21 Mai 2018

Offshore gehen / Eine politische Bewertung

Submitted by ebertus

Ehe ab dem 25.05.2018 auch die Termiten offshore gehen, scheint eine gesellschaftspolitische Bewertung der Sache angezeigt.

Die ab dem genannten Termin EU-weit gültige DSGVO war (für mich) im Grunde nur der letzte Anstoß, wurde das Thema aus einer eher berichtenden, pragmatischen, nun aktiv werdenden Sicht bereits in einem anderen Blogtext  angesprochen und diskutiert. Hier nun mögen die aus meiner Sicht sehr grundsätzlich zu hinterfragenden gesellschaftspolitischen Entwicklungen gerade der letzten Jahre etwas vertieft werden.

Die DSGVO besteht ja nicht nur aus Cookie-Erläuterungen oder Datenschutzerklärungen, nicht nur aus einem sehr allgemein gefassten Fotografierverbot, oder dem Recht, wieder Herr seiner Daten zu werden. Alles das bewegt sich meiner Ansicht nach in den via der DSGVO liebevoll aufgebauten pontemkinschen Dörfern. Da praktisch jeder davon betroffen sein kann, der im Internet etwas veröffentlicht, da faktisch die Trennung zwischen Kommerz und Hobby aufgehoben wird, da nur die Großen der (Medien)Branche über außreichende Mittel zur die Umsetzung der DSGVO verfügen -und sich ggf. auch gegen Anwürfe wehren können,

aus genau diesen Gründen kommen Paul Sethes 200 Reiche nun in anderem, einem hehren demokratischen Gewande zurück.

Ein trojanisches Pferd eben, diese DSGVO. Ein ganz anderes Gewand, als alles das, was in China, dem Iran, gar Nordkorea, oder anderen sogenannten Schurkenstaaten dahingehend passiert, hierzulande gern und zum gefälligen Gruseln verordnet, als eben das Totalitäre, gar das Faschistoide überbracht wird; uns von denen unterscheidet. Uns, soweit wir von George Orwell und einer genau spiegelbildlich vorgenommenen Verwendung der Begriffe noch nie etwas gehört haben.

Krieg ist Frieden und neoimperiale, neokoloniale Aktionen sind friedenstiftende humanitäre Maßnahmen.

Heruntergebrochen auf die DSGVO und die nun sehr ernsthaft eingeforderte Pflicht auch aller privaten Blogbetreiber in Sachen einer DSGVO-konformen Datenschutzerklärung -die dann natürlich auch eingehalten werden muss- so hätte diese für mich nur einen Absatz, ein Thema:

Ich bin als privater Blogger überhaupt nicht in der Lage, die mir von den Nutzern meiner Webseite zur Verfügung gestellten Daten wirkungsvoll zu schützen, weil hierzulande und jederzeit, ganz offiziell und formalrechtlich eingebunden meine EDV-Systeme mit Schadsoftware, mit einen sog. Staatstrojaner kontaminiert werden können, diesem für jedwede Überwachung und Analyse offen stehen. Da braucht es nichtmal die NSA, ist alles vollkommen legal hier.

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Persönlich ist das Ganze für mich eine Art Paradigmawechsel, hätte nicht gedacht, auch mal im Verborgenen agieren zu können; ja zu müssen! Bislang habe ich zwar akzeptiert, wenn jemand aus berechtigten Gründen anonym agiert, für mich selbst jedoch das Recht in Anspruch genommen, offen zu meiner Meinung in Wort und Schrift stehen zu können. Bin einerseits über keinen Arbeitgeber mehr zu denunzieren, ist andererseits eine vulgäre, aggressive, auch persönliche Beleidigungen des/der Gegenüber in Kauf nehmenden Sprache eh' nicht mein Ding. Und beim Freitag wurde ich ja auch nicht deswegen gesperrt, sondern wegen meiner Inhalte, Verlinkungen etc.

Es ist diese neulinke Ideologie, welche mehr mit McCarthy, denn mit "links" im alten, antikapitalistischen, antiimperialen Sinne gemein hat Diese neuen Linken haben ihren Frieden mit dem Kapital gemacht, gehen nach außen jeden "Krieg ist Frieden" - Einsatz mit und bestehen nach innen auf immer skurrilerem Neusprech nebst der entsprechenden Indexlisten verbotener und geächteter Begriffe, gar auf reale Personen hin orientierte Prangerlisten. Diese neuen Linken sind die politisch-großmediale Sturmabteilung des Kapitals; und halten sich für die konkreten Fälle diese ebenfalls neulinke Antifa. Kann es sein, dass sich die Bilder ähneln? Etwa  dieses, oder auch  jenes ...? Klar, total übertrieben ..., wobei der wesentliche Unterschied aus meiner Sicht eher darin liegt, dass gerade (ehemals) linke und linksliberale Medien das Gebaren der neuen KKK-Antifa zumindest klammheimlich billigen.

Konkrete, physische Gewaltandrohung (und Umsetzung) jenseits des staatlichen Gewaltmonopols geht meiner Ansicht nach garnicht. Oder wollte man dabei  auf Art 20(4) GG abheben? Genau das jedoch war von den neuen, neulinken Vertretern einer Selbstjustiz noch nicht zu vernehmen.

Torten, Teeren oder Entglasen sind da nur die harmloseren Prozeduren, denen Menschen unterzogen werden, die nicht, nicht vollkommen korrekt auf der aktuell angesagten Ideologielinie liegen. Und dabei wartet momentan noch nicht einmal der nächste Baum, die nächste Laterne. Stattdessen der nicht selten erfolgreiche Versuch einer gesellschaftlichen Ächtung gepaart mit entsprechendem Druck auf  die betriebswirtschaftlich relevante Existenz. Denunziation beim Arbeitgeber, Kontokündigungen, Accountsperrungen etc. sind mittlerweile gängig bei Unbotmäßigkeit. Nicht zuletzt sind es heute und im Gegensatz zu 68 eher die Älteren, die kaum noch Erpressbaren, denen es obliegt, diesen aufziehenden Orwell-Staat zu hinterfragen und zu kritisieren.

Zuerst waren es nur die sog. Neuen Rechten, die Neonazis, die Glatzen etc. welche die vorgenannten Prozeduren über sich ergehen lassen mussten, das doch bitte, bitteschön auch verdient hätten. Mittlerweile ist die Zielgruppe uber Literaten, Schauspieler und Sänger etc. (dieser ehemalige intellektuelle DDR-Widerstand) hinaus sehr kreativ ausgeweitet, kann es jede(n) treffen. Schwule, Migranten oder Frauen an sich ..., deren positiv besetzter Status war einmal. Selbst Nachkommen von Holocaust-Überlebenden sind per se nicht mehr die Guten, müssen ideologisch schon die richtige Meinung vertreten; sonst ...

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Insofern, ganz anders als die DSGVO und ihre Jubelperser dies wahrmachen wollen, müssen sich die Vertreter abweichender, nicht systemkonformer Meinungen zunehmend fragen, ob sie ins offene Messer neulinker, nicht selten gewaltbereiter Kampagnen laufen wollen, das ggf. aushalten; oder sich und soweit als möglich für eine gewisse Anonymität entscheiden wollten.

Kommentare

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Ich hab mir einmal den Text kopiert und meinen Editor zählen lassen:

Zeilen: 43

Wörter: 779

Zeichen ohne Leerzeichen: 4761

Zrichen mit Leerzeichen: 5567

Byte: 5628

Im letzten Jahttausend regte sich die Presse einmal heftig darüber auf, daß der BND für die US-amerikanischen Freunde deutsche Unternehmen ausspionierte. Nicht lange ist es her, als bekannt wurde, daß die US-amerikanischen Freunde das Telefon von Mamma Dilemme überwachen.

Die politische Raktion war in beiden Fällen NULL – was auch sonst bei diesen Nullen?

  • Seit 2007 ist die Finanzkrise bekannt und schwappte 2008 mit der Lehman-Pleite nach Europa.
  • Das Bänksterwesen ist nicht reformiert,
  • Die immer noch wütende Bankenkrise – genannt EURO-Krise – ist nicht behoben.
  • Die EU-Beamten stricken aber fleißig an weiteren «Krummen Gurken,» um ihren Daseinssinn zu beweisen.

So What?

Die Beamten machen weiter,

die Lobby finanziert weiter,

die Volkswirtschaft wird weiterhin betriebswirschaftlich interpretiert

und damit zur Sau gemacht.

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ich habe mich für den kleinen, feinen blog von paul schreyer entschieden - er paßt am besten zu der schnittmenge meiner interessen - und die gefahr einer löschung sehe ich dort nicht (so wie an diversen anderen orten)

https://paulschreyer.wordpress.com/

ps. mal schauen, wie er mit dieser verordnung umgeht ... man findet sich ... wenn´s paßt

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Alfahosting hat jetzt das Angebot einer Vertragsmodifikation an alle Kunden verschickt.

In DE fallen alle Daten von NATÜRLICHEN Personen unter dieses Gesetz. Damit ist jeder identifizierbare Hinweis auf Politiker vom Tisch. Folglich werden wir sie

 

 

TOTSCHWEIGEN

 

 

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wie weiter?
 

Jede(r) ist nun d'ran, wird auch als Privatmensch und ohne jegliche kommerzielle Interessen eingenordet; meine Rede hier seit einiger Zeit, mag manch eine(r) den Tiefgang bislang noch nicht wirklich erkannt haben. Die eigene, die private Website vollumfänglich DSGVO-konform zu gestalten ist für kleine, alternative, private Blogs und Medien kaum möglich, ist weder vom Aufwand noch von der juristischen Kompetenz her darstellbar.


Und ja, da bist Du mit Sicherheit nicht der Einzige, der nun vor -im Grunde- drei Fragen gestellt wird:
 

1. Ist mir die Seite wichtig und habe ich Vertrauen zu ... dann bitte unterschreiben

2. Ist mir die Seite nicht so wichtig, und Vertrauen habe icIh eh nicht ... dann wäre kündigen eine Option

3. Ist mir die Seite halbwegs wichtig, auch ohne Vertrauen ... dann wäre zu erwägen offshore zu gehen


Die Termiten btw. sind bislang nicht angeschrieben worden. Mag daran liegen, dass der Vertrag gekündigt, die Domain zum kurzfristigen Transfer vorgesehen ist. Gehe mal davon aus, dass die Abmahnkartelle hierzulande -wohl eine primär deutsche Spezialität- bereits in den Startlöchern sitzen, sich vorerst jedoch die eher bekannten, nicht systemkonformen Webseiten vornehmen werden.


Die Kleinen kommen erst im zweiten oder dritten Hieb ...

 

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Spät, aber nicht zu spät
 

4. In wen habe ich Vertrauen?, in irgend einen anonymen IT-Fuzzy sicher nicht.

Dann läuft das auf Selbstkontrolle hinaus und meine Themen, die ich für wichtig halte, kommen auch ohne persönliche Daten aus. Literatur- und Web-Verweise sind ja mehr oder weniger standardisiert.

Mein Fazit: Ich laß das mal so laufen und unterschreibe nicht. Daß Alfahosting mich informiert hat und damit juristisch aus dem Schneider ist, kann als sowieso gegeben angenommen werden, da brauche ich keine extra Rückmeldung und keine umfängliche Entleeerung via PDF.File zu leisten, ein simpler Bestätigungslink hätte es auch getan.

Hermann wir es hart treffen, wenn er weiter an der Kanzleitussie rummeckern will.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Die vierte Frage
 

wenn Du nicht unterschreibst wird der Provider Dir im schlimmsten Fall eine Kündigung zukommen lassen.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Sehe ich auch so,
 

Du kennst meine Einstellung zur öffentlichen Seite; für mich ist das kein Muß und der Provider verliert ungern Kunden.

Im Zweifel hänge ich mich bei dir als Sub.Domain an.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Die vierte Frage
 

ehrlich - ich versteh nur einen kleinen teil und schon fast gar keine details von dem ganzen thema (obwohl ich natürlich lesen kann)

ich werde - wie immer - die augen offenhalten und beobachten >>> evtl. nachfragen oder recherchieren ... z.zt. jedoch warte ich darauf, WAS mit den infrage kommenden blogs passiert - was sich da ändert ...

angst habe ich keine ... selbstvertrauen jedoch schon ...

ps. ich verfolge ja eher die kunst-kultur-medien-landschaft ... und da hat es in den letzen tagen einige donnerschläge gegeben, so daß mein relativer optimismus und vertrauen in die kunst einen riesigen auftrieb bekommen hat

beispielgebend (neben divers ähnlichen äußerungen anderer) ist die rede eines schaupielers bei der preisverleihung innerhalb der gerade beendeten theaterfestspiele ...

ach wie schön ... mal richtiger sturm ... sprachlosigkeit und dumme pöbelei auf einem so niedrigen niveau dagegen ...

"Theater und Militär sind heute Brüder im Geiste

Gäbe es so etwas wie den Europäischen Gerichtshof für Theaterrechte, könnten nahezu alle Inszenierungen des diesjährigen Theatertreffens als Beweismittel für die Wahrhaftigkeit der Zeugenaussage Egon Friedells dienen, die er Anfang des letzten Jahrhunderts zu Protokoll gab: Theater und Militär, dem Anschein nach höchstens durch eine Konträrfaszination miteinander verbunden, sind in Wahrheit Verwandte, Brüder im Geiste geworden.

... bis auf wenige leitbildhafte Ausnahmen, die allerdings schon etwas betagter sind und somit nicht für diesen Preis infrage kommen: Sophie Rois, Joachim Meyerhoff, Martin Wuttke.

Die Welt ist voll von Gefängniswärtern, denn die Welt ist voll von Kerkern. Das Theater aber könnte ein Fenster sein in diesen Kerkern, ein vergittertes Fenster zwar, aber immerhin..."

https://www.tagesspiegel.de/kultur/-laudatio-auf-benny-claessens-die-kun...

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nur geringe Aufmerksamkeit in Medien wie dem Freitag (zwei Userbeiträge), den Nachdenkseiten, aber auch Rubikon (nur ein Beitrag), Telepolis (wenigstens zwei Beiträge vom Mai) und bei der jW erst gar keine Anzeige im Suchfeld, zu erzielen. Bei der taz dagegen wird das Thema ausführlicher behandelt.

Woran mag es wohl liegen?

Hier schreibt jemand, der das etwas "lockerer" sieht als Du, aber das wirst Du besser beurteilen können.

Wäre übrigens leserfreundlicher Bernd, wenn Du deine Beiträge nicht in dieser winzigen Schriftgröße veröffentlichen würdest, ansonsten muss ich immer auf die Leseansicht in Firefox umschalten.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Die DSGVO scheint
 

Ja, das ist wohl so, wird die DSGVO im medialen Mainstream kaum erwähnt, keinesfalls wirklich negativ, keinesfalls hinterfragend. Und die taz ist des Lobes voll.

Das dürften viele kleine, alternative Medien und Blogs wohl erst wirklich registrieren, wenn sie von ihrem Provider/Hoster angeschrieben werden. Heinz hatte ja weiter oben berichtet, dass Alfahosting gerade erst heute, zwei Tage vor dem Ereignis, die geneigten User sehr dezent unterrichtet. Mir ist ein anderer Provider bekannt, der das Thema gegenüber seinen Kunden bereits vor gut vierzehn Tagen ausrollte.

Und die Bösen, die sich primär angesprochen fühlen dürfen, die haben schon begriffen; nicht nur Tichy.

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Nutze für meine Blogs eigentlich immer "Georgia 14", schon recht groß. Viele textorientierte Programme haben als Vorgabe "12" eingestellt.

Aber gut, hier mal ein Kommentar mit "16". Vielleicht sollte man auch eine andere Schriftart nutzen ...?

Und es gibt da ein schönes Tool, bestimmt auch für Firefox, nennt sich "Zoom Page". Das Teil merkt sich für jede Seite den ggf. gewählten Zoomfaktor, erscheinen die Seiten beim nächsten Aufruf genau so.

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Die DSGVO scheint
 

Ein hier aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannter Politiker hatte einst gesagt:

«Wichtig ist, was hinten rauskommt

Die DSGVO war eigentlich gedacht für professionelle Internetseiten. Das macht Sinn, weil die privaten Intenetnutzer in aller Regel rechtsunkundig sind und finanziell auch gar nicht in der Lage, sich eine qualifizierte juristische Beratung zu kaufen. Nun hat unser Provider uns alle angeschrieben, mit ihm einen standardisierten AV-Vertrag zu zeichnen.

Meine Rechtsauffassung dazu ist:

  1. Ich habe einen Vertrag mit dem Provider, der mit den AGBs geregelt ist.
  2. Die gesetzliche Regelung der DSGVO gilt ab dem 25. Mai 2018 für alle Verträge mit Providern sowieso.
  3. Da brauche ich keinen Extravertrag.
  4. Der Provider ändert seine AGBs und teilt mir das mit – fertig.

Das Dilemma der DSGVO ist, daß sich Rechtsanwälte damit einen Steinbruch zulegen können und via Abmahnung Kasse machen. Weil noch kein Schwein wirklich Erfahrung mit diesem «Neuland» hat, halten sich alle sehr bedeckt und tendieren eher zum voauseilenden Gehorsam; ich auch, ich werde keine persönliche Namen von Politikern mehr nennen.

Hier in HIntervorpommern wird am Sonntag ein neuer Lndrat gewählt. Die bisherige Landrätin (von die Linke) mag nicht mehr. Meine Wahlkarte habe ich schon weggeworfen:

«Wer sich auf seinem Weg um jeden Hund kümmert,

der ihn anbellt,

kommt selbst nicht weiter.»

 

PS: Die Größe der Darstellung kannst du einfach mit der Tastatur anpassen:

STRG + vergrößern

STRG - verkleinern

STRG 0 (Null) normal

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf Heinz  zum Kommentar ... was hinten rauskommt
 

die kleinen Texte treten nur in Bernds Beiträgen auf, dagegen nicht in seinen Kommentaren. In der Leseansicht (Firefox) ist mein Standard eingestellt (F9), sodass ich dann umschalte.

"(...) ich werde keine persönliche Namen von Politikern mehr nennen." Oh je, ausgerechnet gestern noch eine kritische Mail an das Büro von Olaf Scholz geschickt. :-)

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Das zur DSGVO passende Symbol:

(frisch abgelichtet in der Ausstellung)

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Was auch sonst?

Das wütende Agieren einer real wahrscheinlich gar nicht herrschenden Schicht, irritiert mich trotzdem gelegentlich noch. In Zeiten, in denen so was wie gesellschaftlicher Widerstand, nicht mehr existiert, nur noch in den Erzählungen der ganz Alten vorkommt, wird ein Aufwand getrieben, der einen glauben lassen könnte, dass wir am Vorabend der Revolution stehen.
Dabei dürfte doch, wenn wir Wahlergebnisse als Indikator vermuten, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung sich des verlangten konformen Denkens befleißigen. Und die Masse der im Detail noch abweichend Denkenden, die ich mal bei den Wählern der AfD vermute, vielleicht auch bei der Linken, ist doch im Kern systemkonform.

Vielleicht haben sie den Robert Kurz aufmerksamer gelesen als wir und besser verstanden. Vielleicht wissen Sie mehr und erwarten die allerheftigsten Verwerfungen. Die europäische Linke hat sich seit es die gibt, immerzu darin gefallen, die Finale Krise des Kapitals Nahen zu sehen. Kann sein, dass sie nun, wo wir selbst nichts mehr sehen, doch kommt, die finale Krise, und die „Anderen“ die kommen sehen und eben nichts anbrennen lassen wollen.

Man wird sehen.

Mit vielen Grüßen aus dem Osten

Robert

Antwort auf Robert  zum Kommentar Resignierte Zustimmung
 

klar geht im osten die sonne auf (und im westen unter)

die krise ist schon da - aber noch in vielen verpackungen an denen immer weiter rumgeschnürt wird ... das korstett wird immer unerträglicher für menschen, die etwas anderes als begeisterung für verpackungsindustrie mit diversen paraloen darauf kennen ... und noch auf den inhalt setzen und auch immer energischer darauf bestehen und ihn einfordern - und die mogelpackungen stück für stück auf auswickeln ...

bis sich jedoch unter diesen umständen NEUE inhalte (die auch altbewährte-abgeschaffte) formuliert und produziert werden ... das dauert und dauert ... doch auch der raffinierteste kultur-krieg wird letztendlich nicht mit pseudo-leben zu gewinnen sein ... nur mit dem leben selbst, dass sich nicht mehr einpacken läßt (in goldpapier?) sondern als dieses selbst präsentiert ... mutige - wie immer voran - ohne helden-attitüde und falsche scham ....

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gibt einen guten Ratschlag:

Was muss ich als Webseitenbetreiber beachten?
Webseitenbetreibern, die kein Risiko eingehen wollen und ihre Seite DSGVO-konform umrüsten wollen, wird empfohlen, sich nach etwa 14 Stunden vergeblicher Beschäftigung mit dem Thema selbst in die örtliche Psychiatrie einweisen zu lassen. Das ist besser für sie und ihre Angehörigen.

Bild des Benutzers ebertus

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Hatten wir schon mal,

manche Browser (Pale Moon nicht) nerven bei fehlendem SSL-Zertifiat und manche Hoster nehmen richtig Geld für die Teile. Hier ist ein vom Provider kostenlos angebotenes, sogenanntes "self-signed certificate" hinterlegt. Man kann die Webseite mit

http://termiten.net   oder mit

https://termiten.net  aufrufen.

Wenn man erstmalig die https-Variante wählt, dann darf man in dem folgenden Dialog einer Ausnahme zustimmen, die im Browser hinterlegt wird. Zukünftig sollte man bei dieser Webseite und via https-Aufruf nicht mehr gefragt werden. Auch das Einloggen dürfte wieder problemlos möglich sein.

Nachtrag: Alles im (wortwörtlich) grünen Bereich ...

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf ebertus  zum Kommentar http vs. https
 

....für sich allein nervt fleicht nicht - aber in Verbindung mit irgendwelchem Syncronisationsscheiß dann eben doch!

Garantiert wieder dämliche Benutzerfehler: der Faktor Mensch ist immer fehlerbehaftet - aber trotzdem Fröhlich.

Und es riecht garnicht nach Fisch hier......

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hat wohl bei den Termiten mitgelesen:

"Datenschutzverordnung ist reines Zensur- und Machtinstrument!"

Bild des Benutzers ebertus

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für wen die DSGVO gerade nicht gilt.

Oben im Blog war zu dieser jetzt gehypten sogenannten "Datenschutzerklärung" anzumerken, dass diese nur einen Punkt, einen Absatz, ein Thema enthalten müsse. Dergestalt, dass die Geheimdienste jedweder Couleur natürlich uneingeschränkt und vollkommen legal Zugang haben. Zwei Meldungen dieser Tage bestätigen das sehr eindrucksvoll.

So titelt heise:

"BND darf weiterhin Internet-Knoten De-CIX anzapfen"

und bezieht sich auf ein gerade ergangenes höchstrichterliches Urteil.


Und die DWN legen noch einen d'rauf:

"Nach Angaben des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit dürfen US-amerikanische Behörden weiterhin Daten von EU-Bürgern sammeln. Der DSGVO gilt nicht für Geheimdienste."


Die Kleinen fängt und hängt man, die Großen tun es ungeniert. Happy Datenschutzerklärung ....

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Zwei Meldungen dazu,
 

untersteh dich, das Handy dero Majestät Mamma Dilemma anzapfen zu wollen, dann gnade die G O T T !!!

Bild des Benutzers ebertus

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Die Tage habe ich meine Mitgliedschaft beim IMV von Sabine Schiffer gekündigt.

Letzter Auslöser war ein in Sachen DSGVO unkritischer, die zustimmenden Argumente eher wiederkäuender Newsletter des Instituts. Insgesamt, und das geht über eben diesen genannten Auslöser hinaus, scheint mir von der streitbaren, kritisch hinterfragenden, mir von mehreren Veranstaltungen und persönlichen Gesprächen her bekannten Sabine Schiffer immer weniger übrig zu bleiben.

Meine Meinung eben, und dafür muss ich mich nun nicht mehr (finanziell) solidarisch zeigen.

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und die im Abspann erwähnte DSGVO ist mit Sicherheit ein eher zurückhaltend  formulierter Grund.

Hatte an anderer Stelle bereits vor Jahren das Konzept untersucht und kritisiert; primär aus einem technischen, aber eben auch datenschutzrechtlichen Blickwinkel. Schön, dass wir uns in der Beurteilung mittlerweile relativ nahe sind.