Ideologie

Zur Ideologie des Positivismus


Quelle: http://obviousmag.org/archives/uploads/2014/06/df-hiro01s-thumb-800x606-49468.jpg


„Der Positivismus war im 19. Jahrhundert entstanden als eines der großen utopistischen Projekte einer scientistischen Gesellschaftstheorie, die sich selbst zu einer wissenschaftlich fundierten Weltkultur entfalten wollte. Es war die Utopie einer auf Wissenschaft gegründeten Gesellschaft, durch welche der größte Nutzen für die Menschheit zu erzielen wäre. Ihr Gründer Auguste Comte (1798–1857) vertrat ein Geschichtsmodell, wonach das Positive naturwissenschaftlich zu bestimmen sei und wie ein wissenschaftlich begründeter Zentralismus politisch durchgesetzt werden müsse. Die zentrale Wissenschaft sei daher eine politisch manifestierte Soziologie, die in der Lage sein müsse, die positiven Merkmale, die sie durch naturwissenschaftliche Methodik rational erkennen könne, systematisch zu beschreiben (siehe auch Systemtheorie) und durchzusetzen und hieraus die gesellschaftlichen Probleme als bloße Negativität zu beherrschen, sozusagen den Fortschritt eines wissenschaftlich bereinigten Lebens zu garantieren.“ (http://kulturkritik.net/begriffe/index.php?lex=positivismus)