29 Aug 2018

Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit?

Submitted by fahrwax


Wenn sich, vielfach als Verschwörungstheorektiker diffamierte, Menschen sich in angenehmer Atmosphäre um einen Tische versammeln, sind interessante Details der Zeitgeschichte - wenn nicht sogar Informationen zur Praxis der Verschwörung die unmittelbaren Tischnachbarn.

Schon aus Fragen der persönlichen Positionierung nichts was irgend jemanden dümmer machen könnte:

Positionen 15

"Der Tiefe Staat. Eine Begrifflichkeit, die im öffentlichen Diskurs nur selten Verwendung findet. Man könnte fast meinen, dass es sich hierbei bloß um einen Mythos handelt. Die 15. Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ möchte Licht ins Dunkel des Tiefen Staates bringen und fragt: „Der Tiefe Staat: Mythos oder Wirklichkeit?“.

Ist der Tiefe Staat real? Und wenn ja, wie konnte es ihm gelingen, so lange nicht von den Menschen wahrgenommen zu werden, obwohl sie von seinem Handeln direkt betroffen sind? Die Öffentlichkeit, die Gesellschaft, wir alle?

Uwe Soukup, Patrik Baab, Ullrich Mies und Dr. Daniele Ganser haben sich in ihrer beruflichen Laufbahn eingehend mit staatlichen Strukturen beschäftigt, die außerhalb des Rampenlichts manifest sind. Anhand zahlreicher Beispiele versuchen die Gäste, dem Tiefen Staat seinen Tarnumhang vom Leibe zu reissen.

Sie sind sich einig: Wer das Versteckspiel zwischen offiziellem und „inoffiziellem“ Staat beenden möchte, muss zu allererst für Transparenz sorgen. Dem Zuschauer wird schnell klar, dass der Tiefe Staat weit mehr als eine geheime Untergrundorganisation ist, die im Verborgenen die Fäden zieht. Ganz im Gegenteil: So spielen etwa der Tiefe Staat und repräsentative Demokratie in derselben Mannschaft. Ihre neoliberalen Mitspieler – u.a. die Geheimdienste oder Corporate Media – passen sich gekonnt die Bälle zu und bilden zusammen ein „Erfolgsteam“, neben dem selbst der FC Bayern nur wie ein Kreisliga-Team daher kommt.

Geschickt hat diese Mannschaft des Tiefen Staates, unter dem Einsatz von positiv klingenden Parolen wie „Liberalisierung der Arbeitswelt“ dafür gesorgt, die Lohnabhängigen so sehr mit sich selbst zu beschäftigen, dass den meisten die Zeit und die Kraft fehlt, das falsche Spiel dieser Mannschaft zu durchschauen, obwohl es sich tagtäglich vor ihren Augen abspielt. Es ist – um mit einer Metapher von Daniele Ganser zu sprechen – wie beim Fußball: als ob FC-Bayern-Spieler Thomas Müller in das Trikot von Borussia Dortmund schlüpfen würde, um sich dann in deren Strafraum zu schleichen, Eigentore zu schießen und so der eigenen Mannschaft zum Sieg zu verhelfen.

Doch genau hier liegt auch die Hoffnung versteckt: Denn wir als Zuschauer am Spielfeldrand haben die Chance, dieses Tarnmanöver zu durchschauen, indem wir uns die Spieler auf dem Feld ganz genau anschauen, sie und ihre Trikots unter die Lupe nehmen und prüfen, für welche Mannschaft welcher Spieler auf dem Feld tatsächlich spielt.

Diese Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ soll diesen „Ent-tarnungs-Prozess" ein Stück weit anschieben. Freilich, ohne zu vergessen, dass das Spiel erst gewonnen ist, wenn man aus dem neu erworbenen Wissen auch ins Handeln kommt. Erst wenn sich die gesellschaftlichen Kräfte der tatsächlichen Umstände bewusst werden, stehen die Zeichen auf Veränderung und der Tiefe Staat wird als das erkannt, was er ist: Kein Mythos, sondern Wirklichkeit. Unmöglich? Wohl kaum. Wir sind in der Überzahl!"

Die Gäste sind:

Ullrich Mies - Publizist, Fassadendemokratie

Patrik Baab - Journalist, Im Spinnennetz der Geheimdienste

Dr. Daniele Ganser - Historiker und Friedensforscher, Nato-Geheimarmeen

Uwe Soukup - Historiker, Der 2. Juni 1967

Inhaltsübersicht:

0:00:36 Personenvorstellungen

0:03:04 Barschel, Ohnesorg, Gladio – Tiefer Staat, was ist das?

0:33:44 Fassadendemokratie und selektive mediale Informationspolitik

0:49:09 Die weltumspannenden Verstrickungen nationaler Geheimdienste

1:13:57 Der October Surprise Deal im Wahlkampf Jimmy Carter/Ronald Reagan 1980

1:20:19 Wahrnehmungen und Reaktionen des Normalbürgers auf den Tiefen Staat

1:34:32 Warum hält der deutsche Wähler an Angela Merkel fest?

1:41:02 Lösungsmodelle: Menschheitsfamilie und tiefer denken

1:48:18 Gegen den Tiefen Staat hilft nur Transparenz

1:54:51 Den Tiefen Staat überwinden, aber wie?

2:18:49 Wie funktioniert Mut zur Gelassenheit?

2:35:49 Fünf Schlussworte

Kommentare

Bild des Benutzers ebertus

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Hatte mir das Teil diese Tage schon mal runtergeladen, wegen anderer Prioritäten jedoch noch nicht geschaut.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Exakt,
 

lieber bernd, wie kann man auf eine FRAGE (mythos oder wirklichkeit?) als antwort "exakt" schreiben??????

natürlich gibt es einen tiefen staat - die stasi in der ddr war jedoch nicht ganz sooo tief (für mich) wie das cia bzw. heute aktive westliche geheimdienste ... und (höchst) interessant fand ich das schon immer - wer da die strippen zieht für die tanzenden und sichtbaren marionetten zu unserer unterhaltung/verdummung/steuerung ...

ich verfolge nach wie vor mit interesse die whistleblower und investigativen journalisten ... die widersprüche und (konstruierten) zusammenhänge bei einigen ereignissen - der nsu-prozeß war ein (erschreckendes) LEHR!!!beispiel für mich - aber auch die schon fast beruhigende bestätigung - wie simpel und ähnlich die MUSTER dabei sind (die sich NUR durch neue technologische und psychologische erkenntnisse erweitern) ... ja, ich würde sagen: ich rieche den braten, kann dies jedoch nur menschen mit gleich guter nase mitteilen und mich austauschen, da die BEWEISFÜHRUNG für mich unmöglich ist >>> außer der ZEIT, die oft nach jahrzehnten mir dann "RECHT" gibt und meine nase bestätigt ...

deswegen bin ich kenfm und seinen gästen sehr dankbar - auch psycholgen, wie herrn mausfeld und herrn bruder, philosophen wie hauke ritz, journalisten wie wolf wetzel und schriftstellern wie wolfgang schorlau und theaterregisseuren wie frank castorf >>> und zum glück, könnte ich noch viel mehr aufzählen, mit denen ich meine zeit sinnvoll verbringen kann ... einige sind schon tot: brecht, müller, fromm, benjamin, ahrendt und leider viele andere ... aber ihre werke sitzen tief in meinem erfahrungsschatz - ergänzen sich wunderbar sogar gegenseitig und sind ein schatz der erkenntnis

>>> doch GEÄNDERT haben sie relativ wenig ... und ja, dies liegt daran, dass sich die große mehrheit mit anderen "sachen" beschäftigt und seine zeit damit verbringt ... so ist das nun mal ...

Bild des Benutzers Heinz

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Der «Tiefe Staat» vertritt Interessen der Wirtschaft und der Parteien. Das ist in aller Regel die Minderheit. Folglich vertritt der «Tiefe Staat» ausschließlich partikuläre Interessen. Besonders in Deutschland sind die Lebenswirklichkeit der Zivilgesellschaft und der Staat sehr weit voneinander entfernt und entfremdet. Das hängt ursächlich an der föderalen Struktur und den weitgehend machtlosen Bundesländern, Freistaaten und Stadtstaaten.  Andere Staaten in Europa sind kleiner als die Mitgliedsstaaten der Bundesrepublik Deutschland oder gerade mal so groß, wie  diese. Die Schulhoheit liegt bei den Ländern. Trotzdem leeren die Schulen ihre bundesdeutsche Indoktrintion über die Schüler aus. Z.B. die rein theoretische Verfassung:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
 
Die Bundesrepublik Deutschland ist weder demokratisch, noch sozial, sondern parteioligarchisch und asozial ausschließlich von den Interessen der Parteien und Unternehmerverbänden getrieben. Wer als Schüler die Gnade eines aufgeklärten Elternhauses hat, ist trotz der Indoktrination der in Klassen separierten staatlichen Einheitsschulen in der Lage, diese Interessen zu durchschauen. Wem diese Gnade nicht zuteil wurde, ist dem «Tiefen Staat» gnadenlos ausgeliefert und hat keine Chance, dem zu entgehen.
Aus Wikisouce:
Pierre Joseph Proudhon: «Freiheit ist Gleichheit, weil es Freiheit nur im gesellschaftlichen Zustande gibt, und es ohne Gleichheit keine Gesellschaft gibt.» – Qu'est-ce que la propriété?, Chapitre IV;
(Original franz.: «La liberté est égalité, parce que la liberté n’existe que dans l’état social, et que hors de l’égalité il n’y a pas de société.»)
daraus folgt:
«Die Regierung des Menschen über den Menschen ist die Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feinde.» – Zitiert in Daniel Guérins Anarchismus - Begriff und Praxis, Suhrkamp Verlag 1967 Frankfurt am Main, Seite 17, Zeile 13-17

 

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Indoktrination
 

Nachtrag zur demokratischen und sozialen Grundordnung

Die EU hat eine (nicht repräsentative) Umfrage zur Abschaffung der Sommerzeit durchgeführt.

Die Mehrheit ist für die Abschaffung.

Das klingt gut demokratisch.

Juncker will die Abschaffung der Sommerzeit bei der nächsten Sitzung des diktatorischen Ministerrates der EU auf den Weg bringen.

Beteiligt hatten sich 10% der EU-Bürger, wer auch immer das sein möge.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Jetzt wird getrommelt
 

Für wen Junker die Geschäfte allerbest verwaltet hat er bereits als Luxemburger Lehrling seiner Herrschaft so gut demonstriert, das sein weiterer Aufstieg eine reine Formsache blieb.

In seinem 1925 erschienenen Buch „Praktischer Idealismus“ kam Coudenhove-Kalergi dabei zu Schlussfolgerungen (S. 39f), die zeitlos aktuell sind.....:

„Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister. An die Stelle der feudalen Gesellschaftsstruktur ist die plutokratische getreten: nicht mehr die Geburt ist maßgebend für die soziale Stellung, sondern das Einkommen. Die Plutokratie von heute ist mächtiger als die Aristokratie von gestern: denn niemand steht über ihr als der Staat, der ihr Werkzeug und Helfershelfer ist.“

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Dazu eine Einsicht von 1925
 

Nehmen wir das Attentat auf John F. Kennedy, bei den Verschwörungstheorien stehen die FED und die Banken nicht mit auf der Liste. Dann ist da noch die Bilderberg-Konferenz, die als inofizieller Bilderberg-Club (nicht eingetragener Verein) die Interessen global koordiniert.

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Jetzt wird getrommelt
 

An der EU Umfrage zur Abschaffung der Sommerzeit hatten nicht einmal 1% aller Einwohner der EU teilgenommen. Bei 512 Mio Einwohnern der EU hatten 4,6 Mio Teilnehmer abgestimmt, davon 3 Mio Teilnehmer aus Deutschland. Unkar ist, ob es Mehrfachabstimmungen gab, um «Stimmung» zu machen. Weiter gilt die eigentümliche Zeitzone MEZ von Ostpolen bis Galizien in Spanien. Mir scheint, die EU hat nicht nur die Gurken verbogen, sondern auch die Zeit.

Mamma Dilemma ist bei einer so überwältigenden demokratischen Minderheit natürlich für die Abschaffung der Sommerzeit, schließlich sind Minderheiten in der EU geschützt.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Konkret
 

wie wo die Uhren ticken, wäre sie kein bürokratisch-instiutionalisiertes Monster.

Diese Truppe biegt sich alles zurecht (Glyphosat zu Zuckerwasser, dagegen war der Jesses ein blutiger Anfängerer!) - sei jetzt nicht so kleinlich und lasse ihr und der Mamma die Zeit zum Großkotzen.

Ihr Minderheitenschutz ist der für das relevante eine Prozent.

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Konkret
 

die Zeitumstellung zu beenden, dann sei es so. Denn die offizielle Annahme über die Energieeinsparung ist nicht eingetroffen, abgesehen von den weiteren Missliebigkeiten, die sich mit den Umstellungen ergeben.

Ich kann mich übrigens nicht daran erinnern, über die Einführung befragt worden zu sein. Zumindest ließe sich jetzt votieren, was ich auch gemacht habe. Hier würde ich mich zuletzt über demokratische "Defizite" beklagen.

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Wenn das nun zum Anlass wird,
 

Ich beklage mich doch gar nicht. Nicht einmal darüber, daß die EU bei einer OnlineBefragung nicht einmal 1% Antworten bekommt.

Es sind konkret 0,897%, bei denen konzertierte Aktionen von Mehrfachnennungen nicht prüfbar sind. Ich beklage mich nicht enmal darüber, wenn eine Klorolle falsch herum aufgehängt wird und morgens stehe ich sowieso auf, wann ich will.

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Is ja gut
 

uns betrifft es kaum, da wir den Rhythmus selbst bestimmen können, aber als wir noch arbeiten mussten, war es noch anders. Und denken wir vor allem an die Kindergärten und Schulen. Obwohl die es eigentlich über Flexibilität mit angepassten Beginnzeiten kompensieren könnten, um den Kindern wenigstens die Wechsel zu ersparen. Dagegen steht wieder die deutsche Bürokratie!

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Stimmt,
 

Sowas kannst du von dem deutschen Beamtenstaat aber nun wirklich nicht erwarten. Gerade die staatlichen EinheitsSchulen sind unflexibel und hängen immer noch an zentralistischen Schulämtern.

Hier fahren die Kinder um 6:00 (in der Sommerzeit also um 5:00 Uhr) mit dem Schulbus weg. Eine Lehrerin sagte mir einmal, daß die Kinder vor 9:00 für den Unterricht gar nicht richtig wach sind.

Eine eigenverantwortliche Schule könnte genau so geführt werden, wie ein normales Unternehmen. Die Kinder lernten darin ebenfalls eigenverantworlich und nicht frontal. Sowas kann organisiert werden und hat den Nebeneffekt, daß die Kinder Ferien machen können, wann sie wollen und wann das mit den Eltern und deren Arbeitsplatz passt. Statt dessen wird mit den staatlichen Schulen weiterhin ein Modell der Formalausbildung aus dem 19. Jahrhundert zelebriert und mit der Dreigliederung die angestammte Klassengesellschaft konserviert.

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Flexibilität?
 

gleich ein größeres Fass auf (wenn auch berechtigt). Aber mir würde es in dem Zusammenhang schon reichen, wenn die Eltern mit den Lehrern zusammen ein Konzept abstimmen, wie sich das mit den Anfangszeiten am besten abstimmen lässt.

Aber ich vermute mal, dass das von den Landesschulbehörden nicht so ohne weiteres akzeptiert und bei einer Nichtinformation Konsequenzen zumindest für den Schulleiter ergeben würde. Selbst auf dem "kleinen Dienstweg" dürfte es wieder an Bedenkenträgern scheitern. Denn einer hat bestimmt etwas dagegen und würde es der Behörde "durchstechen".

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Du machst da
 

das wir mit mit deiner staatsgläubigen "Bescheidenheit" noch immer beim 12 Stunden Arbeitstag, der Kinderarbeit und dem Kaiser wären.

Bild des Benutzers ebertus

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Ich dagegen vermute......
 

was der Bakunin sagt, im Großen wie im Kleinen; auch hier!

Nur gibt es den gegenteiligen, besseren Beweis? Gar nachhaltig, nicht nur für einen Wimpernschlag der Geschichte? Evolution anstelle von Revolution ist wohl das bestimmende Schema über die Jahrtausende; und länger ...

Revolutionen, hinter denen lediglich eine Minderheit steht, die können zwar kurzfristig viel Elend und viel Leid erzeugen, aber dann kommt relativ bald wieder das Bakunin-Prinzip zu Einsatz.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Ist schon richtig,
 

eine "revolution" die sich GEGEN die evolution stellt ist eine konterrevolution

und ein revolutionär, der sich über die natur stellen will ... und für sich einen "thron" fordert ist ein hampelmann

aber das thema ist WESENTLICH umfassender ... und einen personifizierten "evolutionär" gibt es ja nicht ... die evolution ist eine entwicklung, die ALLE umgebungsaspekte einfach nur zur kenntnis nimmt

bakunin sieht leider keinerlei zusammenhang zwischen revolution und evolution ... er hat einfach ein starres menschenbild, was die evolution im tiefsten negiert und ihren erkenntnissen widerspricht ... klug ist das nicht ....

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Ich dagegen vermute......
 

oder heute morgen was reingezogen?

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Schlecht drauf,
 

geht es gleich besser - mündet nicht in Magengeschwüre!

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Du machst da
 

«Aber mir würde es in dem Zusammenhang schon reichen, wenn die Eltern mit den Lehrern zusammen ein Konzept abstimmen, wie sich das mit den Anfangszeiten am besten abstimmen lässt.»

Viele Eltern haben gefordert, daß die Schule so früh beginnt, weil sie dann ihre Plagen los sind und zur Arbeit fahren können. Unsere schöne neue Arbeitswelt erfordert das einfach – basta !!!

Dazu eine aktuelle Meldung von der Debatte zum Grundeinkommen.

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Anders herum
 

als anfangs gedacht. Dass das problemlos über die Bühne geht, hätte ich auch nicht erwartet.

Vielleicht sind es auch noch weitere Gründe, die nicht notwendig mit der Arbeit zusammenhängen. Einer fällt mir dazu ein: "wir hatten mit dem Kind einfach nicht "gerechnet", nicht selten zu hören und immer wieder erstaunlich.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Es ist oft schwieriger
 

mit 50zig, mit Karriere (und dem Porsche vor der Tür) rechnet es sich dann besser - ist zwar pervers, wird dir aber von der Systematik (bei preiswerter Einfriererei) auf den gefälligen Leib tätowiert.

Bild des Benutzers pleifel

Mach´mal deine Hausaufgaben, da sind noch ein paar Kleinigkeiten offen geblieben. Wenn´s geht mit eigenen Gedanken und keine Verlinkungs- und Bilderinflation.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Langeweile?
 

auf Weisung und nach dem Geschmack des Leerers entsprechen einem mir zu meinem Glück verschlossenen Weltbild - halte ich für unpädagogisch und gebe statt dessen lieber Tipps:

 

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Hausaufgaben.....
 

wenn ein Anarcho für sich verschlossene Weltbilder resümiert. Dann würde ich doch vorschlagen, du kommentierst mich einfach nicht mehr, das wäre für dich auch übersichtlicher.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Das ist doch schon mal was,
 

müssen mir nicht unbekannt sein. Wäre schick du kommentiertest durchdachter.

Bild des Benutzers Heinz

... daß deine Eier noch fertil sind.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Du glaubst doch nicht wirklich, ...
 

Abgehoben hatte ich allerdings auf das Angebot einzufrierender Eier für aufstiegsgeile karrierebewusste Mädchen gehobener kapitalistischer Brauchbarkeit durch ihre Arbeitsdiebe "Arbeitgeber".

Als Grundguter , denke ich natürlich an meine eigenen Knicker (solange es sich vermeiden lässt) zuletzt......

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Es ist oft schwieriger
 

In Afrika sagt man: «Für die Erziehung eines Kindes brauchst du ein ganzes Dorf.»

In der prechtschen, butterweggeschen und sozialdemokratischen Spaßgesellschaft ist ein Kind ein Privatspaß, den sich die Eltern leisten – müssen. Profitieren werden dann mit der Sozialversicherung die DINKS  – Double Income No Kids.

Bild des Benutzers pleifel

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Armutsrisiko Kind
 

Weisheit, da ist viel dran. In westlichen Zivilisationen werden Kinder eher "organisiert". In unserer Gesellschaft wird für alles und nichts ein Schein verlangt, so auch, als ich zurzeit der Ölkrise in einem öffentlichen Bad den DLRG machen musste, obwohl ich die Anforderungen ohne Zweifel erfüllen konnte (und darüber hinaus).

Andererseits "Kinder kann jeder" und da frage ich mich doch, ob es nicht sinnvoll wäre, von jungen Eltern zu verlangen, vorher an Kursen teilzunehmen (kostenlos), die elementare Kenntnisse im Umgang mit Kleinkind vermitteln. Denn das erste Kind ist irgendwie ein "Experiment", wo sich eben nicht alles wie von selbst ergibt. Allein über die Ernährung fehlt es an Kenntnissen an allen Ecken und Kanten.

Kinder sind schon eine Verantwortlichkeit der ganzen Gesellschaft und deshalb sollten ihnen auch von da aus die besten Voraussetzungen geboten werden. Und das geringste dabei wären noch die materiellen Leistungen.

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf pleifel  zum Kommentar Eine schöne afrikanische
 

Was bitte, soll der Quatsch?

in ganz Europa gilt eine Bildungspflicht mit Schulpflicht und speziell in Deutschland eine Anwesenheitspflicht in einer meist staatlichen Schule, die auch mit Polizeigewalt erzwungen wird. In aller Regel endet die Schulpflicht nach der allgemeinen Einheitsschule  bzw. der Berufsschule mit der Volljährigkeit.

Statt theoretischer Kenntnisse könnten auch lebenspraktische Kenntnisse mit der Schulpflicht vermittelt werden.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Anders herum
 

ist eine ex-ddr-kollegin von mir - die hat ihr kind niemals geweckt ... sondern selbstständig aufwachen lassen ... es DANN zur schule geschickt und ist DANN zur arbeit gekommen

klar gab es ärger - doch das hat an diesen tatsachen NICHTS geändert - sie hat einfach selbstbestimmt und nach ihren biologischen rhytmus gelebt und dies auch so kommuniziert

... ich hab das bei meinem zweiten kind dann auch so gemacht (als es in den kindergarten kam) und ich kenne noch ein paar frauen mehr ... sie alle haben sowas wie ein "gewohnheitsrecht" nach anfänglichen problemen erlebt ...

freiheit bekommst du nicht geschenkt, du mußt sie dir erkämpfen und nehmen ... naja, das war in einem land OHNE arbeits- oder wohnungslose ... (also die pure tyrannanei und schikane für die menschen)

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Flexibilität?
 

öffnen, darüber darf klaglos gefeilscht werden - solange sie denn öffnen um den angeordneten Nachschub fügsamer Schäfchen zu produzieren.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Is ja gut
 

 die Sau die durch das Dorf gtrieben wird, um die herrschende Simulation von "Demokratie", das grundlegende Narrativ zu beatmen.

Das 3/4 der als Souverän verarschten Wählerschaft gegen die deutsche Beteiligung an den illegalen Angriffskriegen - gegen den weiteren Ausbau des Kriegsetat - sind, muss dahinter verdeckt werden.

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Indoktrination
 

Vertrauen ist gut, hat sich jedoch gegenüber Machthabern noch nie bewährt.........

wieso denkt bakunin, dass sich ein aufrechter revolutionär auf einen thron setzen will???

Bild des Benutzers Heinz

Antwort auf marie  zum Kommentar pessimist
 

«wieso denkt bakunin, dass sich ein aufrechter revolutionär auf einen thron setzen will???»

Korrekt wäre: «wieso dachte bakunin, dass sich ein aufrechter revolutionär auf einen thron setzen will???»

Weil genau das geschehen ist. Die revolutionären Typen Lenin, Stalin setzten sich auf den Thron.

Antwort auf Heinz  zum Kommentar Was ist real?
 

hmm ... ich sehe schon gravierende unterschiede zwischen lenin und stalin und der queen - die ja wirklich auf einem thron sitzt OHNE jedes revolutionäre zucken ... und die indianerhäuptlinge , saßen die auch auf einem thron

na, wie auch immer, wahrscheinlich streiten wir uns um die definition von bakunin "aufrechter revolutionär" >>> klingt so übermenschlich idealisiert ... ich sag mal so: ich habe wohl von aufrechten revolutionären gehört - doch ihre namen waren wohl nicht so prominent - mit einem thron bringe ich sie jedenfalls nicht in einem zusammenhang

für mich klingt das so, als wenn ich zu einem wohlhabenden menschen sage "geld verdirbt den charakter" - selbst wenn dies natürlich im einzelfall zutreffen kann, mag ich solche pauschalen schubladen-sprüche nicht

Bild des Benutzers fahrwax

Antwort auf marie  zum Kommentar pessimist
 

weil es von Lenin, über Stalin bis Honecker & Mielke immer wieder zu beobachten war?

Vom Straßenkämpfer Joschka Fischer, oder dem ex ML'er Trittin ganz zu schweigen.......

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Vieleicht......
 

wußte gar nicht, dass bakunin honecker beobachtet hat ... und einen thron hatte er nicht - DAS weiß ich ganz genau ... und ein "revolutionär" war er auch nicht ... er war ein ehrgeiziger parteifunktionär und im kommunistischen widerstand gegen hitler ... jedoch interessieren mich ganz persönlich ideologische parteifunktionäre überhaupt nicht.

hier ein beispiel, wie differenziert/vielfältig und widersprüchlich das "revolutionäre leben" in der praxis ist:

" Manche sahen eine gewisse Ironie darin, dass Barr, der nicht nur das MoMA, sondern auch die wohlhabende Mäzenin Abby Aldrich Rockefeller sowie ihren Ehemann, den Industriellen John D. Rockefeller Junior repräsentierte, einen Künstler einlud nach New York zu kommen und Fresken für das Museum anzufertigen – sowie seine gesamten Spesen bestritt –, dessen kommunistische Ansichten bekannt waren.

Die damalige amerikanische herrschende Elite hatte nicht nur ganz zweifellos ein aufgeklärteres Kunstverständnis als ihr heutiges Gegenstück; darüber hinaus hatten Persönlichkeiten wie Abby Rockefeller das Selbstvertrauen, sich selbst mit den in ihren Augen fortschrittlichsten künstlerischen Tendenzen ihrer Zeit in Zusammenhang zu bringen. "
https://www.wsws.org/de/articles/2012/01/riv1-j11.html

Künstler der russischen Avantgarde standen dem Zarenreich ähnlich kritisch gegenüber wie es die Bolschewiken taten. Deshalb überraschte es kaum, dass beide Gruppen nach der Revolution eng zusammenarbeiteten.
https://de.rbth.com/kultur/2017/06/26/russische-avantgarde-kunst-im-dien...

Bild des Benutzers Ludwig Brunner

Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Vieleicht......
 

Lenin war ganz sicher niemals ein "Thron"-Hocker, sondern sah sich vielmehr als intellektuellen Vollstrecker für eine bessere Gesellschaft.

Seine Regierungszeit war wesentlich von Notwendigkeiten geprägt und ich kenne keine Umstände, welche an seiner persönlichen Redlichkeit Zweifel aufkommen ließen.

Stalin animierte mit Privilegien zu Leistungsanreizen, aber als Herrscher zu seinem Gusto sah er sich gewiss nicht. Er ging zwar ziemlich rücksichtslos und hemdsärmelig bei der Umsetzung des als richtig Erachteten vor, aber dabei wollte er der Sache dienen, welche er sich verschrieben hatte. Der Personenkult scheint eher Mittel zum Zweck gewesen zu sein.

Honecker und Mielke hatten keine Probleme damit, sich etwas zu privilegieren. Von einem Thron-Ambiente  künden "Wandlitz"-Verhälntisse aber sicher nicht, wenngleich man dies einer Banausen-Horde gut verkaufen kann.

Bei Joschka Fischer war es da wohl schon eindeutig anders und auch ein Andreas Bader scheint aus einem nicht unähnlichen Holz  geschnitzt gewesen zu sein. Denn neben einem gewissen Grundanliegen trieb sie auch ihr Dominanz-Wahn nicht unwesentlich an. Persönliche Bescheidenheit zählt(e) sicher nicht zu ihren hervorstechendsten Eigenschaften. Deshalb konnte auf Fischer eine Frau Albright auch diese Faszination ausüben und skrupellos im Amt erworbene Kontakte "fragwürdig" ökonomisch ausgenutzt werden.

Ein Trittin  mag gewisse Überzeugungen relativiert haben: Ein skrupelloser Halunke mit Thron-Allüren ist er aber wohl niemals gewesen.

Bild des Benutzers Ludwig Brunner

Ein aufrechter Mensch wird niemals einen Thron besteigen wollen, weil ihn dies gar nicht reizt.

Das einzige Interesse liegt darin, die Stellschrauben so zu verändern, dass sich "bessere" Verhältnisse einstellen können...

Und dafür braucht es das Thron-"Amt".

Es gibt keinen "aufrechten" Menschen, den Herrschaft reizen kann.

Es gibt sehr wohl Menschen, die als "aufrecht" gelten, es aber keineswegs sind.

Der glühendste Verfechter der Freiheit will als Letzter in den Genuss von ihr kommen, weil Freiheit niemals als Privileg und Vorrecht deutbar ist, obwohl es gängiger Standard war und ist.

Es gibt  ja noch mehr so "Idiotensprüche" wie: "Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint". Solche Menschen sind anscheinend noch nicht mit Situationen hinreichend konfrontiert worden, wo man es mit ihnen "nicht gut gemeint" hat. Denn dann würde die Erfahrung einen solchen Satz hinreichend relativieren, z.B. zu einem solchen: "Was "gut gemeint" ist, muss nicht zwangsläufig "gut" enden.