6 Feb 2018

Endlich wirklichkeitsnaher, sogar bezahlbarer Wohnungsbau für alle!

Submitted by fahrwax

Im Deutschland dessen anerkennenden Zahlenwerke – aber nur die - alle beharrlich auf den unmittelbar bevorstehenden Endsiech verweisen, gibt es trotz alledem noch erfreuliche Weiterentwicklungen im Wohnungsbau.

Aber die Genialitäten dazu folgen erst weiter unten in Text & Bild....., wegen dem unverzichtbaren Spannungsbogen.


Noch immer zehren die gläubigen Anteile des kleinbürgerlichen Mittelstandes von ihren Tellerwäscherträumen: das „alles wird besser“ und das Fettgewebe zäunen bisher noch viele berechtigte (Alb)Träume ein . Nicht zuletzt anfügbar sind da die Träumereien vom bezahlbaren, oder sogar bezahlten Wohnraum.

Denn wer etwas hat – vom Eierkocher bis zum Wohnmobil – zählt sich , noch knapp ausgestattet mit dem Recht des Besitzenden, zum zügig absaufenden Sumpf der vorgetäuschten „Leistungsträgerschaft“.

Die derzeit vielfach (noch“) hoch betuchte Empfängerschaft umfänglicher Renten & Pensionen rechnet noch immer fest mit dem monatlichen Erscheinen „ihrer“ Bezüge aus der Steckdose der fortlaufenden Produktion werktätiger „Überschüsse“ - unbesehen dürfen es inzwischen auch auch die papierechten Kopulationserzeugnisse spekulativer Kapitalien, also die Blütenträume der EZB sein.

Aber da sich das Glück des Konsumptionsrechtes – vielfach fehlgedeutet als „das Recht des Tüchtigen“ sich in der historischen Betrachtung nur dem allergrößten Geldberg zuneigt, mehren sich die mittelständischen Bedenklichkeiten täglich.

Die Pflege des zeitgemäßen, privaten Anscheins von „too big to fail“ gegenüber der unmittelbaren Nachbarschaft lebt längst weitgehend von ihrer umfänglichen Verpfändung an die irreführende Mechanik des schneller-höher-weiter.

Da wird es zusehends enger um die verpfändete Standeswahrung des gläubigen Bürgers.

Wie lange sind die persönlichen monatlichen Verbindlichkeiten noch zu bewältigen, ist der unterbezahlte Nachwuchs mit dem prekären Zeit-Job, aber ausgestattet mit den umfänglichen Bedürfnissen des Konsums, noch aufzufangen?

Nach einer Hochrechnung können im Jahr 2017 rund 6,91 Millionen Privatpersonen über 18 Jahre in Deutschland als überschuldet oder nachhaltig zahlungsgestört eingestuft werden.“

Quelle


Nicht allein die vorübergehenden Inhaber von prekären Arbeitsplätzen erkennen die Funktionen ihrer schwindenden Wertschätzung.

Tja, von der Überschuldung bis zum Verlust jeder bezahlbaren Unterkunft wird der Weg für immer mehr, immer kürzer....


Die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat am 14. Nov. 2017 ihre aktuelle Schätzung zur Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland vorgelegt: In  2016 waren demnach ca. 860.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung - seit 2014 ist dies ein Anstieg um ca. 150 %.

Die BAG W prognostiziert von 2017 bis 2018 einen weiteren Zuwachs um ca. 350.000 auf dann ca. 1,2 Millionen wohnungslose Menschen. Das wäre eine weitere Steigerung um ca. 40%.

Seit dem Jahr 2016 schließt die BAG W in ihre Schätzung die Zahl der wohnungslosen anerkannten Flüchtlinge ein.“

Quelle


Genau da greift, jenseits aller aktuellen Berliner Bekundungen und Verhandlungen der Gesetzlosen Sechs, der real mögliche Wohnungsbau in auch noch mobiler, marktgerechter Ausführung.

Eine schöne, neue Welt mit der längst überfälligen - aber glaubwürdigen - Perspektive für alle:


Leben auf 3,8qm klingt erst Mal nicht gerade verlockend. Doch für Henry aus Berlin ist ein Traum wahr geworden. Nach vier Jahren auf der Straße bekam er ein kleines Mini-Holzhaus auf Rädern geschenkt. Seitdem ging es bergauf. Durch die plötzlich vorhandene Unterkunft, möge sie auch noch so klein sein, bekam Henry wieder ein geregeltes Leben. Möglich gemacht haben das Seven Lüdecke und Ingo Thiedemann vom Verein „Little Home“ in Köln. Die ersten Häuschen finanzierten sie noch selber. Mittlerweile geschieht dies durch Spender. Gebaut werden die Objekte in einer kleinen Kölner Garage. Ähnlich wie bei einem Ikea-Bausatz, lässt sich das Haus in mehrere Teile zerlegen und an jeden beliebigen Ort transportieren. Mittlerweile stehen 41 Häuser in sechs deutschen Städten und bieten wohnungslosen Menschen ein Dach über dem Kopf."

 

 

Zwecks Probewohnen sind Absprachen mit den ausgewiesenen Besitzern vor Ort unumgänglich - ein vorübergender Wohnungstausch eröffnet Türen und Perspektiven.

Kommentare

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Das Polit-Personal hat für alles und jedes eine Statistik, nur für die Obdachlosen gibt es keine. Das liegt sicher an der selbst verursachten Unfähigkeit, «in diesem unserem Lande» einen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und daran, daß auch deutsche Ämter an den Ursachen der Obdachlosigkeit von Menschen aktiv beteiligt sind.

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Statistik gibt es nicht
 

Gegen wenig Denkende, Nichtfühlende ist kein Kraut gewachsen - vieleicht hilft lauter Gesang älterer Damen (?):

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«Wer kann den Tango der Verleugnung besser tanzen ...
Die Eliten – oder wir, die dummen Schranzen?
»

Abzocker und deren nützliche Idioten leben von dem,
was Du erschaffst, volkswirtschaftlich wertschöpfst.

Deine Interessen vertrittst Du selbst nur im Streik.

 

Die heutige Wirtschaftsstruktur ist maßlos, unhaltbar und macht krank.

 

Der Text ist nicht schlecht. Nur die Vertonung ist für meine Ohren und Gemüt nichts. Aber das ist wohl der heutige Zeit-Musik-Geist, der so spricht.
LG in die Eifel!

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Antwort auf costa.esmeralda  zum Kommentar He Du
 

du hättest es sicherlich gern tanzbarer - ich gern rockiger, der Text schweißt viele zusammen die längst zusammen gehören.

Der Text von Lisa singt sich allerbest auf Barrikaden.......

Grüße mir die Pelikane (und den P...)

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Genau das, bei aller Sympathie, scheint mir ein sehr grundsätzliches Problem dieses Obdachlosenprojekts.

Der große Leviathan, wie man ihn auch richtigerweise, ansatzweise kritisieren muß, es sorgt wenigstens ansatzweise dafür, dass formales Recht zumindest ansatzweise Gültigkeit bekommt und manchmal ansatzweise umgesetzt wird.

Genug des Ansätze?

Der Leviathan sprich des Staat, sprich die Exekutive wird diesen Zustand der Holzhütten unter der Autobahnbrücke etc. wohl kaum formalrechtlich billigen, bestenfalls temporär hinnehmen. Alles Andere wäre einerseits Anarchie, andererseits sogar menschenverachtend.

Menschenverachtend, weil es eine Bankrotterklärung jeder Zivilisation bedeutete und darüber hinaus die Anarchie, das Recht des/der Stärkeren mit staatlichem Segen (aka wegschauen) versieht.

Denn wer hilft dem Bewohner, wenn ein anderer, ein Stärkerer seine Hütte einfach übernimmt?

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar "Ausgewiesene Besitzer"
 

ist derzeit seeehr eindeutig auf Seiten der (wirtschaftlich) Stärkeren, Bernd.

Für den Schutz der Paläste ist allerbest gesorgt - die bekommen, bei drohendem Untergang, den Stempel der System-Relevanz (too big to fail) und eine frische Fassade spendiert. Die Paläste geben die (gesetzlichen) Bestellungen auf, die Zeche zahlen die Hütten - so ist die Regel.

Sollte das "Anarchie" sein, dann wäre das eine seeehr seltsame Definition der "Abwesentheit von Herrschaft".

Die real existierende Hackordnung garantiert klaglos das Überleben der Insolvenzverwaltung und steckt die Opfer in den Schuldturm - schickt sie auf die Straße (wo sie sich bisher nicht wehren, sondern ihrem "Schicksal" ergeben).

Von Nokia (in Bochum) bis Airberlin geben die Erarbeiter jeder Unternehmung den Letzten (den die Hund beißen) in der Versorgung der Abwicklung. Den Rahm sahnen vorher die Plünderer ab.

Erinnert auch stark an die Verschärbelung unserer hochwillkommen Schwestern & Brüder im Osten - na so ein Zufalll....

Ich nenne das die reine Willkür, wie sonst?

Die Herumdruckserei mit den (unerfüllten) theoretischen Ansätzen ist Selbstbetrug und demonstriert den (mit Bedacht) gelenkt-verfälschten Blickwinkel.

Als Palastbewohner nimmst du dir hier jede Hütte unter jedem beliebigem Vorwand, weil du die Regeln der Abrechnung über die gesetzgebenden Charmeure bestimmst.

Die Knäste sind hier nicht für die kriminellen Erfüllungsgehilfen der Geldberge gemacht, sondern für deren Opfer.

Der dreckige Rest ist eine zweckgerichtete Legende der willkürlichen, gesetzlich abgesegneten Macht der Stärkeren.

PS:

Sollten jemals Schröder, Fischer, Ackermann, oder die Aufsichtsräte der Autohersteller (die Liste ist endlos fortsetzbar.....) in Untersuchungshaft kommen - hättest du Argumente auf deiner Seite.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Der staatliche Segen
 

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar "Ausgewiesene Besitzer"
 

Wenn diese Elendshütten überhand nehmen und Mamma Dilemma darüber stolpern sollte, werden die ganz sicher aus dem Stadtbild in die Randbereiche verdrängt. Als Beispiel kann Peter Gauweiler gelten, der das Bahnhofsviertel in München «gesäubert» hatte und die Nutten an den Stadtrand verbannte.

Meiner Meinung nach bleiben Elendsviertel (amtsdeutsch: Informelle Siedlung) so lange unbehelligt, solange sie niemanden bei der Abzocke stören.

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Elendsviertel
 

wurden die Baracken in denen zuvor kriegsgefangene Zwangsarbeiter gequält wurden in "Behelfsheime" umgetauft.

Die ungebrochene Abzocke rankt sich bis heute darum:

"Auffallend bei der Beschlussvorlage der Stadt Kiel ist, dass vielfach das illegale Wohnen betont wird und auch, dass kaum auf die Entstehung eingegangen wird. Die Grundlagen dieses Bauens sind also in den 40er Jahren zu suchen. Jahrzehntelang hat man diese Bauten zunächst gefördert, dann geduldet und sowohl die Stadt als auch die BewohnerInnen sind mit der Situation umgegangen. Die Unverletzlichkeit der Wohnung genießt laut § 13 des Grundgesetzes sogar Grundrechtestatus. Das sollte doch bedeuten, dass jegliche Eingriffe wie der Abriss von Eigentumshäusern nur im äußersten Notfall erfolgen können. Für mich ist es nicht ersichtlich, wie man im Jahr 2015 plötzlich eine Dringlichkeit proklamieren kann, wenn seit mehr als 60 Jahren keinen Handlungsbedarf gesehen hat."

https://kielkontrovers.wordpress.com/tag/behelfsheime/

In Gelsenkirchen standen diese Baracken noch bis in mein Erwachsen - heute stehen da Familenbunker mit langfristigen Hypotheken (in mehrfachem Sinne!).

Mahnmale der durchgängigen Abzocke im Wandel der Zeiten......

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar 1945
 

Der Immobilienmarkt kennt drei wesentliche Kriterien:

  1. Die Lage: Den Renditewert, die Nettokaltmiete.
  2. Die Lage: Den Wiederverkaufswert.
  3. Die Lage: Das soziokulturelle Umfeld.

Für den Eigentümer stellen sich also die Fragen:

  1. Weiter vermieten oder leer als Abschreibungsobjekt nutzen.
  2. Sanieren.
  3. Abreißen und neu bauen.

Elendsviertel können da als abschreckende Beispiele nur nützlich sein, um den Feld-, Wald- und Wiesen-Arbeitnehmer weiter im Hamsterrad rennen zu lassen.

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Elendsviertel
 

Der systemisch ganz unverdächtige Berliner Tagesspiegel illustriert seine dahingehenden Berichte gern mit den Bildern einer zunehmenden Zeltkultur für die ebenso zunehmenden vielen, systemfremden  obdachlosen Menschen in Berlin

Meine Überlegung, durch viele Aufenthalte in den USA gefestigt, ist dagegen sehr systemkonform.

Die von den Blockparteien bis hin zu AfD und Pegida et al. geforderte Law&Order-Politik ist schon aus quantitativer Sicht eine Schimäre, ein Placebo, aus neoliberal-ökonomischer Sicht kaum finanzierbar, daher das Gesetz der Straße zunehmend auch hierzulande faktisch gültig.

Wer es sich leisten kann, zieht sich zurück in die "Gated Communities", welche durchaus verschiedene Ausprägungen haben können, deren vertiefende Darstellung und Diskussion auch hier im Blog erheblichen Raum erfordern würde.

"Soylent Green" ist daher (für mich) der absolut realistische Blick in die nicht wirklich ferne Zukunft urbaner Landschaften; weniger wegen dem am Schluß des Films aufgelösten Hinweis in Termini "Menschenfleisch", sondern zielführend zum Blog hier wegen der im Film realistisch-exemplarisch aufgezeigten Wohn- und Existenzverhältnisse.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar "Elendsviertel"
 

beinhaltet bisher "natürlich" die Fressgewohnheiten des paradiesischen Aufstiegs zum Palasteigner - also ein mentales Problem, dass den gegenseitigen Verzehr zur Notwendigkeit verklärt.

Die von Palasteignern ausgestreute Legende zum Schutz ihrer Baulichkeiten vor den Fackeln der Hüttenbewohnerschaft.

Die bisher überzeugende Illusion von der besserer Würze des "Soylent Green", beim Verzehr im Palast (wer fackelt ihn ab, wenn er sich einbildet morgen in Freuden lecker darin speisen zu können?) ist eine preiswerte Feuerversicherung......

Das in Palästen auch nur das Aas der eklige Fraß der gegenseitigen Zerkleinerung auf den Tisch kommen kann scheint kaum jemanden bei der Fresserei zu stören.

Ich stehe da total auf Bärensuppe.

( die gab es im vorigen Jahr vor der Kirche in Kaiserslautern, am Vortag der Ramstein-Demo - wir aßen sie und ich war immerhin klug genug einen Flyer einzustecken...) https://www.baerensuppe.berlin/

 

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die Frömmelei von Barackenbewohnern
 

Das Geld ist nicht das Problem, die Verteilung ist es!

Wohl steht im GG die Verpflichtung von Eigentum, allerdings war das die Nachkriegszeit. Rest-D in Trümmern und Wohnungsnot. Da diente diese Verantwortung des Eigentums dazu, Flüchtlinge und Heimatvertriebene in bestehende Wohnungen einzuquartieren. Der Wiederaufbau wurde als «Wirtschaftswunder» glorifiziert. Spätestens 1988 war Schluß mit Lustig; die wirtschaftsliberale Regierung Kohl hob die Sozialbindung für den Sozialen Wohnungsbau auf – das war nach der «geistig, moralischen» Wende und vor der Übernahme der ostdeutschen Länder. Damit konnten Sozialwohnungen privatisiert (versilbert) werden. Der Soziale Wohnungsbau diente auch dazu, die Preissteigerungen des privaten Wohnungsbaus zu bremsen.

Wenn hier von sogenannten Anarchisten die geldlose Suppenküche geagitpropt wird, dann ist das voll neben der eigentlichen Lösung einer gemeinsamen, gleichen, freien und sozialen Wirtschaft.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Systemkonforme Ablenkung
 

sollten (als Mistloch der Gnade!) unbedingt unterschieden werden von den schmackhaften Delikatessen der Kooperation -  die Geilheit des Selberfessens von der Befriedigung durch die nachbarschaftliche Sättigung.

Deine Fressordnung einer vorgeblich "sozialen Wirtschaft"  entspricht einer Ordnung durch die Mildtätigigkeit von Raubtieren - ist illusionär.

Entweder gilt die kooperative Grundregel "jeder nach seinen Bedürfnissen und seinen Möglichkeiten", oder das Regelwerk der elitären Schnellerfresser: erst ich und danach das "Soziale".

Sozialität als pragmatische Ausrede von Raubtieren die das Gefressenwerden - zu Gunsten des Selberfressens - vermeiden wollen finde ich lächerlich.

Mensch als Raubtier, oder als soziales Wesen?

Mit Raubtieren konferiere ich nicht, dass ist mir zu gefährlich - ihre artgemäßen Regeln gelten allein dem eigenen Arschwachstum.

Da bin ich bevorzugt unverdaulich.....

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Suppenküchen & Tafeln
 

ist unzutreffend, denn die fressen nur dass, was sie zu ihrer Existenzsicherung benötigen. Sie rotten auch ihre Ressourcen nicht aus, insoweit liegt ein natürliches, dynamisches Gleichgewicht vor.

"Und jeder nach seinen Bedürfnissen und seinen Möglichkeiten" kann alles andere als kooperativ sein, denn eines der Probleme heute sind ja gerade die unterschiedlichen Bedürfnisse (wie auch immer die entstehen) und vor allem die einseitigen Möglichkeiten, diese zu bedienen. Das ließe sich auch voll unter die liberale Weltvorstellung eingliedern, die aber in einigen Zweigen durchaus nicht nur den radikalen Marktliberalismus kennt, der dann auch noch fälschlich dem Adam Smith untergejubelt wurde.

Was wir aber sicher brauchen ist eine Gesellschaft, die solche Strukturen beinhaltet, die weitestgehende, unterschiedliche Lebensformen ermöglicht, also die Möglichkeiten bietet, seinen Bedürfnissen so gut wie möglich nachzukommen. Und so hast du es wohl auch gemeint.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Der Vergleich mit den Raubtieren
 

versteht Mensch spätestens seit den Offenbarungen von Pispers.

Allerdings vertreten zweibeinige, menschliche Raubtiere die These, dass sich Arbeitsleistungen mittels papierener Garantien konservieren und stapeln lassen und bauen darauf Paläste und Renten (Rente soll in der VWL den Faktor Kapital bedienen!).

Die dafür zwischengeschalteten, kapitalistischen Konstruktionen (aus Papier) fußen nach "Treu & Glauben" auf der Einlösung gegebener Versprechen - dass kann nur ein dummerer Scherz sein.

Menschliche Gesellschaft nährt sich seit Urzeiten an der gegenseitigen Unterstützung - da ist das kapitalistische Konstrukt allein eine parasitäre Chimäre. Das wurde bereits in allen Zusammenbrüchen der Währungstechnischen Versprechungen bemerkt.

Allerdings gab es bisher bei den "Neustarts" immer wieder "eigentümliche", gespeicherte Bevorrechtigungen.

Das diese Bevorrechtigungen unumgänglich sind, entspringt religiösen Vorstellungen / Phantasmen der Bereicherung die ich nicht teile.

Goldene Kälber sind wertlos, solange sich keine hinreichende Schar dienstbarer Gläubiger darum gruppiert.

Gegenwärtiges Wirtschaften basiert auf repressiver Verknappung von Lebensnotwendigkeiten durch Raub und Schutz(geld)erpressung von Gewalttätern die sich an gläubiger "Gesellschaft", durch die Imagination von Omnipotenz bedienen.

Real ist es die unbedingte menschliche Empathie die unsere Lebensform bisher erhält - die wird sich niemals mit den repressiven Glaubens-Formeln von speichenden Krämerseelen vereinbaren lassen.

Das wird wohl die fortwährend aufgeschobene "Soziale Frage" sein......

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Raubtiere haben keinen Kühlschrank
 

basierte auch jenseits des ab der Kolonialzeit entstehenden neuen Zeitalters der Industrialisierung auf der Sklaverei, bzw. der Ausnutzung (Ausbeutung) arbeitender Menschen (die Ideologien waren andere, Gott bezogen). Und wenn man sich auch nur gelegentlich mit Gewalt das besorgt hat, was in Nachbarregionen vorhanden war und selbst nicht angebaut oder hergestellt werden konnte.

Deine positive Sicht auf die Urgesellschaft findet aber keine Gesellschaft vor, sondern allenfalls kleinere Strukturen, stammesähnlicher Verbindungen, die mehr dem Typ Familienclans entspricht und nomadische Lebensweisen erforderte. Also die Zeit vor der landwirtschaftlichen Nutzung und Sesshaftigkeit. 

Desweiteren geht es um kleine Bevölkerungszahlen, wie z.B. auf ganz Tasmanien nur 3.000 - 6.000 Ureinwohner geschätzt wurden, also etwa 10 Einwohner pro km², als die ersten Europäer eintrafen. Das was Du also früher mit "Menschliche Gesellschaft nährt sich seit Urzeiten an der gegenseitigen Unterstützung (...)" aufführst, wäre heute allenfalls noch in analogen Großfamilien und guten dörflichen Strukturen zu finden (wie es durchaus bei uns im Ort anzutreffen ist).

Deine "Bevorrechtigungen" sind zu beseitigende rechtliche Absicherungen legaler (im Sinne der herrschenden Gesetze) und illegaler Besitzverhältnisse, die nicht einmal dem Anspruch des GG genügen würden, wenn der entsprechende Paragraf sinnentsprechend angewendet würde. Aber selbst wenn sich diese "Unverhältnisse" korrigieren ließen, würden die zugrundeliegenden systemischen Kräften (Automatismen) neue, nicht gewünschte Verhältnisse schaffen. Reparieren hilft da letztlich nicht, wenn es auch zwischenzeitlich vielen Prekären helfen würde!

Die menschliche Empathie ist zwar vorhanden (kein Kind würde ohne sie zum Menschen werden können!), aber sie hat heute einen schweren Stand oder wird gar zweckentfremdet, was sich in vielen Ehrenämtern zeigt oder auch in den schlechtbezahlten Berufen (Diensten) am Menschen. Lassen wir mal die Mütter ganz außen vor, die weitgehend immer noch die Kinder großziehen und dann oft noch die Pflegearbeiten an ihren Eltern oder Schwiegereltern leisten. Bei der Pflege würde ich bezweifeln, ob das nicht doch mehr aus dem Pflichtgefühl heraus geschieht und weniger an der vorhandenen Empathie liegt. Aber da will ich kein Fass aufmachen, denn im Hintergrund steht bei allen mehr oder weniger das gleiche Schicksal, wenn auch mit mehr oder weniger Komfort.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Die Existenz alter Kulturen
 

Ich schrieb:

Menschliche Gesellschaft nährt sich seit Urzeiten an der gegenseitigen Unterstützung - da ist das kapitalistische Konstrukt allein eine parasitäre Chimäre.

Damit gemeint ist, dass Mensch sich auch heute überwiegend gegenseitig und "unbezahlt" versorgt - z.B, von der Kinderaufzucht bis zur Altenversorgung - und sich das kapitalistische Gedankengebäude ebenfalls daran labt. Bei halbwegs realistischer Preisgestaltung müsste jeder "Mindestlohn" die Gestehungs- und Reproduktionskosten von der Geburt bis zur Entsorgung wiederspiegeln - wie es jede Betriebswirtschaftliche Kalkulation klar fordert. Das passiert aber nicht.

Somit bedienen sich spekulative Krämerseelen an der unbezahlten, gegenseitigen menschlichen Reproduktion. Die Bezahlung ist vielfach bereits derart mies, dass sie nicht einmal die alltägliche Grundversorgung zur Reproduktion deckt - mehrere Jobs und Doppelverdiener verlangt.

Spartakus soll den Römern gegenüber weniger duldsam gewesen sein......

 

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nur konsequent, würde die Entwicklung aber auf die Spitze treiben. Die bei den Termiten schreibenden sind doch im Kern nicht weit auseinander, was die Kritik der bestehenden Verhältnisse betrifft. Da braucht man sich die "Unendliche Geschichte" in verschiedenen Versionen nicht unentwegt zu wiederholen.

Was die Crux ist, sind doch die Lösungswege, bzw. überhaupt neue Wege zu betreten und vor allem, wer will überhaupt mitgehen? Patrick Schreiner schreibt sehr zutreffend: "Durch Expertinnen/ Experten (Motivationstrainer und Ratgeber) wird neoliberales, mithin sehr wohl politisches Gedankengut vermittelt, das oft selbst auf den zweiten Blick nicht als solches erkennbar ist. Genau in dieser subtilen Wirkmächtigkeit liegt die hartnäckige Beständigkeit des Neoliberalismus: Marktextremismus, Vorstellungen von gerechter sozialer Ungleichheit und ein von Konkurrenz geprägtes Menschenbild erscheinen als alltäglich, normal und selbstverständlich. Wer politische Veränderungen anstrebt, wird sich mit diesem Umstand auseinandersetzen müssen. Expertinnen und Experten für das alltägliche Leben im neoliberalen Kapitalismus wahlweise als absonderlich oder irrelevant abzutun, ist jedenfalls zu wenig."

Insoweit ist die Offenlegung dieser Scheinselbstverständlichkeiten eine Arbeit am Nächsten und dieser Nächste ist doch nicht hier angesiedelt, denn diese Zusammenhänge dürften allen wohlbekannt sein.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Suppenküchen & Tafeln
 

Deine Ausdrucksweise: «Deine Fressordnung einer vorgeblich "sozialen Wirtschaft"  entspricht einer Ordnung durch die Mildtätigigkeit von Raubtieren - ist illusionär,» unterstellt, daß ich mit der Forderung nach einer wirklich demokratischen Wirtschaftsordnung, bei der gemäß Artikel 151 der bayerischen Verfassung alles wirtschaftliche Handeln der Allgemeinheit dient, ein Gnadengeschenk der Reichen ist.

Dem ist nicht so.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Willst du mir ans Bein pinkeln?
 

aber einer Verfasstheit die zunächst alles stiehlt um die Reste dann - nach umfassenden institutionalisierten Sickerungsverlusten - als Barmherzigkeit / Sozialität auszugeben.

Ist die bayerische Verfassung von den Brüdern Grimm geschrieben?

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Nee, dir nicht
 

Wenn du schreibst: «Deine Fressordnung einer vorgeblich "sozialen Wirtschaft"  entspricht einer Ordnung durch die Mildtätigigkeit von Raubtieren - ist illusionär,» dann meinst du mich und unterstellst, deine dargestellte Meinung sei meine Meinung. Versuch mal vor dem Schreiben zu denken, was du mit der Schreibe ausdrückst. Deine persönliche Ausdrucksweise bleibt deine eigene Scheiße.

Die bayerische Verfassung wird durch das GG ausgehebelt, sowas nennt man dann den föderalen Zentralstaat. Die Nazis, die beim GG mitgeholfen haben, konnte sich auch überhaupt nichts anderes vorstellen, als ein Großdeutschland, das nun zum Rest-Deutschland geschrumpft war; sozusagen ein Schrumpf-Germanien.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Warum drückst du dich dann so aus?
 

deine obige Aussage:

"Spätestens 1988 war Schluß mit Lustig; die wirtschaftsliberale Regierung Kohl hob die Sozialbindung für den Sozialen Wohnungsbau auf – das war nach der «geistig, moralischen» Wende und vor der Übernahme der ostdeutschen Länder."

nahelegt, dass es so etwas wie Sozialen Wohnungsbau bis 1988 gegeben habe. Der war ebensowenig jemals real wie die Existenz einer Sozialen Marktwirtschaft. Beides sind bis heute Propaganda-Formeln zur Verdeckung der Unvereinbarkeit zwischen Sozialität und Kapitaldienst.

Diese unauflösbare Differenz hatte ich oben bereits vorneweg beschrieben mit:

"Suppenküchen & Tafeln sollten (als Mistloch der Gnade!) unbedingt unterschieden werden von den schmackhaften Delikatessen der Kooperation......."

Hast du jetzt die Zusammenhänge geschnackelt, oder ist meine Scheiße dir zu hoch?

Zu den Propaganda-Formeln Sozialer Wohnungsbau, Soziale Marktwirtschaft fehlt mir eigentlich nur noch das abrundende "sozial ist was Arbeit schafft", dann kocht mein Blut über.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Weil
 

Offensichtlich ist dir dieser «Soziale Wohnungsbau» und die «Soziale Marktwirtschaft» zu wenig sozial. Da stimme ich dir zu. Allerdings hatte ich nicht deine General-Kritik am Etikettenschwindel im Kopf, sondern lediglich die Definition:

«Als sozialen Wohnungsbau bezeichnet man den staatlich geförderten Bau von Wohnungen, insbesondere für soziale Gruppen, die ihren Wohnungsbedarf nicht am freien Wohnungsmarkt decken können.»

In dieser Definition steckt die volkswirtschaftliche Nachfrage-Politik als Regulativ zum privaten Markt; die Jahreszahl 1988 markiert lediglich das offizielle Begräbnis der längst toten Leiche. Von der Nachfrage-Politik zur Angebots-Politik waren die moralichen Geistesgrößen von CDU, ihrer bayerischen Sekte CSU und FDP schon 1982 übergegangen, als die Linken in der SPD ihren Kanzler Helmut Schmidt stürzten.

Im engeren Sinne verstehe ich unter sozialem Wohnungsbau den Bau von Wohnungen durch Wohnungsbaugenossenschaften der Kommunen. Bereits die Wohnungsbauprämien und das Wohngeld sind eigentlich schon Brosamen der Politik, mit denen die sich aus der Verantwortung stehlen.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Weil
 

war alles andere als "ebensowenig jemals real wie die Existenz einer Sozialen Marktwirtschaft."

Das Problem bei deinen Argumentationen sehe ich in dem Rigorismus deiner Überzeugungen, die wenig Spielraum lässt für Differenzierungen. Natürlich hat der soziale Wohnungsbau nach dem II. Wohnungsbaugesetz Millionen Menschen leistbare Mietwohnungen ermöglicht und des Weiteren das selbstgenutzte Wohnungseigentum gefördert. Und das war nur durch vielfache Transferleistungen des Staates möglich, der damals noch unter stärkerer Beteiligung aus Kapital,- Gewinn- und Vermögenssteuern gezogen wurde. Das ist Fakt und kann den Zahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung entnommen werden. Das System war zwar das gleiche, aber es war noch aus verschiedenen Gründen "gezügelt", was die Verteilungsquote betraf: und das hat sich ja nun geändert.

Und da ich selbst in dem Bereich gearbeitet habe und auch selbst die Möglichkeiten nutzen konnte, entspricht das einer erlebten Wirklichkeit, die auch meine Eltern noch über Gewerkschaftsmietwohnungen nutzen konnten. Die erlebte Realität hat immer noch Vorrang vor der Ideologie der reinen Lehre in den Köpfen. 

Und Nietzsche zitiert: "Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." Und das Problem bei Überzeugungen ist dann noch, dass man entgegen neuer Einsichten (wider besseren Wissen) oft an ihr festhält.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Der Soziale Wohnungsbau
 

Du wirst doch dem Werner seine festen Überzeugungen nicht abschwatzen wollen. Mit sozialer Mietwohnung hat dieser ewige Kapitalist als HausEigentümer wenig im Sinn. Der freut sich noch, wenn der Staat ein Sozial-Programm auflegt, mit dem er seine Schrottautos verhökern kann.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Fakten
 

zu den Fakten von Abwrackprämien für die deutsche Autoindustrie lassen sich auch "sozial" umdeuten?

Fakt ick hau dir, damit du mir nicht einholst.......tssshhh.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Erzählungen
 

Normalerweise kostet das Abwracken von Autos noch Geld. Das können sich arme Schweine natürlich nicht leisten, also gibt es eine Abwrackprämie vom Staat.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Sozialer geht nicht
 

musste für's Abwracken latzen -

aber da verkloppen ja auch die Kanickel die Füchse......

Verdrehte Welt.

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Der Soziale Wohnungsbau
 

habe mir dein nietzsche- zitat, welches ich noch nicht kannte, in meinem "tagebuch der ewigen weisheiten" notiert

(bisher kannte ich nur "halbwahrheiten sind die gefährlichsten lügen" ... autor unbekannt - wurde oft von meiner psychologin zur selbstreflektion verwendet - als überprüfung möglicher eigener lebenslügen - bzw. der korrekten nachfrage bei verkündeten "unklarheiten und vermischungen")

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Für deine Sammlung
 

das ist schon ein prima Angebot.

@Marie: gerne.

Es gibt ja mittlerweile gute Quellen, wo Klassiker frei zur Verfügung stehen, wie hier:
1. http://www.zeno.org/
2. https://www.gutenberg.org/wiki/Category:DE_B%C3%BCcherregal
3. http://digi20.digitale-sammlungen.de/
4. https://ebooks.adelaide.edu.au/meta/authors
5. https://archive.org/

Dann gibt es noch diesen wissenschaftlichen Buchclub:
https://www.wbg-wissenverbindet.de/

Und hier noch etwas spezielleres über Philosophie und hochwertig (kann man Fördermitglied werden):
https://plato.stanford.edu/contents.html

Und wenn man z.B. bei Osiander oder Thalia Suchbegriffe eingibt und sich die Seiten aufsteigend nach Preisen anzeigen lässt, dann gibt es überraschend viele aktuelle Sachbücher, die kostenlos geladen werden können: falls man sich anmeldet. Osiander kann ich übrigens bestens empfehlen. Die haben eine eigene Kundenverwaltung (auf eigenen Servern) und das war mit ein Grund, warum ich da Kunde bin. Die gekauften ePubs stehen zeitlich unbegrenzt zur Verfügung (auch keine Limitierung der Downloads angegeben) und in einer Gesamtrechnung werden die gekauften Artikel des Vormonats erst zum folgenden 10.ten per LS eingezogen (Familienbetrieb). Ich hatte gute Alternativen zum örtlichen Buchhandel gesucht, außerdem war ich nicht mit dem Angebot des Deutschen Buchandels einverstanden, was gekaufte ePubs betrifft.

Ein kleiner Ausflug in meine private Welt zur freien Verwendung.
 

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Danke für den Buchtip,
 

  1. Frei nach Bert Brecht: «Mit E-Books kannst du nicht schmeißen,» denen fehlt das Haptische.
  2. Die Nietzsche Gesamtausgabe von Anaconda ist in neuer deutscher Falschschreibung gesetzt.
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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Zwei hanycaps
 

als das Haptische, zugegeben. yes

Aber abgesehen von Platzproblemen kann man sie halt überall hin mitnehmen. Und bei SF brauche ich die TBs echt nicht mehr. Außerdem gibt es etliches nicht mehr zu kaufen und wenn, dann geht das echt in die Preise. Mit Büchern habe ich wohl nie geschmissen.

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Danke für den Buchtip,
 

lieber pleifel, mein medien-tagebuch ist doch eher aktuell - da steht dann ein von dir aktuell zitierter nietzsche neben einem "no-name"-zitat oder einem link zu einen mich interessierenden artikel. die notizen nach deinem nietzsche-zitat sind z.b.:

"Es gibt Menschen, die am besten Schwimmen lernen, wenn man sie ins Wasser schmeißt und es gibt Menschen, die nach einem Stoß ins Wasser ertrinken. "

https://www.jungewelt.de/artikel/326800.das-ist-antisozialismus-der-dumm...

https://www.nzz.ch/feuilleton/oeffnet-die-augen-genossen-ld.1353690

wenn ich dann mal nach jahren alles durchlese, kann ich eine mediale entwicklung nachvollziehen - und sehe konstanten und brüche und tendenzen - natürlich aus meiner subjektiven wahrnehmung - bzw. als korrektiv zu meiner meinungsbildung und deren wert bzw. schwächen und irrtümern

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Antwort auf marie  zum Kommentar @pleifel
 

"(...)sondern darin, den Schlauch zu durchtrennen, über den die neue Rechte die Arbeiterklasse mit Sauerstoff versorgt." Eine schöne Metapher, die es auf den Punkt bringt. Es ist aber nicht mehr leicht zu erkennen, wenn sich teilweise die Themen überschneiden, aber die Gründe andere sind und vor allem am Ziel angekommen, die Welt nicht im Sinne sozialer Linker verändert werden soll. Also: wie kann Links Rechts als "Mittel zum Zweck" nutzen, ohne die Identität zu verlieren. Ich weiß nicht ob das über einen längeren Zeitraum möglich ist.

Liebe Marie,
zeitweise hatte ich mit persönlichen Tagebüchern begonnen, aber es dann wieder gelassen. Bin dann umgestiegen auf Karteikarten, wo ich mir wichtig erscheinende Mediendetails festgehalten hatte. Da ergab sich schnell das Problem von Systematik und wiederfinden und das konnte mich nicht zufriedenstellen. Ab 2005 bin ich dann dazu übergegegangen, mir aus Texten, vor allem Büchern, die mir wichtigen Stellen in Kladden einzutragen. Das mache ich erst am Ende eines Buches und beim Lesen schreibe ich mir den Satzanfang relevanter Stellen mit Seitenzahl auf ein Stück Papier. Das hat sowohl den Vorteil, sich beim späteren Eintragen Inhalte besser einprägen zu können und es gibt zudem einen Link vom Text zum Buch, wenn ich später etwas suche. Mit dieser Methode komme ich bis jetzt noch gut zurecht. Geeignete Kladden erst nach einigem Suchen gefunden, da es hochwertigeren Papiers bedarf, um nicht durchzuschreiben (Brunnen kariert, 90g/m²). - vielleicht ein wenig hilfreich

Grüße Paul

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar @Marie
 

NZZ, Slavoj Žižek: «Unsere Aufgabe besteht nicht darin, eine Koalition zwischen der radikalen Linken und der faschistischen Rechten zu bilden, sondern darin, den Schlauch zu durchtrennen, über den die neue Rechte die Arbeiterklasse mit Sauerstoff versorgt.»

Karl Popper: «Wenn ein einziger Fall die Regel widerlegt, ist die gesamte Regel widerlegt.»

Wenn ein Arbeiter im Lotto gewinnt, wird er Kapitalist

Folglich gibt es keine Arbeiterklasse mehr. Das ficht einen Ideologen (der selbst ernannten Intelligenzia) natürlich nicht an, der verharrt in seiner festgefügten (verlogenen) Meinung.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Es gibt keine Arbeiterklasse
 

würde ich auf der wissenschaftlichen Ebene belassen und nicht auf die Alltagswirklichkeit übertragen wollen, dafür ist diese zu "unscharf". Von der Möglichkeit aus, dass Menschen lügen, werde ich trotzdem im Alltag nicht ausgehen, solange es nicht ein konkreter Fall wird. Ansonsten ließe sich nicht mehr vernünftig miteinander auskommen.

"Unter der Dusche sind alle nackt", da würde sich an den Besitzverhältnissen nichts zeigen. Und wenn ein Arbeiter tatsächlich `ne Millionen gewinnt, dann kommt es ganz darauf an. Sollte er damit eine kleine Firma gründen und dort andere für sich arbeiten lassen (den Gewinn zieht er raus), dann wäre wohl die Schwelle überschritten. Macht er es so, dass alle gleiche Bezahlung und Gewinnanteile erhalten, dann dürfte die Argumentation schon schwieriger werden. Die Frage ist, kann man in schon Kapitalist nennen, wenn er sein Geld anschließend "nur" verkonsumiert (und auch nicht zur Bank trägt).

Ich bin der Ansicht, dass sich eine Gesellschaft durchaus der Vorteile eines geldartigen Tauschmittels bedienen sollte, diesem Tauschmittel aber weder eine Zinsfunktion, noch eine Wertaufbewahrungsfunktion über eine zu bestimmende Größe hinaus zubilligen sollte. Denn falls ich 5 Hühner gegen eine Ziege eintauschen würde, beinhaltet das auch eine bestimmte Vorstellung über deren Wert, der sich auch über ein Zahlungsmittel vermitteln (ausdrücken) lässt. Auf welcher Eigentums- und Produktionsbasis das allerdings ablaufen würde, wäre die entscheidende Frage, um dem Zahlungsmittel eine neutrale Funktion zu ermöglichen.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Es gibt keine Arbeiterklasse
 

der sich an den Fressgewohnheiten der Palastbewohner orientiert, träumt von der Hochstrampelei. Er hat den Blick in eine sehr schlechte Richtung fokussiert - so sieht er nicht wen seine Strampelei trifft und was er anbetet.

Wenn er dann unten angekommen ist (siehe die Zahlenwerke im Artikel!) , denkt er oft er habe nicht hinreichend gestrampelt - weil es ihm auch allerorten so erklärt wird......

Alle Wahr-scheinlichkeiten sprechen gegen den Lottogewinn - für den Abstieg, weil er so strampelt weil die Regeln des teilen und herrschen nun einmal so sind wie sie sind.

Die Palastbewohner nennen das

Sozialpartnerschaft

Alle Regeln belegen und begründen die Ausnahmen von dieser Popperei.

Seltsamerweise spielt die Klassenfrage im linken Diskurs fast keine Rolle mehr – vielleicht weil sich inzwischen fast 90 Prozent der deutschen Bevölkerung unabhängig von ihrer Klassenzugehörigkeit der Illusion hingeben, zur Mittelschicht zu gehören.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Der Prolet
 

(wer bestraft einen mit so einem Namen!) aber ziemlich neben den Fakten und leider ist auch er schon der Propaganda der Industrie 4.0 auf den Leim gegangen. Wie soll also die "Arbeiterklasse" den Durchblick behalten, wenn selbst diejenigen mit gehobener Bildung den Durchblick verlieren, meint:

"Vermutlich wird die Arbeiterklasse in den westlichen Industriestaaten in den nächsten 20 Jahren durch die Industrielle Revolution 4.0 weitgehend verschwinden. Für wen sollte man dann noch die Revolution machen? Oder wenigstens die sozialen Bedingungen verbessern?"

Da würde ich dem Gotthilf den Werner Seppmann empfehlen, der sich da doch den kritischen Verstand bewahrt hat. Er schreibt in "Der verkannte Machtfaktor" - Die Arbeiterklasse zwischen Mythos und Realität-:: "(...) denn noch immer hält sich hartnäckig die Behauptung, die Arbeiterklasse sei, wenn schon nicht verschwunden, dann zumindest einem rasanten Bedeutungsverlust unterworfen, weil die kapitalistischen Metropolenländer sich von Industrienationen zu »postindustriellen Gesellschaften« gewandelt hätten. Zentral ist die These, dass die in der materiellen Produktion Beschäftigten zu einer Minderheit in der Arbeitswelt geschrumpft und Wirtschafts- und Sozialgeschehen nicht länger durch die industrielle Produktion, sondern vorrangig durch Dienstleistung, Kommunikation und Informatisierung geprägt seien."

Abgesehen von den Ausgliederungen in Sub-Sub-Unternehmen und den Teilen der Produktion, die vorgeblich nicht mehr zu den Kernkompetenzen gehören sollen (Logistik, Lager, Buchaltung, Vertrieb, Marketing, Werbung usw. usw.), ist das wohl eher als statistische Umschichtung zu verstehen, wie es Seppmann zutreffend schreibt. Alles weitere dazu in seinem Beitrag.

Antwort auf pleifel  zum Kommentar @Marie
 

lieber paul, so schnell bin ich nicht ... du springst ja schon zum nächsten ungeklärten begriff mit aktuellem inflationsvermögen: "identität"

dazu auch ein link>artikel

http://geschichtedergegenwart.ch/identitaet-das-andere-der-anderen/

ich habe noch an zizek zu knabbern >>> nachdenken + einordnen >>> und natürlich bin ich der meinung, dass linke von rechten etwas lernen können ... lernen hat ja nichts mit nachplappern, sondern analysieren ... das WIE und deren wirkung ... zu tun

>>> als kind hat mich fasziniert, wie mal ursprünglich aus lenin und seinen SIEBEN vertrauten, ein ganzes riesiges gesellschaftssystem entstanden ist ...

>>> heute denke ich darüber nach, warum eine linke (sozialistische??) idee fast flächendeckend gescheitert ist ... und dies TROTZ massiver kapitalismuskritik aus fast allen lebensbereichen - obwohl die wohl eher besorgnis/unzufriedenheit/wut u.ä. genannt wird ... und das was heute "idendität" genannt wird, ist letztendlich nur solidaritätszerstörend und spaltend ... und gibt es auch von rechts mit den "idenditären"

>>> und natürlich möchte darüber hinaus auch noch jeder SEINE idendität erkennen und bewahren und leben ... doch der problemfall "gendertoilette" geht ZU WEIT über die idendität "ausgebeutet/sozial entrechtet usw." hinaus ... ich sage dies lieber klar ... auch wenn schon fast ERWARTET wird, die "üblichen" begriffe zu bedienen ...

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Antwort auf marie  zum Kommentar identität
 

meine Absicht, mit "Identität" ein neues Fass aufzumachen. Da nimmt man einen Begriff und setzt voraus (unbewusst), dass der selbst gerade nicht hinterfragt werden muss, da irgendwie Klarheit darüber herrscht.

Das Schiff von Theseus ist ein guter Vergleich zu meinem Verständnis von Identität, die bei aller Veränderung äußerlicher Merkmale, (kompletter mehrfacher Austausch aller Atome im Leben) und vieler Ansichten im Leben immer noch das für mich wesentliche beeinhaltet, worin ich mich erkenne. Das sind die elementaren geistigen Grundhaltungen, die sich zwar wandelnd, aber durchgehend behaupten können und die mir als die wertvollsten erscheinen. Und erfahrend entspricht es der stillen Anwesenheit (bei sich sein) an einem Ort in der Natur, der ohne Gedanken die Verbundenheit zu allem ermöglicht und die unerklärbare Schönheit der Dinge berühren lässt, sowohl eintauchend (von sich entfernend), als auch teilnehmend als Identität (Person).

Das als grober Anhaltspunkt wäre mein Verständnis von Identität.

Nachtrag: und aus diesem Verständnis heraus würde ich mich umschauen, wer diese Wertvorstellungen teilt und daraus ließe sich schöpfen.

 

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Der Soziale Wohnungsbau
 

speiste eine auf die Sozialisierung der damaligen Kernindustrien ausgerichteten Bevölkerung, die fest mit der Sozialisierung des industriellen Machtapparates rechnete - der die faschistischen Leichenberge in Gemeinschaft mit den Nazis produziert hatte - allein diverse Märchenerzählungen.

Selbst eine CDU musste diese "Verstaatlichung der Schlüsselindustrien" damals in ihr Programm schreiben - bereits beim Einmarsch der Alliierten standen in vielen Betrieben überlebende Linke mit den detaillierten Plänen dazu bereit.

In Hessen gelangte diese "Verstaatlichung der Schlüsselindustrien", gegen den Willen der Besatzungsmacht in die Landesverfassung (mit über 70 % der Stimmen bei der Volksabstimmung über die Verfassung angenommen) .

1948 kam es zum Generalstreik gegen die Restauration unter Adenhauer / Erhardt der bis heute nicht so genannt werden darf - Panzer und Tränegaskanonen wurden aufgefahren. Der Generalstreik wurde in der französischen Zone untersagt (mit Strafandrohung). In der Bizone wurde der Streik für 24 Stunden zugelassen, nicht aber damit verbundene Kundgebungen. Wie groß das Protestpotenzial war, zeigte sich am Tag des Streiks (12.11.): Der allergrößte Teil Beschäftigten in der Bizone legte die Arbeit nieder.

In der Folge wurde jeder Generalstreik (bis heute!) gesetzlich verboten die Restauratoren des deutschen Faschismus hatten (und haben sie bis heute!) Angst....Eine "Entnazifizierung" fand nie statt - siehe die vielen Nazis in allen Parteien der Restauratoren, siehe die Wiedereinsetzung der verkommenen Clans der Nazi-Industriebarone.

Zu Ankauf, Anfütterung, Entmachtung und letztlich Zerschlagung jeder relevanten Bewegung entstanden die spalterischen Märchenerzählungen von der:

"Sozialen Marktwirtschaft", des "Sozialstaates", die Lächerlichkeit vom "Sozialen Wohnungsbau" ist ein Nebenbetrieb dieser offensichtlichen Lügen.

Alles durchsichtige, preiswerte Glasperlen zur Befriedung und Abwehr jeder Selbstbestimmung über die ureigenen Arbeitsergebnisse von Arbeitenden, als Vertretung und zu Diensten der allerbest beförderten Kapitalien.

Du, lieber Paul, bist offensichtlich den Märchenerzählungen von der "Sozialpartnerschaft" - der Ideologie der Herrschenden, fest verbunden mit dem neoliberalen Theorem - erlegen und erzählst mir etwas von meinem "Rigorsimus".

Die heutigen Verhältnisse sind nicht vom Himmel gefallen - auch nicht von der Schröder-Fischer Bande erfunden worden - der Betrug und die Enteignung Arbeitender hat ein System (und einen Namen!) und eine längere Historie, von der ich hier nur einen kleinen Auschnitt schilderte.

Wie meine Eltern eingekauft und eingelullt (verarscht) wurden, habe ich übrigens mit äußerstem Missfallen registriert - da war auch eine Wohnung mit "Sozialbindung" im Spiel.....obwohl noch meine Oma wusste wo's längs geht mit den Kapitalien, weil sie die Kommunisten-Hatz der Nazis nicht vergessen konnte.

Möchtest du dein Nietzsche Zitat  einmal etwas selbstkritischer in Hinsicht auf die vorgebliche Sozialität der BRD und die internationale Geschichte der Arbeiterbewegung betrachten?

"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." Und das Problem bei Überzeugungen ist dann noch, dass man entgegen neuer Einsichten (wider besseren Wissen) oft an ihr festhält.

Ich lege dir sicherheitshalber noch den Goethe & den Orwel obendrauf:

 

Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein.

 

von mir aus bleibe auch bei deiner Abfeierei von "sozialen" Sklavenunterkünften, aber:

 

Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, umso mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.“

 

Die Kapitalien führen überall Kriege und benötigen schooon wieder noch größere für ihr Überleben - nichts darf so bleiben wie es ist.

Malocher die das Liedgut ihrer Herrschaft tirillieren mag ich wie Sau Schweinefleisch.

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Der verlogene Gründungsmythos der BRD
 

darf aber hier als bekannt vorausgesetzt werden: und was als Konsequenzen aus dem II. Weltkrieg korrigiert werden sollte, haben nun mal die alten Kräfte weitgehend abwenden können. Unsere heutigen Sozialsysteme sind auch aus der Bismarckchen "Stilllegung" der Arbeiterbewegung entstanden und trotzdem würde man deshalb die Sache nicht abschaffen wollen und analog ist es der soziale Wohnungsbau (meint bezahlbare, der Marktpreisbildung entzogene Wohnungen).

Da Du aber alles unter einer Gesinnungslogik einordnest, sind qualitative Lebensverbesserungen für Dich nur "einlullen", um es dabei zu belassen. Klar, alles was in diesem System materielle Verbesserungen für die Menschen beinhaltet, kann als Schwächung von Gegenbewegungen bewertet werden und der weit verbreitetet Konsumismus scheint das ja auch zu bestätigen.

Da würde ich die Vorwürfe aber nicht an die "Erfinder" der Sache richten, sondern vor der Haustür der Bewohner selbst nachfragen, warum sie denn damit zufrieden sind. Deine Adresse ist also woanders zu verorten und nicht im eigenen Nest zu suchen. Zudem würde ich mit Sicherheit andere Wege der Veränderung gehen wollen, als Dir das vielleicht so vorschwebt. Denn eine andere Gesellschaft wäre eine der Pluralität und keine der wieder verordneten neuen Konformität (schon gar nicht nach einer Kopfgeburt!).

Politische Streiks sind übrigens in Deutschland nicht verboten; da liegt wohl ein Irrtum vor. Denn wenn man aufgrund eines Gerichtsurteils fälschlich die im GG verankerten Streikrechte danach ausrichtet, ist das eine einseitige Auslegung, die das Urteil nicht hergibt. Außerdem könnte auch nicht von einer Allgemeinverbindlichkeit gesprochen werden. Allenfalls ließe sich von einer strittigen Sachlage ausgehen, die eben mit Inhalt gefüllt werden muss, um die Verhältnisse zu klären: meint eben den noch ausstehenden politischen Streik (oder halt Generalstreik). Die Gerichte werden ihn im Zweifel verbieten, aber was würde es nützen, wenn sich Millionen dagegen wenden. Streikrechte sind nicht bewilligt worden, sie wurden erkämpft. Nicht anders wäre bei einem klaren Verbot politischer Streiks vorzugehen. Wo käme man hin, sich Streiks genehmigen zu lassen! Obgleich im Gewerkschaftsapparat diese Tendenzen leider zu beobachten sind.

"von mir aus bleibe auch bei deiner Abfeierei von "sozialen" Sklavenunterkünften, aber: Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, umso mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.“

Da sind sie wieder, Formulierungen von Dir so gewendet, dass sie eher der Gemütslage des Schreibers entsprechen, aber nicht den Text des aufgegriffenen abbilden. Den letzten Satz würde ich so ändern: "Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, umso mehr wird sie jene bedauern, die sie aussprechen", denn es gibt niemals nur eine Wahrheit!

Zudem, warum hassen? Das wäre eine völlige Überbewertung kleiner Minderheiten, die sich eh lieber gegenseitig beharken und noch nicht einmal kleine Parzellen gemeinsam beackern können.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Dein Geschichtsexkurs ist löblich,
 

sieht für mich so aus:

 

es gibt eine „Sozialität“ die sich selbst an den Parolen aus den Palastetagen bemisst und sich mit diesen arrangiert – solange sie als Gruppe (noch besser in Persona) ausreichend teilhat. Auch die Rezeptur dieser „Teilhabe“ bemisst sich weitgehend an begüterten Vorbildern aus Palästen.

Die Akzeptanz von „Sozialer Marktwirtschaft“ und „Sozialem Wohnungsbau“ wird, in diesem Kreis, billigend akzeptiert. Ein abgemilderter (reformierter) Kapitalismus wird allgemein als Ziel anvisiert. Es sei möglich einen Zuwachs von „Gerechtigkeit“ und „nachhaltigem Wachstum“ und „Ökologie“ unter dem Diktum der persönlichen Maximierung von Nutzen zu erzielen. Dahinter steht als Kontext (selbst wenn so nicht artikuliert) der Glaube an die segensreiche „Macht der Märkte“ die nur kompetent korrigiert werden müsse. So die Formeln dieser Gruppe die sich gern zweifelnd, oder unzweifelhaft zum „Links“ definiert.

 

Ein anderer Kreis mit dem Wunsch nach „Sozialität“ orientiert seine Ziele an der Untergrenze der Existenzmöglichkeiten (den Hütten wie auch im obigen Artikel sarkastisch eingeleitet) und sieht in den aus den Palästen abgeleiteten Lebensgewohnheiten eine Vielzahl von Opfern die dieser Kreis nicht akzeptiert – weil er seine Lebens-Interessen an den unteren Möglichkeiten des vorgegebenen globalen Rahmen bemisst.

Für diese Gruppierung ist die Erfindung des sozialen Kapitalismus ebenso unmöglich, wie die Erfindung eines ökologischen, oder gar pluralistischen. Die Wertsetzungen von kapitalistischer Konkurrenz zum gruppenspezifischen und persönlichen Zugewinn werden nicht akzeptiert.

Stattdessen gilt die Kooperation mit horizontalem Interessenausgleich als Grundlage des Zusammenlebens.

Freiheit wird als die Abwesenheit von Ausbeutung (auch nicht für abgegrenzte Gruppen oder Individuen) begriffen -

Gleichheit als ein Zustand der nicht in ferner Zukunft eintritt, sondern per Geburt vorhanden ist und unmittelbar umgesetzt wird.

Brüderlichkeit wird ebenfalls nicht als Ziel gesehen, sondern als Handlungsmaxime / Übereinkunft die in jeder Handlung sichtbar wird.

Dieser Kreis arrangiert sich nicht mit den Vorgaben höherer Wesen oder Parteien und hält gruppenspezifische Dogmen der Privilegierung / Vormachtstellung für ein organisatorisches Grundübel. Für diese Gruppierung findet jeder zwischenmenschliche Ausgleich nicht über „Märkte“ oder „Gewaltmonopole“ statt, sondern allein und unmittelbar zwischen Menschen gleicher Berechtigung.

 

Zu welcher Gruppierung ich mich zugehörig fühle dürfte klar sein.

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wobei, wie immer man es auch angehen würde, unweigerlich in Problemstellungen gerät, die mit unterschiedlicher Vorstellungen von Freiheit, Gerechtigkeit, Raum und Zeit (Ressourcen), Gruppenbildung, Individuum versus Kollektiv und vielem mehr laufen würden.

Es leben zurzeit 7 Milliarden Menschen unter unterschiedlichsten Bedingungen und hier wäre zuerst das klimatische und die vorhandenen Ressourcen zu berücksichtigen, demgemäß sowohl die Lösungen anders aussehen müssen, als auch die Ansprüche demgemäß sind! Brauche ich bei uns dem Klima entsprechende "Hütten", bedarf es dieser "Exklusivität" in vielen südlichen Ländern eher weniger.

Wo man sich zugehörig fühlt ist eher leicht festzustellen, aber eine Gleichheit anzumelden ist pauschal betrachtet "nur" an der Oberfläche, denn es kann nur eine "Gleichheit in der Verschiedenheit" geben. Das sollte allein schon aus meinen banalen Anmerkungen hervorgehen. Daraus sollte nun nicht herausgesaugt werden, dass das das Argument zur Stütze bestehender Verhältnisse sei.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Darauf lässt sich aufbauen,
 

in den unterschiedlichsten Regionen der globalen Kriegsführung für den privilegierten Wohlstand von Palästen und den Reihenhäusern ihrer büttelnden Paladine auf den globalen Inseln des Wohlstandes belegen perverse "Leistungen" einer Leistungs-Ordnung die sich als humanistischer Erfolg geriert.

Das Gegenteil ist der Fall.

Weder steckt in den Tanks hiesiger Statussymbole der Tiger, noch existieren "fair gehandelte Produkte" oder "Ökologie" - in Hirnen die solcherlei erbrüten steckt die kapitalistische Verwurmung des Selberfressens vor jeder bekannten Moral.

Über die "Gleichheit in der Verschiedenheit" zu philosophieren ist ein  schönfärberischer, anmassender Zynismus die der Bedingtheit brennender Hütten trotzt um die Privilegiertheit von Palästen und deren Kollaborateure zu rechtfertigen.

Jede privilegierte "Sozialität" die die Sicht ihrer Quellgebiete (Ausbeutung und Unterdrückung) verweigert ist ein Etikettenschwindel - der wirkliche Maßstab sind die 7 Milliarden, die Deckung aller grundlegender Bedürfnisse - ohne ihre Ausbeutung durch Minderheiten.

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die brennenden Hütten
 

wie deine Reaktion auf "Gleichheit in der Verschiedenheit" ausfällt. Mein expliziter Satz darauf wurde von Dir völlig ignoriert.

Dazu nur ein Satz: jedes Kind bedarf einer individuelle Förderung (Erziehung vermeide ich mal aufgrund deines Hobbys zu extremen Auslegungen) und nicht, weil das etwas mit Privilegien zu tun hat, sondern bereits der Verschiedenheit der kleinen Menschenkinder geschuldet ist: es darf gerade hier keine Formierung vorgenommen werden, denn genau das würde eben reiner Konformismus sein! (Nordkorea wäre ein trauriges Gegenbeispiel). 

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Ich hätte darauf wetten können,
 

sollte der geheimnisvolle Satz:

"wobei, wie immer man es auch angehen würde, unweigerlich in Problemstellungen gerät, die mit unterschiedlicher Vorstellungen von Freiheit, Gerechtigkeit, Raum und Zeit (Ressourcen), Gruppenbildung, Individuum versus Kollektiv und vielem mehr laufen würden."

gewesen sein, können sich die schlappen 7 Milliarden nur die ihrer Anzahl entsprechende Zahl von Planeten suchen - statt hierorts verbindliche Übereinkünfte zu treffen.

Mag sein, du solltest das von mir beschriebene noch einmal überdenken - es enthält die Anerkennung aller Konfirmationen und ihren gleichberechtigten Ausgleich:

nix Individuum versus Kollektiv, sondern die Summe aller Individuen ist Kollektiv - und alles darunter ist alles nix.

Solange glaube ich an nichts (außer Gleichheit) - halte aber alles für möglich, weil ich bis dahin Niemanden übergehe.

Ist so schwierig eigentlich nicht.....

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und die werden dann Beauftrage schicken, um sich auszutauschen (koordinieren, handeln). Falls es da zu Stockungen kommt, braucht es eine Schlichtungsstelle, die leider nur von X Kollektiven anerkannt wird. (Und Durchsetzungskräfte sind in dieser utopischen Welt natürlich nicht notwenig). Dafür braucht es also wieder eine Regelung, die das auch unter einen Hut bekommt, alles unter der Prämisse entweder:

die Bedürfnisse sollten einheitlich sein, ansonsten gefährdet es das Kollektiv
oder
die Bedürfnisse sind verschieden und das Kollektiv regelt diese gemäß.

Wie auch immer, die "Summe aller Individuen ist Kollektiv" ist eine Folie, die mit Inhalt zu füllen wäre, ansonsten bleibt sie ein schöner Traum. Und so wie die Welt gestrickt ist, wird das auch auf unabsehbare Zeit so sein.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Der verlogene Gründungsmythos der BRD
 

Hier noch die Vorgaben der Alliierten zur Gründung der BRD.

Dokumente zur künftigen politischen Entwicklung Deutschlands ["Frankfurter Dokumente"], 1. Juli 1948

Die Vorgabe der Alliierten zur Volksabstimmung über die Verfassung wird bis heute von der CDU verhindert.

Schaue ich mir die Parteispenden 2017 an, dann wird klar, wer «in diesem unserem Lande» der nützliche Idiot ist und «Mehr Freiheit wagen» erfolgreich verhindert.

 

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(Könnte schon wieder - zum scheitern verurteilter - Reformismus sein, kann aber muss nicht....)

"Politik muss einen völlig neuen Umgang mit Hygienefaktoren (Einkommen) und Motivationsfaktoren (Erfüllung) finden und Instrumentarien entwerfen, die als Netz und Sprungbrett gleichzeitig wirken. Dazu gehört:

Kooperation über Wettbewerb stellen.

Hard- und Softinfrastruktur ausbauen, die es ermöglicht neue Fähigkeiten entdeckend zu erlernen.

Semi-Eigentum zur Risiko-informierten-Umsetzung dieser Fähigkeiten anbieten.

Ich nenne Semi-Eigentum etwas, was zwar jemandem gehört, aber gleichzeitig garantiert wird, dass vielen die Verfügungsrechte angeboten werden. Aber auch das Recht, die Ergebnisse für sich und zur ökonomischen Wiederverwertung zu nutzen. Optimal wäre, würde mit Semieigentum auch noch ein Know-how-Transfer verbunden sein."

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Semi-Eigentum
 

Herbert Exner führt hier neue Begriffe ein und positioniert die in seiner Grafik eigentümlich.

Zur Unterscheidung gibt es öffentliches Eigentum (Allmende, Gemeineigentum, Commons) das als Eigentum der Zivilgesellschaft von der Staatsverwaltung treuhänderisch verwaltet wird.

Dem gegenüber existiert das private Eigentum, das nach seiner Größe unterschieden wird. Die Frage nach der volkswirschftlich schädlichen Wirkung ist die Frage der Machtposition durch kumuliertes Eigentum, also nach der Größe. Die politische Gemeinschaft hat darum die Aufgabe, für das Eigentum Grenzwerte festzulegen, mit denen die Macht gebändigt wird.

Die künstliche Kategorie Semi-Eigentum wird nicht dem Privaten Eigentum gegenüber gestellt, sonder ist eine Unter-Kategorie des öffentlichen Eigentums. Stellen wir uns einmal eine leere Landschaft vor, dann ergibt sich für einen Menschen, der dort «einwandert,» das private Eigentum. Eine gemeinsame Verwaltung der Polis entsteht erst später, wenn die Siedler mehr werden. Auf diesen Gesichtspunkt reduzieren die Liberalen gern. In unserer komplexen Welt ist diese Sicht der Dinge nicht haltbar. Darum steht an erster Stelle das Gemeineigentum der Zivilgesellschaft:

  1. Öffentliches Eigentum: Staatlich verwaltet oder langfristig an private Nutzer verpachtet.
  2. Privates Eigentum: Selbst genutztes Eigentum oder privatgesellschaftlich verteiltes Eigentum.

Bei der Frage der Verwaltung öffentlichen Eigentums ist die Verpachtung noch die einfachste Art der Verwaltung von «Semi-Eigentum.» Sehr viel komplexer wird es bei gesellschaftlichen Prozessen, wie der Kultur, dem Geld und den Einkommensverhältnissen.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Begriffsverwirrung
 

sind mehr als nur ein Nebenschauplatz:

Die "Treuhänder"  untergegangener Imperien, in denen papiertechnisch-theoretisch alles in Arbeiter- und Bauernhand war, verweigerten dem unparteiischen Individuum eben so den direkten Zugriff auf "öffentliches Eigentum" wie es den Imperatoren real existierender "Sozialer Marktwirtschaften" locker von der Hand geht in denen das "Privateigentum" genau soweit geschützt wird, wie es der "übergeordneten" Gewinnerzielung nicht im Wege steht.

Die Details regulieren jeweils ausgesuchte Funktionäre - mit mehr oder weniger Legitimation - "repräsentativ" auf niederstem Niveau - wie derzeit wieder einmal wieder in Berlin zu besichtigen ist.

Die Vergabe von Lizenzen zum leistungslosen Einkommen erfolgt in allen Repräsentationen grundsätzlich vollkommen verantwortungsvoll und mit höchster Kompetenz.

Wer fest genug daran glaubt, dem ist das Himmelreich auf Erden garantiert - grundgesetzlich wenn's sein muss, aber ohne Gewähr (mit "ä" und Bedacht!).

Je voluminöser die Vertragswerke, umso höher die kriminellen Energien der Ausgestaltung - sachich mal ganz pauschal zu diesen wirren Begrifflichkeiten weit jenseits aller persönlichen Erfahrungswerte.

"Treu & Glauben" - soweit du gucken kannst und die Fäuste reichen, schiene mir deutlich realistischer - aber das wäre ja schon die Kontrolle durch Selbstverwaltung und sicherlich zu "unterkomplex".

Wäre auch Kacke, wenn die janzen klugen, hochmoralischen Repräsentanten der "sozialen Verteilung" den "Arbeitsmarkt" überfluten......, die janzen ausgezursten Kräfte der Verteilungsketten - von der Aldikassiererin bis zum Finanzamtcheffe - vor lauter Langeweile die Strände von Mallorca zupflastern täten......

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die "Garantien"
 

Du willst also keine Debatte über Details und keinen Weg, wie wir von hier nach dort kommen.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Kombiniere:
 

nach meiner unvoreingenommenen Einschätzung. :-)

Kollektive im Sinne von "gegenseitig kennen" haben eine Obergrenze (kleiner Tausend), also eine typische Dorfstruktur, wie wir es hier bei uns am Wohnort noch vorgefunden haben. Und da ist Diplomatie angesagt. Ein kleines Dorf kann schon vieles selbst machen, das bleibt aber dann vielfach an unentgeltlichen Aktivitäten weniger hängen, da die Zeit ja irgendwo herkommen muss. Und ein Dorf wird und kann nicht autark werden, es sei denn, das Ziel ist tatsächlich in Hütten zu leben. Von städtischen Gebieten ganz zu schweigen.

Theoretiker fühlen sich i.d.R. für die Umsetzung ihrer Utopien nicht verantwortlich, das hat auch den Vorteil, bei Misslingen das Problem nicht in der schwächelnden Theorie zu suchen, sondern an der stümperhaften Umsetzung.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Wohl richtig kombiniert,
 

So Ansätze von autonomen Dörfern habe ich selbst erlebt. Da klaffen Theorie und Praxis weit auseinander. Ich stelle mir dann vor, wie diese Dörfler ihre Handys mit allen Komponenten selbst schnitzen. Die meisten dieser «Zurück ins einfache Leben» haben nicht einmal eine Vorstellung davon, wie komplex die Wertschöpfungskette eines Joghurtbechers ist.

Auch erlebt: Am Donnerstag kam der Eismann und alle standen an, um die Gefriertruhe aufzufüllen

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Wohl richtig kombiniert,
 

ziehen wegen ihrer Defizite in eine Dorfstruktur, damit die sich auch ihrer Fluchtursache anpasst?

Mallebesucher und ihre abgesoffenen Utopien sind so öde wie ihre Zuordnungen von Autarkie.

Touris kacken nur alles zu - sachich da mal.

(hoffentlich war das jetzt nicht wieder zu persönlich, lieber Paul.....)

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Stümperhafte Umsetzer"
 

deine Vorlieben für die verdaute Ware.

Und wie Heinz bereits schrieb: "Du willst also keine Debatte über Details und keinen Weg, wie wir von hier nach dort kommen."

Und bei deinen Vorschlägen immer berücksichtigen: "Die Menge der Individuen ist das Kollektiv". Dabei gilt ja für dich nicht: "Gleichheit in der Verschiedenheit". Dann viel Vergnügen beim Finden des ggT. Anders formuliert: man sich auf die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Nö, ich kenne ja
 

Einen kleinsten gemeinsamen Nenner kennt Werner gar nicht, sowas läuft auf gemeinsam vereinbarte Regeln hinaus. Bei Werner gibt es keine Regeln, sondern die «Freie Vereinbarung» für jeden Einzelfall. Eine Zivilgesellschaft mit Regeln gibt es auch nicht, also Thatcher pur.

In so einer Nicht-Gesellschaft von vereinzelten Egozentrikern wollte ich nicht leben, da bescheißt jeder jeden.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Größtes vereinzeltes Ego
 

Du lebst bereits in einer Nicht-Gesellschaft von vereinzelten Egozentrikern wo jeder jeden bescheißt weil die oktroierte Grundregel das so bestimmt. Kannst du schlecht gucken?

Solltest du mit eurem "kleinen gemeinsamen Nenner" die Kleinbürgerschaft meinen, sachich: nee im Leben nich.

Die Thatcher hatte ne Handtasche und flößte daraus den Egozentrikern den Neoliberalismus intravenös ein - datt Bild kriegste mir auch mit Gewalt nicht übergestülpt.

«Freie Vereinbarungen» kannst du scheinbar nur buchstabieren, leider nicht verstehen - schade eigentlich.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Größtes vereinzeltes Ego
 

was sich auch aus seinem letzten Kommentar an mich ersehen lässt. Denn alle Änderungen außerhalb seines Kontextes sind nur Formen alter Strukturen und konkrete Antworten will oder kann er nicht geben. 

Leicht ist Kritik an allem zu üben und plakative Forderungen zu stellen. Schwer ist, sich mit anderen zu koordinieren und politischen Einfluss zu gewinnen. Und vor allem zu lernen, andere Sichtweisen aushalten zu können.

Aber hier auf der kleinen Plattform lässt sich leicht an den wenigen reiben, die zumindest ein ähnliches Grundverständnis über das: "so kann es nicht weitergehen" haben. Das ließe sich auch als neues Online-Freizeithobby sehen, wo man wenigstens mal solche "Köpfe" trifft, die im Umfeld nicht so leicht zu finden sind. Das ist legitim und kann ja zur Gedankenschärfung beitragen.

Aber sicher nicht, wenn es nur um eine "Gesinnungseinnordung" geht und das scheint mir bei Werner zuzutreffen.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar So ist es wohl,
 

für gelangweilte, aber überzeugt wie satte Bürger, entsprechen nicht meiner Gesinnung - das hattest du immerhin sehr richtig bemerkt.

Ich dachte allerdings, das ginge bereits aus dem obigen Blogthema hervor - wie auch aus allen weiteren von mir hier eingestellten.

Ich halte die "bürgerliche Ordnung" für ein Verbrechen - daran lies ich nie und nirgendwo eine Zweifel aufkommen, meine Begründungen dafür lieferte ich jeweils sehr zeitnahe ab, gab mir alle Mühe es halwegs verständlich heraus zu bekommen.

Deine bürgerlichen Suchaktionen nach "politischem Einfluss" - sind mir aber suspekt, weil sie gefälligst deinen persönlich Status zu bewahren haben. Mir erscheint das - gerade angesichts deines, von mir bei dir vielfach erfragtem Wissens um die Quellen hiesiger Wohlständigkeit - ein inhumaner und zynischer Standpunkt zu sein.

Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass - weil ich ein linker Bürger bin, ist eine seeehr mässige Argumentation angesichts des umgebenden Terrors der "Wertschöpfung" die du für "sozial" hälst, weil das gut für deinen Popo und den deiner näheren Umgebung ist - was du natürlich gern keineswegs als nazionale (kleinbürgerliche) Sicht betrachtet wissen willst - das geht nun garnicht.

Hier vor Ort hast du unsere bescheidenen Lebensumstände betrachten können - meine Erklärung, das ich diese Existenz selbst für eine überaus privilegierte halte, lächelnd zur Kenntnis genommen - ohne die deine einmal zu überdenken, gar in Frage zu stellen.

Ich beneide dich kein Fitzelchen -  vor allem nicht wegen deinem sorgfältig zu vermeidenden Blick in meinen Spiegel.

Würde jetzt gern erst einmal gern etwas weinen......, schluchz.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Online-Freizeithobby's
 

völlig überflüssig und dient nur der Ablenkung. Falls Du es noch nicht bemerkt haben solltest, geht es jetzt nicht um das, "was ich zu liefern habe", sondern inhaltlich um das, was und wie es deinen Ansprüchen entsprechen soll. Wer fordert, sollte auch liefern können!

Wir leben in einer bürgerlichen Gesellschaft (es gibt noch andere Begriffe dafür) und von dieser Lebenswirklichkeit auch gilt es zu starten. Leider erweist Du Dich als resistent bei den Anfragen, wie denn nun die neuen Wege gebahnt werden sollen usw. usw.

Es ist banal zu sagen: wir schaffen die Bundeswehr ab, die Atomwaffen in Büchel müssen weg, die Stützpunkte der NATO in Deutschland müssen aufgelöst werden, die Banken sind zu enteignen (demgemäß sämtliche Kapitalgesellschaften) und dergleichen mehr in einer langen Liste.

Und was deinen Bau betrifft, da kannst Du dir gerne ein schlechtes Gewissen erhalten, wenn das deiner Lebensqualität dienlich ist. Aber dazu gehört eine selbst gewählte Norm, mit wem oder was Du dich vergleichen willst. Flächenmäßig könntest Du sogar einen größeren Bau bewohnen, als das bei uns der Fall ist. Sonst hast Du keine Sorgen? Erinnert mich irgendwie an die Katholiken, die auch immer im Bewusstsein ihrer Sündhaftigkeit leben sollen, aber die haben wenigstens noch die Beichte.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar So ist es wohl,
 

Das Schreiben von Artikeln und Kommentaren ist eigentlich nur ein äußerer Anlaß, die Gedanken zielgerichtet zu konzentrieren. Der eigentlich wesentliche Teil ist der Gedanke selbst, der lange vor dem Klick zur Freigabe des Artikels oder Kommentars im morphischen Feld existiert und weiter wirkt. Einfach nur assoziativ herumlabern füllt das morphische Feld auch – und jede Menge an «Bunten Blättern.»

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Nö, ich kenne ja
 

scheint jedenfalls nicht in deinen Kopf zu passen - was ich keineswegs für einen Zufall halte - mir auch keineswegs neu ist.

Ich halte deine systemerhaltenden Nennungen - warum hatte ich bereits ellenlang erklärt - für den ausgetretenen Trampelpfad in das altbekannte, kriegerische Chaos.

Die Restauration der Uraufführungen von 1914 und 1933 sind dir ja bekannt sagst du, aber Schlussfolgerungen daraus scheinen einfach nicht dein Anliegen zu sein. Mag sein, dass es (dir) schlicht (noch) zu gut geht - das Aussitzen ist schon gemütlicher, aber auf kapitalistischem Vulkanismus heikel und garantiert keine Lösung.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Kombiniere:
 

du hast die explosiven Ingredienzien der Bärensuppe ( du hattest sie als geagitpropte, geldlose Suppenküche von Anarchos runtergebügelt ) unverdaut, aber zu flott wieder ausgeschieden.

Ich sach jetzt nichts gegen Dünnpfiff und pinkele dir auch nicht an's Knie.....!!!!

Transition beginnt mit der Kompostierung fauliger Stofflichkeiten, nicht mit der künstlichen Beatmung untauglicher Institutionen.

Mit den unverdaulichen Stofflichkeiten der Schadenverursachung kannste nur Fäulnis fortschreiben, nix frisches anpflanzen (könnteste wissen du Gartenbauer).

Der voluminöse (An)Schein den du hier mal hinterlassen hast (und ich bin da seeehr nachtragend) ist nur eine instutionalisierte Schein-Lösung für treue Gläubige - es existieren andere Dimensionen menschlicher Substitution, befrag doch mal den Buddha....., nicht die Sumpfbewohner zur Trockenlegung.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Ich vermute
 

«Transition beginnt mit der Kompostierung fauliger Stofflichkeiten, nicht mit der künstlichen Beatmung untauglicher Institutionen.»

 

«Man schafft niemals Veränderung,
indem man das Bestehende bekämpft,
um etwas zu verändern,
baut man neue Modelle,
die das Alte überflüssig machen»

- Richard Buckminster Fuller -

Transition ist ein Weg mit praktikablen Lösungen für neue Entwicklungen (Innovationen.) Alte, nicht mehr gebrauchte Verfahren brauchst du nicht noch extra zu kompostieren.

Du kannst den alten Scheiß einfach vergessen.

Der Buddha würde sagen: «Hafte nicht an, lass los.»

Die kommunistische Illusion einer geldlosen Wirtschaft liegt die Idee zugrunde:

«Jedem nach seinem Bedarf und jeder nach seinen Fähigkeiten.»

Das funktioniert nur in einer rudimentären Wirtschaft, in der die Grundbedürfnisse Essen und Wohnen befriedigt werden können. Diese Wirtschaft bleibt weit hinter den heutigen Möglichkeiten zurück – und eine Vernetzung mit dem Handy gibt es in dieser Wirtschaftsform auch nicht mehr, nicht mal mit schlechte Empfang..

 
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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Transition
 

es gibt die Jäger und Sammler. Und Kompostierer gehören eindeutig zu letzteren. Dann werden die zukünftigen Großkompostierer halt aus Scheiße Gold machen, was sich dann auch sinnig mit "Geld stinkt nicht" verbinden lässt. cheeky

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Doch doch,
 

Wenn du dich näher mit der Kompostierung von Scheiße befassen willst, empfehle ich dir das Ökodorf Sieben Linden. Die haben seit der Gründung 1997 große Erfahrungen damit gesammelt.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Scheiße kompostieren
 

- der muss doch erst einmal Jäger & Sammler von Ackerbauern unterscheiden können......

Fleicht kommt der dann, mit ausreichendem Ehrgeiz, noch bis zur Unterscheidung zwischen "Sozialem Wohnungsbau" und profitablen Sklavenhütten.

Die Hoffnung stirbt ja immer im letzten Moment vor der Kugel - gerade bei Kleinbürgern musste da verflucht aufpassen.

(war wieder zu direkt und dabei auch noch anzüglich, erahne ich bereits deutlich)

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Transition
 

da musste den Buddha also noch einmal frisch schütteln, oder doch lieber an der alten Kacke kleben bleiben.

Es soll sogar ein Leben vor dem Tod ohne Handy (wenn auch nur im Schrank) geben - vermeldeten die Buschtrommler jedenfalls schon hier und da und dort....

Weniger ist derzeit geiler als die Sonderangebote sachich mal so - da empfängste dann sogar rudimentäre Menschlichkeiten, wennste Glück hast  und fröhlich bleibst jedenfalls.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Ich vermute
 

Die Ingredienzien der Bärensuppe sind prima geeignet für eine Aktion und für die Vernetzung von Menschen. Mehr kann die nicht leisten und mehr sollte davon auch nicht erwartet werden. Eine Veränderung der Gesellschaft findet ständig in kleinen Schritten statt, weil sich kleine Dinge verändern und alte auf den Müll wandern.

Nimm einmal die Ergebnisse der aktuellen Koalitionsverhandlungen:

  • Schulz wirft das Handtuch.
  • Mamma Dilemma ist angezählt.
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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Bärensuppe
 

die Mechanik die solche Nullen krönt (und die nächste Garde wird schlimmer!) ist das wirkliche Problem.

An nudistischen Kaisern hält keine Verkleidung und sollte sie noch so schön bunt sein - in der Durchmischung landen wir immer beim nackigen braun vor unseren Füßen.

Ein seltsames Spiel mit endlosen Wiederholungen - der nächste Herr, die nächste Dame (vom Puff habe ich nichts erzählt!) .......