreckigste Regime und den Auswirkungn von dem was Hierzuland als "Entwicklungshilfe" verschleiert wird beschäftigen.

Auch die Spekulation mit Nahrungsmitteln und die Vermarktung subventionierter Lebensmittel zerstören die kleinbäuerliche Landwirtschaft, nicht nur in Afrika.

Derzeit ist es üblich das Landgrabbing in Afrika durch  "Entwicklungshilfe" genannte Millionenbeträge an außerafrikanische Gesellschaften zu betreiben. Dadurch werden Kleinbauern von ihrem Land vertrieben und zu Gelegenheitsarbeitern gemacht die ihre Familien nicht mehr ernähren können. Zu allem Überfluss ist diese Finanzierungsform auch noch Public-Private-Partnership......

Das ist die Beschaffung von Fluchtursachen, lieber Hadie.

Von den vielen Kriegen, auch mit teutschen Waffen zur Steigerung der Einkünfte, für Rohstoffe will erst einmal gar nicht reden.......

Sollten das eure "Religionskriege" sein?

"Leistungsträger" wie Thomas Rauscher und du scheinen mir über Vorgänge urteilen zu wollen die sie mir nicht zu überblicken scheinen.

Tut mir leid das sagen zu müssen, aber ich bin eh nur ein Anarchoproll.

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"Emanzipatorisch" durch Ermächtigung der anti-emanzipatorischsten Ideologie, die die Welt derzeit kennt, der wahhabitisch-salafistischen Auslegung des sunnitischen Islam.

Weil diese edlen, jungen Wilden ja nicht nur in der Zielsetzung (eine "gute" Utopie "notfalls" durch Gewalt und Unterdrückung umsetzen) mehr mit den edlen, jungen "Antifa"-"Aktivisten" und SJW gemeinsam haben als "spießige", konsensversessene "Kartoffeln", sondern auch als die letzte Reserve "revolutionärer Subjekte" gehätschelt werden, mit der die "kapitalistischen" Normalo-Kartoffeln (eeeendlich) noch besiegt werden können (welche sich selbst ja als revolutionäre Subjekte mangels Elan für die "gute Sache" disqualifiziert haben).

Passt auch, daß beide Gruppen ("Antifa" und Islamisten) dieselben Sponsoren haben...Bei soviel vereintem revolutionärem Potential sind Sachen wie Demokratie, Kinder-, Frauen-, Homosexuellenrechte, Religions- und Meinungsfreiheit und was es da noch an vernachlässigenswertem Ballast gibt, natürlich hinnehmbare Kollateralschäden, nicht wahr?

Das sollten Linke dann aber bitte wenigstens zugeben, statt sich in Höhen der Heuchelei zu versteigen, die selbiges als "emanzipatorisch" zu bezeichnen wagen. Aber gut, neben "Moral" ist das dann ein weiterer Begriff, der prägnant aufzeigt, wie wenig ernst sich eine solche Linke selbst noch nimmt. Oder, andere Möglichkeit, wie ausgeprägt die kognitive Dissonanz schon sein muß, die Linke Gehirne im Griff hat. Orwellsche Dystopie ist davon nur ein müder Abklatsch. 

Ergänzung: Es gibt offensichtlich einen Zusammenhang von kognitiver Dissonanz und Stringenz. Je mehr von erserem vorhanden ist, desto weniger von letzterem.

Mehr Anstrengung bitte! So wird das nichts mit dem "Zurückgewinnen der Köpfe und Herzen von AfD-Wählern"!

- Wie wär´s z. B. mit einer Antwort auf die (schon gestern gestellte) Frage, was ihr Linken den Leuten als Kompensation anbietet, denen ihr ihre Rechte als Staatsbürger, die öffentliche Sicherheit (inklusive persönlicher Sicherheit für Leib und Leben) , das bißchen Demokratie, das die Neoliberalen noch übrig gelassen haben und soviel anderes wegnehmen wollt, daß es hier gar nicht komplett aufzählbar ist? - Daß sie dann von neoliberalen "Eliten" das Etikett (bzw den Opferorden) "moralisch und politusch korrekt" angeheftet bekommen, wird nicht reichen. 

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Sehr gerne, sobald die Globalisten entmachtet sind.

Das sind sie aktuell noch nicht (genug) und ich bekomme Albträume, wenn ich mir vorstelle, wie die aktuelle Weltsituation, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, aussähe, wenn die Widerstandsachse nicht so schnell und gründlich aufgerüstet hätte...Wohlbemerkt erst nachdem die US-Verbrecher alle Abrüstungsvorschläge in arrogantem Größenwahn zurückgewiesen hatten.

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Na, wenn's Spaß macht - warum auch nicht.heart

Versuch's einmal mit Witzen die du noch nicht kennst - die sind der absolute Bringer.

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https://youtu.be/zNERcF1J1uY

Erklärung: Ist nix direkt Politisches (also keine Angst vor dem Anklicken ;-)). Nur einfach schön - und nützlich zum "Erden". 

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gegen die These, dass den Menschen vorort geholfen werden muß.

Nur besteht diese Hilfe bislang primär aus immer neuen Deals mit Despoten und Warlords, auf dass diese bitteschön von unserem guten Geld gleich selbst die entsprechenden Internierungslager bauen. Folgerichtig eigentlich, solange dieser militante, menschenverachtende Kapitalismus als doch so alternativloses Wirtschaftssystem das Maß aller Dinge bleibt.

Btw. und weil ich doch schon mal auf der Youtube-Seite war, kam mir dort dieses Video  unter. Broder und auch Josef Schuster (hier mal thematisiert) sind totale Vertreter von Obergrenze und Abschottung; oft weit deutlicher in ihren Formulierungen als Wagenknecht beispielsweise.

Komischerweise -oder auch nicht- werden Menschen wie Broder oder Schuster deswegen kaum, nur sehr dezent angegriffen. Ein politisch korrektes Irrenhaus, aber vielleicht sollten Wagenknecht & Co. konvertieren; dürfen dann das sagen, was sie sagen.

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...ist ein Zionist und ich hab mich mit ihm (auch per mail, immerhin beantwortet/e er welche) 2012 heftig gefetzt zum Thema "Be"schneidung. Allerdings hat er in anderen Zusammenhängen m. E. auch viel Richtiges geschrieben, von daher werde ich nicht "die ganze Person" "in die Tonne kloppen". Scheuklappenverweigerung.

Hat sich eigentlich mal jemand die verlinkte Musik angehört? Kann ich sehr empfehlen. Mir haben diese (und ähnliche) Stücke Verstand und Nerven gerettet als ich sechs Wochen lang völlig hilflos war (nach dem doofen Unfall).

Ansonsten finde ich immer noch keine Antworten...Nicht-Abschottung bedeutet bewußte Inkaufnahme des Schicksals der indigenen Völker der heutigen USA, Mittel- und Südamerikas. - Da herrscht aber Denkverbot...Anders ist es m. E. nicht zu erklären, daß keine konstruktiven Vorschläge von Linken kommen, ob und wie Zuwanderung reguliert werden könnte. Nur immer wieder "ganz" (Grenzen offen lassen, alle rein, die wollen bzw es schaffen) oder "gar nicht" (die vermeintliche Abschottung, die nicht mal ansatzweise implementiert, aber schon als maximal böse einsortiert ist).

Dafür (das "ganz offen"-Modell) werden dann auch Deutsche/Europäer, die unter der Armutsgrenze (oder wie wir, ganz knapp drüber) leben, per "Erbschuld" und anti-weißem Rassismus (Weiße sind an allem schuld, was irgendwo in der Welt schlecht läuft oder gelaufen ist) mit verhaftet und zu "Wiedergutmachung" in Form von Aufgabe aller eigenen Lebensperspektiven gezwungen (bzw. sollen dazu gezwungen werden, wenn´s die Bessermenschendiktatur gibt, die u. a. Linke anstreben). 

Bitte mal "Peter Sutherland" und seine Thesen in eine Suchmaschine eingeben, das ist sehr aufschlußreich.

Und noch was: Man kann Theorien oft besser beurteilen, wenn man sich ihre Umkehrschlüsse anguckt. Der von "Europa muß (durch mehr CoL-Import) unbedingt farbig/er werden" wäre z. B. "Afrika muß (durch Import von mehr Hellhäutigen) unbedingt hellhäutig/er werden".

Wenn ersteres berechtigt ist, warum dann nicht auch letzteres? Wo ist da die Stringenz, wenn man das eine befürwortet und den Umkehrschluß empört ablehnt (wie Linke das - Bestätigung folgt sicher gleich ;-) - höchtswahrscheinlich tun)?

Multipolaristen und Ethnopluralisten sehen das natürlich anders (verlangen also weder das eine, noch das andere). Die sind, im Gegensatz zu Linken, zumindest stringent in ihrer Argumentation.

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würde ich ambivalent nennen. Immerhin gehörte er damals, in 2012 und nach meiner Erinnerung nicht zu den Hardcore-Amputierern.

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Wie zu erwarten war, passiert da nix in der FC zu den zwei oben thematisierten Artikeln.

Marian Schraube hat mittlerweile bereits den nächsten Beitrag  zum Thema eingestellt; wird diesem aus kommentatorischer Sicht ein ähnliches Schicksal nicht erspart bleiben

Ähnliches, wenngleich aus anderen, spiegelbildlichen Gründen dürfte diesen kurzen Text  zum Familienzuzug erwarten. Wäre wohl auch vergebliche Liebesmüh', dort etwas zu kommentieren, dürfte dieser Blog nach meiner Vermutung den morgigen Tag kaum überleben.

Es lohnt sich daher, nochmal in den oben bereits verlinkten Artikel der taz  zu den nun kompromissbereiten Grünen zu schauen. Dort, und im Gegensatz zu der ähnlichen Thematik beim schon länger bereits totmoderierten Freitag, sind mittlerweile eine erhebliche Zahl an Kommentaren aufgelaufen.

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...findet man auch die üblichen komplett Vernagelter, bei denen man sich eine tägliche Lese-Obergrenze verordnen muß, will man keine Migräne riskieren. Deren Tenor kann man in etwa so zusammenfassen: Jeder Zugewanderte/Zuwanderungswillige hat per se mehr Rechte in Deutschland/Europa (weil via Geburt/Abstammung Opfer) als jeder Deutsche/Europäer (weil via Geburt/Abstammung Täter).

Bei ZON liest man (inzwischen immerhin nicht mehr ganz so oft wie 2015/2016) Wünsche nach Zwangs-Expatriierung (inklusive Enteignung) Deutscher, die sich gegen Massenimmigration sträuben. Ob diese Leute dasselbe für Gambier, Somalier u. a. fordern würden, die sich gegen Massenimmigration von Deutschen/Europäern in ihre Länder sträuben würden? - Wohl kaum, da Stringenz durch "Moral" ja locker ersetzt werden kann...Animal Farm reloaded.

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Schau an, da hat es ein Vertreter des Ethnopluralismus (zumindest indirekt per Buchbesprechung) in die FC geschafft:

"...Bei der Frage „Markt oder nicht Markt“ plädiert er für „Lösungen, die an die jeweils spezifische Geschichte und Situation bestimmter Menschen in einer bestimmten Region zu einem bestimmten Zeitpunkt angepasst sind“

https://www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/an-die-zeit-nach-dem-zerfa...

;-)

Bild des Benutzers ebertus

Auch Du must hinnehmen, dass es andere Meinungen gibt; meine eingeschlossen ...

Für meinen Teil bin ich jedenfalls ganz froh, dass es hierzulande und schlußendlich noch eine halbwegs stringente, halbwegs funktionierende Rechtsprechung gibt.

Man stelle sich vor, Recht würde zukünftig ganz offiziell nur noch von der Böll-Stiftung, von Kahane, Lederer & Co. gesprochen, dann von der neulinken Antifa exekutiert.

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Das Jesus-Spiel gibt es auch amüsanter.......

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...ist immer noch die Grundlage für einen funktionierenden Staat. Die Neuen Rechten setzen sich für den Erhalt des Rechtsstaats ein, viele Linke möchten RRecht lieber selektiv nutzen (wie ich früher auch).

À propos "Recht" (bzw. in diesem Zusammenhang vielleicht nicht ganz OT): Es gibt jetzt (mehr) Belege, wer auf dem Maidan wirklich geschossen hat:

https://www.heise.de/tp/features/Maidanmorde-Drei-Beteiligte-gestehen-3893551.html

In diesem Zusammenhang hier auch nochmal ein älterer Text dazu:

https://www.heise.de/tp/features/Maidan-Ich-schoss-ihnen-ins-Genick-3378569.html

- Vielleicht ganz nüzlich für diejenigen hier, die auch noch woanders Kommentare schreiben (und sich dabei immer mal wieder mit NATO-Trollen duellieren müssen)

 

Bild des Benutzers fahrwax

....basieren auf dem Recht zum Erhalt der Kapitalien die "sozial" sind weil sie Arbeit schaffen.

Ein Bild von der Arbeit, dass in "allerbester" tumber deutscher Tradition steht:

 

Wer die Trollerei für die Konzentration von Kapitalien betreibt, sollte wissen wovon gesprochen wird.

Die Alte & die Neue Rechte ziehen da am selben Strick - aber rate doch einmal, wer den um den Hals trägt?

Frage:

Hast du gegärtnert, weil es zum Milchmädchen gedanklich nicht reichte?

Bild des Benutzers fahrwax

München - Der bayerische Antifa-Kongress in der Schwanthalerstraße hat im Vorfeld für reichlich Wirbel gesorgt. Erst wurden die Veranstalter wegen Rechten und Polizisten aus dem Gewerkschaftshaus ausgeladen. Nachdem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) viel Gegenwind auch aus den eigenen Reihen zu spüren bekam, durften die Antifas doch kommen. Dass der Kongress vom 3. bis 5. November nun ohne Reibungen ablaufen würde, stand damit allerdings noch nicht fest.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nsu-morde-und-okoberfestattentat-pegida-droht-antifa-bei-kongress-anspielung-auf-rechten-terror.078f17bd-49d4-4640-8547-5dfc7ed3e917.html

Anspielung auf NSU-Morde und Wiesn-Attentat. Pegida droht mit rechtem Terror – Demo gegen Antifa-Kongress 
Mit einer Projektion wird bei der Pegida München-Demo vor dem DGB-Haus offen Bezug zu dem Bekennervideo des NSU und auf das Oktoberfestattentat genommen. (…) Rechte Aktivisten hatten im Vorfeld  Proteste angekündigt. Am Freitagabend kamen circa 30 bis 60 Menschen zu einer Gegendemonstration, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Der Protest, zu dem Pegida München aufgerufen hatte, sei friedlich verlaufen. Aber den rund 300 Teilnehmern des Kongresses wurde offen mit Gewalt gedroht, wie dessen Veranstalter am Samstag mitteilten. Auf einer Leinwand spielen Demonstranten unverholen auf rechten Terror an: Die Projektion zeigt den Münchner Pegida-Chef Heinz Meyer neben einem Bild von Paulchen Panther. Der NSU hatte die Fernsehserie in seinem Bekennervideo aufgegriffen. Die Terroristen schnitten zwischen Ausschnitte aus den Paulchen-Panther-Filmen Tatortbilder ihrer Morde und Anschläge. (…) Auch die Polizei hat die Projektion bemerkt. Diese sei schließlich augeschaltet worden, strafrechtliche Ermittlungen laufen, erklärte der Polizeisprecher auf Nachfrage der AZ

http://www.labournet.de/interventionen/antifa/antifa-ini/dgb-muenchen-verbietet-antifa-kongress-ihren-raeumen-nach-radikal-rechter-gegenkampagne-auch-der-gewerkschaft-der-polizei/

Bild des Benutzers Heinz

->

Das ist nicht nur hier so, sondern in allen faschistischen Staaten.

Die rechtliche Basis dafür waren die Reichsrichtlineien zur Fürsorge des Staates über die schwer erziehbaren Jugendlichen von 1924, die verwahrlost besonders nach Kriegen vermehr auftreten, und über die Arbeitslosen und Arbeitsscheuen von 1924, die ebenfalls vermehrt nach selbst verschuldeten Kriegen und Krisen auftreten. Diese Reichsrichtlinien zur Fürsorge (Bevormundung) des Staates haben sich über die  heroischen und ruhmreichen 1.000 Jahre, über das BundesSozialhilfeGesetzBuch bis nach Hartz4 gerettet, weil die Denke der Staatsdiener nun mal herrschaftlich und bevormundend ist.

Das ist aber noch lange kein Grund, die Berufsgruppe der Gärtner zu diffamieren, selbst dann nicht, wenn jemand lediglich über einen Pferdeverstand verfügt.

Bild des Benutzers fahrwax

Die Diffamierung von Gärtnern & Pferdeverstand ist grund(gesetz)sätzlich nicht zu rechtfertigen!!!!

Die mit den "größeren Köpfen" haben gefälligst ihre Kapazitäten im Sinne der eigentümlichen Verpflichtung (gemäß Artikel 14 GG) zu nutzen.

Allerdings ist eine Enteignung (nur) zum Wohle der Allgemeinheit notwendig zulässig.

War bei mir nur eine Frage, bei dir deutet das "lediglich" verflucht auf eine Feststellung hin!

War schön, das wir einmal darüber gesprochen haben (so unter uns Soziopathen Soziologen)......

 

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Den Artikel 14 GG auf Enteignung zu verkürzen, bestätigt die Kleingeister der Bundespolitik seit 1948.

Die Verfassung des Freistaates Bayern von 1946 ist da wesentlich weiter gewesen:

Vierter Hauptteil. Wirtschaft und Arbeit

1. Abschnitt. Die Wirtschaftsordnung

Faktisch nicht anwendbar, da durch Bundesrecht überlagert

Artikel 151. (1) Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesonders der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten.

(2) Innerhalb dieser Zwecke gilt Vertragsfreiheit nach Maßgabe der Gesetze. Die Freiheit der Entwicklung persönlicher Entschlußkraft und die Freiheit der selbständigen Betätigung des einzelnen in der Wirtschaft wird grundsätzlich anerkannt. Die wirtschaftliche Freiheit des einzelnen findet ihre Grenze in der Rücksicht auf den Nächsten und auf die sittlichen Forderungen des Gemeinwohls. Gemeinschädliche und unsittliche Rechtsgeschäfte, insbesondere alle wirtschaftlichen Ausbeutungsverträge sind rechtswidrig und nichtig.

Artikel 152. Die geordnete Herstellung und Verteilung der wirtschaftlichen Güter zur Deckung des notwendigen Lebensbedarfes der Bevölkerung wird vom Staat überwacht. Ihm obliegt die Sicherstellung der Versorgung des Landes mit elektrischer Kraft.

Artikel 153. Die selbständigen Kleinbetriebe und Mittelstandsbetriebe in Landwirtschaft, Handwerk, Handel, Gewerbe und Industrie sind in der Gesetzgebung und Verwaltung zu fördern und gegen Überlastung und Aufsaugung zu schützen. Sie sind in ihren Bestrebungen, ihre wirtschaftliche Freiheit und Unabhängigkeit sowie ihre Entwicklung durch genossenschaftliche Selbsthilfe zu sichern, vom Staat zu unterstützen. Der Aufstieg tüchtiger Kräfte aus nichtselbständiger Arbeit zu selbständigen Existenzen ist zu fördern.

Artikel 154. Die auf demokratischer Grundlage aus den Kreisen der Berufsverbände gewählten Selbstverwaltungsorgane der Wirtschaft nehmen an den wirtschaftlichen Gestaltungsaufgaben teil. Das Nähere bestimmt ein Gesetz.

Artikel 155. Zum Zwecke einer möglichst gleichmäßigen Befriedigung der wirtschaftlichen Bedürfnisse aller Bewohner können unter Berücksichtigung der Lebensinteressen der selbständigen, produktiv tätigen Kräfte der Wirtschaft durch Gesetz besondere Bedarfsdeckungsgebiete gebildet und dafür Körperschaften des öffentlichen Rechts auf genossenschaftlicher Grundlage errichtet werden. Sie haben im Rahmen der Gesetze das Recht auf Selbstverwaltung.

Artikel 156. Der Zusammenschluß von Unternehmungen zum Zwecke der Zusammenballung wirtschaftlicher Macht und der Monopolbildung ist unzulässig. Insbesondere sind Kartelle, Konzerne und Preisabreden verboten, welche die Ausbeutung der breiten Massen der Bevölkerung oder die Vernichtung selbständiger mittelständischer Existenzen bezwecken.

Artikel 157. (1) Kapitalbildung ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur Entfaltung der Volkswirtschaft.

(2) Das Geld- und Kreditwesen dient der Werteschaffung und der Befriedigung der Bedürfnisse aller Bewohner.

2. Abschnitt. Das Eigentum


Artikel 158. Eigentum verpflichtet gegenüber der Gesamtheit. Offenbarer Mißbrauch des Eigentums- oder Besitzrechts genießt keinen Rechtsschutz.

siehe hierzu auch Art. 14 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.

Artikel 159. Eine Enteignung darf nur in den gesetzlich vorgesehenen Fällen und gegen angemessene Entschädigung erfolgen, die auch in Form einer Rente gewährt werden kann. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfall der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

siehe hierzu
- der Art. 14 Abs. 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.
- das Gesetz über die entschädigungspflichtige Enteignung vom 11. November 1974 (GVBl. S. 610) in der Fassung vom 25. Juli 1978 (GVBl. S. 625), in der jeweils geltenden  Fassung.
Früheres Landesrecht:
- das Gesetz, die Zwangsabtretung von Grundeigentum für öffentliche Zwecke betreffend vom 17. November 1837 (GBl. S .109)

Artikel 160. (1) Eigentum an Bodenschätzen, die für die allgemeine Wirtschaft von größerer Bedeutung sind, an wichtigen Kraftquellen, Eisenbahnen und anderen der Allgemeinheit dienenden Verkehrswegen und Verkehrsmitteln, an Wasserleitungen und Unternehmungen der Energieversorgung steht in der Regel Körperschaften oder Genossenschaften des öffentlichen Rechtes zu.

(2) Für die Allgemeinheit lebenswichtige Produktionsmittel, Großbanken und Versicherungsunternehmungen können in Gemeineigentum übergeführt werden, wenn die Rücksicht auf die Gesamtheit es erfordert. Die Überführung erfolgt auf gesetzlicher Grundlage und gegen angemessene Entschädigung.

(3) In Gemeineigentum stehende Unternehmen können, wenn es dem wirtschaftlichen Zweck entspricht, in einer privatwirtschaftlichen Form geführt werden.

durch Bundesrecht überlagert.
Früheres Landesrecht:
- das Gesetz zur Durchführung des Artikels 160 der Bayerischen Verfassung vom 18. Juli 1947 (GVBl. S. 152)
- das Zweite Gesetz zur Durchführung des Artikels 160 der Bayerischen Verfassung vom 31. März 1948 (GVBl. S. 54).

Artikel 161. (1) Die Verteilung und Nutzung des Bodens wird von Staats wegen überwacht. Mißbräuche sind abzustellen.

(2) Steigerungen des Bodenwertes, die ohne besonderen Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigentümers entstehen, sind für die Allgemeinheit nutzbar zu machen.

Artikel 162. Das geistige Eigentum, das Recht der Urheber, der Erfinder und Künstler genießen den Schutz und die Obsorge des Staates.

durch Bundesrecht überlagert.

 

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Militante Schutzgeldmafia????

Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte, planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig

a) unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,

b) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder

c) unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken.“

Bild des Benutzers Heinz

Der Reakteur des Freitag arbeitet für die Kultur. Über Flüchtlinge und Parteien raunt und munkelt er, läßt aber im Ungewissen. Konkret wird er bei den Verbrechen. Für mich ist das der Zeck des Artikels, der Geraune über Parteien mit Verbrechen von Flüchtlingen in einen einzigen Artikel packt –> und ich haben fertig!

Wenn das die Kultur des Freitag sein sollte, war es für mich wirklich höchste Zeit, diese Scheiße nicht weiter zu kommentieren.

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hast Du den Artikel von diesem Redakteur gelesen, kannst Details ansprechen und hinterfragen.

Denn das passiert ja dort in der FC immer seltener. Entweder gibt es nichts, vielleicht einige gebetsmühlenartige Danksagungen, oder eben blabla, oft auch nur Monothematisches als Fortsetzungsgeschichte. Ansonsten und von den Hütern der politisch korrekten Ordung dort im Zweifelsfall Geraune.

Ein frommer Wunsch vielleicht, würde ich nach wie vor gern inhaltliche Auseinandersetzungen -möglichst ohne Geraune- lesen.

Das hat mich schon gestört, als ich da noch geschrieben habe und ist, was das (redaktionelle) Geraune betrifft, bei der taz nicht viel anders. Aber im Gegensatz zur aktuellen FC ist die Community dort noch wesentlich aktiver, die Kommentare nicht selten authentisch, gar zielführend.

Bild des Benutzers ebertus

Auch an anderer Stelle schreitet der Niedergang des Freitag wohl voran.

Rein finanziell betrachtet wären es für den Spiegel-Erben Jakob Augstein wohl peanuts  gewesen, seiner Autorin Petra Reski in Sachen Mafia unter die Arme zu greifen - soweit diese Formulierung nicht als sexistisch gewertet wird ...

Aber ok, Reski wird andere Verleger finden (hat sie wohl auch schon) und Augstein fand eben diesen Leander F. Badura.

Bild des Benutzers ebertus

für den tumben Wortfilter bereits entschuldigt, Zietz in die Empfehlungen gehoben.

So leicht kann man dort in der FC die renitenten Kindlein glücklich machen; manchmal ...

Bild des Benutzers fahrwax

Habe eben - in einem Kommentar zu Zietz - die Kurzform zum Russenhass der Olivgrünen erlesen: die wollen Rache für Stalingrad........

Herrlich pointiert!!!!!!

Bild des Benutzers ebertus

mir stattdessen ein bereits mehr als drei Jahre altes Teil grad' nochmal gegönnt.

"Der nächste Ausflug geht nach Stalingrad" textet Christoph Sieber und auch diese Ironie ist in den letzten Jahren ein ganzes Stück näher gekommen, realer geworden. Und die Zombies, die Muppets, sie treten in dem Stück bald alle auf, auch heute (nach wie vor) Aktualität besitzen; nicht nur zu Siebers Erkenntnis vom:

"Der Weg von grün zu olivgrün war ein kurzer"


Habe mir dieses Teil nun gleich mal runtergeladen; und rechne fest damit, dass auch bei Youtube zukünftig noch viel mehr reinegemacht wird, als wir es bislang schon kannten.

Bild des Benutzers Raphaela

Dieser Text war wirklich klasse :-) Aber den Namen habe ich beim Freitag auch längere Zeit nicht mehr gesehen (bin auch nicht täglich dort zum Lesen).

Bild des Benutzers Raphaela

...doch auch, daß dort zu einer Tolerierung von Schwarz-Grün aufgerufen wird. Da kommt zusammen, was zusammen gehört.

Bei der "linken" Taz gibt´s zeitgleich einen Text gegen Assad und Putin. Man trauert dort immer noch dem Sieg von "adopt a revolution" und der "moderaten" "Rebellen" nach. Parallel zu ZON. Auch da zeigt sich das, was als zusammengehörig zu bezeichnen, lange unter "Verschwörungstheorie" abgeurteilt wurde.

Die Haltestelle Bedeutungslosigkeit haben diese Magazinchen schon passiert, der nächste Halt heißt Konkurs.

Bild des Benutzers ebertus

und die Guten -nicht nur Houston- haben jetzt ein Problen.

Wobei jedwede Lösung von den Großmedien, deren Followern (Freitag etc.) auch noch seriös verkauft werden muss.

Bild des Benutzers Raphaela

...kriegen die nicht mehr hin, siehe z. B. die geschönten Umfrageergebnisse von Forsa bei ZON, Welt, u. a. gestern: Frau Merkel genießt angeblich die Unterstützung von 58% der Bevölkerung und die Olivgrünen werden massiv von Neuwahlen profitieren. - Nichts als rosarote (bzw. schwarz-olivgrüne) Wunschträume...

Zusätzlich gab´s wohl verordnete Überstunden für sämtliche greifbaren CDU-Beschäftigten, die in ZON zwerchfell-erschütternde Heil-Merkel!- Kommentare zu verfassen hatten. Da kommt keine Satire mehr mit :-B

Es sind ja nicht nur die Abonnenten und Werbungsnutzer der globalistischen "Welcome"-Verlautbarungsorgane, die weniger werden, sondern auch das entsprechende Wählerklientel: Täglich gibt´s mehr direkte und indirekte (persönliche Umfelder von Ersteren) Betroffene von "Einzelfällen" und die ausgegebenen Durchhalteparolen werden zusätzlich von immer mehr Leuten mit Zahlenverständnis angezweifelt. Das Wählerpotential, das da immer noch zum Mitmachen bereit ist, wird dadurch jeden Tag kleiner. Und nicht nur Olivgrüne und PdL müssen es unter sich aufteilen sondern zusätzlich CDU und SPD. 

Die einen (Medien) wie die anderen (die Welcome-Parteien) brauchen aber noch ein bißchen, um diese schwierigen Schlußfolgerungen zu ziehen: Noch sind z. B. bei der CDU die Reihen, der Lemminge, die bereit sind, Frau Merkel mit verbundenen Augen über die Klippe zu folgen, fest geschlossen. Und die meisten anderen Parteien- und Medien-Lemminge scheuen ebenfalls noch die Konfrontation mit der Realität. - Aber okay: Bis ca. 1 m vor dem Aufprall soll sich so ein Sprung aus großer Höhe noch recht angenehm anfühlen...

Die Realität nimmt leider keine Rücksicht auf das Verweigern ihrer Wahrnehmung. Verleger und Politiker können noch eine Weile so weitermachen, aber spätestens, wenn sie mit der Realität von (Abonnenten- und Wählerstimmen-) Zahlen konfrontiert werden, müssen sie wohl feststellen: Karma is a b*tch ;-)