16 Dez 2017

Die gloriose Entwicklung der Verwertbarkeit menschlicher Exkremente

Submitted by fahrwax

Ein halbwegs überschaubares Fallbeispiel - beinahe ohne ideologische Ansprüche - aber triefend von hochpersönlichen Ein- und Ausdrücken.


Vorwort:


Auch ich habe in jungen Jahren in die Systeme städtischer Kanalisation geschissen, die auf jahrtausendealte imperiale Entwicklungen menschlichen Zusammenlebens zurückführbar sind und trotzdem allgemein für „Kultur“ gehalten werden.

Als ich begann meine gewissenlosen körperlichen Erfordernisse – im Verbund mit hochgeistigen Erwägungen - eigenverantwortlicher zu kultivieren, musste ich mich annähernd zwangsläufig irgendwann auch mit enormen Mengen von Scheiße beschäftigen.

( Hoffentlich liest PLEIFEL mit - wegen der fäkalen Verwertung und preiswerten Weihnachtsgeschenken)

 

 

Ein Prophet aus der Zeit meiner schrecklichen Sozialisation in nachdenklicher Körperhaltung ( hoffentlich  sogar allgemeinfrei).

Heute ist vieles anders, aber total fair und sogar ökologisch verwertbar:

 

https://www.tz.de/stars/rainald-grebe-scheitert-mit-klage-gegen-wc-gebuehr-zr-9419827.html

 

Jetzt endlich zu meinem textlichen Grundgedanken:

Mit der Wiederbesiedlung einer längst untergegangenen, ehemals bäuerlichen Immobilie durch eine hergelaufene Horde stadtflüchtiger Freaks, zu deren Bestandteilen auch meine Person zählte, traten existentielle Probleme der Bedachung, Wasserversorgung und eben auch der Beseitigung der eigenen Exkremente unabweisbar in mein Leben.

Die, mit der immobilen Daseinsberechtigung erworbene, Sammelgrube verfügte über einen bescheidenen Inhalt von knappen 3 Kubikmetern – war also flott zugeschissen.

Umliegende, technisierte Arme der Landwirtschaft der 70-er Jahre besorgten zunächst die Abfuhr und Entsorgung der verdauten Köstlichkeiten mittels Vakuum-Güllefass - zwar preiswert aber trotzdem unerschwinglich für autonome Hippies.

Innovativ wurde dann schon die eigenständige Abfuhr des Eigen-Verdauten durch das Geschenk der Ruine eines Kleintraktors und den Erwerb einer Güllepumpe mit Handschwengel – das Ding pumpte 10 Liter Fäkalien in einem Hub in das, ebenfalls durch körperliche landwirtschaftliche Hilfsleistungen erworbene, eigene Güllefaß.

Geil, aber total abenteuerlich weil die Schubkräfte von 3 Kubikmetern Kacke einen desolaten Kleintraktor überall hin befördern wollen, aber nicht unbedingt auf eine zu düngende Fläche der kleinbäuerlichen Eigen-Produktion. Stark gewöhnungsbedürftig war auch die anschließende wochenlange Ansicht von Erzeugnissen der arschschonenden Papierfabrikation – bis sie dann endlich vom somit geförderten, pflanzlichen Aufwuchs überdeckt wurde.

 

Derlei natürliche Ansichten des menschlichen Verdaugutes wurden dann bald unterbunden durch ein krasses Verbot solcher direkten Kreislaufwirtschaft. Die Erzielung von Mehr-Wert wurde, hochgradig gesetzlich, den Händen von gewerblichen Fachkräften der Kompostierung zur Wertsteigerung übergeben.

Unsere Kacke durfte somit dann zunächst weite Teile des Kreisgebietes aus dem LKW bewundern, die Vorzüge einer „vollbiologischen“ Technifizierung der nächstgelegenen Kläranlage bewundern, um sie dann mit unsäglichem Gestank, nahe ihres Ausscheidungsortes und in übermäßiger Austragung – aber subventioniert durch die gnadenlose Abgabenverpflichtung der Ärsche aus dem sie kam – ihre unvermeidbare Pflicht als Dünger erfüllen.

Gemäß einer „Ökologie“ die jedes ökologische Bestandsteilchen zum Erfüllungsgehilfen einer übergeordneten Gottheit der Verwertbarkeit ernennt.

 

Mehr „Wert“ also, aber lange nicht genug!

 

Zu der im Jahre 2012 dann amtlich angeordneten, inzwischen dann sogar EU-konformen „Innovation“ im Umgang mit meiner Kacke, hatte ich bereits freitägliche Abgänge von Information & Agression zu diesem verkackten Scheiß Thema:

 

https://www.freitag.de/autoren/fahrwax/scheiss-thema

 

(Ich hatte erheblichen Zeitaufwand das allein wieder zu finden:

auf Seite 13 vom fahrwax beim Freitag:

 

https://www.freitag.de/autoren/fahrwax/scheiss-thema

 

Damals wurde jedenfalls unsere hiesig bekackbare, damals erst frisch installierte Dreikammergrube auf einen (denk) technischen, öko-logischen Höchststandard katapultiert, der jeden Scheißhaufen in einer sauerstoffumspülten Wellness-Oase empfängt, auch die hinterlistigsten Keime in purem Substrat auflöst – angeblich & wohlgemerkt.

(Jeder betrügerische  VW-Manager der seinen Urlaub gerade nicht in USA verbringt ahnt worüber ich schreibe)


 

Egal: 2012 wurde hier die örtliche Kackerei auf einen EU-konformen, „ökologischen“ Standard angehoben, der jeden Technokraten & jeden Empfänger von kapitalen Zinserträgen in pures Entzücken versetzt haben muss.

Meine anarchistischen Ausscheidungen steigern, mindestens seit 2012 und verflucht konformistisch, das verhasste Brutosozialprodukt -

ich bin erheblich bestürzt!!!!

 

Egal: nach meiner – durch alle mir derzeit verfügbaren Rechnungen gestützten ( die ortsansässigen Bürokraten konnten bisher, bei aller darstellerischen Arbeitsamkeit, nur die bis 2016 vorlegen!!!) - Belege kostete mich jeder meiner ununterdrückbaren, morgendlichen Scheißhaufen zwischen 2009 und 2016 im Schnitt 60,86 Eurocent: ich bin ein also ein verkackter Systemling.

Jetzt sogar ein Bekennender!

Voll Kacke mit dem guten Leben im Schlechten –

und auf Autobahnscheißhäusern kackt es sich jedenfalls preiswerter ( wenn denn der handelsübliche „Gutschein“ über 50, von den zu berappenden 70 Cent eingelöst wird).

 

Wohin nur mit der ganzen, menschlichen Kacke????

 

Die Verteidiger des Landes argumentierte zudem, dass es in Rheinland-Pfalz 43 Parkplätze mit kostenfreien Toiletten gebe.

Anhang der Mißerfolge vom fahrwax beim „Freitag“:

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Und alles in den Wind gepisst und geschissen........

https://www.freitag.de/autoren/fahrwax


( Aber diese hier alles nur, weil ein vergleichbar "dissozialer", auch noch dazu käsefressender Literat der 60-iger Jahre - Jan Cremer - damals ein ganzes Kapitel in einer längeren Abhandlung des Zeitgeschehens verkackte)

Mensch PLEIFEL, ohne bezahlbare Kackerei wird das nie nichts.....