1 Feb 2018

Der terroristische Angriff der Türkei auf Nordsyrien

Submitted by fahrwax

Heute fand ein "Aktuelle Stunde" im deutschen Parlament statt, dass die "demokratisch gewählte Regierung der BRD" institutionel kontrollieren / überwachen soll.


 Bild: anfturkce.net


Nunmehr unbestritten ist die deutsche Militärtechnik wesentlicher Bestandteil des inwischen im Deutschen Bundestag fraktionsübergreifend als "Völkerrechtswidriger Angriffskrieg" bezeichneten, terroristischen Überfalls der Türkei auf den Staat Syrien.

Die hochoffizielle Seite des deutschen Bundestages berichtet dazu:

"Das Vorrücken türkischer Truppen in Nordsyrien sorgt für Auseinandersetzungen im Bundestag. In einer am Donnerstag, 1. Februar 2018, auf Verlangen der Fraktion Die Linke angesetzten Aktuelle Stunde zur „Haltung der Bundesregierung zum Einmarsch der Türkei in die nordsyrische Region Afrin unter Einsatz von Panzern aus deutscher Produktion“ warfen die Fraktionen von AfD, FDP, Linken und Grünen der Bundesregierung insbesondere vor, nicht deutlich genug Stellung zu beziehen gegenüber dem türkischen Nato-Partner. Konsens war indes bis in die Reihen von Union und SPD, dass die türkische „Operation Olivenzweig“ nicht durch das Völkerrecht gedeckt sei."

Linke kritisiert Schweigen der Bundesregierung

CDU/CSU: Operation Olivenzweig ist völkerrechtswidrig

SPD will auf Diplomatie setzen

AfD stellt Partnerschaft mit Türkei infrage

FDP: Rüstungsexporte in Konfliktregionen ausschließen

Grüne fordern ein Rüstungsexportgesetz

Abrufbar mit allen dazugehörenden Wortbeiträgen unter:  https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw05-de-aktuelle-stunde-tuerkei-syrien/541212

Fakt ist, dass die heute in Berlin (unbombardiert und ohne Panzer vor der Tür!) debattierenden, gutbezahlten Herrschaften ebenso vom deutschen Bruttosozialprodukt zehren (euch geht es zu gut!) wie der türkische Terror in Nordsyrien.

Es sollte mich sehr verwundern, wären die 720 Kampfpanzer des türkischen Heeres aus deutscher Produktion bereits bezahlt - ich tippe da auf langjährige Ratenzahlungen, abgesichert durch Garantien der BRD Geschäftsleitung - also durch alle Insassen / Probanden der Nazionalie.

Wäre da nicht eine fraktionsübergreifende Entschuldigung - oder gar Kondolenz an Opfer und Hinterbliebene, vorbeugend auch die von morgen und übermorgen  - fällig?

Sicher dauert das aber noch ebenso lange wie die deutsche parlamentarische Verurteilung des türkischen Völkermordes an den Armeniern gedauert hat, oder die längst fällige deutsche Anerkennung des deutschen Völkermordes an den Herrero noch dauert.......

Stattdessen werden die hier gegen türkischen Terror in Nordsyrien demonstrierenden Verwandten der aktuellen türkischenen Terroropfer (und ihre Unterstützer) wegen "falscher Fahnen und Bilder" kriminalisiert, verknastet oder durch Wasserwerfer auseinander gejagd.

Das der heute in Nordsyrien allgegenwärtige Terror der Türkei auch sicherlich aus finanziellen Mitteln beglichen wird, die von der gegenwärtigen Geschäftsführung der BRD zwecks Abschottung vor Kriegsflüchtlingen an diesen Terrorstaat gespendet werden, darf hier und heute noch erwähnt werden?

Der Einsatz der hiesigen Geschäftsführung, inklusive ihrer legitimationsstiftenden "opositionellen" Mitkämpfer, ist  bei der vorgeblichen "Beseitigung von Fluchtursachen" an mörderischer Lächerlichkeit unüberbietbar.

Für die schlichte Doppelmoral sind diese professionellen, darstellenden Mitesser Künstler längst zu übertrainiert.

 

Kommentare

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Operation Olivenzweig: Krieg gegen die Kurden – Made in Germany | Monitor |

"Panzer, Gewehre, Haubitzen – MONITOR-Recherchen zeigen: Beim Krieg der Türkei gegen die Kurden in Nordsyrien sind weit mehr deutsche Waffen und Technologien im Einsatz als bislang bekannt. Ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg eines NATO-Partners mit deutscher Unterstützung? Die Bundesregierung hält an Rüstungsexporten in die Türkei grundsätzlich fest. Und das, obwohl die Türkei bei ihrer Offensive von Milizen unterstützt wird, unter denen sich laut Experten auch islamistische und dschihadistische Söldner befinden.

Hier finden Sie ca. eine Stunde nach der Sendung das Video und ab Freitagnachmittag den vollständigen Beitragstext."

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/krieg-gegen-die-kurden-100.html

Das erstaunlich aussagekräftige Video ist schon zu besichtigen.

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Ich kann Deiner Einschaetzung aus mehreren Gruenden nicht zustimmen. 

Ich denke der tuerkischen Angriff auf die Kurden ist ein typischer Konflikt zwischen imperialistischen Fraktionen. Einerseits die mit den USA verbuendeten Tuerken mit ihrem Kurden-Hass, andererseits die mit den USA verbuendeten Kurden. Beiden Kriegsparteien werden von den USA Waffen verkauft. Auch die BRD leistet ihren Beitrag zur Bewaffnung beider Seiten. Panzerabwehr-Rakete Milan (plus "Trainer") fuer die Kurden und Leoparde fuer die Tuerken.

Beide Kriegsarteien lassen sich willfaehrig vor den "westlichen" Kriegskarren spannen. Selbst die "westlichen" Medien sind sprachlos und verwirrt. 

Allerdings, die tuerkische "Offensive" kommt nicht voran und die Kurden muessen  sich kaum verteidigen. Beide Seiten "spielen" nur Krieg. Warum?

Es geht m.E. darum, dass die islamistischen Kaempfer beim Rueckzug aus Idlib auf die islamistischen Kaempfer der Tuerken treffen und sich dabei gegenseitig "beseitigen". Diese "battle-hardened" Jungs werden eben nicht mehr gebraucht.  Darum die hohen Verluste bei der tuerkischen Militia-Bodentruppen. 

Antwort auf Aussi43  zum Kommentar Tuerken vs Kurden
 

sehe ich auch so. das "spiel" muß am laufen gehalten werden und eigentlich sollte da KEINER hingehen, wie udo lindenberg schon vor langer zeit dazu bemerkte ... die russen haben das verstanden

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Antwort auf Aussi43  zum Kommentar Tuerken vs Kurden
 

(Schön das du dich hier mal wieder lesen lässt, Aussie)

Leider ist deine Sicht verbreiteter als es den realen Umständen und den kurdischen Absichten in Efrin & Kobane entspricht, lieber Aussie.

Dort existiert eine auf Selbstbestimmung und Selbstverwaltung gerichtete, föderale Sicht.

Geboren auch aus den  historischen, kurdischen Erfahrungen mit den niederträchtigen Absichten von Kolonialmächten & Geostrategen.

Sie verweigern stringent die ihnen zugewiesene Rolle als Bauernopfer (Proxy) der sie umgebenden hegemonialen Interessenten.

Du darfst die patriachalisch aufgestellten kurdischen Peschmerga ( allein die sind durch Flintenursula mit Milan-Raketen beliefert worden!) nicht mit den nordsyrischen Kurden verwechseln. Die haben ein gaaanz anderes Bewußtsein ihrer Situation - bevorzugen einen inneren organisatorischen Aufbau der auf libertäre, nicht nationalistische Rätemodelle mit der Gleichberechtigung für alle Ehtnien zurückführbar ist.

"„Bauern“ schreiben Weltgeschichte

Die Kurden werden oft als Bauernopfer der Großmachtpolitik auf dem Schachbrett des Mittleren Ostens bezeichnet. Denn beim Schachspiel sind die Bauern die niedrigsten Figuren, die für das Überleben der Könige und Damen geopfert werden Doch die Bauern – hier einmal verstanden als Sinnbild des einfachen Mannes und der einfachen Frau aus dem Volk – haben bewiesen, dass sie Weltgeschichte schreiben können.

In der russischen Revolution 1917 beendeten die Bauern – im Bündnis mit den Arbeitern – unter Lenins Führung das Völkerschlachten des Weltkrieges. Sie stürzten die kapitalistische Ausbeuterordnung, um eine neue Gesellschaft zu erbauen.

In der chinesischen Revolution besiegten die Bauern im jahrzehntelangen Kampf unter Mao Tse Tungs Führung die imperialistischen Ausbeuter des Landes ebenso wie die einheimischen Unterdrückter.

In Vietnam erkämpften die Bauern unter Ho Tschi Mins Führung im opferreichen Volkskrieg die nationale Befreiung zuerst gegen die französischen Kolonialisten und dann gegen den US-Imperialismus.

Die Bauern und Arbeiter in Russland, in China, in Vietnam siegten gegen scheinbar übermächtige Gegner. Denn sie hatten nichts zu verlieren, als ihre Ketten, aber eine Welt zu gewinnen.

Sie siegten, weil sie geschickt die Widersprüche ihrer imperialistischen Gegner ausnutzen, ohne kurzfristige taktische Allianzen mit strategischen Bündnissen zu verwechseln.

Sie siegten, weil sie sich in erster Linie auf ihre eigene Kraft, auf die Kraft des werktätigen Volkes und der unterdrückten Nationen stützten und nur dieser Kraft vertrauten."

https://anfdeutsch.com/hintergrund/die-kurden-bauernopfer-der-weltpolitik-1883

Mehr zum organisatorischen Aufbau und den Zielen der Kurden findest du dort:

http://civaka-azad.org/category/c20-hintergrundinformationen/demokratische-autonomie/

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Deine Einschätzung
 

Wenn man sich auf Wiki mal ueber Rojava im Allgemeinen und ueber die Region Afrin im Besonderen informiert, wird klar, dass es in Nord-Syrien eine Vielzahl von Ethnien gibt, nicht nur Kurden. In Afrin sind die Kurden seit einige Jahrhunderten offensichtlich am besten verankert,  In den vergangenen Jahren haben die USA die Kurden als Kanonenfutter aufgeruestet, auch in Afrin. 

Der tuerkische Angriff kommt nicht voran. Die tuerkischen Truppen sind noch immer in Sichtweite der tuerkischen Grenze. Die Artillerie schiesst noch immer von der Tuerkei aus. Selbst die FAZ, die den Kurden sicher nicht wohlgesonnen ist, schreibt aeusserst kritisch gegenueber diesem tuerkischen "Krieg".  (http://www.faz.net/aktuell/politik/tuerkeis-militaeroperation-gegen-kurd...)

Auf einer Afrin Karte ist leicht zu sehen (http://www.moonofalabama.org/images5/afrinmap20180201.jpg), das die Tuerken nur grenznahe Gebiete "erobert" haben.

Die Solidaritaetsaddressen und pro-kurdischen Demos sind prima. Die Kurden in Afrin und ihre soziale Organisation scheinen aber derzeit nicht gefaehrdet zu sein.   

Ich bin ja durchaus dafuer, "sozialistische" bzw. fortschrittliche Regionen etc. zu unterstuetzen.  Es gibt ja nicht mehr so viele. Allerdings neige ich dazu, mir den jeweiligen Konflikt genauer anzusehen. Darum meine skeptische Einschaetzung, Der "Krieg" der tuerkischen Imperialisten  ist m.E. eben der Versuch Erdogans, die amerikanischen  Imperialisten in die Klemme zu bringen. Wie solche Prozesse eben so ablaufen. Die Kurden werden sich weiterhin so weit es geht raushalten, nehm ich an. 

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Antwort auf Aussi43  zum Kommentar Kurden
 

hat eine lange Vorgeschichte. Die Notwendigkeit sich zusammenzuschließen und sich zu wehren - oder zu sterben - damit auch. Um die Abschlachterei von Kurden haben sich diverse Imperien (lokale & die Statthalter westlicher Kolonialisten) seit Jahrhunderten "verdient" gemacht. Mörderische kurdische Erfahrungswerte um die sie nicht zu beneiden sind.....

Die PKK setzte, bis zur Verknastung von Öcalan, auf die altbekannten marxistischen Theoreme der Machteroberung. Nun ist seit etlichen Jahren ein Schwenk zu libertären kommunistischen Zielen der Selbstorganisation - verbunden mit einer (für die patriarchalischen Traditionen der Region explosiven) enormen Aufwertung /Selbstbestimmung der holden Weiblichkeit. Diese dortigen Vorgänge werden, spätestens seit der erfolgreichen Verteidigung von Rojava, weltweit aus internationalistischen bis anarchistischen Kreisen mit erheblichem Wohlwollen begleitet. David Graeber z.B. verglich die Situation dort (bereits vor einigen Jahren) mit der in Spanien zu Beginn der Auseinandersetzung mit dem Faschismus.

Die Kurden in Rojava und Afrin arbeiten seit Jahren an einem dezentral-horizontalen Aufbau von Selbstverwaltung in einer Kriegssituation die ihnen von allen am Krieg beteiligten imperialistischen Geostrategen diktiert werden. Einen "Bürgerkrieg", wie es in NATO-Kreisen verbreitet wird, hat es in Syrien nie gegeben - nur imperialistische Versuche genehme Statthalter dort an die Macht zu bekommen. So wie es aus Korea, Vietnam, dem Iran,Irak, Lybien usw. bekannt ist.

Den jedenfalls (und zweifelsfrei) linksgerichteten Kurden sind die verschiedenen imperialistischen Begehrlichkeiten total gegenwärtig -sie wehren sich ihrer Haut und erstreben eine demokratische Autonomie (unter Einbeziehung aller vorhandenen Ethnien) innerhalb von Syrien - ohne zum Kanonenfutter der diversen imperialen Interessenten zu werden.

Die Türkei verfügt über das zweitstärkste Heer der NATO ( inkl. ca. 700 Pänzerchen, G3 & weiteren Fahrzeugenund Waffen deutscher Produktion) - dem haben die Kurden vorwiegend ihr Bewußtsein entgegen zu setzen.....

Das sie sich weltpolitisch "heraushalten" ist eine Fehleinschätzung - sie präsentieren ihr Gesellschaftsmodel international. Darum auch die weiter oben eingefügten "Grüße aus Chiapas" und der mörderische Unwillen der versammelten, kriegerischen Hierarchen, ihrer Büttel & Söldner.

No Pasaran.

Antwort auf Aussi43  zum Kommentar Kurden
 

>>> die einzige offiziell akkreditierte journalstin von deutschland in syrien und seit jahrzehnten vor ort - sie versucht den trüben blick etwas klarheit zu verschaffen, was selbst ihr nicht EINDEUTIG leichtfällt >>> toll, wenn der blogschreiber dies besser kann^^

https://www.rubikon.news/artikel/was-unseren-blick-auf-den-syrien-krieg-...

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Antwort auf marie  zum Kommentar EIN BEITRAG VON karin leukefeld
 

(nicht nur) wo sie die offiziösen Vorgaben der Glaubensformeln beschreibt:

"Unser Blick ist getrübt, weil es für den Krieg in Syrien eine bestimmte Sprache gibt:

  • Es wird von einem „Bürgerkrieg“ gesprochen, von einem „Machthaber“ oder „Diktator, der sein Volk umbringt“.
  • Da gibt es eine „syrische Opposition“ und es gibt „die wichtigste syrische Oppositionsgruppe“, die nach Genf zu Gesprächen eingeladen wird.
  • Es gibt „ein Regime“ und es gibt „Assads Armee“, die Giftgas einsetzt.
  • Es gibt „Rebellen“ und „moderate Rebellen“ und es gibt eine „Freie Syrische Armee“, deren Bewaffnung in hiesigen Medien nicht nur von syrischen Oppositionellen, sondern auch von Journalisten gefordert wurde. Ein Kommandeur dieser „Freien Syrischen Armee“ wurde sogar ins Europaparlament nach Brüssel eingeladen, wo er vor den Abgeordneten in Uniform auftrat und – natürlich – auch mehr Waffen forderte.

Oft wurde ich von Redakteuren und bei Veranstaltungen ermahnt, nicht von „Präsident“ Assad oder von der „Regierung“ zu sprechen, es handele sich um einen „Diktator“, „Machthaber“ und um ein „Regime“. Die syrische Armee habe sich aufgelöst, es gäbe nur noch Milizen, die sich „Assads Armee“ nennen würden."

Prägnant auch ihre Zusammenfassung der gegenwärtigen Situation in Syrien:

"Das deutsche militärische und zivile Engagement wie es sich in Syrien und in der Region darstellt, dient nicht dazu, dem Land und seinen Nachbarn dabei zu helfen, inneren und äußeren Frieden wiederherzustellen. Es sichert Flüchtlingslager, es sichert die fortgesetzte Destabilisierung. Es dient der Kontrolle, der Einmischung und Einflussnahme, der Spaltung von Gesellschaften. Die Verlegung des deutschen Truppenkontingents nach Jordanien zu einem Zeitpunkt, wo der „Islamische Staat“ weitgehend zerschlagen ist, sollte aufhorchen lassen." 

Nochmals der Link zu Karin Leukefeld:

https://www.rubikon.news/artikel/was-unseren-blick-auf-den-syrien-krieg-trubt

Mehr als nebulös allerdings die abschließende Bemerkung der hiesigen Kommentatorin Marie:

">>> toll, wenn der blogschreiber dies besser kann^^"

Ich, der Blogschreiber kann garnichts besser als die Frau Leukefeld - masste mir solcherlei auch nie an, sondern berichte hierorts allein aus Quellen denen ich persönlich eine Glaubwürdigkeit und Relevanz beimesse - ohne jemals 'vor Ort gewesen' zu sein.

In meinen bisherigen Einlassungen hier kann ich allerdings auch keine Widersprüche zu denen von Karin Leukefeld entdecken - nur meine unverhohlene persönliche Parteilichkeit für die Anliegen von Kobane und Efrin.

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Antwort auf Aussi43  zum Kommentar Tuerken vs Kurden
 

was Joachim Guilliard im Rubikon darüber schreibt, wenn er im Beitrag "Kurden im Zwielicht" bemerkt:

Die YPG-Führung hat aber, wie schon im Sommer 2017, das Angebot einer Unterstützung durch die syrische Armee mit deutlichen Worten abgelehnt: „Wir haben das nicht akzeptiert, und wir werden unsere Territorien nicht aufgeben. Wir werden alle unsere Gebiete verteidigen.“

Es bedarf wohl der unterschiedlichsten Quellen, um sich ein einigermaßen zufriedenstellendes Urteil bilden zu können und das erfordert auch einiges an Zeit.

 

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Antwort auf Aussi43  zum Kommentar Tuerken vs Kurden
 

"Hört nicht auf, uns zu inspirieren

Der Nationale Kongress der Indigenen und der Nationale indigene Regierungsrat von Mexiko begrüßt den Widerstand von Efrîn.

Im Namen des Nationalen Kongress der Indigenen und des Nationalen indigenen Regierungsrates von Mexiko hat die Sprecherin María de Jesús Patricio Martínez eine Solidaritätsbotschaft mit Efrîn veröffentlicht.

In der Botschaft, in der betont wird, dass es sich bei den Angriffen des türkischen Staates auf den nordsyrischen Kanton Efrîn um eine Invasion handelt, heißt es: „Wir lehnen die Gewalt und die Massaker ab, die gegenüber den Völkern angewendet werden, um die eigenen Ziele zu verwirklichen.“

Weitere Auszüge der Botschaft aus Chiapas an Efrîn lauten wie folgt:

Gebt euren Mut nicht auf

An die Töchter und Söhne des kurdischen Volkes,

von dort, wo wir Widerstand gegen denselben Krieg leisten, senden wir euch unsere Unterstützung und unsere solidarischen Grüße. Gebt euren Willen nicht auf, in eurem eigenen Land Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit aufzubauen! Bewahrt eure Souveränität! Euer antikapitalistischer und antipatriarchaler Kampf ruft in vielen Ecken dieser schmerzhaften Welt Widerstand und Rebellion hervor. Gebt eure Liebe und euren Mut nicht auf! Um eure Heimat und euer Volk in die Freiheit zu führen, leisten eure Jugend, eure Frauen und eure Männer einen neuen und rebellischen Widerstand, dessen Grundlage von euch allen gemeinsam entschieden wurde. Diesen ehrvollen Kampf begrüßen wir.

Wir werden unseren Pflichten nachkommen

Wir rufen die Völker der Welt dazu auf, aus unseren Ecken zu kriechen und unseren Pflichten nachzukommen, um die Grundlagen für die Beendigung von Hass und Mord gegen das kurdische Volk zu schaffen.

Wir stoßen unseren Schrei der Empörung und Unruhe gemeinsam mit euch für euch aus.“

Quelle: https://anfdeutsch.com/aktuelles/botschaft-aus-chiapas-hoert-nicht-auf-uns-zu-inspirieren-2080

 

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"Unter dem Motto „Efrîn ist überall - überall ist Widerstand“ ruft ein breites Bündnis kurdischer und linker Organisationen zu einer Demonstration am Samstag in Hamburg auf."

"Immer mehr Menschen in der Bundesrepublik wollen dem verbrecherischen Krieg des Erdoğan-Regimes in Nordsyrien nicht länger tatenlos zusehen und fordern ein sofortiges Ende der türkischen Angriffe auf Efrîn. Um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, hat sich in Hamburg ein breites Bündnis zusammengeschlossen und ruft zu einer Demonstration am kommenden Samstag auf.

Zu den Aufrufenden gehören folgende Organisationen:

TATORT Kurdistan HH, Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM), NAV-DEM-HH, Spolek, Gruppe für den Organisierten Widerspruch, Interventionistische Linke Hamburg, Flüchtlingsrat Hamburg, Verband Kurdischer Studierender in Hamburg (YXK/JXK), Kurdischer Verein Hamburg, Alevitische Gemeinde Hamburg, Arbeitskreis Frieden – Ver.di, DIDF-HH, Projekt Revolutionäre Perspektive Hamburg, AStA-HAW, Antifa Enternasyonal Café, Frauenrat Rojbîn, Plattform für Frieden und Demokratie Hamburg, Die Linke Landesverband Hamburg, ISKU, ATIK, Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Kurdistan Volkskshaus, ADHK, HDK-A Hamburg, AGIF, Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung , ATIF, HAK EVI Hamburg, Friedensgruppe Nordheide, FIDEF-Föderation der ArbeiterInnenvereine in der BRD."

Mehr unter: https://anfdeutsch.com/aktuelles/hamburger-buendnis-ruft-zur-demonstration-fuer-efrin-auf-2073

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"Tatsache ist: Der IS ist militärisch geschlagen und existiert in Afrin nicht. Der türkische Einmarsch richtet sich erklärtermaßen gegen die kurdische Herrschaft in diesem Gebiet. Für Präsident Recep Tayyip Erdogan ist der Kampf gegen die in Syrien operierenden kurdischen »Volksverteidigungskräfte« (YPG) nur die Fortsetzung des Krieges, den die türkische Armee im Innern gegen die PKK führt. Daraus macht Ankara auch keinen Hehl. Dennoch druckst die Bundesregierung herum und tut so, als ginge es gar nicht um die Kurdinnen und Kurden.

Der Grund ist einfach: Es waren die YPG, die maßgeblich den IS in Syrien geschlagen haben – und dennoch hat die Bundesregierung die YPG und ihren politischen Arm, die »Partei der demokratischen Union« (PYD) im letzten Jahr verboten und zu Terrororganisationen erklärt. Die Bundesregierung will schlicht und ergreifend nicht zugeben, dass sie die Türkei bei der Verfolgung der kurdischen Minderheit unterstützt."

Quelle: https://www.marx21.de/warum-erdogan-gegen-afrin-krieg-fuehrt-und-merkel-schweigt/

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Erdogan & Merkel
 

Eine treffliche Satire bei extra-3:

"Die Waffen-Exporte sind während der Großen Koalition um 21 Prozent gestiegen. Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen, aber natürlich dürfen wir anderen sehr gerne und selbstlos dabei helfen."

(Bildschirmfoto)

Mit dort eingebundenem Video: http://www.ardmediathek.de/tv/extra-3/Im-Gespr%C3%A4ch-mit-Sigmar-Gabriel-Wo-stehe/Das-Erste/Video?bcastId=23817212&documentId=49701844

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Ein korrekter Denkansatz ersetzt leider nicht den umfassenden Blickwinkel. Er prangert vollkommen richtig den Aufenthalt von US-Militaristen in Syrien an - aber allein aus dem Blickwinkel eines weiteren Kriegsteilnehmers in Syrien:

"„Was sich ein Gott erlaubt, das darf ein Ochse noch lange nicht“! Sich an diese Anweisung zu halten war schon für die alten Römer überlebenswichtig, insbesondere nachdem sie die Republik und mit ihr ihre Bürgerrechte verloren hatten. Zugleich hatte diese Warnung auch im römischen Imperium eine grenzüberschreitende Wirkung. So mancher Statthalter oder Vasall Roms, dem seine Macht als regionaler Herrscher zu Kopf gestiegen war, musste wegen der Missachtung der Allmacht des Gott-Kaisers in Rom mit seinem Leben bezahlen."

Statt sich mit den unmittelbaren Anliegen der syrischen Ureinwohnerschaft auseinander zusetzen, schließt er dann seinen Artikel mit den - allerdings auch auf seine persönliche "Gottheit"  im syrischen Krieg - zutreffenden Worten:

"Das römische Imperium mit seinen absolutistisch herrschenden Gott-Kaisern an der Spitze ist nach und nach zu einer rechtslosen Gesellschaft verkommen, in der Korruption, Intrigen, Doppelbödigkeit unaufhaltsam in den Untergang führten. Ähnlichkeiten mit einem aktuell herrschenden Imperium sind nicht rein zufällig."

https://kenfm.de/tagesdosis-2-2-2018-quod-licet-iovi-non-licet-bovi/

Götter, Ochsen, Imperien - das der Herr Rupp in seinem Artikel da saubere Unterscheidungen trifft glaube ich nicht.

 

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#HändeWegVonEfrin

"Am Samstag 3.2.2018 in München: Protest gegen die Verbote von Fahnen und Transparenten der Kurdinnen
und Kurden, die sich mit ihrer Befreiungsbewegung solidarisieren. Organisation: AKTIONSBÜNDNIS GEGEN DIE NATO-„SICHERHEITS“KONFERENZ

 

Presseerklärung
Wir protestieren gegen die Verbote von Fahnen und Transparenten der Kurdinnen
und Kurden, die sich mit ihrer Befreiungsbewegung solidarisieren.
Am vergangenen Samstag hat die Polizei eine kurdische Demonstration in Köln mit der Begründung
aufgelöst, dass verbotene Fahnen mit dem Bild von Abdullah Öcalan gezeigt wurden.
Die Kurdinnen und Kurden hatten gegen den Angriff der türkischen Armee auf den vorwiegend von
Kurden besiedelten Kanton Afrin in Nordsyrien demonstriert.
Das Verbot von Fahnen mit Abbildungen von Abdullah Öcalan, auf denen die Forderung
„Freiheit für Öcalan“ stand ist ein ungeheurer Skandal, ebenso wie die Verfügung des
Bundesinnenministers, der auch das Zeigen von Emblemen der kurdischen Volksverteidi-
gungseinheiten verboten hat.

Abdullah Öcalan, befindet sich seit 17 Jahren als politischer Gefangener in türkischer Isolationshaft.
Die YPG ist die entscheidende Kraft, die die Terrorbanden des IS in Nord-Syrien vertrieben hat und
die sich jetzt gegen den Angriff der türkischen Armee auf Afrin verteidigen muss.

Es ist das gute Recht aller Kurdinnen und Kurden und das Recht aller Demokraten die Freilassung
von Abdullah Öcalan zu fordern, genauso wie die Anti-Apartheid Bewegung die Freilassung
Nelson Mandelas gefordert hat. Die aktuellen Verbote und Repressions-Maßnahmen der Polizei
sind ein völlig inakzeptabler Verstoß gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Wir verurteilen die seit Jahrzehnten andauernde Unterdrückung und den mit deutschen Waffen
geführten Krieg des türkischen Staates gegen die kurdische Bevölkerung. Deutsche Leopard-Panzer sind
auch jetzt beim völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei in Nordsyrien im Einsatz.

Kurdinnen und Kurden werden auch am 17. Februar bei der großen Demonstration gegen die NATO-
Kriegsstrategen auf der sogenannten Sicherheitskonferenz dabei sein.
Sie haben das Recht gegen die militärischen Angriffe des türkischen Staates, gegen die Kriegsunterstützung
durch die NATO-Staaten und die deutschen Waffenlieferungen an die Türkei zu demonstrieren.
Und sie haben das Recht, sich mit ihren Befreiungsorganisationen, zu solidarisieren.
Terroristisch sind nicht die YPG oder die PKK, terroristisch ist der türkische Staat.
Wir fordern die Aufhebung des PKK-Verbots und die Beendigung aller Repressionen
gegen Kurdinnen und Kurden.
Claus Schreer
i.A. des Aktionsbündnisses gegen die NATO „Sicherheits“Konferenz"

QUELLE: http://hinter-den-schlagzeilen.de/39384-2

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Demonstration in München am 3.2.2018
 

Was ist der Unterschied zwischen Lego und Kurden? – Lego hat ein eigenes Land.

Es ist das gute Recht eines Gaststaats, tribale Konflikte zwischen ausländischen Scharfmachern zu bremsen. Sei es mit dem Verbot von Wahlkamf-Auftritten Erdogans oder dem orgnisierten Götzendienst mit den Winkelementen Öcalans. Alles eine Soße!

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Antwort auf hadie  zum Kommentar Echokammer
 

Erdogans Aufrüstung für die Ausschaltung von Oposition und den Mord an Minderheiten durch die BRD,

seine Darstellung legitimer Meinungsäußerung als Unterstützung von Terrorismus  -

"Alles eine Soße!" - mit den Inhalten die Öcalan aus dem türkischen Knast verbreitet und dem terroristischen Überfall der Türkei auf Syrien?

Ich halte derlei inhaltsleeres Gepöbel für stinkige braune Soße aus der tristen Echokammer zwischen deinen Ohren.

Diese banalen Soßen-Spenden darfst du andernorts vergießen - und das ist meine letzte Ermahnung.

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Inhalte gibt es schon wieder nicht?
 

Ich teile zwar nicht den Standpunkt hier "alles ist eine Soße", aber wo bleibt deine eingeforderte Toleranz anderer Standpunkte? Soll ich mal in demgemäßen Kommentaren suchen, die ich mir ab und an bei Dir "abholen" durfte?

Da lobe ich mir doch eine Ettikette, die sich am Umgang miteinander orientiert und die Inhalte weitgehend ausspart. Und letzteres ist immer noch Sache des Plattformbetreibers zu beurteilen.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Und, wie geht es dann weiter?
 

unterscheiden (als Einsteller von Artikeln) total autark zwischen gegenseitige Austausch und Pöbeleien  darum gibt es hier die "Unpublish" Funktion.

Dir Pleifel bin ich mehrfach umfänglich polemisch begegnet (habe möglicherweise versucht dir Dinge an's Knie zu tackern die verfehlt waren.....) , aber der Versuch von Austausch fand regelmäßig statt.

Mit pur auf Krawall gebürstet-inhaltslosen, nazionalen Einfältigkeiten halte ich dagegen jeden Austausch (für mich) für unmöglich.

Letzte hiesige Verlust an gehaltvollen Einstellern / Kommentatoren durch verzichtbare Müllabkipper sind mir noch durchaus gegenwärtig.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Inhalte gibt es schon wieder nicht?
 

Darum benutzte ich soeben erstmals die "Unpublish" Funktion.

Ich schätze den sachlichen Austausch und seine Ergebnisse - Pöbeleien als Zeitvertreib sind komplett verzichtbar.

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Meine letzte Ermahnung kam nicht an
 

sind komplett verzichtbar".

Die Bewertung von Qualität "im Austausch und seiner Ergebnisse" obliegt also deiner alleinigen Interpretation. Und ausgerechnet "Pöbeleien" in Anspruch zu nehmen, wer selbst dieses "Hobby" reitet, ist schon kurios. Das wirst Du natürlich anders sehen, wie es ja dein Kommentar zeigt.

Und vielleicht wieder einer weniger in der kleinen Skatrunde: scheint eine wenig durchdachte Strategie zu sein. Und gleich einem Einwand vorzugreifen: es geht dabei nicht um Gleichmacherei, um das nivellieren von Standpunkten, sondern um das Ringen darum! Vorgefasste, die anderen vorgesetzt werden und diese mehr oder weniger zustimmen sollen, zählt wohl nicht dazu.

Damit ist von mir alles gesagt.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar "Pöbeleien als Zeitvertreib
 

Da haben sich offensichtlich unsere Entgegnungen überschnitten.

Ich meine unter / um "!2:49" bereits meine Haltung dargelegt zu haben - wenn nicht hinreichend, hakst du bitte nach.....

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf hadie  zum Kommentar Echokammer
 

«Es ist das gute Recht eines Gaststaats, tribale Konflikte zwischen ausländischen Scharfmachern zu bremsen»

oder

«Nach dem Klo und vor dem Essen,
Hände waschen nicht vergessen!
»

Auf das Thema bezogen, würde es nützlich sein, erst einmal in die Geschichte der Kurden und Türken hinein zu schauen. Da stellt sich die Frage nach Gast und Gastgeber evtl. anders.

Beziehe ich das einmal auf den heutigen Bundesstaat Deutschland, dann gibt es hier nicht nur viele hochdeutsche Dialekte (auch Jiddisch ist so ein Dialekt) sondern mindestens noch zwei Sprachgebiete. Die Sorben und die Dänische Minderheit sind in D anerkannte Minderheiten. Keine Sau käme auf die Idee, D als deren «Gastland» zu bezeichnen, weil diese Minderheiten auch als sprachliche Gruppen Deutsche sind mit ihren anerkannten Minderheitenrechten.

Bild des Benutzers fahrwax

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In Salzgitter, Hannover, Leipzig und Stade haben gestern Protestaktionen gegen den türkischen Angriffskrieg in Efrîn stattgefunden.

In Hannover fand eine Demonstration zum Steintor statt, auf der die Polizei das Mitführen von Bildern getöteter Kinder mit Verweis auf das Jugendschutzgesetz untersagte.

Quelle:  https://anfdeutsch.com/aktuelles/demonstrationen-fuer-efrin-in-deutschland-2107

Bild des Benutzers fahrwax

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(Erstaunlich ist, dass Lutz Herden im Link als Autor genannt ist - der Artikel selbst aber David Graeber als Autor bezeichnet)

Verraten und verkauft

Mit deutschen Waffen schleift die türkische Armee in der syrischen Kurdenregion Rojava eine für den Nahen Osten einzigartige demokratische Selbstverwaltung

 

 

„Vor drei Jahren wurde die Welt Zeuge, wie eine bunt gemischte Schar männlicher wie weiblicher Kämpfer, die meisten nur mit Kalaschnikows bewaffnet, einer gewaltigen Islamisten-Armee, die über Panzer, Artillerie und eine erdrückende logistische Überlegenheit verfügte, die Stirn bot. Die Verteidiger der nordsyrischen Stadt Kobane bestanden darauf, im Namen eines Experiments revolutionärer, feministischer Demokratie zu handeln. Aus exakt diesem Grund hatten die Islamisten geschworen, sie zu vernichten. Nachdem die Verteidiger Kobanes den Sieg davon getragen hatten, wurde die Schlacht vielerorts als eine gedeutet, die in der heutigen Welt einer klaren Konfrontation zwischen Gut und Böse am nächsten kam.

Derzeit passiert genau das Gleiche. Nur dass die Weltmächte dieses Mal klar auf Seiten der Aggressoren stehen. Schlimmer noch, sie tun das, weil die Aggressoren es fertig gebracht haben, die Welt davon zu überzeugen, dass die Angegriffenen zu fest an Ökologie, Demokratie und Frauenrechte glauben. Es geht um die Region Afrin, die von den gleichen YPG-Volks- und Frauenverteidigungseinheiten verteidigt wird, die schon Kobane hielten und danach die einzigen Streitkräfte in Syrien stellten, die willens waren, den Kampf ins Kernland des IS zu tragen. Im Kampf um dessen Hauptstadt Raqqa verloren sie Tausende Kämpferinnen und Kämpfer.

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Welche Bedrohung?

Die religiösen Extremisten, von denen die derzeitige türkische Regierung dominiert wird, wissen nur zu gut, dass Rojava keine militärische Bedrohung darstellt. Dessen Bedrohung besteht darin, eine alternative Realität zu sein, der zu entnehmen ist, wie das Leben in der Region aussehen könnte. Rojava sendet eine Botschaft an alle Frauen im Mittleren Osten: Wenn ihr euch erhebt, um eure Rechte einzufordern, ganz zu schweigen vom bewaffneten Aufstand – die wahrscheinliche Folge wird sein, dass ihr verstümmelt und getötet werdet, während keine der Mächte, die so gern über Menschenrechte reden und die Freiheit der Frau predigen, auch nur den kleinsten Einwand vorbringen wird. Für eine solche Strategie gibt es ein Wort: „Terrorismus“ – im Gegensatz zu all dem, was die YPG tut. Die Türkei folgt dem Kalkül, Schrecken zu säen. Die Frage ist: Warum macht der Rest der Welt dabei mit?"

Weiterlesen beim "Freitag"https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/verraten-und-verkauft-1

 

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"Gegen die YPG, nicht gegen die Kurden"

Der Chefberater des türkischen Präsidenten Erdogan, Kalin, rechtfertigt im Interview den Militär-Einsatz in Syrien. Die Operation richte sich nicht gegen die syrischen Kurden, sondern gegen die mit der PKK verbündete YPG.

http://www.tagesschau.de/ausland/operation-olivenzweig-101.html

Allein die Gänsfüsschen des Titels symbolisieren die minimalen tschornalistischen Zweifel des in Istambul sicherlich wohlgelittenen Oliver Mayer-Rüth.

In den Knast - wie alle die sich in der Türkei auch nur ansatzweise kritisch mit dem Überfall auf Syrien und Afrin auslassen - kommt der so nicht.

Da huldigt der lieber dem Staatsterrorismus der Rassisten......

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Ach ja, die übergeordnet diktierte Doktrin "Assad muss weg" ("Der Schlächter aus Damaskus!") gilt auch nach wie vor. Was da alles zusammen marschiert - weil es die Märkte nicht beunruhigt und den Außenhandel befördert - werden wohl die unauffindbar wie unverzichtbaren Westlichen Werte sein:

"Westliche Medien, darunter insbesondere auch die ARD-Tagesschau, werben seit Beginn des Syrienkrieges 2011 massiv für die sogenannten Rebellen in Syrien, machen Propaganda für diese. Sie verschweigen dabei, dass es sich bei den „Rebellen“ um radikale Jihadisten um Al Qaida handelt. Am 3. Februar 2018 hat die Tagesschau wieder einmal eine Erfolgsmeldung der „Rebellen“ gebracht und dabei ungerührt nebenbei zugegeben, dass diese Rebellen Al-Qaida-Kämpfer sind."

http://blauerbote.com/2018/02/04/tagesschau-syrische-rebellen-sind-al-qaida-und-das-ist-gut-so/

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wie die Türkei -und natürlich auch deren oberster Feldherr- von der Großmedien und insbesondere den elastischen GEZ-Hofberichterstattern jetzt plötzlich wieder zu den (halbwegs) Guten hochgeschrieben wird.

Und der arme, arme Deniz Yücel sitzt wohl immer noch dort fest - gibt es jetzt offensichtlich Wichtigeres ...

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Schon faszinierend,
 

brauchste derzeit nur ein falsches (kurdisches) Abort frequentieren um als Terrorunterstützer im Knast zu landen.

Ist natürlich nur meine total überzogene, plakative Meinung......

Und hier brauchste nur das falsche Foto spazieren zu tragen, damit der Wasserwerfer kommt.

Trotz aller persönlichen Widersetzlichkeit gegen jeden Personenkult denke ich schon über die Anschaffung von nem Öcalan-T-Shirt nach - wegen dem verblödeten Regelwerk der hiesigen Maccarthys.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar In der Türkei
 

ein wenig improvisieren. Portraits von ihm sind wohl ebenfalls verboten worden. Wenn aber T-Shirts erlaubt sind, dann müssen die doch nicht getragen werden. Man kann die ja auch zum Trocknen öffentlich aufhängen, also an einer Wäscheleine. Und keine Vorschrift verbietet das Tragen von Wäscheleinen. Von einer Fahne ließe sich nun auch nicht sprechen. Das müsste doch die Polizisten ins Grübeln bringen.

Zudem gibt es noch die Satirefreiheit: auch da ließe sich mit Kreativität doch was machen.

 

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Vielleicht lässt sich bei Demos
 

ruft - so war es jedenfalls auf der Demo in Köln - die Wasserwerfer.

Danach könnte das Bild auf der Unterhose knapp "legal" sein - solange ich vor der Bullerei nicht die Hosen runter lasse.....

Das Bild (Öcalan's)auf einem T-Shirt ist schon "illegal" - da wirste mittels Hochdruck ersäuft.

Als Mandela noch bei den Rassisten in Südafrika im Knast saß, wurde das hierzulande noch anders "gehändelt"......, - heute dürfen die Marktstrategen von Rheinmetall und Konsorten nicht "unnötig" verunsichert werden.

Ältere Herrschaften meinten dazu, am letzten Wochenende in Berlin:

aber auch das ist noch eine Untertreibung.

Die geschäftsführende Regierung der BRD unterstützt die Verbrechen an Kurden auch durch die Kriminalisierung von Gegnern des türkischen Rassismus.

"Zehntausende Ermittlungsverfahren sind eingeleitet, Razzien in Vereinen und Wohnungen durchgeführt und viele Kurd*innen ins Folterland Türkei abgeschoben worden. Weil die PKK nicht nach dem Parteiengesetz verboten werden konnte – es gab sie als Partei in der BRD nicht -, konstruierten die Strafverfolgungsbehörden eine „terroristische Vereinigung“ innerhalb der PKK, die sog. „Europäische Frontzentrale der PKK“ (ACM), die in Deutschland tätig gewesen sei. Deshalb wurden Dutzende Aktivist*innen verhaftet und nach § 129a StGB (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung) zu jahrelangen Freiheitsstrafen verurteilt."

Quelle

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Das "Mitführen von Bildern Öcalans"
 

und Frage ist hier eher rhetorisch gemeint, ob im Zuge dieser Freiheitsberaubung und unverhältnismäßigen Vorgehensweisen der Widerstand gegenüber Vollzugsbehörden eine rein friedliche (passive) bleiben kann. Dieses ständig Fixieren auf eine vorliegende Gesetzgebung, die ihr Maß nicht an der Gerechtigkeit, sondern den ökonomischen und geostrategischen Interessen Deutschlands ausgerichtet hat, ist mit legalen Mitteln über rechtliche Wege nicht zu entgegnen, solange die Richter sich an diesen Gesetzen orientieren müssen.

Was bleibt, ist eine Abwägung, wie weit der Staat wohl zu gehen bereit ist, wenn sich der Widerstand nicht mehr nur in Demos erschöpft und auch eine wachsende Unterstützung der deutschen Bevölkerung (zumindest in nicht unwesentlichen Teilen) festzustellen ist. Wenn die Gesetzgebung in einem sogenannten Rechtsstaat aus Zeiten der Bekämpfung des internen Terrorismus, an freiheitliche Bewegungen angelegt wird, dann ist das absolut unverhältnismäßig, selbst dann, wenn man sich je nach Standpunkt nicht auf eine einheitliche Definition der Widerstandsbewegung(en) einigen kann, was auch an den unübersichtlichen Strömungen der Kurdenbewegungen liegt (und der unterschiedlichen Behandlung der westlichen Staaten).

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Da stellt sich doch die Frage,
 

angesichts täglich schwindender Glaubwürdigkeit  der politischen Repräsentanz ist eine globale. Kurden & Katalanen stecken da in gaaanz anderen Bedingungen / Repressionen als wir uns das hier bisher vergegenwärtigen können.

Überdeutlich ist, das die "Einschläge" näher rücken und Bündnisse / Solidarisierungen mit akzeptablen Modellen der zunehmenden, erpresserischen Miltanz zur Befriedigung globaler kapitaler Anforderungen zu begegnen ist, solange und wie es (noch) möglich ist.

Unübersehbar ist die permanente Aufrüstung zur Bekämpfung urbaner Widersetzlichkeiten auch hier - bisher gibt es hier aber auch noch extern gewonnene Raubgüter zur Verteilung als Tranquiliser: "uns geht's gut".

Zu wessen Lasten will kaum jemand wissen und die Flüchtlinge kommen aus der Steckdose der medial gelieferten Feindbilder.

Wer's glaubt wählt AFD und verteilt "Denkzettel", statt sich im Flüchtling zu entdecken.

Terroristisch ist die Erbeutung von Rohstoffen und Produkten menschlicher Arbeitsleistung durch narzisstische Zombies die vom Humanismus schwafeln und ihre Überlegenheit durch Blutopfer aus sicherer Entfernung garantieren.

Das Paläste aus der Zerstörung von Hütten entstehen ist keine "Innovation".

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar In der Türkei
 

Angela Merkel Juli 2010 - 3zu4.jpg
Von Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0 de, Link

 

«Durch dies Raute muß er kommen,
es führt kein and'rer Weg aus dem Knast

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Frei nach Schiller
 

symbolisiert einen erkennbar noch immer fruchtbaren Schoß - was daraus hervorkriecht wird den AFS-lern auf das Konto geschustert.

Bild des Benutzers fahrwax

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"Der Angriffskrieg des AKP-Regimes gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien – Rojava darf nicht nur als ein ein Krieg des türkischen Staates gegen Efrîn oder „die Kurden“ betrachtet werden. Es ist der Kampf der Herrschenden gegen die sich nach Freiheit sehnenden Menschen und Völker. Es ist ein Kampf der Staatengemeinschaft gegen die demokratische Zivilgesellschaft. Es ist ein Kampf der reaktionären und die jetzige Ordnung beherrschenden Kräfte gegen die demokratischen Kräfte in Nordsyrien, welche die kapitalistische, umweltzerstörerische, patriarchale und auf Ungleichheit beruhende Ordnung mit einer wahrlich souveränen und direkten Demokratie von Unten nach Oben herausfordern.

Daher ist es möglich, dass uns hier in Deutschland von den Regierenden einerseits demokratische Werte, Recht und Moralität vorgegaukelt wird. Auch wird auf die Gefahr des islamistischen Terrors und des politischen Islams hingewiesen. Aber trotzdem bekämpft man andererseits zusammen mit einem Bündnispartner und seinen islamistischen Gotteskriegern die Menschen und ihr demokratisches Projekt.

Dieser Widerspruch und diese Heuchelei seitens der westlichen Staatengemeinschaft, der UN, der NATO, der EU, der BRD ist vor allem aus folgendem Grund möglich:

Die auf den Gesellschaftsvertrag von Rojava basierende Gesellschaftsordnung steht mit ihrer gesellschaftspolitisch dezentralen, sowie seinen ökologischem, statt an Profit am Gemeinwohl orientiertem wirtschaftlichen Charakter, der gegenwärtigen kapitalistischen Ordnung und ihren ausbeuterischen Grundsätzen diametral entgegen. Rojava bietet daher eine ernsthafte Alternative zur herrschenden Ordnung im Nahen Osten. Diese Alternative ist nicht nur die lösungsorientierte Reaktion der Kurden auf ihre hundertjährige Unterdrückung, sondern auch auf viele zentrale Probleme unserer Zeit. In ihr äußert sich der Wille der Menschen und Gruppen, nicht der Wille der Großkonzerne oder anderer Profiteure.

Insofern ist das Verhalten der dominanten Regierungen und ihrer internationalen politischen Institutionen nicht nur ein Wegschauen oder Hinnehmen, sondern sie selbst versuchen Rojava auf direkte oder indirekte Art aus dem Weg zu räumen. Daher können sie so widersprüchlich und verräterisch handeln, wenn sie demokratische Werte preisen und den islamistischen Terror verteufeln, gleichzeitig aber die islamistische AKP-Türkei zusammen mit ihren dschihadistischen Verbündeten entgegen ihrer eigenen Werte und internationaler Gesetze in ihrem Angriffskrieg gegen demokratisch und feministische Menschen alles tun lassen und dieses Unrecht dadurch aktiv unterstützen.

Es ist dieselbe Korruptheit, es ist derselbe moralische Verfall, dieselbe Haltung und Gier, die dafür verantwortlich ist, dass Wenige auf den Schultern von Vielen leben, dass überall auf der Welt Kriege und Hunger herrschen, während sich in der westlichen Welt alles, ob Luxus oder Flüchtlinge, ob Millionäre oder billige Arbeitskräfte, ob Sicherheit oder Einsamkeit, anhäuft. Es ist dieselbe Politik im Sinne des Geldes und der Macht, die die Menschen zur Flucht treibt; es ist dieselbe entfesselte Gier, die den Planeten an den Rand der Zerstörung treibt. Schluss damit! Es reicht!

Wir Kurden haben es sehr gut gelernt, zwischen Staaten und der Zivilgesellschaften zu unterscheiden. Es gibt das kurdische Sprichwort: Die Kurden haben zwar keinen Staat, aber niemand kennt den Staat besser als die Kurden. Wir kennen ihn so gut, wir wollen gar keinen zentralistischen Staat, denn es ist dieser mit Nationalismus, Chauvinismus, Fundamentalismus, Patriarchat und Kapitalismus bis ins tiefste verwobene Staat, der uns in Kurdistan unterdrückt, nicht die Menschen! Nicht die Türken oder Araber oder sonst wer, sondern der türkische, irakische, syrische oder persische Staat und all ihre Verbündeten der westlichen Staatengemeinschaft tun das.

Ihr selbst seid hier und jetzt der Beweis dafür, dass die Zivilgesellschaft, die Gemeinschaft, die Menschlichkeit nicht mit Staaten gleichzusetzen ist. Während wir, die hier sind, und Tausende andere Menschen an vielen Orten in Deutschland und Europa seit zwei Wochen wie heute für Frieden, Menschenrechte und Demokratie, für Efrîn auf den Straßen sind, hört wir seitens staatlicher Akteure und der Regierungen keine einzige Kritik oder ein ernstzunehmendes Verhalten gegenüber dem völkerrechtswidrigem Angriffskrieg der islamistischen AKP-Türkei.

Lasst uns genau dagegen die Stimme heben und sagen: Schluss damit, es reicht! Denn es sind unsere Stimmen, mit denen sie regieren und diese Art von Politik machen!

Es lebe der Kampf um eine freie, demokratische, ökologische und gerechte Welt, es lebe der Widerstand von Efrîn und Rojava.“

https://isku.blackblogs.org/4975/der-krieg-der-herrschenden-gegen-die-die-sich-nach-freiheit-sehnen/