21 Aug 2018

Als Antisemitin entlarvt?

Submitted by ebertus

Die prominenten Unterstützer und Unterstützerinnen von "Aufstehen" sind bislang nur ansatzweise bekannt; da wird bereits die erste gnadenlos als Antisemitin entlarvt ...
 


Lisa Fitz, wer sucht, der wird es finden, hat bereits die Jutta als Vertreterin des Großkapitals gar auch die Zeile mit dem Rockefeller eben diesen als einen jüdischen Bankier umgedeutet; zumindest implizit. Ja, so geht das, sind Michael Wolffsohn (oder gar Susan Bonath) mit ihren NS-Vergleichen in Sachen "Aufstehen" nicht allein, wird sich und soweit nicht bereits geschehen, demnächst und in diesem Tenor der ganze systemfromme neoliberale Hofadel  anhängen, von der SPD über die Grünen bis hin zu Teilen der Linkspartei..

Diskurskultur at it's best ...


Und falls man mich fragen sollte, so finde ich das Stück der Lisa Fitz vom Musikalischen und insgesamt vom Künstlerischen her doch wesentlich gelungener als den Marionettensong von Xavier Naidoo.

Aber mich fragt ja keiner ...

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Bin gespannt, ob und wie "Aufstehen" über dieses Stöckchen springen wird.

Kommentare

Bild des Benutzers Heinz

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«Fuck EU,» hat nie jemand gesagt und Großbritannien will auch niemals aus der EU austreten, zumindest nicht kontrolliert. Eine Finanzkrise hat es nie gegeben und die Schröder-Bande hat niemals die Reichsrichtlinien zur Fürsorge des Staates über die Arbeitsscheuen in die Hartz-Gesetze gerettet.

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Und dann reimt sich auch alles so fein.

Mich kannste beruhigt fragen.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Eeeeeeinwandfrei die Lisa
 

das Stück. Aber wenn es sich bewarheiten sollte, das die Lisa bei Austehn mitmacht (und Austehn hinter ihr steht), dann dürfte der Song eine ganz neue Aktualität bekommen. Ähnliches, siehe hier meinen anderen Kommentar zur Susi, könnte uns zu weiteren Personen der Zeitgeschichte bevorstehen.

Die Guten dürften Schaum vor dem Mund kriegen; allein das ist -bei aller Seriosität- der Spaß wert.

Bin zwar ab dem 30. August für drei bis vier Wochen on Tour, werde das Ganze jedoch aus der Ferne, soweit die technischen Bedingungen gegeben sind, intensiv verfolgen.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Schon paar Monate alt,
 

Du meintest sicher #aufstehen

#aufstehen

Bildquelle: #aufstehn

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Tippteufelchen
 

Ist offensichtlich ein Unterschied, zwischen aufstehn und aufstehen. War mir nicht geläufig.

Habe das oben im Blogtext gleichmal, nun hoffentlich richtig, angepasst.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Das "e" machts
 

war eigentlich, was ich meinte.

Unabhängig von Tippfehlern, ist das eigentlich Hermanns Thema. Sich wehren gegen die immer mehr werdenden Lügen des Polit-Packs, das sich als selbst ernannte postdemokratische Elite die Frechheit heraus nimmt,  ausschließlich die partikulären Interessen ihrer Parteispender zu bedienen, statt ein wirksames soziales Regulativ für die Interessen der Zivilgesellschaft zu sein, von der sie mehrheitlich gewählt worden ist..

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Man hofft natürlich - wie immer , dass sich was tut, tuen wird. Die reaktionären Reaktionen auf Bewegung in jedem Sinne kennen wir schon auswendig. Es wäre schade für Empörung zuviel Energie zu verschwenden. 

Ich lese gerade ein sehr empfehlenswertes Buch, dass sinnstifftend auf die akute politische Orientierungslosigkeit der Bürger eingeht, die quasi politiklose Politik, die sich auf die Verleugnung des Realen beszieht. Sinnstifftend in sofern es um die notwendige Neuorientierung geht, welche sich jenseits des Links/Rechts Mythos auf die realen Anforderungen der Gegenwart bezieht, welche sich im Sujet alleine finden muss. Politik ohne Sujet, wie heute üblich, ist Untergang. Überflüssig zu sagen, dass es sich dabei um Sozial-Ökologisches handelt als gesamtgesllschaftlicher "Attraktor". Der Autor nennt diese Orientierung das "Terrestrische" im Gegesatzt zum Globalen und Lokalen. Er ist sehr bemüht neue Begriffe, die nicht ideologisch kontaminiert sind, zu setzen, was verständlich ist. Das Terrestrische ist die sogenannte "kritische Zone", der Bereich zwischen Grundgestein und Stratosphäer, in dem alles was darin ist - quasi Lovelokeianisch - das Leben ist und es gleichzeitig erzeugt. Er lehnt den Begriff Natur ab, da dieser durch eine simplistische historische Physik (Newton ... ) und historisch-ieologische Belastung zu  Missinterpretation führen muss und an sich unverständlich bleibt - siehe Misserforlge der Günen Bewegungen. Sein Ansatz will die Möglichkeit eröffnen in dieser "kritischen Zone" zu erleben , dass es nicht (mehr) um ein Produktionssystem gehen kann, sonderen um ein Erzeugungssystem.....

Bruno Latour : " Das terrestrischen Manifest" bei Suhrkamp 2018 ( das französische Original stammt von sept. 2017)

Daraus der Hammerslogan: "Wir verteidignen nicht die Natur, wir sind die Natur, die sich verteidigt."

 

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Antwort auf iDog  zum Kommentar aufstehen kann nur wer noch sitzt !
 

der inhaltliche Abriß und auch der Slogan.

Vielleicht sehe ich Manches zu ironisch-fatalistisch; weil mir selbst das Wasser noch nicht hoch genug steht? Die Reaktionen jedweder politischen Couleur (beinahe eine Querfront) kennt man natürlich schon auswendig. Da wäre es wirklich schade, zuviel Entrüstung, gar noch ernsthaftere Widerlegung zu versuchen.

Dann schon eher und wie weiter oben geschrieben der klammheimliche Spaß, es mit ansehen, hören und lesen zu können, wenn sich bei den Verteidigern der systemfrommen Alternativlosigkeit ein gewisscher Schaum vor dem Mund bildet.

Aber eben auch die Standhaftigkeit (oder eben nicht) der Akteure einer als Tiger gestarteten Bewegung zu erleben. Da gegen die bislang bekanntgewordenen Thesen und Ziele vernüftigerweise kaum etwas gesagt werden kann, sich darüber hinaus nur weniger Kritiker ganz offen als Neoliberale und/oder als Neoimperialisten zu erkennen geben werden, so bleibt ihnen und wie hier im Blog kurz thematisiert, nur die sogenannte Antisemitismuskeule.

Und da bin ich gespannt, ob und wie "Aufstehen", wie einzelen Protagonisten oder auserkorene Delinquenten auf die hingehaltenen Stöckchen reagieren werden. Meine Strategie dahingehend wäre, verschiedene Menschen jüdischen Glaubens, alte marxistische Linke wie beispielsweise Moshe Zuckermann, auch andere bekannte Namen Abraham Melzer oder Rolf Verleger etc. in eine Art Beirat zu berufen und über diese Instanz auf allfällige Diffamierungsversuche zu reagieren.

Die Nachkommen der Täter dürften es dann schwer haben, die Nachkommen der Opfer als Antisemiten anzugehen..

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Antwort auf iDog  zum Kommentar aufstehen kann nur wer noch sitzt !
 

Aufstehen einer Zivilgesellschaft ist schlecht mit einer materiellen Position zu vergleichen. Eher ist das eine geistige Beweglichkeit, die Verknüpfungen in einem dynamisch veränderlichen Netzwerk globalen Ausmaßes erkennt. Stehen, sitzen, liegen sind ungeeignete physikalische Eigenschaften, nicht einmal der Kopfstand eines Yogi kommt dem nahe. Eine Welt, die nicht mehr staatlich begrenzt und berechenbar scheint, kann nur noch mit  Wahrscheinlichkeiten gedeutet werden.

Die Struktur der Staaten ist wie vor hundert Jahren feudalistisch, konservativ und top-down, also herrschaftlich arrogant. Das (eigentlich) demokratisch befreite Subjekt bleibt eine Verfügungsmasse zur Willkür der selbst ernannten Eliten. Sich dieser Willkür zu verweigern, ist bis zu einer kritischen Masse erst einmal Aufstehen genug.

PS: Danke für die Literaturinfo:

Das terrestrische Manifest

Leseprobe

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Aufstehen als Dimension
 

Klar kommt aufstehen von Aufstand :-)) ... mach ich ja jeden Morgen und muss es daher wissen, aber wenn man diese sicher bewusste Wortwahl goutiert, dann ist es sicher auch erlaubt darauf herrumzulutschen. ... wenn sie, die Bürger, sich also bitte dazu bequemen könnten aus ihren sicher sehr bequemen (Bildschirm) Sesseln sich zu erheben, denn das wird nicht nur für den besagten "Aufstand" - vielleicht wäre ein Kopfstand besser ? - unerlässlich, sondern auch die Vorrausetzung dafür sein, nicht von denen aus dem Sessel gekickt zu werden, die eh nur einen Stehplatz abbekommen haben.... 

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Antwort auf iDog  zum Kommentar Wortspiele als Sinnzentrifuge ...
 

Sicher stehe auch ich jeden Morgen auf und gehe pinkeln. Das ist mit dem österreichischen #aufstehn doch wohl sicher nicht gemeint. Ich inerpretiere das #aufstehn als Informationsblog,  der ein Bewußtsein schaffen will, wie die Zivilgesellschaft vom PolitPack verarscht wird. Diese Information ist notwendig, um letztlich nach Art 20 Satz 4 GG eine andere Politik zu erzwingen. Das dies zu einem Aufstand führen muß, ist nicht zwingend notwendig. Ein Streik bis hin zu einem konzertierten Streik ist durchaus hinreichend – ein Generalstreik ist in DE ja verboten und Gewerkschafter würden dabei sowieso nicht mitmachen, weil sie im gleichen Boot sitzen, wie die Politiker.

Von aufständischen Revolutionen träumen sowieso nur Politiker, die einen Job nach ihrer selbst gebastelten Ordnung ergattern wollen. Streik dagegen wirkt dauerhaft gegen die Interessen der Machtprotze. Nimm das Beispiel der DDR, die hatte einen Schutzwall gegen den Kapitalismus gebaut, weil ihnen zu viele Streikbrecher ins Arbeiter- und Bauern-Parasies zugelaufen sind. Auch das ist eine Form des Widerstandes; zu gehen, wenn die Verhältnisse nicht so sind, wie sie  sein könnten.

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Jenseits von Wortspielen
 

ich hab's schon in der DFC so geschrieben: Ich denke es geht darum zu sehen, wer aufsteht. Will heißen, wer ist bereit was anders zu probieren. Der endlose Grabenkrieg zwischen Linken und Pseudolinken könnte damit ein erfolgreiches Ende finden.

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Antwort auf iDog  zum Kommentar klare Trennung
 

Innovation heißt: «Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.»

Mamma Dilemma hat mal gesagt: «Abhören unter Freunden geht gar nicht,» und das war richtig erkannt. Die Konsequenz aus dieser Erknntnis läßt bis heute auf sich warten; Merkel ist nach, wie vor eine us-amerikanische Vasallin.

Die Debatte über Linke oder Pseudolinke spar ich mir. Es gibt so viele «linke» Ismen, wie es Linke gibt.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Konsequenzen
 

Die Debatte über Pseudolinke erspare ich mir nicht, begleite sie jedoch nicht selten mit schmunzeln.

Susan Bonath, die ich oben im Blog erwähnt habe, weil sie als (alte) Linke auch gleich mal mit der Nazikeule gegenüber "Aufstehen" gewedelt hat (nicht bei KenFM oder der JW, wo sie sonst schreibt, sondern auf ihrem Facebook-Account), diese Susan Bonath bringt aktuell bei Rubikon einen richtig guten, einen fundierten Artikel über die Linken-Darsteller.

In leidlich positiver Stimmung nenne ich diese neoliberalen, neoimperialen Linken  schon mal die neuen "McCarthys".

Da sind (für mich) neben der SPD auch große Teile der Grünen und nicht wenige (institutionelle) Linke gleich mal mit eingeschlossen..

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Die Linken-Darsteller
 

Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes

A HISTORY OF WESTERN PHILOSOPHY

Ich schreibe dies im Jahre 1943.

KARL MARX

653

So haben sich das moderne Europa und das moderne Amerika politisch und ideologisch in drei Lager gespalten: in die Liberalen einerseits, die so weit wie möglich immer noch Locke oder Bentham folgen, allerdings bei mehr oder minder starker Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse der industriellen Organisation, und in die Marxisten andererseits, die in Russ- land die Regierung beherrschen und deren Einfluss in verschiedenen an- deren Ländern wahrscheinlich zunehmen wird. Diese beiden Gruppen weichen philosophisch nicht sehr stark von einander ab; beide sind ratio- nalistisch und beide sind wissenschaftlich und empirisch angelegt. Aber vom Standpunkt der praktischen Politik betrachtet, sind sie scharf von- einander getrennt. Das geht schon aus dem im vorigen Kapitel zitierten Brief von James Mill hervor, worin es heisst: „Ihre Eigentumsbegriffe sehen schrecklich aus.”

Man muss allerdings zugeben, dass dem marxistischen Rationalismus in mancher Beziehung Grenzen gesetzt sind. Obwohl er davon überzeugt ist, dass seine Auslegung der Entwicklungsrichtung die wahre ist und durch die Ereignisse bestätigt werden wird, glaubt er doch, seine Argumentation werde (von seltenen Ausnahmen abgesehen) nur bei denen Anklang fin- den, deren Klasseninteresse damit übereinstimmt. Er verspricht sich wenig von der Ueberzeugungskraft seiner Theorie, alles jedoch vom Klassen- kampf. Er hat sich damit in der Praxis auf Machtpolitik festgelegt und -auf die Doktrin von einer herrschenden Klasse, wenn auch nicht einer Herrenrasse. Zwar soll infolge der sozialen Umwälzung die Aufspaltung in Klassen schliesslich verschwinden und völliger politischer und wirt- schaftlicher Harmonie weichen. Aber dieses Ideal liegt in ebenso weiter Ferne wie die Wiederkunft Christi; inzwischen jedoch gibt es weiterhin Krieg und Diktatur und hartnäckiges Festhalten an ideologischer Ortho- doxie.

Die dritte Gruppe der modernen Anschauungen, die politisch von den Nazis und Faschisten vertreten wird, unterscheidet sich von den beiden anderen viel stärker, als diese voneinander abweichen. Sie ist anti-rational und anti-wissenschaftlich. Ihre philosophischen Ahnen sind Rousseau, Fichte und Nietzsche. Sie legt besonderes Gewicht auf den Willen, vor allem den Willen zur Macht; diesen hält man für besonders konzentriert auf bestimmte Rassen und Einzelpersonen, die infolgedessen berechtigt sind, zu herrschen.

Bis zu Rousseau war der philosophischen Welt eine gewisse Einheit eigen gewesen. Damit hat es zur Zeit ein Ende; vielleicht wird es aber nicht lange so bleiben. Die Einheit kann wieder hergestellt werden, wenn die Menschen zur Vernunft kommen, aber auch allein dann, da Herrschafts- ansprüche nur immer Kampf und Streit zur Folge haben können.

Für mich ist Politik eine Dienstleistung für die Zivilgesellschaft. Machtpolitikspielchen haben dabei nichts zu suchen. Diese Spielereien erlauben sich alle Parteien. Die sogenannte Staatsbürgerkunde der staatlichen Einheitsschulen vermittelt ein theoretisches Organisationsschema, aber keine wirkliche Orientierung für junge Menschen.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Der innere Kompass
 

an den Spielregeln zum Erhalt der Ungerechtigkeit dient allein der Selben - bezeugt Unmündigkeit.

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Der innere Kompass
 

mit dem Text kann ich nicht viel anfangen. darin gehen mir zu viele Dinge durcheinander, also Sächelchen die der gute Russel damals eindeutig missinterrpetiert oder falsch verstanden hatte. 

die 3 "Lager" sind alle von idealistischen Utopien des gleichen Ursprungs geprägt, die, wie wir im akuten Untergang erkennen, nicht und nie realisierbar waren, da ihnen der Topos (wie jeder Utopie) fehlte. Das heißt, die "Welt" (oder der Ort), die man sich da ausgemalt hatte, gab es nie. Daher war ihre "Rationalität" auch auf fixe Ideen bezogen und nicht auf Realität, was sich nur destruktiv auf die Realität auswirken konnte. Innerhalb einer reale Destruktion erzeugenden Fantasie dann human sein zu wollen , wie es zB. Rousseau oder Bantham und andere versuchten ist nicht weniger wahnsinnig und destruktiv. Man schaue sich nur an was der Kaptalismus als Religion aus den Utilitaristen, zB. Banthams Panoptikumm gemacht hat...

Dass Nietzsche hier mit Rousseau und auch noch Fichte in einen Topf geworfen wird ist, obwohl es sich dabei nur um die faschistische Missinterpretation handelt, nahezu unverzeihlich, zumindest ohne diesen Zusammenhang weiter zu erklären. Der neue Mensch des Faschismus oder auch des totalitären Marxismus,allgemein der idealisitschen Moderene ist ganz eindeutig nicht der "Übermensch" Nietzsches, sondern, und um es kurz zu halten das genaue Gegenteil, der "Untermensch". Nietzsche ist Monist und hedonisticher Materialists, Atheist in einer klaren Linie auf Epikur/Lukrez etc. bezogen, während die beiden anderen Dualististen und Deisten sind. Fichte ist an Herrschaftskonformität kaum noch zu überbieten und eher ein Beamter als ein Philosoph. Russel hat aber Hegel vergessen, der durch seine Diealektik und daher Legitimation des Negativen ganz eindeutug dazu beigetragen hat, was die totalitären Syteme praktizier(t)en, wo nämlich der Gulag eben eine notwendiges Übel ist , das aber angeblich dem endgültig Guten diene. Ach so ? Denn das ( lieber Russel) ist ohne Hegel nicht möglich. Der "Wille zur Macht" bei Nietzsche aber ist etwas ganz anderes und meint die Kultur des Lebens, die Lebenskraft, das Leben selbst und hat rein gar nicht mit politischer Macht zu tun, die sich ganz im Gegenteil dazu in der kapitalitischen Herrschaft und seit den Anfängen des Patriarchats als destruktiver Todeskult geriert, als Thanatologie. Das wiederum liegt an der besagten Irrealität jeden Idealismus, ob er sich jetzt als Platonismus, als Monotheismus, als Kapitalismus, als Modernismus, als Marxismus, als Faschismus , etc. ausgibt. 

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Antwort auf iDog  zum Kommentar Sorry, aber ...
 

Der Kommentar besteht aus zwei Texten:

  1. Eine Vorlesung von Russell aus den 1940er Jahren. Dazu kann ich nur auf die verfälschte Veröffentlichung von «Der Wille zur Macht» verweisen. Siehe die Interpretation von Osho: Zarathustrs, ein Gott der tanzen kann. Daß Russell den Hegel dort nicht mit erwähnt hat, liegt möglicherweise daran, daß er Hegels «Philosophie» für absurd hielt, sie dort ab Seite 603. Einstein fand Russells Historie eine köstliche Lektüre.
  2. Meine eigene Meinung, die unter Russels Text steht.
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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Wie lesen?
 

... ist kein Buch von Nietzsche, sondern ein Machwerk seiner Schwester, in der sich alle möglichen Texte befinden, die zum Teil noch nicht einmal von Nietzsche sind. Ausserdem wurden die Textpasagen, die von Nietzsche stammen zB aus dem Nachlass, stark verfälscht. Die Schwester war bekennende Faschistin.

Mein Kommentar bezog sich auf Russells Text. Und ja, Hegels "Philosophie" ist absurder Obskurantismus.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Die Linken-Darsteller
 

zeigt eine hohe Qualität bei der Enttarnung von verlogenen Mogelpackungen und inhaltslosen Verkaufsmustern.

Winkerei mit der Nazikeule konnte ich bei ihr noch nicht entdecken - das mag an meinem befangenen Blickwinkel liegen.......

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Susan Bonath
 

Mache ich nicht gern, bin meist bei Bonath; und war der Meinung es schon mal verlinkt zu haben.

Bonath über Wagenknecht und historisch vergleichend:

"Aha. Sie will sich um die unmündigen Arbeiter "kümmern" - wie niedlich, das hatte einst ein Schnauzbärtiger, für den jüdische Firmen "böses Kapital" waren, auch versprochen."

Quelle: Bonaths Facebook-Seite  (von mir, würg, gemäß einem Hinweis der NDS aufgesucht)

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Wenn es denn sein muss
 

Aber ich kann in dem Satz

"Aha. Sie will sich um die unmündigen Arbeiter "kümmern" - wie niedlich, das hatte einst ein Schnauzbärtiger, für den jüdische Firmen "böses Kapital" waren, auch versprochen."

keine Nazikeule entdecken - nur einen (berechtigten) Hinweis auf die Historie.

Diese eingebildeten "Kümmerer" halte ich für ein komplett verzichtbares, parasitäres Pack mit dem dem fest verbauten Gen zu psychotischer Omnipotenz.....

Macht korrumpiert!

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Hatteste schon einmal verlinkt
 

denn Bessere  haben wir nicht, zumindest nicht in der absehbar ablaufenden Realsatire.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Hilft garnix ...
 

Die wirklich Besseren haben noch nie weinsaufend vom Wasser gepredigt, sondern darauf geachtet das alle Gläser voll sind.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar "Bessere"
 

Nicht das Wasser saufen lernen ist das Ziel (Armutsideal), welches dem Ketzer von Nazareth gerne unterstellt wird, sondern der "Wein für Alle"!

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Antwort auf Ludwig Brunner  zum Kommentar Genau!
 

sprich der "Wohlstand für alle" des Ketzers aus Nazareth wurde vor langer Zeit vom Herrn Kropotkin bis heute zeitgemäß beschrieben (der Mist von dem Dicken Erhardt mit der Zigarre war ein klarer Affront gegen alle vorhergehenden Urheber!).

Das Armutsideal bleibt das Narrativ des Verbundes von institutionalisierten Religi-Idioten und ihrer wirtschaftlich-politischen Macht.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die allgemeine Weinsauferei....
 

Die Wahl 1957, bei dem die CDU ihr bisher bestes Ergebnis einfuhr, war vor allem der Rentenreform von Adenauer geschuldet. Das eingeführte Umlageverfahren mit der dynamisierten Rente würde heute als "sozialistischer Weltuntergangsversuch" diffamiert werden. Erhard war ein konsequenter Gegner einer solchen Politik. Wie sollte sich aber ein Wohlstand für Alle einfinden, wenn Rentner nur etwa 30 Prozent des Durchschnittseinkommens erzielen? Dabei gab es andere Einkunftsarten für einen Großteil überhaupt nicht.

Damit ist dessen Parole "Wohlstand für Alle" eine billige Luftnummer, wenngleich sie bestens bemüht und verstanden wird

--> Idiotie mit demokratischer Legitimierung (aufgrund fehlender Kenntnis und Analyse-Fähigkeit)

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Hilft garnix ...
 

hat auch die unterstützer der aktion "seebrücke" erreicht - obwohl hier das wort antisemitismus nicht verwendet wird - aber "schäbiges geschwurbel" klingt schon wie "gelalle der untermenschen" und hat kein problem mit einer faschistoiden tradition der menschlichen entwürdigung:

https://cooptv.wordpress.com/2018/08/22/coop-antikriegscafe-unterstuetzt...

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Antwort auf marie  zum Kommentar realsatire
 

wenn ich das anderweitig richtig gelesen habe, dann wird die "Seebrücke" u.a. von George Soros finanziert.

Und einer der größten Kritiker von Soros ist ... Benjamin Netanjahu! Insofern ist Heiner (eigentlich, ohne es vielleicht zu wissen) mit seinem Support für die Seebrücke in eher schlechter  Gesellschaft; hat das ja nun auch gleich bescheinigt bekommen.

Und die Lisa Fitz als titelgebend für diesen Blog, sie darf den guten George in ihrem Lied ebenfalls kritisieren - Netanjahu sei dank ...

Antwort auf ebertus  zum Kommentar "Seebrücke"
 

soros oder netanjahu

klingt wie wahl zwischen pest oder colera ...

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Antwort auf marie  zum Kommentar na bestens^^
 

eben!

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Realsatire ...
 

ist eine tolle frau!!!

wo steht denn der titelgebende vorwurf zu diesem blogtext? (bin ich blind?)

hab mich viel mit der ruhrtriennale und stefanie carp zum thema "antisemitismus" beschäftigt ...

schon interessant, dass kunst im bundesdeutschen alltag kaum eine rolle spielt - aber überproportional viel künstler ganz doll böse sind - da schafft man doch am besten die kunst gleich ganz ab, diese jauchegrube von reichsbürgern, rassisten und sexisten

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf ebertus  zum Kommentar "Seebrücke"
 

das Soros nocht nicht in seinen Fingern hatte, stimmt mich da sehr bedenklich.........

(ein Phänomen auch in der Gesetzgebung zur unausführbaren Beschlagnahme von "Schwarzgeld" auf das der denkende Herr Fischer im Recht vor längerem einmal hinwies, aber seine Sammlung ist mir gerade zu voluminös)

Bild des Benutzers ebertus

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Das es vermutlich kein Geld gibt......
 

hätte bei einem Blick über den Tellerrand natürlich erkennen können: dass die "Seebrücke" ein Soros-Shop ist.

Ich sage das ganz unschuldig, weil ja selbst bereits zweimal für das Projekt "Sea-Watch" gespendet. Mittlerweile scheint es mir jedoch nicht mal vollkommen jenseitig, dass auch dort der gute George etwas nachgeholfen hat. Zeitweise drei Schiffe, ein Flugzeug und sonstige Schlauchboote etc. finanzieren sich nicht von meinen wenigen Euros.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Hatteste schon einmal verlinkt
 

zwar "keine Nazikeule entdeckt", aber dafür die Sprache von Nazis benutzt. "Untermenschen" wäre dann doch naheliegender. 

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar "parasitäres Pack?",
 

wenn so ein Wort einmal aus einer Nazi-Fresse kam, dann wird es zusammen mit den Büchern in denen es anders herum benutzt wurde flott verbrannt.

Darum sind Negerküsse auch out - da bleibst du besser ungeküsst, weil die Küsserei mit Negern so heikel ist.

Sehr wahrscheinlich haben die Nazis sogar geatmet - heikel, heikel diese Atmerei........

Mit einer derart unfreien Assoziation kannst du sogar aus Rotkohlsaft Sprengstoff herbei zaubern.

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf pleifel  zum Kommentar "parasitäres Pack?",
 

Es mag dich hart treffen, aber den Begriff «Pack» hatte Gabriel in das politische Vokabular integriert. Solange die Straße den Begriff verwendet, magst du ja recht haben, Sobald der politische Pöbel den Begriff aufgreift, hat er jede Deutungshoheit vergeben.

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Einspruch
 

neue Maßstab werden? Zudem wurde hier noch von "parasitärem Pack" geschrieben.

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Susan Bonath
 

fragt rainer rupp bei kenfm

https://kenfm.de/tagesdosis-24-8-2018-mit-rrrrevolutionaerem-elan-gegen-...

naja, schon allein ihr sprachgebrauch läßt NICHTS erwarten, was mich interessieren könnte

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf marie  zum Kommentar wo steht susan bonath?
 

.......benötigte 2 1/2 Wochen um Susan Bonath's Artikel (vom 6.August) in purer Polemik verbal zu "zerreißen".

Inhaltlich auf ihn eingehen kann er ja nicht, weil ihr Artikel 'belanglos' sei:

"Inhaltlich sei nur gesagt, dass das von „Moralin“ und Selbstgerechtigkeit tropfende Bonath-Werk belanglos ist. Da ihm jede konkrete Analyse fehlt, trägt er nicht zum Kampf für eine gerechtere und soziale Gesellschaft bei."

Die "manipulativen Mittel, Halbwahrheiten und Unterlassungen" kann er ihr unterstellen, um sie flott gegen sie in seiner Polemik anzuwenden......

Eine korrekt einstudierte Routine, aber seeeehr einfallslos - nicht überzeugend -  ausgeführt vom Herrn Rupp.

Bonath's Kontakt zur Realität von Martha Janson ( ihr Kommentar auf den Nachdenkseiten) erscheint mir da deutlich gehaltvoller:

"Lieber Herr Berger,

gern höre ich Ihnen zu oder lese Ihre Artikel, spricht doch so häufig Vernunft und gute Recherche.

Die Sammelbewegung von Sarah Wagenknecht…hmmm, ich habe keine Angst davor und suche auch keinen Streit mit anderen Linken.
Ich halte das eher für eine (weitere Luftnummer)
Politisch würde ich mich eher dem anarchistischen Lager zuordnen und wirtschaftlich gehöre ich zu den Überflüssigen (AkademikerInnen).

Ich komme aus armen Verhältnissen, ich durfte Abitur machen,  eine Ausbildung absolvieren, studieren mit Uni-Diplom.
Ich erzähle Ihnen das, weil ich mich nicht für die Ausnahme halte, sondern für Teil einer verstummten, verzweifelten Masse. Ich habe es nicht geschafft. Mein digitaler Arbeitsplatz bringt 3-4€ Stundenlohn und immer lauter höre ich die Diskussionen gut situierter Südwestberliner Witwen, dass man meinesgleichen zusammen mit Flüchtlingen, Zigeunern und anderem Hartz-Gesockse in Lager stecken, durch die Straßen peitschen u.a. sollte.

Ich habe 1998 die Grünen gewählt. Ich war selten wählen, doch da dachte ich wohl,..keine Ahnung. Ich hab übersehen, dass die Grünen Teil der reichen Elite sind, halt mit Birkenstockschlappen, die zu jedem Öko-Lebensmittel 5 Fragen stellen.

attac war noch so eine Adresse, toll die ersten Jahre und dann saß plötzlich Heiner Geißler auf dem Podium und faselte von Vollbeschäftigung und Wirtschaftswunder.

Jetzt eine Millionärin, Bundestag, fettes Einkommen, ja in der linken Partei, gut für die Karriere. Was will sie? Frau Merkel ablösen und selbst regieren?

Wenn Sie auf diese Seite gehen…”aufstehen”, keine Infos,…mensch soll sich registrieren…für was? Facebook und Co. unterstütze ich nicht, also gibts in der Totalüberwachungsindustrie mehr Infos?

Jede NGO, die mir bekannt ist, hat in erster Linie immer denen gedient, die sie gegründet haben.
Die, die der Afd hinterherlaufen, werden wohl kaum zu Frau Wagenknecht wechseln und ich glaube ihr nicht. Damit gebe ich Frau Bonath teilweise Recht.

Vielleicht ist eine Millionärsherrschaft ggü. einer Milliardärsherrschaft ein Vorteil. Ich aber habe die Schnauze voll von Psychopathen, die mir erzählen wie es geht…..das gute Leben und die mich für ihre Zwecke verwerten wollen.

Ein Aufruf zum Generalstreik das wäre ein Silberstreif, Millionen zum Reichstag, um die Menschenrechte wieder einzusetzen, Herrschaft, Totalüberwachung abzuschaffen…aber ne Sammelbewegung?? Familie Mohn als Initiator der Agenda2010 braucht sich da wohl keine Sorgen zu machen und die Medien können die nächste Sau durchs Dorf treiben.

Herzliche Grüße aus der Unterschicht
Martha Janson

https://termiten.net/comment/12790/edit

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Rainer Rupp......
 

1. mich würde ihre "digitale arbeit für 3-4 euro-stundenlohn" interessieren

2. wo finden denn "die Diskussionen gut situierter Südwestberliner Witwen, dass man meinesgleichen zusammen mit Flüchtlingen, Zigeunern und anderem Hartz-Gesockse in Lager stecken, durch die Straßen peitschen u.a. sollte." statt?

hmm ... ich wußte ja schon immer, dass ein studium nichts mit lebensklugheit zu tun hat ... danke für dieses beispiel

"Vielleicht ist eine Millionärsherrschaft ggü. einer Milliardärsherrschaft ein Vorteil. Ich aber habe die Schnauze voll von Psychopathen, die mir erzählen wie es geht…..das gute Leben und die mich für ihre Zwecke verwerten wollen."

>>>WOW! welch satz ... dazu braucht wirklich keiner was zu "erzählen" ... einfach nur mal ganz langsam lesen und nach sinn, logik, botschaft und plausibilität suchen ... ähm ... sorry ... GEISTIGE unterschicht ist das problem

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Antwort auf marie  zum Kommentar ich hab´s gern konkret
 

......finde ich nur eine Martha Jansen im Berliner Telefonbuch: https://www.dastelefonbuch.de/Firmen/Martha%20Jansen/Berlin

Wenn die es sein sollte, könntest du sie konkret zu deinen Punkten 1 & 2 - bzw. zum Problem der geistigen Unterschicht befragen.....

 

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Aufstehen als Dimension
 

Quelle: http://haschrebellen.nostate.net/

(Spitzenquelle zu "Bewegung" - visit this website stoned!)

 

Antwort auf iDog  zum Kommentar aufstehen kann nur wer noch sitzt !
 

toller slogan ... und der terrestriche begriffshinweis, ist genau das, was ich bei jonathan meese schon seit jahren in seinem "ERZ" lese und assoziiere - bei ablehnung jeder ideologie, religion, esoterik und parteienpolitik ... okay - er nennt es diktatur der kunst - passen würden auch die naturgesetze UND der freie umgang mit fantasie und kunst im sinne von liebe ...

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Antwort auf iDog  zum Kommentar aufstehen kann nur wer noch sitzt !
 

die Aufforderungen zum Aufstehen an die Stehplätze richten sind so unnütz wie dieser pupende Kropf.

Jede Natur die zur Selbstverteidigung greift ist glaubwürdig.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Sesselpuper
 

Wer noch (ein) sitzt war zuvor schon glaubwürdig aufgestanden?

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar P.S.:
 

möglich :-))

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Wenn "Idioten" (welche durchaus promoviert und habiliert haben können) nicht in der Lage sind, Begriffe sinnvoll zu verorten, sondern primitivst wie der letzte Stallknecht zu instrumentalisieren versuchen, dann ist das kein Stöckchen, auf das ich springen muss.

Jeglicher Antisemitismus entspringt immer einer (per se rechtfertigenden) Herrschaftsideologie, welche sich selbst auf Kosten des Anderen zu privilegieren versucht.

Der Ober-"Master/Slave-Fetischist Adolf H. war ja gerade deshalb gegen die Juden, weil ein wesentlicher Kernbestandteil der jüdischen Religion dies eigentlich verachtet.

Theologen verkennen dies zwar zumeist und bauen ihre Theologie auf die falschen Pfeiler von Macht und Arroganz. Ein schäbiges Gottesbild (welches nach dreckigen Maßstäben des Diesseits gebastelt ist) hilft ihnen dabei. Dabei privilegiert der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott (der monotheistischen Religionen) keineswegs, sondern beseitigt nur Unterdrückung und Unrecht (falls sich die Menschen damit identifizieren, ihre Passion, ihr Antrieb sein sollte).

Jeder, der gegen Unterdrückung ist, kann kein Antisemit sein. Die jüdischen Namen stehen ja nicht für das Judentum, sondern für fragwürdige gesellschaftliche Herrschafts-Allüren. Ich bezweifle zwar, dass Lisa Fitz das Finanzwesen wirklich versteht. Grundsätzlich ist aber solche Kritik erlaubt und notwendig. Denn erst diese schafft die Vorrausetzung, dieses besser zu verstehen, um es dann Gesellschafts-fördernd und nicht selektiv-privilegierend zu gestalten.

Übrigens gibt es immer noch wie Wahnvorstellung, die Finanzkrise wäre die Folge von Spekulation mit fragwürdigen Papieren gewesen. Wie das mit Triple-A Charakter möglich ist, wird dabei wohl niemand zu beantworten wissen.

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Schön, hier mal wieder etwas von Dir zu lesen!

Lang, lang ist's her, als wir uns auf Einladung von Daniela Waldmann im Mai 2014 in Berlin trafen. Hast Du noch Kontakt zu Daniela? Wenn ja, wie geht es ihr?

Die Termiten, die damals in Ansätzen und noch ganz ohne diesen Namen besprochen wurden, die gibt es immer noch.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Hallo Ludwig
 

Nein, ich habe keinen Kontakt zu Daniela Waldmann mehr. Zuletzt hatte ich wohl Ende 2014/Anfang 2015 Kontakt mit ihr (per E-Mail), als ich an einem weiteren Treffen mit ihr in der Nähe von Füssen nicht teilnehmen konnte.

Wie es ihr geht, weiss ich nicht. Aber vielleicht kann ich über Facebook Näheres über sie erfahren.

Solange ist es seit Mai 2014 in Berlin noch gar nicht her. Bei viel Arbeit (und Nachdenken) vergeht die Zeit wie im Fluge.

Ab und zu habe ich auf dieser Website gelesen, aber  (wg. Zeitmangels und anderer "aufgezwungener" Prioritäten) die letzten Jahre nur sehr wenig.

Dafür habe ich aber viele Dinge begriffen, von denen ich Jahre und Jahrzehnte nur Kenntnis bzw. Teilkenntnisse hatte. Und viele Sachen habe ich auch überhaupt erst erfahren und so manches gelernt. Einerseits sehe ich viele Dinge immer noch neugierig und überrascht wie ein kleines Kind, andererseits analysiere ich konsequent und handle und urteile auch so.

Ich will mich mit gesellschaftlichen Mißständen nicht abfinden. Für mich steht der Mitmensch im Mittelpunkt meines Handelns. Und dafür "opfere" ich gerne den persönlichen Vorteil, weil das nicht das "reiche Leben" ist, welches mich beglückt.

 

 

 

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mag ich diesen, Deinen Satz gern unterstreichen:

"Jeder, der gegen Unterdrückung ist, kann kein Antisemit sein. Die jüdischen Namen stehen ja nicht für das Judentum, sondern für fragwürdige gesellschaftliche Herrschafts-Allüren. Ich bezweifle zwar, dass Lisa Fitz das Finanzwesen wirklich versteht. Grundsätzlich ist aber solche Kritik erlaubt und notwendig. Denn erst diese schafft die Vorrausetzung, dieses besser zu verstehen, um es dann Gesellschafts-fördernd und nicht selektiv-privilegierend zu gestalten."

Lisa Fitz muß das nicht im Detail verstehen, ich auch nicht. Aber dahingehend eher kompetente, nach meinem Eindruck integere Leute lese ich schon; und verstehe dann, soweit der eigene Intellekt reicht.

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«Der Ober-"Master/Slave-Fetischist Adolf H. war ja gerade deshalb gegen die Juden, weil ein wesentlicher Kernbestandteil der jüdischen Religion dies eigentlich verachtet.»

Da machte der Schicklgruber aber Unterschiede. Ein jüdischer Arzt hatte seiner Mutter bei einer Krankheit geholfen, auf den ließ er nichts kommen. Wer genug Geld hatte, konnte sich auch freikaufen; so ist ein ganzer Zug voller Juden für einige Millionen Mark frei gekauft worden.

Der Antisemitismus der Nazis war also eher ein öffentlicher Kalkül, der einen Sündenbock für Alles&Jedes brauchte. Der Antisemitismus war von der katholischen Kirche (die Protestanten hatten dem fleißig nachgeäfft) seit Jahrhunderten in ganz Europa kultiviert worden. Mir ist als frühestes Datum das 6. Jahrhundert bekannt, als die Westgoten vom Arianismus abließen und zum Katholizismus wechselten. Anschließend durften die Pfaffen die Juden in Spanien verfolgen, bis Spanien für einige Jahrhunderte von den Mauren übernommen wurde.

Antisemitismus ist also von Beginn an nichts weiter, als Herrschaftsideologie, wie du bereits bemerkt hast.