21 Sep 2018

Bewegend bewegt

Submitted by fahrwax

Gedanken von Rüdiger Lenz zu dem

weiter unten eingebundenen, bewegenden Video:

 

"Eine Klimaaktivistin hat ein Video gedreht und dabei mich und viele andere zutiefst damit berührt. Sie haben dem Baum wehgetan, sagt die Frau im Video und führt fort, sie haben uns vom Baumhaus geholt, haben die anderen Menschen, mit denen wir gelebt haben, mitgenommen und denken wahrscheinlich, sie hätten gewonnen. Aber sie können nicht gewinnen, weil sie den Wald genau so brauchen und diese Erde, und das einfach nicht verstehen, dass wir nicht nur für uns kämpfen, sondern für uns alle. Und dass dieser Wald einfach wunderschön ist. Sie werden nie verstehen, wie das ist, auf einem Baum zu sitzen und zu fühlen, dass man auf einem lebenden Wesen wohnt, das sich bewegt und schiss zu haben, wenn es stürmisch ist. Und was es heißt, mit Menschen zusammen zu leben, denen es scheiß egal ist, wie du heißt, wie alt du bist oder welchen Schulabschluss du hast. Dass wir versuchen hier, hierarchiefrei zu leben und sich gegenseitig zu respektieren, ohne Geld, weil es scheiß egal ist, weil wir Geld nicht brauchen, sondern Menschen, die uns akzeptieren, einfach so, wie wir sind. Das sie jeden Morgen aufgewacht sind und wissen, dass sie am richtigen Ort sind, dass wir um keinen Preis tauschen würden. Dass ich jetzt lieber ins Gefängnis gehe, als mit irgendwem von denen zu tauschen, weil ich weiß, dass ich das richtige mache. Und weil ich weiß, dass ich genau da bin, wo ich hingehöre. Genau das tue, dass die schönste Zeit meines Lebens war und ich so viel gelernt habe, was ich draußen in der Gesellschaft nie hätte lernen können. Dass ich jetzt die ganze Scheiße, die mir die Gesellschaft eingetrichtert hat, erst wieder vergessen musste. Mich mit anderen Menschen vergleichen oder so, konkurrieren oder was angeblich wichtig ist, wie wir aussehen. Diese ganze Scheiße musste ich wieder verlernen. Aber das haben mir die Menschen hier gezeigt, dass das nicht wichtig ist. Die haben mich als Wesen akzeptiert. Das können die mir nicht mehr wegnehmen (…). "

 

 

 

Rüdiger Lenz liefertin seinem Text noch eine schlüssige Definition von "Faschismus" dazu:

"Faschismus ist, wenn die Politik, das Militär und das Kapital in dieselbe Richtung marschieren. Faschismus ist die Grundform kapitalpolitischer Ordnung heute. Und aus dieser Grundordnung heraus lassen sich unzählige Welten konstruieren. Unserer hat man das Label Demokratie verpasst. Welch ein Hohn!"

Der lesenswerte, komplette Text: https://kenfm.de/tagesdosis-19-9-2018-wie-kann-man-einen-wald-kaufen-oder-verkaufen/

Kommentare

Bild des Benutzers fahrwax

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Die überaus bewegende "Aktivistin" die den Rüdiger Lenz, viele andere und eben auch mich sehr beeindruckt, ist von den uniformen Knechten der Geldberge in den Kölner Knast verschleppt worden.

Das fitte Mädchen, wie auch drei weitere dort verknastete Freunde & Freundinnen aus dem Hambacher Wald, verweigert die Angabe ihrer "Personalien".

Sie begnügt sich mit dem Namen "Winter", die anderen Freunde & Freundinnen nennen sich "Shadow, Andrea & Jazzy".

(Korrektur: "Shadow" ist gerade freigelassen worden - hockte seit dem 16.09.2018 im Kölner Knast)

"Winter" schreibt uns aus dem Knast in Köln:

 

"Ihr sperrt uns ein und bestraft uns, weil wir selbständig denken und handeln, selbst entscheiden, was richtig ist und was nicht. Dabei ist es doch das, was uns als Menschen ausmacht: Ethik, Autonomie, Selbstbestimmung, Empathievermögen, zukunftsgerichtetes Denken, unsere Einheit aus Körper, Seele und Geist.


Aus all diesen Eigenschaften entsteht auch ein besondere Verantwortung und ihr wollt, dass ich diese Verantwortung wegstoßen und rücksichtslos und egoistisch handle?

Ihr wollt, dass ich meine Augen und Ohren verschließe?

Eine Hülle, ein Roboter werde, der nur Befehle ausführt, gehorcht? 

Das kann ich nicht.

Wie könnte ihr verlangen, dass ich mein Menschsein verleugne oder dem Profitdenken eines einzelnen Konzerns oder einiger machtgieriger Politiker*innen unterordne?

Wie könnt mir verlangen, so zu tun, als ob das Morgen egal wäre, wo doch alles in unserem System auf die Zukunft aufbaut?

Was sind denn Versicherungen, Testamente, Patientenverfügungen, Rente oder Gesundheitsvorsorge?

Wir sind Menschen und wir wissen, was „Zukunft“ ist.Wie also könnt ihr also von mir verlangen, an der Zerstörung unserer Lebensgrundlage und der unserer Kinder mitzuwirken, meine eigene Zukunft kaputt zumachen?

Ich habe es nicht immer gewusst, aber wir brauchen den Wald so sehr. In Küstenfernen Regionen gibt es ohne Wald zu wenig Regen, ohne Regen gibt es keine Landwirtschaft, ohne Landwirtschaft zu wenig zu Essen. Wir können keine Braunkohle essen oder trinken.

Ihr wollt das nicht wahrhaben, für euch sind es nur Bäume. Ihr werdet es erst verstehen, wenn es soweit ist.

Ihr sagt mir, ihr findet es an sich gut, was ich machen, aber es sind die falschen Mittel, es wäre zu extrem.

Hmm. Wie extrem ist den diese Räumung?

Als ich vom Wald weggefahren wurde, konnte ich die riesige Schlange an Polizeiautos, Maschinen, Räumpanzern etc. noch einmal sehen. Und ich wusste, es ist nur ein Bruchteil dessen, was sich noch im Wald befindet.

Ich musste fast lachen, weil es so lächerlich war. Weil ich wusste, wir gewinnen,egal wie es endet, denn ihr habt nicht mal etwas, um das ihr kämpft.

Ihr nennt uns extrem, weil wir anders, weil wir konsequent sind, weil wir verteidigen, woran wir glauben. Weil wir davon nicht ablassen können, sonst würden wir uns selbst verraten. Wir saßen im Lock, konnten uns kaum bewegen. Konnten uns kaum umdrehen, konnten uns nur ansehen und Mut zusprechen, trösten.

Ihr kamt von mehreren Seiten, habt das Dach  über unseren Köpfen aufgeschlitzt, habt die Wand hinter uns weg gehauen. Ihr habt unser Leben zerrissen.

Und dann werft ihr uns Gewalt vor?

Manchmal habe ich mich morgens bei Kontiki bedankt. Für eine wunderbare erholsame Nacht, für ein Aufwachen am richtigen Ort, für dieses riesige Geborgenheits- und Zufriedenheitsgefühl, das es mir geschenkt hat.

Ich wusste nie, rede ich mit dem Baumhaus oder dem Baum ? Es war ein Wesen. Ein Wesen, das bereitwillig etwas von uns Geschaffenes getragen hat, mit dem wir zusammengelebt haben, geträumt haben.

Wir hatten solche Angst um die Bäume als es nicht regnete. Wir dachten, irgendwann fallen sie einfach um, haben keine Kraft mehr. Sie wurden gelb, aber sie sind so stark.

Sie mussten schon soviel durchmachen, es ist Unrecht Grundwasser abzupumpen, es ist so ein Riesenunrecht!

Ihr habt gelacht, als wir euch panisch angeschrien haben, dass ihr das Leben unserer Freundin auf dem Skypod  gefährdet. Wir haben geschrien und geschrien und ihr habt das eine Seil gekappt.

Nur die Reibung hat es gehalten. Wer begeht hier Verbrechen?

Wir machen euch Angst, weil wir nicht in eure Schemata passen, weil das, was uns antreibt, nicht Macht oder Geld sind, sondern die Liebe zum Leben selbst, der wilde Drang nach Freiheit und die Wut auf jene, die uns das alles nehmen wollen.

Wenn ich euch meine Identität sage, komme ich hier raus. Also werden viele von euch denken, ich bin selbst schuld, dass ich hier sitze.

Aber meine Identität ist nicht das was auf einem Stück Papier steht.

Meine Identität ist das, was mich als Menschen ausmacht, mein Wesen, meine Seele, alles was ich in diesem Wald gelernt habe, alles was mir die Menschen dort gezeigt haben.

Das, was ich irgendwie verlieren würde, wenn ich euch meine Personalien sagte. Mich auf diese Wörter reduzierte.

Ich will das ungerechte und ungerechtfertigte Privileg eines deutschen Passes nicht nutzen. Ich will solidarisch sein mit denen, die aus Repressionsgründen ihre Personalien nicht angeben können.

Ich bin ein Mensch und ich kämpfe für den Erhalt dieser Erde. Alles andere ist unwichtig.

Winter"

 

Grafik & Informationen haben ihren Ausgangspunkt dort:

https://abcrhineland.blackblogs.org/wer-wir-sind-about-us/

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von Rüdiger Lenz wird in ihrer zunehmenden Gültigkeit immer deutlicher erkennbar.

Aber auch das ist wahr:

"War die Antifa vor Ort? Waren die Sympathisanten dort? Gab es dort Flix-Busse, die kostenlos tausende junge Leute zum Geschehen des Klima-Verbrechens brachten? Wo waren Campino oder Feine Sahne Fischfilet? Sarah Wagenknecht war eine der ganz wenigen Politiker, die zur Solidarität mit den Klimaaktivisten aufrief. Aber wo waren die Grünen? Deren Parteimitglieder sich einst zu einhundert Prozent zu diesen Klimaaktivisten selbst gesellt hätten. Jutta Ditfurth, bekannt und gefürchtet, weil sie sich vor vierzig Jahren noch selbst an einen der Bäume gekettet hätte! Wo war sie? Wo ist das alles hin, dieser Geist, der das Leben achtet, mehr als alles Gold und Geld der Welt? Was ist daraus geworden?"

Gern eine Passage daraus hervorgehoben! Kann mir das, klammheimlich schmunzelnd, nicht verkneifen.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Die Faschismusdefinition
 

......verträgt offensichtlich seine Umwandlung in gewerbliche Einnnahmen nicht.

Mit der Akzeptanz der bestehenden Eigentums- und Machtverhältniss mutiert er in pseudoemanzipatorischen Ideen-Verkäufern zum gefälligen Außenanstrich der allgemeinen Käuflichkeit.

Die verkommenen Vorstellungen von kapitalistisch-erwerblich angepassten Untoten zum Wort "Solidarität" infizieren es nur mit ihrem Leichengift.

Den "Geist, der das Leben achtet" findest du in bewegenden Bewegten, nicht in den wortgewaltigen Kadavern gefälliger Funktionäre - die handeln mit Worthülsen für das persönliche Arschwachstum.

Dazu ein Zitat von "Winter" aus ihrem 1. Knastbrief:

"Wir machen euch Angst, weil wir nicht in eure Schemata passen, weil das, was uns antreibt, nicht Macht oder Geld sind, sondern die Liebe zum Leben selbst, der wilde Drang nach Freiheit und die Wut auf jene, die uns das alles nehmen wollen."  

Diese Köstlichkeit ist Leben, ist unbezahlbar.

 

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Die Faschismusdefinition
 

Zwei Pianisten aus Halle waren auch dort.

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Antwort auf hadie  zum Kommentar Konzert
 

.......die Jungs!!!!!!

Künstler hier aus der Gegend haben heute dort den Wald verschönert:

 

 

Für den Samstag ist dort mit einem außerordentlichen Auflauf zu rechnen.......

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Rede Waldspaziergang, 30.09.18
 

es fehlen die Gefangenen!!!!!

 

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"Am Freitag, den 5. Oktober 2018, wird ab 9.15 Uhr vor dem Amtsgericht Düren der Strafprozess gegen “Kim Neuland” weitergeführt. Das Gericht hat für diesen letzten Prozesstag aufgrund eines zulässigen Beweisantrages der Verteidigung die Vorstandsmitglieder der RWE AG und der Innogy SE als Zeugen geladen.

Angeklagt wird die von den Behörden als „Kim Neuland“ geführte Anarchistin u.a. wegen „Störung öffentlicher Betriebe“ nach §316b StGB. Durch die Teilnahme an zwei Blockadeaktionen des sogenannten „Kohlebunkers“ am Tagebau Hambach soll sie die öffentlichen Stromversorgung gefährdet haben. In dem „Kohlebunker“ wird die abgebaute Braunkohle für den Einsatz in den Kraftwerken zwischen gelagert.

Die Verteidigung sieht keine Gefährdung der Stromversorgung. So stellte sie beim letzten Verhandlungstag einen Beweisantrag, in dem es wie folgt heißt: „Die Kraftwerke der RWE AG bzw. der innogy SE produzieren Dutzende von Terrawattstunden im Jahr, die ins Ausland verkauft werden. Die Verkäufe sind bereits Monate im Voraus vereinbart. […] Die Kraftwerke dienten damit nicht der öffentlichen Versorgung i.S.d. §316b StGB.“ 

Das Gericht gab dem Beweisantrag statt. Somit sind am Freitag die RWE-Vorstände Schmitz und Krebber sowie die innogy-Vorstände Bünting, Günther, Hahn, Herrmann und Müller geladen, um vor dem Amtsgericht über die Verwendung des Stroms aus den Kraftwerken Auskunft zu geben. Damit wird im Gericht auch thematisiert werden, dass die Braunkohleverstromung für die Stromversorgung in Deutschland nicht einmal nötig ist. 

„Wir sind gespannt, ob auch nur eine*r der Vorstände auftaucht und Rede und Antwort zur Braunkohleförderung und -verbrennung steht oder ob sie wieder einmal zeigen, dass zwar Anarchist*innen und Umweltaktivist*innen vor Gerichten Rechenschaft ablegen sollen, aber Gesetze von großen Konzernen und deren Führungen missachtet werden können. Wir sind auch gespannt darauf, ob das Gericht dann zeigt, dass es wieder einmal auf der Seite von RWE steht oder ob eine ernsthafte Befragung der RWE- und innogy-Vorstände möglich wird.“ so die Angeklagte Neuland.

„Wir würden gerne eine Auseinandersetzung um die Sinnhaftigkeit der Braunkohle mit den Vorständen führen, befürchten aber, dass das Gericht - wie Gerichte seit Jahrhunderten - vor allem das Kapital der Wohlhabenden schützen wird.“

Da dies der letzte angesetzte Verhandlungstag seitens des Gerichts ist, kann es an dem Tag auch zum Urteil kommen. Die Gerichtsverhandlung verspricht also in jedem Fall spannend zu werden. Alle Interessierten sind deshalb herzlich eingeladen.

Pressekontakt für Rückfragen: +49 152 11844395"

Quelle: https://abcrhineland.blackblogs.org/2018/10/03/pm-rwe-vorstandsmitglieder-als-zeugen-geladen/

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Leonard Peltier, 74jähriger Anishabe-Lakota und Widerstandskämpfer des American Indian Movement (AIM), sitzt seit 1976 in US-Haft. Er richtete am vergangenen Mittwoch ein Grußwort an die Waldschützer im Hambacher Forst. Darin heißt es:

Grüße an meine Brüder und Schwestern in Deutschland,

Wie Ihr wisst, ist in unserer indianischen spirituellen Philosophie die Verbindung zu Mother Earth, also Mutter Natur, wie ihr sagen würdet, ein sehr wichtiges Element. Wir als Menschen sind nur ein Teil jenes heiligen Kreises, der Menschen, Pflanzen, Tiere, Berge, Flüsse, Winde und Regen miteinander verbindet – wir sind alle miteinander verbunden und verwandt. Oder wie es die Lakota sagen: »Mitakuye Oyasin – all my relations«.

 

Aktuell bin ich sehr besorgt über das, was bei Euch in Deutschland im Hambacher Wald geschieht. Wir wissen alle, dass die Tage der Kohleenergie zu Ende gehen. Politik und Energiekonzerne zerstören unsere Länder lediglich für ihre Profite – und gegen all ihr Wissen, dass diese Energie die Luft vergiftet. Ein 12.000 Jahre alter Wald darf nicht für Geld gefällt werden. Es gibt keinen Respekt und keine Achtung gegenüber den Pflanzen und Tieren oder gegenüber jenen Menschen, die den Wald verteidigen und schützen. Da ist kein Respekt und keine Achtung gegenüber den Bemühungen, (…) eine gesunde Zukunft für unsere Kinder und Enkel zu sichern. (…)

Ich weiß, dass Ihr deutschen Aktivisten mich selbst und andere Indigene seit vielen Jahren bei unseren Bemühungen, Mother Earth zu bewahren, unterstützt habt, zum Beispiel als Wasserschützer in Standing Rock oder bei unseren Kämpfen gegen Pipelineprojekte in ganz Amerika. Ich weiß, seit Jahrzehnten haben Menschen in Deutschland mich und meine Leute bei der Forderung nach meiner Freiheit unterstützt. Als ein politischer Gefangener bin ich nur schuldig, für indigene Rechte und Mother Earth gekämpft zu haben.

Ich versichere erneut meine Solidarität mit Euch und Eurem wunderbaren Wald. Es ist eine Ehre für mich, alle Verteidiger und Schützer des Hambacher Forsts zu grüßen. Ich schließe Euch ein in meine Gebete und mein Herz. Ich wünsche Euch Erfolg. Wir werden weltweit in unseren Bemühungen zusammenstehen, Mother Earth zu schützen und ebenso Menschen vor Ausbeutung und Zerstörung.

In the Spirit of Crazy Horse

Leonard Peltier, Häftlingsnummer 89637-132

Übersetzung: Tokata-LPSG Rhein-Main e. V.

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/340934.leonard-peltiers-gru%C3%9Fwort-an-aktivisten-im-hambacher-forst.html

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........erbrachte 50000 Menschen stinkige Socken - militante Barfussgänger waren gestern deutlich im Vorteil.

Dank vielen verrückten Überstunden uniformierter - gestern mal unvermummter - Gewaltmonopolisten verwandelten sich beim Hambie 100000 solidarische Füße in heute schmerzende Geruchsbelästigungen.

Die gestrige Party war ziemlich genial, weil diese Gewaltmonopolisten sich davor hüteten den Unwillen der angereisten Solidarischen zu erwecken - die Kräfteverhältnisse waren einfach aussichtslos für die beruflichen Gewalttäter..........

 

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"Lasst euch nicht knechten vom Geld, ausbeuten vom System, hässlich machen von der Werbung, beherrschen von Normen und unterdrücken von der Politik.

Bleibt hungrig suchend nach Freiheit und Wahrheit und gebt niemals auf, egal wie weh es tut.

Wir werden Lücken finden, uns festklammern, wir werden wieder und wieder rebellieren und uns vereinen.

Wir werden keine „rechtsfreien“ sondern unrechtsfreie Orte schaffen, überall, bis die Welt unser Zuhause ist."

Winter

https://abcrhineland.blackblogs.org/2018/10/12/brief-3-von-winter/

 

Aktuell am Hambie:

Wir haben Manheim besetzt. Zwei Wochen ist es jetzt her, dass Menschen gewaltsam aus ihren Lebensräumen im Hambacher Forst vertrieben wurden. Während sich die öffentliche Aufmerksamkeit vor allem auf die Proteste im Forst konzentriert, werden schon seit Jahren Menschen aus ihren Lebensräumen in den umliegenden Dörfern vertrieben. So auch hier in Manheim.
Der Kohleabbau hier im rheinischen Braunkohlegebiet hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung, sondern ist ein globales Problem.

https://hambacherforst.org/blog/2018/10/12/manheim-besetzung/