19 Dez 2017

Die Pogrome faschistischer Antifaschisten

Submitted by fahrwax

Diese termitische Frage von Ebertus, am 14.12.2017 , fand ich bis soeben ein wenig "overstylt" - seit heute aber nicht mehr:

Mag Ken Jebsen nicht den Rudi Dutschke geben?

Offensichtlich ist vieles aber noch deutlich schlimmer, als es derzeit bekannt ist - und darum:

"In dieser zweiten Rubikon​-Videoproduktion geht es um den Hass, die Häme und auch die Gewalt, die kritischen Journalisten in unserem Lande entgegenschlagen. Und darum, wie man hiergegen Ernst macht und sich wehrt. Wir haben darüber berichtet, wie ein angeblich bei der Tageszeitung „junge Welt“ arbeitender Redakteur ankündigte, die private Telefonnummer von Ken Jebsen zu verbreiten, und wie kurz darauf ein Video im Internet kursierte, in dem öffentlich zu Gewalt gegen Jebsens Familie aufgerufen wurde. In diesem Video hält Jebsen dagegen. Er nennt Namen und macht klar: Eine Duldung von hämischem Gelächter, wenn öffentlich zu Gewalt gegen Andersdenkende und deren Familien aufgerufen oder hemmungslos Hetze betrieben wird, ist keine Option. Wenn die Wasserträger des Systems zu strafbaren Handlungen gegen andere auffordern und wir nichts tun, werden wir zu Mit-Tätern ihres Tuns. In diesem Interview skizziert Ken Jebsen die innere Rechtfertigungslogik von Journalisten, die eine Stimmung von Hass und Gewalt säen, Gewalt verherrlichen, Hetzjagd betreiben, zu Übergriffen auffordern, Unruhe verbreiten und Andersdenkende verfolgen und bedrohen. Er macht klar: Es wird immer schlimmer und obendrein werden die Opfer struktureller und anderer Gewalt zunehmend zu Tätern stilisiert. Deshalb muss man sich wehren. Angemessen, jedoch in aller Klarheit und Deutlichkeit. Müssen wir uns wehren, denn: Sie schlagen den einen und meinen doch alle, meinen uns!"

Offensichtlich eine Veröffentlichung von RUBIKON ( kritisch zu würdigen bis zum Beweis des Gegenteils..... ) :

 

RUBIKON: Im Interview: „Schluss mit lustig!“ (Christiane Borowy und Ken Jebsen)

 

Kommentare

Bild des Benutzers ebertus

Es am 14.12. (nachmittags) so verstanden zu haben, das gestehe ich Dir zu.

Mein Vorteil  ist derjenige, damals in 1967/68 und mit wachsendem politischen Bewußtsein bereits auf West-Berliner Straßen unterwegs gewesen zu sein, das Trommeln der Springerpresse nicht überhört zu haben.

Hätte in meinem Vergleich auch Ohnesorg nennen können, habe es jedoch bewußt nicht getan. Ohnesorg wurde nach meiner Erinnerung von der Staatsmacht liquidert; was somit einem Kalkül, einem gewissen, planbaren Vorsatz entsprach.

Das Attentat auf Dutschke dagegen war genau der zumindest billigend in Kauf genommene Fixpunkt eines medial erzeugten Progroms. In dieses Szenario fügten sich Opfer und Täter nebst Tathergang dann exakt, waren jedwede Voraussetzungen gegeben, die Leitlinien vorgezeichnet.

Auf Jebsen (oder aktuell auch Elsässer, mit dessen gesellschaftspolitischen Positionen mich nichts verbindet) passt das Szenario vom Mord an Ohnesorg eher nicht; dasjenige vom Attentat auf Dutschke dafür umsomehr.

Der beinahe einzige Unterschied zu 67/68 besteht darin, dass es heute primär "linke" oder linksliberale Medien sind, welche diese Progromstimmung erzeugen, zu einer auch die ganz persönliche, familiäre Privatsphäre einbeziehende Menschenhatz blasen.

Nach meiner Erinnerung hat damals selbst die Bild-Zeitung das Gretchen (Dutschkes Frau) und deren gemeinsame Wohnung nicht zum Gegenstand, zum medialen Schlachtfeld dieser ansonsten wohl hehren  Treibjagd gemacht.

Bild des Benutzers iDog

das einzig Gute daran ist , dass man immer besser weiß was eigentlich links ist, bzw.  was rechte Pseudolinke sind. 

Bild des Benutzers fahrwax

IDOG lässt sich lesen......

Spreu & Weizen wird besser trennbar sachich dazu.

Bild des Benutzers fahrwax

und inzwischen wird nicht nur die BILD, sondern sogar ein Strauß von Pseudolinken rechts überholt - als wenn es nie linke Substanzen gegeben hätte.

Offensichtlich hat auch Dutschke seine Einsichten in den Wind gepisst und die historische Aufklärung hat nie statt gefunden, Benno könnte noch leben, die Bewegung 2. Juni war ein pures Projekt vom Verfassungsschutz und die RAF hätte besser KenFM entführt, statt den honorablen Hans-Martin einzukellern & umzunieten......

Ich mag diese Deppen noch weniger als AFD-ler.

Rückwärts und alles vergessen, statt mal was zu begreifen - ich fass das nicht, diese hör- und sehgestörten Tröten haben noch nie ein Signal mitbekommen.

Ob die geheimen Dienste wirklich so viel Kohle verteilen?

Ich hatte mir zwar vorgenommen, es nicht zu machen, nun aber doch getan - ins Neue Deutschland reingeschaut. Irgendwie in der Hoffnung, dass die doch irgend wie biederer, eine Spur sachlicher unterwegs sein könnten.
War nur doof von mir. Sie haben, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sieben Artikel zu Jebsen geschrieben. Die Achtgroschen-Jungs-und Mädels haben sich da regelrecht in einen Rausch reingeschrieben. Aus allen Artikeln triefte die blanke Gemeinheit wobei, wie immer, keine These belegt wurde.
Das übelste ist ein Interview mit irgend einem Menschen, der was an einem Institut in Dresden macht. Die übliche Mainstreammethode, irgendwas mit Wissenschaftler zu machen, weil Wissenschaft ist seriös und wahr.
Der geht sogar darauf ein, dass Jebsen seine strunzdummen Vergleiche Israels und Nazi bereut und als Fehler bezeichnet hat. Das tut er aber ab, weil Jebsen trotzdem noch immer gegen die israelische Besatzung ist.
Das unterbietet noch die außerordentlich schlimmen Ergüsse von Nowak und Gärtner auf tp.
Man merkt dem ND an, wie wohl ihnen dabei ist, sich endlich wieder in den Ausscheidungen der Herrschenden suhlen zu dürfen.
Immerhin bleibt als , wenn auch kleiner Trost, dass auf tp eine deutliche Mehrheit der Kommentare sich gegen die Infamie der beiden Autoren wendet.

Bild des Benutzers ebertus

Wie kann man sein Mißfallen ausdrücken?

Bei Telepolis (TP) sind dies die Kommentare, entspricht es auch meinem Eindruck beim Überfliegen, dass die (neue?) eher systemkonforme, geglättete redaktionelle Linie von Rötzer & Co. auf weitgehende Ablehnung stößt.

Beim Neuen Deutschland (ND) gibt es keine Kommentarmöglichkeit (keine Ahnung, ob generell oder nur zu bestimmten Themen).  Dafür jedoch und was bei TP nur indirekt, über den Heise-Verlag möglich ist, kann man das ND (ebenso wie die taz) einfach nicht mehr kaufen. Das sehen und exekutieren viele (ehemalige) Leser und Käufer wohl genau so.

Am 18.01.2018 gibt es die nächsten Quartalszahlen, was die gedruckte, harte Auflage betrifft ...!