13 Apr 2018

Chris Dercon tritt zurück

Submitted by Heinz

Berliner Zeitung

Steter Tropfen höhlt den Stein.

Chris Dercon Volksbühnen-Intendant tritt zurück - Senat wusste seit Montag Bescheid – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30010058 ©2018
Chris Dercon Volksbühnen-Intendant tritt zurück - Senat wusste seit Montag Bescheid – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30010058 ©2018

Kommentare

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"Die Berufung Dercons war noch unter dem damaligen Kultursenator Michael Müller und seinem Kulturstaatssekretär Tim Renner getroffen und immer wieder scharf kritisiert worden - auch von Klaus Lederer."

Lederer war damals in der Opposition, konnte die große Klappe haben; und ist, wie die Vorgänge um das Babylon, die Veranstaltung vom 14.12.2017 zeigten, eher von noch gröberen Kaliber in seiner Einflußnahme auf Kunst und Kultur.

Und Müller tingelt ja aktuell mit seinem -eben nicht- bedingungslosen Grundeinkommen durch die Systemmedien.

Die Berufung Dercons war noch unter dem damaligen Kultursenator Michael Müller und seinem Kulturstaatssekretär Tim Renner getroffen und immer wieder scharf kritisiert worden - auch von Klaus Lederer.  – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30010058 ©2018
Die Berufung Dercons war noch unter dem damaligen Kultursenator Michael Müller und seinem Kulturstaatssekretär Tim Renner getroffen und immer wieder scharf kritisiert worden - auch von Klaus Lederer.  – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30010058 ©2018
Die Berufung Dercons war noch unter dem damaligen Kultursenator Michael Müller und seinem Kulturstaatssekretär Tim Renner getroffen und immer wieder scharf kritisiert worden - auch von Klaus Lederer.  – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30010058 ©2018

Die Berufung Dercons war noch unter dem damaligen Kultursenator Michael Müller und seinem Kulturstaatssekretär Tim Renner getroffen und immer wieder scharf kritisiert worden - auch von Klaus Lederer.  – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30010058 ©201"
Die Berufung Dercons war noch unter dem damaligen Kultursenator Michael Müller und seinem Kulturstaatssekretär Tim Renner getroffen und immer wieder scharf kritisiert worden - auch von Klaus Lederer.  – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30010058 ©2018"
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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Leichen im Keller
 

ntv: Freitag, 13. April 2018

Volksbühne, Fäkalien, Finanzen
Dercons Abgang - ein "Fiasko wie der BER"

Da scheint nicht nur etwas Zoff im Haus geherrscht zu haben, sondern das gesamte Konzept dieses Möchtegernintendanten war ein Desaster. Zurück bleiben Finazausfälle, die der Senator für die Berliner Kultur Lederer zu verantworten hat.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Leichen im Keller
 

Das gesamte Unvermögen der «Bundeshauptstadt» ist kein Zufall, sondern ein systemischer Cocktail aus Parteienfilz, Korruption und  Lobbyismus.

Über diesen Rosstäuscher Müller schweige ich lieber. Sogenannte «Linke» vertreten ja schon lange keine sozialen Themen mehr, sondern benutzen die Armen draußen im Lande als nützlich Idioten für ihre eigenen Karrieren

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Keine Zufälle
 

"Chris Dercons Intendanz ist nicht an der Sturheit der Hauptstädter gescheitert, sondern an einer fatalen Mischung aus Größenwahn, mangelnder Fachkenntnis und stümperhafter Kommunikation. Die Berliner Volksbühne war ein international angesehenes Theater. Jetzt ist sie eine Investruine. Es wird lange dauern, sehr lange, bis am Rosa-Luxemburg-Platz wieder großes Theater gemacht werden kann. Wenn es überhaupt gelingen sollte."

http://www.leverage-magazine.com/volksbuehne-berlin-chris-dercon-hat-fer...

"Wenn der Kultursenator sagt, die Volksbühne muss "weitergedacht" werden, dann finde ich das fragwürdig", sagte Fritsch...

" Dercon sagte, dass das Haus internationaler und interdisziplinärer werden muss. Und dass es mal Stücke ohne Text geben muss, damit Leute aus dem Ausland gucken kommen. Alles Dinge, die es in der Vergangenheit gab, er aber nicht wahrgenommen hatte. Er will alles weltmännischer machen. Die Politik und eine gewisse betuchte Kunstelite hat sich für ihn entschieden, die hier was losmachen wollen. Es ist für mich ein politischer Vorgang, dass die Volksbühne, die eine eigene Ästhetik und einen eigenen Denkstil hat, beseitigt wird. Jetzt kommen Leute, die die Volksbühne für sich gekauft haben. Und die Ikone wird jetzt zum höheren Preis weiterverkauft. Es läuft ähnlich ab wie auf dem Berliner Wohnungsmarkt.

Es gibt einen Unterschied zwischen bildender Kunst und Theater. In der bildenden KunsT t sagen die Milliardäre, was gute und was schlechte Kunst ist, im Theater werden Meinungen demokratischer gebildet. "

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Antwort auf marie  zum Kommentar die einen sagen so - die anderen so ...
 

Ein pikantes Detail ist bisher noch gar nicht gewürdigt worden.

Im Moment bekommt Lederer die Volksbühne, das jämmerliche Konzept und die Schulden um die Ohren geschlagen, nachdem Chris Dercon Geschichte ist. Begonnen hat diese Geschichte damit, daß der ehemalige Kultursenator Müller mit Dercon unbedingt ein «weltläufiges» Berlin schaffen wollte,

wie das Geld aus dem NICHTS

=> FiatBerlin

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Volksbühne – pikant
 

alles GUTE - was es auch im osten gab (!!!) - vor allem genau DAS (!!!) sollte diskriminiert und vernichtet werden - denn der fokus war auf reine ideologische beeinflussung eingestellt = jedes einzelne instrumentalisierbare krümel scheiße aus der ddr wurde zu einem monument aufgeblasen ...

bei der volksbühne war dies jedoch nicht so einfach, wie in anderen bereichen ... man (die politik) hatte sich für einen eitlen und mit millionären gut vernetzten ausputzer entschieden ...

für mich (und viele andere) war klar, dass dies nicht SO EINFACH funktioniert, denn die künstlerische intelligenz war gut erprobt im jahrzehntelangen kampf gegen den einfluß der ehemals EIGENEN politik - für den diese menschen 1989 auf die straße gingen ... in diesen "kreisen" war es ein irrtum und eine beleidigung ihnen pauschal das interesse an bananen zu unterstellen ... und der kanal war auch komplett voll - nach der entwicklung der zeit nach 1989 ...

die volksbühne unter castorf war ein fast letztes lebendiges symbol, dass den hirnwaschungen und bestechungen nicht verfallen war ... und genau DAS war der wirkliche wert, den es nicht für geld (+kapital+profit) gibt ... der jedoch völlig in der gesellschaftlichen diskussion verloren ging, da ja neuerding opposition=afd genannt wurde

bestimmt war es schon wowereit klar, wohin die "europäische" reise in der kultur gehen wird - doch diese drecksarbeit wollte er persönlich nicht machen >>> also müller, renner, lederer mit dem geplanten ausputzer dercon , der vor lauter eitelkeit und bauchpinselei das gefühl für seine unfähigkeit verloren hatte und ihm diese als "neue geniale einfalt" zur umsetzung als köder schmackhaft gemacht wurde bzw. die politische macht des senats als schutz garantiert wurde ... hihi ... da konnten "wir" jedoch nur drüber lachen ... und vor wut lästern

die theaterkunst ist ein katalysator ... mal sehen wie die politik damit umgeht ... jedenfalls für mich sehr spannend, da auch etwas konkret ...

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Volksbühne – pikant
 

haben es schwer - weil sie schwer zu "beweisen" sind und deshalb eine stoffliche grundlage für medienschlachten bieten

https://www.tip-berlin.de/pack-und-andere-castorf-nazis/

kunst und kultur ist genau der bereich für ideologie und propaganda ... schön mit bildern und gefühlen inszeniert ... cia, hollywood, ufa und goebbels ... die weißhelme als "videokünstler" und statisten-casting ... aber auch das zps

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Antwort auf marie  zum Kommentar diese pikanten details
 

Jenseits aller Verschwörungen und Ideologien ist es Fakt, daß Wowereit regierender Bürgermeister war und Müller Senator für Stadtentwicklung, als dieser komische Deal auf den Weg gebracht worden war. Auf wessen Mist das nun gewachsen ist, sollen meinetwegen die Historiker herausfinden. Was bleibt sind Fakten, nach denen der erfolgreiche Casdorf entlassen wurde und Dercon die Volksbühne in nur einem einzigen Jahr in die Grube gefahren hat. Das kann jeder Feld-, Wald- und Wiesen-Idiot, nur dies in einem Jahr zu schaffen, dazu gehört schon ein ambitioniertes Unvermögen. In diesem einen Jahr hat Dercon selbst sehr viel mehr verdient, als die meisten Berliner ihr ganzes Leben lang; diese Berliner werden den Schaden bezahlen, den Politik und Dercon angerichtet haben.

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"Zahlreiche Veranstaltungen waren nur zur Hälfte ausverkauft. Die wenigen Gäste gingen häufig nach der Pause. Ein Blick auf den Ticket-Shop bestätigt das traurige Bild: ein großer Teil der Karten bleibt unverkauft."

Für den halbwegs anspruchsvollen Theaterbetrieb in Berlin und jenseits der Volksbühne kann ich das aus kürzlich erlebter eigener Erfahrung nicht bestätigen; im Gegenteil! Einem Freund hatte ich zu seinem Geburtstag, Ende Januar, einen Theaterbesuch spendiert. Es war uns trotz eines intensiven Bemühens nicht möglich, auf die Sicht von sechs bis acht Wochen zwei akzeptable Karten auf benachbarten Plätzen in einem Theater in Berlin zu finden.

Im wohl notwendigen vorderen Bereich (Augen und Ohren sind auch nicht mehr die Besten) und zu Preisen bis nahezu 50,- Euro die Karte gab es entweder keine, oder nur noch wenige Einzelpätze. Auch im mittleren und hinteren Bereich waren für diesen perspektivisch angedachten Zeitraum nur noch wenige Plätze verfügbar.

Man kann das heute und für die verschiedenen Bühnen leicht im Internet nachvollziehen, dann ggf. buchen.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Abstimmung an der Kasse
 

auf dem Tempelhof soll ca. 450.000 Euronen gekostet haben. Das ist für ein Einzelstück und für einmalig zu viel, selbst in Berlin.

DLF: Dercon tritt zurück - Volksbühne vor der Pleite?

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Abstimmung an der Kasse
 

war es dann auch, die sich nicht mehr kaschieren liess, denn einerseits ist es schon sehr erstaunlich, wie erfolgreich = ausverkauft fast alle theaterstücke in dieser an theatern nun wirklich nicht armen stadt sind ... da fällt schon ein ehemaliges filetstück auf - dass gerade neu gehypt von der politik - das fast ignoriert und gemieden wird

übrigens: so könnte in vielen bereichen konsumverhalten funktionieren ...

zumindest ist das theaterpublikum noch ein maßstab, um zwischen langeweile und genuß zu unterscheiden ... ja, in ihrer freizeit - auch für viel geld ... aber immerhin ein kontrast zu ihrem angenommenen arbeitsalltag, der wohl diesen ausgleich dringend braucht (!!!) ... auch wenn es nur ventil oder kompensation davon ist ...

jedoch zeigt es die bedeutung von kunst - für die gesundheit der seele und gehirnzellen ... wirkliche künstler wissen das und die politik fürchtet es ... deshalb ist daran gut zu erkennen, wer kunst fördert, wer sie verbiegt und instrumentalisiert

echt toll, das @heinz dieses blog hier eingestellt hat !!! es beweißt mir, dass man kein "kunstexperte" sein muß, um sich das gefühl zu erhalten, was seele und verstand ... die man nicht kaufen kann ... für einen meßbaren wert der menschlichkeit ausmachen

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der letzte vorhang für ein debakel aus berlin

https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/chris-derco...

und eine profi-sicht aus paris:

" Der Kulturminister von Berlin hatte wahrscheinlich ein wenig schnell geurteilt, dass es notwendig sei, die Post-Vereinigungs-Ordnung zu schütteln und weiterzugehen, und sie kommt wie ein Bumerang zu ihm zurück. Die andere Sache war, diesen Berliner Tempel zu einem modischen Tempel zu machen, der seine Einzigartigkeit dem Altar der internationalen Chic-Kultur opferte und zum Symbol des zukünftigen Berlins geworden wäre.
Dieser starke intellektuelle Widerstand, der zu einem verwirrten Projekt ohne Rückgrat berechtigt ist, kann nur befriedigen, dass es in Berlin eine echte informierte Öffentlichkeit gibt, zu der man es nicht macht, kann der Feind der Glitzer der liberalen Moderne nicht als dem Berliner Liebhaber zu gefallen, der ich bin.

All das ist eine Lektion: Die Frage nach den Kontexten ist zentral in der Kulturpolitik, wir berühren das Theater in Berlin nicht ungestraft. Die großen lokalen Institutionen konnten sich weiterentwickeln, ohne dass ihre starke Identität beeinträchtigt wurde. Wir wollten die Volksbühne missachten (oder vielleicht bestrafen?), Die die Welt des Tages gnadenlos sah, tief mit der Geschichte Berlins verbunden, und diese Geschichte wird zurückgewiesen. Es ist beruhigend.

Schließlich wollen wir wetten, dass dieser Rücktritt aufregende kulturelle Debatten auslösen wird und dass der Kulturminister von Berlin, Klaus Lederer, seine Neuronen und seine Vorstellungskraft bearbeiten muss, indem er vermeidet, die Fehler zu wiederholen ... "

http://wanderer.blog.lemonde.fr/2018/04/14/chris-dercon-abandonne-la-vol...

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