Bewusstsein

Wahrnehmung und Bewusstsein

Wenn Bewusstsein eine Wirkung haben soll, muss es wahrgenommen werden. Wenn es nicht wahrgenommen wird, existiert es lediglich als Idee, als Möglichkeit, die entdeckt oder erinnert werden kann. Entdeckungen und Erinnerungen geschehen aber nur, indem sie wahrgenommen werden. Wahrnehmung ist nichts anderes als Aufmerksamkeit, bei der je nach Richtung, Stärke und Dauer unterschiedliche Bewusstseinsinhalte kreiert werden.

Glaube, Wahrnehmung und der Mythos unserer Zeit

Glaube und Wahrnehmung beeinflussen sich gegenseitig. Ist die Wahrnehmung lückenhaft, dient der Glaube als Füllmaterial. Soll der Glaube Wahrheit beanspruchen, wird die Wahrnehmung unbewusst auf jene Perspektiven und Erfahrungen begrenzt, die widerspruchsfrei die Inhalte des Glaubens bestätigen.

Vernunft und Religion

Vernunft basiert auf Bewusstsein, und das ist das Fatale daran.

„Bewusstsein ist das, was es nicht ist, und nicht das, was es ist!“ hat Jean-Paul Sartre einmal treffend gesagt. Mit anderen Worten: Bewusstsein als Akt der Reflektion kann zwar einen bestimmten Kontext abstrahierend isolieren, wird sich dadurch aber niemals seiner selbst bewusst, weil es unendlich und grenzenlos ist.

Buchprojekt "Was es ist", Kapitel 14.: Wahres und falsches Selbst


„Auf immer und ewig können Sie woanders nach Wahrheit, Liebe, Intelligenz und Wohlwollen suchen, Gott und die Menschen anflehen – alles umsonst. Sie müssen bei sich selbst anfangen, mit sich selbst, das ist das unumgängliche Gesetz. Sie können nicht das Spiegelbild ändern, ohne Ihr Gesicht zu ändern. Realisieren Sie zuerst, dass die Welt nur eine Reflexion Ihrer selbst ist, und hören Sie auf, nach Fehlern an der Reflexion zu suchen.