3 Aug 2018

Vielleicht hat Wagenknecht doch recht ...

Submitted by ebertus

Ja, frei nach Frank Schirrmacher dieser Titel. Und vielleicht ist die Mehrzahl der Menschen doch nicht so blöd, so neurechts, so fremdenfeindlich, so antisemitisch; und ist nicht so zu instrumentalisieren, wie das von der großen Politik und den formierten Medien dargestellt, in Form einer Art Publikumsbeschimpfung als Endlosschleife wiederholt wird.


Die jüngsten Zahlen des sog. "Deutschlandtrend" kann man zumindest dahingehend interpretieren.

Kriminalität, Sozialpolitik, Renten und Pflege sowie ein bezahlbarer Wohnraum.


Diese Themen stehen weit über dem Hype um die richtige Flüchtlingspolitik. Klar, die mit Sicherheit nicht wenig suggestiven Fragen nebst der Auswertlogiken werden Schlimmeres verhindert haben und das bekannte Diktum des "traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hat", das dürfte auch auf diese Umfrage zutreffen.

Dennoch, mehr als nur in Ansätzen erkennbar und über andere Kanäle verifizierbar ist es für alle diejenigen, welche außerhalb der guten politisch-großmedialen Blase mitten in der tagtäglichen Realität stehen - und offenen Auges, am eigenen Leibe erleben dürfen, wie alle bislang gewohnte Infrastruktur den sprichwörtlichen Bach runter geht.

Für mich ist klar, dass die böse, böse AfD doch Fleisch vom Fleische der neoliberalen, neoimperialen Unkultur ist; wenngleich (Achtung: Verschwörungstheorie) wohl nicht ebenso bewußt geschaffen wurde wie die guten Weißhelme. Das Thema der Flüchtlinge und der Migration überhaupt wird nicht nur hierzulande und nicht nur von der AfD in den bekannten, propagandistisch aufbereiteten pontemkinschen Dörfern abgehandelt, oft lediglich gespielt und manchmal richtiggehend zelebriert bis runter in den Familien- und Freundeskreis; im Sinne von:

The Good,  The Bad  and  The Ugly ...


Zugestehen muß man den systemfrommen Guten, dass sie es via der Flüchtlingsthematik geschafft haben auch die Linke weitgehend einzugemeinden. Wohlgemerkt: die institutionelle Linke, deren Wähler eher weniger ...

Nicht zuletzt ist ebenso klar: Solange der gute, abendländische Westen unter Führung der USA und mit aktiver Beteiligung der NATO-Länder nebst der anderen, treuen Vasallen nicht damit aufhört, diverse sog. Schurkenstaaten mit "Regime-Change" zu überziehen, weite Teile des Nahen- und Mittleren Ostens in die Steinzeit zu bomben und große Teile Afrikas weiterhin neokolonial auszubeuten,

solange ist die genau daraus resultierende Flüchtlingsthematik ein primär pontemkinsches Dorf.

Menschen in Not -keine Frage- muss geholfen werden.  Sich lediglich an den Symptomen abzuarbeiten, das ist zuwenig!

Nicht nur "zu wenig", sondern oft gar kontraproduktiv, ganz bewußt und in erkennbar sehr partikularem Interesse die Ursachen zu verschweigen oder wenigstens zu relativieren. Wenn nun also die AfD sich anschickt, bundesweit die zweitstärkste politisch-demokratisch legitimierte Kraft zu werden, die bellizistisch-transatlantisch aufgestellten Grünen breits überholt hat und die erkennbar neoliberal gewendete SPD wohl in Bälde überholen wird,

dann wird es hohe Zeit für eine wirkliche Ursachenforschung.


Genau diese Verweigerung einer realistischen Ursachenforschung nach innen und nach außen zieht sich wie ein roter Faden durch den politisch-medialen Mainstream nebst derer an der Bande hampelnden Unterstützer.

Aber die Tür einfach zuzumachen, die Frau in der Küche mit dem Abwasch allein zu lassen, das hilft nicht mehr ...

Kommentare

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Gabriel hatte das Wörtchen «Pack» in die politische Debatte eingeführt. Damit hatte er das bivalente Verhältnis von Zivilgesellschaft und der arroganten «Politelite» auf den Kopf getroffen. Bei den Flǘchtlingen hatten diese Politiker  lange weggeschaut, Das betraf ihrer Meinung nach ja nur die Mittelmeerländer. Erst, als die Flüchtlinge hier in München und Berlin dem PoltPack über die Füße stolperte, haben die sich bequemt, etwas zu tun. Für den in Bayern bereits abgehalfterten Seehofer kamen die Flüchtlinge gerade zur rechten Zeit. Er instrumentalsierte seine nazionale und rassistische Grundüberzeugung.

PolitPack eben.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Pack
 

....schlägt sich, um sich alsbald am wohlgefüllten Trog zu einigen. Woher - durch welche Untaten - dessen Füllung stammt muss den strampelnden Schäfchen unbedingt, gefälligst verborgen bleiben.......

Das Drama um dummdreiste Flachköpfe die sich als Elite gerieren ist eine Seifenoper in der Endlosschleife - keine Ahnung die wievielte Staffel gerade auf Sendung ist, aber die Qualität der Darseller sinkt jedenfalls beständig.

Könnte es an der Regie liegen?

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Politiker der CDU denken öffentlich über die Reaktivierung der ausgesetzten Wehtpflicht nach

Ordentlich bezahlen will das PolitPack die Soldaten nicht, jetzt wollen sie mit staatlicher Gewalt für Männer und Frauen eine Dienstpflicht einführen. Für die dienstverpflichteten Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr heißt das:

  • Schlechte Bezahlung.
  • Schlechte Ausrüstung.
  • Arbeiten für die Vorne-Strategie im Ausland.
  • Beliebige Verfügungsmasse für das Versagen von Politik.

Mekur: CDU-Politiker wollen Wehrpflicht wieder einführen

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Nützliche Idioten für das Militär
 

..... die ihren Religionstifter noch nicht einmal begriffen haben, sollten für die nächsten Jahrtausende erst einmal die Fresse halten und 'in sich gehen'.

Offensichtlich ist es ihnen an diesem Ort - in ihrem persönlichen Inneren - aber zu matschig - darum diese fortwährende, schrecklich einfältige Geblubber aus ihrem gärigen Sumpf.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Angeblich christliche Heldenmacher
 

Sollten wir einmal strikt unterscheiden, was vom Jeschua Ben Mirjam kommt und was die Lümmel der christlichen Staatskirchen verbrochen haben.

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sind niemals nicht mit den Stiftern von lehrreichen Weisheiten zu verwechseln, lieber Heinz.

In der wirtschaftlichen Verwertung allgemein als verbindlich erdachter, menschlicher Weisheiten schwimmen die "Lümmel" immer als Kacke oben auf der trüben Soße.

Wobei die Verkünder der jeweiligen reinen Leere (von den Päbsten, Königen bis Stalin - und wie sie sonst alle benamt wurden) bisher noch immer auf die Bütteleien ihrer gläubigen, denkfaulen Nichtwisser-Helden angewiesen waren.

Kein Massenmord entstand jemals ohne die jeweilig verordneten Feinde......., das ist ein institutionalisiertes - längst ritualisiertes Phänomen.

Erst wenn sich auf der Ebene gezielt verblödeter Schädel endlich etwas "bewegt" wird es interessant - fleich dann sogar den Inhabern der reinen Leere "zu heiss", weil sie auf hochgefährliche Selbstdenker stoßen denen ihre gehaltlose Leere endlich zu dämmlich ist.

 

 

Erst seit 30 Jahren???????

"Wir erleben seit gut 30 Jahren schleichende Verschlechterungen, Verschlimmbesserungen, dümmliches Reformgelaber in Endlosschleife, Pseudo-Reparaturen des selbst verursachten Chaos’ und vor allem den Privilegien- und Machterhalt, besser gesagt, die Macht- und Reichtumserweiterung zu Gunsten einer verschwindend kleinen Oligarchie."

https://www.rubikon.news/artikel/der-wahnsinn-der-normalitat

Aber für mich war "normal" immer schon ein schlimmes Schimpfwort - ich bin da nicht integrationsfähig.

Mensch muss lernen seine Propheten an dem Wein den sie saufen zu messen - nicht an den Phrasen die sie so gern dreschen.

Wein für alle, oder für Niemanden!

Ich kann alles teilen, aber keine fremdbestimmten Vorschriften.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die Vollstrecker der reinen Leere
 

Vor 30 Jahren war 1988

 

Wir erleben seit gut 30 Jahren schleichende Verschlechterungen, Verschlimmbesserungen, dümmliches Reformgelaber in Endlosschleife, Pseudo-Reparaturen des selbst verursachten Chaos’ und vor allem den Privilegien- und Machterhalt, besser gesagt, die Macht- und Reichtumserweiterung zu Gunsten einer verschwindend kleinen Oligarchie.

Die wirtschaftsliberale Scheiße wurde bereits von Helmut Schmidt in den 1970ern angerührt; darum wurde er von der Linksfraktion der SPD (Herbert Wehner und Oskar Lafontain) 1982 in die Wüste geschickt. Der Kappes aus Oggersheim hatte daran gar nichts mitgewirkt, der hat nur geerbt.

Richtig ist: Wir leben seit 40 Jahren mit einer schleichenden Verschlchterung der sozialen Verhältnisse.

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#aufstehen – die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht | Albrecht Müller

 

Was ihr über die Sammelbewegung Sahra Wagenknechts wissen müsst

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wie oder was denn?
 

Bewegung ist es, wenn sich Viertelkluge locker & unkontrolliert am Büffee delektieren ohne die grundlegenden Spielregeln diskutieren zu wollen?

Für mich klingt das eher nach Mikado - wer sich bewegt hat schon verloren.......

Das Ding ist ebenso "bewegt" wie es ein gehypter Martin Schultz war - viel Nebel Rauch, aber kein Feuer.

"Feuer & Flamme" ist Sarah allein für den Kapitalismus - an dem Ast sägt sie lieber nicht.

Wie schnell ist - schon wieder - nichts passiert???? no

Bewegung ist es, wenn's auf der Straße kracht - ich bin da nachtragend konservativ.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Bewegung"?????
 

nur nicht ganz so radikal.

Was mich an Wagenknecht stört, ich daher auch kein Unterstützer sein wollte, das ist nicht zuletzt ihre große Nähe zum medialen Mainstrem unter grundsätzlicher Distanz zu alternativen Medien und Personen. Als Glamourgirl mag sie da gewisse Punkte sammeln, eine bestimmte Klientel -diesseits der Nachdenkseiten beispielsweise-mit eingeschlossen.

Nur eben jenseits der Nachdenkseiten fangen die Personen und die Inhalte erst an, welche meine Unterstützung finden; von Wagenknecht aber sehr grundsätzlich ignoriert werden. Und die schöne Sammlungsbewegung wird mit Sicherheit eine Bahnsteigkarte lösen, ehe es dann zur gepflegten Demo geht. Dieser Marco Bülow, der auch im Freitag schreiben darf, er steht genau für diese softe Linie.

Ne, ne, Solange kein Eugen Drewermann, kein Daniele Ganser, kein Ken Jebsen etc. dabei ist, solange sich Wagenknecht nicht deutlich gegen Ramstein und die anderen neokolonialen US-Stützpunkte positioniert, solange kann ich ihr Tun bestenfalls kritisch-positiv begleiten..

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Sehe es ähnlich wie Du,
 

kann ich nicht mehr ernst nehmen - weil sie sich längst an reformistischem Flachsinn vergreift, ohne grundsätzlich Fragestellungen auch nur zu streifen.

Im Landwehrkanal wird die nie nicht landen......, die ist nur eine aufstiegsgeile Heldin des real existieren Schwachsinn.

Drewermänner und Jebsen's wirst du in dieser Szene nie nicht finden - weil die was drauf haben, statt "Jemand" sein zu wollen......., was sich einkaufen lässt ist allein für den Arsch.

Da mache ich einmal eine Ausnahme und bin gerne geizig.

Den Beitrag von Georg Schramm zu den Möglichkeiten einer Wahl teile ich nicht - seine Aussagen zu "geprüften Kommunisten Katholiken" dagegen gern:

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Sehe es ähnlich wie Du,
 

schon längst nicht mehr, was bei Bedarf so ausgeblendet wird. Wenn ich den einen oder anderen Maßstab nun übernehmen würde, verengt sich die Perspektive doch sehr und die verbliebene Lektüre (Umgang) wird ziemlich übersichtlich. Bei Werner ist es ein gepflegtes Hobby, aber wenn mir dazu bei Dir "(...) solange sich Wagenknecht nicht deutlich gegen Ramstein und die anderen neokolonialen US-Stützpunkte positioniert, (...)" nur bei Ramstein allein diverse Links mit Wagenknecht auffallen, dann dürfte das auch bei Dir der Fall sein. Und wenn mich nicht alles täuscht, habt ihr sie auch live erlebt: hier ihr Aufruf: Stopp Ramstein!

Und eine neue Sammelbewegung soll ja gerade die "einfangen", die sich weder der SPD noch der Linken anschließen wollen (es gibt gute Gründe dafür) und eine Art neue Apo bilden. Denn der Druck soll in der Breite von der Straße ausgehen, also weder am Rockzipfel einer Partei hängen noch der einer Gewerkschaft. Wenn dann statt "Bei den Auftaktkundgebungen in Landstuhl und Ramstein-Miesenbach waren nach Polizeiangaben rund 800 Menschen dabei, nach Angaben der Veranstalter um die 2500." sagen wir mal herausfordernd 50.000 Menschen antreten, dann wird das eine ganz andere Wirkung haben!

Im Übrigen, wie soll sich denn ein "Zugpferd" anders präsentieren, als es nur in den großen Medien möglich ist? Ist es denn nicht genau der Vorwurf (und mit Berechtigung!) an jene, die "linke" Seite der Gesellschaft ausgrenzen, vor allem in Vorwahlzeiten?

Also, eine bereits am Anfang vorgenommene Ausgrenzung kann es einfach nicht sein. Und falls ich nicht völlig "daneben gelesen habe", schreibst Du hier auch konträr dazu.

Schönes Wochenende noch.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Ich wundere mich
 

Bei der diesjährigen Demo in Ramstein war ich nicht dabei,

aber jetzt, wo Du mich an den Ohren ziehst, da fällt es mir wieder ein. In Vorfeld war zu lesen, dass Wagenknecht in Ramstein teilnehmen wollte. Sorry nochmal, dann ist sie dahingehend weiter als ich dachte. Bleibe dennoch dabei: eine kritisch-positive Begleitung ihres Tuns kann Sahra Wagenknecht von mir erwarten.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Ich leiste Abbitte!
 

Ett Sarah hat in Ramstein 2018 sogar gesabbelt ( wie Oskar im Vorjahr ) nur waren beider Absichten in Ramstein lediglich aufgesattelt - beide quälen den toten Sozen-Gaul (vom reformierbaren Kapitalismus) einträglichen im Lohn-Beritt - da gehört das Einfangen jeglicher "Bewegung" zum profi-tablen Geschäftsverständnis.

Bewegt haben diese beiden Figuren noch nicht viel - da stehen die drüber - sie schwimmen nur auf verkäuflichen vermittelbaren Wogen und verhökern das als "Fortschritt" an die Meistbietenden.

Voll das harte Geschäft mit dem Populismus der hierzulande als Demokratie verhökert gehandelt wird im Sonderangebot auf dem Grabbeltisch für alle schmutzigen Finger liegt........

 

(2018 hatte ich leider einen gesundheitlichen Dispens für Ramstein - aber die Funktion vom Funtionäääär ist mir längst geläufig.......)

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Die Ursache der sozialen Verhältnisse, die seit 40 Jahren abgebaut werden ist NICHT politische Inkompetenz, genau so wenig, wie die Elbphilharmonie in Hamburg und der Fluchhafen Berlin Brandenburg das Ergebnis von handwerklicher Inkompetenz sind. Die Ursachen dieser Fehlleistungen sind die wirtschaftsliberalen Seilschaften von postdemokratischen Politikern die mit den Unternehmen gemeinsame Sache machen: Ausplündern von Volkswirtschaftern.

Wer nicht weiß,
wo er herkommt,
weiß auch nicht,
wo er hin will.

Wo wir her kommen:

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Ursachen
 

repräsentieren ein tiefes strukturelles Problem:

die Spielregeln privilegieren allein Seilschaften.

Na so ein Zufall - von Seilschaften für Seilschaften...........

Wenn das mal nicht am demokratisch nicht legitimierten (der vorgebliche Souverän durfte noch nie zu den "Spielregeln abstimen, sonst wär' der Coup noch schief gegangen) aber trotzdem regierenden System liegt.

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Die Kunde hör' ich wohl ... und habe für diesen einen Text sogar meinen Werbeblocker deaktiviert.

Nur fehlt mir mittlerweile hat der Glaube; geht das mit Sicherheit nicht nur mir so. Und ob es dieser Bewegung gelingt, "eine wirklich offene Debatte" anzustoßen und  zuzulassen, daran habe ich erhebliche Zweifel. Sobald in dieser Bewegung der erste (vermeintliche) Antisemit entlarvt, der erste (vermeintliche) Rassist geortet  wird, sodann wird sich zeigen, ob die hehren Ziele nicht dennoch sofort dem System, dem Kapital und der politischen Korrektheit des sofortigen Distanzierens vom (vermeintlichen) Delinquenten untergeordnet werden.

Während die Öffentlich-Rechtlichen und allen voran die taz sich schon warmlaufen beim Diskreditieren und Diffamieren der Bewegung nebst derer bislang erkennbaren Frontmänner und Frauen, so gibt der in Sachen Leserschaft arg gebeutelte Spiegel -wie hier verlinkt- den Ideen dieser Sammlungsbewegung zumindest eine gewisse Öffentlichkeit.

Aber für mich ist vollkommen klar: ohne aktives Zugehen auf die alternativen Medien -und seien es auch  sogenannte Konservative- wird sich die Bewegung bestenfalls in der Nische etablieren. Insbesondere Wagenknecht wird sich dabei von Rubikon und KenFM  bis (ja!) auch den Tichys, den Broders oder auch Cicero bewegen, wird die Attitüde des großmedial zelebrierten Glamourgirls aufgeben müssen. Wer den mit Sicherheit und nicht wenig inflationär dann aufkommenden Vorwurf der Querfront nicht mit Souveränität begegnen kann ...,

hat schon verloren.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Nun ja, nun ja, nun ja ...
 

Eigentlich war DIEM25 als Sammlungsbewegung gedacht. Seit eh und je zersplittert sich die sogenannte Linke, weil jeder Korinthenkacker sein eigenes Süppchen köcheln will.

Darum sei hier noch einmal an  Quelle Wikimedia DIEM25 erinnert.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Korinthenkacker
 

einer seltsamen "Logik" vorgegangen, die das Kapital gerne "befeuert". Selbst im Fall von weit mehr Übereinstimmung der Inhalte (und das dürfte meistens zutreffen) wird sich lieber an den Differenzen kapriziert und dann distanziert, wobei das zur Entlastung mit den schönsten Worten umschrieben wird. Die Praxis hat sich gefälligst am Ideal einer Theorie auszurichten und Abweichungen davon gelten als Verrat. 

Solange sich Linke also diese Schwäche (Eitelkeit des Intellekts!) leisten, fehlt es an der notwendigen Kraft. Das bedeutet wiederum nicht, dass klar erkennbare "Grenzübertritte" nicht geahndet werden müssen. Es geht also nicht um faule Kompromisse.

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Stimmt, da wird mit
 

Politik bedeutet Verwalten der Polis

  1. Zuerst einmal um die Verwaltung eines Gebietes, in dem freie Menschen leben.
  2. Dann um das Gemeinwohl zum Schutz von Minderheiten.

Völlig unabhängig von einer Staatsform sind das die wesentlichen Aufgaben einer Regierung. Das Gemeinwohl steht sowohl in der Verfassung der USA, als auch in der Verfassung von Bayern. Mit der Dominanz des Grundgesetzes der Bananen Republik Deutschland BRD wird der Artikel 151 der Bayerischen Verfassung ausgehebelt.

Über Trump, Merkel und Seehofer brauchen wir uns nicht zu streiten, denen geht das Gemeinwohl am Arsch vorbei – und dem Rest der Politiker auch. Letztlich geht es diesem PolitPack um Aufmerksamkeit, damit sie von Leuten gewählt werden, die nicht wissen, was sie tun.

Wer laut schreit ist ein Star.

Das ist der mediale Faktor.

Dann gibt es noch den Anreiz

Schiere Gewalt gab es früher; heute wird wesentlich subtiler vergewaltigt.

 

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Um was geht es bei der Politik?
 

Deinen Gedanken

"Wer laut schreit ist ein Star."

die bizarre Dimension zu diesem Polit-Dschungelcamp,

hat der David Graeber hier noch ein wenig ausgefeilter aufgeschrieben:

 

"Die Politik ist die Dimension des gesellschaftlichen Lebens, in der Dinge tatsächlich wahr werden, sofern nur genug Leute daran glauben. Das Problem dabei ist, dass man, um dieses Spiel erfolgreich spielen zu können, den springenden Punkt des Spiels nie offen aussprechen darf: Kein König würde je öffentlich zugeben, dass er nur deshalb König ist, weil die Leute glauben, er sei der König. Politische Macht muss fortwährend neu erschaffen werden, indem man andere überredet, die eigene Macht anzuerkennen. Dazu muss man die Menschen praktisch pausenlos davon überzeugen, dass die eigene Macht auf mehr basiert als ihrer bloßen Anerkennung dieser Macht. Diese Basis kann fast alles sein – göttliche Gnade, Charakter, Abstammung, das nationale Schicksal. Der Satz »Macht mich zu eurem Anführer, denn wenn ihr das tut, werde ich tatsächlich zu eurem Anführer« ist in sich jedoch noch kein sonderlich schlüssiges Argument.

In diesem Sinne ähnelt die Politik sehr stark der Zauberei......“

David Graeber
Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus

 

Es ist ein humanitärer Akt dieses Pack aus seinem Camp zu befreien, damit es eine Chance erhält zu geistiger Gesundung zu finden........

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Politik & Zauberei
 

«Es ist ein humanitärer Akt dieses Pack aus seinem Camp zu befreien, damit es eine Chance erhält zu geistiger Gesundung zu finden........»

Sind das überhaupt welche von uns?

Eher sind das Fremde von einem anderen Stern – Alien. Die Philosophie der Macht predigte Hegel schon in der Art:

Ein Ball ist rund,
weil er rund ist.

Den philosophischen Beweis in seinem Zirkelschluß blieb Hegel stets schuldig, den hatte der Sack in wolkigem Gebrabbel zu verbergen versucht.

Einstein sagte mal:

«Wer ein Problem schafft,
beseitigt das nicht.»

Dein kindlicher Glaube an die Thertapierbarkeit von PolitPack ist also obsolet.

Zur Zeit blubbert der CDU Kessel vor sich hin, Die Gewinne sollen weiter über Schurkenstaaten abgezockt werden und die Verteidigung der Handelswege soll mit staatlichem Gewaltmonopol billiger werden, indem die dumpfbackigen Wähler ihren eigenen Strick wählen, an dem sie via Nasenring vorgeführt werden.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Alien, Fremde
 

.....die mich da in die - von dir als "kindlicher Glaube" qualifizierte - in die Bredouille bringt.

Was mir fremd ist, muss ich nicht unbedingt gleich auffressen - das Alien's lecker sind, wäre dann auch noch zu beweisen?

Aber klaro endet mein "kindlicher Glaube" ( ich nenne den frech Humanismus) haargenau genau dort, wo das Pack das humanistische Spielfeld verlässt. Für den Umgang mit Raubgetier sind gesündere Regeln in meiner kindlichen Birne allerbest verankert.

Pete Townsend hat dieses wesentliche Kriterium der Unterscheidung einmal allerfeinst so ausgedrückt:

 

 

Es ist immer schön für jede Gelegenheit über das passende Werkzeug zu verfügen - und bewaffnete Freunde sind oft eine hilfreiche Angelegenheit.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Korinthenkacker
 

Habe mich gerade mal auf deren Seiten rumgetrieben. Die sind ja noch softiger, noch freundlicher gegenüber der Herrschaft als alles, was von Sahra & Co. zu vernehmen ist. Aber immerhin scheint DiEM25 gewisse Strukturen zu haben, auch ohne Gründervater Varoufakis so vor sich hin zu dümpeln.

Einerseits hat Susan Bonath bei KenFM  wohl weitgehend recht, wird von Wagenknecht & Co. kein wirkliches Hinterfragen der systemischen Verhältnisse zu erwarten sein, eher die Anmahnung eines bitteschön doch etwas softeren Kapitalismus.

Andererseits und um noch mal auf die eingangs hier thematisierte und verlinkte Umfrage zurückzukommen. Will die Mehrzahl der Menschen hierzulande denn mehr ...?

Wo ist das real existierende Potential für weitergehende Infragestellungen, gar Veränderungen?

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in meinem lieblingscafe sind am donnerstag "interessierte" zu einem treffen eingeladen ... ich schau vielleicht mal vorbei, wer sich da einfindet ... doch ehrlich, ich erwarte nix ... nur pure neugier bzw. praxistest.

ich ganz persönlich finde ja den start im sommerloch - von allen inhalten mal abgesehen - für völlig idiotisch ... einen schwungvollen start kann man so wohl vergessen ...

aber aus "taktischen" gründen, wurde ja der GUT-MÖGLICHE zeitpunkt der idee verschoben (richtungsstreit in der linken auf ihrem parteitag) ... jaja, ich fand die "taktik" bedenkenwert, aber auch etwas feige und nicht "optimal"

aber ich brauche auch keinen wecker von sarah und oskar ... hab den eindruck, dass sie selbst wohl aufgewacht sind und von sich auf andere schließen ... tja, so ist das mit der gunst der zeit ...

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Antwort auf marie  zum Kommentar ich schau vielleicht mal vorbei
 

und dem Sack Reis, der demnächst in China umfallen wird.

Was realistischerweise zu erwarten ist, hatte ich hier in meinem vorherigen Kommentar mal so dahingestellt. Dass das nicht alles sein kann, ist mir natürlich auch klar. Ulrich Mies und via Rubikon nennt das auf dem Weg befindliche einen

"neoliberalen Faschismus in Lauerstellung",

hat dann nach einer richtigen und schlüssigen Analyse abschließend weitgehend nur das zu bieten, was eben der Einzelne tun kann, um ein wenig Sand in das Getriebe zu werfen - ehe er und um im Bilde zu bleiben, von diesem Mahlwerk zermalmt wird.

Natürlich, wenn das viele, viele Einzelne tun, dann wird es wirkmächtig, sind wir jedoch von diesen, mir durch viele Kontakte bekannten informellen Parllelgesellschaften der ehemaligen DDR noch ein ganzes Stück entfernt. Und dabei gab es damals nicht mal Internet, funktionierte es dennoch und brachte schlußendlich das System zu Fall. Klar, es hätte auch anders, gewalttätiger von Seiten der Herrschaft geantwortet werden können;

wird das hier und jetzt, wird absehbar genau so kommen, nachdem die soften Repressalien nicht mehr helfen. Und eben das meint Ulrich Mies wohl mit dem Begriff vom neoliberalen Faschismus in Lauerstellung.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Jenseits von Sahra ...
 

passt zwar nicht perfekt zum thema, aber zu meinen gedanken zu den geschehnissen der zeit

"Manipulation und Verzerrung gehören zum Nachrichtengeschäft. Das war früher nicht anders als heute. Eines jedoch hat sich tatsächlich geändert: Die grosse liberal-demokratische Meistererzählung, die Establishment und Basis einte, gelangt an ihr Ende. Was einige bedauern, sehen andere als Chance.

Eine Rückkehr zur alten ideologischen Hegemonie wird es nicht geben. Aber um ehrlich zu sein: Das ist kein Anlass zur Sorge.
Ich frage ernsthaft und aufrichtig: Auch wenn das neue Leben anstrengend ist, ist es am Ende nicht besser (und ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer freieren Gesellschaft)?"
https://www.nzz.ch/feuilleton/fake-news-wohin-das-auge-reicht-und-die-wa...

jetzt les ich mir mal den ulrich mies durch ... danke für den link.

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Antwort auf marie  zum Kommentar slavoj zizek hat mal analysiert
 

Wo ist das Problem?

Die Theologie gehört zu Deutschland ! – und zum gesamten Kulturkreis von Nahost bis zu Wildwest. Diese jahrtausende alte kulturelle Prägung sucht einen Gott im transzendenten Jenseits und nicht in sich selbst. Diese Prägung beeinflußt die Philosophie und das Denken im realen Leben.

Wohl leben wir in einem sozialen Kontext und ohne den geht es auch nicht. Trotzdem wird ein Mensch den Fake News nicht wehrlos ausgeliefert sein, wenn er seine Spiritualität in sich selbst sucht. Das bedeutet, jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und für seine spirituelle und intellektuelle Entwicklung. Wer den Weltanschauungen anderer folgt, ist frermdbestimmt.

 

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Fake News
 

... dass es menschen gibt, für die "kommunisten" das größte übel der menschheit - bzw. mit "faschisten" gleichgesetzt werden bzw. noch viel schlimmer sind

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Antwort auf marie  zum Kommentar es sind KEINE fake-news
 

Karl Marx hat zu Recht vor der Religion gewarnt. Schließlich hat er sich als der letzte Scholastiker in direkte Konkurrenz zu den Religionen begeben. Die Entwicklung von den Anfängen bis heute bestätigt das durch eine unendliche Vielzahl an Sekten, die sich alle spinnefeind sind.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wo ist dein Problem?
 

"Einem ewigen Kampf um Deutungshoheit liefert sich aus, wer mitmischen will, Geschichte zu schreiben – zumal wenn dies nicht im stillen Kämmerlein der Wissenschaft vonstattengeht, sondern im öffentlichen Raum der Erinnerungspolitik. Dabei geht es nicht nur um die Frage, woran und mit welchen Mitteln erinnert wird, sondern auch, durch wen diese Erinnerung repräsentiert wird.

Dass das zuweilen groteske Züge annehmen kann, demonstriert gerade der Förderverein der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Stasi. "

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wird-b-hohenschoenhausen-...

>>> der kampf um die geschichtsschreibung geht auch ohne "religion" ... parteienpolitik reicht da völlig aus ... ich meine als "sekten" - "untersekten" - "sektenmitläufer"

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Antwort auf marie  zum Kommentar lustig-skurriler nebenschauplatz
 

Oberbegriff für alle Religionen, Philosophien, Glaubensbekenntnisse und Parteiprogramme, die  mit der wirklichen Welt nicht übereinstimmen; also der Hauptkampfplatz für MindFucker..

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Weltanschauung
 

... ist ja auch nur deine private begriffsbestimmung-suppe ...

aber zum realistischen teil der wirklichkeit gehört auch diese pr-suppe, in die man alles reinwerfen kann und die zutaten fast undefinierbar macht ...

" ... ein taktisches Manöver, eine rein auf Provokation der Öffentlichkeit angelegte Aktion. Das werde in der AfD schon verstanden, sagte sie. Formal bediente sich Brandner vor seinem PR-Auftritt der »Totalitarismustheorie«, wonach links und rechts gleichgesetzt sind. Brandner zufolge bringe schließlich »jede Diktatur, sei sie politisch rot oder braun ideologisiert, Verbrechen und Verbrecher« hervor ..."

https://www.jungewelt.de/artikel/337530.bundespolitik-buhlen-um-die-mitt...

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Antwort auf marie  zum Kommentar ich verstehe dich inhaltlich nicht
 

Du antwortest mir auf einen Kommentar, den du inhaltlich nicht verstehst.

Rechts/links sind Sammelbegriffe für unendlich viele Sekten. Auch Diktaturen gehören dazu. Grundsätzlich definiere ich LINKS mit sozial und RECHTS mit partikulär (asozial, wirtschaftsliberal, konservativ, nationalistisch, rassistisch, nimm alle Scheiße und rühr um :-)

Um ein weltanschauliches Spektrum abzubilden, reicht links/rechts nicht aus. Dafür brauchen wir weitere Dimensionen, z.B. autoritär/freiheitlich.

Wenn sich Die LINKE immer nur um sich selbst dreht, braucht sie sich nicht zu wundern, wenn sie wenige Anhänger hat.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Um WAS geht es?
 

https://cooptv.wordpress.com/2018/08/10/diskussion-ueber-perspektiven-de...

lieber heinz, kann es sein, dass DU es bist, der immer das gespräch von rechts-und-links aufkommen läßt?

ich benutze diese begriffe schon lange kaum noch - und nie gern ...

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Antwort auf marie  zum Kommentar bericht vom ersten berlin-treffen
 

Am 16. oder am 23.8. könnte ich zum Treffen mal am Coop-Cafe vorbeischauen.

Andererseits sitzt man auch dort wie das Kaninchen vor der Schlange (will mir der Bericht sagen?), muss über jedes Stöckchen springen. Mach' ich nicht.

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Antwort auf marie  zum Kommentar bericht vom ersten berlin-treffen
 

Du schreibst zwar klein, aber beziehst dich auf DIE LINKE, die das Links im Namen führt. Beim Thema des Artikels bleibt das ja auch nicht aus – so what?

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Zufall?
 

ist eigenname und kein "zufall" bei der verwendung

bei "alternative für deutschland" gehe ich auch nicht davon aus, dass dies für mich inhaltlich korrekt ist

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Jenseits von Sahra ...
 

......wird es dem Heiko wohl so ergehen wie dem Erich (Mielke) - er wird alle flott "liebhaben", damit sein Arsch dran bleibt.:

(die Konjunktur für die Noskes ist hier hoffentlich vorüber....)

 

 

Die Grafik stammt von spanischen Freunden - da sieht es derzeit auch nicht schöner aus.

Ergänzend dazu:

Wie es ist, einen humanoiden Roboter auszuschalten

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der auch in etwa meiner meinung entspricht. denn zu erwarten, etwas "serviert" zu bekommen ist auch nicht so ganz meine art - andererseits kommt es auf die köche und die zutaten an >>> also: der versuch etwas "schmackhaftes" beizutragen kann ja kein verlust sein ...

"Die Hysterie, mit der dieser Bewegung begegnet wird, ist belustigend, zeigt aber auch den Grad der Verrohung, den die gesellschaftliche Debatte mittlerweile angenommen hat. Die Bewegung in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken, ist derart dumm und unanständig, dass es wirklich kaum zu fassen ist. Was die etablierten Medien von sich geben, spielt bei der Meinungsbildung aber glücklicherweise keine allzu große Rolle mehr, wie z. B. Corbyn oder auch Trump gezeigt haben. Daran wird es also nicht scheitern.
Was das Potential der Bewegung angeht, bin ich erst mal skeptisch, man wird jedenfalls einen langen Atem brauchen. Zu begrüßen ist diese Initiative dennoch. Sie erscheint mir als das erste linke Projekt seit Jahren, das zumindest ein wenig Anlass zu Hoffnung gibt. Meine Unterstützung ist erst mal sicher."
https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/aus-der-geschichte-lernen...

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Antwort auf marie  zum Kommentar ein kommentar aus dem freitag
 

......aus dem bürgerlichen Lager?

Spätestens eit der Niederschlagung der Pariser Komune (28. Mai 1871) sollte eigentlich klar sein, das das nicht funzt - und sogar das Warum dazu:

"Wagenknecht will also nicht, dass sich die Menschen vom System abwenden. Sie will selbst ans Ruder. Sie will regieren, vielleicht ein wenig sozialer für die angestammte Bevölkerung entscheiden. Ein bisschen mehr Sozialdemokratie, den Mindestlohn ein wenig erhöhen, etwas mehr Grundsicherung mit weniger Repressionen, eine Untergrenze für die Rente, und so weiter. Sahra Wagenknecht will eine neue deutsche Regierung inmitten unseres global immer brutaler wütenden Kapitalismus. Sie will ihn managen, genauso wie es alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien wollen."

https://kenfm.de/tagesdosis-6-8-2018-sammeln-von-oben-statt-sagen-was-ist/

Fröhliche Fürze aus reaktionären Ärschen wären ein geschichtliches Novum, täte ich dazu einmal sagen - aber die geschätzte Susan Bonath drückt das im obigen Zitat natürlich schicker aus......

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Linke Projekte"
 

Für alles Mögliche wird gesammelt. Für eine Tombola, für das Müttergenesungswerk, für die armen Negerlein in Afrika und jetzt hat ein Politstar den eigenen Fanclub zum Sammeln von Stimmen.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Linke Projekte"
 

schreibt viel Richtiges Wobei der Text bei KenFM sogar noch sehr zivil daher kommt ...

Oder wurde er nachträglich verbessert? Ich meine ihn am Erscheinungstag etwas unter die Gürtellinie gehend gelesen zu haben. Eher so, wie auf der Facebookseite  von Susan Bonath. Und da wiederum stößt mich genau das ab, was Marie hier via dem Freitagskommentar anspricht, dieses inflationäre Wedeln mit der Nazikeule.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Susan Bonath
 

werte ich - ebenso wie Susan Bonath auf ihrer Facebookseite - jede linksgetarnte, unverhohlene Hetzerei gegen die Schwächsten zu Gunsten der Besitzständigen.

"Meine Klasse" nennt Susan Bonath diese Schwachen, weil sie sich an und mit ihnen identifiziert - diesen klaren Maßstab halte ich für unverzichtbar. Für verzichtbar dagegen halte die Wahrung ausbeuterischer, privilegierter Profite wie sie von Parteifunktionären (aller farblichen Schattierungen) in der Symbiose mit erraubten Geldbergen gegenwärtig erzielt werden.

Das es sich bei SW um eine "hochbezahlte Schickeria-Millionärin" handelt, deren (Klassen-) Standpunkt sich um gaaaanz andere Attribute rankt - als es die Verteidigung der Wehrlosen zulässt -  erscheint mir persönlich überaus einsichtig.

Darum beurteile ich dieses vorgeblich linke Projekt der aktuellen Sammlungsbewegung durch SW auch als ein bürgerliches Modell zur Wohlstandssicherung unter einem verlogen-linken Ettikett.

Jeder Erhalt von Privilegien für die "Gleicheren" verfügt nicht über den kleinsten Bezugspunkt zu einer allgemeinen Gleichheit die den Kern von glaubwürdigem "Links" bilden.

Ohne diesen Kern existiert kein linker Inhalt, sondern nur die Fortsetzung der Ausbeutung von Menschen durch Menschen.

Der verlogene Genuß der erraubten Rechte der "Stärkeren" war noch nie "Links", sondern immer nur die Geißel der Schwächsten.

Es sind die Palastbewohner die fortgesetzt die Hütten anstecken und das als "Demokratie" verschärbeln......

Darum auch mein vorhergehender Hinweis auf den 28. Mai 1871 und den pausenlosen bürgerlichen Versuch die Komune zu beerdigen.

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Linke Projekte"
 

welches wunschkonzert hörst du denn?

aber etwas differenziert und klartext - bitte - bin neugierig!

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Antwort auf marie  zum Kommentar gallien? asterix?
 

die Asterixe sind eindeutig & beständig in der Überzahl - aber die Zaubertränke der vielfarbigen Druiden wirken nicht, mangels unabhängig-selbstständiger Hirntätigkeit der Probanden.

Die Neugierde auf vorgefertigte Rezepturen ist ein werbetechnischer Hirnschiss zu Selbsterhalt der ansprechend eingefärbten Drogen-Dealer.

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Linke Projekte"
 

... die mauer wieder aufzubauen^^

"Contergan und Reichsromantik
Wenn am 13. August 1961 die »Wende« stattgefunden hätte"

https://www.jungewelt.de/artikel/337757.was-w%C3%A4re-wenn-contergan-und...

naja, hast du nicht vor kurzer zeit noch von einem eu-projekt geschwärmt ?

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Einen gehaltvollen Beitrag zur Aufsteherei von Lafontaine-Wagenknecht liefert Holdger Platta auf Hinter-den-Schlagzeilen ab. Er setzt sich ausdrücklich von Susan Bonath's Kritik ab, weil er ihr das Abverlangen eines Bekenntnisses zum Marxismus unterstellt das nicht massentauglich sei. Allerdings erkennt er in dieser (seiner) Sicht auch die Gefahr der reformistischen Annäherung an originäre rechte Zielsetzungen.......

Sein Resümee am Ende des längeren, vielschichtigen Artikels:

"Wagenknecht konstruiert ein „Entweder-Oder“, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt – und humanerweise auch nicht geben darf! Ein „Sowohl-Als auch“ ist angesagt: Soforthilfe und Ursachenbekämpfung. Alles andere wäre nicht Realisierung, sondern Abschaffung von konsequenter linker Politik. Und es verwundert mich doch sehr, dass eine kluge Politikerin wie Sahra Wagenknecht davon – scheinbar oder tatsächlich – nichts mehr wissen will!

Niemand von uns HdSlern, das darf ich wohl sagen, ist gegen ein „Aufstehen“, ist gegen ein Aufstehen für ein soziales, für ein humanes Land! Aber man muss schon mit dem richtigen Fuß „aufstehen“, wenn man im guten Sinne “aufstehen“ will, nicht mit dem falschen. Und der richtige Fuß ist in diesem Fall der linke Fuß, nicht der rechte! Ganz anders mithin, als uns der deutsche Volksmund einreden will – und im vorliegenden Fall auch eine Volksbewegung mit dem Titel www.aufstehen.de."

https://hinter-den-schlagzeilen.de/aufstehen-ja-aber-mit-dem-richtigen-fuss

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und in jedem Falle sachlich!

Das kann man lesen, dem zustimmen oder zumindest über die einzelnen Kritikpunkte ernsthaft diskutieren. Mir fällt allerdings auf, dass sich Holdger Platta mehr noch als die von ihm Kritisierten "Aufsteh"-Initiatoren mit eigenen Positionierungen sehr zurück hält. Kann ich sogar verstehen, weil jedes sich über den angesagten Tellerrand hinausbewegen natürlich angreifbar macht.

Insofern rufe ich dem Holdger zu: Mach mal selbst! Ernsthaft!


Btw.  Hatte beim ersten Lesen den mir bislang unbekannten Holdger Platta mit dem mir sehr wohl, gar persönlich aus einer Veranstaltung nebst Diskussion im Berliner Sprechsaal her bekannten Hermann Ploppa verwechselt;

und dachte spontan, "wie unkritisch-systemisch kommt denn der jetzt daher?".


Aber nein, ist Hermann Ploppa  ein anderes Kaliber, von mir bereits durch den Kauf seines aktuellen Buches unterstützt..

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Solide Kritik
 

Unter der Überschrift:

„Nationalismus“ überwinden – bis in unsere Begriffe hinein!

https://hinter-den-schlagzeilen.de/nationalismus-ueberwinden-bis-in-unsere-begriffe-hinein

hat ers's heute umfänglich päzisiert:

 

"Der „revolutionäre“ Mensch, von dem viele von uns träumen, angesichts der vielen Weltprobleme, vor denen wir stehen, dieser „revolutionäre“ Mensch wird deshalb auch eines vor allem sein: ein über eigene Grenzen hinausgelangender kooperationsfähiger Mensch! Anders gesagt: für eine Welt, die besser aussehen möge als heute, bedarf es nicht nur klarer politischer Programme und vieler Menschen, die sich mit Verstand darauf verständigt haben. Es bedarf auch der Sympathie und Empathie unter den Menschen! Denn sonst scheitert bereits im Kleinen, was im Großen gelingen soll!

„Nationalismus“-Begriffe  hingegen machen schon in der Sprache kaputt, was in der Realität erst noch entstehen soll: eine Welt der freien und gleichberechtigten Menschen, die geschwisterlich miteinander verbunden sind – über all die trennenden und idiotischen Nationen- und „Nationalismus“-Grenzen hinweg. Wir haben uns nicht von unserer Nationalität her zu definieren – in unserer Identität nicht und nicht in unserem Verhalten –, sondern von unserer Mitmenschlichkeit her, die keinen Menschen auf diesem Erdball ausnimmt von dieser Solidarität und Mitmenschlichkeit."

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Erst kam dieser HdS-Artikel  von Holdger Platta, bei dem ich mir die mittlerweile aufgelaufenen Kommentare angesehen habe. Dann der Text von Konstantin Wecker bei Telepolis, worauf sich diese "Heike" in ihrem Kommentar bei dem HdS-Hinweis  bezieht. Und nun (abschließend?) ein weiterer HdS-Artikel  von Holdger Platta; der offensichtlich diesen "Heike"-Kommentar zum Aufhänger nimmt.

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immerhin gesteht der Holdger zu, dass Nationalismus nicht ausschließlich negativ und ohne jeden Blick zurück diskreditiert werden sollte. Aber dann, dann besteht der weitere Text beinahe ausschließlich darin, dass es doch so ist; und der Holdger recht hat.

Ich habe dahingehend beispielsweise dieses Standardwerk von Frantz Fanon gelesen, auch viel von Pierre Bourdieu, der oft über seine Erfahrungen im französisch besetzten Algerien berichtet.

"Und schließlich: Sarah Wagenknecht hätte besser daran getan, den internationalen – meinetwegen auch: internationalistischen – Charakter all dieser einzelstaatlichen Bewegungen gegen den Weltkapitalismus zu akzentuieren,"


Ne Holdger, weder bei Fanon noch bei Bourdieu habe ich etwas von diesem immer wieder gern beschworenen, beinahe als nostalgische Schimäre durch die Arena getriebenen internationalistischen Charakter erkennen können. Das fantasiest Du Dir jetzt zusammen, um irgendwie doch recht zu haben.

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und was auch bei Holdger Platta nicht vorkommt, dass ist die Frage nach den Gründen, warum zunehmend viele Menschen jetzt (plötzlich?) wieder für nationale, gar nationalistische Gedanken empfänglich sind; wobei diese, meine Zuweisung vielleicht bereits eine Diffamierung darstellen kann.

Gut passt dazu der ironische Kommentar dieses Daniel zum letzten Platta Text.

"Der Internationalismus hat die Fronten gewechselt"

Könnte -nicht wenig- gar auf das zutreffen, was Platta hier versucht, sich dabei hinter Konstantin Wecker versteckt.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Schlußendlich ...
 

(statt >>verstehe<< wäre auch das Wörtchen >>interpretiere<< einsetztbar - weil nie nicht nur ein Verständnis existiert)

.....erläutert er eine einleuchtende Sicht vom positiv "Nationalen" am Beispiel von nationalen Befreiungsbewegungen, die solange sie ihre Anliegen auf der Ebene von gleicher Berechtigung aller globalen Nationalitäten betreiben immer auch internationalistisch agieren. Das Gegenteil davon ist jede nazionale Befreiung zu Gunsten einer vorgeblich überlegenen Nazion - verbunden regelmäßig mit hirnrissigen (rassistischen) Zuschreibungen der eigenen nazionalen Überlegenheit.

Siehe die nazionalen Märchen von Amerika first, dem faulen Griechen, oder dem auserwählten Zyonisten, usw..

Das Fanon oder Bordieu eine derart pervers-verlogenen "Befreiung" auch nur denken könnten, fällt schlicht aus.

Das muss sich der Holdger nicht erst ran halluzinieren.......

Er definiert schlichte (linke!) Wertvorstellungen die sich nicht in Grenzen oder Nationen einordnen können, weil sie dem Ideal vom frei-glei-brüderlichen verpflichtet sind. Die Rechte dagegen privilegiert einen Personenkreis den sie nicht eindeutig definieren kann - immerhin aber für den seiner persönlichen Herkunft und maximalen Aufwertung hält.

Ohne sich dabei hinter Wecker, oder irgendjemandem, zu verstecken - der vertritt einfach nur die selbe Meinung, wie sie auch bereits Bakunin, Kropotkin, Buenaventura Durruti und die vielen anderen Freunde der menschlichen Gleichheit per Geburt betrieben.

Dieser Internationalismus kennt keine Front zwischen Menschen, sondern nur die zwischen gleichberechtigten Menschen und denen die verrückt genug sind sich für etwas besseres, ein übergeordnetes (privilegiertes) Wesen halten.

Das sich derlei Nazi-onale Denkunfähigkeit gerade im schlichten Gemüt vermehrt wie die Fliege auf dem nazionalen Kackhaufen ist keine allzu neue Erkenntnis.

Wenn der Schlips vor Scheinwerfern ‚Ausländerbegrenzung‘ fordert, löst der Stiefel sie in der Dunkelheit ein. Dass aus Wörtern Taten geworden sind, will der Schlips danach nicht mit sich selbst in Zusammenhang gebracht wissen.“

Götz Eisenberg http://www.nachdenkseiten.de/?p=31477

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Wie ich den Holdger Platta verstehe
 

"Er definiert schlichte (linke!) Wertvorstellungen die sich nicht in Grenzen oder Nationen einordnen können, weil sie dem Ideal vom frei-glei-brüderlichen verpflichtet sind."

Nur ist die reale Welt seit einigen Jahrhunderten in relativ konkret abgesteckte Nationen aufgeteilt, deren territoriale Integrität (Staatsgebiet, Staatsvolk, Staatsmacht) nicht zuletzt von den Vereinten Nationen als unverletzbar eingestuft wird. Falls auch noch Religion und/oder Kultur etc. hinzukommt, so kann aus dem "national" der Nation dann schnell "nationalistisch" werden. Ein nicht zu ironisch gemeintes Beispiel:

Wenn ich kritisiere, wenn ich frage, was denn die Bundeswehr in Afghanistan zu suchen hat, kann kann ich das nur unter oben genannter nationaler, gar nationalistischer Prämisse tun, weil Deutschland und Afghanistan in verschiedenen Teilen der Erde gelegene unabhängige Völkerrechtssubjekte mit absolut unterschiedlicher Kultur und Religion sind; dahingehend mit allen zu schützenden Rechten versehen.

Globalistisch gesehen und nicht wenig augenzwinckernd  müsste ich fragen, was die dort in Afghanistan mit ihrer Nazion, mit ihrer Religion etc. eigentlch wollen, gehört ihnen wie uns doch global gesehen alles, sind wir nun mal so frei, unter dem Schutzschirm der USA dort Brunnen zu bohren und Mädchenschulen zu bauen, segensreiche westliche Kultur zu überbringen.

Die sollen sich nicht so haben mit ihren Grenzen, ihrer Nation. Das ist sowas von rechts, neurechts ...

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Schon verstanden
 

War im letzten Freitag von Johannes Simon und leider nicht Online (den Titel lasse ich mal weg).

Essay: Mobile Gewinner der Globalisierung hier, lokale Kommunitaristen dort: Die Debatte über die Krisen unserer Zeit läuft arg schräg. (Kosmopolitien  = Nationalisten und gleichzeitig Globalisten)

Steve Bannon erklärte dem Hollywood“ „Reporter einmal seine Weltsicht.“ „Das war 2016, als er noch“ „als politisches Genie gehandelt“ „wurde. Trumps Wahlsieg, so Bannon,“ „basiere auf einer tiefen Spaltung in“ „der US-amerikanischen Gesellschaft. Auf“ „der einen Seite stünden die Eliten: die gebildeten,“ „wohlhabenden Anhänger des“ „Freihandels und der kulturellen Freizügigkeit.“ „Sie lebten in den „metrosexuellen Blasen“,“ „den urbanen Zentren an der Westund“ „Ostküste, und hätten kulturell mehr“ „mit Shanghai oder London gemein als mit“ „der Mehrheit der einfachen Amerikaner im“ „„fly-over country“. Der von diesen Eliten“ „propagierte „Globalismus“ habe die „amerikanische“ „Arbeiterklasse zerstört und eine“ „Mittelschicht in Asien geschaffen“. Dagegen“ „wolle Bannon „Konservative und Populisten“„ „unter dem Banner eines „ökonomischen“ „Nationalismus“ vereinigen.“ „Bannon hat seinen Einfluss weitgehend“ „verloren, doch seine Theorie lebt fort. Auf“ „sie stößt man immer wieder, wenn es darum“ „geht, die rechtspopulistischen Revolten“ „der Gegenwart zu erklären. Der britische“ „Journalist David Goodhart zum Beispiel“ „beschrieb in seinem Buch The Road to“ „Somewhere den Brexit als Aufstand der lokal“ „verwurzelten „Somewheres“ gegen die“ „Herrschaft der gebildeten, kosmopolitischen“ „„Anywheres“. Eine in Deutschland“ „einflussreiche Version dieses Arguments“ „stammt von dem Politikwissenschaftler“ „Wolfgang Merkel. Ihm zufolge spaltet sich“ „das politische Feld zurzeit entlang einer“ „„neuen Konfliktlinie“ zwischen „Kosmopoliten“„ „und „Kommunitaristen“. Im Zentrum“ „stehe die Frage, „wie stark die Grenzen des“ „Nationalstaates geöffnet oder geschlossen“„ „werden sollen. Auf der einen Seite „sammeln“ „sich die Kosmopoliten als Grenzöffner“ „und Vertreter universaler Menschenrechte“.“ „Sie seien „Globalisierungsgewinner,“ „besser gebildet und ausgestattet mit“ „mobilem Human-, Sozial- und Kulturkapital“.“ „Auf der anderen Seite stehen „die Kommunitaristen“,“ „die „ein hohes Interesse an“ „nationalstaatlichen Grenzen“ haben. Sie“ „seien „Globalisierungsverlierer mit vergleichsweise“ „niedriger Bildung, geringem“ „Einkommen und lokal-stationärem Human-,“ „Sozial- wie Kulturkapital“.“ „Freier Handel ist nicht frei“ „Das ist der falsche Tenor unserer Zeit, das“ „Grundnarrativ, das bis weit in die politische“ „Mitte hinein die Debatte über die derzeitigen“ „gesellschaftlichen Krisen bestimmt:“ „auf der einen Seite die liberalen“ „Eliten, die frei und ungebunden um die“ „Welt jetten und mit ihrer Zwillingsobsession“ „vom Freihandel und multikultureller“ „Progressivität ihre Nation und das einfache“ „Volk verraten haben; und auf der anderen“ „Seite die einfachen Menschen, die im Gegensatz“ „zu den „mobilen“ Eliten auf ihre“ „„Heimat“ und auf eine geschützte nationale“ „Wirtschaft angewiesen sind.“ „Dieses Narrativ ist nicht nur falsch, es ist“ „auch reaktionär. Es verschleiert die tatsächlichen“ „Widersprüche und Machtverhältnisse“ „unserer Gesellschaft, indem es sie durch“ „eine irreführende kulturalisierte Linse“ „zeigt. Dass sich dieses Wahrnehmungsmuster“ „immer mehr durchsetzt, bedeutet“ „einen Hegemoniegewinn der Rechten.“ „Denn wenn die Irrationalität und Brutalität“ „des globalen Kapitalismus erst einmal mit“ „Kosmopolitismus, mit kultureller Differenz“ „oder hybriden Identitäten assoziiert wird,“ „scheint nur noch die nationale „Gemeinschaft“„ „Schutz bieten zu können.“ „Dabei hat Freihandel erst einmal nichts“ „mit kosmopolitischer Kultur zu tun, geschweige“ „denn mit universellen Menschenrechten.“ „Die Architekten des globalen“ „Freihandelsregimes waren nationale Eliten,“ „die schlicht versuchten, die Interessen“ „ihrer nationalen Wirtschaft zu vertreten.“ „Besonders in Deutschland ist das evident.“ „Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist“ „die exportierende Industrie – zahlreiche“ „kleine „Familienunternehmen“ ebenso wie“ „gewaltige Großkonzerne, Siemens oder VW“ „etwa. Diese Unternehmen sind auf einen“ „offenen Weltmarkt angewiesen. Könnten“ „sie nur in Europa (oder noch schlimmer:“ „nur in Deutschland) verkaufen, wären viele“ „von ihnen nicht mehr profitabel. Die Besitzer“ „dieser Unternehmen und die dort arbeitenden“ „Menschen mögen einen völlig“ „provinziellen Habitus pflegen, sie mögen“ „sogar etwas gegen Ausländer haben oder“ „die „traditionelle Familie“ verteidigen, vielleicht“ „unterstützen sie auch die CSU oder“ „sogar die AfD – aber ökonomisch sind sie“ „auf globalen Freihandel angewiesen.“ „Zwischen Globalisierung und Nationalismus“ „besteht kein Widerspruch, ganz im Gegenteil.“ „Die globalisierte Wirtschaftsordnung“ „ist gerade das Mittel, mit dem“ „Deutschland seine nationale Macht mehrt“ „und sich gegen andere Länder durchsetzt.“ „Ein Widerspruch besteht vielmehr zwischen“ „den Anforderungen des Kapitalismus (nämlich“ „konstante Profite für die Kapitaleigner“ „zu erwirtschaften) und dem, was sich die“ „meisten Menschen unter einer gerechten“ „Wirtschaft vorstellen (nämlich einen funktionierenden“ „Sozialstaat und sichere, angenehme,“ „gut bezahlte Jobs für alle).“ „Um sich auf dem Weltmarkt gegen die“ „Konkurrenz behaupten zu können, muss“ „man stets versuchen, billiger und besser zu“ „produzieren als der Rest. Diesem Zweck“ „dient das „Outsourcing“. Seit 1989/1990“ „sind große Teile der Fertigungsketten der“ „Industrie nach Osteuropa verlagert worden.“ „Deutsche Konzerne konnten so ihre“ „Lohnkosten senken und gleichzeitig die eigenen“ „Beschäftigten unter Druck setzen“ „(der Freitag 17/2018). Gemeinsam mit der“ „Agenda 2010 garantierte dies die hohe“ „Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität“ „deutscher Unternehmen. So konnte sich“ „die hiesige Industrie gegen europäische“ „und globale Konkurrenten durchsetzen“ „und enorme Exportüberschüsse erzielen.“ „Diese schreckliche deutsche Erfolgsgeschichte“ „basierte darauf, dass die deutsche“ „Arbeiterklasse zum Wohle der nationalen“ „Industrie Opfer brachte: in Form von“ „„Lohnzurückhaltung“, aber auch durch die“ „neoliberale Transformation des Sozialstaates“ „seit den 90ern. Die Gesellschaft, die dabei“ „entstand, hat zuletzt etwa der Soziologe“ „Oliver Nachtwey in Die Abstiegsgesellschaft“ „skizziert. Sie ist geprägt von Leiharbeit,“ „prekärer Beschäftigung, wachsender Armut“ „und sozialer Unsicherheit.“ „All das wäre ohne die wirtschaftsliberalen“ „Reformen der rot-grünen Schröder-Regierung“ „kaum möglich gewesen. Die Agenda“ „2010 und der explizit neoliberale Turn“ „der SPD rührten eben nicht daher, dass sie“ „sich einem exzessiven „Globalismus“ verschrieben“ „hätte. Vielmehr erwiesen sich“ „die Sozialdemokraten als gute deutsche Patrioten:“ „Sie opferten die sozialen Interessen“ „eines Großteils ihrer Basis, um die“ „deutsche Wirtschaft, um die Nation, das“ „nationale Kapital wieder stark zu machen.“ „Gerade deswegen ist es so befremdlich,“ „wenn die „Kosmopoliten“ als Sündenbock“ „dienen sollen, um die gegenwärtige Krise“ „der Sozialdemokratie zu erklären. So kritisierte“ „etwa der Grundsatzreferent der SPDLandtagsfraktion“ „in Rheinland-Pfalz, Nils“ „Heisterhagen, in einem Interview mit dem“ „ipg-journal, die SPD wirkte „zuletzt wie“ „eine Partei, in der Google-Praktikanten die“ „Sprachbilder entwerfen und welche Politik“ „für ein kosmopolitisches Jet-Set-Bürgertum“ „macht“.“ „Die ewige Agenda 2010“ „Man kann sich denken, warum genau solche“ „Überlegungen immer wieder zu lesen“ „sind. Wenn nämlich staatstragende Journalisten“ „und SPD-Parteistrategen darüber“ „nachdenken, warum sich die SPD (genauso“ „wie fast alle Mitte-links Parteien der Welt)“ „in einer tiefen Krise befindet, stoßen sie“ „bald an eine klare Grenze, die sie nicht“ „überschreiten wollen: Hartz IV. Die Agenda“ „2010 darf nie in Frage gestellt werden.“ „Denn das hieße, sich als national unzuverlässig“ „zu erweisen und die wirtschaftliche“ „Macht Deutschlands zu gefährden.“ „Übrig bleiben dann die Klagen über die“ „angebliche Volksferne und kulturelle Arroganz“ „der kosmopolitischen Mittelschicht.“ „Für die bessergestellten Milieus, die in der“ „SPD und den liberalen Medien den Ton angeben,“ „ist der Vorwurf an sich selbst natürlich“ „viel angenehmer, sich zu sehr um Minderheitenrechte“ „gekümmert zu haben, anstatt“ „einzugestehen, dass man ohne mit“ „der Wimper zu zucken das brutale Hartz-IV“ „System, Leiharbeit, wachsende Kinderarmut“ „und dergleichen unterstützt hat, nur“ „weil man Angst um den Standort Deutschland“ „und den eigenen Wohlstand hatte.“ „(Diese angeblichen „Kosmopoliten“ verteidigen“ „auch mit Zähnen und Klauen ein“ „dreigliedriges Schulsystem, das zum Effekt“ „hat, migrantische Kinder von Akademikerkindern“ „fernzuhalten. Die Weltoffenheit“ „der gehobenen Mittelschicht hat Grenzen.)“

Wer sind nur diese Kosmopoliten?“ „Essay Mobile Gewinner der“ „Globalisierung hier, lokale“ „Kommunitaristen dort: Die“ „Debatte über die Krisen“ „unserer Zeit läuft arg schräg“ „Wenn man sich ehrlich an die Zeit der“ „Agenda 2010 zurückerinnert, wird man“ „auch eingestehen müssen, dass das gesellschaftliche“ „Klima damals sehr wenig mit“ „„progressivem Neoliberalismus“ zu tun“ „hatte. Die Agenda war nicht eingebettet in“ „idealistisch-liberale Identitätspolitik oder“ „Träume vom kosmopolitischen Weltbürgertum.“ „Vielmehr dominierten die konservativ-“ „nationalen Begriffsklassiker:“ „Deutschland, Standort und Sozialschmarotzer“ „– oder: „Parasiten“, wie es eine Broschüre“ „des damals SPD-geführten Wirtschaftsministeriums“ „unter Wolfgang Clement“ „ausdrückte.“ „Neoliberalismus und konservativer Nationalismus“ „sind keine Gegner, sondern siamesische“ „Zwillinge. „Kommunitaristische“„ „Sehnsüchte nach einer „kulturell regulierten“„ „Nation und traditionellen Lebensweisen“ „sind oft ein Bündnis mit autoritär-wirtschaftsliberaler“ „Politik eingegangen. Auch“ „Donald Trump treibt nur auf die Spitze,“ „was schon immer die Strategie der Rechten“ „gewesen ist, nämlich eine elitäre Wirtschaftspolitik“ „durch „kulturelle Volksnähe“„ „zu kaschieren. Wenn suggeriert wird, der“ „„kosmopolitischen Elite“ sei das Wohl der“ „arbeitenden Bevölkerung deshalb egal, weil“ „sie sich „dem Volk“ kulturell nicht zugehörig“ „fühle, unterstützt das diesen rechtspopulistischen“ „Betrug.“ „Anstatt vage kulturelle Ressentiments zu“ „bestärken, sollte die Linke vielmehr die systemische“ „Logik des Kapitalismus aufzeigen.“ „Das Problem ist die Macht des Kapitals“ „und die Machtlosigkeit der arbeitenden“ „Bevölkerung. Ob diese Arbeiterinnen jetzt“ „blaue Haare haben und am Wochenende“ „auf Crystal Meth polysexuelle Techno-Orgien“ „feiern oder sich im Biergarten Weißwurst“ „und Blasmusik gönnen, ist dabei erst“ „einmal völlig irrelevant.“ „Die SPD wurde“ „nicht naiv“ „globalistisch,“ „sie bediente“ „das nationale“ „Kapital“ „Polysexuelle“ „Orgien oder“ „Weißwurst im“ „Biergarten“ „– das ist völlig“ „irrelevant“.

(Nur in Word die Absatzzeichen ersetzt. - Ggf. wegen Urheberrechte nach dem Lesen löschen)

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Nation und Globalisierung
 

Den zitiert der (von mir nicht immer geliebte) Peter Nowak bei TELEPOLIS sehr prägnant so:

"Am Ende seines Beitrags formuliert Johannes Simon die Minimalstandards jeder aktuellen linken Bewegung:

Anstatt vage kulturelle Ressentiments zu bestärken, sollte die Linke vielmehr die systematische Logik des Kapitalismus aufzeigen. Das Problem ist die Macht des Kapitals und die Machtlosigkeit der arbeitenden Bevölkerung. Ob diese Arbeiterinnen jetzt blaue Haare haben oder am Wochenende auf Crystal Meth polysexuelle Techno-Orgien feiern oder sich im Biergarten Weißwurst und Blasmusik gönnen, ist dabei erst einmal völlig irrelevant.

Johannes Simon, Freitag

Solche Sätze liest man weder bei den Unterstützern der "Aufstehen"-Initiative noch bei den meisten ihrer Kritiker. (Peter Nowak)

https://www.heise.de/tp/features/Koennte-die-Initiative-Aufstehen-sogar-Erfolg-haben-4142671.html?seite=2

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Schon verstanden
 

bleibt verwechselbar mit dem neoliberalen Projekt, solange nicht 'kein Herr & kein Sklave" - also die allgemeine Gleichheit dazu stößt.

Es geht nicht um die beliebige, grenzenlose Ausbeutung von allem und jedem - unter dem Deckmäntelchen von 'Freiheit & Demokratie'. So wird Mensch unter staatlicher Aufsicht vom Interesse der kapitalvermehrenden Rendite dirigiert und schleichend zum kanibalistischen Raubtier verformt.

"Und es muss darum gehen, einem falschen Staatsbegriff zu widersprechen. Der Staat war nie das Bollwerk gegen das Kapital, wie Sozialdemokrat_innen behaupteten. Der Staat war und ist eine Herrschaftseinrichtung des Kapitals, dem durch soziale und demokratische Kämpfe allerdings auch Forderungen der unteren Klassen eingeschrieben wurden. Unser Aufgabe ist es, diese Rechte zu verteidigen und auszubauen - innerhalb und außerhalb der Institutionen; lokal, in nationalstaatlichem Rahmen, aber auch auf europäischer Ebene und darüber hinaus."   Raul Zelik

https://www.akweb.de/ak_s/ak640/33.htm

Es rettet uns kein Gott und kein höheres Wesen - mithin auch kein Parteifunktionär.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Wie ich den Holdger Platta verstehe
 

Zu ihrer aktuellen Tagesdosis  bin ich wieder voll bei ihr.

Die sog. soziale Frage ist ja genau der Punkt, welcher die Realität immer wieder triggert, Positionierungen herausfordert. In dem Interview mit Konstantin Wecker geht es (Seite 3) auch (et passant) um diesen Punkt. Der Interviewer unterstellt gleich mal, dass alle diejenigen, welche die soziale Frage betonen, eigentlich nur die Flüchtlinge meinen. Und Wecker stimmt dem zu, gibt sich dahingehend kompromisslos, hat für die soziale Frage kein Wort übrig.

Klar, kann man machen, wird man damit bis auf die Hardcore-Kader der Antifa auch noch die letzten gutwilligen alten Linken zur AfD treiben; spätestens, wenn es ans Eigene, Eingemachte geht. Die AfD ist Fleisch vom Fleische des Systems und wenn es sie nicht gäbe, dann müsste sie erfunden werden.

Ein genialer Zug der Herrschenden: Die Linke von der sozialen Frage zu lösen, ihr einen neuen Feind zu geben.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Btw. Susan Bonath
 

...spalte die Ausgebeuteten bis zur verblödeten Wehrlosigkeit war noch nie ein linkes Projekt.

Reservate zum Schutz nazionaler Werktätiger hat es noch nie gegeben - dieses verlogene Narrativ ernährt vorwiegend die grenzenlose Liga aufstiegsgeiler Funktionäre und mästet das Kapital.

Zur Lösung der sozialen Frage ist mir nach wie vor nur eine Antwort gegenwärtig -

die gleichberechtigte Selbstorganisation: 

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nicht nur weil die einen schwatten Stern auf'm T-Shirt spazieren trägt......, sondern weil die den prekären Blickwinkel vorträgt.

https://www.facebook.com/aufstehenbew/videos/212635236071994/

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die Susi Neumann hat jedenfalls Recht
 

Kein weiterer Text hier

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die Susi Neumann hat jedenfalls Recht
 

und zu den anderen Aufsteh-Videos, die ich mal quer geschaut habe.

Nicht nur, dass mir die Professionalität der Machart (Perspektive, Kameraführung, Schnitt, Musik&Ton) auffällt. Nein, das erinnert mich an eben diese Professionalität, die ich einmal selbst real erleben konnte - bei der Aufzeichnung von Positionen #10

Nun wäre es Verschwörungstheorie, hier Namen zu nennen, aber eines ist doch klar. Ohne professionelle Medienmacher, die für bzw. hinter "Aufstehn" stehn, ohne die wird es kaum gehen. Wagenknecht darf zwar bei den sogenannten Qualitätsmedien immer mal das Glamourgirl geben, aber diese Medien, die eher konservativen wie mehr noch die Neulinken haben dabei eine ganz andere Agenda.

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Antwort auf marie  zum Kommentar aufstehen - berlin-mitte 23.8.18
 

Da muss der Heiner aufpassen, den systemfrommen, neoliberalen U-Booten nicht zuviel Raum zu geben. Sein deja vu als Putin- und Assadversteher hatte er ja bereits via eines Seebrücke-Aktivisten genießen können.

"Bei den vorhergehenden Treffen, waren Kritiker des Bündnisses in der Runde, die immer wieder speziell diesen Punkt, die Flüchtlingsfrage sehr kontrovers diskutieren wollten. Und das obwohl wiederholt klargestellt wurde, dass alle Teilnehmer der Basisgruppe den Einsatz für die Rettung von Ertrinkenden im Mittelmeer unterstützen."

So isses! Als bereits zweimaliger Spender für das Projekt "Sea-Watch" braucht man mir nichts über die Situation der Flüchtlinge erzählen. Alles, was dort im Mittelmeer passiert, das passiert unter der doch demokratisch legitimierten EU-Exekutive.

Auch, dass das mittlerweile gute Spanien jetzt Flüchtlinge zurück nach Marokko verbringt.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Agent Provocateur
 

er (und die jetzt aktive gruppe) haben ja wohl die schlußfolgerung daraus gezogen, das thema "flüchtlinge" einfach mal ruhen zu lassen - jedenfalls nicht zu thematisieren >>> und scheint ja zu klappen ... vielleicht ist das eh die lösung ... einfach von menschen zu sprechen, die NATÜRLICH sehr verschieden sind ... ja und vielleicht über menschen, die hier leben und welche probleme sie WIRKLICH haben ... versuchen zu lösen (so wie die flüchtlinge ja auch versuchen IHRE probleme zu lösen ...)

also ich hab hier einen artikel entdeckt - unbedingt zu empfehlen - so klug - hat mich jedenfalls sehr beeindruckt ... und irgendwie auch bestätigt (was ja eher selten der fall ist)

https://www.sueddeutsche.de/politik/kenan-malik-ueber-multikulturalismus...

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Heute wurden auf den Nachdenkseiten 5 Punkte veröffentlicht in denen er sich mit den Kritikern der Kampagne zum ausgesessenen Aufstehen auseinander setzt.  Für mich aussagekräftig & interessant ist darin sein 5. Punkt:

 

"Bleiben noch die selbsternannten “Antikapitalisten“, die sich ein Leben lang damit beschäftigen, anderen vorzuwerfen, sie seien nicht links genug. Sie begnügen sich damit, schöne Papiere zu verfassen, die keinerlei Wirkung haben. Trotz der Schwierigkeiten, die wir kennen, suchen wir im parlamentarischen System einen Weg, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern."

 

Diese, ihm also bekannten Schwierigkeiten im parlamentarischen System entspringen dem, längst gescheiterten, sozialdemokratischen Denkansatz von der Reformierbarkeit des Kapitalismus.

Das erbärmliche Scheitern dieses Ansatzes hat sich, von der Bewilligung der kaiserlichen Kriegskredite über Schröders Hatz zur hirnlosen Lohndrückerei zu Lasten der Restwelt bis heute als fortwährende Rechtfertigung mörderischer Verhältnisse, längst erwiesen.

Immer eben gern durch reformistische Sozen-Funktionäre die antraten um angeblich die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Nun wird alles anders mit den Funktionären Wagenknecht und Lafontaine die als als Sozen-Sammler firmieren , ohne die Bastion der globalen Kapitalkonzentration der weltweit kriegführenden Eigentumsverhältnisse antasten zu wollen?

Wieviele "selbsternannte Antikapitalisten" sollen denn diesmal auf dem Altar der kapitalistischen Gottheit geopfert werden - welcher verlogene Noske-Schröder übernimmt dann diesmal das schmutzige Geschäft zur Wiederbelebung der bankrotten kapitalistischen Leiche?

Die selben Herren, die nächste Dame...... - vorwärts in das historische Vergessen -

Völker leugnet alle Signale und glaubt an die gesetzmässige Prostitution, dafür füllen die Wagenknechte & Lafontaine's euch alle Regale.

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Lafontaine
 

Oskar Lafontaine argumentiert, dass nur die Kapitalisten ein Interesse an offenen Grenzen für die Lohnabhängigen hätten, weil sie auf diese Weise die Lohne der einheimischen Arbeiter senken können.

Die Position der LINKEN zu offenen Grenzen sei deswegen falsch und weltfremd.

In der Sachsischen Zeitung warnte Oskar Lafontaine am 20. Februar 2018 davor, dass sich in der Linkspartei die Philosophie der multinationalen Konzerne, des No-border-nonation-Neoliberalismus, durchsetzt.

In einem Interview mit der Welt (6. Februar 2017) zitierte Lafontaine den britischen Sozialwissenschaftler Colin Crouch zustimmend mit der Feststellung, dass der Ruf nach offenen Grenzen eine zentrale Forderung des Neoliberalismus sei, also mitnichten links. Der freizügige Personenverkehr liege ebenso im Unternehmer-Interessen wie der grenzenlose Kapitalverkehr und der Freihandel.

Aber stimmt das eigentlich? Gibt es einen qualitativen Unterschied der aktuellen neoliberalen Einwanderungspolitik im Vergleich zu anderen Epochen?

Um die Frage zu beantworten lohnt ein Blick in die Geschichte. Um es vorneweg zu sagen: Seit Bestehen des deutschen Reiches 1871 gibt es keine historische Epoche, in der die Eliten für offene Grenzen eingetreten sind, noch diese Position in Gesetzen oder

Verordnungen praktiziert haben. Das gilt für das Kaiserreich (1871-1918), die Weimarer Republik (1919-1933), das ≫Dritte Reich≪ (1933-1945), die BRD (1949-1989), die DDR (1949-1989) und das wiedervereinigte Deutschland (1990-2018).“

Quelle:

https://www.marx21.de/offene-grenzen-neoliberal-lafontaine/

 

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar P.S. Lafontaine
 

irgendwo in der Mitte. "Offene" Grenzen würde Staaten illusorisch machen, jedenfalls in der bisher konzipierten Form. Unter den Befürwortern von offenen Grenzen  findet sich daher kaum die maximale Forderung nach unbegrenzter Öffnung, meint: jeder kann kommen wer will und dann auch bleiben.

Es gibt auch keine einheitliche Fraktion auf der Kapitalseite, die bei genauerem Hinschauen nämlich eine Auswahl treffen will, wenn es um Zuwanderung geht. Abgesehen davon sollte eindeutig unterschieden werden, dass sich die Zuwanderung aus ganz unterschiedlichen Strömen speist. Und ausschließlich die Zuwanderung, die sich aus ökonomischen Gründen vollzieht (wenn auch nachvollziehbar!), steht im Fokus. Diejenigen, die aus Kriegsgründen zu uns kommen, haben Anspruch aufgrund des Asylrechts. Das wiederum wird von Europa zurzeit mehr und mehr ausgehöhlt und bietet Anlass zu jeglicher Kritik, zumal Grund 1 und 2 in der Wirkung zusammen geschmissen werden.

Da es außerhalb von Staaten keine Alternativen gibt (internationale Institutionen sind abhängige), wohin sich Menschen wenden können, bleibt es Aufgabe der Staaten selbst, für ihre Aufrechterhaltung zu sorgen und das wäre im Idealfall im Sinne der dort lebenden Bürger, die durch ihre Arbeit genau diesen Staat errichtet haben und nach ihren Vorstellungen verwalten. Und so ist es nur logisch (auf der Ebene stehen theoretisch alle Meinungen nebeneinander), dass sich das auch in Gesetzen über die Zuwanderung niederschlägt. Und die mögen uns nicht gefallen und wenn das so ist, ließe sich dagegen für Mehrheiten kämpfen (ob Du dann 51% ablehnen würdest?). Und da von gewissen Staaten eine große Anziehungskraft ausgeht, zieht es die Menschen genau in diese und deshalb wollen die meisten auch nicht in den Anrainerstaaten bleiben und direkt ins Zentrum von Europa.

Deine Antwort "In Persona heilbar" wiederholt mit anderen Worten zum Teil das, was ich geschrieben hatte und zitiert das, was hier als bekannt voraus gesetzt werden kann (ND). Das ändert aber nichts an der Problematik von allen Gesellschaften, die bei einer Größe von über 80 Millionen wie in Deutschland in der Pluralität der Meinungen eben nicht "Ideal" auf einen Nenner zu bringen sind. 

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Antwort auf Gast  zum Kommentar Wie oft, liegt die "Wahrheit"
 

.......ist ein, auf Ab- und Ausgrenzung basierendes, Konstrukt der Schutzgelderpressung.

Wen diese Institution vor was schützt ist seit Ewigkeiten strittig - aber immer ein Projekt der jeweiligen Herrschaft, das den Insassen übrgestülpt wird.

Um es kurz zu machen, ich teile die Meinung von Bakunin die er 1872 in einem Brief an Karl Marx wie folgt fasste:

"Zwischen Eurer Politik und der unseren klafft in der Tat ein Abgrund. Ihr wollt mit aller Gewalt den Staat beibehalten, dieses erste und letzte Bollwerk aller Ausbeuter der arbeitenden Bevölkerung, dieses uralte Gefängnis oder Zuchthaus, über dessen Eingangstor die beiden trügerischen und verhängnisvollen Worte Vaterland und Religion stehen, in deren beider Namen die Entfaltung des Volkslebens stets unterdrückt und Millionen Besitzloser dazu verurteilt wurden, eine stumpfsinnige, geknechtete, elendige Existenz zu führen, um einigen privilegierten Minderheiten ein Höchstmaß an geistiger Kultur, Freiheit und Wohlstand zu gewähren. Als Politiker, als bourgeoise Radikale, die sich sozialistisch geben, als doktrinäre und autoritäre Kommunisten oder Staatssozialisten wollt Ihr dieses Gefängnis nicht zerstören; Ihr wollt es nur reformieren, es durch verfassungsmäßige Mittel und das, was ihr legale Betätigung nennt, verbessern; Ihr begnügt Euch damit, das Gefängnis zu erweitern, und bildet Euch ein, es in eine erträgliche und angenehme Behausung für jene Volksmassen zu verwandeln, die dort ebenso eingesperrt und gefangen wären, wie sie es heute in ihrem alten Gefängnis sind! Und Ihr glaubt allen Ernstes, das Volk würde Euch seinen starken Arm leihen, um gegen sich selbst dieses neue Gefängnis zu errichten!
Nun, wir teilen weder Eure Hoffnungen noch Eure Wünsche, weder Eure Pläne noch Eure Illusionen! Wir meinen, dass die Volksmassen aller Länder Europas der ewigen Freiheitsberaubung überdrüssig sind, sie wollen keine bevormundenden und wohltätigen Kerkermeister mehr, noch irgendwelche Gefängnisse. Wir sehen sie überall nach Freiheit verlangen, nach Sonne und Luft zum Atmen; und mit ihnen und gegen Euch fordern wir lautstark nicht die Reform, sondern die Zerstörung aller Gefängnisse: die Abschaffung des Staates, aller Staaten."

 

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar P.S. Lafontaine
 

Erst den Lafo angehen wollen - und ihn dann doch grundsätzlich bestätigen ...

"Die bevorzugte Form der Einwanderung für das Kapital ist seit jeher eine den konjunkturellen Schwankungen der Ökonomie angepasste Migration. Dabei hat das Kapital stets ein Interesse an einem Überangebot an Arbeitskräften – einer »industriellen Reservearmee«, wie Marx es nannte –, um die Konkurrenz zu erhöhen und so die Löhne insgesamt zu drücken. Migrantinnen und Migranten sind hierfür deshalb besonders attraktiv, weil sie nach Bedarf abrufbar und rückführbar sind, sie nicht integriert sondern segregiert (ausgegrenzt) werden können und gegen sie oft zeitgleich rassistische Stimmungen zur Spaltung der Arbeiterklasse geschürt werden können."

Der Unterschied scheint mir eher graduell, wenngleich ich nicht in die verschwörungstheoretische Aussage verfallen wollte, dass diese aktuelle Völkerwanderung -gar von Soros & Co.- gesteuert wäre.

Es ist einfach so, dass die bislang bevorzugte Form der Ausbeutung, dass ein neuer Kolonialismus gepaart mit militärisch flankiertem Imperialismus an seine Grenzen gekommen ist. Rußland und China als Conterpart der USA und ihrer Vasallen dürften dabei eine wesentliche Rolle spielen.

Insofern glaube ich schon, von gewissen Schwankungen der letzten zwei/drei Jahre abgesehen, dass die Einwanderung gerade aus dem Nahen und Mittleren Osten durchaus im Sinne des obigen Zitats zu verstehen ist, im Sinne dessen, was Lafontaine gesagt hat. Das Kapital selbst, deren Repräsentanten mag das wenig jucken, leben sie doch global, weit weg von den Niederungen schnöder Realität, einer sich auflösenden öffentlichen Infrastruktur.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Wie jetzt, Ihr 21 Marxer?
 

setze sich durch - argumentiert Lafontaine. Das no border no nation noch nie ein staatliches Projekt war - sondern allein der beliebig steuerbare Zuzug von ausbeutbaren "Nützlingen", ist die im Text belegte Kernthese dieses Artikel's bei Marx21!!!

Und haargenau diesen, im Interesse der Profitmaximierung, steuerbaren Zuzug privilegiert Lafontaine mit der verlogenen Behaubtung er wolle die Löhne teutonischer Werktätiger schützen......

Des weiteren wird ebenfalls ausgeführt, das no nation no border seit 1907 ein originär "linkes" Anliegen ist, Lafontaine's Argumentation also (unter konsequenter Mißachtung linker Historie!) vollkommen abwegig - also eine Geschichtsklitterung - ist:

"Die Diskussion darüber, wie Linke sich
zur Frage von offenen Grenzen und Einwanderung
positionieren sollten, ist übrigens
nicht neu. Schon 1907 stritten auf
dem Internationalen Sozialistenkongress
in Stuttgart Sozialistinnen und Sozialisten
über ihre Haltung zur Einwanderung.
Die Debatten von damals sind auch heute
noch von Bedeutung: Auf dem Kongress
versammelten sich 884 Delegierte
aus 25 Ländern Europas, Asiens, Amerikas,
Australiens und Afrikas. Unter den
Delegierten befanden sich bekannte Sozialistinnen
und Sozialisten wie Clara Zetkin,
Rosa Luxemburg, August Bebel, Jean
Jaurès und Wladimir Iljitsch Lenin. Zur
Eröffnung des Kongresses fand eine Massenkundgebung
mit 50.000 Teilnehmern
statt. Am Ende sprach sich der Kongress
für die Abschaffung aller Beschränkungen
aus, welche bestimmte Nationalitäten
vom Aufenthalt in einem Lande und den
sozialen, politischen und ökonomischen
Rechten der Einheimischen ausschließen."

 

Wen Lafontaine mit seiner Verdrehung der Historie, dieser Geschichtsklitterung schützen will, ist jetzt geklärt?

https://www.marx21.de/offene-grenzen-neoliberal-lafontaine/

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar No-border-nonation-Neoliberalismus....
 

"Am Ende sprach sich der Kongress für die Abschaffung aller Beschränkungen aus, welche bestimmte Nationalitäten
vom Aufenthalt in einem Lande und den sozialen, politischen und ökonomischen Rechten der Einheimischen ausschließen.
"

Dieser Satz unterstellt mindestens zwei Gegebenheiten:

1. Gab es/ gibt es offensichtlich verschiedene Staaten/Länder mit unterschiedlichen Rechtsordnungen

2. Hinter diesen Staaten und Rechtsordnungen stehen offensichtlich exekutive Gewalten

Da die Staaten nicht leer  waren und auch nicht sind, so kann man bestenfalls darüber diskutieren, in wieweit diese Rechtsordnungen und die exekutiven Gewalten legitimiert sind; insbesondere durch wen. Vorhanden sind sie jedoch?

Und damit zum frühen, eben bewußt zum frühen Biermann:

"Aus Mündungen kommt die Macht ja, und kommt aus den Mündern nicht"


Irgendwo jemand zu sehen, der das in welchem, anderen, besseren Sinne durchsetzen könnte ...?



Und kommt aus den Mündern nich". 

 

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Aufstehen - sich gar auch noch bewegen?
Im nazionalen Fettnäpfchen stehen ihre Sessel doch wunderbar sicher.
Der Blick auf das "wir" erschließt sich von unten - von oben sieht das gaaanz anders aus:
 
"Wie geht denn Sahra Wagenknecht und ihre Sammlungsbewegung aus Ihrer Sicht mit dem Thema Migration um?
Genau in Sinne einer eingeengten sozialen Frage. Man glaubt, dass die Armen und die unteren Klassen nur über ihren Egoismus ansprechbar sind, weil es ihnen schlecht geht. Anstatt nun in einer neuen politischen Bewegung den solidarischen, internationalistischen Kern jeder Klassenpolitik stark zu machen, sagt man lieber: Solidarität ist nur dann möglich, wenn man funktionierende Grenzen der Nation zieht, weil der Staat nicht für alle sorgen kann. Man erklärt alle zu Opfern und dann macht man eine Opferkonkurrenz auf. Der Horizont linker Politik wird auf die Logik des Staates und des Nationalen verengt."



https://www.neues-deutschland.de/artikel/1099014.antirassistische-bewegung-ein-neues-wir.html?sstr=spanien